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Die
Erfindung betrifft eine Tragvorrichtung für Wandverkleidungen, mit mindestens
einem Wandhalter, der mit einer Grundplatte an einer Wand befestigbar
ist und zwei voneinander beabstandete, von der Grundplatte abragende
Schenkel aufweist, wobei in den Schenkeln Ausnehmungen vorgesehen
sind, in denen Einsätze
angeordnet sind, wobei in den Einsätzen Aussparungen ausgebildet
sind, in denen Zapfen eines zwischen den Schenkeln angeordneten,
plattenartigen Schwerts verschiebbar gelagert sind.
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Eine
solche Tragvorrichtung ist aus der DE 20 2005 005 779 U1 bekannt.
Diese Tragvorrichtung ermöglicht
eine zuverlässige
Befestigung von Wandverkleidungselementen. Die bekannten Tragvorrichtungen
werden mit den Grundplatten der Wandhalter an einer Wand befestigt.
Die an dem Wandhalter gelagerten Schwerter stehen in etwa rechtwinklig
von der Wand beziehungsweise der Grundplatte des Wandhalters ab.
Die freien Enden der Schwerter werden mit Längsschienen verbunden. An den
Längsschienen
wiederum können
Platten einer Wandverkleidung befestigt werden.
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Wandverkleidungen
können,
insbesondere bei Einsatz an Außenfassaden
eines Gebäudes,
großen
Temperaturschwankungen ausgesetzt sein. Je nach Material der Platten
und/oder der Längsschienen
treten dabei zum Teil erhebliche Längenänderungen auf. Daher sind zueinander
benachbarte Platten einer Wandverkleidung auch nicht auf Stoß montiert,
sondern weisen zwischen sich eine Fuge auf. Aus optischen Gründen ist
es erwünscht,
dass diese Fuge entlang mehrerer zueinander benachbarter Plattenpaare
ein möglichst
gleichmäßiges Fugenmaß aufweist.
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Die
bekannten Tragvorrichtungen sind so ausgebildet, dass das Schwert
einer Tragvorrichtung relativ zu den Wandhaltern dieser Tragvorrichtung verschieblich
angeordnet ist. Dies ermöglicht
es, dass die beschriebenen Längenänderung
der Wandplatten beziehungsweise der Längsschienen einer Wandverkleidung
kompensiert werden können.
Dabei können
laute Setzgeräusche,
die bei anderen Tragvorrichtungen auftreten können, vermieden werden.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Tragvorrichtung
der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass die Montage
einer Wandverkleidung dahingehend erleichtert wird, dass ein gleichmäßiges Fugenmaß erzielt
werden kann.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass das Schwert entlang des Verschiebewegs in mindestens einer
Referenzlage relativ zu dem Wandhalter lösbar verrastbar ist.
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Die
Referenzlage ermöglicht
es, das Schwert einer Tragvorrichtung in einer bestimmten Lage relativ
zu dem Wandhalter zu positionieren. Mit Hilfe der Referenzlage des
Schwerts bestimmt sich auch der Befestigungspunkt einer Längsschiene
und einer an der Längsschiene
befestigbaren Platte der Wandverkleidung.
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Das
Schwert ist dabei in seiner Referenzlage relativ zu dem Wandhalter
nicht dauerhaft fixiert, sondern lösbar verrastbar. Auf diese
Weise kann die Referenzlage entlang des Verschiebewegs in einfacher Weise
durch Verschieben des Schwerts relativ zu dem Wandhalter eingenommen
werden. Die Lösbarkeit
der Verrastung wiederum ermöglicht
es, dass das Schwert sich bei einer Längenausdehnung einer Längsschiene und/oder
einer Platte der Wandverkleidungen mit bewegen kann, so dass laute
Setzgeräusche
vermieden werden können.
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Eine
Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Referenzlage zwischen
den die Grenzen des Verschiebewegs bildenden Grenzlagen liegt. Auf diese
Weise ist es möglich,
dass ausgehend aus der Referenzlage sich das Schwert in Gebrauchslage
in zueinander entgegengesetzte Richtungen verschieben kann. Somit
kann sowohl für
sehr niedrige Temperaturen als auch für sehr hohe Temperaturen sichergestellt
werden, dass ein Schwert relativ zu dem Wandhalter verschieblich
ist, so dass im gesamten Temperaturbereich gewährleistet ist, dass die Wandverkleidung
in sich spannungsfrei ist.
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Die
Tragvorrichtungen können
so angeordnet sein, dass der Verschiebeweg vertikal oder horizontal
verläuft.
Vertikale Verschiebewege sind durch eine obere Grenzlage und eine
untere Grenzlage begrenzt. Horizontale Verschiebewege sind durch
seitliche Grenzlagen begrenzt. Im Folgenden werden Weiterbildungen
für Grenzlagen
beschrieben, deren erste Grenzlage einer oberen Grenzlage oder einer ersten
seitlichen Grenzlage entspricht. In entsprechender Weise entspricht
die zweite Grenzlage einer unteren Grenzlage oder einer zweiten
seitlichen Grenzlage.
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Nach
einer Weiterbildung der Erfindung ist die in Gebrauchslage der Tragvorrichtung
erste Grenzlage durch den Kontakt eines an dem Schwert angeordneten
Anschlagelements mit dem Wandhalter bestimmt. Somit kann bspw. in
einfacher Weise ein vertikaler Verschiebeweg des Schwerts relativ
zu dem Wandhalter nach oben hin begrenzt werden. Da das Schwert
und der Wandhalter üblicherweise
aus metallischen Materialien gebildet sind, kann eine stabile Anordnung
geschaffen werden. Für
vertikale Verschiebewege ist das Anschlagelement vorzugsweise an
dem in Gebrauchslage der Tragvorrichtung oberen Zapfen des Schwerts
angeordnet, der in der ersten, oberen Grenzlage des Schwerts in
Kontakt mit dem oberen Schenkel des Wandhalters steht. Dies ermöglicht eine
kompakte und preisgünstige
Konstruktion.
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Die
in Gebrauchslage untere Grenzlage eines vertikalen Verschiebewegs
des Schwerts kann sich in bekannter Weise durch Auflage eines Schwertabschnitts
ergeben. Wenn sich das Schwert einer Tragvorrichtung in einer solchen
Grenzlage befindet, kann die Tragvorrichtung in diesem Bereich eine Festlagerung
bilden. Wenn eine solche Tragvorrichtung mit weiteren Wandverkleidungselementen,
beispielsweise Längsschienen
und/oder Platten verbunden ist, können sich diese in ihrer Länge nur
in einem von diesem Festlager entfernten Bereich anpassen.
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Es
wird vorgeschlagen, dass die Verrastung des Schwerts relativ zu
dem Wandhalter über
an dem Schwert und an einem Einsatz ausgebildete Rastmittel erfolgt.
Auf diese Weise müssen
keine zusätzlichen
Rastmittel bereitgestellt werden.
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Dies
ermöglicht
es, die Tragvorrichtung aus insgesamt vier Bauteilen (Wandhalter,
Schwert und zwei Einsätze)
bilden zu können.
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Wenn
die Rastmittel eine Rastnase und eine Rastaussparung umfassen, kann
in besonders einfacher Weise eine lösbare Verrastung zwischen dem Wandhalter
und dem Schwert hergestellt werden.
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Dabei
ist es besonders vorteilhaft, wenn die Rastnasen an einem Einsatz
vorgesehen, insbesondere einstückig
mit diesem ausgebildet ist, und dass die Rastaussparung an dem Schwert
vorgesehen ist. Da der Einsatz in bekannter Weise aus einem Kunststoffmaterial
gebildet sein kann, ist das Material des Einsatzes weicher als das
in üblicher
Weise metallische Material des Schwerts. Somit kann eine aus Kunststoff
bestehende Rastnase in eine an dem Schwert ausgebildete Rastaussparung
federnd eingreifen. Die Rastaussparung kann im einfachsten Fall
durch eine Kerbe gebildet sein.
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Um
einen guten Kompromiss aus Stabilität und ausreichendem Verschiebeweg
zu schaffen, wird vorgeschlagen, dass der Verschiebeweg zwischen den
Grenzlagen zwischen 4 und 12 mm, insbesondere zwischen 6 und 10
mm, weiter insbesondere 8 mm beträgt. Wenn die Referenzlage,
wie oben bereits beschrieben, zwischen den die Grenzen des Verschiebewegs
bildenden Grenzlagen liegt, wird vorgeschlagen, dass die Referenzlage
zumindest in etwa mittig innerhalb des Verschiebewegs liegt, also
beispielsweise bei einem Verschiebeweg von 8 mm eine Verschiebung
von 4 mm in Gebrauchslage nach oben und nach unten erlaubt.
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Nach
einer Weiterbildung der Erfindung sind die in den Schenkeln angeordneten
Einsätze
identisch. Dies kann damit einhergehen, dass eine an einem Einsatz
vorgesehene Rastnase nicht benötigt wird.
Dies geht jedoch mit dem Vorteil einher, dass in die Ausnehmungen
beider Schenkel eines Wandhalters der gleiche Einsatz eingesetzt
werden kann. Dies erleichtert die Montage der Tragvorrichtung, insbesondere
bei widrigen Umgebungsbedingungen, erheblich.
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Eine
weitere Ausführungsform
der Erfindung sieht vor, dass die Tragvorrichtung ein Sicherungselement
aufweist, mit dem der Verschiebeweg des Schwerts zwischen den Grenzlagen
blockiert ist. Auf diese Weise kann eine Tragvorrichtung geschaffen werden,
die entlang einer Vertikalen oder einer Horizontalen eine Festlagerung
einer Längsschiene
beziehungsweise einer Platte einer Wandverkleidung ermöglicht.
Auf diese Weise kann ein fester Referenzpunkt geschaffen werden,
der es erlaubt, dass eine Längenausdehnung
der Längsschiene
oder einer Platte der Wandverkleidung in diesem Bereich nicht ermöglicht ist.
Damit geht einher, dass eine zu diesem Festpunkt benachbarte Fuge
zumindest entlang einer Berandung fixiert ist. Somit kann vorbestimmt
werden, in welchen Bereichen einer Platte oder einer Längsschiene
einer Wandverkleidungen Ausdehnungs- oder Verkürzungsvorgänge stattfinden.
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Ein
solches Sicherungselement bewirkt außerdem, dass ein unbeabsichtigtes
Anheben der Platte einer Wandverkleidung, beispielsweise durch eine
starke Windströmung
verhindert werden kann. Dieses Problem kann insbesondere bei vergleichsweise
leichten Wandverkleidungen auftreten, die in großen Bauhöhen starken Windkräften ausgesetzt sein
können.
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Es
wird ferner für
vertikale Verschiebewege vorgeschlagen, dass das Sicherungselement
benachbart zu dem in Gebrauchslage oberen Schenkel des Wandhalters
angeordnet ist. Auf diese Weise kann das Schwert in seiner unteren
Grenzlage angeordnet sein und somit die durch die daran befestigten Längsschienen
und Platten eingeleiteten Gewichtskräfte in einfacher Weise durch
Druckkontakt in den unteren Schenkel des Wandhalters einleiten.
Das Sicherungselement verhindert eine Bewegung, die der Richtung
der Gewichtskraft entgegengesetzt ist.
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Das
Sicherungselement kann einenends an einer Begrenzung eines benachbart
zu einem Zapfen ausgebildeten Ausschnitts des Schwerts und anderenends
an einem Schenkel des Wandhalters anliegen. Diese Anordnung ermöglicht eine
direkte Blockierung des Verschiebewegs.
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Eine
zusätzliche
Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Sicherungselement
insbesondere rastend an dem Schwert gelagert ist. Auf diese Weise kann
das Sicherungselement besonders einfach und ohne zusätzliche
Werkzeuge an der Tragvorrichtung montiert werden. Beispielsweise
kann das Sicherungselement Federarme aufweisen, die in einen benachbart
zu einem Zapfen ausgebildeten Ausschnitt des Schwerts eingreifen.
Zur Montage reicht es aus, dass die Federarme zusammengedrückt und
in den Ausschnitt eingeführt
werden. Durch die Elastizität der
Federarme federn diese zurück,
so dass das Sicherungselement sicher an dem Ausschnitt des Schwerts
befestigt ist.
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Die
Erfindung betrifft ferner eine Wandanordnung mit einer ersten vorstehend
beschriebenen Tragvorrichtung und mit einer zweiten vorstehend beschriebenen
Tragvorrichtung. Dabei sind die Tragvorrichtungen entlang einer
Vertikalen oder entlang einer Horizontalen angeordnet.
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Es
wird für
eine solche Wandanordnung vorgeschlagen, dass bei einer Referenztemperatur
das Schwert der ersten Tragvorrichtung in seiner ersten, bspw. unteren
Grenzlage angeordnet ist und dass das Schwert der zweiten Tragvorrichtung
in seiner Referenzlage angeordnet ist. Auf diese Weise kann für entlang
einer Vertikalen angeordnete Tragvorrichtungen die erste Tragvorrichtung
die Gewichtskraft einer Wandverkleidung aufnehmen, während das Schwert
der zweiten Tragvorrichtung sich ausgehend aus der Referenzlage
nach oben oder nach unten verschieben kann, um Längenveränderungen der Wandverkleidung
kompensieren zu können.
Für entlang
einer Horizontalen angeordnete Tragvorrichtungen verteilt sich die
Gewichtskraft gleichmäßig.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn die erste Tragvorrichtung ein oben beschriebenes
Sicherungselement aufweist. Auf diese Weise ist das Schwert der
ersten Tragvorrichtung in seiner Grenzlage gesichert.
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Die
erste Tragvorrichtung kann bezüglich
einer Vertikalen oben und die zweite Tragvorrichtung unten angeordnet
sein. Auf diese Weise werden die Gewichtskräfte einer Wandverkleidung in
einem oberen Bereich aufgenommen, so dass die daran befestigte Längsschiene
beziehungsweise Platte der Wandverkleidung hängend angeordnet ist. Die untere,
also die zweite Tragvorrichtung, ermöglicht dann die bereits beschriebene
Längenkompensation
der Wandverkleidung.
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Grundsätzlich kann
eine Tragvorrichtung, deren Schwert in einer Grenzlage angeordnet
ist, eine Festpunktlagerung einer Wandverkleidung bilden. Die Positionierung
dieser Festpunktlagerung ist im Prinzip beliebig. Eine Tragvorrichtung,
deren Schwert sich aus einer Referenzlage heraus bewegen kann, ermöglicht dann
eine definierte Längenkompensation
der Wandverkleidung in der durch den Verschiebeweg dieser Tragvorrichtung
vorgegebenen Richtung.
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Die
Erfindung betrifft auch eine Wandanordnung, die eine sich parallel
zu der Vertikalen oder der Horizontalen erstreckende Längsschiene
umfasst, die mit dem Schwert der ersten Tragvorrichtung und mit
dem Schwert der zweiten Tragvorrichtung verbunden ist.
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Schließlich betrifft
die Erfindung eine Wandverkleidung mit mindestens zwei vorstehend
beschriebenen Wandanordnungen, wobei an den Längsschienen sich zumindest
abschnittsweise zwischen diesen erstreckende Platten befestigt sind.
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Weitere
Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung
ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel
im Einzelnen beschrieben ist. Dabei können die in der Zeichnung gezeigten
sowie in den Ansprüchen
sowie in der Beschreibung erwähnten
Merkmale jeweils einzeln für
sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
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In
der Zeichnung zeigen:
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1 bis 5 Seitenansichten
einer erfindungsgemäßen Tragvorrichtung
in verschiedenen Montagephasen;
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6 eine
perspektivische Ansicht der Tragvorrichtung gemäß 5;
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7 eine
Seitenansicht eines Sicherungselements;
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8 eine
Draufsicht des Sicherungselements gemäß 7;
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9 eine
der 6 entsprechende perspektivische Ansicht einer
Tragvorrichtung mit einem Sicherungselement gemäß 7 und 8;
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10 eine
perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Wandverkleidung; und
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11 eine
geschnittene Seitenansicht der Wandverkleidung gemäß 10.
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Gemäß 1 weist
ein Wandhalter 2 einer Tragvorrichtung eine Grundplatte 4 auf,
von der ein für
vertikale Verschiebewege in Gebrauchslage oberer Schenkel 6 sowie
ein in Gebrauchslage unterer Schenkel 8 abragt. In den
Schenkeln 6 und 8 sind umfangsseitig geschlossene
Ausnehmungen 10 beziehungsweise 12 vorgesehen,
die in 1 gestrichelt angedeutet sind.
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Entsprechend
der in 1 mit 14 bezeichneten Montagerichtung
kann in die Ausnehmung 12 des Schenkels 8 ein
in 2 dargestellter Einsatz 16 eingesetzt
werden. Der Einsatz 16 ist in der Ausnehmung 12 mit
Hilfe von Rastelementen 18 verrastet. Der Einsatz 16 weist
ferner eine in Richtung auf den oberen Schenkel 6 weisende
Rastnase 20 auf.
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In 2 ist
ein plattenartiges Schwert 22 dargestellt, das einen oberen
Zapfen 24 sowie einen unteren Zapfen 26 aufweist.
Benachbart zu den Zapfen 24 und 26 sind Ausschnitte 28 und 30 ausgebildet.
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An
dem oberen Zapfen 24 ist ein Anschlagelement 32 ausgebildet,
dessen Funktion weiter unten noch beschrieben werden wird. Das Schwert 22 weist ferner
eine Rastaussparung 34 auf, die im Bereich des Zapfens 26 angeordnet
ist.
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Das
Schwert 22 kann mit dem Wandhalter 2 entsprechend
den mit 36 und 38 bezeichneten Fügerichtungen
gefügt
werden. Hierfür
muss der obere Zapfen 24 des Schwerts 22 in die
Ausnehmung 10 des oberen Schenkels 6 eingeführt werden.
Anschließend
kann das Schwert 22 verdreht werden, so dass es die in 3 dargestellte
Lage einnimmt.
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In 3 ist
eine weitere Fügerichtung 40 eingezeichnet.
Das Schwert 22 kann entsprechend dieser Fügerichtung
verschoben werden, indem der untere Zapfen 26 des Schwerts 22 in
eine in dem Einsatz 16 ausgebildete Aussparung 42 eintaucht.
Diese Aussparung geht aus 6 hervor.
Das Schwert 22 kann in der Fügerichtung 40 innerhalb
der Aussparung 42 verschoben werden, bis die Rastnase 20 des Einsatzes 16 mit
der Rastaussparung 34 des Schwerts 22 in Eingriff
gelangt. Das Schwert 22 befindet sich dann in einer im
Folgenden noch näher beschriebenen,
auch in 4 dargestellten Referenzlage
I.
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Mit
Bezug auf 4 und 6 kann in
die Ausnehmung 10 des oberen Schenkels 6 ein Einsatz 44 eingesetzt
werden, der zu dem Einsatz 16 identisch ist. Auch der Einsatz 44 ist
mit Rastelementen an der Ausnehmung 10 des Schenkels 6 gehalten. Bei
der Montage des Einsatzes 94 in der Ausnehmung 10 kann
der obere Zapfen 24 des Schwerts 22 in eine in
dem Einsatz 44 ausgebildete Aussparung 45 eintauchen.
Diese ist in 6 dargestellt.
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Nach
Montage des Einsatzes 44 ergibt sich eine in 5 dargestellte
Tragvorrichtung 50. Das Schwert 22 der Tragvorrichtung
ist in einer mittleren Position mit durchgezogenen Linien dargestellt.
Dies entspricht der Referenzlage I, in der das Schwert 22 und
der Wandhalter 2 miteinander verrastet sind. Aus dieser
Referenzlage I heraus kann das Schwert 22 entlang eines
in 5 mit 48 angedeuteten Verschiebewegs
verschoben werden. Dabei kann das Schwert 22 eine gestrichelt
angedeutete erste, obere Grenzlage II einnehmen. In dieser Grenzlage
II kommt das Anschlagelement 32 mit dem oberen Schenkel 6 in
Kontakt.
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Das
Schwert 22 kann aus der Referenzlage I heraus auch in eine
zweite, untere, ebenfalls gestrichelt dargestellte Grenzlage III
bewegt werden. In dieser Grenzlage gelangt die Berandung des Ausschnitts 30 in
Kontakt mit einer in 6 dargestellten Kraftaufnahmefläche 51.
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Das
Schwert 22 ist somit lösbar
mit dem Wandhalter 2 verrastbar. Aus der Referenzlage I
heraus kann das Schwert entlang des Verschiebewegs 48 verschoben
werden und als Grenzlagen die Lagen II und III einnehmen.
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Die 7 und 8 zeigen
verschiedene Ansichten eines insgesamt mit Bezugszeichen 52 bezeichneten Sicherungselements.
Dieses weist eine plattenförmige
Basis 54 auf, von der sich ein insgesamt mit 56 bezeichneten
Rastkörper
(vergleiche 8) erstreckt. Der Rastkörper 56 weist
zwei Federarme 58 sowie zwei benachbart zur Basis 54 angeordnete
Gegenhalter 60 auf. Mit Bezug auf 7 weist
das Sicherungselement 52 ferner einen oberen Materialabschnitt 62 sowie
einen unteren Materialabschnitt 64 auf.
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Um
das Sicherungselement 52 an einer Tragvorrichtung 50 gemäß 6 anordnen
zu können,
um eine Tragvorrichtung 50' gemäß 9 zu bilden,
wird das Schwert 22 zunächst
aus seiner Referenzlage I heraus in seine untere Grenzlage III verschoben.
Anschließend
kann das Sicherungselement 52 mit einem freien Ende 66 des
Rastkörpers 56 in
die Öffnung
eingeschoben werden, die der Ausschnitt 28 in der unteren
Grenzlage III des Schwerts 22 bildet (vergleiche 5, 6 und 9).
Hierfür werden
die Federarme 58 zusammengedrückt, bis sie das Schwert 22 rastend
hintergreifen. Dabei ist das Sicherungselement mit Hilfe der Gegenhalter 60 spielfrei
an dem Schwert 22 gehalten. Die Materialabschnitte 62 und 64 sind
so bemessen, dass der Materialabschnitt 62 an dem Schenkel 6 anliegt
und der Materialabschnitt 64 an dem unteren Ende des Ausschnitts 28 des
Schwerts 22.
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In 10 sind
mehrere Wandanordnungen 68 dargestellt, die jeweils eine
obere Tragvorrichtung 50' mit
einem Sicherungselement 52 umfassen sowie eine untere Tragvorrichtung 50 ohne
Sicherungselement 52. Jede Wandanordnung 68 umfasst
ferner eine Längsschiene 72,
die in bekannter Art und Weise mit dem Schwert 22 der Tragvorrichtungen 50 und mit
dem Schwert 22 der Tragvorrichtung 50' verbunden sind.
Die Wandanordnungen 68 bilden gemeinsam eine Wandverkleidung 70,
die neben den Längsschienen 72 auch
Platten 74 umfasst, die in bekannter Weise an den Längsschienen 72 befestigt
sind.
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11 zeigt
die Wandverkleidung 70 in einer geschnittenen Seitenansicht
mit einer Wand 76, an der die Wandhalter 4 der
Tragvorrichtungen 50 und 50' über Dübel-/Schraubverbindungen 78 befestigt sind.
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Aus
den 10 und 11 ist
ersichtlich, dass sich die Schwerter 22 der oberen Tragvorrichtungen 50' in ihrer unteren
Grenzlage III befinden. Hingegen nehmen die Schwerter 22 der
unteren Tragvorrichtungen 50 die Referenzlage I ein, in
der die in 4 vergrößert dargestellten Rastmittel 20 und 34 in
Eingriff miteinander stehen.
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Die
beschriebene Anordnung ermöglicht
es, dass die Längsschienen 72 auf
Höhe der
Tragvorrichtungen 50' fest,
das heißt
ohne Verschiebemöglichkeit
gehalten sind. Hingegen können
sich die Schwerter 22 der unteren Tragvorrichtungen 50 entlang
des in 5 mit 48 bezeichneten Verschiebewegs 48 in
Richtung auf ihre obere Grenzlage II oder in Richtung auf ihre untere
Grenzlage III bewegen. Hierdurch können Längenänderungen der Längsschienen 72 und/oder
der Platten 74 kompensiert werden. Dabei verändert sich
die Lage der Längsschienen
sowie der Platten 74 auf Höhe der Tragvorrichtungen 50' nicht, so dass
eine Vorzugsrichtung vorgegeben wird, in der eine Längenkompensation stattfindet.