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DE202006007542U1 - Schneid- und Stanzmaschine - Google Patents

Schneid- und Stanzmaschine Download PDF

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DE202006007542U1 DE200620007542 DE202006007542U DE202006007542U1 DE 202006007542 U1 DE202006007542 U1 DE 202006007542U1 DE 200620007542 DE200620007542 DE 200620007542 DE 202006007542 U DE202006007542 U DE 202006007542U DE 202006007542 U1 DE202006007542 U1 DE 202006007542U1
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Abstract

Maschine zum Schneiden und Stanzen von Kammerfüllelementen aus Kunststoff-gebundenem Gummigranulat, umfassend
ein Fahrgestell (1) zum Verfahren der Maschine an Baustellen;
eine Führungssäule, die am Fahrgestell (1) befestigt ist;
ein Werkzeugträgerschlitten (3), der entlang der Führungssäule (2) verfahrbar ist;
ein Antrieb (4) zum Hin- und Herbewegen des Werkzeugträgerschlittens (3);
ein Werkstücktisch (5) zur Auflage des zu bearbeitenden Werkstücks (7) und
ein Schneid- oder Stanzwerkzeug (6), das am Werkzeugträgerschlitten (3) austauschbar befestigt ist.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine fahrbare Maschine zum Schneiden und Stanzen von gegenüber Metallen „weichen" Werkstücken mit beträchtlicher Dicke, insbesondere Kammerfüllelemente aus Kunststoff-gebundenem Gummigranulat.
  • Beim Bau von Gleisanlagen kommen Schallschutzmaßnahmen immer mehr zur Anwendung, darunter solchen, die mit sogenannten Kammerfüllelementen oder Schienenkammerfüllelemente aus Polyurethan-gebundenem Gummigranulat arbeiten. Im Falle von Straßenbahngleisen gibt es Spurstangen zwischen den Schienen, die den genauen Schienenabstand garantieren sollen. Es kommt deshalb vor, dass gleisinnere Kammerfüllelemente auf Länge geschnitten werden müssen, um genau an den Spurstangen anzuliegen und jede Lücke zu füllen. Ferner kann es beim Einbau der Kammerfüllelemente vorkommen, dass gewisse Hindernisse durch Aussparungen in dem betreffenden Kammerfüllelement umgangen werden müssen. Solche Arbeiten können nicht von vornherein geplant und durch entsprechende Herstellung von Kammerfüllelementen in der Fabrik berücksichtigt werden. Vielmehr ist es notwendig, die Anpassung der Abmessung der Kammerfüllelemente an Ort und Stelle vorzunehmen.
  • Es gibt viele Arten von Stanzmaschinen für Bleche, Leder, Folien und Textilien, die sich jedoch nicht für das Schneiden von Kammerfüllelementen eignen, schon weil die Hublänge des Werkzeugs nicht für Kammerfüllelemente ausreichen würde. Stanzmaschinen mit ausreichend großer Kraft weisen ein massives Maschinengestell auf und sind nicht verfahrbar, wie es für den Einsatz an Baustellen nötig wäre.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Maschine zum Schneiden und Stanzen von Werkstücken nach Art der Kammerfüllelemente bereitzustellen, mit der die beschriebenen Arbeiten an Gleisbaustellen und dergleichen ausgeführt werden können. Die gestellte Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst und durch die weiteren Merkmale der abhängigen Ansprüche ausgestaltet und weiterentwickelt.
  • Im Einzelnen umfasst die Schneid- und Stanzmaschine ein Fahrgestell zum Verfahren der Maschine an Baustellen. Eine Führungssäule zum Auf- und Abwärtsverfahren eines Werkzeugträgerschlittens ist auf das Fahrgestell montiert. Am Werkzeugträgerschlitten ist ein Schneidmesser oder Stanzwerkzeug austauschbar befestigt. Neben der Führungssäule ist ein Werkstücktisch zur Auflage des zu bearbeitenden Werkstückes vorgesehen. Der Werkzeugträgerschlitten kann zusammen mit seinem Werkzeug in Richtung auf den Werkstücktisch und von diesem weg mittels eines Antriebs verfahren werden.
  • Kammerfüllelemente aus Polyurethan-gebundenem Gummigranulat haben die Tendenz, dem Schneid- oder Stanzdruck auszuweichen. Dies führt dazu, dass senkrechte Stanzschnittflächen an solchen Kammerfüllelementen, die mit gebogenem Werkzeugblatt hergestellt werden, von der senkrechten Schnittrichtung abweichen. Diese Tendenz ist umso stärker ausgeprägt, je mehr das Schneid- oder Stanzwerkzeug nachgibt und selbst von der senkrechten Richtung abweicht. Zu dieser Nachgiebigkeit des Werkzeugs zählen auch Führungstoleranzen mit Kippneigung des Werkzeugträgerschlittens an der Führungssäule der Maschine. Um die Kippneigung des Werkzeugträgerschlittens möglichst gering zu halten, ist vorgesehen, dass der Antrieb zum Hin- und Herbewegen des Werkzeugträgerschlittens im Wesentlichen fluchtend zu dem Schneid- oder Stanzwerkzeug am Werkzeugträgerschlitten angreift. Man kann auch davon sprechen, dass der Werkzeugantrieb und das Werkzeug gleichachsig (nicht oder nur unwesentlich gegeneinander versetzt) angeordnet sind. Zusätzlich wird eine Führung des Werkzeugs an einem sich senkrecht erstreckenden Widerlager des Werkstücks bevorzugt. Um das Ausweichen des Werkstücks möglichst gering zu halten, wird ein Spannaufsatz am Werkstücktisch angebracht, um so mit dem Widerlager einen Schraubstock zum Einklemmen des Werkstücks zu bilden.
  • Um einen Wechsel des Schneid- oder Stanzwerkzeugs zu erleichtern, weist der Werkzeugträgerschlitten eine Führungsschiene auf, die sich quer zur Bewegungsrichtung des Schlittens erstreckt. An dem der Schneidkante des Werkzeugs entgegengesetzten Ende ist eine Stützplatte am Werkzeug vorgesehen, die in die sich quer erstreckende Führungsschiene geschoben und festgelegt werden kann. Dadurch kann das Schneid- oder Stanzwerkzeug einfach eingesetzt bzw. ausgewechselt werden. Es kommen verschiedene Formen von Werkzeugen in Betracht, beispielsweise ein fallbeilartiges Schneidmesser zum Zerteilen von Kammerfüllelementen, ein Schneidmesser mit halbkreisförmigem Blatt zum Ausstanzen eines halbkreisförmigen Ausschnitts am Kammerfüllelement oder ein V-förmiges Schneidmesser zur Herstellung einer Kerbe. Dies sind nur Beispiele, es können noch weitere Querschnittsformen von vordefiniert geformten Ausstanzungen erzeugt werden.
  • Der Antrieb des Werkzeugträgerschlittens ist bevorzugt ein hydraulischer Antrieb, der eine Hydropumpe, einen hydraulischen Zylinder und eine Steuerventilanordnung umfasst. Als Hauptelement der Steuerventilanordnung wird ein drosselndes Vierwegeventil bevorzugt, das mit einem Schieberkolben und mit Anschlüssen zu einer Pumpendruckleitung, einer Rücklaufleitung, einer ersten Arbeitsleitung für Werkzeug abwärts und einer zweiten Arbeitsleitung für Werkzeug aufwärts versehen ist. Ein solches drosselndes Vierwegeventil kann eine Zwischenstellung einnehmen, in der der Werkzeugträgerschlitten mit minimaler Kraft nach abwärts gefahren wird. Dies bedeutet, dass beim Auftreten bereits eines geringen Widerstandes die Abwärtsfahrt des Werkzeugträgerschlittens beendet wird. Auf diese Weise werden Sicherheitsanforderungen an die Maschine erfüllt.
  • Die Steuerventilanordnung weist zwei Steuerelemente auf, die so angeordnet sind, dass man beide Hände gleichzeitig benötigt, wenn man diese beiden Steuerelemente gleichzeitig betätigen will. Das Steuerventil weist eine Extremstellung auf, in der der Werkzeugträgerschlitten mit großer Kraft nach abwärts gefahren wird. Diese Extremstellung kann aber nur durch gleichzeitiges Betätigen der beiden Steuerelemente herbeigeführt werden. Auf diese Weise wird den Sicherheitsanforderungen Rechnung getragen.
  • Die beiden Steuerelemente können elektrische oder mechanische Mittel umfassen. Im Falle von mechanischen Mitteln kann man zwei Steuerknüppel, für jede Hand einen Steuerknüppel, anwenden, um über eine Überlagerungsmechanik die passenden Steuerungen einzugeben. Die Überlagerungsmechanik umfasst einen Waagebalken, der mittig an den Schieberkolben des Vierwegeventils angelenkt ist und der außermittig so abgestützt wird, dass eine Schwenkbewegung des Waagebalkens um die Abstützstelle möglich ist. An den Enden des Waagebalkens greifen jeweils ein erster oder zweiter Steuerknüppel an, wobei der Waagebalken mit dem ersten Steuerknüppel in solche Positionen verstellt werden kann, dass diesen Positionen Stellungen des Schieberkolbens für sanfte Aufwärts- oder Abwärtsfahrt oder Stillstand entsprechen, während mit dem zweiten Steuerknüppel bei der Position des Waagebalkens für sanfte Abwärtsfahrt dem Schieberkolben noch eine Position erteilt werden kann, die eine kraftvolle Abwärtsfahrt einleitet. Die kraftvolle Abwärtsfahrt des Werkzeugträgerschlittens kann deshalb nur mit beiden Händen an beiden Steuerknüppeln erzielt werden.
  • Zur Fahrtbegrenzung des Werkzeugträgerschlittens nach oben und unten werden Endschalter verwendet, die elektrischer oder mechanischer Natur sein können und die Pumpe oder das Steuerventil dazu bringen, den Werkzeugträgerschlitten stillzusetzen.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt:
  • 1 die Schneid- und Stanzmaschine, schematisiert und von der Seite gesehen,
  • 2 die Maschine in perspektivischer Darstellung,
  • 3 eine Einzelheit aus 1 oder 2 in vergrößerter Darstellung und
  • 4 eine Überlagerungsmechanik als Teil der Steuerung der Maschine.
  • Die hauptsächlichsten Teile der Maschine sind ein Fahrgestell 1, eine Führungssäule 2, ein Werkzeugträgerschlitten 3, ein Antrieb 4 zum Hin- und Herbewegen des Werkzeugträgerschlittens, ein Werkstücktisch 5 und ein Schneid- oder Stanzwerkzeug 6. Dieses Werkzeug kann fallbeilartig ausgebildet sein (2), wenn ein Werkstück 7 quer durchtrennt werden soll; es kommen auch gebogene Formen des Werkzeugs 7 in Betracht, wenn Randausschnitte am Werkstück 7 ausgestanzt werden sollen. Solche Stanzwerkzeuge können halbrunde, U-förmige, V-förmige, rechteckförmige oder andere Querschnittsformen des Schneidblattes aufweisen.
  • Das Fahrgestell 1 ist karrenartig aufgebaut, d. h. es umfasst eine Achse 10 mit daran angebrachten Rädern 11, eine Standplatte 12 mit Versteifungsblechen 13 und zwei Führungsstangen 14 zum Manövrieren der Maschine. Die Führungssäule 2 erhebt sich über der Standplatte 12, an der sie befestigt ist, und umfasst ein hohles Inneres 20, das als Tank für Hydraulikflüssigkeit benutzt wird. An der Vorderseite bildet die Führungssäule 2 ein Führungsbett 21 für den Werkzeugträgerschlitten 3. Dieser weist eine Schlittenplatte 30 auf, die mit Griffrändern 31 (3) das Führungsbett 21 umgreift und so an der Führungssäule 2 in vertikaler Richtung geführt ist. Senkrecht zur Schlittenplatte 30 erstreckt sich eine Führungsschiene 32, die einen T-förmigen Führungsschlitz 33 aufweist. Das Werkzeug 6 besitzt einen T-förmigen Kopf 60, dessen oberes Ende von einer Stützplatte gebildet wird, die in dem Schlitz 33 aufgenommen wird und mittels eines Riegels 34 dort verriegelt werden kann.
  • Der Werkstücktisch 5 ist zur Auflage eines zu bearbeitenden Werkstücks 7 und zu dessen Festspannen ausgebildet und weist eine waagerechte Tischplatte 50 und eine senkrechte Rückenplatte 51 auf, an der sich ein Widerlager 52 für das Werkstück 7 befindet. Wie am besten aus 3 ersichtlich, weist das Widerlager 52 eine Reihe von Riffelplatten 53 mit dazwischen angeordneten Führungsschlitzen 54 auf. Die Führungsschlitze 54 dienen zur Führung von Randkanten 61 des Werkzeugs 6. Wie in 2 dargestellt, gibt es in der Tischplatte 50 eine Reihe von Arretierungsbohrungen 55, in die ein Spannaufsatz 56 (1 und 3) eingreifen kann, um sich an der Tischplatte 50 abzustützen. Das Widerlager 52 und der Spannaufsatz 56 bilden zusammen einen Schraubstock, der das Werkstück 7 einklemmt und festhält. Es sei noch erwähnt, dass die Tischplatte 50 über einen Pfeiler 57 an der Grundplatte 12 abgestützt wird.
  • Der Antrieb 4 umfasst eine Hydropumpe 40 (1), die von einem Elektromotor 41 angetrieben wird und Hydraulikflüssigkeit unter Druck zu einer Steuerventilanordnung 42 und darüber hinaus zu einem hydraulischen Zylinder 43 oder zum Tank 20 fördert. Zu diesem Zweck gibt es eine Pumpendruckleitung 44, eine Rücklaufleitung 45 zum Tank 20, eine erste Arbeitsleitung 46 und eine zweite Arbeitsleitung 47. Über die erste Arbeitsleitung 46 wird die Kolbenstange 43a des Zylinders 43 in Richtung auf Absenken des Werkzeugs 6 betätigt und über die zweite Arbeitsleitung 47 im Sinne der Aufwärtsbewegung des Werkzeugs 6. Das Hauptventil in der Steuerventilanordnung ist ein drosselndes Vierwegeventil mit Schieberkolben 48 (4) zur dosierten Druckzuführung zum hydraulischen Zylinder 43 entweder über die erste oder die zweite Arbeitsleitung. Auf diese Weise kann die Kraft, mit der der Werkzeugträgerschlitten 3 und damit das Werkzeug 6 bewegt werden, genau dosiert erzeugt werden. Es hängt dies von der Stellung des Schieberkolbens 48 des Vierwegeventils relativ zu Anschlüssen für die Pumpenleitung 44, die Rücklaufleitung 45, die erste Arbeitsleitung 46 und die zweite Arbeitsleitung 47 ab. Die Stellung des Schieberkolbens 48 wird über eine Überlagerungsmechanik 8 gesteuert, die anhand der 4 erläutert wird.
  • Die Überlagerungsmechanik 8 weist einen Waagebalken 80 auf, der in etwa mittig mit dem Schieberkolben 48 der Steuerventilanordnung 92 über ein Schwenkgelenk 49 antriebsmäßig verbunden ist. Die Steuerflächen des Schieberkolbens 48 befinden sich im Inneren des Gehäuses des Vierwegeventils. Die Stellung des Schieberkolbens 48 relativ zu den Steuerräumen mit den Anschlüssen zu den Arbeitsleitungen 46, 47 oder der Rücklaufleitung 45 bestimmt die Betriebsweise des Antriebs 4 dahingehend, ob der Werkzeugträgerschlitten 3 nach oben oder unten gefahren wird und mit welcher Kraft oder ob die Stellung des Werkzeugträgerschlittens 3 beibehalten bleibt. Um die Stellung des Schieberkolbens 48 einzustellen, kann die Stellung des Waagebalkens 80 mittels zweier Handhebel oder Steuerknüppel 81 und 82 verändert werden. Die Steuerknüppel 81, 82 stellen zweiarmige Hebel dar, die um gehäusefeste Zapfen 83 bzw. 84 schwenkbar sind und mit ihren Enden 85 bzw. 86 an den Enden 85a bzw. 86a des Waagebalkens 80 angreifen. Dem Waagebalken 80 sind noch zwei Hebelabstützstellen 87 und 88 zugeordnet, die sich etwa in der Mitte zwischen dem Schwenkgelenk 49 und dem benachbarten Ende 85a bzw. 86a des Waagebalkens 80 befinden und den Waagebalken 80 abstützen, wenn die Steuerknüppel 81 und 82 außer Eingriff mit den Enden 85a, 86a des Waagebalkens 80 gebracht werden.
  • Die Maschine verfügt noch über Endschalter zur Begrenzung des Hubes der Kolbenstange 43a des Arbeitszylinders 43, und zwar einen nicht dargestellten, unteren Endschalter und einen oberen Endschalter 9 (2). Der obere Endschalter 9 ist über ein Gestänge 90, von dem Teile in 4 dargestellt sind, aber sonst der Übersichtlichkeit halber fortgelassen wurden, mit einem zweiten Balken 91 verbunden, der das Schwenkgelenk 49 trägt, über den der Schieberkolben 48 verschoben werden kann. Wenn der Schlitten 3 gegen den Endschalter 9 fährt, hebt das Gestänge 90 den zweiten Balken 91 an und verschiebt den Schieberkolben 48 in die neutrale Stellung für Ölrücklauf.
  • Die Betriebsweise der Maschine ist wie folgt:
    Je nach der Art des vorgesehenen Schnittes am Werkstück 7 wird ein passendes Schneid- oder Stanzwerkzeug 6 in den Werkzeugträgerschlitten 3 eingespannt. Das zu bearbeitende Werkstück 7 wird auf die Tischplatte 50 aufgelegt und gegebenenfalls mit dem Spannaufsatz 56 eingespannt. Falls nicht bereits geschehen, wird die Hydropumpe 40 in Gang gesetzt, die Hydraulikflüssigkeit an die Steuerventilanordnung 42 liefert. Der Schieberkolben 48 wird in eine Stellung gebracht, in der die zugeführte Hydraulikflüssigkeit zum größten Teil über die Rücklaufleitung 45 zum Tank 20 abfließt, ein kleiner Anteil jedoch über die Arbeitsleitung 46 dem Arbeitszylinder 43 in gedrosselter Weise zugeführt wird, so dass sich der Werkzeugträgerschlitten 3 mit außerordentlich geringer Kraft nach unten bewegt. Diese Zwischenstellung des Schieberkolbens 48 wird dadurch erzielt, dass der Steuerknüppel 81 in bestimmter Stellung in Eingriff mit dem Ende 85a des Waagebalkens 80 gehalten wird, während der Steuerknüppel 82 außer Eingriff mit dem Ende 86a des Waagebalkens 80 bleibt, d. h. dieses Ende 86a nicht stützt. Der Waagebalken 80 stützt sich deshalb an der Hebelabstützstelle 88 ab, wie in 4 dargestellt.
  • Zur kraftvollen Abwärtsfahrt des Werkzeugträgerschlitten 3 wird der Schieberkolben 48 in eine Stellung verschoben, in der der Pumpenanschluss 44 mit dem Arbeitsanschluss 46 unter Abmilderung der Drosselwirkung des Schieberkolbens verbunden wird. Hierzu wird das Betätigungsende des Steuerknüppels 82 niedergedrückt, um das Ende 86a des Waagebalkens 80 anzuheben, während gleichzeitig der Steuerknüppel 81 in seiner Stellung verharrt oder ebenfalls niedergedrückt wird, um auch das Ende 85a des Waagebalkens 80 anzuheben. Die dadurch herbeigeführte Verschiebung des Schieberkolbens 48 führt dazu, dass der hydraulische Steuerquerschnitt zu dem Arbeitsanschluss 46 vergrößert wird und dem Arbeitszylinder 43 die Hydraulikflüssigkeit schließlich ohne Drosselung zugeführt wird. Das Werkzeug 6 dringt somit kraftvoll in das Werkstück 7 ein und durchtrennt dieses. Mittels des nicht gezeigten, unteren Endschalters kann der Antrieb beendet werden.
  • Der Rückhub des Arbeitszylinders 43 erfolgt entweder automatisch aufgrund des unteren Endschalters oder wird durch Betätigen der Steuerknüppel 81, 82 eingeleitet. Durch Anheben der Betätigungsenden dieser Steuerknüppel und Absenken von deren Enden 85 und 86 gelangt der Waagebalken 80 durch Schwerkraft (oder zusätzlich durch Federkraft) in eine Stellung, in der der Balken auf den Abstützstellen 87 und 88 aufruht. Dabei wird der Schieberkolben 48 in seine Stellung zur Verbindung der Pumpenleitung 4 mit der zweiten Arbeitsleitung 47 gebracht, wodurch der Arbeitszylinder 43 den Werkzeugträgerschlitten 3 anhebt, bis dieser den oberen Endschalter 9 betätigt. Die Stellung des Endschalters 9 wird über das Gestänge 90 und den zweiten Balken 91 auf den Schieberkolben 48 übertragen und bewirkt den Stillstand des Arbeitszylinders 43.
  • Die Maschine ist zum Schneiden und Stanzen von Kammerfüllelementen aus Polyurethan-gebundenem Gummigranulat konzipiert worden. Bei diesem besteht das Problem, dass das Material des Kammerfüllelementes die Neigung hat, gegenüber dem Schneiddruck auszuweichen und dabei eine entsprechende Reaktionskraft quer auf das Werkzeug 6 auszuüben. Indem das Werkzeug 6 durch Eingreifen seiner Führungskante 61 in die Führungsnut 54 geführt wird, wird dieser Tendenz entgegen gewirkt und weitgehend senkrechte Schnittflächen am Werkstück 7 erzielt. Auch die fluchtende Anordnung von der Kolbenstange 43a und Arbeitszylinder 43 zu dem Werkzeug 6 ist für die Erzeugung von senkrechten Schnittflächen vorteilhaft.

Claims (15)

  1. Maschine zum Schneiden und Stanzen von Kammerfüllelementen aus Kunststoff-gebundenem Gummigranulat, umfassend ein Fahrgestell (1) zum Verfahren der Maschine an Baustellen; eine Führungssäule, die am Fahrgestell (1) befestigt ist; ein Werkzeugträgerschlitten (3), der entlang der Führungssäule (2) verfahrbar ist; ein Antrieb (4) zum Hin- und Herbewegen des Werkzeugträgerschlittens (3); ein Werkstücktisch (5) zur Auflage des zu bearbeitenden Werkstücks (7) und ein Schneid- oder Stanzwerkzeug (6), das am Werkzeugträgerschlitten (3) austauschbar befestigt ist.
  2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (4) zum Hin- und Herbewegen des Werkzeugträgerschlittens (3) im wesentlichen fluchtend zu dem Schneid- oder Stanzwerkzeug (6) am Werkzeugträgerschlitten (3) angreift.
  3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstücktisch (5) ein sich senkrecht erstreckendes Widerlager (52) für das Werkstück (7) mit Führung (54) für das Werkzeug (6) aufweist.
  4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass am Werkstücktisch (5) ein Spannaufsatz (56) anbringbar ist, der mit dem Widerlager (52) einen Schraubstock zum Einklemmen des Werkstückes (7) bildet.
  5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugträgerschlitten (3) eine Führungsschiene (32) aufweist, die sich quer zur Bewegungsrichtung des Werkzeugträgerschlitten (3) erstreckt und eine Stützplatte (60) aufnimmt, an der das Werkzeug (6) befestigt ist.
  6. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (6) ein fallbeilartiges Schneidmesser umfasst.
  7. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (6) ein Schneidmesser mit gebogenem Blatt umfasst.
  8. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (4) eine Hydropumpe (40), einen hydraulischen Zylinder (43) und eine Steuerventilanordnung (42) umfasst.
  9. Maschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerventilanordnung (42) ein drosselndes Vierwegeventil mit einem Schieberkolben (48) und mit Anschlüssen zu einer Pumpendruckleitung (44), einer Rücklaufleitung (45), einer ersten Arbeitsleitung (46) für Werkzeug abwärts und einer zweiten Arbeitsleitung (47) für Werkzeug aufwärts umfasst.
  10. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieberkolben (48) des Vierwegeventils eine Zwischenstellung aufweist, in der der Werkzeugträgerschlitten (3) mit minimaler Kraft nach abwärts gefahren wird.
  11. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieberkolben (48) des Vierwegeventils eine Extremstellung aufweist, in der der Werkzeugträgerschlitten (3) mit großer Kraft nach abwärts gefahren wird, wobei die Extremstellung nur dadurch herbeigeführt werden kann, dass die Bedienungsperson der Maschine mit beiden Händen gleichzeitig an zwei Steuerelementen (81, 82) der Steuerventilanordnung (42) greift.
  12. Maschine nach Ansprüchen 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerventilanordnung (42) eine Überlagerungsmechanik (8) zugeordnet ist, welche die Stellung des Schieberkolbens (48) des Vierwegeventils bestimmt.
  13. Maschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Überlagerungsmechanik (8) einen ersten und einen zweiten Steuerknüppel (81, 82) aufweist, welche die beiden Steuerelemente der Steuerventilanordnung (42) bilden, und dass die Steuerknüppel (81, 82) die Stellung eines Waagebalkens (80) bestimmen, der mit dem Schieberkolben (48) des Vierwegeventils antriebsmäßig verbunden ist, um dessen Stellung relativ zu den Anschlüssen (44-47) der Steuerventilanordnung zu bestimmen.
  14. Maschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Steuerknüppel (81) für Aufwärtsfahrt und sanfte Abwärtsfahrt des Werkzeugträgerschlittens (3) und der zweite Steuerknüppel (82) für kraftvolle Abwärtsfahrt des Werkzeugträgerschlittens (3) zuständig sind, dass dem Waagebalken (80) wenigstens eine Hebelabstützstelle (88) zugeordnet ist, die bei Außereingriffsstellung des zweiten Steuerknüppels (82) wirksam wird und den Waagebalken (80) durch Betätigen des ersten Steuerknüppels (81) nur so weit anzuheben ermöglicht, dass die sanfte Abwärtsfahrt herbeigeführt wird.
  15. Maschine nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass zur Fahrtbegrenzung des Werkzeugträgerschlittens (3) wenigstens ein Endschalter (9) vorgesehen ist, der die Steuerventilanordnung (42) auf Stillsetzen des Antriebs des Werkzeugträgerschlittens (3) schaltet.
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EP2706144A2 (de) 2012-09-07 2014-03-12 HET Elastomertechnik GmbH Schienenkammerfüllelement

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