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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kühlen eines heißen flüssigen Nahrungsmittels,
insbesondere von Wasser auf eine Trinktemperatur, umfassend ein
ein Kühlmittel
enthaltendes Kühlaggregat
mit einer durch das Kühlmittel
geführten,
einen Einlauf zum Einlassen der heißen Flüssigkeit und einen Auslauf
für die
gekühlte
Flüssigkeit
aufweisenden Kühlleitung.
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Derartige
Kühlvorrichtungen
werden beispielsweise zur Zubereitung einer Mahlzeit für ein Baby
oder Kleinkind eingesetzt. Bei der Bereitung einer solchen Mahlzeit
wird abgekochtes heißes
Wasser als flüssiges
Nahrungsmittel durch die Kühlvorrichtung
geleitet, um das heiße
Wasser auf Trinktemperatur zu kühlen
und somit den ansonsten länger dauernden
Abkühlprozess
gegenüber
der Umgebungsluft zu beschleunigen. Bekannt ist eine zu diesem Zweck
konzipierte Kühlvorrichtung
aus WO 2004/070294 A1. Die in diesem Dokument beschriebene Kühlvorrichtung
umfasst im Kern ein Kühlaggregat,
das mit einem Kühlmittel
gefüllt
ist und durch welches eine Kühlleitung
geführt
ist. Die Kühlleitung ist
nach Art einer in das Kühlmittel
eintauchenden Wendel konzipiert, deren oberes Anschlussstück zu einem
Einlauf und deren unteres Anschlussstück zu einem Auslauf führt. Der
Einlauf mündet
an der oberen Endseite des Kühlaggregats,
der Auslauf an der unteren Endseite. Auf die Einlaufseite des Kühlaggregats
ist eine Einfüllhilfe
aufsetzbar. Bei der Einfüllhilfe
han delt es sich um einen trichterförmigen Gegenstand mit einem
unteren, zum Einleiten der heißen
Flüssigkeit
in den Einlauf der Kühlleitung
dienenden Auslauf. Gemäß einer
in vorgenanntem Dokument beschriebenen Ausgestaltung kommt der Einfüllhilfe
zudem die Funktion eines Messbechers zum Abmessen der zu kühlenden
Flüssigkeitsmenge
zu. Damit jedoch eine definierte heiße Flüssigkeitsmenge dem Kühlaggregat
dieser vorbekannten Vorrichtung zugeführt werden kann und die in
die Einfüllhilfe eingeschüttete heiße Flüssigkeit
nicht bereits vor Abschluss des Messvorganges in die Kühlleitung
einfließt,
ist es notwendig, dass die Einfüllhilfe
auslaufseitig oder das Kühlaggregat
einlaufseitig ein Ventil aufweisen, das bei dem Vorgang des Einfüllens und Abmessens
der heißen
Flüssigkeit
in der Einfüllhilfe geschlossen
ist. Ansonsten wird der Messvorgang durch bereits auslaufende heiße Flüssigkeit
verfälscht.
Dieses kann dann zu einem Überlaufen
eines an die zu kühlende
Flüssigkeitsmenge
angepassten Auffanggefäßes führen. Des
Weiteren ist dann nicht gewährleistet,
dass die aus dem Kühlaggregat
ausfließende
Flüssigkeit
die vorgesehene Trinktemperatur aufweist, womöglich zu kühl ist, so dass anschließend die
bereitete Mahlzeit wieder etwas erwärmt werden muss.
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Die
Unterseite des Kühlaggregates
verfügt über Anschlussmittel,
an die ein Auffanggefäß, beispielsweise
ein Babyfläschchen
angeschlossen werden kann. In diese fließt das aus der Kühlleitung
austretende gekühlte
flüssige
Nahrungsmittel, beispielsweise das Wasser ein. Mit dem auf Trinktemperatur befindlichen
Wasser wird sodann die gewünschte Mahlzeit
bereitet und dem Baby oder dem Kleinkind verabreicht.
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Nachteilig
bei dieser vorbekannten Kühlvorrichtung
ist ihre Handhabung und die Schwierigkeit, eine vordefinierte Flüssigkeitsmenge
zu kühlen, wenn
nicht zusätzliche
Ventile eingesetzt werden. Gerade bei Vorrichtungen, die in Kontakt
mit Lebensmitteln gelangen, wie beispielsweise bei der vorbeschriebenen
Kühlvorrichtung
ist man bestrebt, diejenigen Teile der Vorrichtung, die in Kontakt
mit dem Nahrungsmittel kommen, möglichst
einfach auszugestalten, um eine Reinigung der Vorrichtung nicht
unnötig
zu verkomplizieren. Darüber
hinaus ist bei dieser vorbekannten Kühlvorrichtung sicherzustellen, dass
beim Einfüllen
des heißen
flüssigen
Nahrungsmittels in die Einfüllhilfe
die übrigen
Bestandteile der Kühlvorrichtung,
sollten diese nicht anderweitig befestigt sein, festgehalten werden, um
ein Umkippen der Kühlvorrichtung
und ein mit unter schwallartiges Austreten des heißen Wassers
aus der Einfüllhilfe
zu vermeiden.
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Ausgehend
von diesem diskutierten Stand der Technik liegt der Erfindung daher
die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Kühlvorrichtung dergestalt weiterzubilden,
dass den zu dem diskutierten Stand der Technik aufgezeigten Nachteilen
begegnet ist.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine
eingangs genannte, gattungsgemäße Kühlvorrichtung
gelöst,
bei der die Vorrichtung zumindest ein an die Endseite des Kühlaggregates
mit dem Einlauf mit seiner Öffnung
anschließbares
und durch das Anschließen
an das Kühlaggregat
verschließbares
Einfüllgefäß mit definiertem
Füllvolumen
umfasst, wobei zum Zwecke des Anschließens des Einfüllgefäßes an das
Kühlaggregat
beide Teile jeweils komplementär
zusammenwirkende Verbindungselemente tragen, so dass aus einem Einfüllgefäß und dem
Kühlaggregat
für den
Vorgang des Kühlens
eine gegenständliche
Einheit gebildet werden kann und in Abhängigkeit von der definierten,
aus dem Einfüllgefäß in den
Einlauf des Kühlaggregates
fließenden
Flüssigkeitsmenge,
der Temperatur und der Menge des in dem Kühlaggregat enthaltenen Kühlmittels
die Flüssigkeit
mit einer in engen Grenzen vorgegebenen Temperatur aus dem Auslauf
des Kühlaggregates austritt.
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Diese
Kühlvorrichtung
verfügt über ein
oder mehrere Einfüllgefäße mit definiertem
Füllvolumen. Jedes
dieser Einfüllgefäße ist mit
seiner Öffnung
an die Einlaufseite des Kühlaggregates
anschließbar, beispielsweise
formschlüssig
durch zusammenwirkende Gewindeabschnitte, von denen einer dem Einfüllgefäß und der
andere dem Kühlaggregat
zugeordnet ist. Die Einfüllgefäße können mit
dem Kühlaggregat
verbunden werden und bilden mit diesem sodann eine gegenständliche
Einheit. Von Bedeutung ist, dass die Einfüllgefäße durch das Anschließen an das Kühlaggregat
verschlossen werden und in diesem Verbund in dem Einfüllgefäß befindliche
Flüssigkeit nur über die
in dem Kühlaggregat
enthaltene Kühlleitung
auftreten kann. Die Einfüllgefäße weisen
daher zweckmäßigerweise
an ein und derselben Seite nur eine Öffnung zum Einfüllen des
heißen,
zu kühlenden Nahrungsmittels
und auch zum Auslassen desselben auf. Zweckmäßigerweise sind die Einfüllgefäße sind nach
Art eines Bechers oder einer Flasche konzipiert. Die Einfüllgefäße weisen
gemäß einer
vor teilhaften Ausgestaltung eine thermische Isolierung auf. Dieses erleichtert
die Handhabung der Einfüllgefäße. Durch eine
solche Maßnahme
wird jedoch auch die in das Einfüllgefäß eingefüllte heiße Flüssigkeit über einige Zeit
auf ihrem heißen
Temperaturniveau gehalten, so dass die in die Kühlleitung beim Vorgang des
Kühlens
eintretende Flüssigkeit
eine definiertere Temperatur aufweist. Ein solches Einfüllgefäß hat ein
definiertes Füllvolumen.
Angezeigt werden kann die vorbestimmte Füllmenge durch eine Markierung
in oder am Einfüllgefäß. Gemäß einer
vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Einfüllgefäß dergestalt
konzipiert ist, dass dieses, wenn mit der vorgegebenen Flüssigkeitsmenge
gefüllt,
das Einfüllgefäß quasi
randvoll ist. Die Handhabung auch eine solches, quasi randvollen
Einfüllgefäßes, das
mit heißer Flüssigkeit,
beispielsweise heißem
Wasser gefüllt
ist, ist unproblematisch, da das Einfüllgefäß grundsätzlich nicht bewegt zu werden
braucht. Vielmehr kann das Kühlaggregat
mit dem Einfüllgefäß, beispielsweise
durch Aufschrauben verbunden werden, wodurch das Einfüllgefäß gegenüber nach
außen
austretender Flüssigkeit
verschlossen wird. Das Einfüllgefäß wird somit
mit dem Kühlaggregat
nach Art eines Deckels verschlossen.
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Vor
Beginn des Kühlvorganges
ist das Einfüllgefäß mit der
zu kühlenden
heißen
Flüssigkeit
zuunterst angeordnet und wird mittels der Einlaufseite des Kühlaggregates
durch das Kühlaggregat
verschlossen. Durch Umkippen der Kühlvorrichtung, so dass das
Kühlaggregat
zuunterst und das Einfüllgefäß mit seiner Öffnung nach
unten zum Einlauf des Kühlaggregats
weisend zuoberst angeordnet ist, wird der Kühlvorgang eingeleitet. Die
in dem Einfüllgefäß befindliche
heiße
Flüssigkeit
läuft sodann
in den Einlauf des Kühlaggregates
ein, durchläuft
die Kühlleitung,
wobei der heißen
Flüssigkeit
eine definierte Wärmemenge
entzogen wird, und dann aus dem Auslauf des Kühlaggregates aus. Das in dem
Kühlaggregat
enthaltene Kühlmittel
ist zuvor auf eine definierte Temperatur gebracht worden, beispielsweise durch
Lagern in einem Kühlschrank
oder Gefrierschrank für
eine bestimmte Zeitdauer auf Kühlschranktemperatur.
Bei bestimmungsgemäßer Anwendung
wird somit durch das Einfüllgefäß eine definierte
Flüssigkeitsmenge
in die Kühlleitung
eingebracht, aufgrund des Bekanntseins der Temperatur des beispielsweise
auf Kühlschranktemperatur
befindlichen Kühlmittels
sowie seiner Menge, der Durchflussgeschwindigkeit der zu kühlenden
Flüssigkeit
eine definierte Wärmemenge
entzogen, so dass auslaufseitig die dann gekühlte Flüssigkeit in einer in engen
Grenzen vordefinierten Temperatur austritt. Dabei wird bei dieser
Kühlvorrichtung
der Umstand ausgenutzt, dass durch die Möglichkeit des Ausbildens einer
gegenständlichen
Einheit zwischen dem Einfüllgefäß und dem
Kühlaggregat
bei dem Vorgang des Umkippens die in dem Einfüllgefäß vorhandene Luft durch die
heiße
Flüssigkeit
zum Boden des Einfüllgefäßes hin
aufsteigt, sich dabei erwärmt
und expandiert. Dadurch wird in dem Einfüllgefäß während des Einlaufens der heißen Flüssigkeit
in das Kühlaggregat
und entsprechend während
des Durchlaufens der Flüssigkeit
durch das Kühlaggregat
ein gewisser Druck erzeugt, der den Durchfluss der zu kühlenden Flüssigkeit
durch die Kühlleitung
unterstützt
und dazu beiträgt,
dass die durch die Kühlleitung
geleitete Flüssigkeitsmenge
insgesamt mit einer definierten Durchflussgeschwindigkeit durch
die Kühlleitung fließt, wobei
vor allem der sich in dem Einfüllgefäß aufbauende
Druck ein definiertes Durchfließen
der zu kühlenden
Flüssigkeit
bei bereits teilweise oder weitgehend entleertem Einfüllgefäß unterstützt. Zweckmäßigerweise
ist eine Belüftungsöffnung vorgesehen,
um bei dem Vorgang des Kühlens
in das sich entleerende Einfüllgefäß Luft einzuleiten.
Eine solche Belüftungsöffnung sich
an der Schnittstelle zwischen dem Einfüllgefäß und dem Kühlaggregat befinden, so dass
sich die dadurch in das Einfüllgefäß bei seiner
Entleerung zugeführte
Luft beim Durchtreten durch die in dem Einfüllgefäß befindliche heiße Flüssigkeit
erwärmt,
expandiert und zu einem definierten Druckaufbau innerhalb des Einfüllgefäßes bei
seiner Entleerung beiträgt.
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Bei
dieser Kühlvorrichtung,
bei der das Einfüllgefäß mit dem
Kühlaggregat
für den
Vorgang des Kühlens
zu einer gegenständlichen
Einheit zusammengesetzt wird, besteht nicht die Gefahr, dass heiße, ungekühlte Flüssigkeit
bei unsachgemäßer Bedienung
austreten kann. Nachdem die gegenständliche Einheit zwischen dem
Einfüllgefäß mit der
heißen,
zu kühlenden
Flüssigkeit
und dem Kühlaggregat hergestellt
ist, kann diese Kühlvorrichtung
ohne weiteres gehandhabt werden. Beispielsweise lässt sich die
Kühlvorrichtung
mit ihrem Auslauf nach unten weisend auf ein Trinkgefäß, beispielsweise
eine Tasse oder einen Becher aufsetzen, so dass die am Auslauf des
Kühlaggregats
auslaufende Flüssigkeit
in das Trinkgefäß einläuft. Eine
solche Verwendung der Kühlvorrichtung
kann zum Kühlen
von Tee benutzt werden, um die Abkühlzeit zu verkürzen, bis
dieser seine Trinktemperatur erreicht hat.
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In
einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Kühlaggregat
auch auslaufseitig über Anschlussmittel
zum Anschließen
eines Auffanggefäßes zum
Auffangen der gekühlten
Flüssigkeit
aufweist. Hierbei kann es sich beispielsweise um einen Innengewindeabschnitt
handeln, an dem etwa ein Babyfläschchen
mit einem Außengewinde
anschließbar
ist. Bei einer solchen Ausgestaltung wird für den Vorgang des Kühlens eine
gegenständliche
Einheit aus dem Einfüllgefäß, dem Kühlaggregat
und dem Auffanggefäß gebildet,
bevor der Kühlvorgang
durch Umdrehen bzw. Umkippen der auf diese Weise gebildeten Kühlvorrichtung
eingeleitet wird. Aus dieser Kühlvorrichtung
kann sodann weder heiße
noch gekühlte
Flüssigkeit
austreten.
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Der
Kühlvorrichtung
kann ein Ständer
zum Halten der gegenständlichen
Einheit, bestehend aus dem Einfüllgefäß und dem
Kühlaggregat
und gegebenenfalls dem Auffanggefäß, zugeordnet sein. Durch dieses
kann die Kühlvorrichtung
sicher gehalten sein. In einer Weiterbildung eines solchen Ständers ist
vorgesehen, den Halter schwenkbar zu konzipieren, so dass der Halter
auf einer Unterlage aufsteht und die Kühlvorrichtung daran um 180° geschwenkt
werden kann, um nach Einfüllen
des heißen
Wassers in das Einfüllgefäß und zusammenstellenden
der Kühlvorrichtung
diese entsprechend umkippen zu können,
damit das heiße
Wasser durch das Kühlaggregat
in das Auffanggefäß einfließen kann. Angeschlossen
werden kann die Kühlvorrichtung
an den Halter mit einem an dem Halter angeordneten Kabel, in die
beispielsweise das Kühlaggregat
eingehängt
werden kann.
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Nachfolgend
ist die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die beigefügten
Figuren beschrieben. Es zeigen:
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1:
eine Seitenansicht von drei zum Erstellen einer Kühlvorrichtung
benötigten
Elemente, umfassend ein Kühlaggregat,
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2:
die aus den drei Elementen der 1 gebildete
Kühlvorrichtung
vor dem Kühlen
in einem Längsschnitt,
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3:
die Kühlvorrichtung
der 2 bei dem Vorgang des Kühlens,
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4:
eine perspektivische Detailansicht der Einlaufseite des Kühl aggregats
und
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5:
eine Draufsicht auf die Auslaufseite des Kühlaggregats der Kühlvorrichtung.
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Eine
Kühlvorrichtung 1 umfasst
ein Kühlaggregat 2,
ein Einfüllgefäß 3 sowie
ein Auffanggefäß 4. Das
Einfüllgefäß 3 und
das Auffanggefäß 4 sind
jeweils flaschenartig ausgebildet und verfügen über eine einzige Öffnung 5 bzw. 6.
Die Öffnungen 5, 6 werden
eingefasst durch einen Halsabschnitt 7 bzw. 8,
an dem ein Außengewindeabschnitt 9 bzw. 10 angeformt
ist. Der Außengewindeabschnitt 9, 10 dient zum
Anschließen
des Einfüllgefäßes 3 bzw.
des Auffanggefäßes 4 an
das Kühlaggregat 2.
Das Kühlaggregat 2 verfügt zu diesem
Zweck über
komplementäre
Innengewindeabschnitte, die zum Anschließen des Einfüllgefäßes 3 an
seiner Einlaufseite 11 und des Auffanggefäßes 4 an
seiner Auslaufseite 12 angeordnet sind. Um eine Anschlussverwechslung
zu vermeiden, weisen die beiden Gewindeabschnitte 9, 10 jeweils
einen unterschiedlichen Durchmesser auf. Dadurch ist gewährleistet,
dass bestimmungsgemäß das Einfüllgefäß 3 nur
an der Einlaufseite 11 und das Auffanggefäß 4 nur
an der Auslaufseite 12 des Kühlaggregates 2 angeschlossen
werden kann.
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Die
zusammengesetzte Kühlvorrichtung 1 ist in 2 gezeigt.
Erkennbar ist der Anschluss des Auffanggefäßes 4 an die Auslaufseite 12 des
Kühlaggregats 2 sowie
der Anschluss des Einfüllgefäßes 3 an
die Einlaufseite 11 des Kühlaggregats 2. Die
Einlaufseite 11 und die Auslaufseite 12 verfügen zum Anschließen des
Einlaufgefäßes 3 sowie
des Auffanggefäßes 4 über komplementäre Innengewindeabschnitte.
Das Kühlaggregat 2 verfügt über eine
gewandelte Kühlleitung 13,
deren in 2 unterer Anschluss 14 zur
Einlaufseite 11 und deren oberer Anschluss 15 zur
Auslaufseite 12 des Kühlaggregats 2 geführt ist.
Der Boden der Einlaufseite 11 und der Auslaufseite 12 weist
jeweils eine Öffnung
zum Einlassen von Flüssigkeit
in die Kühlleitung 13 bzw.
zum Auslassen derselben auf. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist das Kühlaggregat 2 aus
zwei Halbschalen 16, 17, die abgedichtet miteinander
verbunden sind, aufgebaut. Die untere Halbschale 16 weist
einen Verschluss 18 auf, durch den in das Kühlaggregat 2 ein
Kühlmittel
eingebracht werden kann. Das Kühlaggregat 2 ist
mit einem Kühlmittel 19 (nicht durch
Schraffur kenntlich gemacht) gefüllt.
Bei dem Kühlmittel 19 kann
es sich beispielsweise um Wasser oder um ein Alkohol oder Alkoholgemisch
handeln. Das Kühlmittel 19 ist
innerhalb des Kühlaggregats 2 gekapselt
und kann aus diesem nur bei geöffnetem Verschluss 18 austreten.
Innerhalb des Kühlaggregats 2 befindet
sich eine definierte Kühlmittelmenge. In
jedem Fall wird man in dem Kühlaggregat 2 eine solche
Kühlmittelmenge
einbringen, dass der gewendelte Abschnitt der Kühlleitung 13 darin
eintaucht.
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Das
Auffanggefäß 3 weist
ein definiertes Füllvolumen
auf und ist in der Darstellung der 2 mit abgekochtem
heißem
Wasser 20 quasi randvoll gefüllt. Zwischen dem Wasserspiegel
und dem Boden der Einlaufseite 11 des Kühlaggregats 2 ist
eine kleine Luftmenge eingeschlossen. Das heiße Wasser 20 ist in
das Einfüllgefäß 3 eingebracht
worden, bevor dessen Öffnung 5 durch
Aufschrauben des Kühlaggregats 2 mit
seiner Einlaufseite 11 verschlossen worden ist. Das Kühlaggregat 2 ist
für den
Vorgang des vorgesehenen Kühlens
vor seinem Aufschrauben auf das Einfüllgefäß 3 in einem Kühlschrank
gelagert worden. Das in dem Kühlaggregat 2 enthaltene Kühlmittel 19 weist
daher eine Kühlschranktemperatur
von etwa 4° – 6° auf.
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Zum
Kühlen
des in dem Einfüllgefäß 3 befindlichen
heißen
Wassers wird die Kühlvorrichtung
1 um 180° umgekippt,
so dass dann – wie
in 3 dargestellt – das Auffanggefäß 4 zuunterst
ist und mit seinem Boden aufsteht. Durch das Umkippen der Kühlvorrichtung 1 in
ihrer in 3 gezeigte Kühlstellung läuft das
in dem Einfüllgefäß 3 befindliche
heiße Wasser 20 in
die Kühlleitung 13 ein.
Beim Durchlaufen der Kühlleitung 13 wird
dem durchlaufenden heißen
Wasser Wärme
entzogen, wodurch sich das in dem Kühlaggregat 2 befindliche
Kühlmittel 19 erwärmt. An
der Auslassseite 12 des Kühlaggregats 2 tritt
sodann gekühltes
Wasser aus, das in das Auffanggefäß 4, beispielsweise
ein Babyfläschchen,
einläuft.
Bei diesem Vorgang tritt die in dem Einfüllgefäß 3 ursprünglich vorhandene
Luft durch das heiße Wasser 20 hindurch,
wie in 3 durch die darin befindlichen Blasen angedeutet,
expandiert und baut in dem nunmehr oberen Bereich 21 des
Einfüllgefäßes 3 einen
den Entleerungsvorgang unterstützenden Druck
auf. An der Schnittstelle zwischen dem Kühlaggregat 2 und dem
Einfüllgefäß 3 befindet
sich zudem eine Belüftungsöffnung,
durch die Umgebungsluft in das Einfüllgefäß 3 bei seiner Entleerung
eintritt. Auch diese wird durch das heiße Wasser 20 geleitet, expandiert
und unterstützt
den Druckaufbau in dem Einfüllgefäß 3.
Durch diesen Druck aufbau wird der Entleerungsvorgang unterstützt, insbesondere
bei teilentleertem Einfüllgefäß 3.
Der Druckaufbau innerhalb des Einfüllgefäßes 3 beim Auslaufens
des heißen
Wassers 20 unterstützt
einen definiert ablaufenden Kühlprozess,
insbesondere hinsichtlich der Geschwindigkeit des heißen Wassers 20 beim
Durchlaufen der Kühlleitung 13.
Infolge dessen und infolge des Bekanntseins der übrigen, auf den Kühlprozess Einfluss
nehmenden Faktoren kann in relativ engen Grenzen die auslaufseitig
austretende Wassertemperatur vorhergesagt werden. Folglich ist der
Kühlprozess
definiert und mit gleichbleibender Austrittstemperatur reproduzierbar.
Dieses setzt voraus, dass das in dem Kühlaggregat enthaltene Kühlmittel 19 nach
jedem Kühlvorgang
erneut auf seine Ausgangstemperatur, zweckmäßigerweise Kühlschranktemperatur
gebracht wird. Zu diesem Zweck wird das Kühlaggregat 2 für einige
Zeit in den Kühlschrank
gelegt.
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Die
bereits vorbeschriebene Belüftungsöffnung an
der Schnittstelle zwischen dem Kühlaggregat 2 und
dem Einfüllgefäß 3 ist
in einer perspektivischen Detailansicht in 4 gezeigt. 4 zeigt
die Einlaufseite 11 des Kühlaggregats 2 mit
seinem Boden 22 und seiner Einlassöffnung 23. Der Boden 22 ist
zur Einlassöffnung 23 hin
trichterförmig
ausgebildet. Eine den Innengewindeabschnitt durchgreifende und in
den Boden 22 eingreifende Kerbe 24 dient als Wegsamkeit
zum Einlassen von Umgebungsluft in ein an die Einlaufseite 11 des
Kühlaggregats 2 angeschlossenes
Einfüllgefäß 3 bei
seiner Entleerung.
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5 zeigt
die Auslaufseite 12 des Kühlaggregates 2 mit
seiner Auslassöffnung 25,
die durch einen Schieber 26 verschlossen werden kann. Der Schieber 26 kann über die
Auslassöffnung 25 geschoben
werden, wenn das Kühlaggregat 2 mit
der Auslaufseite 12 nach unten weisen beispielsweise zum
Kühlen
des darin enthaltenen Kühlmittels 19 in einem
Kühlschrank
abgestellt wird. An der Schnittstelle zwischen dem Kühlaggregat 2 und
dem Auffanggefäß 4 ist
eine Entlüftungsöffnung 27 vorgesehen,
um die durch Eintreten der gekühlten
Flüssigkeit in
das Auffanggefäß 4 verdrängte Luft
entweichen zu lassen.
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- 1
- Kühlvorrichtung
- 2
- Kühlaggregat
- 3
- Einfüllgefäß
- 4
- Auffanggefäß
- 5
- Öffnung
- 6
- Öffnung
- 7
- Halsabschnitt
- 8
- Halsabschnitt
- 9
- Außengewindeabschnitt
- 10
- Außengewindeabschnitt
- 11
- Einlaufseite
- 12
- Auslaufseite
- 13
- Kühlleitung
- 14
- Anschluss
- 15
- Anschluss
- 16
- Halbschale
- 17
- Halbschale
- 18
- Verschluss
- 19
- Kühlmittel
- 20
- Wasser
- 21
- Bereich
- 22
- Boden
- 23
- Einlassöffnung
- 24
- Kerbe
- 25
- Auslassöftnung
- 26
- Schieber
- 27
- Entlüftungsöffnung