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DE202006000654U1 - Protektor - Google Patents

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DE202006000654U1
DE202006000654U1 DE202006000654U DE202006000654U DE202006000654U1 DE 202006000654 U1 DE202006000654 U1 DE 202006000654U1 DE 202006000654 U DE202006000654 U DE 202006000654U DE 202006000654 U DE202006000654 U DE 202006000654U DE 202006000654 U1 DE202006000654 U1 DE 202006000654U1
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Abstract

Protektor (1) für eine Schutzbekleidung wie insbesondere Motorradkleidung, beispielsweise Rücken-, Ellenbogen-, Schulter-, Hüft- oder Knieprotektor, aufweisend stoßabsorbierenden Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff aus fadenartigen, mehrlagig übereinander angeordneten und gegeneinander verhafteten sowie Öffnungen in Dickenrichtung belassenden Kunststoffsträngen (7, 8) besteht.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Protektor für eine Schutzbekleidung wie insbesondere Motorradkleidung, beispielsweise Rücken-, Ellenbogen-, Schulter-, Hüft- oder Knieprotektor, aufweisend einen stoßabsorbierenden Kunststoff.
  • Zum Schutz vor beispielsweise aus Stoßkräften resultierenden Verletzungen ist es bekannt, Körperteile, so weiter insbesondere exponierte Gelenkzonen, darüber hinaus auch weniger geschützte Knochenpartien wie Elle oder Schienbein durch Protektoren zu schützen, die einen Großteil der einwirkenden Energie aufnehmen können. Es gibt entsprechend den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten eine Vielzahl von unterschiedlich ausgeformten Protektoren, die weiter zudem noch in der Regel in verschiedenen Größen vorliegen.
  • Derartige Protektoren sind bereits in verschiedenen Ausgestaltungen bekannt geworden. Es wird etwa auf die DE 296 21 778 U1 oder DE 196 42 912 A1 zum Stand der Technik verwiesen.
  • Die Erfindung beschäftigt sich mit der Aufgabe, einen vorteilhaften Protektor anzugeben.
  • Diese Aufgabe ist zunächst und im Wesentlichen beim Gegenstand des Anspruches 1 gelöst, wobei darauf abgestellt ist, dass der Kunststoff aus fadenartigen, mehrlagig übereinander angeordneten und gegeneinander verhafteten sowie Öffnungen in Dickenrichtung belassenden Kunststoffsträngen besteht. Erfindungsgemäß ist der Kunststoff, der zudem einen Kern des Protektors bilden kann, aus einer Wirranordnung von fadenartigen Kunststoffsträngen geschaffen, die zur Erzielung einer gewissen Dicke mehrlagig übereinander verlaufen und zugleich auch bevorzugt in Dickenrichtung Öffnungswege belassen. Die Kunststoffstränge können bevorzugt eine Dicke von 0,1 bis 5 mm aufwei sen. Es handelt sich bevorzugt um praktisch endlos extrudierte Kunststoffstränge.
  • Auch betrifft die Erfindung einen Protektor nach den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruches 2 oder nach Anspruch 2, wobei diesbezüglich zur Ausbildung eines vorteilhaften Protektors vorgeschlagen wird, dass der Kunststoff ein thermoplastischer Kunststoff ist und dass der nutzungsbereite Protektor insgesamt nur Bestandteile aufweist, die ohne die Nutzung des Protektors beeinträchtigende Schädigung eine, ggf. auch wiederholte Erwärmung zulassen, die eine plastische Verformung des Protektors ermöglicht. Zufolge dieser Ausgestaltung ist ein Protektor geschaffen, der individuell anpassbar an den zu schützenden Körper- bzw. Gelenkbereich plastisch verformt werden kann. Die erreichte Ausformung des Protektors bleibt nach Erkalten des Kunststoffes erhalten. Es ist ein Kunststoffmaterial gewählt, welches erst bei einer Temperatur deutlich über der Temperatur des menschlichen Körpers plastisch verformbar ist, jedoch bevorzugt weiterhin in der verformten Stellung elastisch bleibt, um sich weiter insbesondere den Gelenkbewegungen annähernd anpassen zu können. Mit nutzungsbereitem Protektor ist im Sinne der Erfindung ein Gegenstand, aufweisend stoßabsorbierenden Kunststoff gemeint, der hinsichtlich der Herstellung fertiggestellt ist und somit bereits als Protektor Anwendung finden kann. So kann weiter ein solcher nutzungsbereiter Protektor auch als flächiges Teil, insbesondere Kunststoffteil ausgebildet sein, welches zum erstmaligen Gebrauch erst durch entsprechende Erhitzung und anschließender individueller Anpassung an den zu schützenden Körperteil des Nutzers verformt wird. Auch ein bereits verformter und ggf. auch benutzter Protektor kann durch nochmaliges Erhitzen erneut in seiner Form verändert werden.
  • Zur Herstellung kann der aus einem thermoplastischen Kunststoffmaterial bestehende Protektor in einem Ofen erhitzt werden, auf eine Temperatur, die eine plastische Verformung zulässt und der so erhitzte Protektor an ein betreffendes zu schützendes Körperteil des Nutzers individuell angepasst werden. Ein nutzungsbereiter Protektor ist aus einer bereits geformten Gestalt heraus individuell an die Körper- bzw. Gelenkregion, die durch den Protektor zu schützen ist, anpassbar. Der Protektor weist hierzu ein verformbares thermoplastisches Kunststoffmaterial auf, wobei der Protektor nicht vollständig aus diesem thermoplastischen Kunststoffmaterial bestehen muss. Vielmehr ist dieses thermoplastische Kunststoffmaterial der maßgebliche Teil des Protektors, kann entsprechend weitere Anteile anderer Kunststoffe oder anderer Zusätze aufweisen. Das Kunststoffmaterial bzw. der Protektor wird zur individuellen Anpassung auf eine Temperatur erhitzt, in welcher eine plastische Verformung des Kunststoffmaterials erreicht werden kann. So ist bei einer vorgeschlagenen Ausgestaltung des Protektors aus Polyethylen oder Polypropylen eine Erhitzung des Kunststoffmaterials auf etwa 160° vorgesehen. Der so erhitzte Protektor kann infolge der schlechten Wärmeleitwerte direkt an dem Körper- bzw. Gelenkteil des Menschen angeformt werden, unter plastischer Verformung des Kunststoffmaterials. Die zur plastischen Verformung nötige relativ hohe Temperatur wird durch die Person, an welcher der Protektor im erhitzten Zustand angepasst wird, nicht in der Form wahrgenommen. Gegebenenfalls kann zur Anpassung des Protektors ein Tuch oder dergleichen zwischengelegt werden.
  • Weiter kann ggf. das Kunststoffmaterial auch einen Kern bilden, eingefasst beispielsweise in eine Stoffumhüllung. Diese kann nachträglich, d.h. nach einer individuellen Anpassung des Protektors diesen aufnehmen. Bei entsprechender Temperaturverträglichkeit kann der Protektor auch stets in einer entsprechend eingestellten Umhüllung gefasst sein, welche weiter die plastische Verformbarkeit des Kunststoffmaterials ggf. durch elastische Eigenschaften nachvollziehen kann.
  • Ein entsprechend angepasster Protektor wird beispielsweise in einer Kleidung im Bereich der zu schützenden Körper- bzw. Gelenkpartien getragen, wozu in der Kleidung beispielsweise klettverschließbare Taschen vorgesehen sind. Auch die direkte Anordnung eines solchen Protektors am Körper ist möglich, wozu der Protektor weiter beispielsweise mittels elastischen Bändern oder dergleichen an der entsprechenden Körperpartie festgelegt werden. Diese Bänder können wiederum an gesonderten, eine Tasche oder dergleichen für den Protektor aufweisenden, bandagen- oder strumpfartigen Fixierungselementen vorgesehen sein oder selbst eine Bandage oder dergleichen bilden.
  • Der insbesondere aus einem thermoplastischen Kunststoff bestehende nutzungsbereite Protektor kann gemäß vorstehender Ausführung hinsichtlich des Kunststoffes aus fadenartigen, mehrlagig übereinander angeordneten und gegeneinander verhafteten sowie Öffnungen in Dickenrichtung belassenden Kunststoffsträngen bestehen. Solche Kunststoffstränge können in Wirrlage oder in Art von Schlaufen vorliegen. Denkbar ist auch eine gitterstrukturartige Ausrichtung von Kunststoffsträngen oder eine Anordnung von gegeneinander verhafteten und Öffnungen in Dickenrichtung belassenden Kunststoffkörpern wie Würfel oder Kugeln.
  • Durchaus besteht auch die Möglichkeit eines insbesondere flächigen Kunststoffmassivgebildes, welches thermoplastisch verformbar ist, zur individuellen Anpassung an das zu schützende Körperteil. Auch ein solches massives Kunststoff-Flächengebilde kann mit Öffnungen – in einfachster Form mit Löchern – versehen sein.
  • Ist die thermoplastische Kunststofflage – gleich ob massiv oder aus Kunststofffragmenten bestehend – eingebettet in weitere Lagen, um hierdurch ggf. den Tragekomfort zu erhöhen, so sind diese weiteren Lagen so gewählt, dass die benötigte Temperatur zur plastischen Verformung des Kunststoffes keinen negativen Einfluss auf diese weiteren Lagen hat.
  • Die Merkmale der weiteren Ansprüche sind in der Regel im Sinne von Unteransprüchen beschrieben. Sie können aber auch in ihrer unabhängigen Formulierung von Bedeutung sein.
  • So ist weiter vorgesehen, dass der nutzungsbereite Protektor unbekleidet (nackt) ist. Entsprechend liegt bevorzugt der nutzungsbereite Protektor nur in Form eines aus einem thermoplastischen Kunststoffmaterial geschaffenen Gebildes vor. Alternativ kann der Protektor eine Umhüllung oder weitere Lagen aufweisen, die jedoch so eingestellt sind, dass diese die Temperatur zur plastischen Verformung des Kunststoffmaterials mit vollziehen können, ohne hierbei beschädigt oder bleibend verformt zu werden.
  • Als Kunststoff kommt eine große Vielfalt von Materialien in Frage. Grundsätzlich auch Kunststoffe wie Polyethylen und Polyurethan, in Schaumstoffqualitäten und Hartkunststoff auf Basis von beispielsweise Polykarbonat oder Polypropylen; Styropor- oder Partikellschaumstoffe, oder auch ein thermoplastisches Elastomer (TPE).
  • Besonderes bevorzugt ist es, einen solchen Kunststoffstrang aus einem EPDM Material herzustellen (Ethylen-Propylen-Diene-Monomer). Der Kunststoff bzw. der hieraus ggf. gebildete Kern ist weiter bevorzugt Teil eines Bahnmaterials, in welcher Form abgelegt die Kunststoffstränge zunächst vorliegen. Hieraus ist dann der Kern für den Protektor bzw. der Protektor selbst durch Ausstanzen oder Umformen, gegebenenfalls thermoplastisches Umformen, gebildet. In der Praxis ist es vorteilhaft, dass das Ausgangsmaterial mehrere durchlaufende Kunststoffstränge, die etwa aus Parallelmündungen extrudiert sind, aufweist. Es kann sich bezogen auf eine Breite von 10 cm um ca. 15 bis 35, bevorzugt etwa 25 Kunststoffsträngen handeln. Dadurch, dass beim Ablegen auf einer Unterlage die Unterlage mit geringerer Geschwindigkeit bewegt wird als es der Extrusionsgeschwindigkeit entspricht, oder eine entsprechende Hin- und Herbewe gung der Unterlage vorgenommen wird, kann eine geschuppte Übereinanderlage der fadenartigen Kunststoffstränge erreicht sein. Von Bedeutung ist auch das Raumgewicht des so geschaffenen Kerns für einen Protektor. Dieses Raumgewicht kann bevorzugt im Bereich von 300 bis 700 kg/m3 liegen, wobei aber auch alle diesbezüglichen Zwischenwerte in die Offenbarung mit eingeschlossen sind.
  • Eine weitere Bedeutung kommt dem Flächengewicht zu. Es liegt bevorzugt zwischen 3 und 7 kg/m2. Weiter bevorzugt bei 5 kg/m2.
  • Die Schlaufen oder die Wirranordnung, in denen die Kunststoffstränge abgelegt sind, belassen Abstände zwischen den Kunststoffsträngen, die einem mehrfachen des Durchmessers eines Kunststoffstranges entsprechen. In Bezug auf dieselbe Ebene sind dies Abstände, die das Ein- bis Zwanzigfache oder auch bis hin zum Fünfzigfachen des Durchmessers eines Kunststoffstranges betragen. In der Draufsicht bzw. in vertikaler Projektion sind diese Abstände in der Regel jedenfalls zu einem großen Teil ausgefüllt durch darunter oder darüber befindliche Lagen.
  • Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des Protektors aus fadenartigen, mehrlagig übereinander angeordneten Kunststoffsträngen, welche in Wirrlage aber auch geordnet, beispielsweise in Form einer Gitterstruktur, angeordnet sein können, ergibt sich praktisch eine beliebige Gelenkigkeit des Protektors.
  • Als besonders vorteilhaft erweist sich insbesondere bei einer Wirrlagenstruktur und bei entsprechender Dicke der hierdurch geschaffenen Kunststofflage ein Pumpeffekt, der daraus resultiert, dass bei schneller und starker Verformung des Protektors sich eine Luft-Strömung einstellt, welche auch hinsichtlich einer Kühlung als angenehm empfunden wird. Dies ist erreicht durch eine entspre chende Gesamtdicke der Kunststofflage von 5 bis 12 mm und der durch die Wirrlage geschaffenen Mehrdimensionalität der Luftwege. Hierdurch stellt sich eine vorteilhafte Atmungsaktivität ein. Darüber hinaus ergibt sich durch die gewählte Struktur ein positives Kleinklima innerhalb des Protektors.
  • Der Durchmesser der Kunststoffstränge kann stark variieren, so insbesondere in einem Bereich von 0,1 bis 5 mm Durchmesser, mit einem bevorzugten Maßbereich von 1 bis 1,5 mm.
  • Zudem kann der Kunststoffstrang materialmäßig aus einer Mischung verschiedener Werkstoffe bestehen, wobei als Grund-Kunststoff bevorzugt Polypropylen oder Polyethylen zur Anwendung kommt. Zudem kann ein Kunststoffstrang Anteile aus vulkanisiertem Gummi und/oder thermoplastischem Elastomer und/oder Öl und/oder Fasern wie Glasfasern enthalten. Darüber hinaus auch weiter alternativ oder kombinativ Aufschäummittel und/oder Füllmittel, demnach der Kunststoff auch aufgeschäumt sein kann.
  • Bezüglich des tatsächlichen Protektors ist weiter bevorzugt, dass der Kern jedenfalls einseitig, d. h. bevorzugt dem Körper des Trägers zugewandt, von einer Kunststoff-Schaumstofflage wie insbesondere einer PE-Schaumstofflage (Polyethylen-Schaumstofflage) überdeckt ist. Weiter ist der Kern bevorzugt beidseitig von einer Stoffschicht überdeckt. Die Stoffschicht kann mit der Schaumstoffschicht bzw. mit dem Kern vermittels einer Klebefolie verbunden sein.
  • Der Kern oder auch der Protektor insgesamt kann auch gelocht ausgebildet sein.
  • Eine Gesamtdicke des Kerns ist im Bereich von Millimetern bis hin zu einigen Zentimetern gegeben, bevorzugt im Bereich von 5 bis 12 mm. Eine Abmessung in Flächenerstreckung des jeweiligen Protektor-Kerns ist im Bereich von einigen cm2 bis hin zu bspw. 100 oder 200 cm2 gegeben.
  • Gegenstand der Erfindung ist im Weiteren auch ein Protektor für eine Schutzkleidung wie insbesondere Motorradkleidung, wie bereits eingangs vorausgesetzt.
  • Derartige Protektoren werden auch oft in sphärischer Krümmung gebildet. Hierbei ist allerdings erwünscht, dass ein Teil des so gebildeten Protektors relativ zu dem anderen Teil beweglich ist. Hierzu ist es auch bereits bekannt, den Kern und eventuelle zusätzliche Kunststoff- bzw. Schaumstoffteile, die in den Protektor eingebunden sind, so weit zu komprimieren, dass sich ein gelenkartiger Anschluss zwischen den verschiedenen Teilen ergibt.
  • Konkret ist bevorzugt nun so vorgegangen, dass an einem ersten Abschnitt ein zweiter, ebenflächig ausgebildeter Abschnitt sich anschließt, der über eine zur Gelenkbildung geeignete Verdünnung in den ersten Abschnitt übergeht. Hierbei ist der erste Abschnitt sphärisch gekrümmt, während, wie ausgeführt, der zweite Abschnitt ebenflächig ist, jedenfalls eine ebenflächige Auflagefläche unterseitig aufweist. Unterseitig bedeutet hier, in Öffnungsrichtung der sphärischen Gestaltung des ersten Abschnitts. Ebenflächige Ausbildung bedeutet hierbei, dass jedenfalls eine Seite des zweiten Abschnitts auf einer ebenen Unterlage voll zur Auflage kommen kann.
  • Der zweite Abschnitt bildet in weiterer Einzelheit bevorzugt mit dem ersten Abschnitt eine sich in einer Ebene befindende Zwickelgestaltung. Herstellungstechnisch kann hier zunächst noch ein verbindender Textilabschnitt oder der angesprochene komprimierte Kunststoff vorgesehen sein. Dadurch, dass der Zwickelabschnitt bzw. die Zwickelgestaltung sich in einer Ebene zu dem ersten Abschnitt und dem zweiten Abschnitt befindet, kann dieser Zwickelabschnitt in einfacher Weise durch ebenflächiges Stanzen herausgenommen werden.
  • In weiterer Einzelheit ist auch bevorzugt, dass der erste und/oder der zweite Abschnitt gelocht ist.
  • Auch bei dem hier beschriebenen Protektor ist es möglich und bevorzugt, dass der Kern aus fadenartigen, mehrlagig übereinander angeordneten und gegeneinander verhafteten sowie Öffnungen in Dickenrichtung belassenden Kunststoffsträngen besteht.
  • Nachstehend ist die Erfindung des Weiteren anhand der beigefügten Zeichnung, die jedoch lediglich Ausführungsbeispiele darstellt, erläutert. Hierbei zeigt:
  • 1 eine perspektivische Ansicht eines Protektors;
  • 2 einen Querschnitt durch den Gegenstand gemäß 1, geschnitten entlang der Linie II-II;
  • 3 eine Ausschnittsvergrößerung des Kerns des Protektors gemäß 1 bzw. 2;
  • 4 eine Schnittdarstellung durch den Gegenstand gemäß 3, geschnitten entlang der Linie IV-IV
  • 5 eine perspektivische Ansicht eines Protektors weiterer Ausführungsform;
  • 6 eine weitere perspektivische Ansicht eines Protektors einer weiteren Ausführungsform;
  • 7 eine Draufsicht auf den Gegenstand gemäß 5;
  • 8 eine Draufsicht auf den Gegenstand gemäß 6;
  • 9 eine perspektivische Ansicht eines weiteren Protektors;
  • 10 eine Draufsicht auf den Protektor gemäß 9;
  • 11 eine perspektivische Ansicht eines weiteren Protektors;
  • 12 eine Draufsicht auf den Protektor gemäß 11;
  • 13 eine perspektivische Ansicht eines weiteren, gelochten Protektors;
  • 14 eine Draufsicht auf den Protektor gemäß 13;
  • 15 eine perspektivische Ansicht eines unbekleidet ausgebildeten Protektors;
  • 16 ein nutzungsbereiter, unbekleidet ausgebildeter Protektor in flächiger Ausgestaltung.
  • Dargestellt und beschrieben ist, zunächst mit Bezug zu den 1 bis 4 ein Protektor 1, wie er etwa in Motorradkleidung Verwendung findet.
  • Dieser Protektor 1, wie sich insbesondere aus 2 ergibt, weist einen Kern 2 auf, und unterhalb des Kerns 2, nämlich in Öffnungsrichtung der sphärischen Gestaltung, eine PE-Schaumstofflage 3 und oberhalb des Kerns 2 sowie unterhalb der PE-Schaumstofflage 3 eine Textilschicht 4 bzw. 5 angeordnet.
  • Zeichnerisch in übertriebener Weise dargestellt ist zwischen der Textilschicht 4, 5 und der Schaumstofflage 3 bzw. dem Kern 2 noch jeweils eine Haftvermittlerschicht 6 ausgebildet.
  • Der Kern 2 besteht im Einzelnen aus einer fadenartigen Struktur von Kunststoffsträngen 7, 8, wie in 3 dargestellt. Beim Ausführungsbeispiel bestehen die Stränge 7, 8 speziell aus einem EPDM-Material.
  • Wie sich im Weiteren auch aus der Querschnittsdarstellung der 4 ergibt, belassen die Fadenlagen Lüftungswege 9 in Querrichtung durch den Aufbau. Wie weiter 4 zu entnehmen ist, besteht ein realer Kern 2 etwa aus vier bis zehn übereinander gelegten Kunststoffsträngen in Wirranordnung bzw. Schlaufenanordnung. Die Verhaftung der Kunststoffstränge untereinander kann schon allein durch die Wärme bei Bildung dieses Flächengebildes erreicht sein, so dass die Kunststoffstränge durch Eigen-Klebekraft aneinander haften im erkalteten Zustand. Grundsätzlich kann aber auch insofern noch ein zusätzlicher Klebstoff vorgesehen sein.
  • Zusätzlich oder alternativ zu den Lüftungswegen 9, die in Querrichtung durch den Aufbau verbleiben, können auch noch Ausstanzungen vorgesehen sein, wie sie weiter unten (13, 14) in Bezug auf eine andere Ausführungsform noch erläutert sind.
  • Bei den Ausführungsbeispielen der 5 bis 14 handelt es sich um jeweils einbaufertige Protektoren 1. Einbaufertig bedeutet hierbei, dass sie in eine Motorradkleidung beispielsweise eingenäht werden können.
  • Wesentlich ist, dass die Protektoren der Ausführungsbeispiele der 5 bis 14 einen ersten Abschnitt 10 mit sphärischer Gestaltung aufweisen und einen zweiten Abschnitt 11, der vom Grundsatz her ebenflächig ausgebildet ist. Die Ebenflächigkeit bedeutet, wie weiter oben schon beschrieben, dass jedenfalls einseitig dieser zweite Abschnitt 11 voll aufliegend auf eine ebenflächige Unterlage aufgelegt werden kann. Auch bezüglich des ersten Abschnittes 10 ist der Rand zur Auflage auf einer ebenflächigen Unterlage ausgebildet.
  • Die zeichnerisch wiedergegebenen Linien, die den ersten Abschnitt 10 überspannen, sollen die sphärische Gestaltung verdeutlichen.
  • In dem ersten Abschnitt 10 wie auch in dem zweiten Abschnitt 11 sind in dem Kernmaterial, und folgend hierzu dann auch durch die Überzüge insbesondere aus Textil, Einkerbungen 12, 13 ausgebildet, die eine Beweglichkeit innerhalb des Protektorabschnittes ermöglichen.
  • Insbesondere ist auch der Übergang zwischen dem zweiten Abschnitt 11 und dem ersten Abschnitt 10, angedeutet durch das Bezugszeichen 14, so weit verdünnt bei allen Ausführungsformen der 5 bis 14 aber verwirklicht ist – ausgebildet, dass sich eine scharnierartige Beweglichkeit zwischen dem ersten Abschnitt 10 und dem zweiten Abschnitt 11 ergibt. Darüber hinaus ist, wie sich insbesondere auch aus der Draufsicht etwa gemäß 7 ergibt, (komprimiert) ein zwickelartiger Bereich 15 ausgebildet, der bei der Draufsicht gemäß 7 bereits ausgestanzt ist. Wesentlich ist insofern, dass die begrenzenden Randlinien des zwickelartigen Bereiches 15, sowohl am ersten Abschnitt 10 wie am zweiten Abschnitt 11 zusammengefasst in einer Ebene angeordnet sind, so dass sich eine einfache ebenflächige Ausstanzung ermöglich ist.
  • Das Kernmaterial des Protektors gemäß den 5 etc. kann grundsätzlich aus üblichem Protektor-Kernmaterial, wie etwa einem Partikelschaumstoff, einem sonstigen Hartschaumstoff oder einem stoßabsorbierenden elastischen Werkstoff wie insbesondere Schaumstoff gebildet sein. Bevorzugt ist allerdings im Rahmen der Erfindung, dass auch hier das Kernmaterial aus dem bereits beschriebenen schnurartig strukturierten EPDM-Material besteht.
  • Die Ausführungsform gemäß der Darstellung in 15 entspricht hinsichtlich der Formgebung des Protektors 1 der in den 5 bis 14 dargestellten Ausführungsform, weist entsprechend einen sphärischen Abschnitt 10 und einen über einen gelenkartigen Übergang 14 mit diesem verbundenen ebenflächigen Abschnitt 11 auf.
  • Im Gegensatz zu den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen ist der Protektor 1 gemäß der Darstellung in 15 unbekleidet, d.h. nicht mit Textilschichten 4 bzw. 5 überdeckt. Der Protektor 1 besteht in diesem Fall allein aus einem thermoplastischen Kunststoff, welcher entsprechend der Darstellung, wenngleich nur angedeutet, in Form von fadenartigen, mehrlagig übereinander angeordneten und gegeneinander verhafteten Kunststoffsträngen 7, 8 besteht, zwischen welchen Kunststoffsträngen 7, 8 Öffnungen bzw. Lüftungswege 9 in Dickenrichtung verbleiben.
  • Ein derartiger Protektor 1 findet in der Regel Aufnahme in Textiltaschen oder dergleichen, welche den zu schützenden Körper- bzw. Gelenkpartien zugeordnet beispielsweise in der Kleidung, weiter beispielsweise in der Motorradkleidung im Bereich von Ellenbogen, Schulter oder Knie platziert sind. Solche Tex tiltaschen zur Aufnahme von Protektoren 1 sind weiter in der Regel beispielsweise klettverschließbar.
  • Die Ausgestaltung des Protektors 1 allein aus einem thermoplastischen Kunststoffmaterial wie PE oder PP bietet den Vorteil einer nach Hitzeeinwirkung ermöglichten plastischen Verformung des Protektors 1 zur individuellen Anpassung an die zu schützende Körper- bzw. Gelenkpartie. Hierzu wird der gesamte Protektor 1 beispielsweise in einem Ofen auf eine Temperatur erhitzt, die die plastische Verformung erlaubt, so beispielsweise auf ca. 160°. Der so erhitzte Protektor 1 wird direkt oder ggf. unter Zwischenlage eines Textiltuches oder dergleichen auf das zu schützende Körperteil unter plastischer Verformung und Anpassung angesetzt. Zufolge dieser Ausgestaltung ist der Protektor 1 ideal passend auf den Nutzer zu verformen.
  • Weiter kann auch ein bereits verformter Protektor 1, wie er beispielsweise in 15 dargestellt ist, unter Wiedererhitzung erneut plastisch verformt werden, so zur Bildung eines Protektors 1 zum Schutz eines anderen Körper- bzw. Gelenkteils.
  • Ein solcher Protektor 1 kann zudem auch in einer nutzungsbereiten Stellung als ebenes Flächengebilde gemäß der Darstellung in 16 vorliegen. Dieses wird zur Verbesserung einer sphärischen Verformung zur Anpassung insbesondere an Gelenkstellen mit vom Umfang ausgehenden Zwickeln 16 versehen.
  • Solche flächenförmigen Protektoren 1 können beispielsweise Anwendung finden zum Schutz des Hüftbereiches. Unter Erhitzung und plastischer Anformung kann aus einem solchen flächigen Protektor 1 auch ein sphärischer Protektor hergestellt werden, so beispielsweise zum Schutz eines Ellenbogens.
  • Insbesondere aus einem ebenen Flächenprotektor 1 gemäß 16 kann eine Vielzahl von verschiedenen Protektoren in unterschiedlichen Größen und hierbei individuell an den Nutzer angepasste dreidimensionale Protektoren geformt werden.
  • Die thermoplastisch verformbaren und somit individuell anpassbaren Protektoren 1 können auch aus einer Kunststoffmassivlage heraus hergestellt sein, welche Lage eine Stärke von beispielsweise 5 bis 12 mm aufweist. Bei einer solchen Ausgestaltung sind gemäß der Ausführungsform in den 13 und 14 Lüftungswege 9 in Form von Ausstanzungen vorgesehen.
  • Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.

Claims (18)

  1. Protektor (1) für eine Schutzbekleidung wie insbesondere Motorradkleidung, beispielsweise Rücken-, Ellenbogen-, Schulter-, Hüft- oder Knieprotektor, aufweisend stoßabsorbierenden Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff aus fadenartigen, mehrlagig übereinander angeordneten und gegeneinander verhafteten sowie Öffnungen in Dickenrichtung belassenden Kunststoffsträngen (7, 8) besteht.
  2. Protektor nach den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 oder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff ein thermoplastischer Kunststoff ist und dass der nutzungsbereite Protektor (1) insgesamt nur Bestandteile aufweist, die ohne die Nutzung des Protektors (1) beeinträchtigende Schädigung eine, ggf. auch wiederholte Erwärmung zulassen, die eine plastische Verformung des Protektors (1) ermöglicht.
  3. Protektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der nutzungsbereite Protektor (1) unbekleidet ist.
  4. Protektor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffstränge (7, 8) eine Dicke von 0,1 bis 5 mm aufweisen.
  5. Protektor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kunststoffstrang (7, 8) aus einem EPDM besteht (Ethylen-Propylen-Diene-Monomer).
  6. Protektor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff Teil ei nes Bahnmaterials ist, das mehrfach durchlaufende, in geschubter Wirrlage abgelegte Kunststoffstränge (7, 8) aufweist.
  7. Protektor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff ein Raumgewicht von 300 bis 700 kg/m3 aufweist.
  8. Protektor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff jedenfalls einseitig (körperseitig) von einer PE-Schaumstofflage überdeckt ist.
  9. Protektor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff weiter beidseitig von einer Stoffschicht überdeckt ist.
  10. Protektor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass die Stoffschicht mit der Schaumstoffschicht bzw. mit dem Kunststoff mittels einer Klebefolie verbunden ist.
  11. Protektor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kunststoffstrang materialmäßig aus einer Mischung verschiedener Werkstoffe besteht.
  12. Protektor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kunststoffstrang Anteile aus vulkanisiertem Gummi und/oder thermoplastischem Elastomer und/oder Öl und/oder Fasern wie Glasfasern enthält.
  13. Protektor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff aufgeschäumt ist.
  14. Protektor (1) für eine Schutzkleidung wie insbesondere Motorradkleidung, beispielsweise Ellenbogen-, Schulter-, Hüft- oder Knieprotektor, aufweisend einen stoßabsorbierenden Kunststoff, wobei der Protektor (1) einen ersten Abschnitt (10) mit einer sphärischen Gestalt aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass an dem ersten Abschnitt (10) sich ein zweiter, eben ausgebildeter Abschnitt (11) anschließt, der über eine zur Gelenkbildung geeignete Verdünnung in den ersten Abschnitt (10) übergeht.
  15. Protektor nach Anspruch 14 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (11) mit dem ersten Abschnitt (10) eine sich in einer Ebene befindende Zwickelgestaltung aufweist.
  16. Protektor nach einem oder mehreren der Ansprüche 14 bis 15 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwickel (15) ausgestanzt ist.
  17. Protektor nach einem oder mehreren der Ansprüche 14 bis 16 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (10) und/oder der zweite Abschnitt (11) gelocht ist.
  18. Protektor nach einem oder mehreren der Ansprüche 14 bis 17 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff aus fadenartigen, mehrlagig übereinander angeordneten und gegeneinander verhafteten sowie Öffnungen in Dickenrichtung belassenden Kunststoffsträngen (7, 8) besteht.
DE202006000654U 2005-01-14 2006-01-16 Protektor Expired - Lifetime DE202006000654U1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE202006000654U DE202006000654U1 (de) 2005-01-14 2006-01-16 Protektor

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DE202005000686.6 2005-01-14
DE202005000686 2005-01-14
DE202006000654U DE202006000654U1 (de) 2005-01-14 2006-01-16 Protektor

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE202006000654U1 true DE202006000654U1 (de) 2006-06-01

Family

ID=36590979

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