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Die
Erfindung betrifft einen Schirmständer zum Aufstellen und Halten
von Schirmen, insbesondere Sonnenschirmen, auf dem Erdboden oder
dergleichen mit einer rohrförmigen
Aufnahme für
den Schaft des zu haltenden Schirmes und mit einem im wesentlichen
koaxial zur Aufnahme angeordneten Erdspieß, der im wesentlichen lotrecht
in den Erdboden eingedrückt
wird.
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Derartige
Schirmständer
sind beispielsweise in leichter Ausführung insbesondere für die Verwendung
am Sandstrand bekannt. Eine spießartige Verlängerung
des Schirmschaftes kann dabei direkt in den Sandboden zur Fixierung
des Schirmes eingedrückt
werden. Da lediglich eine linienhafte Fixierung im Untergrund erfolgt,
können
derartige Schirmständer
nur relativ kleine Schirme bei geringen Windlasten sicher halten.
Diese leichten Schirmständer
zum unmittelbaren Eindrücken
in den Sand eignen sich aufgrund ihrer leichten Ausführung nicht
zur Fixierung des Schirms in schweren Böden. Auch bei stärkerer Dimensionierung
derartiger Sonnenschirmständer
wäre das
Eindrücken
des Erdspießes
in den Erdboden ohne Hilfsmittel kaum möglich.
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In
der
DE 86 15 102 U1 wird
daher ein verbesserter Schirmständer
beschrieben, der eine Fußraste
aufweist, mit der der Erdspieß des
Schirmständers
auch in härtere,
steinige Böden
eingedrückt
werden kann. Zusätzlich
ist an dem Erdspieß zwischen Erdspieß und Fußraste ein
dreieckförmiges
Schwert angeordnet, das eine drehfeste Halterung des Schirmständers im
Erdreich erlaubt. Damit wird vermieden, dass sich der im Ständer fixierte
Schirm durch Windeinfluss unerwünscht
dreht.
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Nachteilig
an diesem Schirmständer
ist, dass bei Windlasten auftretende Kippmomente an dem Schirmständer nur
ungenügend
in den Erdboden eingeleitet werden können.
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Aufgabe
der Erfindung ist es daher die bekannten Schirmständer mit
Erdspieß so
weiterzubilden, dass eine möglichst
sichere Halterung im Erdboden erreicht wird.
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Gelöst wird
diese Aufgabe mit einem Schirmständer
gemäß Anspruch
1.
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Durch
das zwischen Aufnahme und Spieß im wesentlichen
orthogonal zu deren Längsachse
angeordnete Auflageelement, das beim bestimmungsgemäßen Gebrauch
auf der Bodenoberfläche
aufliegt, wird eine zusätzliche
Abstützung
des Schirmständers
auf der Bodenoberfläche
erreicht. Am Schirm in jede Richtung angreifende Kippmomente werden durch
die Kombination von Erdspieß mit
dem auf der Bodenoberfläche
aufliegenden Auflageelement lastverteilend aufgenommen. Ein Ausbrechen
des Erdspießes
aus dem Boden wird weitestgehend vermieden. Ferner kann die Oberseite
des Auflageelemtentes als Fußraste
zum Eindrücken
des Spießes
in den Erdboden verwendet werden.
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Dadurch,
dass zwischen dem Auflageelement und dem Spieß in zur Längsachse des Spießes radialer
Flächenerstreckung
flächige
Versteifungselemente vorgesehen sind, wobei bevorzugt drei oder vier
Versteifungselemente gleichwinklig zueinander um die Längsachse
des Spießes
verteilt sind, wird einerseits der Schirmständer in sich versteift und
andererseits wird durch die flächigen
Versteifungselemente eine flächige
Abstützung
im Erdboden bei auf den Schirmständer
wirkenden Kippmomenten erreicht. Darüber hinaus verhindern die radial
angeordneten flächigen
Versteifungselemente, dass der Schirmständer sich unerwünscht bei
Windbelastungen um seine Längsachse
drehen kann.
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Um
eine möglichst
gleichmäßige Abstützungswirkung
durch das Auflageelement zu erreichen, ist das Auflageelement eine
Blechplatte, bevorzugt quadratisch oder kreisrund.
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Wenn
die Versteifungselemente aus Blech bestehen und bevorzugt rechtwinklige
Dreiecksform haben, können
die Versteifungselemente mit der Blechplatte fertigungstechnisch
einfach verschweißt werden.
Es wird damit eine sehr steife Verbindung erreicht. Für die quadratische
Blechplatte sind dann bevorzugt vier rechtwinklige Dreiecksform
aufweisende Versteifungselemente jeweils 90° zueinander radial um die Längsachse
des Spießes
angeordnet. Bei einer kreisrunden Blechplatte können beispielsweise drei rechtwinklige
Dreiecksform aufweisende Versteifungselemente gleich beabstandet
zu je 120° um
die Längsachse
des Spießes
verteilt angeordnet sein.
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Das
Auflageelement hat beispielsweise einen Durchmesser bzw. eine Kantenlänge von
20 cm bis 50 cm. Dabei ist die Dimension des Auflageelements abhängig von
einzusetzender Sonnenschirmgröße und zu
erwartender Bodenfestigkeit. Ebenso hat der Spieß eine Länge von 20 cm bis 50 cm und einen
Durchmesser von 10 mm bis 20 mm. Am unteren Ende ist der Spieß angespitzt,
um ein leichtes Einbringen in den Boden zu ermöglichen.
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Wenn
die rohrförmige
Aufnahme aus einem Rundrohr mit einer Länge von 50 cm bis 150 cm gebildet
ist und am oberen Ende eine Klemmeinrichtung für den einzusteckenden Schaft
des Schirmes aufweist, wird eine sichere Aufnahme und Fixierung
des Sonnenschirmschaftes erreicht.
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Wenn
der Schirmständer
aus VA-Material hergestellt ist und die Bauelemente miteinander
verschweißt
sind, wird ein hochwertiges, rostgeschütztes Produkt bereitgestellt,
das stabil und langlebig ist.
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Zur
Versteifung des Aufnahmerohres an der Verbindung zum Aufnahmeelement
sind radial außenseitig
am Rundrohr zwischen Rundrohr und Auflageelement Knotenbleche eingeschweißt.
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Wenn
ein Griff, bevorzugt an der rohrförmigen Aufnahme und/oder dem
flächigen
Auflageelement, vorgesehen ist, kann der Schirmständer von der
Bedienperson leichter aus dem Boden herausgezogen werden.
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Nachfolgend
werden zwei Ausführungsbeispiele
der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen detailliert beschrieben.
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Darin
zeigt:
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1 in
einer räumlichen
Ansicht einen erfindungsgemäßen Schirmständer in
einer ersten Ausführungsform
und
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2 in
einer Seitenansicht einen erfindungsgemäßen Schirmständer in
einer zweiten Ausführungsform.
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In 1 ist
ein erstes Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Schirmständers 1 in
räumlicher
Ansicht dargestellt. Der Schirmständer 1 hat eine rohrförmige Aufnahme 11,
die im dargestellten Ausführungsbeispiel
als Rundrohr ausgebildet ist. Das Rundrohr 11 ist orthogonal
auf der Oberseite 121 eines flächigen Auflageelementes 12 aufgesetzt.
Das flächige
Auflageelement 12 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
der 1 als quadratische Blechplatte 12 ausgebildet.
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In
Fortführung
der Längsachse
Z zum Rundrohr 11 ist auf der Unterseite 122 der
Blechplatte 12 ein Spieß 13 aus Rundmaterial
in Form eines Erdnagels angesetzt. Am oberen Ende des Rundrohres 11 ist
eine Klemmeinrichtung 111 zum Einklemmen eines Schirmschaftes
vorgesehen, der in die obere Öffnung
des Rundrohres 11 einsteckbar ist, in 1 jedoch
nicht dargestellt ist. Am unteren Ende des Spießes 13 ist der den
Spieß bildende
Rundstab zu einer Spitze 131 angespitzt.
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Bevorzugt
bestehen die Bauelemente, nämlich
Rundrohr 11, Blechplatte 12 und Erdnagel 13 aus VA-Stahl,
wobei die Bauteile miteinander verschweißt sind. Alternativ kann der
Erdnagel 13 auch in der Blechplatte 12 eingeschraubt
bzw. mit dieser Platte verschraubt sein.
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In 2 ist
in einer Seitenansicht ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Schirmständers 1' dargestellt.
Zur ersten Ausführungsform ähnliche
Bauteile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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Der
Schirmständer 1' weist eine
als Rundrohr ausgebildete rohrförmige
Aufnahme 11 auf, die an ihrem unteren Ende auf einem als
kreisförmige Blechplatte
ausgebildeten flächigen
Auflageelement 12' zentral
und orthogonal aufgeschweißt
ist. Zur Versteifung des Rundrohres 11 mit der kreisrunden Blechplatte 12' sind radial
zur Längsachse
Z zusätzlich
Knotenbleche 112 zwischen Rundrohr 11 und Blechplatte 12' eingeschweißt. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel
sind insgesamt vier Knotenbleche 112 radial um das Rundrohr 11 um
jeweils 90° gleichwinklig
aufgeteilt.
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An
der Unterseite 122 der kreisförmigen Blechplatte 12' ist in Verlängerung
der Längsachse
Z zum Rundrohr 11 ein als Erdnagel ausgebildeter Spieß 13 angefügt. Der
Spieß 13 ist
auch in diesem Ausführungsbespiel
aus einem Rundstahl mit einer Spitze 131 ausgebildet.
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In
der Ausführungsform
des Schirmständers 1' gemäß 2 sind
ferner Versteifungselemente 14 aus Blech vorgesehen, die
radial zur Längsachse
Z des Spießes 13 zwischen
Spieß 13 und
Unterseite 122 der Blechplatte 12 eingefügt sind.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel
weisen die Verstei fungsbleche 14 rechtwinklige Dreiecksform
auf. Um den Erdnagel 13 sind gleichwinklig beabstandet
in ihrer flächigen
Erstreckung in radialer Richtung zum Erdnagel 13 drei Versteifungselemente 14 in
einem Winkel von je 120° angeordnet.
Der Erdnagel 13 sowie die Versteifungselemente 14 sind
bevorzugt miteinander und an der Unterseite 122 der kreisrunden
Blechplatte 12' verschweißt.
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Ergänzend kann
an dem Schirmständer 1, 1' ein Griff 15 vorgesehen
werden, der das Herausziehen des Schirmständers aus dem Boden erleichtert. In 2 ist
beim zweiten Ausführungsbeispiel
des Schirmständers 1' ein derartiger
Griff 15 in Form eines Stahlbügels vorgesehen, der zwischen
Rundrohr 11 und Oberseite 121 der kreisrunden
Blechplatte 12' eingeschweißt ist.
Ferner sollte im Bereich der Blechplatte 12, 12' innerhalb des
aufgeschweißten
Rundrohres 11 eine Öffnung,
beispielsweise eine Durchgangsbohrung in der Blechplatte 12, 12' vorgesehen sein,
um ein unerwünschtes
Aufstauen von Niederschlagswasser in dem Rundrohr zu vermeiden.
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Der
erfindungsgemäße Schirmständer 1, 1' wird wie folgt
eingesetzt: Am gewünschten
Aufstellungsort, beispielsweise einer Rasenfläche, wird der Schirmständer 1, 1' mit der Spitze 131 des
Erdnagels 13 auf den Erdboden aufgesetzt und von der Bedienperson
eingedrückt.
Zur Verstärkung
der Auflast beim Eindrücken
des Schirmständers
kann die Bedienperson einen Fuß auf
die Oberseite 121 des Auflageelementes 12, 12' aufstellen
und den Schirmständer
an der rohrförmigen
Aufnahme 11 für
eine im wesentlichen lotrechte Einführung in den Untergrund führen.
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Der
Schirmständer
ist ordnungsgemäß in den
Boden eingebracht, wenn die Unterseite 122 des Auflageelementes 12, 12' auf der Bodenoberfläche, beispielsweise
der Rasenfläche,
aufliegt. Nun kann der in dem Schirmständer zu haltende Sonnenschirm mit
seinem Schaft in das Rundrohr (rohrförmige Aufnahme) 11 eingesteckt
und mit der Klemmeinrichtung 111 fixiert werden. Bei der
Ausgestaltung gemäß 2 wird
der Schirmständer 1' vor einem unbeabsichtigten
Verdrehen durch die in den Boden eingebrachten flächigen Versteifungselemente 14 gesichert.
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- 1,1'
- Schirmständer
- 11
- rohrförmige Aufnahme,
Rundrohr
- 111
- Klemmeinrichtung
- 112
- Knotenblech
- 12,12'
- flächiges Auflageelement,
Blechplatte
- 121
- Oberseite
- 122
- Unterseite
- 13
- Spieß, Erdnagel
- 131
- Spitze
- 14
- Versteifungselement
- 15
- Griff
- Z
- Längsachse