DE202006014406U1 - Zugdeichsel für einen Zentralachsanhänger - Google Patents
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Abstract
Zugdeichsel
(1) für
einen Zentralachsanhänger,
mit einem Deichselrohr (2), einer am vorderen Ende damit verbundenen
Zugöse
(3) und mit im hinteren Endbereich des Deichselrohres (2) befestigten Querträgern (4)
zur Chassis-Anbindung,
dadurch gekennzeichnet, dass das Deichselrohr (2) aus einem durch
mehrfaches Abkanten eines Blechstreifens gebildeten und im Bereich
einer Rohrwandung (2a) einen in Rohr-Längsrichtung durchgängigen Längsschlitz
(5) aufweisenden Rechteckrohr besteht.
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zugdeichsel für einen Zentralachsanhänger, mit einem Deichselrohr, einer am vorderen Ende damit verbundenen Zugöse und mit im hinteren Endbereich des Deichselrohres befestigten Querträgern zur Chassis-Anbindung.
- Zugdeichseln der vorerwähnten Art sind in vielerlei Ausführungsformen bekannt, wobei das Deichselrohr bislang bevorzugt als Schweißkonstruktion ausgebildet ist und aus vier miteinander verschweißten Wandungsabschnitten besteht.
- Im hinteren Endbereich sind am Deichselrohr geeignete Auflagerkonstruktionen für die Querträger angeschweißt.
- Die Zugöse ist an einer das vordere Ende des Deichselrohres verschließenden Abschlussplatte befestigt, die ihrerseits wiederum mit dem Deichselrohr verschweißt ist.
- Die bekannten Zugdeichseln erfordern somit insgesamt einen hohen Aufwand an Schweißarbeiten, was mit einem entsprechend hohen Zeitaufwand und damit einhergehend hohen Kosten verbunden ist.
- Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zugdeichsel der gattungsgemäßen Art zu schaffen, die ohne funktionale Nachteile in Kauf nehmen zu müssen bedeutend preiswerter und schneller herstellbar ist.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Deichselrohr aus einem durch mehrfaches Abkanten eines Blechstreifens gebildeten und im Bereich einer Rohrwandung einen in Rohr-Längsrichtung durchgängigen Längsschlitz aufweisenden Rechteckrohr besteht.
- Für die Herstellung des Deichselrohres sind somit keinerlei Schweißarbeiten mehr erforderlich, wodurch die Herstellkosten für das Deichselrohr und damit letztendlich auch für die gesamte Zugdeichsel erheblich gesenkt werden können, da die Herstellung des Deichselrohres durch mehrfaches Abkanten etwa nur die Hälfte der Zeit in Anspruch nimmt, die für eine Schweißkonstruktion benötigt wird.
- Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass im Bereich der Längsschlitze gegenüber der geschlitzten Rohrwandung um 90° abgekantete Randstege vorgesehen sind.
- Hierdurch wird die Gesamtstabilität des Deichselrohres beträchtlich erhöht, ohne dass die Herstellkosten dadurch nennenswert verteuert werden, da für das Anbringen dieser Randstege lediglich zwei weitere Kantvorgänge erforderlich sind.
- Bevorzugt ist dabei eine Ausführungsform, bei der die Randstege ins Innere des Rechteckrohres hineinragen. Dadurch wird der Gesamtquerschnitt des Deichselrohres bei deutlich verbesserter Steifigkeit nicht vergrößert. Insbesondere zur weiteren Stabilisierung des Deichselrohres ist nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen, dass die Randstege von mindestens einem Haltebügel übergriffen und mit diesem fest verbunden sind.
- Dabei wird der mindestens eine Haltebügel bevorzugt durch Schrauben mit den Randstegen verbunden.
- Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass im hinteren Endbereich des Deichselrohres mit Abstand zueinander angeordnete und mit dem Deichselrohr durch Schrauben verbundene Auflagebügel zur mittelbaren oder unmittelbaren Befestigung der Querträger vorgesehen sind.
- Bevorzugt ist die Zugöse an einem Einschubzapfen befestigt, wobei der Einschubzapfen in das vordere Ende des Deichselrohres eingeschoben und durch Schrauben mit dem Deichselrohr verbunden ist.
- Insbesondere dadurch, dass sowohl die Auflagebügel im hinteren Endbereich wie auch der mit der Zugöse verbundene Einschubzapfen im vorderen Endbereich mit dem Deichselrohr verschraubt sind, entfallen sämtliche Schweißarbeiten am Deichselrohr.
- Somit entfällt auch die Notwendigkeit, bei der Auswahl des Materiales für die Herstellung des Deichselrohres darauf achten zu müssen, ob dieses Material schweißbar ist oder nicht.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den beigefügten Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben.
- Es zeigen:
-
1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Zugdeichsel -
2 eine Draufsicht auf die Zugdeichsel gemäß1 -
3 einen Schnitt nach der Linie III-III in1 -
4 das vordere Ende einer Zugdeichsel nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung. - In den
1 bis3 ist mit dem Bezugszeichen1 insgesamt eine Zugdeichsel für einen Zentralachsanhänger bezeichnet. Diese Zugdeichsel1 umfasst im Wesentli chen ein Deichselrohr2 , eine am vorderen Ende des Deichselrohres2 mit diesem verbundene Zugöse3 sowie zwei im hinteren Endbereich des Deichselrohres2 an diesem fest angeschlossene Querträger4 zur Chassis-Anbindung. Die gesamte Zugdeichsel1 wird durch Anschrauben der Querträger4 am Chassis eines Zentralachsanhängers mit diesem fest verbunden. - Wie aus
3 deutlich hervorgeht, weist das Deichselrohr2 einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf und ist im Bereich einer Wandung2a mit einem sich in Längsrichtung des Deichselrohres verlaufenden, über die Gesamtlänge des Deichselrohres durchgängigen Längsschlitz5 versehen. - Diese Querschnittsform macht es ohne weiteres möglich, das Deichselrohr
2 aus einem Blechstreifen durch mehrfaches Abkanten herzustellen. - Wie
3 weiterhin deutlich macht, sind im Bereich des Längsschlitzes5 gegenüber der geschlitzten Rohrwandung2a um 90° abgekantete Randstege2b vorgesehen, die vorzugsweise ins Innere des Rechteckrohres hineinragen. - Die Randstege
2b sind von mindestens einem Haltebügel6 übergriffen und mit diesem Haltebügel6 fest verbunden. Konkret sind die Randstege2b durch Schrauben7 mit dem mindestens einen Haltebügel6 fest verbunden. - Wie
1 sehr deutlich zeigt, sind über die Gesamtlänge des Deichselrohres2 mehrere Haltebügel6 vorgesehen, die durch Schrauben7 mit den Randstegen2b verbunden sind, so dass sich insgesamt eine sehr gute Stabilisierung des Deichselrohres2 ergibt. - Die im rückwärtigen Bereich des Deichselrohres
2 mit diesem verbundenen Querträger4 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel mittelbar – nämlich unter Zwischenschaltung von Konsolen8 – über Auflagebügel9 mit dem Deichselrohr2 fest verbunden. - Die Auflagebügel
9 weisen, wie3 besonders deutlich zeigt, einen etwa C-förmigen Querschnitt auf und umgreifen das Deichselrohr2 von dessen Oberseite her und über Schrauben7 sind die Auflagebügel9 fest mit dem Deichselrohr2 verbunden. Die Verbindung zwischen den Konsolen8 und den Auflagebügeln9 einerseits sowie den Querträgern4 andererseits kann auf beliebige Art und Weise erfolgen, vorzugsweise ist hier eine Verschweißung der Bauteile vorgesehen. - Die
1 zeigt sehr anschaulich, dass das Deichselrohr2 im Anschlussbereich der Auflagebügel9 mit einer großen Reihe von Durchgangsbohrungen10 ausgestattet ist, so dass die Auflagebügel9 in unterschiedlichen Justierpositionen in Richtung der Längsachse des Deichselrohres2 verschoben und in einer gewünschten Justierposition dann fest mit dem Deichselrohr2 verbunden werden können. - Beim Ausführungsbeispiel nach den
1 bis3 ist die Zugöse3 an einer Platte11 befestigt, die ihrerseits an der Stirnseite des Deichselrohres2 und unter Abschluss der besagten Stirnseite mit dem Deichselrohr2 verschweißt ist. -
4 zeigt eine hierzu alternative Lösung auf, wobei die Zugöse3 an einer Platte11a befestigt ist, die ihrerseits an einem Einschubzapfen12 angeschweißt ist. Dieser Einschubzapfen12 ist in das Innere des Deichselrohres2 eingeschoben, bis die Platte11a an der Stirnseite des Deichselrohres2 anliegt und dann über Schrauben7 mit dem Deichselrohr2 fest verbunden. - Werden sowohl die Auflagebügel
9 wie auch die Zugöse3 wie beim Ausführungsbeispiel gemäß4 durch Verschraubungen am Deichselrohr2 festgelegt, sind am Deichselrohr2 keinerlei Schweißvorgänge mehr auszuführen. Der sich hieraus ergebende Vorteil liegt nicht nur in der damit einhergehenden Zeitersparnis, sondern auch darin, dass bei der Wahl des Materials für die Herstellung des Deichselrohres2 keine Rücksicht genommen werden muss darauf, ob das ausgesuchte Material schweißbar ist oder nicht. - Durch die erfindungsgemäße Konstruktion wird insgesamt eine beträchtliche Kostensenkung bei der Herstellung einer Zugdeichsel
1 erreicht, insbesondere deshalb, weil im Vergleich zum Stand der Technik beträchtlich weniger Schweißarbeiten auszuführen sind.
Claims (8)
- Zugdeichsel (
1 ) für einen Zentralachsanhänger, mit einem Deichselrohr (2 ), einer am vorderen Ende damit verbundenen Zugöse (3 ) und mit im hinteren Endbereich des Deichselrohres (2 ) befestigten Querträgern (4 ) zur Chassis-Anbindung, dadurch gekennzeichnet, dass das Deichselrohr (2 ) aus einem durch mehrfaches Abkanten eines Blechstreifens gebildeten und im Bereich einer Rohrwandung (2a ) einen in Rohr-Längsrichtung durchgängigen Längsschlitz (5 ) aufweisenden Rechteckrohr besteht. - Zugdeichsel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Längsschlitzes (
5 ) gegenüber der geschlitzten Rohrwandung (2a ) um 90° abgekantete Randstege (2b ) vorgesehen sind. - Zugdeichsel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Randstege (
2b ) ins Innere des Rechteckrohres hineinragen. - Zugdeichsel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Randstege (
2b ) von mindestens einem Haltebügel (6 ) übergriffen und mit diesem fest verbunden sind. - Zugdeichsel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Haltebügel (
6 ) durch Schrauben (7 ) mit den Randstegen (2b ) verbunden ist. - Zugdeichsel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im hinteren Endbereich des Deichselrohres (
2 ) mit Abstand zueinander angeordnete und mit dem Deichselrohr (2 ) durch Schrauben (7 ) verbundene Auflagebügel (9 ) zur mittelbaren oder unmittelbaren Befestigung der Querträger (4 ) vorgesehen sind. - Zugdeichsel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugöse (
3 ) an einem Einschubzapfen (12 ) befestigt ist, wo bei der Einschubzapfen (12 ) in das vordere Ende des Deichselrohres (2 ) eingeschoben und durch Schrauben (7 ) mit dem Deichselrohr (2 ) verbunden ist. - Zugdeichsel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Einschubzapfen (
12 ) mit einer Platte (11a ) fest verbunden ist, die im montierten Zustand der Zugöse (3 ) an der vorderen Stirnseite des Deichselrohres (2 ) anliegt und die Stirnseite abdeckt.
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| DE202006014406U1 true DE202006014406U1 (de) | 2006-11-16 |
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| Country | Link |
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Cited By (3)
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| DE102012104190A1 (de) | 2012-05-14 | 2013-11-14 | BPW-Hungária Kft. | Zugdeichsel für einen Nutzfahrzeuganhänger |
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2006
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