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DE202006006039U1 - Tragvorrichtung für Wandverkleidungen - Google Patents

Tragvorrichtung für Wandverkleidungen Download PDF

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DE202006006039U1
DE202006006039U1 DE202006006039U DE202006006039U DE202006006039U1 DE 202006006039 U1 DE202006006039 U1 DE 202006006039U1 DE 202006006039 U DE202006006039 U DE 202006006039U DE 202006006039 U DE202006006039 U DE 202006006039U DE 202006006039 U1 DE202006006039 U1 DE 202006006039U1
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Abstract

Tragvorrichtung (50) für Wandverkleidungen (70), mit mindestens einem Wandhalter (2), der mit einer Grundplatte (4) an einer Wand (76) befestigbar ist und zwei voneinander beabstandete, von der Grundplatte (2) abragende Schenkel (6, 8) aufweist, wobei in den Schenkeln (6, 8) Ausnehmungen (10, 12) vorgesehen sind, in denen Einsätze (16, 44) angeordnet sind, wobei in den Einsätzen (16, 44) Aussparungen (42, 45) ausgebildet sind, in denen Zapfen (24, 26) eines zwischen den Schenkeln (6, 8) angeordneten, plattenartigen Schwerts (22) verschiebbar gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwert (22) entlang des Verschiebewegs (48) in mindestens einer Referenzlage (I) relativ zu dem Wandhalter (2) lösbar verrastbar ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Tragvorrichtung für Wandverkleidungen, mit mindestens einem Wandhalter, der mit einer Grundplatte an einer Wand befestigbar ist und zwei voneinander beabstandete, von der Grundplatte abragende Schenkel aufweist, wobei in den Schenkeln Ausnehmungen vorgesehen sind, in denen Einsätze angeordnet sind, wobei in den Einsätzen Aussparungen ausgebildet sind, in denen Zapfen eines zwischen den Schenkeln angeordneten, plattenartigen Schwerts verschiebbar gelagert sind.
  • Eine solche Tragvorrichtung ist aus der DE 20 2005 005 779 U1 bekannt. Diese Tragvorrichtung ermöglicht eine zuverlässige Befestigung von Wandverkleidungselementen. Die bekannten Tragvorrichtungen werden mit den Grundplatten der Wandhalter an einer Wand befestigt. Die an dem Wandhalter gelagerten Schwerter stehen in etwa rechtwinklig von der Wand beziehungsweise der Grundplatte des Wandhalters ab. Die freien Enden der Schwerter werden mit Längsschienen verbunden. An den Längsschienen wiederum können Platten einer Wandverkleidung befestigt werden.
  • Wandverkleidungen können, insbesondere bei Einsatz an Außenfassaden eines Gebäudes, großen Temperaturschwankungen ausgesetzt sein. Je nach Material der Platten und/oder der Längsschienen treten dabei zum Teil erhebliche Längenänderungen auf. Daher sind zueinander benachbarte Platten einer Wandverkleidung auch nicht auf Stoß montiert, sondern weisen zwischen sich eine Fuge auf. Aus optischen Gründen ist es erwünscht, dass diese Fuge entlang mehrerer zueinander benachbarter Plattenpaare ein möglichst gleichmäßiges Fugenmaß aufweist.
  • Die bekannten Tragvorrichtungen sind so ausgebildet, dass das Schwert einer Tragvorrichtung relativ zu den Wandhaltern dieser Tragvorrichtung verschieblich angeordnet ist. Dies ermöglicht es, dass die beschriebenen Längenänderung der Wandplatten beziehungsweise der Längsschienen einer Wandverkleidung kompensiert werden können. Dabei können laute Setzgeräusche, die bei anderen Tragvorrichtungen auftreten können, vermieden werden.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Tragvorrichtung der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass die Montage einer Wandverkleidung dahingehend erleichtert wird, dass ein gleichmäßiges Fugenmaß erzielt werden kann.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Schwert entlang des Verschiebewegs in mindestens einer Referenzlage relativ zu dem Wandhalter lösbar verrastbar ist.
  • Die Referenzlage ermöglicht es, das Schwert einer Tragvorrichtung in einer bestimmten Lage relativ zu dem Wandhalter zu positionieren. Mit Hilfe der Referenzlage des Schwerts bestimmt sich auch der Befestigungspunkt einer Längsschiene und einer an der Längsschiene befestigbaren Platte der Wandverkleidung.
  • Das Schwert ist dabei in seiner Referenzlage relativ zu dem Wandhalter nicht dauerhaft fixiert, sondern lösbar verrastbar. Auf diese Weise kann die Referenzlage entlang des Verschiebewegs in einfacher Weise durch Verschieben des Schwerts relativ zu dem Wandhalter eingenommen werden. Die Lösbarkeit der Verrastung wiederum ermöglicht es, dass das Schwert sich bei einer Längenausdehnung einer Längsschiene und/oder einer Platte der Wandverkleidungen mit bewegen kann, so dass laute Setzgeräusche vermieden werden können.
  • Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Referenzlage zwischen den die Grenzen des Verschiebewegs bildenden Grenzlagen liegt. Auf diese Weise ist es möglich, dass ausgehend aus der Referenzlage sich das Schwert in Gebrauchslage in zueinander entgegengesetzte Richtungen verschieben kann. Somit kann sowohl für sehr niedrige Temperaturen als auch für sehr hohe Temperaturen sichergestellt werden, dass ein Schwert relativ zu dem Wandhalter verschieblich ist, so dass im gesamten Temperaturbereich gewährleistet ist, dass die Wandverkleidung in sich spannungsfrei ist.
  • Die Tragvorrichtungen können so angeordnet sein, dass der Verschiebeweg vertikal oder horizontal verläuft. Vertikale Verschiebewege sind durch eine obere Grenzlage und eine untere Grenzlage begrenzt. Horizontale Verschiebewege sind durch seitliche Grenzlagen begrenzt. Im Folgenden werden Weiterbildungen für Grenzlagen beschrieben, deren erste Grenzlage einer oberen Grenzlage oder einer ersten seitlichen Grenzlage entspricht. In entsprechender Weise entspricht die zweite Grenzlage einer unteren Grenzlage oder einer zweiten seitlichen Grenzlage.
  • Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist die in Gebrauchslage der Tragvorrichtung erste Grenzlage durch den Kontakt eines an dem Schwert angeordneten Anschlagelements mit dem Wandhalter bestimmt. Somit kann bspw. in einfacher Weise ein vertikaler Verschiebeweg des Schwerts relativ zu dem Wandhalter nach oben hin begrenzt werden. Da das Schwert und der Wandhalter üblicherweise aus metallischen Materialien gebildet sind, kann eine stabile Anordnung geschaffen werden. Für vertikale Verschiebewege ist das Anschlagelement vorzugsweise an dem in Gebrauchslage der Tragvorrichtung oberen Zapfen des Schwerts angeordnet, der in der ersten, oberen Grenzlage des Schwerts in Kontakt mit dem oberen Schenkel des Wandhalters steht. Dies ermöglicht eine kompakte und preisgünstige Konstruktion.
  • Die in Gebrauchslage untere Grenzlage eines vertikalen Verschiebewegs des Schwerts kann sich in bekannter Weise durch Auflage eines Schwertabschnitts ergeben. Wenn sich das Schwert einer Tragvorrichtung in einer solchen Grenzlage befindet, kann die Tragvorrichtung in diesem Bereich eine Festlagerung bilden. Wenn eine solche Tragvorrichtung mit weiteren Wandverkleidungselementen, beispielsweise Längsschienen und/oder Platten verbunden ist, können sich diese in ihrer Länge nur in einem von diesem Festlager entfernten Bereich anpassen.
  • Es wird vorgeschlagen, dass die Verrastung des Schwerts relativ zu dem Wandhalter über an dem Schwert und an einem Einsatz ausgebildete Rastmittel erfolgt. Auf diese Weise müssen keine zusätzlichen Rastmittel bereitgestellt werden.
  • Dies ermöglicht es, die Tragvorrichtung aus insgesamt vier Bauteilen (Wandhalter, Schwert und zwei Einsätze) bilden zu können.
  • Wenn die Rastmittel eine Rastnase und eine Rastaussparung umfassen, kann in besonders einfacher Weise eine lösbare Verrastung zwischen dem Wandhalter und dem Schwert hergestellt werden.
  • Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Rastnasen an einem Einsatz vorgesehen, insbesondere einstückig mit diesem ausgebildet ist, und dass die Rastaussparung an dem Schwert vorgesehen ist. Da der Einsatz in bekannter Weise aus einem Kunststoffmaterial gebildet sein kann, ist das Material des Einsatzes weicher als das in üblicher Weise metallische Material des Schwerts. Somit kann eine aus Kunststoff bestehende Rastnase in eine an dem Schwert ausgebildete Rastaussparung federnd eingreifen. Die Rastaussparung kann im einfachsten Fall durch eine Kerbe gebildet sein.
  • Um einen guten Kompromiss aus Stabilität und ausreichendem Verschiebeweg zu schaffen, wird vorgeschlagen, dass der Verschiebeweg zwischen den Grenzlagen zwischen 4 und 12 mm, insbesondere zwischen 6 und 10 mm, weiter insbesondere 8 mm beträgt. Wenn die Referenzlage, wie oben bereits beschrieben, zwischen den die Grenzen des Verschiebewegs bildenden Grenzlagen liegt, wird vorgeschlagen, dass die Referenzlage zumindest in etwa mittig innerhalb des Verschiebewegs liegt, also beispielsweise bei einem Verschiebeweg von 8 mm eine Verschiebung von 4 mm in Gebrauchslage nach oben und nach unten erlaubt.
  • Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die in den Schenkeln angeordneten Einsätze identisch. Dies kann damit einhergehen, dass eine an einem Einsatz vorgesehene Rastnase nicht benötigt wird. Dies geht jedoch mit dem Vorteil einher, dass in die Ausnehmungen beider Schenkel eines Wandhalters der gleiche Einsatz eingesetzt werden kann. Dies erleichtert die Montage der Tragvorrichtung, insbesondere bei widrigen Umgebungsbedingungen, erheblich.
  • Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die Tragvorrichtung ein Sicherungselement aufweist, mit dem der Verschiebeweg des Schwerts zwischen den Grenzlagen blockiert ist. Auf diese Weise kann eine Tragvorrichtung geschaffen werden, die entlang einer Vertikalen oder einer Horizontalen eine Festlagerung einer Längsschiene beziehungsweise einer Platte einer Wandverkleidung ermöglicht. Auf diese Weise kann ein fester Referenzpunkt geschaffen werden, der es erlaubt, dass eine Längenausdehnung der Längsschiene oder einer Platte der Wandverkleidung in diesem Bereich nicht ermöglicht ist. Damit geht einher, dass eine zu diesem Festpunkt benachbarte Fuge zumindest entlang einer Berandung fixiert ist. Somit kann vorbestimmt werden, in welchen Bereichen einer Platte oder einer Längsschiene einer Wandverkleidungen Ausdehnungs- oder Verkürzungsvorgänge stattfinden.
  • Ein solches Sicherungselement bewirkt außerdem, dass ein unbeabsichtigtes Anheben der Platte einer Wandverkleidung, beispielsweise durch eine starke Windströmung verhindert werden kann. Dieses Problem kann insbesondere bei vergleichsweise leichten Wandverkleidungen auftreten, die in großen Bauhöhen starken Windkräften ausgesetzt sein können.
  • Es wird ferner für vertikale Verschiebewege vorgeschlagen, dass das Sicherungselement benachbart zu dem in Gebrauchslage oberen Schenkel des Wandhalters angeordnet ist. Auf diese Weise kann das Schwert in seiner unteren Grenzlage angeordnet sein und somit die durch die daran befestigten Längsschienen und Platten eingeleiteten Gewichtskräfte in einfacher Weise durch Druckkontakt in den unteren Schenkel des Wandhalters einleiten. Das Sicherungselement verhindert eine Bewegung, die der Richtung der Gewichtskraft entgegengesetzt ist.
  • Das Sicherungselement kann einenends an einer Begrenzung eines benachbart zu einem Zapfen ausgebildeten Ausschnitts des Schwerts und anderenends an einem Schenkel des Wandhalters anliegen. Diese Anordnung ermöglicht eine direkte Blockierung des Verschiebewegs.
  • Eine zusätzliche Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das Sicherungselement insbesondere rastend an dem Schwert gelagert ist. Auf diese Weise kann das Sicherungselement besonders einfach und ohne zusätzliche Werkzeuge an der Tragvorrichtung montiert werden. Beispielsweise kann das Sicherungselement Federarme aufweisen, die in einen benachbart zu einem Zapfen ausgebildeten Ausschnitt des Schwerts eingreifen. Zur Montage reicht es aus, dass die Federarme zusammengedrückt und in den Ausschnitt eingeführt werden. Durch die Elastizität der Federarme federn diese zurück, so dass das Sicherungselement sicher an dem Ausschnitt des Schwerts befestigt ist.
  • Die Erfindung betrifft ferner eine Wandanordnung mit einer ersten vorstehend beschriebenen Tragvorrichtung und mit einer zweiten vorstehend beschriebenen Tragvorrichtung. Dabei sind die Tragvorrichtungen entlang einer Vertikalen oder entlang einer Horizontalen angeordnet.
  • Es wird für eine solche Wandanordnung vorgeschlagen, dass bei einer Referenztemperatur das Schwert der ersten Tragvorrichtung in seiner ersten, bspw. unteren Grenzlage angeordnet ist und dass das Schwert der zweiten Tragvorrichtung in seiner Referenzlage angeordnet ist. Auf diese Weise kann für entlang einer Vertikalen angeordnete Tragvorrichtungen die erste Tragvorrichtung die Gewichtskraft einer Wandverkleidung aufnehmen, während das Schwert der zweiten Tragvorrichtung sich ausgehend aus der Referenzlage nach oben oder nach unten verschieben kann, um Längenveränderungen der Wandverkleidung kompensieren zu können. Für entlang einer Horizontalen angeordnete Tragvorrichtungen verteilt sich die Gewichtskraft gleichmäßig.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn die erste Tragvorrichtung ein oben beschriebenes Sicherungselement aufweist. Auf diese Weise ist das Schwert der ersten Tragvorrichtung in seiner Grenzlage gesichert.
  • Die erste Tragvorrichtung kann bezüglich einer Vertikalen oben und die zweite Tragvorrichtung unten angeordnet sein. Auf diese Weise werden die Gewichtskräfte einer Wandverkleidung in einem oberen Bereich aufgenommen, so dass die daran befestigte Längsschiene beziehungsweise Platte der Wandverkleidung hängend angeordnet ist. Die untere, also die zweite Tragvorrichtung, ermöglicht dann die bereits beschriebene Längenkompensation der Wandverkleidung.
  • Grundsätzlich kann eine Tragvorrichtung, deren Schwert in einer Grenzlage angeordnet ist, eine Festpunktlagerung einer Wandverkleidung bilden. Die Positionierung dieser Festpunktlagerung ist im Prinzip beliebig. Eine Tragvorrichtung, deren Schwert sich aus einer Referenzlage heraus bewegen kann, ermöglicht dann eine definierte Längenkompensation der Wandverkleidung in der durch den Verschiebeweg dieser Tragvorrichtung vorgegebenen Richtung.
  • Die Erfindung betrifft auch eine Wandanordnung, die eine sich parallel zu der Vertikalen oder der Horizontalen erstreckende Längsschiene umfasst, die mit dem Schwert der ersten Tragvorrichtung und mit dem Schwert der zweiten Tragvorrichtung verbunden ist.
  • Schließlich betrifft die Erfindung eine Wandverkleidung mit mindestens zwei vorstehend beschriebenen Wandanordnungen, wobei an den Längsschienen sich zumindest abschnittsweise zwischen diesen erstreckende Platten befestigt sind.
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel im Einzelnen beschrieben ist. Dabei können die in der Zeichnung gezeigten sowie in den Ansprüchen sowie in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
  • In der Zeichnung zeigen:
  • 1 bis 5 Seitenansichten einer erfindungsgemäßen Tragvorrichtung in verschiedenen Montagephasen;
  • 6 eine perspektivische Ansicht der Tragvorrichtung gemäß 5;
  • 7 eine Seitenansicht eines Sicherungselements;
  • 8 eine Draufsicht des Sicherungselements gemäß 7;
  • 9 eine der 6 entsprechende perspektivische Ansicht einer Tragvorrichtung mit einem Sicherungselement gemäß 7 und 8;
  • 10 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Wandverkleidung; und
  • 11 eine geschnittene Seitenansicht der Wandverkleidung gemäß 10.
  • Gemäß 1 weist ein Wandhalter 2 einer Tragvorrichtung eine Grundplatte 4 auf, von der ein für vertikale Verschiebewege in Gebrauchslage oberer Schenkel 6 sowie ein in Gebrauchslage unterer Schenkel 8 abragt. In den Schenkeln 6 und 8 sind umfangsseitig geschlossene Ausnehmungen 10 beziehungsweise 12 vorgesehen, die in 1 gestrichelt angedeutet sind.
  • Entsprechend der in 1 mit 14 bezeichneten Montagerichtung kann in die Ausnehmung 12 des Schenkels 8 ein in 2 dargestellter Einsatz 16 eingesetzt werden. Der Einsatz 16 ist in der Ausnehmung 12 mit Hilfe von Rastelementen 18 verrastet. Der Einsatz 16 weist ferner eine in Richtung auf den oberen Schenkel 6 weisende Rastnase 20 auf.
  • In 2 ist ein plattenartiges Schwert 22 dargestellt, das einen oberen Zapfen 24 sowie einen unteren Zapfen 26 aufweist. Benachbart zu den Zapfen 24 und 26 sind Ausschnitte 28 und 30 ausgebildet.
  • An dem oberen Zapfen 24 ist ein Anschlagelement 32 ausgebildet, dessen Funktion weiter unten noch beschrieben werden wird. Das Schwert 22 weist ferner eine Rastaussparung 34 auf, die im Bereich des Zapfens 26 angeordnet ist.
  • Das Schwert 22 kann mit dem Wandhalter 2 entsprechend den mit 36 und 38 bezeichneten Fügerichtungen gefügt werden. Hierfür muss der obere Zapfen 24 des Schwerts 22 in die Ausnehmung 10 des oberen Schenkels 6 eingeführt werden. Anschließend kann das Schwert 22 verdreht werden, so dass es die in 3 dargestellte Lage einnimmt.
  • In 3 ist eine weitere Fügerichtung 40 eingezeichnet. Das Schwert 22 kann entsprechend dieser Fügerichtung verschoben werden, indem der untere Zapfen 26 des Schwerts 22 in eine in dem Einsatz 16 ausgebildete Aussparung 42 eintaucht. Diese Aussparung geht aus 6 hervor. Das Schwert 22 kann in der Fügerichtung 40 innerhalb der Aussparung 42 verschoben werden, bis die Rastnase 20 des Einsatzes 16 mit der Rastaussparung 34 des Schwerts 22 in Eingriff gelangt. Das Schwert 22 befindet sich dann in einer im Folgenden noch näher beschriebenen, auch in 4 dargestellten Referenzlage I.
  • Mit Bezug auf 4 und 6 kann in die Ausnehmung 10 des oberen Schenkels 6 ein Einsatz 44 eingesetzt werden, der zu dem Einsatz 16 identisch ist. Auch der Einsatz 44 ist mit Rastelementen an der Ausnehmung 10 des Schenkels 6 gehalten. Bei der Montage des Einsatzes 94 in der Ausnehmung 10 kann der obere Zapfen 24 des Schwerts 22 in eine in dem Einsatz 44 ausgebildete Aussparung 45 eintauchen. Diese ist in 6 dargestellt.
  • Nach Montage des Einsatzes 44 ergibt sich eine in 5 dargestellte Tragvorrichtung 50. Das Schwert 22 der Tragvorrichtung ist in einer mittleren Position mit durchgezogenen Linien dargestellt. Dies entspricht der Referenzlage I, in der das Schwert 22 und der Wandhalter 2 miteinander verrastet sind. Aus dieser Referenzlage I heraus kann das Schwert 22 entlang eines in 5 mit 48 angedeuteten Verschiebewegs verschoben werden. Dabei kann das Schwert 22 eine gestrichelt angedeutete erste, obere Grenzlage II einnehmen. In dieser Grenzlage II kommt das Anschlagelement 32 mit dem oberen Schenkel 6 in Kontakt.
  • Das Schwert 22 kann aus der Referenzlage I heraus auch in eine zweite, untere, ebenfalls gestrichelt dargestellte Grenzlage III bewegt werden. In dieser Grenzlage gelangt die Berandung des Ausschnitts 30 in Kontakt mit einer in 6 dargestellten Kraftaufnahmefläche 51.
  • Das Schwert 22 ist somit lösbar mit dem Wandhalter 2 verrastbar. Aus der Referenzlage I heraus kann das Schwert entlang des Verschiebewegs 48 verschoben werden und als Grenzlagen die Lagen II und III einnehmen.
  • Die 7 und 8 zeigen verschiedene Ansichten eines insgesamt mit Bezugszeichen 52 bezeichneten Sicherungselements. Dieses weist eine plattenförmige Basis 54 auf, von der sich ein insgesamt mit 56 bezeichneten Rastkörper (vergleiche 8) erstreckt. Der Rastkörper 56 weist zwei Federarme 58 sowie zwei benachbart zur Basis 54 angeordnete Gegenhalter 60 auf. Mit Bezug auf 7 weist das Sicherungselement 52 ferner einen oberen Materialabschnitt 62 sowie einen unteren Materialabschnitt 64 auf.
  • Um das Sicherungselement 52 an einer Tragvorrichtung 50 gemäß 6 anordnen zu können, um eine Tragvorrichtung 50' gemäß 9 zu bilden, wird das Schwert 22 zunächst aus seiner Referenzlage I heraus in seine untere Grenzlage III verschoben. Anschließend kann das Sicherungselement 52 mit einem freien Ende 66 des Rastkörpers 56 in die Öffnung eingeschoben werden, die der Ausschnitt 28 in der unteren Grenzlage III des Schwerts 22 bildet (vergleiche 5, 6 und 9). Hierfür werden die Federarme 58 zusammengedrückt, bis sie das Schwert 22 rastend hintergreifen. Dabei ist das Sicherungselement mit Hilfe der Gegenhalter 60 spielfrei an dem Schwert 22 gehalten. Die Materialabschnitte 62 und 64 sind so bemessen, dass der Materialabschnitt 62 an dem Schenkel 6 anliegt und der Materialabschnitt 64 an dem unteren Ende des Ausschnitts 28 des Schwerts 22.
  • In 10 sind mehrere Wandanordnungen 68 dargestellt, die jeweils eine obere Tragvorrichtung 50' mit einem Sicherungselement 52 umfassen sowie eine untere Tragvorrichtung 50 ohne Sicherungselement 52. Jede Wandanordnung 68 umfasst ferner eine Längsschiene 72, die in bekannter Art und Weise mit dem Schwert 22 der Tragvorrichtungen 50 und mit dem Schwert 22 der Tragvorrichtung 50' verbunden sind. Die Wandanordnungen 68 bilden gemeinsam eine Wandverkleidung 70, die neben den Längsschienen 72 auch Platten 74 umfasst, die in bekannter Weise an den Längsschienen 72 befestigt sind.
  • 11 zeigt die Wandverkleidung 70 in einer geschnittenen Seitenansicht mit einer Wand 76, an der die Wandhalter 4 der Tragvorrichtungen 50 und 50' über Dübel-/Schraubverbindungen 78 befestigt sind.
  • Aus den 10 und 11 ist ersichtlich, dass sich die Schwerter 22 der oberen Tragvorrichtungen 50' in ihrer unteren Grenzlage III befinden. Hingegen nehmen die Schwerter 22 der unteren Tragvorrichtungen 50 die Referenzlage I ein, in der die in 4 vergrößert dargestellten Rastmittel 20 und 34 in Eingriff miteinander stehen.
  • Die beschriebene Anordnung ermöglicht es, dass die Längsschienen 72 auf Höhe der Tragvorrichtungen 50' fest, das heißt ohne Verschiebemöglichkeit gehalten sind. Hingegen können sich die Schwerter 22 der unteren Tragvorrichtungen 50 entlang des in 5 mit 48 bezeichneten Verschiebewegs 48 in Richtung auf ihre obere Grenzlage II oder in Richtung auf ihre untere Grenzlage III bewegen. Hierdurch können Längenänderungen der Längsschienen 72 und/oder der Platten 74 kompensiert werden. Dabei verändert sich die Lage der Längsschienen sowie der Platten 74 auf Höhe der Tragvorrichtungen 50' nicht, so dass eine Vorzugsrichtung vorgegeben wird, in der eine Längenkompensation stattfindet.

Claims (20)

  1. Tragvorrichtung (50) für Wandverkleidungen (70), mit mindestens einem Wandhalter (2), der mit einer Grundplatte (4) an einer Wand (76) befestigbar ist und zwei voneinander beabstandete, von der Grundplatte (2) abragende Schenkel (6, 8) aufweist, wobei in den Schenkeln (6, 8) Ausnehmungen (10, 12) vorgesehen sind, in denen Einsätze (16, 44) angeordnet sind, wobei in den Einsätzen (16, 44) Aussparungen (42, 45) ausgebildet sind, in denen Zapfen (24, 26) eines zwischen den Schenkeln (6, 8) angeordneten, plattenartigen Schwerts (22) verschiebbar gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwert (22) entlang des Verschiebewegs (48) in mindestens einer Referenzlage (I) relativ zu dem Wandhalter (2) lösbar verrastbar ist.
  2. Tragvorrichtung (50) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Referenzlage (I) zwischen den die Grenzen des Verschiebewegs (48) bildenden Grenzlagen (II, III) liegt.
  3. Tragvorrichtung (50) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die in Gebrauchslage der Tragvorrichtung (50) erste Grenzlage (II) durch den Kontakt eines an dem Schwert (22) angeordneten Anschlagelements (32) mit dem Wandhalter (2) bestimmt ist.
  4. Tragvorrichtung (50) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (32) an einem Zapfen (24) des Schwerts (22) angeordnet ist, der in der ersten Grenzlage (II) des Schwerts (22) in Kontakt mit einem Schenkel (6) des Wandhalters (2) steht.
  5. Tragvorrichtung (50) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verrastung des Schwerts (22) relativ zu dem Wandhalter (2) über an dem Schwert (22) und an einem Einsatz (16, 44) ausgebildete Rastmittel erfolgt.
  6. Tragvorrichtung (50) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastmittel eine Rastnase (20) und eine Rastaussparung (34) umfassen.
  7. Tragvorrichtung (50) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnase (20) an einem Einsatz (16, 44) vorgesehen, insbesondere einstückig mit diesem ausgebildet ist, und dass die Rastaussparung (34) an dem Schwert (22) vorgesehen ist.
  8. Tragvorrichtung (50) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschiebeweg (48) zwischen den Grenzlagen (II, III) zwischen 4 und 12 mm, insbesondere zwischen 6 und 10 mm, weiter insbesondere 8 mm beträgt.
  9. Tragvorrichtung (50) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Schenkeln (6, 8) angeordneten Einsätze (16, 44) identisch sind.
  10. Tragvorrichtung (50) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragvorrichtung (50) ein Sicherungselement (52) aufweist, mit der der Verschiebeweg (48) des Schwerts (22) zwischen den Grenzlagen (II, III) blockiert ist.
  11. Tragvorrichtung (50') nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass für vertikale Verschiebewege (48) das Sicherungselement (52) benachbart zu dem in Gebrauchslage oberen Schenkel (6) des Wandhalters (2) angeordnet ist.
  12. Tragvorrichtung (50') nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (52) einenends an einer Begrenzung eines benachbart zu einem Zapfen (24) ausgebildeten Ausschnitts (28) des Schwerts (22) und anderenends an einem Schenkel (6) des Wandhalters (2) anliegt.
  13. Tragvorrichtung (50') nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (52) insbesondere rastend an dem Schwert (22) gelagert ist.
  14. Tragvorrichtung (50') nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (52) Federarme (58) aufweist, die in einen benachbart zu einem Zapfen (24) ausgebildeten Ausschnitt (28) des Schwerts (22) eingreifen.
  15. Wandanordnung (68) mit einer ersten Tragvorrichtung (50') nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche und mit einer zweiten Tragvorrichtung (50) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Tragvorrichtungen (50, 50') entlang einer Vertikalen oder einer Horizontalen angeordnet sind.
  16. Wandanordnung (68) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Referenztemperatur das Schwert (22) der ersten Tragvorrichtung (50') in seiner ersten Grenzlage (II) angeordnet ist, und dass das Schwert (22) der zweiten Tragvorrichtung (50) in seiner Referenzlage (I) angeordnet ist.
  17. Wandanordnung (68) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Tragvorrichtung (50') gemäß einem der Ansprüche 10 bis 14 ausgebildet ist.
  18. Wandanordnung (68) nach mindestens einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Tragvorrichtung (50') bezüglich einer Vertikalen oben und die zweite Tragvorrichtung (50) unten angeordnet ist.
  19. Wandanordnung (68) nach mindestens einem der Ansprüche 15 bis 18, wobei die Wandanordnung (68) eine sich parallel zu der Vertikalen oder der Horizontalen erstreckende Längsschiene (72) umfasst, die mit dem Schwert (22) der ersten Tragvorrichtung (50') und mit dem Schwert (22) der zweiten Tragvorrichtung (50) verbunden ist.
  20. Wandverkleidung (70) mit mindestens zwei Wandanordnungen nach Anspruch 19, wobei an den Längsschienen (72) sich zumindest abschnittsweise zwischen diesen erstreckende Platten (74) befestigt sind.
DE202006006039U 2006-04-13 2006-04-13 Tragvorrichtung für Wandverkleidungen Expired - Lifetime DE202006006039U1 (de)

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