DE202006001662U1 - Einführungsinstrument für Tracheostomaplatzhalter - Google Patents
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-
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Abstract
Einführungsinstrument
für einen
Tracheostomaplatzhalter zum Abdichten einer vorübergehenden Tracheaeröffnung dadurch
gekennzeichnet, dass das Einführungsinstrument
(1) zur Einklemmung des Tracheostomaplatzhalterschenkels (8) mit
einem Klemmschlitz (11) und einem Abstandsknopf (2) zur Begrenzung
des Distanzweges (6) im Tracheostomaplatzhalter ausgebildet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Einführungsinstrument für einen Tracheostomaplatzhalter zum Abdichten einer vorübergehenden Tracheaeröffnung und Bildung einer sicheren Zugangsmöglichkeit zur Luftröhre.
- Der Tracheostomaplatzhalter wird bevorzugt für folgende Anwendungsgebiete genutzt:
– Entwöhnung von Luftröhrenkanülen und Beatmungskanülen nach Langzeitbeatmung oder nach einer Kehlkopf- oder Luftröhrenchirurgie,
– Gewährleistung eines sicheren Zugangs zur Luftröhre bei Gefahr einer Atemwegsverlegung oder -blutung nach chirurgischen Eingriffen an Pharynx/Larynx, Tumoren,
– Sekretabsaugmöglichkeit aus tieferen Atemwegen bei schweren pulmonalen oder neurologischen Erkrankungen,
– bei wiederkehrenden Atemwegsverletzungen im Bereich des Schlundes oder des Kehlkopfes, wie im Falle von obstruktiver Schlafapnoe, gestörter Glottismotorik oder bei bestrahlungsbedingter Verschwellung. - Es sind verschiedene Tracheostomaplatzhalter bekannt. So bspw. ein sogenannter „Barton-Mayo Tracheostoma Button", der aus einem einstückigen Teil, bestehend aus einer Ventilaufnahme, einem Tracheostomaschenkel und einem in das Stoma eindrückbaren knopfartigen, konzentrischen Abschluss besteht.
- Dieser Platzhalter hat den Nachteil, dass er den jeweiligen anatomischen Besonderheiten nur durch eine spezielle Neuanfertigung anpassbar wäre, über keine besonders gute Dichtwirkung verfügt und vor allem beim Patienten durch eine relativ scharfkantige Anlage an der Halshaut zu Schwellungen und Schmerzen führt.
- Bei anderen bekannten Abstandshaltern (z. B.
US-PS 4,269,184 ) wird versucht, die trachealseitige Anlage des Abstandshalters dadurch zu verbessern, dass an dem Tracheostomaschenkel diametral gegenüberstehend zwei gleichlange, lappenartige Anlagen vorgesehen sind. Auch diese Lappen stellen keine sichere Anlage an die Trachea dar und neigen sehr leicht zur Dislokation. - Weiterhin sind andere Einsatzgebiete, nämlich für die Ventilabdichtung des Luftröhrenstumpfes nach einer Kehlkopf-Totalentfernung, Tracheostoma-Verschlüsse aus DE-U-85 14 859 und
US-PS 5,683,458 bekannt. - Eine Zuführmöglichkeit bspw. einer Atemkanüle oder eines Beatmungstubus ist bei diesen Lösungen jedoch nicht möglich.
- Schließlich ist aus
DE 59710934 ein Tracheostomaplatzhalter bekannt, mit dem versucht wird, vorstehend genannte Probleme von Tracheostomaplatzhaltern zu beheben. - Dieser besteht aus einem rohrförmigen Tracheostomaschenkel, der einseitig in einen einstückig angeformten und in einer ersten Dimension gewölbt ausgebildeten Trachealschenkel ausläuft, wobei der Trachealschenkel in einer zur ersten Dimension senkrecht verlaufenden Dimension amittig zur Tracheostomaschenkelachse derart angebunden ist, dass er unterschiedlich lange Überhangbereiche aufweist, wobei der Tracheostomaschenkel an dem, dem Trachealschenkel abseitigen Ende mit einem Verschlussmittel versehbar ist, wobei die Überhangbereiche die mit mehreren ausgedünnten Trachealschenkelabschnitten nach der dortigen Lehre zu versehen sind, und dem Tracheostomaschenkel unterbrochene Rastmittel zugeordnet sind, die die Aufnahme und Fixierung eines Schildes in einem variabel anpassbaren Abstand zur Anlagefläche des Trachealschenkels an die Trachea gewährleisten sollen.
- Letzteres ist durch die vorgesehenen, in einem festen Abstand anbringbaren Rastmittel nur bedingt möglich. Außerdem wird auch diese Konstruktion vom Patienten im Tragekomfort als unangenehm empfunden und führt infolge der dort vorgesehenen Art und Weise der kantigen Rastmittelausbildung sogar zu Entzündungen im Tracheostoma.
- Im Übrigen sind derartige Verrippungen aus sogenannten T-Tuben für einen vergleichbaren Verwendungszweck schon seit Jahrzehnten bekannt, so dass das Wesen vorstehend zitierter Erfindung in den unterschiedlich lang ausgebildeten und mit Ausdünnungen versehenen Überhangbereichen bestehen dürfte.
- Allen bekannten Tracheostomaplatzhaltern zum Abdichten einer vorübergehenden Tracheaeröffnung und Bildung einer sicheren Zugangsmöglichkeit zur Luftröhre ist gemein, dass die Einführung des Tracheostomaplatzhalters in das Tracheostoma mehr oder weniger kompliziert ist und Nachteile für den Patienten mit sich bringt.
- Vorliegender Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine einfache Einführungsvorrichtung zur sicheren Platzierung des Tracheostomaplatzhalters bei Einhaltung der Patientensicherheit im Tracheostoma zu gewährleisten.
- Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
- Weitere vorteilhafte Ausbildungen sind durch die nachgeordneten Ansprüche erfasst.
- Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels und schematischer Zeichnungen näher erläutert werden:
- Es zeigen:
-
1 : eine Ausbildung eines Einführungsinstrumentes mit den erfindungswesentlichen Bestandteilen -
2 : eine Ausbildung eines Einführungsinstrumentes im Tracheostomaplatzhalter -
3 : eine Ausbildung als Draufsicht auf einen Tracheostomaplatzhalter mit Einführungsinstrument. - In
1 ist ein Einführungsinstrument (1 ) nach vorliegender Erfindung in einer Ansicht dargestellt, dass aus einem bevorzugt runden Einführungsinstrument (1 ) mit einem für das Innenvolumen des Tracheostomaplatzhalters geeigneten Durchmesser (4 ) besteht. - Das Einführungsinstrument ist zur Einklemmung der jeweiligen Tracheostomaplatzhalterschenkel (
8 ) mit einem Klemmschlitz (11 ) und einer dem Schenkel angepassten Schlitzlänge (3 ) und Schlitzbreite (7 ) ausgebildet. - Die Schlitzbreite (
7 ) ist so ausgebildet, dass der zusammengefaltete Schenkel geklemmt wird. Zur Vermeidung von Verletzungen werden an der Vorderkante des Einführungsinstrumentes die Schlitzkanten mit einer Rundung (5 ) ausgebildet. - Ein Abstandsknopf (
2 ) verhindert ein unkontrolliertes Vorschieben des Einführungsinstrumentes in das Tracheostoma gem. Distanzweg (6 ) und gibt eine erhöhte Griffsicherheit bei der Vorklemmung des Tracheostomaplatzhalterschenkels. - In der
2 ist die Anwendung des Einführungsinstrumentes (1 ) mit dem Tracheostomaplatzhalter (9 ) mit Gewindemutter (10 ) dargestellt. - Der Tracheostomaplatzhalterschenkel (
8 ) ist im Klemmschlitz (11 ) eingeklemmt, so dass eine unkomplizierte Einführung in das Tracheostoma erfolgen kann. - Nach Einführung des Tracheostomaplatzhalters in das Tracheostoma wird das Einführungsinstrument herausgezogen. Der eingeklemmte Tracheostomaplatzhalterschenkel entspannt sich aufgrund seiner Elastizität im Tracheostoma.
- In der
3 ist die Einklemmung des Tracheostomaplatzhalterschenkels (8 ) im Klemmschlitz (11 ) mit der Schlitzbreite (7 ) des Einführungsinstrumentes (1 ) zu sehen. - In
4 ist das Einführungsinstrument (1 ) mit einer Luftbohrung (12 ) ausgebildet, so dass der Patient beim Einsetzen atmen kann. - Mit dem geschaffenen Einführungsinstrument für einen Tracheostomaplatzhalter liegt somit eine Vorrichtung vor, die ein unkompliziertes Platzieren des Tracheostomaplatzhalters im Tracheostoma gem. den anatomischen Besonderheiten des Patienten Rechnung trägt.
- Alle in der Beschreibung, dem Ausführungsbeispiel sowie den nachfolgenden Zeichnungen erkennbaren Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.
-
- 1
- Einführungsinstrument
- 2
- Abstandsknopf
- 3
- Schlitzlänge
- 4
- Durchmesser
- 5
- Rundung
- 6
- Distanzweg
- 7
- Schlitzbreite
- 8
- Tracheostomaplatzhalterschenkel
- 9
- Tracheostomaplatzhalter
- 10
- Gewindemutter
- 11
- Klemmschlitz
- 12
- Luftbohrung
Claims (8)
- Einführungsinstrument für einen Tracheostomaplatzhalter zum Abdichten einer vorübergehenden Tracheaeröffnung dadurch gekennzeichnet, dass das Einführungsinstrument (
1 ) zur Einklemmung des Tracheostomaplatzhalterschenkels (8 ) mit einem Klemmschlitz (11 ) und einem Abstandsknopf (2 ) zur Begrenzung des Distanzweges (6 ) im Tracheostomaplatzhalter ausgebildet ist. - Einführungsinstrument nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitzbreite (
7 ) und die Schlitzlänge (3 ) auf den jeweiligen Tracheostomaplatzhalterschenkel (8 ) abgestimmt sind. - Einführungsinstrument nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Einführungsinstrument (
1 ) vorzugsweise rund mit einem dem Lumen des Tracheostomaplatzhalters angepassten Durchmesser (4 ) ausgebildet ist. - Einführungsinstrument nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandsknopf (
2 ) eine Kugel ist. - Einführungsinstrument nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Einführungsinstrument aus Kunststoff, vorzugsweise aus PP, PE, PA bzw. PC besteht.
- Einführungsinstrument nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel des Klemmschlitzes (
11 ) mit einer Rundung (5 ) versehen sind. - Einführungsinstrument nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Einführungsinstrument eine Scheibe, Vierkant als Abstandsknopf (
2 ) hat. - Einführungsinstrument nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Einführungsinstrument (
1 ) eine Luftbohrung (12 ) zur weiteren Atmung des Patienten beim Einsetzen ins Tracheostoma hat.
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| DE200620001662 DE202006001662U1 (de) | 2006-02-03 | 2006-02-03 | Einführungsinstrument für Tracheostomaplatzhalter |
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- 2006-02-03 DE DE200620001662 patent/DE202006001662U1/de not_active Expired - Lifetime
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