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DE202006006139U1 - Luftleitungskanal - Google Patents

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DE202006006139U1
DE202006006139U1 DE200620006139 DE202006006139U DE202006006139U1 DE 202006006139 U1 DE202006006139 U1 DE 202006006139U1 DE 200620006139 DE200620006139 DE 200620006139 DE 202006006139 U DE202006006139 U DE 202006006139U DE 202006006139 U1 DE202006006139 U1 DE 202006006139U1
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sheet
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LTA LUFTTECHNISCHE KOMPONENTEN
LTA LUFTTECHNISCHE KOMPONENTEN ZWEIGNIEDERLASSUNG DER BERLINERLUFT TECHNIK GmbH
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Abstract

Luftleitungskanal mit einem in sein Mantelblech (1) eingerasteten Flanschprofil (6), wobei sowohl in das Mantelblech (1) als auch in einen von dem Flanschprofil (6) abstrebenden Blechschenkel (7) rampenartige Rastnute (2, 8) so gleichsinnig und gleichförmig eingewalzt sind, dass sich die Rastnute (2, 8) und die angrenzenden Blechzonen von Mantelblech (1) und Blechschenkel (7) überdecken, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Bereich zwischen den beiden Rastnuten (2, 8) ein plastisches und/oder elastisches Dichtmittel befindet.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Luftleitungskanal mit einem einrastbaren Flanschprofil an mindestens einem Kanalende.
  • Luftleitungskanäle befinden sich in nahezu jedem öffentlichen Gebäude und in zahlreichen Betriebsstätten. Eine wesentliche Funktion eines Luftleitungsnetzes besteht darin, die meist mit hohem Energieaufwand aufbereitete Luft möglichst verlustlos an einen Zielort, also in zu klimatisierenden Räume, zu leiten. Eine andere Aufgabe ist es, Gase aus Räumen sicher abzuführen. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist, dass die Luftleitungsteile eine hohe Dichtigkeit aufweisen. Mit zunehmender Verknappung der Energievorräte und den gestiegenen Anforderungen an den Arbeitsschutz und die Hygiene wird es immer wichtiger, dass keine Luft durch die Verbindungsstellen der Luftleitungskanäle entweicht, was sich auch in den strengeren neuen Normen niederschlägt.
  • Andererseits zwingt der Wettbewerbsdruck zwischen den Herstellern der Luftleitungskanäle dazu, diese Bauteile sehr kostengünstig herzustellen. Dabei kann im Wesentlichen zwischen zwei technologischen Verfahren unterschieden werden:
    • 1. Die Flanschverbindung wird durch Bördelung aus dem Material des Kanalmantels "angefahren".
    • 2. Es wird ein vorgefertigtes Profil am Luftleitungskanal befestigt.
  • Während beim ersteren Verfahren wegen der nicht vorhandenen Nahtstelle zwischen Rahmen und Kanalmantel zwar eine sehr gute Dichtheit erzielbar ist, sind die Kosten für die maschinentechnische Ausrüstung sehr hoch. Zudem ist es nur schwer oder gar nicht möglich, Formteile und Luftleitungskanäle unterschiedlicher Schusslänge mit dem angefahrenen Profil auszustatten.
  • Diesbezüglich flexibler ist das Befestigen eines separaten, vorgefertigten Flanschprofils. Allerdings stellt die zusätzliche Naht zwischen dem Kanalmantel und dem Flanschprofil eine zusätzliche Möglichkeit dar, dass Leckluft entweichen kann. Um die Forderung nach geringen Herstellungskosten zu erfüllen, wird das Flanschprofil üblicherweise punktuell durch Metallknüpfen, Punktschweißen oder Schraubverbindungen am Kanalmantel befestigt. Bei neueren Profilen wird vollständig auf derartige zeit- und energieaufwändige Verbindungsverfahren verzichtet, indem das Flanschprofil mittels formschlüssiger Schnapp- oder Rastverbindungen ( DE 102 37 678 , EP 0634598 A1 , WO 2005/119132 A1) befestigt wird. Obwohl diese Art der Befestigung grundsätzlich im Vergleich zur punktuellen Befestigung einen technologischen Fortschritt darstellt, wird das Problem der Undichtigkeit von formschlüssigen Verbindungen nicht zufrieden stellend gelöst.
  • Es liegt zunächst nahe, die Abdichtung der Nahtstelle mit Dichtpasten oder dergleichen manuell vorzunehmen. Die Verwendung von Dichtmitteln zur Abdichtung von Luftleitungsteilen, z.B. zur Falzabdichtung, ist grundsätzlich bekannt, jedoch ist entscheidend, an welcher Stelle die Abdichtung vorgenommen, welches Dichtmittel Verwendung findet und wie homogen das Einbringen des Dichtmittels erfolgt. Keinesfalls reicht es aus, mittels üblicher pastöser Dichtmittel eine nachträgliche Abdichtung der umlaufenden Naht manuell von außen vorzunehmen. Derartige Abdichtmaßnahmen sehen nicht nur unschön aus, sondern unterliegen subjektiven Qualitätseinflüssen, sind inhomogen und arbeitsaufwändig. Andererseits ist eine automatische Abdichtung am kompletten Bauteil wegen unterschiedlicher Bauteilformen mit einfachen Mitteln nicht möglich.
  • Auch ist es bekannt, Profile mit einem zusätzlichen Dichtmittel zu versehen. Bei dieser Art der Abdichtung befindet sich das Dichtmittel an der s-förmige Verengung des Flanschprofils, also in dem Bereich, an dem die Schnittkante des Kanalmantelblechs in die durch den Flansch gebildete Engstelle eintaucht. Wird nun der Flansch nicht vollständig bis zum Anschlag aufgeschlagen oder treten Toleranzen auf, so kann das Dichtmittel nicht wirksam werden und es treten Leckagen auf ( DD 144 596 A , 4; DE 22 21 312 A , 2).
  • Eine weitere Lösung wird in WO 89/10512 vorgeschlagen. Bei dieser Art der Abdichtung wird im Flanschprofil ein Dichtmittel eingebracht, das etwa mittig im unteren Schenkel des Flanschprofils positioniert ist. Nachteilig für eine ausreichende Dichtwirkung ist jedoch, dass das Flanschprofil im dichtenden Bereich eine andere Kontur besitzt als die Kanalwand. Dies führt dazu, dass beim Aufschlagen des Flanschprofils das Dichtmittel von der Nockenseite der Kanalwand weggeschoben bzw. zerstört werden kann, so dass schließlich keine homogene, durchgängige Dichtnaht zustande kommt.
  • Profile der in WO 2005/119132 A1, 12 und EP 0634598 A1 , 1 und 2 gezeigten Art hingegen besitzen die Besonderheit, dass die in die Rastprofile hineinragenden Randzo nen der Kanalmäntel die gleiche Kontur aufweisen wie die Rastschenkel der Profile. Wird das Rahmenprofil aufgeschlagen, so greifen die sägezahnartigen Profile ineinander und stellen eine mechanisch sichere Schnappverbindung her. Allerdings ist auf diese Weise keine nach heutigen Maßstäben zufrieden stellende Dichtigkeit zwischen dem Flanschprofil und dem Kanalmantel zu erreichen.
  • Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Vorteile einer flexiblen, kostengünstigen Technologie zur Kanalherstellung zu nutzen und gleichzeitig die Ansprüche an eine extrem hohe Dichtheit, wie von angefahrenen Flanschprofilen bekannt, zu erfüllen.
  • Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1, 2, 9 und 11 gelöst, indem für eine Rastverbindung eines Luftkanalflansches mit einem Kanalmantel im Bereich ihrer gleichartig ausgeformten Rastnute eine Dichtung aus einem plastischen und/oder elastischen Material vorgesehen ist. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung geben die abhängigen Ansprüche an.
  • Die Erfindung soll anhand einer Zeichnung näher erläutert werden. Hierin zeigt:
  • 1 ein erstes Ausführungsbeispiel und
  • 2 ein zweites Ausführungsbeispiel.
  • In den Randbereich eines Bleches 1, welches zu einem gasdichten rechteckigen Kanalmantel gebogen und gebördelt wird, wird zuvor eine Rastnut 2 eingewalzt. Die rampenartige Rastnut 2 kommt im Luftleitungskanal nach innen zu liegen und ist so orientiert, dass der ansteigende Teil der Rastnut 2 zum Randbereich hin rampenartig ausgeformt ist. In die Kehle 3 zwischen der etwa 90° steil herausgebogenen Raste 4 und dem Mantelblech 1 wird eine Dichtmasse 5 eingebracht. Das Einbringen der Dichtmasse 5 geschieht vorzugsweise bei der Kanalfertigung nach dem Einwalzen der Rastnut 2 in den Kanalmantel mittels einer pneumatischen Dichtmittelspritzvorrichtung, welche eine Dichtmittelraupe legt.
  • Ein aus Blech gebogenes Flanschprofil 6 für den Luftleitungskanal hat seinerseits einen rechtwinklig zum Mantelblech 1 abstrebenden Blechschenkel 7, in den ebenfalls eine rampenartige Rastnut 8 eingewalzt ist. Diese Rastnut 8 im Blechschekel 7 des Flanschprofils 6 ist gleichartig zu der Rastnut 2 im Mantelblech 2 geformt.
  • Wird das Flanschprofil 6 auf den Kanalmantel aufgeschlagen, so schützt die vordere flache Flanke der Rastnut 2 im Kanalmantel die Dichtmittelraupe 5. Im Moment des Einrastens der Rastnut 8 in die Rastnut 2 treffen beide Bleche 1, 7 aufeinander. Die Dichtmasse 5 wird breit gequetscht und verteilt sich flächig zwischen dem Blechschenkel 7 des Flanschprofils 6 und dem Mantelblech 1 des Kanalmantels.
  • Die Dichtmasse 5 ist in die Kehle 3 des Mantelblechs 1 auf der Seite eingebracht, welche nach der Montage des Flanschprofils 6 der etwa gleichartig geformten Kehle 9 der Rastnut 8 zugewandt ist und bildet mit dieser nach dem Aufschlagen des Flanschprofils 6 eine Materialdoppelung.
  • Die Dichtwirkung einer derartigen homogenen und großflächigen Abdichtmaßnahme ist gegenüber den vorgenannten Lösungen deutlich zuverlässiger. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Dichtmittel 5 unmittelbar vor dem Fügen auf den Kanalmantel in die Kehle 3 aufgetragen werden kann, also nicht Bestandteil des Rastprofils 2, 8 sein muss. Dadurch kann Material eingesetzt werden, das neben einer Dichtfunktion eine zusätzliche Klebefunktion ausübt uns somit nach dem Vernetzen bzw. Aushärten eine zusätzliche Fixierung des Flansches 6 bewirkt. Für diesen Zweck geeignete Materialien besitzen in Bezug auf Hitzebeständigkeit oder Pilz- bzw. Bakterienresistenz bessere Eigenschaften, als Materialien, die für vorgefertigte Profile (z.B. fettähnliche Substanzen) verwendbar sind und zum Zeitpunkt des Einbringens – und naturgemäß darüber hinaus – eine pastöse Konsistenz behalten. Zudem neigen derartige Substanzen zum Fliesen oder Kriechen, was eine nachlassende Dichtwirkung zur Folge hat. Ein entscheidender Vorteil von aushärtenden oder vernetzenden Dichtmassen 5 ist, dass auch bei hohem Betriebsdruck der lufttechnischen Anlage kein Unterwandern oder ein Durchblasen der Dichtmasse 5 zu befürchten ist, zumal die Abdichtung im erfindungsgemäßen Fall flächig erfolgt und somit auch extremer Druckbeanspruchung standhält.
  • Die Flanschprofile 6 nach den 1 und 2 unterscheiden sich darin, dass gemäß 1 der zweite Blechschenkel 10 gleichsinnig zum ersten Blechschenkel 7 abgebogen ist, wodurch nach dem Aufschlagen des Flanschprofils 6 dass Mantelblech 1 beidseitig klemmend umfasst ist. Eine s-förmige Biegezone 11 im Flanschprofil 6 umgreift zusätzlich den äußersten Randbereich des Mantelblechs 1. Hingegen ist gemäß 2 der zweite Blechschenkel 10 des Flanschprofils 6 zum Rand zurück gebogen und umfasst damit klemmend den Randbereich des Mantelblechs 1 bis knapp über die Rastverbindung 2, 8.
  • Es versteht sich, dass prinzipiell die Rastnasen der Rastnuten 2, 8 auch nach außen weisend eingewalzt werden können, ohne die Erfindung zu verlassen.

Claims (12)

  1. Luftleitungskanal mit einem in sein Mantelblech (1) eingerasteten Flanschprofil (6), wobei sowohl in das Mantelblech (1) als auch in einen von dem Flanschprofil (6) abstrebenden Blechschenkel (7) rampenartige Rastnute (2, 8) so gleichsinnig und gleichförmig eingewalzt sind, dass sich die Rastnute (2, 8) und die angrenzenden Blechzonen von Mantelblech (1) und Blechschenkel (7) überdecken, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Bereich zwischen den beiden Rastnuten (2, 8) ein plastisches und/oder elastisches Dichtmittel befindet.
  2. Luftleitungskanal mit einem in sein Mantelblech (1) einrastbaren Flanschprofil (6), wobei vor dem Fügen sowohl in das Mantelblech (1) als auch in einen von dem Flanschprofil (6) abstrebenden Blechschenkel (7) rampenartige Rastnute (2, 8) so gleichsinnig und gleichförmig eingewalzt sind, dass im gefügten Zustand die Rastnute (2, 8) und die angrenzenden Blechzonen von Mantelblech (1) und Blechschenkel (7) sich überdecken, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnut (2) im Mantelblech (1) eine Rastkehle (3) ausbildet, die im ungefügten Zustand von Mantelblech (1) und Flanschprofil (6) mit einer Raupe aus einem plastischen und/oder elastischen Dichtmittel (5) belegt ist.
  3. Luftleitungskanal nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtmittel (5) im aufgeschlagenen Zustand des Flanschprofils (6) eine breitgequetschte Dichtung zwischen dem Mantelblech (1) und dem Flanschprofil (6) ausbildet.
  4. Luftleitungskanal nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtmittel (5) sowohl den Bereich der Rastnuten (2, 8) als auch deren Anschlusszonen ausfüllt.
  5. Luftleitungskanal nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtmittel (5) zugleich Klebereigenschaften aufweist.
  6. Luftleitungskanal nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtmittel (5) aushärtende oder vernetzende Eigenschaften aufweist.
  7. Luftleitungskanal nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnasen der Rastnute (2, 8) in das Kanalinnere weisen.
  8. Luftleitungskanal nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flanschprofil (6) zwei Blechschenkel (7, 10) ausbildet, die das Mantelblech (1) im aufgeschlagenen Zustand federnd einspannen.
  9. Kanalmantel für einen Luftleitkanal mit einer umlaufenden sägezahnartigen Rastnut zum Einrasten in eine gleichartige Rastnut in Rastschenkeln von Flanschprofilen, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnut (2) im Mantelblech (1) des Kanalmantels eine steile, rückwärtige Rastkehle (3) ausbildet, die im ungefügten Zustand von Mantelblech (1) und Flanschprofil (6) mit einer Raupe aus einem plastischen und/oder elastischen Dichtmittel (5) belegt ist.
  10. Kanalmantel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnut (2) mit ihrer Rastnase im gefügten Zustand des Luftleitungskanals im Kanalinneren zu liegen kommt.
  11. Flanschprofil für einen Luftleitkanal mit einer sägezahnartigen Rastnut in einem Rastschenkel zum Einrasten in eine gleichartige Rastnut in einem Kanalmantel, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnut (8) im Rastschenkel (7) des Flanschprofil (6) mit einem plastischen und/oder elastischen Dichtmittel (5) befüllt ist.
  12. Flanschprofil nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnut (2) mit ihrer Rastnase im gefügten Zustand des Luftleitungskanals im Kanalinneren zu liegen kommt.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2251615A1 (de) * 2009-04-27 2010-11-17 TROX GmbH Kanal, Flansch und System bestehend aus einem Kanal und einem Flansch
EP2553348A1 (de) * 2010-04-01 2013-02-06 Sente Makina Insaat Sanayi Ve Ticaret Limited Sirketi Verfahren zur beseitung des überstandes und widerstandes infolge von flanschen auf den innenflächen von luftkanälen
DE102016006325A1 (de) * 2016-05-21 2017-11-23 disepa GmbH Trennwand und Wandpaneel hierfür
EP4390204A1 (de) * 2022-12-20 2024-06-26 Günter Smitka Klimatisierungskanal, profil zur bildung eines profilrahmens und verfahren hierfür

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