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DE202006008449U1 - Schallreduzierendes Flächenelement - Google Patents

Schallreduzierendes Flächenelement Download PDF

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Abstract

Schallreduzierendes Flächenelement (1) mit Dekorschicht (2) und Schwerschicht (3), wobei die Dekorschicht (2) eine das Dekor aufweisende Oberseite und eine der Schwerschicht (3) zugewandte Rückseite aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwerschicht (3) wenigstens einen Füllstoff (5) enthält, thermisch nicht wesentlich verformbar ist und eine Dichte von wenigstens 1,5 g/cm3 aufweist, wobei die Dichte der Schwerschicht (3) über die Fläche der Schwerschicht (3) eine Abweichung von nicht mehr als 10 % aufweist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein schallreduzierendes Flächenelement mit Dekorschicht und Schwerschicht, wobei die Dekorschicht eine das Dekor aufweisende Oberseite und eine der Schwerschicht zugewandte Rückseite aufweist.
  • Schallreduzierende Flächenelemente mit einer Dekorschicht oder Dekorlage werden bspw. als Kraftfahrzeug-Innenverkleidung verwendet.
  • Aus der DE 1186648 ist ein schallschluckendes und schwingungsdämpfendes Material aus Kunstharz, Butylkautschuk oder bituminösem Material bekannt, das einen Füllstoff enthalten kann.
  • Aus der DE 28 00 914 ist eine schalldämmende Wandverkleidung für Fahrzeuge bekannt, die aus einer Schwerschicht besteht, wobei die Schwerschicht optional Füllstoffe aus Mineralien enthalten kann.
  • Die 101 61 600 A1 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufbringen einer Füllstoff-haltigen Kunststoffschicht auf eine geformte Oberfläche sowie eine gemäß diesem Verfahren hergestellte Schwerschicht. Bei dem aus der DE 101 61 600 A1 bekannten Verfahren wird ein Bindergemisch auf eine geformte Oberfläche aufgesprüht, wobei in den Sprühstrahl des noch nicht auspolymerisierten Bindergemisches Füllstoffe zudosiert werden.
  • Nachteilig ist bei der gemäß der DE 101 61 600 A1 erhaltenen Schwerschicht, daß diese aufgrund der ungleichmäßigen Verteilung der Füllstoffe in der Schwerschicht eine erhebliche Schwankung bei der Dichte der Schwerschicht über die Fläche der Schwerschicht aufweist.
  • Die Dichte variiert dabei in einem Bereich von ± 20 % über die Fläche der Schwerschicht. Eine gleichmäßige Dichte der Schwerschicht über die Fläche der Schwerschicht ist jedoch erforderlich, um über die gesamte Fläche der Schwerschicht eine einheitliche und zuverlässige Schalldämmung zu erhalten. Des weiteren weist die gemäß dem Verfahren der DE 101 61 600 A1 hergestellte Schwerschicht einen beträchtlichen Overspray auf.
  • Unter einem Overspray wird verstanden, daß der Randbereich der Schwerschicht nicht schart abgegrenzt ist, sondern irregulär geformt und es im Randbereich der Schwerschicht zu signifikanten punktuellen bzw. fleckenförmigen Absonderungen kommt. Dies ist nachteilig, weil aufgrund des beträchtlichen Oversprays, der zu einem irregulär geformten Rand- bzw. Übergangsbereich von 4 bis 5 cm führt, keine scharfe Abgrenzung zwischen einem Schwerschichtbereich und einem Schwerschicht-freien Bereich auf der Rückseite einer Dekorschicht möglich ist.
  • Insbesondere in Kraftfahrzeugen im Hochpreissegment wird von den Kraftfahrzeugherstellern erwartet, daß die schalldämmende Kraftfahrzeug-Innenverkleidung qualitativ optimiert ist.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es mithin, ein qualitativ hochwertiges schallreduzierendes Flächenelement bereitzustellen, bei dem die Dichte der Schwerschicht über die Fläche der Schwerschicht eine geringe Abweichung aufweist, um über die Fläche des schallreduzierenden Flächenelementes eine einheitliche Schalldämmung zu erhalten.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein schallreduzierendes Flächenelement mit einer Dekorschicht bereitzustellen, wobei die Schwerschicht einen geringen Overspray aufweist.
  • Die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch Bereitstellung eines schallreduzierenden Flächenelementes mit Dekorschicht und Schwerschicht, wobei die Dekorschicht eine das Dekor aufweisende Oberseite und eine der Schwerschicht zugewandte Rückseite aufweist, gelöst, wobei die Schwerschicht wenigstens einen Füllstoff enthält und thermisch nicht wesentlich verformbar ist und eine Dichte von wenigstens 1,5g/cm3 aufweist, wobei die Dichte der Schwerschicht über die Fläche der Schwerschicht eine Abweichung von nicht mehr als 10 % aufweist.
  • Es wurde überraschend festgestellt, daß eine sehr gleichmäßige Verteilung von Füllstoffen in der Schwerschicht erhalten werden kann, wenn bei der Herstellung der Schwerschicht in wenigstens einer der Reaktionskomponenten, die zur Herstellung der Schwerschicht verwendet werden, der wenigstens eine Füllstoff enthalten ist.
  • Bei Verwendung von beispielsweise zwei Reaktionskomponenten, bspw. von Polyol(en) und einer Isocyanatverbindung bzw. von Isocyanatverbindungen, kann der wenigstens eine Füllstoff in der ersten Reaktionskomponente, bspw. dem Polyol, oder der zweiten Reaktionskomponente, bspw. der Isocyanatverbindung, oder in beiden Reaktionskomponenten, bspw. dem Polyol und der Isocyanatverbindung, enthalten sein.
  • Bevorzugt wird der wenigstens eine Füllstoff der Polyolkomponente zugegeben.
  • Die beiden Reaktionskomponenten werden dann in üblicher Weise vorzugsweise unmittelbar vor dem Versprühen oder Verspritzen miteinander vermengt. Bspw. kann ein üblicher Serienmischkopf verwendet werden, dem die Reaktionskomponenten getrennt zugeführt und unmittelbar vor dem Versprühen bzw. Verspritzen miteinander vermengt werden, so daß die chemische Umsetzung direkt einsetzt.
  • Dadurch, daß die Füllstoffe in wenigstens einer der Reaktionskomponenten, die zur Herstellung der Schwerschicht verwendet werden, enthalten sind, ist der Füllstoff gleichmäßig mit der wenigstens einen Reaktionskomponente benetzt und in dieser homogen dispergiert. Nach Mischung mit wenigstens einer weiteren Reaktionskomponente, die ebenfalls Füllstoff(e) enthalten kann, wird ein äußerst homogenes Gemisch aus Reaktionskomponenten und Füllstoff(en) erhalten, wobei der Füllstoff oder die Füllstoffe während der Umsetzung der Reaktionskomponenten, bspw. von Polyol(en) und Isocyanatverbindung(en), zu einer gleichmäßigen Einbindung des Füllstoffs in die auspolymerisierenden Reaktionskomponenten bzw. deren polymeren Endprodukte, die Polyurethan sind, eingebunden werden unter Ausbildung einer Schwerschicht mit einer äußerst gleichmäßigen Dichte über die gesamte Fläche der Schwerschicht.
  • Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung liegt die Dichte der Schwerschicht in einem Bereich von 1,5 g/cm3 bis 2,5 g/cm3, vorzugsweise in einem Bereich von 1,8 g/cm3 bis 2,2 g/cm3. Als sehr geeignet hat sich eine Dichte der Schwerschicht von etwa 2,0 g/cm3 bis 2,1 g/cm3 erwiesen.
  • Wenn die Dichte der Schwerschicht in den vorgenannten Bereichen liegt, wird eine sehr gute Schalldämmung erreicht, ohne daß dabei das Flächengewicht der Schwerschicht zu groß wird, was insbesondere bei der Handhabung bzw. bei Verwendung in einem Kraftfahrzeug von Vorteil ist. Die Kraftfahrzeughersteller sind insbesondere an leichtgewichtigen schallreduzierenden Kraftfahrzeuginnenverkleidungen mit hoher Schalldämmung interessiert.
  • Vorzugsweise enthält die Schwerschicht einen anorganischen Füllstoff.
  • Die Füllstoffe sind vorzugsweise körnige, plättchenförmige oder pulverförmige Teilchen. Als sehr geeignet hat sich Bariumsulfat (BaSO4) erweisen. Des weiteren werden vorzugsweise Quarzsand, Eisenoxidpulver, Chromerzsand-Verwurf, Chromerzsand, Olivin, Chromit, Zirkoniumsilikat, Kreide, Kalk und/oder Magnetit verwendet. Selbstverständlich können auch andere Feststoffe, wie bspw. Gesteinspulver oder Gesteinsmehl verwendet werden. Die vorgenannten Füllstoffe können auch in jeder Kombination verwendet werden, d.h. als Füllstoffgemische.
  • Die mittlere Korngröße der verwendeten Füllstoffe liegt dabei vorzugsweise unterhalb von 1 mm, weiter bevorzugt unterhalb von 0,5 mm. Als sehr geeignet hat sich eine mittlere Korngröße im Bereich von etwa 0,001 mm bis 0,1 mm erwiesen.
  • Die Füllstoffe weisen dabei vorzugsweise eine Dichte im Bereich von 2,0 g/cm3 bis 8 g/cm3, weiter bevorzugt von 2,5 g/cm3 bis 6,0 g/cm3 auf. Als sehr geeignet hat sich eine Füllstoffdichte im Bereich von 3 g/cm3 bis 5,5 g/cm3 erwiesen.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Schwerschicht im wesentlichen frei von Thermoplast.
  • Da die Kraftfahrzeuginnenverkleidungen einem breiten Temperaturbereich von ca. – 40 °C bis ca. 90 °C ausgesetzt sein können, sollen sich die Schalldämmungseigenschaften in diesem Temperaturbereich möglichst wenig ändern, was bei Duroplasten, wie bspw. Polyurethan, der Fall ist.
  • Vorzugsweise enthält die Schwerschicht keinen Thermoplast. Die Schwerschicht des erfindungsgemäßen schallreduzierenden Flächenelementes ist biegeweich, jedoch thermisch nicht wesentlich verformbar.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Dichte der Schwerschicht über die Fläche der Schwerschicht eine Abweichung von nicht mehr als 8 %, vorzugsweise von nicht mehr als 5 %, auf. Ferner ist bevorzugt, daß die Dichte der Schwerschicht über die Fläche der Schwerschicht eine Abweichung von nicht mehr als 4 %, vorzugsweise von nicht mehr als 3,5 %, aufweist. Eine Abweichung von 3 % hat sich als sehr geeignet erwiesen. Äußerst bevorzugt beträgt die Abweichung etwa 2%.
  • Es hat sich überraschend gezeigt, daß das erfindungsgemäße schallreduzierende Flächenelement eine äußerst geringe Schwankung bei der Dichte über die Fläche der Schwerschicht aufweist.
  • Aufgrund der gleichmäßigen und zuverlässig erhaltenen Schalldämmung über die gesamte Fläche ist es nicht erforderlich, die Dicke der Schwerschicht dicker zu machen als unbedingt erforderlich. Im Stand der Technik wurden die Schwankungen in der Dichte der Schwerschicht dadurch kompensiert, daß die Dicke der Schwerschicht ausreichend dick gewählt wurde, um die Schwankungen in der Dichte zu kompensieren.
  • Im Stand der Technik ist dabei nachteilig, daß die schallreduzierenden Flächenelemente zwangsläufig eine höhere Masse als unbedingt erforderlich aufweisen.
  • Das erfindungsgemäße schallreduzierende Flächenelement zeichnet sich dadurch aus, daß eine hervorragende Schalldämmung bei gleichzeitig geringerer Gesamtmasse erhalten wird. Dies ist insbesondere für die Kraftfahrzeughersteller von Bedeutung, da das Gewicht der schallreduzierenden Flächenelemente nicht größer sein sollte als unbedingt notwendig.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Randbereich der Schwerschicht einen Overspray von weniger als 3 cm, vorzugsweise von weniger als 2,5 cm auf. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform beträgt der Overspray weniger als 2 cm, weiter bevorzugt weniger als 1,5 cm.
  • Gemäß einer äußerst bevorzugten Ausführungsform liegt der Overspray in einem Bereich von 1 cm oder weniger.
  • Bei Verwendung der schallreduzierenden Flächenelemente als Kraftfahrzeuginnenverkleidung wird auf die Dekorschicht teilweise nicht durchgehend eine Schwerschicht aufgebracht.
  • In dem Bestreben, die Gesamtmasse der Kraftfahrzeuginnenverkleidung möglichst gering zu halten, wird einen Schwerschicht nur auf solche rückseitigen Bereiche einer Dekorschicht aufgebracht, die tatsächlich zu dämmen sind. Aufgrund der starken Konturierung des Innenraumes der Fahrgastzelle eines Fahrzeuges ist es wünschenswert, daß der Randbereich der aufgebrachten Schwerschicht möglich scharf abgegrenzt ist.
  • Diese Abgrenzung des Randbereiches oder Übergangsbereiches wird maßgeblich von dem Overspray gebildet. Je geringer der Overspray ist, also je geringer der Bereich ist, in dem die Schwerschicht in einen Schwerschicht-freien Bereich übergeht, desto besser läßt sich das schallreduzierende Flächenelement bzw. die Kraftfahrzeuginnenverkleidung in die stark konturierte Fahrgastzelle des Kraftfahrzeuges einfügen.
  • Aufgrund des äußerst geringen Oversprays weist das erfindungsgemäße schallreduzierende Flächenelement eine deutlich verbesserte Passgenauigkeit auf, wodurch zum einen das Einpassen, bspw. in die Fahrgastzelle eines Kraftfahrzeuges, und zum anderen die Schalldämmung verbessert wird.
  • Gemäß einer weiteren Variante der vorliegenden Erfindung kann die Dekorschicht einen mehrschichtigen Aufbau aufweisen.
  • Bspw. kann die Dekorschicht ein Teppich, ein Velours, Dilours, Nadelfilz, Faservlies, etc. sein. Die Dekorschicht kann dabei einstufig oder mehrstufig aufgebaut sein.
  • Bspw. kann die Dekorschicht als unterste Lage einen thermisch verformbaren Träger aufweisen. Auch ist es möglich, daß die Dekorschicht eine thermisch verformbare Schwerschicht, bspw. eine mit Füllstoff gefüllte EPDM (Ethylen/Propylen/Dien-Elastomer)- oder aPP (ataktisches Polypropylen)- oder EVA (Ethylvinylacetat)-Schicht umfassen.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Schwerschicht mit der Dekorschicht verbunden. Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Schwerschicht auf die Rückseite der, gegebenenfalls mehrschichtigen, Dekorschicht aufgespritzt.
  • Um eine gewünschte Kontur zu erhalten, wird die Dekorschicht vorzugsweise in eine entsprechend konturierte Form, beispielsweise Spritzform, eingelegt und die Schwerschicht auf die Rückseite der Dekorschicht aufgespritzt. Als geeignetes Verfahren kann bspw. RSG (Reaktionsspritzguß), der auch als RIM (Reaction Injection Moulding) bezeichnet wird, verwendet werden.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform beträgt der Anteil an Füllstoff in der Schwerschicht 25 Gew.-% bis 80 Gew.-%, weiter bevorzugt 30 Gew.-% bis 70 Gew.-%. Als sehr geeignet hat sich bspw. ein Füllstoffanteil von 65 Gew.-% erwiesen. Die vorstehenden Angaben in Gew.-% beziehen sich dabei auf das Gesamtgewicht der Schwerschicht.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist auf der der Dekorschicht abgewandten Seite der Schwerschicht eine Leichtschicht, vorzugsweise mit einer Dichte in einem Bereich von 0,05 g/cm3 bis 0,15 g/cm3, aufgebracht.
  • Bevorzugt ist die Leichtschicht ein Leichtschaum. Als Leichtschaum wird vorzugsweise viskoelastischer Polyurethanweichschaum, adhäsiver Polyurethanweichschaum und/oder Vliesflockenverbundschaum verwendet.
  • Der Leichtschaum kann, gegebenenfalls unter zusätzlicher Verwendung einer Haftschicht, direkt auf die Schwerschicht aufgeschäumt werden.
  • Ein eine Schwerschicht und eine Leichtschicht aufweisendes schallreduzierendes Flächenelement bildet äußerst vorteilhaft ein sogenanntes Masse-Feder-System aus. Die Masse wird dabei durch die Schwerschicht und die Feder durch die Leichtschicht oder Schaumschicht gebildet. Ein aus Schwerschicht und Leichtschicht umfassendes schallreduzierendes Flächenelement dämmt äußerst effektiv den Schall, bspw. in einem Kraftfahrzeug.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Dekorschicht vorgeformt. Es ist dabei bevorzugt, daß das schallreduzierende Flächenelement insgesamt konturiert ist, d.h. eine dreidimensionale Formgebung aufweist.
  • Ein erfindungsgemäßes konturiertes schallreduzierendes Flächenelement läßt sich passgenau auf eine entsprechend konturierte Oberfläche, bspw. ein Bodenblech eines Kraftfahrzeuges oder als Stirnwandverkleidung eines Kraftfahrzeuges aufbringen. In entsprechend konturierte schallreduzierende Flächenelemente können Strukturelemente, bspw. Kabelkanäle, etc., aufgenommen werden.
  • Äußerst bevorzugt ist das erfindungsgemäße schallreduzierende Flächenelement eine Kraftfahrzeuginnenverkleidung.
  • Die Erfindung wird nachstehend unter Bezug auf die Figuren näher erläutert.
  • 1 zeigt ein erfindungsgemäßes schallreduzierendes Flächenelement mit einem dreischichtigen Aufbau in der Schnittansicht.
  • 2 zeigt ein erfindungsgemäßes schallreduzierendes Flächenelement mit einem vierschichtigen Aufbau in der Schnittansicht.
  • 3 zeigt eine Draufsicht auf die Rückseite eines erfindungsgemäßen schallreduzierenden Flächenelementes zur Veranschaulichung des Randbereiches mit Overspray.
  • 1 zeigt einen schematischen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes schallreduzierendes Flächenelement 1 mit einem dreischichtigen Aufbau. Auf die Rückseite der Dekorschicht 2, die bspw. ein Teppich, Faservlies, Nadelfilz, etc. sein kann, ist eine Schwerschicht 3 aufgebracht, die Füllstoff 5 enthält. In 1 ist des weiteren eine optional auf der der Dekorschicht 2 abgewandten Seite der Schwerschicht 3 aufgebrachte Leichtschicht 4 angeordnet. In der Leichtschicht 4 sind üblicherweise offenzellige oder geschlossenzellige Poren 6 enthalten.
  • 2 zeigt einen weiteren Querschnitt eines schematischen Aufbaus eines erfindungsgemäßen schallreduzierenden Flächenelementes 1. Der Aufbau entspricht grundsätzlich dem in 1 beschriebenen Aufbau, wobei hier zuästzlich zwischen der Schwerschicht 3 und der Leichtschicht 4 eine Haftschicht 7 vorgesehen ist.
  • In 3 ist eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf die Rückseite eines erfindungsgemäßen schallreduzierenden Flächenelementes 1 gezeigt. Auf der Rückseite der Dekorschicht 2 sind zwei Schwerschichten 3 angeordnet. Der Übergangsbereich zwischen der Schwerschicht 3 und dem Schwerschicht-freien Bereich der Rückseite der Dekorschicht 2 ist bei dem erfindungsgemäßen schallreduzierenden Flächenelement 1 relativ scharf ausgebildet, da bei den erfindungsgemäßen schallreduzierenden Flächenelementen ein äußerst geringer Overspray 8 erfolgt.
  • Bei dem erfindungsgemäßen schallreduzierenden Flächenelement ist der Overspray 8 äußerst gering ausgebildet, so daß es zu einem relativ scharfen Übergang von Schwerschicht 3 zu Schwerschicht-freien Bereich kommt, wobei wenig punktuelle bzw. fleckenförmige Absonderungen 9 des vorzugsweise aufgespritztem Schwerschichtmateriales auftreten. Bei dem erfindungsgemäßen schallreduzierenden Flächenelement liegt der durch den Overspray ausgebildete Randbereich im Bereich von weniger als 3 cm, äußerst bevorzugt bei etwa 1 cm oder weniger.
  • Im Stand der Technik beträgt der durch den Overspray ausgebildete Randbereich etwa 4 bis 5 cm.

Claims (17)

  1. Schallreduzierendes Flächenelement (1) mit Dekorschicht (2) und Schwerschicht (3), wobei die Dekorschicht (2) eine das Dekor aufweisende Oberseite und eine der Schwerschicht (3) zugewandte Rückseite aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwerschicht (3) wenigstens einen Füllstoff (5) enthält, thermisch nicht wesentlich verformbar ist und eine Dichte von wenigstens 1,5 g/cm3 aufweist, wobei die Dichte der Schwerschicht (3) über die Fläche der Schwerschicht (3) eine Abweichung von nicht mehr als 10 % aufweist.
  2. Schallreduzierendes Flächenelement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichte der Schwerschicht (3) in einem Bereich von 1,5 g/cm3 bis 2,5 g/cm3, vorzugsweise von 1,8 g/cm3 bis 2,2 g/cm3, liegt.
  3. Schallreduzierendes Flächenelement (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwerschicht (3) einen anorganischen Füllstoff (5) enthält
  4. Schallreduzierendes Flächenelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllstoff (5) eine Dichte im Bereich von 2,0 g/cm3 bis 8 g/cm3, vorzugsweise von 2,5 g/cm3 bis 6,0 g/cm3 aufweist.
  5. Schallreduzierendes Flächenelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwerschicht (3) im wesentlichen frei von Thermoplast ist.
  6. Schallreduzierendes Flächenelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichte der Schwerschicht (3) über die Fläche der Schwerschicht (3) eine Abweichung von nicht mehr als 8 %, vorzugsweise von nicht mehr als 5 %, aufweist.
  7. Schallreduzierendes Flächenelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichte der Schwerschicht (3) über die Fläche der Schwerschicht (3) eine Abweichung von nicht mehr als 4 %, vorzugsweise von nicht mehr als 3,5 %, aufweist.
  8. Schallreduzierendes Flächenelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Randbereich der Schwerschicht (3) einen Overspray (8) von weniger als 3 cm, vorzugsweise von weniger als 2,5 cm, aufweist.
  9. Schallreduzierendes Flächenelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dekorschicht (2) einen mehrschichtigen Aufbau aufweist.
  10. Schallreduzierendes Flächenelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwerschicht (3) mit der Rückseite der Dekorschicht (2) verbunden ist.
  11. Schallreduzierendes Flächenelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwerschicht (3) auf die Rückseite der Dekorschicht (2) aufgespritzt ist.
  12. Schallreduzierendes Flächenelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil an Füllstoff (5) in der Schwerschicht (3) 25 Gew.-% bis 80 Gew.-%, vorzugsweise 30 Gew.-% bis 70 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gewicht der gesamten Schwerschicht (3), beträgt.
  13. Schallreduzierendes Flächenelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf der der Dekorschicht (2) abgewandten Seite der Schwerschicht (3) eine Leichtschicht (4), vorzugsweise mit einer Dichte in einem Bereich von 0,05 g/cm3 bis 0,15 g/cm3, aufgebracht ist.
  14. Schallreduzierendes Flächenelement (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Leichtschicht (4) ein Leichtschaum ist.
  15. Schallreduzierendes Flächenelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Dekorschicht (2) vorgeformt ist.
  16. Schallreduzierendes Flächenelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das schallreduzierende Flächenelement (1) konturiert ist.
  17. Schallreduzierendes Flächenelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das schallreduzierende Flächenelement (1) eine Kraftfahrzeuginnenverkleidung ist.
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