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Die
Erfindung betrifft eine Spindelmutter für Kraftfahrzeugverstelleinrichtungen
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Eine
derartige Spindelmutter ist zum Einbau in einen Spindelantrieb einer
Kraftfahrzeugverstelleinrichtung eingerichtet und vorgesehen und
weist eine zur Aufnahme und Weiterleitung von Verstellkräften hinreichend
feste Basisstruktur sowie ein Innengewinde auf, das mit einer Gewindespindel
des Spindelantriebs in Eingriff bringbar ist.
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Es
ist bekannt, Verstellteile in Kraftfahrzeugen, wie z.B. Teile eines
Kraftfahrzeugsitzes (Sitzteile), mittels einer einen Spindelantrieb
umfassenden Versteileinrichtung einzustellen. So ist es insbesondere
bekannt, zur Einstellung der so genannten Sitzlängsposition, also der Position
eines in ein Kraftfahrzeug eingebauten Fahrzeugsitzes entlang der
Fahrzeuglängsachse
(Fahrtrichtung), eine Schienenlängsführung zu
verwenden, die eine karosseriefest anzuordnende Führungsschiene
sowie eine das Sitzgestell tragende Führungsschiene umfasst. Die
beiden Führungsschienen
greifen längsverschieblich
ineinander, so dass durch Bewegung der sitzgestellfesten Führungsschiene
entlang der fahrzeugfesten Führungsschiene
die Sitzlängsposition
des von der Führungsschiene
getragenen Fahrzeugsitzes eingestellt werden kann. Bei einer solchen
Sitzlängsverstellung
für Kraftfahrzeugsitze
ist einer der beiden Führungsschienen
eine Spindel und der anderen Führungsschiene
eine Spindelmutter zugeordnet, die mit ihrem Innengewinde das Außengewinde
der Gewindespindel umgreift, wobei Spindel und Spindelmutter relativ
zueinander drehbar und längsverschieblich
sind.
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Bei
einer durch einen zugeordneten Antriebsmotor erzeugten Drehbewegung
der Spindel bezüglich
der Spindelmutter kommt es durch das Zusammenwirken des Außengewindes
der Gewindespindel (Schraubengewinde) mit dem Innengewinde der Spindelmutter
zu einer Längsbewegung
der Gewindespindel relativ zur Spindelmutter. Da die Gewindespindel
einerseits und die Spindel andererseits jeweils mit einer der beiden
Führungsschienen
der Sitzlängsverstellung
verbunden sind, bedeutet dies gleichzeitig eine Längsbewegung
der einen Führungsschiene
(der sitzfesten Schiene) bezüglich
der anderen Führungsschiene
(der karosseriefesten Führungsschiene)
und somit eine Neueinstellung des Sitzlängsposition.
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Eine
solche Sitzlängsverstellung
mit einem Spindelantrieb ist beispielsweise in der US-A 5,860,319
beschrieben, wobei hier zur Geräuschdämpfung eine
aus Metall bestehende Spindelmutter mit einem Kunststoffüberzug versehen
ist.
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Die
Verwendung eines Spindelantriebs zur Einstellung eines Verstellteiles
eines Kraftfahrzeugs beruht somit darauf, dass eine von einem Motorantrieb
erzeugte Drehbewegung mittels des Spindelantriebs in eine Längsbewegung
umgesetzt werden kann. Hierzu sind die Gewindespindel und die Spindelmutter
relativ zueinander sowohl drehbar als auch in Längsrichtung (also entlang der
Erstreckungsrichtung der Gewindespindel) beweglich. Konkret ist üblicherweise
eine der beiden Komponenten des Spindelantriebs, also entweder die
Gewindespindel oder die Spindelmutter, drehfest gelagert und die
jeweils andere der beiden Komponenten drehbar gelagert, so dass
die Gewindespindel durch die Spindelmutter hindurchgeschraubt werden
kann, wobei die Längsbewegung
der beiden Komponenten zueinander erzeugt wird, welche auf das Verstellteil übertragen wird,
z.B. mittels der vorstehend erwähnten
Führungsschienen
auf einen zu verstellenden Kraftfahrzeugsitz als Verstellteil. Selbstverständlich können anstelle
eines vollständigen
Kraftfahrzeugsitzes auch einzelne Sitzteile oder alternativ andere
Fahrzeugteile mittels eines Spindelantriebs verstellt werden.
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Unter
einer hinreichend festen Basisstruktur wird vorliegend eine Struktur
der Gewindespindel verstanden, die eine ausreichende Festigkeit
aufweist, um die im Betrieb des Spindelantriebs an der Gewindespindel
auftretenden Verstellkräfte
aufzunehmen und in ein Kraftfahrzeugteil abzuleiten, an dem die
Gewindespindel mittels ihrer Basisstruktur befestigt ist. Im Fall
einer Verwendung des Spindelantriebs für eine Sitzlängsverstellung
wird die Gewindespindel beispielsweise über ihre Basisstruktur an einer
der beiden Führungsschienen
befestigt, wobei die Basisstruktur eine hinreichende Festigkeit
(Steifigkeit) aufweisen muss, um die bei einer Sitzlängsverstellung
auftretenden Verstellkräfte
aufnehmen und über
die entsprechende Führungsschiene
in die Fahrzeugkarosserie ableiten zu können.
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Der
Erfindung liegt das Problem zu Grunde, für einen Spindelantrieb einer
Kraftfahrzeugverstelleinrichtung eine Spindelmutter bereitzustellen,
die sich bei geringem Gewicht und einfacher Herstellbarkeit durch
hinreichende Festigkeit auszeichnet, um die auftretenden Verstellkräfte übertragen
zu können.
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Dieses
Problem wird erfindungsgemäß durch
die Schaffung einer Spindelmutter mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
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Danach
ist die Basisstruktur der Spindelmutter als eine tragende Struktur
ausgebildet, die einen aus Kunststoff bestehenden, mit dem Innengewinde der
Spindelmutter versehenen Eingriffsbereich der Spindelmutter umgibt,
wobei die tragende Struktur aus einem anderen, festeren Material
besteht als der Eingriffsbereich der Spindelmutter.
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Die
Basisstruktur gewährleistet
als tragende Struktur eine hinreichende Festigkeit der Spindelmutter
zur Übertragung
der im Betrieb des Spindelantriebs auftretenden Verstellmomente
und Verstellkräfte.
Weiterhin kann die aus Metall oder aus hochfestem (z. B. faserverstärktem) Kunststoff
bestehende tragende Struktur der Spindelmutter genutzt werden, um
diese (drehfest) an einer zugeordneten Fahrzeugkomponente, wie z.B.
einer Führungsschiene
einer Schienenlängsführung, zu
befestigen. Hierdurch ist eine zuverlässige, dauerhafte Befestigung der
Spindelmutter gewährleistet,
die in einem Crash-Fall auch die Ableitung besonders großer Kräfte, die über das
normalerweise auftretende Verstellmoment hinausgehen, ermöglicht.
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Der
mit der zugehörigen
Gewindespindel, genauer mit deren Außengewinde, in Eingriff zu
bringende und mit einem Innengewinde versehene Eingriffsbereich
der Spindelmutter besteht aus gleitoptimiertem (reibungsoptimiertem)
Kunststoff, was zu einem geringen Gewicht und einer kostengünstigen Herstellbarkeit
der Spindelmutter beiträgt
und gleichzeitig eine hinreichende Leichtgängigkeit des Spindelantriebs
gewährleistet.
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Zur
Erzielung einer hohen Festigkeit der Gesamtanordnung (Spindelmutter)
ist vorgesehen, dass die aus einem vergleichsweise festen Material
bestehende tragende Struktur der Spindelmutter den aus Kunststoff
bestehenden Eingriffsbereich ringförmig umgibt. Beispielsweise
kann die tragende Struktur einen rohrförmigen (insbesondere zylindrischen)
Abschnitt aufweisen, der den aus Kunststoff bestehenden Eingriffsbereich
der Spindelmutter umschließt.
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Der
Eingriffsbereich der Spindelmutter ist in dem rohrförmigen Abschnitt
der tragenden Struktur drehfest fixiert, beispielsweise mittels
einer form- und/oder kraftschlüssigen
Verbindung.
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So
kann der Eingriffsbereich einerseits über einander zugeordnete Gewinde
in den rohrförmigen Abschnitt
der tragenden Struktur eingeschraubt und dabei, z.B. durch eine
Klebeverbindung, drehfest in der tragenden Struktur fixiert sein.
Besonders bevorzugt ist der aus Kunststoff bestehende Eingriffsbereich
an der tragenden Struktur angeformt, und zwar insbesondere angespritzt.
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Dabei
kann der Eingriffsbereich Bestandteil einer Kunststoffverkleidung
der tragenden Struktur sein, die die tragende Struktur nicht nur
auf einer Innenseite zur Bildung eines Innengewindes umgibt, sondern
die die tragende Struktur darüber
hinaus auch auf der dem Eingriffsbereich abgewandten Außenseite überdeckt.
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Um
zu verhindern, dass beim Auftreten größerer Verstellmomente bzw.
Verstellkräfte
eine Relativbewegung des Eingriffsbereiches der Spindelmutter bezüglich der
tragenden Struktur ausgelöst
werden kann, sind Sicherungselemente vorgesehen, die ein Verdrehen
oder Verschieben des Eingriffsbereiches relativ zu der tragenden
Struktur verhindern. Diese können
beispielsweise durch Erhebungen und/oder Vertiefungen an der tragenden
Struktur einerseits und am Eingriffsbereich andererseits gebildet
werden, welche formschlüssig
ineinander greifen. Für
eine axiale Sicherung sind beispielsweise ringförmig umlaufende Erhebungen
und Vertiefungen zweckmäßig, welche
auch nach Art eines Gewindes ausgebildet sein können.
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Die
tragende Struktur der Spindelmutter kann bei Verwendung von Metall
hierfür
z.B. als ein Strangpressteil oder ein Blechteil, insbesondere in Form
eines Stanz-Biegeteiles, ausgebildet sein, wobei zur Bildung eines
den Eingriffsbereich aufnehmenden rohrförmigen Abschnittes ein Verbindungsbereich
vorgesehen ist, an dem zwei Abschnitte der tragenden Struktur miteinander
verbunden sind, z.B. durch eine formschlüssige Verbindung oder durch eine
Schweißverbindung.
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Bei
Verwendung eines hochfesten, mit geeigneten Füllmitteln, z. B. Glas- oder
Kohlefasern, verstärkten
Kunststoffes für
die tragende Struktur kann der aus einem anderen, gleitoptimierten
Kunststoff bestehende Eingriffsbereich nach der so genannten Zweikomponenten-Technik
einstöckig
an der tragenden Struktur angeformt sein. Insbesondere können die
tragende Struktur einerseits und der Eingriffsbereich der Gewindespindel
andererseits aus unterschiedlichen Kunststoffen gemeinsam in einem (Spritz-)
Gusswerkzeug hergestellt worden sein.
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Gemäß einer
Weiterbildung der Erfindung weist die tragende Struktur einen oder
mehrere Befestigungsabschnitte auf, die der Befestigung der Spindelmutter
an einer zugeordneten Fahrzeugkomponente dienen. Diese Befestigungsabschnitte
können
einerseits zur formschlüssigen
Festlegung der tragenden Struktur und damit der Spindelmutter an einem
Fahrzeugteil vorgesehen und hierzu beispielsweise als Befestigungsvorsprünge ausgebildet
sein. Andererseits können
die Befestigungsabschnitte Befestigungsöffnungen aufweisen, die von
einem geeigneten Befestigungsmittel, z.B. in Form einer Schraube
oder eines Nietes, durchgriffen werden, um eine Verbindung mit einem
zugeordneten Fahrzeugteil herzustellen.
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Der
aus Kunststoff bestehende Eingriffsbereich der Spindelmutter kann
zur Erhöhung
der Festigkeit mit Verstärkungseinlagen
versehen sein, z.B. in Form verstärkender Fasern oder in Form
von Metallteilen, wobei diese ggf. gezielt an solchen Stellen vorgesehen
sein können,
in denen eine erhöhte
Festigkeit von Bedeutung ist.
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Ein
Spindelantrieb mit einer erfindungsgemäß ausgestalteten Spindelmutter
ist durch die Merkmale des Anspruchs 42 charakterisiert.
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Weitere
Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden bei der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen
anhand der Figuren deutlich werden.
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Es
zeigen:
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1 ein
erstes Ausführungsbeispiel
einer aus Metall bestehenden tragenden Struktur für eine Spindelmutter;
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2a eine
Spindelmutter mit einer aus Metall bestehenden tragenden Struktur
und einem Eingriffsbereich aus Kunststoff;
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2b die
tragende Struktur der Spindelmutter aus 2a;
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3a eine
weitere Ausführungsform
einer Spindelmutter mit einer aus Metall bestehenden tragenden Struktur
und einem Eingriffsbereich aus Kunststoff;
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3b die
Spindelmutter aus 3a mit teilweise aufgeschnittener
tragender Struktur;
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3c eine
Abwandlung der Anordnung aus 3b;
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4 ein
weiteres Ausführungsbeispiel
einer aus Metall bestehenden tragenden Struktur für eine Spindelmutter;
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5 ein
zusätzliches
Ausführungsbeispiel einer
aus Metall bestehenden tragenden Struktur für eine Spindelmutter;
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6a ein
Ausführungsbeispiel
einer formschlüssigen
Verbindung zwischen zwei Teilabschnitten einer tragenden Struktur
für eine
Spindelmutter;
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6b die
formschlüssige
Verbindung aus 6a nach Abschluss ihrer Herstellung.
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1 zeigt
ein erstes Ausführungsbeispiel einer
aus Metall bestehenden tragenden Struktur 1 (Basisstruktur)
für eine
Spindelmutter einer Versteileinrichtung eines Kraftfahrzeugs, die
in einem Spindelantrieb mit einer zugeordneten Gewindespindel in Eingriff
bringbar ist.
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Die
in 1 dargestellte tragende Struktur 1 besteht
aus Blech und ist als ein Stanz-Biegeteil
ausgebildet. Das heißt,
ein durch Stanzen vereinzeltes Blechteil wurde in die in
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1 erkennbare
Form gebogen, in der es eine tragende Struktur für eine Spindelmutter bildet.
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Die
tragende Struktur 1 umfasst einen im Wesentlichen hohlzylindrischen
rohrförmigen
Abschnitt 10, der aus dem zu Grunde liegenden Blechteil
durch Biegen erzeugt wurde und der dadurch fixiert ist, dass zwei
aufeinander treffende Teilabschnitte 10a, 10b des
rohrförmigen
Abschnittes 10 entlang eines Verbindungsbereiches S miteinander verschweißt sind.
Von dem rohrförmigen
Bereich 10 der tragenden Struktur 1 steht ein
mit Befestigungsöffnungen 16 versehener
Befestigungsabschnitt 15 ab, über den die tragende Struktur 1 an
einem zugeordneten Kraftfahrzeugteil, beispielsweise einer Führungsschiene
einer Sitzlängsführung befestigbar
ist. Hierzu dienen Befestigungsmittel, wie z.B. Schrauben oder Niete,
die die Befestigungsöffnungen 16 der tragenden
Struktur 1 durchgreifen und die in geeigneter Weise an
dem zugeordneten Kraftfahrzeugteil festzulegen sind. Dadurch lässt sich
die tragende Struktur 1 drehfest an dem zugeordneten Kraftfahrzeugteil
befestigen.
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Zur
Bildung einer Spindelmutter aus der in 1 gezeigten
metallischen Struktur 1 wird diese auf der Innenseite ihres
rohrförmigen
Abschnittes 10 mit einem aus Kunststoff bestehenden Eingriffsbereich
versehen, der ein Innengewinde aufweist, welches mit dem Außengewinde
einer zugeordneten Gewindespindel in Eingriff bringbar ist. Wegen
der drehfesten Anordnung der tragenden Struktur 1 – und somit
der hieraus gebildeten Spindelmutter insgesamt – ist diese zum Zusammenwirken
mit einer drehbar gelagerten und mittels eines zugeordneten Antriebsmotors
zu drehenden Spindel vorgesehen.
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Zusätzlich zum
Einspritzen eines Eingriffsbereiches in den rohrförmigen Abschnitt 10 kann
vorgesehen sein, dass die tragende Struktur 1 auch auf
ihrer Außenseite,
insbesondere auch im Bereich des Befestigungsabschnittes 15,
mit einer Kunststoffummantelung umspritzt wird. Des Weiteren kann
die tragende Struktur 1 über eingepresste Geometrien
verfügen,
die ein Verdrehen bzw. Verschieben des angespritzten Kunststoffes
verhindern.
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In
den 2a und 2b sind
ein erstes Ausführungsbeispiel
einer kompletten Spindelmutter sowie einer zugehörigen, aus Metall bestehenden tragenden
Struktur 1 dargestellt.
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Die
tragende Struktur 1 ist wiederum als ein aus Blech bestehendes
Stanz-Biegeteil ausgebildet, welches einerseits einen durch Biegen
erzeugten rohrförmigen
Abschnitt 10 und andererseits einen hiervon abstehenden,
durch zwei freie Schenkel 17 der tragenden Struktur 1 gebildeten
Befestigungsabschnitt aufweist, an dem als Befestigungsstellen Formschlusselemente 18 in
Form von Befestigungsvorsprüngen
vorgesehen sind. Von den freien Schenkeln 17 der tragenden
Struktur 1 stehen weiterhin Biegebereiche 19 ab,
die zur Bildung einer Befestigungsöffnung 26 nach dem
Umspritzen der tragenden Struktur 1 mit Kunststoff dienen,
vergl. 2a.
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Ein
diese Befestigungsöffnung 26 durchgreifendes
Befestigungsmittel dient zusätzlich
zu den Formschlusselementen 18 zur Fixierung der Spindelmutter
an einem zugeordneten Kraftfahrzeugteil, wobei die Kraftübertragung
im Wesentlichen über
die einstückig
an der tragenden Struktur 1 ausgebildeten hakenartigen
Formschlusselemente 18 erfolgt. Wenn jedoch – beispielsweise
in einem Crash-Fall – besonders
große
Kräfte
auf die Befestigungsstellen zwischen der Spindelmutter und dem zugehörigen Kraftfahrzeugteil
wirken, die zur Verformung der Kunststoffummantellung 3 führen, so
kann auch das die Befestigungsöffnung 26 der
Spindelmutter durchgreifende Befestigungsmittel zur Kraftübertragung
maßgeblich
beitragen.
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2a zeigt
eine vollständige
Spindelmutter, die auf der Grundlage der tragenden Struktur 1 aus 2b hergestellt
ist. Hierzu ist die tragende Struktur 1 an der Innenseite
ihres rohrförmigen
Abschnittes 10 mit einem ein Innengewinde 20 aufweisenden,
aus Kunststoff bestehenden Eingriffsbereich 2 versehen,
der beispielsweise an die innere Oberfläche des rohrförmigen Abschnittes 10 angespritzt wurde.
Zur axialen Sicherung der sich hierbei bildenden Verbindung zwischen
dem aus Metall bestehenden rohrförmigen
Abschnitt 10 und dem aus Kunststoff bestehenden Eingriffsbereich 2 ist
der rohrförmige
Abschnitt 10 auf seiner Innenseite mit in Umfangsrichtung
verlaufenden Rillen 101 versehen, die bei Bildung des Eingriffsbereiches 2 mit
Kunststoff befüllt werden,
so dass der Eingriffsbereich 2 zusätzlich formschlüssig an
der Innenseite des rohrförmigen Abschnitts 10 gesichert
ist.
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Im
Ergebnis umgibt die aus Metall bestehende tragende Struktur 1 mit
ihrem rohrförmigen
Abschnitt 10 den mit einem Innengewinde 20 versehenen
Eingriffsbereich 2 einer Spindelmutter, deren Eingriffsbereich 2 über das
Innengewinde 20 mit dem Außengewinde einer zugeordneten
Gewindespindel in Eingriff bringbar ist und deren metallische Struktur 1 zur
Stabilisierung sowie zur Befestigung an einem zugeordneten Kraftfahrzeugteil über die
Formschlusselemente 18 dient. Der Eingriffsbereich 2 ragt
dabei an beiden Stirnseiten des rohrförmigen Abschnittes 10 der
tragenden Struktur 1 mit jeweils einem Endabschnitt 22 in
Form eines Bundes aus dem rohrförmigen
Abschnitt 10 der tragenden Struktur 1 hinaus, siehe
auch 3a.
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Anhand 2a ist
weiterhin erkennbar, dass die tragende Struktur 1 der Spindelmutter
nicht nur auf der Innenseite ihres rohrförmigen Abschnittes 10 mit
einem aus Kunststoff bestehenden Eingriffsbereich 2 versehen
ist, sondern vielmehr auch außerhalb
des Eingriffsbereiches, insbesondere entlang des Befestigungsabschnittes 17,
mit einem Kunststoffüberzug 3 versehen
ist.
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In
den 3a und 3b ist
eine Abwandlung der Spindelmutter aus den 2a und 2b gezeigt,
wobei deren tragende Struktur 1 als ein einstückig geformtes
Metallteil ausgebildet ist.
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Konkret
handelt es sich bei der tragenden Struktur 1 der in den 3a und 3b dargestellten
Spindelmutter um ein Strangpressteil, an dem einstückig miteinander
ein im Wesentlichen hohlzylindrischer rohrförmiger Abschnitt 10 zur
Aufnahme eines mit einem Innengewinde 20 versehenen Eingriffsbereiches 2 aus
Kunststoff sowie ein mit Befestigungsöffnungen 16 versehener
Befestigungsabschnitt 15 zur Befestigung der Spindelmutter
an einem Kraftfahrzeugteil ausgebildet sind.
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Wie
anhand der 3a und 3b weiter deutlich
wird, dient zur axialen Sicherung des von dem rohrförmigen Abschnitt 10 der
tragenden Struktur 1 umgebenen, aus Kunststoff bestehenden
Eingriffsbereichs 2 in jenem rohrförmigen Abschnitt 10 ein
Innengewinde 102 auf der Innenseite des rohrförmigen Abschnittes 1,
das mit einem Außengewinde 202 des
Eingriffsbereiches 2 zusammenwirkt. Das Außengewinde 202 des
aus Kunststoff bestehenden Eingriffsbereiches 2 wird beim
Einspritzen des Eingriffsbereiches 2 in den rohrförmigen Abschnitt 10, der
auf seiner inneren Oberfläche
mit einem entsprechenden Innengewinde 102 versehen ist,
automatisch erzeugt. Zur Verdrehsicherung des Eingriffsbereiches 2 innerhalb
des rohrförmigen
Abschnittes 10 der tragenden Struktur 1 können am
Profil der tragenden Struktur 1 entsprechende Anschläge angeformt sein.
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3c zeigt
eine Spindelmutter mit einer tragenden Struktur 1 und einem
aus Kunststoff bestehenden, ein Innengewinde 20 aufweisenden
Eingriffsbereich 2, wobei wie im Fall der 3b die
tragende Struktur 1 im Bereich ihres rohrförmigen Abschnittes 10 aufgeschnitten
ist, um das Innere des rohrförmigen
Abschnittes 10 und insbesondere den dort vorgesehenen,
aus Kunststoff bestehenden Eingriffsbereich 2 besser erkennbar
zu machen. Im nicht aufgeschnittenen Zustand entspricht die Anordnung aus 3c identisch
der Darstellung aus 3a. Das heißt, es handelt sich bei der
tragenden Struktur 1 wiederum um ein einstückig geformtes
Strangpressteil mit einem rohrförmigen
Abschnitt 10 und einem einstückig hiermit geformten Befestigungsabschnitt 15,
der Befestigungsöffnungen 16 aufweist.
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Vorliegend
ist der rohrförmige
Abschnitt 10 auf seiner dem aus Kunststoff bestehenden
Eingriffsbereich 2 zugewandten inneren Oberfläche zur
Bildung von Sicherungsbereichen einerseits mit in Umfangsrichtung
umlaufenden Rillen 104 zur Axialsicherung und andererseits
mit in axialer Richtung verlaufenden Längsrillen 106 zur
Verdrehsicherung versehen, wobei in die in Umfangsrichtung verlaufenden Rillen 104 entsprechende
in Umfangsrichtung verlaufende äußere Erhebungen 204 und
in die Längsrillen 106 entsprechende
in Längsrichtung
verlaufende Erhebungen 206 als Sicherungsabschnitte an
der äußeren Oberfläche des
Eingriffsbereiches 2 eingreifen.
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In
den 4 und 5 sind zwei weitere Ausführungsbeispiele
einer tragenden Struktur 1 für eine Spindelmutter gezeigt,
wobei hier zur besseren Erkennbarkeit des Inneren des jeweiligen
(im Wesentlichen hohlzylindrischen) rohrförmigen Abschnittes 10 eine
durchscheinende Darstellung gewährt wurde.
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Gemäß 4 ist
die tragende Struktur 1 einer Spindelmutter als ein aus
Blech bestehendes Teil, insbesondere Stanz-Biegeteil ausgebildet,
mit einem durch Biegen erzeugten rohrförmigen Abschnitt 10 zur
Aufnahme eines aus Kunststoff bestehenden Eingriffsbereiches und
mit einem ebenfalls durch Biegen erzeugten und mit Befestigungsöffnungen 16 versehenen
Befestigungsabschnitt 15 zur drehfesten Befestigung der
Spindelmutter an einem zugeordneten Kraftfahrzeugteil. In Abwandlung
des Ausführungsbeispieles
aus 1 sind hier zur Fixierung des rohrförmigen Abschnittes 10 der
tragenden Struktur 1 zwei aneinander grenzende Teilabschnitte 10a, 10b des
rohrförmigen
Abschnittes 10 durch Formschlusselemente 12 nach
Art eines Schlosses miteinander verbunden.
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Das
vorstehend zu der tragenden Struktur 1 aus 4 Ausgeführte gilt
auch für
die in 5 gezeigte tragende Struktur 1, bei der
es sich ebenfalls um ein Blechteil handelt. Der wesentliche Unterschied
zwischen der tragenden Struktur 1 aus 5 und
der tragenden Struktur aus 4 besteht
in der Ausbildung des Befestigungsabschnittes zur drehfesten Anbindung
der tragenden Struktur 1 der Spindelmutter an einem zugeordneten
Kraftfahrzeugteil. Hierzu sind gemäß 5 zwei separate Befestigungslaschen 15a, 15b vorgesehen,
die – anstelle
jeweils einer Befestigungsöffnung – mit jeweils
einem Gewindedurchzug 16a bzw. 16b versehen sind,
in dem sich eine Befestigungsschraube unmittelbar einschrauben lässt.
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Die
zur Verbindung zweier Teilabschnitte 10a, 10b der
tragenden Struktur 1 dienenden Formschlusselemente 12, 14,
die in den 4 und 5 jeweils
nur schematisch dargestellt sind, werden in den 6a und 6b in
größerem Detail
gezeigt.
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Gemäß 6a weisen
die beiden zu verbindenden Teilabschnitte 10a, 10b des
rohrförmigen
Abschnittes 10 der tragenden Struktur 1 an ihren
aneinandergrenzenden Enden jeweils kammartige Verbindungsbereiche 11a, 11b auf,
welche ineinander greifen. Zur Herstellung einer dauerhaften formschlüssigen Verbindung
werden gemäß 6b die
freien Enden 13 (Köpfe)
des einen kammartigen Bereiches 11a durch Einwirkung einer äußeren Kraft
F dauerhaft (plastisch) verformt.
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Zusammenfassend
zeigen die vorstehend erläuterten
Ausführungsbeispiele
jeweils eine teilweise aus Metall und teilweise aus Kunststoff bestehende
Spindelmutter als so genanntes Insert- bzw. Outsertteil, welches
zum einen eine aus Metall bestehende tragende Struktur aufweist,
die jeweils einen rohrförmigen
(im Wesentlichen hohlzylindrischen) Abschnitt zur Einbringung eines
mit einem Innengewinde versehenen, aus Kunststoff bestehenden Eingriffsbereich
umfasst und mit einem Befestigungsabschnitt zur (drehfesten) Befestigung
der Spindelmutter über
ihre tragende Struktur an einem Kraftfahrzeugteil versehen ist.
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Der
jeweilige aus Kunststoff bestehende Eingriffsbereich kann dabei
durch Kunststoffeinspritzung oder mittels eines Gewindes durch Drehen
in den rohrförmigen
Abschnitt der jeweiligen metallischen, tragenden Struktur eingebracht
werden. Die tragende Struktur kann dabei einerseits einteilig als
ein Strangpressteil oder ein Stanz-Biegeteil geformt sein oder auch aus
mehreren Komponenten, z.B. durch Schweißen, zusammengesetzt sein,
wobei hier insbesondere ein Rohr und ein Winkelelement zur Bildung
des rohrförmigen
Abschnittes einerseits und des Befestigungsabschnittes andererseits
miteinander verbunden werden können.
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Zur
Verbindung unterschiedlicher Teile der tragenden Struktur und/oder
unterschiedlicher Abschnitte eines Teiles der tragenden Struktur,
z.B. zur Bildung des rohrförmigen
Abschnittes, sind unterschiedliche Verbindungsmethoden anwendbar,
z.B. stoffflüssige Verbindungen
(durch Schweißen
oder Kleben) oder formschlüssige
Verbindungen, z.B. durch Rastelemente.
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Zur
Bildung eines Kunststoffgewindes der Spindelmutter, das mit dem
Außengewinde
einer zugeordneten Gewindespindel eines Spindelantriebs in Eingriff
zu bringen ist, ist im rohrförmigen
Abschnitt der jeweiligen tragenden Struktur ein aus Kunststoff bestehender
Eingriffsbereich angeordnet, wobei vorzugsweise ein Bund des Eingriffsbereiches
zur Bildung eines Anschlages axial aus dem jeweiligen Ende des rohrförmigen Abschnittes
hinausragt. Zusätzlich
zu der Anordnung eines Eingriffsbereiches im Inneren des rohrförmigen Abschnittes
kann die tragende Struktur auch auf ihrer Außenseite, und insbesondere
auch an ihrem Befestigungsabschnitt, mit Kunststoff überzogen
sein, z.B. durch Anspritzen einer Kunststoffverkleidung.
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Um
den Eingriffsbereich innerhalb des rohrförmigen Abschnittes der tragenden
Struktur zu sichern, können
entsprechende Formelemente an der inneren Oberfläche des rohrförmigen Abschnittes vorgesehen
sein, die mit entsprechenden Gegenelementen auf der äußeren Oberfläche des
im rohrförmigen
Abschnitt angeordneten Eingriffsbereiches zusammenwirken und die
eine Verdrehsicherung und/oder Axialsicherung bilden.
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Der
im rohrförmigen
Abschnitt der jeweiligen tragenden Struktur anzuordnende, aus Kunststoff
bestehende und das Innengewinde der Spindelmutter bildende Eingriffsbereich
kann in stärker
beanspruchten Zonen mit verstärkenden
Füllstoffen,
z.B. Fasern oder Netzen aus Glas, Teflon oder dergleichen versehen
sein, die zu einer Versteifung des Kunststoffmaterials beitragen.
Weiterhin können
zur Versteifung der aus Kunststoff bestehenden Zonen der Spindelmutter
Metalleinlagen, wie z.B. Lochbleche, Hülsen, gelochte Hülsen oder
Federn, integriert sein. Eine Verstärkung ist dabei insbesondere
an solchen Stellen zweckmäßig, an
denen Befestigungselemente angreifen, die zur Befestigung der Spindelmutter
an einem zugeordneten Kraftfahrzeugteil dienen.
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Zur
Bildung von Befestigungsstellen, die der Befestigung der Spindelmutter
an einem zugeordneten Kraftfahrzeugteil dienen, können in
der tragenden Struktur der Spindelmutter und/oder in aus Kunststoff bestehenden
Zonen der Spindelmutter entsprechende Aussparungen, Sacklöcher, Durchgangslöcher, Gewindeabschnitte,
Rastvorsprünge
oder dergleichen ausgebildet sein.
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Bei
den zuvor anhand der 1 bis 6a beschriebenen
Ausführungsbeispielen
wurde als tragende Struktur 1 der jeweiligen Spindelmutter
eine metallische Basisstruktur zugrunde gelegt. Sämtliche Ausführungsbeispiele
können
jedoch in entsprechender Weise auch mit einer aus einem hochfesten,
z. B. faserverstärkten,
Kunststoff bestehenden tragenden Struktur 1 realisiert
werden. Von Bedeutung ist allein, dass die tragende Struktur 1 aus
einem Material (Metall oder hochfestem Kunststoff) besteht, welches eine
hinreichende Festigkeit aufweist, um an einem Spindelantrieb wirkende
Verstellkräfte
aufnehmen und über
den zugeordneten Befestigungsabschnitt 15 in ein weiteres
Kraftfahrzeugteil ableiten zu können.
Besonders vorteilhaft ist dabei eine hinreichende Festigkeit der
Basisstruktur, um in einem gewissen Umfang auch über die normalen Verstellkräfte hinausgehenden
Crash-Kräfte
standhalten zu können.