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DE202005021816U1 - Sicherheitskoffer, Sicherheitssystem und Sicherheitskomplex - Google Patents

Sicherheitskoffer, Sicherheitssystem und Sicherheitskomplex Download PDF

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DE202005021816U1
DE202005021816U1 DE202005021816U DE202005021816U DE202005021816U1 DE 202005021816 U1 DE202005021816 U1 DE 202005021816U1 DE 202005021816 U DE202005021816 U DE 202005021816U DE 202005021816 U DE202005021816 U DE 202005021816U DE 202005021816 U1 DE202005021816 U1 DE 202005021816U1
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Abstract

Sicherheitskoffer (100)
– mit einem Tresorbereich (112) zur Aufnahme von Wertgegenständen (1),
– mit einem Schutzsystem (114) zum Schützen der im Tresorbereich (112) befindlichen Wertgegenstände (1),
– mit einer Zugangsöffnung (116), um den Sicherheitskoffer (100) öffnen und den Tresorbereich (112) zugänglich machen zu können, und
– mit einer Abdeckung (118), welche aus einer Abdecklage, in der sie die Zugangsöffnung (116) abdeckt, in eine Freigabelage bringbar ist, in welcher die Zugangsöffnung (116) freigelegt ist,
dadurch gekennzeichnet,
– dass die Zugangsöffnung (116) sich an einer ersten Kofferwand (102) des Sicherheitskoffers befindet,
– dass die Abdeckung eine im Bereich der genannten Kofferwand (104) angeordnete Schiebeplatte (118) ist, die so am Sicherheitskoffer (100) geführt ist, dass sie durch eine translatorische Bewegung zwischen ihrer Abdecklage und ihrer Freigabelage bewegbar ist,
– dass sich im Bereich einer zweiten Kofferwand (106) eine Griffmulde (108) befindet, um den Sicherheitskoffer...

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Sicherheitskoffer nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, ein Sicherheitssystem nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 12 und einen Sicherheitskomplex nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 14.
  • Sicherheitskoffer der genannten Art dienen zum Transport von schutzbedürftigen Gegenständen, zum Beispiel von Wertsachen wie von Münz- und Notengeld, Wertpapieren, anderen Wertgegenständen wie Edelmetallen und Edelsteinen, geheimzuhaltenden Dokumenten oder ggfs. auch Giftstoffen, seltene Stoffe oder anderweitig abzuschirmendes, zum Beispiel strahlendes Material.
  • Die Sicherheitskoffer beinhalten einen Tresorbereich, der einen oder mehrere Unterbereiche umfassen kann, ein Schutzsystem, eine Zugriffsöffnung, um den Sicherheitskoffer zu öffnen und den Tresorbereich zugänglich zu machen, und eine Abdeckung.
  • Das Schutzsystem dient dazu, den Eigentümer oder Besitzer der Wertsachen vor einem Missbrauch der Wertsachen zu schützen, wenn diese bei einem Diebstahl abhanden kommen. Dies geschieht, indem die Wertsachen in einem solchen Fall automatisch devaluiert werden.
  • Die Abdeckung ist zwischen einer Schliesslage und einer Freigabelage hin- und her bewegbar. Beim Transport der Wertgegenstände nimmt die Abdeckung ihre Schliesslage ein und verschliesst die Zugriffsöffnung. Sollen Wertgegenstände in den Tresorbereich eingebracht oder aus ihm entnommen werden, so wird die Abdeckung in ihre Freigabelage gebracht, in welcher die Zugriffsöffnung offen ist.
  • Sicherheitssysteme der genannten Art umfassen einen oder mehrere Sicherheitskoffer und mindestens eine Lagerstation. Die Lagerstation weist Lagerstellen für einen oder mehrere Sicherheitskoffer auf. In jeder Lagerstelle können leere Sicherheitskoffer aber auch Wertsachen enthaltende Sicherheitskoffer, zum Beispiel während eines Transportunterbruches, aufgenommen werden. Das Sicherheitssystem kann zum Beispiel in einem Fahrzeug untergebracht sein.
  • Sicherheitskomplexe der genannten Art umfassen in einer einfachen Ausführung mindestens einen Sicherheitskoffer und mindestens einen externen Behälter, insbesondere einen Tresor. Der Sicherheitskoffer ist üblicherweise mobil, und der externe Behälter kann mobil oder stationär sein. Bei den Sicherheitskomplexen können Massnahmen vorgesehen sein, um eine sichere Übergabe der Wertsachen vom Sicherheitskoffer zum externen Behälter zu gewährleisten. Ein Sicherheitskomplex kann zum Beispiel in einem Fahrzeug untergebracht sein.
  • Erweiterte Sicherheitskomplexe umfassen einen Sicherheitskoffer, Lagerstationen und externe Behälter.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung,
    • – einen Sicherheitskoffer der eingangs genannten Art zu schaffen, der eine hohe Sicherheit gewährleistet und der einfach zu handhaben ist,
    • – ein polyvalentes Sicherheitssystem der eingangs genannten Art vorzuschlagen, und
    • – einen Sicherheitskomplex der eingangs genannten Art aufzuzeigen, der eine einfache und sichere Übergabe der Wertsachen vom Sicherheitskoffer in den externen Behälter erlaubt.
  • Die Lösung dieser Augabe erfolgt
    • – für den Sicherheitskoffer durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1,
    • – für das Sicherheitssystem durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 12, und
    • – für den Sicherheitskomplex durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 14.
  • Bevorzugte Weiterbildungen des Sicherheitskoffers, des Sicherheitskomplexes und des Sicherheitssystems sind durch die jeweiligen abhängigen Ansprüche definiert.
  • Beim neuen Sicherheitskoffer befindet sich der Zugang bzw. die Zugriffsöffnung an einer ersten, vorzugsweise ebenen oder ggfs. gewölbten, Kofferwand. Besonders vorteilhaft, insbesondere bei Verwendung des Sicherheitskoffers in einem Sicherheitssystem nach der Erfindung, ist es, wenn die Zugriffsöffnung in der unteren, im Wesentlichen ebenen, Kofferwand, das heisst im Boden des Sicherheitskoffers, angeordnet ist.
  • Die Abdeckung, mit welcher die Zugriffsöffnung verschliessbar ist, besteht im wesentlichen aus einer Schiebeplatte, die, entsprechend dem Bereich der Kofferwand, welche die Zugriffsöffnung enthält, ebenfalls eben oder ggfs. gewölbt ist. Die Schiebeplatte ist an der erwähnten Kofferwand des Sicherheitskoffers geführt und lässt sich manuell, ggfs. mit Hilfsmitteln, im Wesentlichen längs der Fläche der erwähnten Kofferwand zwischen ihrer Schliessstellung und ihrer Freigabestellung hin- und her bewegen. Sind die Kofferwand und die Schiebeplatte eben oder nur einfach gekrümmt, so ist diese Bewegung eine translatorische.
  • Das Schutzsystem umfasst mindestens zwei Schutzmodule, die im Tresorbereich über Eck oder einander gegenüber angeordnet sind. Diese Schutzmodule dienen dazu, in einem Notfall, das heisst wenn der Sicherheitskoffer unrechtmässig behändigt oder betätigt wird, die in ihm befindlichen Wertgegenstände zu neutralisieren (devaluieren), das heisst sie zu beschädigen oder zu zerstören.
  • Vorzugsweise werden die Wertgegenstände in Sicherheitstaschen verpackt und diese Taschen werden dann in den Tresorbereich des Sicherheitskoffers gelegt. Diese Sicherheitstaschen weisen eine Zündschnur auf, die mit einer Schaltung des Sicherheitskoffers verbunden sind. Im Notfall werden die Sicherheitstaschen durch die Zündschnur aufgeschmolzen bevor dann die beiden Schutzmodule die Wertgegenstände mit Tinte, oder ähnlichem, neutralisieren.
  • Im Bereich einer zweiten Kofferwand ist ein Handgriff oder eine Griffmulde angeordnet, an welcher sich der Sicherheitskoffer manuell, eventuell mit Hilfe einer Zusatzvorrichtung, tragen lässt. Die Griffmulde kann so ausgebildet sein, dass sie eine Lichtschranke oder einen mechanischen Unterbrecher aufweist. Sobald der Geldbote, oder eine andere autorisierte Person, den Sicherheitskoffer loslässt, wird der Neutralisierungsvorgang ausgelöst. Dieser Vorgang kann mehrstufig ausgeführt sein und ist in einer bevorzugten Ausführungsform von aussen (durch einen Pocket-PC oder eine Computer) einstellbar.
  • Im Bereich einer Kofferwand, vorzugsweise im Bereich der zweiten Kofferwand, ist ein Teil des Schutzsystems innerhalb des Sicherheitskoffers selbst untergebracht. Vorzugsweise handelt es sich dabei um eine elektrische/elektronische Schaltung. Diese Schaltung ist ein Teil des Schutzsystems. Es ist ein Vorteil der Erfindung, dass sich dieser Teil des Schutzsystems in einem geschützten Bereich des Sicherheitskoffers befindet und daher anders als bei konventionellen Lösungen von aussen nicht zugänglich oder beeinflussbar ist. Ausserdem wird es als ein Vorteil der Erfindung angesehen, dass dieser Teil des Schutzsystems in einem Teil des Koffers liegt, der beim Öffnen und Schliessen des Sicherheitskoffers nicht bewegt wird. Es kann somit eine zuverlässige und sichere Verbindung zwischen dem Teil des Schutzsystems und den Schutzmodulen gewährleistet werden, was bei konventionellen Koffern schwierig ist.
  • Das Sicherheitssystem nach der Erfindung umfasst, wie schon erwähnt, einen oder mehrere Sicherheitskoffer der oben beschriebenen Art und eine oder mehrere Lagerstationen. Jede Lagerstation besitzt eine oder mehrere Lagerstellen für jeweils einen Sicherheitskoffer, und sie ist vorzugsweise befähigt, die in ihr befindlichen bzw. an ihr angedockten Sicherheitskoffer zu retablieren, das heisst, ihre Sicherheitsmodule zu prüfen und ggfs. nachzufüllen, und auch den Zustand ihrer Energiespeicher zu prüfen und diese bei Bedarf zu alimentieren.
  • Der Sicherheitskomplex nach der Erfindung umfasst mindestens einen Sicherheitskoffer und mindestens einen externen Behälter, üblicherweise in Form eines Tresors. Der mit dem externen Behälter kompatible Sicherheitskoffer weist neuartige Verbindungsmittel auf, die dazu dienen, ihn temporär mit dem externen Behälter zu verbinden. Der externe Behälter weist hierbei eine verschliessbare oder verschlossene Sicherheitsöffnung auf. Der Sicherheitskoffer wird nun so mit dem externen Behälter verbunden, dass die in Schliesslage befindliche Schiebeplatte den Bereich der Sicherheitsöffnung abdeckt. Die Schiebeplatte lässt sich nach der Verbindung/Verriegelung des Sicherheitskoffers mit dem externen Behälter in ihre Freigabelage verschieben. Hierbei entsteht ein Pfad zwischen dem Tresorbereich des Sicherheitskoffers und dem Inneren des externen Behälters. Um Wertgegenstände in einfacher Weise und ohne weitere manuelle Massnahmen aus dem Tresorbereich in den externen Behälter zu fördern, ist es vorteilhaft, wenn die Anordnung so ist, dass dieser Pfad ausgehend vom Tresorbereich schräg oder vertikal abfällt. Um Wertgegenstände in einfacher Weise und ohne weitere Massnahmen aus dem exter nen Behälter in den Tresorbereich zu fördern, ist es vorteilhaft, wenn die Anordnung so ist, dass dieser Pfad ausgehend vom externen Behälter schräg oder vertikal abfällt.
  • In einer besonders vorteilhaften Anordnung befindet sich die Zugriffsöffnung in der unteren Kofferwand, das heisst im Boden, oder in einer Seitenwand des Sicherheitskoffers. Zur Abgabe von Wertgegenständen an einen kompatiblen externen Behälter kann dann der Koffer einfach auf diesen externen Behälter gestellt werden, so dass bei Öffnung der Schiebeplatte des Sicherheitskoffers und der Sicherheitsöffnung des externen Behälters die Wertgegenstände aus dem Tresorbereich in den externen Behälter fallen. Zur Übernahme von Wertgegenständen aus einem externen Behälter kann derselbe Sicherheitskoffer umgekehrt und unterhalb des externen Behälters angeordnet werden, so dass bei Öffnung der Schiebeplatte des Sicherheitskoffers und der Sicherheitsöffnung des externen Behälters die Wertgegenstände aus dem externen Behälter in den Tresorbereich fallen.
  • Derselbe Effekt der Schwerkraft-Förderung der Wertgegenstände kann auch erreicht werden mit einer Anordnung, bei welcher die Zugriffsöffnung und die Schiebeplatte des Sicherheitskoffers im untersten Bereich einer schrägen seitlichen Wand des Sicherheitskoffers angeordnet sind, bzw. bei einer Anordnung, bei welcher die Sicherheitsöffnung nicht in einer horizontalen Ebene liegt. Es ist für den Fachmann ohne weiteres erkennbar, dass diesbezüglich die verschiedensten Anordnungen möglich sind. Wesentlich ist nur, dass der Pfad der Wertsachen vom untersten Bereich des Tresorbereiches bzw. des externen Behälters ausgeht und abwärts führt.
  • Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung werden im Folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen und mit Bezug auf die Zeichnung ausführlich erläutert. Es zeigen:
  • 1 die Erfindung im Überblick, in schematischer Darstellung;
  • 2A einen Sicherheitskoffer nach der Erfindung, in einem Schaubild;
  • 2B den in 2A dargestellten Sicherheitskoffer, mit teilweise entfernten Wänden, in gleicher Darstellung wie 2A;
  • 2C einen Ausschnitt des in 2A dargestellten Sicherheitskoffers, wobei die Schiebeplatte teilweise geöffnet ist;
  • 3 eine Lagerstation;
  • 4A einen Sicherheitskomplex;
  • 4B einen Ausschnitt eines weiteren Sicherheitskomplexes;
  • 4C einen Ausschnitt eines weiteren Sicherheitskomplexes;
  • 5 einen weiteren Sicherheitskomplex in verschiedenen Stellungen des Verriegelungsmechanismus.
  • 1 zeigt eine schematische Übersicht über die Erfindung. Ein Sicherheitskoffer 100, der zur Aufnahme, insbesondere während Transporten, von Wertgegenständen 1 dient, bildet den Kern der Erfindung. Eine Lagerstation 200, in welcher der Sicherheitskoffer 100 vor und nach Transporten und bei Transportunterbrechungen aufgenommen werden kann, bildet zusammen mit dem Sicherheitskoffer 100 ein Sicherheitsssystem 100/200. In der Lagerstation 200 kann auch eine Retablierung des Sicherheitskoffers 100 erfolgen. Ein externer Behälter 300, im Allgemeinen ein Tresor, mit dem der Sicherheitskoffer 100 temporär verbunden werden kann, bildet zusammen mit dem Sicherheitskoffer 100 einen neuartigen Sicherheitskomplex 100/300. Der Sicherheitskoffer 100 zusammen mit der Lagerstation 200 und dem externen Behälter 300 bilden einen erweiterten Sicherheitskomplex 100/200/300.
  • In den 2A und 2B ist ein Ausführungsbeispiel des Sicherheitskoffers 100 genauer dargestellt. Der Sicherheitskoffer 100 ist im Wesentlichen kubisch und weist als Boden eine untere Kofferwand 102 auf, ferner vier seitliche Kofferwände 104 und als obere Begrenzung eine obere Kofferwand 106.
  • Eine der sechs Kofferwände des Sicherheitskoffers 100, im vorliegenden Fall die oben liegende Kofferwand 106, weist eine Griffmulde 108 bzw. einen entsprechenden Handgriff oder ein Andockungssystem auf, der/das dazu dient, den Sicherheitskoffer 100, im Allgemeinen ohne weitere Hilfsmittel und manuell, zu transportieren. Es können auch Massnahmen getroffen werden, um den Sicherheitskoffer 100 mit Hilfe eines zusätzlichen Gerätes manuell anzuheben und zu verschieben, oder um den Sicherheitskoffer 100 in einer automatisierten Förderanlage zu transportieren. Die Griffmulde 108 oder ein anderer Bereich des Sicherheitskoffers 100 kann so ausgebildet sein, dass der Sicherheitskoffer 100 über eine Lichtschranke oder ein Kabel beim Entreissen oder Abstellen die Neutralisation auslöst. In Kombination mit der Griffmulde 108 oder anderweitig kann auch eine Schnittstelle 110 vorgesehen sein, deren Zweck weiter unten erläutert wird. Im Inneren des Sicherheitskoffers 100 befindet sich ein Tresorbereich 112, der zur Aufnahme der Wertgegenstände 1 vorgesehen ist.
  • Ein Schutzsystem 114 dient zum Schützen der im Tresorbereich 112 befindlichen Wertgegenstände 1. Das Schutzsystem 114 umfasst mindestens zwei Schutzmodule 114.1, 114.2, die im Tresorbereich 112 bzw. angrenzend an den zur Aufnahme der Wertgegenstände 1 bestimmten Raum angeordnet sind und eine Schaltung 114.3. Die Schutzmodule 114.1, 114.2 sind im dargestellten Ausführungsbeispiel einander gegenüberstehend angeordnet, sie könnten aber auch über Eck angeordnet werden. Das Schutzsystem 114 dient dazu, die im Tresorbereich 112 befindlichen Wertgegenstände 1 in einem Notfall, das heisst zum Beispiel bei Behändigung oder Betätigung des Sicherheitskoffers 100 durch eine dazu unbefugte Person, oder überhalb einer bestimmten Temperatur, zu schützen. Dieser Schutz besteht darin, einen Missbrauch der Wertgegenstände 1 zu verhindern, indem diese in irgend einer geeigneten Weise neutralisiert (devaluiert) werden. Dieses Neutralisieren kann z. B. so erfolgen, dass die Wertgegenstände 1 ihren Wert für den rechtmässigen Besitzer oder Eigentümer behalten oder wieder erlangen können.
  • Vorzugsweise ist der Sicherheitskoffer 100 so ausgelegt, dass die Zündschnur einer Sicherheitstasche (Safebag) mit der Schaltung 114.3 verbunden werden kann. Die Wertgegenstände 1 befinden sich dann in der Sicherheitstasche. Im Notfall wird die Sicherheitstasche durch die Zündschnur aufgeschmolzen bevor dann die Schutzmodule 114.1, 114.2 ausgelöst werden, um die Neutralisierung vorzunehmen, wie beschrieben.
  • Die Schutzmodule 114.1, 114.2 des Schutzsystems 114 sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel Module mit fliessfähigen Stoffen, die, vorzugsweise unter Druck, pulvrige, pastöse oder flüssige Stoffe, insbesondere Tinte, von zwei Seiten auf die Wertgegenstände 1 abgeben, wodurch die letzteren devaluiert werden.
  • Vorteilhaft weist das Schutzsystem 114 eine mit den Schutzmodulen 114.1, 114.2 verbundene Schaltung 114.3 auf, durch welche die Schutzmodule 114.1, 114.2 ausgelöst werden sobald der Sicherheitskoffer 100 in unbefugter Weise gehandhabt wird.
  • Das Schutzsystem 114 kann so ausgebildet sein, dass ein Zugriff zum Tresorbereich 112 mit oder ohne Betätigung eines zusätzlichen Hilfselementes wie zum Beispiel eines (berührungslosen) Schlüssels möglich ist.
  • Der Sicherheitskoffer 100 weist im Bereich einer Kofferwand 104 eine Zugriffs- bzw. Zugangsöffnung 116 auf, durch welche der Tresorbereich 112 zugänglich gemacht werden kann. Die Zugangsöffnung 116 ist mit einer Abdeckung 118 versehen. Die Abdeckung wird hier durch eine ebenfalls mit 118 bezeichnete Schiebeplatte gebildet, die im Wesentlichen eben ist. Die Schiebeplatte 118 lässt sich, am Sicherheitskoffer 100 durch Führungselemente (z. B. durch seitliche Nuten) geführt, in der Fläche der Kofferwand 104 zwischen einer Schliesslage und einer Freigabelage hin- und her verschieben. Nimmt die Schiebeplatte 118 ihre Schliesslage ein, so ist die Zugangsöffnung 116 verschlossen. Nimmt die Schiebeplatte 118 ihre Freigabelage ein, so ist die Zugangsöffnung 116 freigelegt und es können Wertgegenstände 1 die Zugangsöffnung 116 traversieren. Vorzugsweise ist die Schiebeplatte 118 so an einem Bereich des Sicherheitskoffers 100 befestigt, dass sie auch in ihrer Freigabelage mit dem Sicherheitskoffer 100 mindestens in loser Verbindung bleibt.
  • Die Schiebeplatte 118 kann elektrisch und/oder mechanisch gegen Manipulationen geschützt sein. Insbesondere können Verschlussmittel vorgesehen sein, welche ein Verschieben der Verschiebeplatte 118 in ihre Freigabelage nur dann ermöglichen, wenn im Umfeld gewisse Sicherheitsbedingungen erfüllt sind.
  • Als geeignetes Material für den Sicherheitskoffer 100 oder für Teile desselben hat sich ein thermoplastisches Material, vorzugsweise ein kydex® Material erwiesen. Es eignen sich aber auch verschiedenste andere Materialien zur Herstellung des Sicherheitskoffers 100.
  • Der Sicherheitskoffer 100 weist vorzugsweise einen Oberflächenschutz auf. Zu diesem Zweck kann der Sicherheitskoffer 100 mit einer Schutzfolie, einem Netz oder einem Gewebe versehen sein, um einen Schutz gegen Aufbrechen, Durschschneiden oder Durchbohren zu gewähren. Ein solcher Oberflächeschuzt kann auch an dem Tresor 300 analog vorgesehen sein.
  • Der Sicherheitskoffer 100 bzw. mehrere Sicherheitskoffer bilden, wie schon erwähnt, zusammen mit der Lagerstation 200 das Sicherheitssystem 100/200.
  • Die Lagerstation 200 hat gemäss 3 Lagerstellen 202 für einen oder mehrere Sicherheitskoffer 100. Die Lagerstation 200 ist entweder in einem Gebäude oder in einer Transporteinrichtung, insbesondere in einem Fahrzeug untergebracht. Das Sicherheitssystem 100/200, das heisst die Lagerstation 200 mit einer gewissen Anzahl von Sicherheitskoffern 100, kann gesamthaft transportiert werden.
  • Das Sicherheitssystem 100/200 kann bei geeigneter Ausbildung als ein variabler Grosstresor benutzt werden, wobei die in der Lagerstation 200 angeordneten Sicherheitskoffer 100 Teiltresore bilden. Die Lagerstation 200 dient dabei nicht nur zur einfachen Aufnahme des Sicherheitskoffers 100, es sind vorzugsweise auch Mittel vorhanden, welche eine unbefugte Entnahme des Sicherheitskoffers 100 aus seiner Lagerstelle 202 verhindern oder mindestens durch ein Signal anzeigen. Zu diesem Zweck können die Sicherheitskoffer mechanisch und/oder elektrisch gesichert sein.
  • Die Lagerstation 200 ist so ausgebildet, dass sie mindestens eine Lagerstelle 202 aufweist, in welcher der Sicherheitskoffer 100 nicht nur gelagert sondern gewissermassen angedockt werden kann, und zwar so, dass über die weiter oben erwähnte Schnittstelle des Sicherheitskoffers 100 eine Verbindung mit entsprechenden Elementen der Lagerstation 200 zu Stande kommt, über welche zum Beispiel Schutzmodule 114.1, 114.2 nachgefüllt und ein Energiespeicher neu alimentiert werden kann, wobei die Lagerstation gewissermassen als Adapter benutzt wird. Vorzugsweise werden die Schutzmodule 114.1, 114.2 von Hand gefüllt. Die erwähnte Schnittstelle dient in diesem Fall lediglich dem Aufladen einer Schaltung 114.3, die Bestandteil des Schutzsystems 114 ist.
  • Der Schutzkomplex 100/300 umfasst, wie in 4A dargestellt, den Sicherheitskoffer 100 und einen externen Behälter 300 (Tresor). Der externe Behälter 300 weist eine Aussenwand 302 mit einer Sicherheitsöffnung auf, die in 4A nicht zu erkennen ist. Die Aussenfläche 302 ist so ausgebildet, dass sie mindestens im relevanten Bereich im Wesentlichen komplementär zur derjeni gen Kofferwand ist, welche die Zugangsöffnung 116 und die Schiebeplatte 118 enthält, im vorliegenden Falle als komplementär zur Kofferwand 102.
  • Um Wertgegenstände 1 vom Sicherheitskoffer 100 in den externen Behälter 300 zu bringen, wird gemäss 4 der Sicherheitskoffer 100 mit der Kofferwand 102, welche die Schiebeplatte 118 aufweist oder von der Schiebeplatte 118 gebildet ist, an den externen Behälter 300 angelegt bzw. beim beschriebenen Ausführungsbeispiel auf den Behälter 300 gestellt. Am Sicherheitskoffer 100 und/oder am Behälter 300 können mechanische Anschläge vorhanden sein, welche die richtige Anordnung des Sicherheitskoffers 100 gewährleisten. Bei der richtigen Anordnung des Sicherheitskoffers 100 auf dem Behälter 300 kommt die Zugangsöffnung 116 des Sicherheitskoffers 100 im wesentlichen fluchtend mit der Sicherheitsöffnung des Behälters 300 zu liegen, wobei aber der Tresorbereich 112 des Sicherheitskoffers 100 mit dem Behälter 300 elektrisch/elektronisch kommuniziert. Die Kommunikation erfolgt über eine Steckverbindung oder kabellos.
  • Es wäre auch möglich, den Sicherheitskoffer 100 und den Behälter 300 bezüglich ihrere Aussenformen so auszubilden, dass ohnehin nur eine präzise Anordnung des Sicherheitskoffers 100 in der erforderlichen Stellung am Behälter 300 möglich ist. Diese Ausführungsform ist besonders bevorzugt.
  • Während der Sicherheitskoffer 100 auf den Behälter 300 gebracht wird, befindet sich die Schiebeplatte 118 noch in ihrer Schliesslage. Dann wird die Schiebeplatte 118 in ihre Freigabelage gebracht, so dass die Zugangsöffnung 116 und damit auch der Tresorbereich 112 offen sind, wie in 4A angedeutet. Die Sicherheitsöffnung des Behälters 300 wird vorzugsweise durch die Verschiebung der Schiebeplatte 118 mechanisch geöffnet, wobei vorher elektronisch eine Freigabe erfolgt.
  • Nach der Öffnung der Zugangsöffnung 116 und der Sicherheitsöffnung kommuniziert der Tresorbereich 112 mit dem Inneren des Behälters 300, dass heisst, es hat sich ein Pfad gebildet, längs welchem die Wertgegenstände 1 vom Sicherheitskoffer 100 in den Behälter 300 gelangen können, wie in 4A anhand eines gestrichelten Pfeiles angedeutet ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel führt dieser Pfad, ausgehend vom Sicherheitskoffer 100, vertikal abwärts, so dass sich die Wertgegenstände unter Wirkung der Schwerkraft bewegen.
  • Eine solche Schwerkraftförderung ist auch bei Anordnungen möglich, in denen dieser Pfad nicht vertikal sondern schräg abwärts führt. Im weiteren ist es möglich, den Sicherheitskoffer und den Behälter so anzuordnen, dass ein wenig oder nicht abfallender Pfad für die Wertgegenstände gebildet wird, wie in 4C angdeutet. In diesem Falle müssen zusätzliche Massnahmen getroffen werden, um die Wertgegenstände vom Sicherheitskoffer 100 in den Behälter 300 zu fördern, beispielsweise durch Rütteln und/oder Drehen des Sicherheitskomplexes 100/300 oder durch Erzeugung eines Druckgefälles zwischen dem Sicherheitskoffer 100 und dem Behälter 300. In 4C ist die Schiebeplatte 118 in geöffnetem Zustand gezeigt.
  • In 4B ist eine Ausführungsform gezeigt, bei der der Sicherheitskoffer 100 unterhalb des Behälters 300 sitzt und der Behälter 300 durch Wirkung der Schwerkraft entladen werden kann. In 4B ist die Schiebeplatte 118 in geöffnetem Zustand gezeigt.
  • Falls der Sicherheitskoffer 100 bzw. sein Tresorbereich 112 mehrere Fächer, zum Beispiel für unterschiedliche Münzen aufweist, wird vorteilhaft ein Behälter 300 benutzt, dessen Inneres ebenso in Fächer aufgeteilt ist. Die Anordnung des Sicherheitskoffers 100 auf dem Behälter 300 erfolgt dann so, dass bei Öffnung der Verschiebeplatte 118 separierte Pfade für die einzelnen Münzsorten entstehen, indem die entsprechenden Fächer einerseits des Sicherheitskoffers 100 und anderseits des Behälters 300 kommunizieren.
  • In analoger Weise und daher nicht weiter beschrieben können die Wertgegenstände 1 auch aus dem Behälter 300 in den Sicherheitskoffer 100 gefördert werden. Hierzu muss, bei Verwendung des in den 2A bis 2C dargestellten Sicherheitskoffers 100, der Behälter 300 eine untenliegende Sicherheitsöffnung aufweisen. Der Sicherheitskoffer 100 wird dann mit nach oben gewandter Kofferwand 102 bzw. Schiebeplatte 118 unter den Behälter 300 gebracht, wo er durch Tragelemente gehalten und dann geöffnet wird. Dieses Prinzip ist in 4C gezeigt.
  • Alternativ kann ein Sicherheitskoffer 100 benutzt werden, der eine weitere Zugangsöffnung an seiner oberen Kofferwand besitzt, was aber eine seitliche Anordnung der Griffmulde bedingt.
  • In 5 ist ein weiterer Schutzkomplex 100/300 gezeigt, der einen Sicherheitskoffer 100 und einen externen Behälter 300 (Tresor) umfasst. In der rechten Abbildung ist ein Zustand zu sehen kurz nachdem der Sicherheitskoffer 100 auf dem Tresor platziert wurde. Durch manuelles oder automatisches Schliessen einer Verriegelung, die im vorliegenden Beispiel als Rolladen 301 augeführt ist, kann der Sicherheitskoffer mit dem Tresor 300 verbunden werden. Erst nach dem Schliessen lässt sich gemäss dieser Ausführungsform die Schiebeplatte 118 öffnen und der Sicherheitskoffer 100 mit dem Inneren des Tresors 300 verbinden.
  • Vorzugsweise ist der Sicherheitskoffer 100 so ausgelegt, dass er eine Schnittstelle aufweist, um eine Freigabe des Sicherheitskoffer 100 mit einem Pocket-PC oder Computer zu ermöglichen. Dazu ist der Pocket-PC oder Computer mit einer Spezialsoftware ausgestattet, die nach Eingabe einer geeigneten Sicherheitskennung (PIN), die Freigabe ermöglicht.
  • In einer anderen bevorzugten Ausführungsform weist der Sicherheitskoffer 100 eine Schnittstelle auf, um einen RF-ID Chip oder einen Barcode zu lesen, um erst dann eine Freigabe des Sicherheitskoffers 100 zu erlauben. Ein solcher RF-ID Chip oder Barcode kann am Zielort (zum Beispiel bei einer Bank) angeordnet sein. Erst nach dem Erkennen des RF-ID Chips oder des Barcodes erfolgt dann eine Freigabe des Sicherheitskoffers 100.
  • Vorzugsweise kann man der Schaltung des Sicherheitskoffers ein sogenanntes Gehsteig-Zeitfenster vorgeben, wobei das automatische Neutralisieren eingeleitet wird, nachdem das Gehsteig-Zeitfenster überschritten wurde. Vorzugsweise ist die Schaltung des Sicherheitskoffers so ausgelegt, dass im Notfall nach einer Prellzeit eine Leuchtdiode zu blinken beginnt. Dann erfolgt ein Voralarm, zum Beispiel akustisch, gefolgt von einem Hauptalarm. Erst nach dieser Alarmphase erfolgt das Neutralisieren. Vorzugsweise ist dieser Ablauf von aussen (mittels Pocket-PC oder Computer) programmierbar.
  • Vorzugsweise wird durch die Sicherheitsmodule im Sicherheitskoffer bei der Neutralisierung Rauch abgegeben. Das hat eine Signalwirkung und verhindert somit, dass ein Täter den Sicherheitskoffer mitnimmt.
  • Der Behälter 300 kann auch mit Sicherheitsmodulen ausgestattet sein, um eine Neutralisierung vorzunehmen.
  • Es ist ein wesentlicher Vorteil der Kombination eines Sicherheitskoffers 100 mit einem Behälter 300, dass bei der Drop-Case Übergabe kein Zugang von aussen zu den Wertgegenständen möglich ist.
  • 1
    Wertgegenstände (gehören nicht zur Erfindung)
    100/200
    Sicherheitssystem
    100/300
    Sicherheitskomplex
    100
    Sicherheitskoffer
    102
    untere Kofferwand (Ort der Schiebeplatte)
    104
    seitliche Kofferwände
    106
    obere Kofferwand (Ort der Griffmulde)
    108
    Griffmulde
    110
    Schnittstelle
    112
    Tresorbereich
    114
    Schutzsystem
    114.1, 114.2
    Schutzmodule
    114.3
    Schaltung
    116
    Zugangsöffnung in 102
    118
    Schiebeplatte
    120
    Führungselemente
    200
    Lagerstation
    202
    Lagerstelle
    300
    externer Behälter
    302
    Behälterwand
    304
    Sicherheitsöffnung

Claims (16)

  1. Sicherheitskoffer (100) – mit einem Tresorbereich (112) zur Aufnahme von Wertgegenständen (1), – mit einem Schutzsystem (114) zum Schützen der im Tresorbereich (112) befindlichen Wertgegenstände (1), – mit einer Zugangsöffnung (116), um den Sicherheitskoffer (100) öffnen und den Tresorbereich (112) zugänglich machen zu können, und – mit einer Abdeckung (118), welche aus einer Abdecklage, in der sie die Zugangsöffnung (116) abdeckt, in eine Freigabelage bringbar ist, in welcher die Zugangsöffnung (116) freigelegt ist, dadurch gekennzeichnet, – dass die Zugangsöffnung (116) sich an einer ersten Kofferwand (102) des Sicherheitskoffers befindet, – dass die Abdeckung eine im Bereich der genannten Kofferwand (104) angeordnete Schiebeplatte (118) ist, die so am Sicherheitskoffer (100) geführt ist, dass sie durch eine translatorische Bewegung zwischen ihrer Abdecklage und ihrer Freigabelage bewegbar ist, – dass sich im Bereich einer zweiten Kofferwand (106) eine Griffmulde (108) befindet, um den Sicherheitskoffer (100) tragbar zu machen, und – dass das Schutzsystem (114) mindestens zwei Schutzmodule (114.1, 114.2) umfasst, die im Tresorbereich (112) angeordnet und dazu ausgebildet sind, die Wertgegenstände (1) in einem Notfall von zwei Seiten her automatisch zu neutralisieren.
  2. Sicherheitskoffer (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebeplatte (118) elektrisch und/oder mechanisch gegen Manipulationen geschützt ist.
  3. Sicherheitskoffer (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebeplatte (118) mit Verschlussmitteln versehen ist, um die Schiebeplatte (118) nur freizugeben, wenn gewisse Sicherheitsbedingungen erfüllt sind.
  4. Sicherheitskoffer (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens teilweise aus einem thermoplastischen Material, vorzugsweise kydex® Material, hergestellt ist.
  5. Sicherheitskoffer (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzmodule (114.1, 114.2) Module mit fliessfähigen Stoffen sind, die unter Druck diese Stoffe, beispilesweise Flüssigkeiten wie Tinte, abgeben, um die Wertgegenstände, insbesondere Wertpapiere und Geldnoten, zu devaluieren.
  6. Sicherheitskoffer (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzsystem (114) eine mit den Schutzmodulen (114.1, 114.2) verbundene Schaltung (114.3) umfasst, die eine Auslösung der Schutzmodule (114.1, 114.2) hervorruft, sobald unbefugt am Sicherheitskoffer (100) manipuliert wird oder der Sicherheitskoffer (100) aus der Hand gegeben wird.
  7. Sicherheitskoffer (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzsystem (114) einen schlüsselfreien Zugriff zum Tresorbereich (112) erlaubt.
  8. Sicherheitskoffer (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er Verbindungsmittel (124) aufweist, die so ausgebildet sind, dass der Sicherheitskoffer (100) mit der Schiebeplatte (118) in Schliesslage mit einem externen Behälter (300), insbesondere einem Tresor, verbindbar ist, derart, dass die Schiebeplatte (118) nach dem Anordnen am externen Behälter (300) aus ihrer Schliesslage in ihre Freigabelage bringbar ist.
  9. Sicherheitskoffer (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Schnittstelle aufweist, um eine Freigabe des Sicherheitskoffers (100) mit einem Pocket-PC oder Computer zu ermöglichen.
  10. Sicherheitskoffer (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er eine Schnittstelle aufweist, um einen RF-ID Chip oder einen Barcode zu lesen, um erst dann eine Freigabe des Sicherheitskoffers (100) zu erlauben.
  11. Sicherheitskoffer (100) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltung (114.3) ein Gehsteig-Zeitfenster vorgebbar ist, wobei das automatische Neutralisieren eingeleitet wird, nachdem das Gehsteig-Zeitfenster überschritten wurde.
  12. Sicherheitssystem (100/200), dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens – einen Sicherheitskoffer (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, und – eine Lagerstation (200) mit Lagerstellen (202) für mindestens einen Sicherheitskoffer (100) umfasst.
  13. Sicherheitssystem (100/200) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerstelle (102) so ausgebildet ist, dass ein Energiespeicher und/oder das Schutzsystem (114) des Sicherheitskoffers (100) retablierbar sind.
  14. Sicherheitskomplex (100/300), mit einem Sicherheitskoffer (100) nach Anspruch 8 und einem externen Behälter (300), insbesondere einem Tresor, dadurch gekennzeichnet, – dass der externe Behälter (300) eine verschliessbare, zu öffnende Sicherheitsöffnung (302) aufweist, – dass der Sicherheitskoffer (100) so mit dem externen Behälter (300) verbindbar ist, dass die Schiebeplatte (118) – in ihrer Schliesslage an die Sicherheitsöffnung (302) des externen Behälters (300) angrenzt, und – in ihrer Freigabelage einen abfallenden Pfad vom Tresorbereich (112) des Sicherheitskoffers (100) in den externen Behälter (300) für die Wertgegenstände (1) freigibt.
  15. Sicherheitskomplex (100/300) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Verbindungsmittel ein elektrischer und/oder mechanischer Kontakt zum externen Behälter herstellbar ist.
  16. Sicherheitskomplex (100/300) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass er im Weiteren eine Lagerstation (200) für einen oder mehrere Sicherheitskoffer (100) umfasst.
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