DE202006006087U1 - Steckverbinder - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder für Hohlprofile von Abstandshalterrahmen oder Sprossen von Isolierglasscheiben mit den Merkmalen im Oberbegriff des Hauptanspruchs.
- Ein solcher Steckverbinder ist aus der Praxis bekannt. Er hat eine im wesentlichen U-förmige oder kastenförmige Querschnittsform mit mindestens einem Mittelsteg und mehreren Seitenstegen. Der Steckverbinder hat ferner mehrere Rückhalteelemente, die üblicherweise als seitlich am Seitenstegrand ausgestellte Kiemen oder Federnasen ausgebildet sein. Ein solcher Steckverbinder ist hinsichtlich der Toleranzaufnahme in Seitenrichtung und Höhenrichtung noch nicht optimal.
- Die
DE 20 2004 004 933 U1 zeigt einen geraden und im Querschnitt U-förmigen Steckverbinder der eingangs genannten Art mit mehreren seitlich am Seitenstegrand ausgestellten Kiemen oder Federnasen zur Bildung von Rückhalteelementen. Die Wandung der Seitenstege ist steif ausgebildet. Im Mittelbereich des Steckverbinders schließen sich an die Seitenstegwandung schräg nach innen gerichtete Randleisten an, die gegenüber der Verbindermitte und einem dortigen Mittenanschlag beidseits unter Bildung einer Ausnehmung distanziert sind. Die dortigen Randkanten der Randleisten dienen als Biegekante und Anschlag für eine Wandverformung des Dach- und Seitenwandbereichs der beidseitig aufgesteckten Hohlprofile an der Verbindungsstelle. Hierfür sind die Randleisten entsprechend biegesteif ausgebildet und stützen sich an der starren Seitenstegwandung ab. - Die
DE 20 2005 004 601 U1 zeigt einen anderen geraden und im Querschnitt U-förmigen Steckverbinder, bei dem an den freien Rändern der steifen Seitenstegwandung mehrere bogenförmige, vorstehende und elastische Rückhalteelemente angeordnet sind. - Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen besseren Steckverbinder aufzuzeigen.
- Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen im Hauptanspruch.
- Die zumindest bereichsweise Ausbildung der Seitenstegwandung als Federelement hat den Vorteil, dass sich eine größere und bessere Federwirkung als bei den bisher benutzten kleinen Kiemen oder Federnasen ergibt. Bei der Erfindung bildet die Wandung selbst das Federelement. Hierdurch kann der Steckverbinder noch besser Hohlprofiltoleranzen in Seitenrichtung und Höhenrichtung aufnehmen.
- Besonders günstig ist die Ausbildung der Federelemente als zumindest bereichsweise freigestellte Federbrücken. Durch die Freistellung können die Federbrücken unabhängig voneinander sich elastisch verformen und Toleranzen aufnehmen. Die Freistellung erfolgt durch im wesentlichen aufrechte, seitliche Freischnitte an den Brückenrändern, wobei die Freischnitte unterschiedliche Längen haben können, was zu unterschiedlichen Federeigenschaften und insbesondere Federsteifigkeiten der verschiedenen Federbrücken führt. Für ein erleichtertes Einführen des Steckverbinders in die Hohlprofile können die an den Stirnseiten gelegenen Federbrücken weicher federn als die zur Mitte hin nachfolgenden Federbrücken.
- Die Seitenstegwandung kann im wesentlichen eben oder gerade sein, wobei die Federelemente oder Federbrücken vor allem in Querrichtung oder Seitenrichtung federn können.
- Zur Verbesserung der Höhentoleranzaufnahme ist es günstig, den Seitenstegen eine mehrfach abgewinkelte Form zu geben, wobei die Federbrücken eine L-Form erhalten. Je nach Tiefe der Freischnitte, die bis weit in den Bereich der liegenden Brückenwand reichen können, lässt sich eine Elastizität der abgewinkelten Federbrücke auch in der Höhe oder Vertikalen erreichen. Die aufrechte Brückenwand kann sich im wesentlichen vertikal erstrecken. Sie kann alternativ schräg nach außen gestellt sein, um eine federnde Vorspannung zu erzeugen.
- An den freien Rändern der Federbrücken können verschiedene Rückhalteelemente angeordnet sein, die z.B. als Sägezähne, schräg ausgestellte Kiemen oder dergl. ausgebildet sind. An den liegenden Brückenwandbereichen können zusätzliche Maßnahmen für den Höhenausgleich ergriffen werden, z.B. durch warzenartige Vorsprünge.
- Die L-Form der Federbrücken kann variieren. Insbesondere kann der Rücksprung oder Versatz der aufrechten Brückenwände unterschiedlich sein. Die aufrechten Brückenwände können hierbei parallel oder schräg zur Verbinderlängsachse ausgerichtet sein, wobei auch Mischanordnungen möglich sind. Hierdurch können unterschiedliche Versatzformen oder Versatzlinien mit einem treppenartigen oder bogenförmigen Verlauf gebildet werden.
- Die Versätze können unterschiedliche Auswirkungen haben. Zum einen ergibt sich für die Rückhalteelemente an den Federbrücken ein seitlicher Bahnversatz, wodurch die Rückhaltewirkung verbessert und erhöht wird. Die Rückhalteelemente laufen beim Einschieben des Steckverbinders in die Hohlprofile in verschiedenen Spuren. Außerdem kann über variierende Versätze die Stärke der Rückhaltewirkung verändert werden, was sich auch mit einer Veränderung der Federsteifigkeit der Federbrücken kombinieren lässt. Hierdurch lässt sich der Widerstand beim Einschieben des Steckverbinders in die Hohlprofile in Abhängigkeit von Eintauchtiefe verändern. Bei variablen Versätzen, die vorzugweise zu den Stirnseiten des Verbinders hinzunehmen, kann außerdem erreicht werden, dass die der Stirnseite benachbarten aufrechten Brückenwände einen seitlichen Abstand zu den Seitenwänden des Hohlprofils haben, wobei sich der Abstand zur Mitte hin verringert, so dass erst die im Mittelbereich befindlichen Federbrücken mit ihren aufrechten Brückenwänden in Anlagekontakt mit den Profilseitenwänden kommen und eine zusätzliche seitliche Rückhaltekraft entwickeln.
- In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.
- Die Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise und schematisch dargestellt. Im einzelnen zeigen:
-
1 bis5 : eine erste Variante eines Steckverbinders mit Federbrücken in verschiedenen Ansichten, -
6 bis9 : eine zweite Variante des Steckverbinders in verschiedenen Ansichten und -
10 bis14 : eine dritte Variante des Steckverbinders in verschiedenen Ansichten. - Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder (
1 ) für Hohlprofile (2 ) von Abstandshalterrahmen, Sprossen oder dergl.. Der Steckverbinder (1 ) ist in seiner Querschnittsform an die Querschnittsgestalt der Hohlprofile (2 ) angepasst und hat z.B. einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt, der von einem Mittelsteg (5 ) und zwei Seitenstegen (6 ) gebildet wird. Alternativ kann der Steckverbinder (1 ) eine kastenartige Querschnittsform aufweisen. Der Mittelsteg (5 ) kann schlitzartige oder andere Öffnungen (26 ) für Klammern oder dgl. aufweisen. An den Stirnseiten (25 ) kann der Steckverbinder (1 ) offen sein und einen Durchfluss von Trocknungsmittel im Abstandshalterrahmen gestatten. Alternativ können die Stirnseiten (25 ) für einen Granulatstopp geschlossen sein. - In den gezeigten und bevorzugten Ausführungsbeispielen hat der Steckverbinder (
1 ) eine hammerkopfartige Querschnittsform mit abgewinkelten Seitenwänden (6 ), die der Hammerkopf-Querschnittsform der Hohlprofile (2 ) entspricht. Alternativ können die Abwinklungen der Seitenstege (6 ) stärker verrundet sein, so dass sich eine geschwungene Ω-ähnliche Querschnittsform ergibt. -
4 zeigt diese Gestaltung in einem Querschnitt. Der Seitensteg (6 ) ist zweimal um ca. 90° abgewinkelt, wodurch im unteren Stegwandbereich eine seitliche und nach außen gerichtete Ausbauchung (15 ) gebildet wird. Oberhalb der Ausbauchung (15 ) springt der Seitensteg (6 ) wieder zur Verbinderinnenseite zurück und ragt nach einer weiteren Biegung im wesentlichen aufrecht nach oben. Der obere Rand oder freie Rand (19 ) der Seitenstege (6 ) ist gegen den Dachbereich (3 ) des Hohlprofils (2 ) gerichtet und tritt mit diesem in Kontakt. Der freie Rand (19 ) kann hierbei insbesondere in die randseitige Übergangsstelle zwischen dem horizontalen Dachbereich (3 ) und die anschließende Seitenwandung des Hohlprofils (2 ) gerichtet sein und dort auch mit der Seitenwandung in Kontakt treten. Der Mittelsteg (5 ) liegt am Bodenbereich (4 ) des Hohlprofils (2 ) auf. Die Ausbauchung (15 ) ist formschlüssig in eine Ausnehmung der in diesem Bereich abgewinkelten Seitenwand des Hohlprofils (2 ) eingepasst und mit Formschluss geführt. Im Bereich der Ausbauchung (15 ) kann der Seitensteg (6 ) im wesentlichen gerade und ebene Wandabschnitte aufweisen. - Der Steckverbinder (
1 ) kann aus einem beliebig geeigneten Material bestehen. In der gezeigten Ausführungsform besteht er aus Metall, insbesondere einem Stahlblech und ist als Stanz- und Biegeteil ausgebildet. Alternativ kann er aus Kunststoff bestehen und ein Spritzteil oder Gussteil sein. Auch die Ausgestaltung als Gussteil aus Metall, z.B. Leichtmetall, ist möglich. Zudem kann der Steckverbinder (1 ) aus Verbundmaterialien bestehen. - Die Wandung der Seitenstege (
6 ) ist zumindest bereichsweise als Federelement (10 ) ausgebildet. In den gezeigten Ausführungsformen sind die Federelemente (10 ) als zumindest bereichsweise freigestellte Federbrücken (11 ) in der Seitenstegwandung ausgebildet. Die Federbrücken (11 ) werden hierbei durch im wesentlichen aufrechte, beidseitige seitliche Freischnitte (16 ,17 ,18 ) zinnenartig freigestellt und in Verbinderlängsrichtung (24 ) voneinander distanziert. Die Einschnitte oder Freischnitte (16 ,17 ,18 ) reichen vom freien Rand (19 ) der Seitenstegwandung bis in den Fußbereich (20 ) der aufrechten Brückenwand (13 ). Die vorzugsweise parallelen Freischnitte (16 ,17 ,18 ) sind als schmale und im wesentlichen gerade Schlitze oder Ausnehmungen ausgebildet. Die Schlitzweite ist wesentlich kleiner als die Breite der zwischen den Freischnitten (16 ,17 ,18 ) gebildeten Federelemente (10 ) oder Federbrücken (11 ). - In der einfachsten und nicht dargestellten Ausführungsform kann der Steckverbinder (
1 ) im wesentlichen gerade oder ebene Seitenstege (6 ) aufweisen. In diesem Fall bildet die Stegwandung die aufrechte Brückenwand (13 ), wobei die Freischnitte (16 ,17 ,18 ) bis in den am Übergang zwischen dem Mittelsteg (5 ) und dem Seitensteg (6 ) gebildeten Fußbereich reichen. Zwischen den Freischnittenden wird hierdurch eine längs der Verbinderachse (24 ) verlaufende Biegelinie gebildet, um welche die freigeschnittenen Wandbereiche und Federelemente federnd mit seitlicher Auslenkung schwenken können. - In den gezeigten Ausführungsformen haben die Federbrücken (
11 ) im Querschnitt im wesentlichen eine abgewinkelte L-Form mit einer liegenden Brückenwand (12 ) und einer aufrechten Brückenwand (13 ). Die aufrechte Brückenwand (13 ) kann im wesentlichen vertikal bzw. senkrecht zum Mittelsteg (5 ) ausgerichtet sein. Sie kann alternativ schräg nach außen gekippt und ausgerichtet sein.13 zeigt dies besonders stark. Die liegende Brückenwand (12 ) ist im wesentlichen parallel zum Mittelsteg (5 ) ausgerichtet. - In den verschiedenen Ausführungsbeispielen der L-förmigen Federbrücken (
11 ) reichen die Freischnitte (16 ,17 ,18 ) zumindest bis an die Übergangsstelle (21 ) oder Biegung, wo die liegende Brückenwand (12 ) in die aufrechte stehende Brückenwand (13 ) übergeht. Die Freischnitte (16 ,17 ,18 ) können auch eine größere Länge haben und über die Übergangsstelle (21 ) hinaus bis in die liegende Brückenwand (12 ) reichen. Im Extremfall reichen die Einschnitte (16 ,17 ,18 ) bis zur Außenseite (30 ) der Ausbauchung (15 ) bzw. des Seitenstegs (6 ). - Die Länge der Freischnitte (
16 ,17 ,18 ) bestimmt die Federeigenschaften der Federbrücke (11 ). Bei einem bis zur Übergangsstelle (21 ) reichenden Freischnitt (16 ,17 ,18 ) federt im wesentlichen nur die aufrechte Stegwand (13 ) mit einer seitlichen Bewegungskomponente. Wenn die Freischnitte (16 ,17 ,18 ) bis in die liegende Seitenwand (12 ) und im Extremfall bis zur Außenseite (30 ) reichen, federt auch die liegende Seitenwand (12 ) und kann Höhentoleranzen der Hohlprofile (2 ) aufnehmen. - Die aufrechten Brückenwände (
13 ) haben vorzugsweise eine ebene Form. Sie können alternativ gewölbt sein. An ihrem oberen oder freien Rand (19 ) weisen sie ein oder mehrere Rückhalteelemente (9 ) auf. Diese können z.B. die Form von Zähnen, insbesondere von Sägezähnen haben, die zur Verbindermitte hin steiler und zu den Stirnseiten (25 ) flacher abfallen und die durch diese Formgebung einen besonders guten Rückhalt im Hohlprofil (2 ) bilden. Die Zähne ragen in Verlängerung der aufrechten Brückenwand (13 ) im wesentlichen nach oben. Sie können hierbei seitlich versetzt oder verschränkt sein. Außerdem können ein oder mehrere Rückhalteelemente (9 ) oder Zähne in derart von Kiemen schräg nach außen gebogen sein, um mit der Seitenwand der Hohlprofile (2 ) in Klemmverbindung zu treten. Diese Kiemen sind vorzugsweise an den zur Verbindermitte weisenden Rändern oder Ecken der aufrechten Brückenwände (13 ) angeordnet. - Der Steckverbinder (
1 ) kann ein oder mehrere Mittenanschläge (7 ) aufweisen, die in beliebiger Weise ausgebildet sein können.2 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform als Vergrößerung des Ausschnitts II von1 . Der Mittenanschlag (7 ) ist hier im Federbrückenbereich angeordnet und wird von den beidseits der Mittellinie angeordneten aufrechten Brückenwänden (13 ) gebildet. Hier können Federnasen freigeschnitten und ausgestellt sein. In der gezeigten Ausführungsform sind kalottenartige Ausprägungen (8 ) vorhanden, die nach außen gewölbt sind und eine Keilform haben können, wobei die Prägehöhe zur Mittellinie hin ansteigt. Die Ausprägungen (8 ) sind beidseits und paarweise gegenüberliegend angeordnet. Alternativ ist ein diagonaler Versatz möglich. Beim Aufschieben eines Hohlprofils (2 ) gleitet dessen Seitenwand auf der Ausprägung (8 ) auf, wodurch die aufrechte Stegwand (13 ) federnd zur Verbinderinnenseite gedrückt wird. An der jenseits der Mitte gegenüberliegenden Ausprägung (8 ) schlägt das Hohlprofil an. Durch die seitliche Verformung der aufrechten Brückenwand (13 ) wird auch das dortige Rückhalteelement (9 ) seitlich versetzt und gräbt sich an einer anderen Stelle im Dach- und Seitenwandbereich des Hohlprofils (2 ) als die anderen Rückhalteelemente (9 ) ein. Dieser Wandbereich ist noch nicht verformt, so dass ein besonders guter Rückhalt und ein fester Sitz des Steckverbinders (1 ) im Hohlprofil (2 ) gegeben wird. - Der Steckverbinder (
1 ) kann weitere Rückhalteelemente oder auch Toleranzausgleichselemente aufweisen. Hierzu können z.B. an den liegenden Seitenwänden (12 ) Elemente zum Höhenausgleich (22 ) angeordnet sein, die z.B. als hochstehende Noppen, Warzen oder dergl. ausgebildet sind. - Für die Anordnung der aufrechten Brückenwände (
13 ) gibt es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, die in den Varianten von1 bis5 ,6 bis9 und10 bis14 dargestellt sind. - In der Ausführungsform von
1 bis5 sind die ebenen und plattenförmigen aufrechten Brückenwände (13 ) allesamt parallel zur Längsachse (24 ) des Steckverbinders (1 ) ausgerichtet und dabei in einer Linie hintereinander angeordnet. Die aufrechten Brückenwände (13 ) können untereinander die gleiche Länge in Richtung der Achse (24 ) haben. Die Längen können alternativ unterschiedlich sein, wobei z.B. die Länge von der querlaufenden Mittellinie zu den Stirnseiten (25 ) hin abnimmt. - Die Form der Freischnitte kann gleich oder unterschiedlich sein. In der Variante von
1 bis5 ist die Einschnitttiefe der Freischnitte (16 ,17 ,18 ) in den liegenden Brückenwänden (12 ) unterschiedlich groß. Die Freischnitte (16 ) an der Mittellinie und der nächstfolgenden Freischnitte (16 ) sind z.B. gleich groß. Die folgenden Freischnitte (17 ) haben eine größere Einschnitttiefe. Bei den letzten Einschnitten (18 ) ist die Einschnitttiefe noch größer und reicht bis fast zur Außenseite (30 ). Durch die unterschiedlichen Einschnitttiefen haben die hiervon begrenzten Federbrücken (11 ) ein unterschiedliches Federverhalten. Die Federsteifigkeit der Federbrücken (11 ), insbesondere in der Höhenrichtung, nimmt von den Stirnseiten (25 ) zur Verbindermitte hin zu. Beim Aufschieben kommt das Hohlprofil (2 ) anfänglich mit den biegeweicheren Federbrücken (11 ) in Kontakt und findet einen relativ niedrigen Widerstand. Mit zunehmender Einschubtiefe werden die Federbrücken (11 ) biegehärter und der Widerstand wächst. - Wie
4 verdeutlicht, sind die aufrechten Brückenwände (13 ) schräg nach außen gestellt und werden beim Aufschieben des Hohlprofils (2 ) federnd nach innen gedrückt. Hierdurch entsteht eine Vorspannung, die den Eingriff der Rückhalteelemente (9 ) am Hohlprofil (2 ) unterstützt und sichert. Außerdem wird hierdurch die durch den Abstand (27 ) verkörperte Toleranzaufnahme verbessert. -
6 bis9 zeigen eine weitere Variante in der Ausgestaltung und Anordnung der Federbrücken (11 ). In diesem Fall haben die aufrechten Brückenwände (13 ) einen unterschiedlichen Rücksprung oder Versatz (14 ) gegenüber der Außenseite (30 ). Hierdurch ergibt sich der in7 dargestellte treppenartige Versatz (28 ), bei dem der Rücksprung (14 ) von den Stirnseiten (25 ) zur Mitte hin stufenweise abnimmt. Desgleichen nehmen auch die Einschnitttiefen der Freischnitte (16 ,17 ,18 ) von den Stirnseiten (25 ) zur Mitte hin ab. Durch den gegenseitigen Versatz der aufrechten Brückenwände (13 ) ergibt sich für deren Rückhalteelemente (9 ) der in7 dargestellte Bahnversatz (23 ). Dies hat zur Folge, dass die Rückhalteelemente (9 ) an verschiedenen Stellen im Dachbereich (3 ) der Hohlprofile (2 ) angreifen, wodurch der Rückhalt verbessert wird. Wenn Rückhalteelemente (9 ) in einer gemeinsamen Spur längs der Einschubrichtung hintereinander angeordnet sind, kommen nur die am weitesten vorstehenden Rückhalteelemente (9 ) zum Eingriff, während die anderen, kürzeren Rückhalteelemente in der Wirkung geschwächt werden. In8 sind die Rückhalteelemente (9 ) aus Übersichtsgründen verkürzt dargestellt. In9 ist die bevorstehende Anschlagsituation des Hohlprofils (2 ) am Mittenanschlag (7 ) dargestellt. - In der dritten Variante von
10 bis14 sind die im mittleren Bereich des Steckverbinders (1 ) angeordneten aufrechten Brückenwände (13 ) parallel zur Längsachse (24 ) ausgerichtet und haben eine größere Länge als die andere aufrechten Brückenwände (13 ). Außerdem ist hier der Versatz (14 ) am kleinsten. Hierdurch haben die der Verbindermitte benachbarten Federbrücken (11 ) die höchste Federsteifigkeit und entwickeln mit ihren Rückhalteelementen (9 ) die stärkste Rückhaltekraft. - Die zur Stirnseite (
25 ) hin nächstfolgenden aufrechten Brückenwände (13 ) haben einen zunehmenden Versatz (14 ) gegenüber der Außenseite (30 ) und sind außerdem schräg zur Längsachse (24 ) ausgerichtet. Die aufeinander folgenden Brückenwände (13 ) bilden hierbei einen bogenförmigen Versatz (29 ). Die Bogenlinien konvergieren zu den Stirnseiten (25 ) hin. - Hierbei können auch die Einschnitttiefen der Freischnitte (
16 ,17 ,18 ) variieren und insbesondere zu den Stirnseiten (25 ) hin zunehmen.10 zeigt einen Steckverbinder (1 ) in Seitenansicht. Hier ist die zinnenartige Freistellung der Federbrücken (11 ) über die Freischnitte (16 ,17 ,18 ) dargestellt. - Auch bei einem bogenförmigen Versatz (
29 ) der aufrechten Brückenwände (13 ) ergibt sich ein seitlicher Bahnversatz (23 ) ihrer Rückhalteelemente (9 ).12 verdeutlicht diese Anordnung. Durch die Schrägstellung der Brückenwände (13 ) kann der Bahnversatz (23 ) gegenüber den anderen Ausführungsbeispielen vergrößert werden. Die Rückhalteelemente (9 ) wirken außerdem schräg zur Einsteckrichtung der Hohlprofile (2 ). - Abwandlungen der gezeigten Ausführungsformen sind in verschiedener Weise möglich. Dies betrifft die Gestaltung der Federbrücken (
11 ) und ihrer Freischnitte (16 ,17 ,18 ) sowie die Querschnittsform des Steckverbinders (1 ), die sich nach der Hohlprofilform richtet. -
- 1
- Steckverbinder
- 2
- Hohlprofil
- 3
- Dachbereich
- 4
- Bodenbereich
- 5
- Mittelsteg
- 6
- Seitensteg
- 7
- Mittenanschlag
- 8
- Ausprägung
- 9
- Rückhalteelement, Federnase
- 10
- Federelement
- 11
- Federbrücke
- 12
- liegende Brückenwand
- 13
- aufrechte Brückenwand
- 14
- Rücksprung, Versatz
- 15
- Ausbauchung
- 16
- Einschnitt, Freischnitt
- 17
- Einschnitt, Freischnitt
- 18
- Einschnitt, Freischnitt
- 19
- freier Rand
- 20
- Fußbereich
- 21
- Übergang, Übergangsstelle
- 22
- Höhenausgleich
- 23
- Bahnversatz
- 24
- Längsachse
- 25
- Stirnseite
- 26
- Öffnung
- 27
- Toleranzaufnahme
- 28
- treppenartige Versatz
- 29
- bogenförmiger Versatz
- 30
- Außenseite
Claims (28)
- Steckverbinder für Hohlprofile von Abstandshalterrahmen, Sprossen oder dgl. von Isolierglasscheiben, wobei der Steckverbinder (
1 ) mindestens einen Mittelsteg (5 ) und mehrere Seitenstege (6 ) sowie mehrere Rückhalteelemente (9 ) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung des Seitenstegs (6 ) zumindest bereichsweise als Federelement (10 ) ausgebildet ist. - Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung des Seitenstegs (
6 ) zumindest bereichsweise als freigestellte Federbrücke (11 ) ausgebildet ist. - Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Federbrücken (
11 ) durch im wesentlichen aufrechte, seitliche Freischnitte (16 ,17 ,18 ) freigestellt sind. - Steckverbinder nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Freischnitte (
16 ,17 ,18 ) vom freien Rand (19 ) bis in den Fußbereich (20 ) der aufrechten Brückenwand (13 ) reichen. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung des Seitenstegs (
6 ) eine mehrfach abgewinkelte Form aufweist. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung des Seitenstegs (
6 ) eine seitliche und nach außen gerichtete Ausbauchung (15 ) aufweist. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (
1 ) eine abgewinkelte hammerkopfartige Querschnittsform oder eine geschwungene Ω-ähnliche Querschnittsform aufweist. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federbrücke (
11 ) im wesentlichen eine abgewinkelte L-Form mit einer liegenden Brückenwand (12 ) und einer aufrechten Brückenwand (13 ) aufweist. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die aufrechte Brückenwand (
13 ) schräg nach außen ausgerichtet ist. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die aufrechte Brückenwand (
13 ) zur Außenseite (30 ) des Steckverbinders (1 ) versetzt angeordnet ist. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die aufrechten Brückenwände (
13 ) einen unterschiedlichen Versatz (14 ) aufweisen. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die aufrechten Brückenwände (
13 ) im wesentlichen parallel zur Längsachse (24 ) des Steckverbinders (1 ) angeordnet sind. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die parallelen aufrechten Brückenwände (
13 ) in einem treppenartigen Versatz (28 ) angeordnet sind. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die aufrechten Brückenwände (
13 ) schräg zur Längsachse (24 ) des Steckverbinders (1 ) ausgerichtet sind. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die schräg ausgerichteten aufrechten Brückenwände (
13 ) unter Bildung eines bogenförmigen Versatzes (29 ) aneinander anschließen. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Versatz (
14 ) der aufrechten Brückenwände (13 ) von der Mitte zu den Stirnseiten (25 ) des Steckverbinders (1 ) hin zunimmt. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (
1 ) parallel und schräg ausgerichtete aufrechte Brückenwände (13 ) aufweist. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Freischnitte (
16 ,17 ,18 ) bis zum Übergang (21 ) zwischen den Brückenwänden (12 ,13 ) reichen. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Freischnitte (
16 ,17 ,18 ) über den Übergang (21 ) bis in die liegende Brückenwand (12 ) reichen. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Freischnitte (
16 ,17 ,18 ) am Steckverbinder (1 ) unterschiedliche Längen aufweisen. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federbrücken (
11 ) unterschiedliche Federsteifigkeiten aufweisen. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Federsteifigkeit der Federbrücken (
11 ) von den Stirnseiten (25 ) zur Mitte des Steckverbinders (1 ) hin zunimmt. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der liegenden Brückenwand (
12 ) ein vorzugsweise warzenartiger Höhenausgleich (22 ) angeordnet ist. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den aufrechten Brückenwänden (
13 ) ein oder mehrere Rückhalteelemente (9 ) angeordnet sind. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am freie Rand der aufrechten Brückenwände (
13 ) zahnartige, insbesondere sägezahnartige Rückhalteelemente (9 ) angeordnet sind. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhalteelemente (
9 ) einen seitlichen Bahnversatz (23 ) aufweisen. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckverbinder (
1 ) mindestens einen Mittenanschlag (7 ) im Federbrückenbereich aufweist. - Steckverbinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittenanschlag (
7 ) eine Ausprägung (8 ) aufweist.
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