-
Die
Neuerung betrifft ein Wasseraufbereitungs-Modul für Regenwasserbehälter von
Regenwassernutzungsanlagen.
-
Regenwassernutzungsanlagen
werden in letzter Zeit aus ökologischen
und ökonomischen Gründen verstärkt eingesetzt,
um das Wasser für
die Gartenbewässerung,
WC-Spülung
sowie für
die Waschmaschine zu benutzen.
-
Zur
Reinigung des Regenwassers werden mechanische Filtersysteme und
zusätzlich
biologische Filtersysteme eingesetzt.
-
Diese
Filter- und Reinigungstechniken bewegen sich mittlerweile auf einem
hohen technischen Standard. Trotzdem lassen sich dadurch viele Bakterien
mit diesen Systemen nicht oder nur ungenügend herausfiltern bzw. eliminieren.
-
Für die WC-Spülung und
Gartenbewässerung
ist diese Wasserqualität
ausreichend. Aus ökonomischen
Gründen
aber ist der Betrieb einer Regenwassernutzungsanlage nur für die WC-Spülung und
Gartenbewässerung
nicht sinnvoll, da die Investitionskosten sehr hoch sind.
-
Aus
diesen vorgenannten Gründen
ist es sinnvoll, noch zusätzlich
Waschmaschinen an das Regenwasser-Leitungsnetz anzuschließen und
des weiteren kostbares und teures Trinkwasser zu sparen.
-
Da
sich wie schon erwähnt
im Regenwasser mannigfaltige Bakterien und Keime befinden, ist der Waschmaschinen-Betrieb
mit Regenwasser hygienisch nicht ungefährlich und deshalb umstritten.
-
Seit
einiger Zeit gibt es für
Regenwasserbehälter
sogenannte Desinfektionsbehälter,
die mit Desinfektionsmitteln wie Chlor, Salze, Desinfektionsmetallen
oder dgl. befüllt
sind. Diese Desinfektionsmittel sind in verschiedenen Formen wie
Kugeln, Tabletten, Tabs usw. erhältlich.
Dadurch werden schädliche
Bakterien und Keime die im Regenwasser enthalten sind, zum großen Teil
abgetötet
und dadurch soll die Wasserqualität erhöht werden.
-
Diese
Desinfektionsbehälter
werden im Regelfall auf den Boden des Regenwasserbehälters gestellt.
Leider hat diese Bodenaufstellung Nachteile, da die Wirksamkeit
der Desinfektionsmittel im unteren Wasserbereich sehr gering ist.
-
Die
beste Wirksamkeit haben diese Desinfektionsmittel, wenn sich der
Desinfektionsbehälter nahe
dem Ansaugfilter befindet. Da der Ansaugfilter mit einer Schwimmkugel
ausgestattet ist, und dieser immer mit dem Wasserspiegel auf- und absteigt, befindet
sich der Ansaugfilter immer direkt unter der Wasseroberfläche und
deshalb die meiste Zeit von dem Desinfektionsbehälter weiter entfernt.
-
Es
ist auch schon bekannt, dass man den Desinfektionsbehälter mit
einer Schwimmkugel oder ähnlichem
versieht, so dass dieser mit dem Wasserspiegel auf- und absteigt
und sich direkt mit der Oberseite an der Wasseroberfläche befindet.
Dadurch schwimmt aber der Desinfektionsbehälter völlig unkontrolliert im Regenwasserbehälter und
schlägt
unter anderem an der Speicher-Wandung an, und beschädigt den
für die
biologische Reinigung erforderlichen Biofilm und sorgt hiermit für eine Verwirblung und
Freisetzung des Biofilms im Speicherwasser. Dadurch wird eine wichtige
biologische Reinigungsstufe im Regenwasser-Speicher negativ beeinflusst bzw.
zerstört.
-
Des
weiteren besteht die Gefahr, dass der frei und unkontrolliert im
Regenwasserbehälter schwimmende
Desinfektionsbehälter
mit dem schwimmenden Ansaugfilter oder mit anderen Bauteilen kollidiert,
sich mit diesen verhakt und so für eine
Funktionsstörungen
am Desinfektionsbehälter und
an den anderen Bauteilen sorgt.
-
Der
Neuerung liegt das Problem zugrunde, ein Wasseraufbereitungs-Modul
für Regenwasserbehälter der
eingangs erwähnten
Art so auszubilden, dass dieses kontrolliert gleitend im Regenwasserbehälter angebracht
ist, und keine Beeinträchtigung bzw.
Fehlfunktionen anderer Bauteile erfolgt.
-
Dieses
Problem wird neuerungsgemäß gelöst, durch
einen mit Desinfektionsmittel gefüllten Behälter. Diese Desinfektionsmittel
können
verschiedenen Formen aufweisen: Kugeln, Tabletten, Tabs, Granulat
usw. und aus Chlor, Salzen, Desinfektionsmetallen oder dgl. bestehen.
-
Dadurch
werden schädliche
Bakterien und Keime die im Regenwasser enthalten sind, zum großen Teil
abgetötet
und die Wasserqualität
erhöht.
-
Der
Desinfektionsbehälter
ist mit ausgebildeten Auslassöffnungen
versehen, damit das Desinfektionsmittel vom Wasser umspült wird
und so die Wirksamkeit der Desinfektion hergestellt wird.
-
An
der Oberseite des Desinfektionsbehälters ist ein Schwimmkörper angeordnet,
der dafür
sorgt, dass der Desinfektionsbehälter
mit dem Wasserspiegel auf- und
absteigt und sich direkt mit der Oberseite an der Wasseroberfläche befindet.
-
Dadurch
befinden sich die Auslassöffnungen des
Desinfektionsbehälters
immer in unmittelbarer Nähe
zur Wasseroberfläche
und zum Schwimmenden Ansaugfilter. Hierdurch ist eine effiziente
Desinfektion gegeben, da der Schwimmende Ansaugfilter das Desinfektionsmittel
aufgrund der Saugkraft der Saugpumpe ansaugt.
-
Der
Desinfektionsbehälter
befindet sich senkrecht gleitend in einem größer ausgebildeten Gleitrohr,
an dem eine Lasche seitlich angeordnet ist. An der Lasche ist ein
Laschenbolzen und weitergehend an diesem eine vertikal drehbare
Verbindungsstrebe angeordnet. Die vertikal drehbare Verbindungsstrebe
führt weitergehend
zu einem Schellenbolzen, der mit einer Schellenlasche verbunden
ist. Diese Schellenlasche ist fest mit einer Befestigungsschelle
verbunden, die ihrerseits fest an dem senkrechten Zulaufrohr des
Regenwasserbehälters
befestigt ist.
-
Dadurch
ist die Verbindungsstrebe sowohl am Gleitrohr, wie auch an der Befestigungsschelle vertikal
drehbar gelagert. Somit kann sich das Gleitrohr mit dem eingeschobenen
Desinfektionsbehälter vom
Behälterboden
bis zum Höchstwasserstand
im Regenwasserbehälter
vertikal bewegen, bzw. mit dem Wasserstand auf- und absteigen.
-
Der
im Gleitrohr eingeschobene Desinfektionsbehälter schwimmt dann dem Wasserspiegel
gemäß vertikal
auf- und ab und bewegt sich immer kontrolliert im Gleitrohr.
-
An
der Unterseite des Desinfektionsbehälters ist außerdem ein
Anschlag angeformt, der im größten Außenmaß bzw. im
Außendurchmesser
größer als
der Innendurchmesser des Gleitrohres ist. Dadurch kann der Desinfektionsbehälter nicht
aus dem Gleitrohr rauschwimmen.
-
Steigt
der Wasserspiegel im Regenwasserbehälter an, schwimmt bzw. steigt
auch demzufolge der Desinfektionsbehälter mit dem angeformten Schwimmkörper mit
dem Wasserstand nach oben bis der Anschlag des Desinfektionsbehälters die
Unterkante des Gleitrohres erreicht hat.
-
Erhöht sich
der Wasserspiegel noch weiter, nimmt der Anschlag des ebenfalls
steigenden Desinfektionsbehälter
das Gleitrohr mit und schiebt es nach oben. Dadurch bewegt sich
bzw. schwenkt sich die drehbare Verbindungsstrebe demzufolge auch nach
oben.
-
Von
Vorteil ist, dass durch die gleitende Anordnung des Desinfektionsbehälters im
Behältergestell
sich dieser dem Wasserspiegel gemäß kontrolliert vertikal auf-
und ab bewegt, seitlich nicht ausbrechen kann, und so nicht an die
Speicher-Wandung, den Ansaugfilter und an anderen Bauteilen anschlagen
kann.
-
Von
besonderen Vorteil ist, dass durch den am Desinfektionsbehälter angeordneten
Schwimmkörper
dieser immer in unmittelbarer Nähe
zur Wasser oberfläche
und zum Schwimmenden Ansaugfilter befindet, so dass hierdurch eine
effiziente Desinfektion erfolgt.
-
Von
weiterem Vorteil ist, dass der Desinfektionsbehälter für Wartungs- und Reinigungsmaßnahmen
leicht aus dem Gleitrohr rauszuziehen ist. Hierbei wird das Gleitrohr
ganz nach oben gezogen und der Desinfektionsbehälter nach unten aus dem Gleitrohr
gedrückt,
so dass sich dann dieser frei schwimmend im Regenwasserbehälter befindet.
Danach kann der Desinfektionsbehälter
mit einem Haken oder dgl. aus dem Regenwasserbehälter gesogen werden.
-
Die
Neuerung lässt
zahlreiche Ausführungsformen
zu. Zu Ihrer weiteren Verdeutlichung ist eine davon schematisch
in den Zeichnungen dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.
-
Der
Desinfektionsbehälter 2 ist
mit ausgebildeten Auslassöffnungen 3 versehen,
und mit Desinfektionsmitteln 1 gefüllt.
-
An
der Oberseite des Desinfektionsbehälters 2 ist ein Schwimmkörper 4 angeordnet,
der dafür sorgt
dass der Desinfektionsbehälter 2 mit
dem Wasserspiegel auf- und absteigt und sich direkt mit der Oberseite
an der Wasseroberfläche
des Regenwasserbehälters 14 befindet.
-
Der
Desinfektionsbehälter 2 befindet
sich senkrecht gleitend in einem großer ausgebildeten Gleitrohr 6,
an dem eine Lasche 7 seitlich angeordnet ist.
-
An
der Lasche 7 ist ein Laschenbolzen 8 und weitergehend
an diesem eine vertikal drehbare Verbindungsstrebe 9 angeordnet.
-
Die
vertikal drehbare Verbindungsstrebe 9 führt weitergehend zu einem Schellenbolzen 11,
der mit einer Schellenlasche 10 verbunden ist. Diese Schellenlasche 10 ist
fest mit einer Befestigungsschelle 12 verbunden, die ihrerseits
an dem senkrechten Zulaufrohr 13 des Regenwasserbehälters 14 befestigt
ist.
-
Dadurch
ist die Verbindungsstrebe 9 sowohl am Gleitrohr 6,
wie auch an der Befestigungsschelle 12 vertikal drehbar
gelagert. Somit kann sich das Gleitrohr 6 vom Behälterboden
bis zum Höchstwasserstand
im Regenwasserbehälter 14 vertikal
bewegen, bzw. mit dem Wasserstand auf- und absteigen.
-
An
der Unterseite des Desinfektionsbehälters 2 ist ein Anschlag 5 angeformt,
der im größten Außenmaß bzw. im
Außendurchmesser
größer als der
Innendurchmesser des Gleitrohres 6 ist. So kann der Desinfektionsbehälter 2 nicht
aus dem Gleitrohr 6 ausrutschen.
-
- 1
- Desinfektionsmittel
- 2
- Desinfektionsbehälter
- 3
- Auslassöffnungen
- 4
- Schwimmkörper
- 5
- Anschlag
- 6
- Gleitrohr
- 7
- Lasche
- 8
- Laschenbolzen
- 9
- Verbindungsstrebe
- 10
- Schellenlasche
- 11
- Schellenbolzen
- 12
- Befestigungsschelle
- 13
- Zulaufrohr
- 14
- Regenwasserbehälter