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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Lockenwickler mit einem hohlen,
mit Durchbrechungen versehenen, im wesentlichen zylindrischen Wickelkörper.
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Lockenwickler
sind in unterschiedlichen Größen und
Ausführungsformen
bekannt. Auf ihnen läßt sich
das Haar aufwickeln und mit Hilfe von Nadeln oder Steckern fixieren,
die durch die Durchbrechungen im Wickelkörper gesteckt werden. Neben
Lockenwicklern mit kreisförmigem
Querschnitt sind aus dem deutschen Gebrauchsmuster 203 04 130.5
des Anmelders ferner Lockenwickler mit abgeflachtem Querschnitt
bekannt.
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Diese
bekannten Lockenwickler haben gemeinsam, dass der Querschnitt des
Wickelkörpers über dessen
gesamte Länge
hin konstant ist. Hierdurch läßt sich
die aufgewickelte Haarsträhne
zu einer Welle formen, die über
ihre gesamte Breite hinweg im wesentlichen das gleiche Haarvolumen
aufweist. Es ist bisher keine Möglichkeit
bekannt, das Volumen der Welle über
deren Breite hinweg zu variieren. Eine möglichst naturgetreue und haltbare Nachbildung
von Naturwellen war bislang nicht möglich. Zudem neigen die bekannten
Lockenwickler dazu, im aufgewickelten Zustand innerhalb der Locke zu
verrutschen.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Lockenwickler der
eingangs genannten Art zu schaffen, der weitere Variationsmöglichkeiten zur
Gestaltung einer Wellenfrisur bietet, insbesondere auch zur naturgetreuen
Nachbildung von natürlicher
Wellen, und darüber
hinaus dem Lockenwickler einen festeren Halt im aufgewickelten Zustand
verleiht.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen
Lockenwickler der eingangs genannten Art gelöst, bei welchem der äußere Querschnitt
des Wickelkörpers
sich zumindest entlang einer Querschnittsachse von den Enden des
Wickelkörpers
her zur Mitte hin verjüngt.
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Der
Wickelkörper
des erfindungsgemäßen Lockenwicklers
weist somit eine Einschnürung
auf. Hierdurch läßt sich
die Haarsträhne
im mittleren Bereich des Wickelkörpers
(bezogen auf dessen Längsrichtung)
zu einer Locke mit kleinerem Querschnitt wickeln als an den äußeren Enden
des Wickelkörpers, so
dass in der Mitte der Strähne
Spirallocken mit hoher Haltbarkeit geformt werden, die Strähne in den
benachbarten Randbereichen jedoch zu einer lockigen Welle mit größerem Volumen
geformt wird. Im Bereich des entlang einer Querschnittsachse verjüngten Querschnitts
wird die Haarsträhne
beim Aufwickeln nacheinander abwechselnd über einen abgeflachten Oberflächenbereich,
dessen Abflachung der Querschnittsverminderung entspricht, sowie über einen
erhöhten
Bereich mit größerem Radius
(entsprechend einer scharfen oder abgerundeten Kante, die zwei abgeflachte
Bereiche verbindet) geführt.
Hierdurch erhält
die fertig ausgeformte Locke eine Wellenform mit entsprechenden
Wellenkämmen
und -tälern,
während
dieser Effekt zu den Enden des Wickelkörpers hin abgeschwächt wird.
Diese Form kommt einer Naturwelle sehr nahe. Überdies verleiht die Einschnürung dem
Wickelkörper
einen festeren Halt in der aufgewickelten Strähne als die bisherigen Lockenwickler.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
weist der Wickelkörper
in seinem mittleren Bereich einen flachen elliptischen Querschnitt
auf.
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Gemäß einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform
umfaßt
der Wickelkörper
in seinem mittleren Bereich einen mandelförmigen Querschnitt.
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Der
Wickelkörper
kann vorzugsweise aus Kunststoff bestehen.
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Weiter
vorzugsweise kann seine Oberfläche mit
einem Klettbandmaterial beschichtet sein, das eine größere Haftung
des Wickelkörpers
in der aufgewickelten Haarsträhne
bietet.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
ist die Oberfläche
des Wickelkörpers
rauh oder beflockt.
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Im
folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Zeichnung näher
erläutert.
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1 ist
eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lockenwicklers;
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2 ist
eine Seitenansicht des Lockenwicklers aus 1;
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3 ist
eine Draufsicht auf den Lockenwickler der 1 und 2;
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4 ist
ein schematischer Schnitt durch den Lockenwickler aus den 1 und 2 entlang der
Schnittebene A–A;
und
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5 ist
ein schematischer Schnitt durch den Lockenwickler aus den 1 und 2 entlang der
Schnittebene B–B.
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Der
Lockenwickler 10 aus 1 besteht
aus einem rohrförmigem
Wickelkörper 12 aus
Kunststoff, mit einer etwa zylindrischen Mantelfläche 14 und
offenen Stirnseiten 16,18. Die Mantelfläche 14 des
Wickelkörpers 12 ist
mit einer Anzahl von Durchbrechungen versehen, von denen in den
Figuren eine Durchbrechung beispielhaft mit der Bezugsziffer 20 bezeichnet
ist. Anzahl und Form der Durchbrechungen sind nicht auf das hier
gezeigte Ausführungsbeispiel
beschränkt,
sondern vielmehr können
die Durchbrechungen so geformt und angeordnet sein, dass ein Einführen von
Nadeln, Steckern oder dergleichen auf einfache Weise möglich ist
und der Lockenwickler 10 gut in einer aufgewickelten Haarsträhne gehalten
werden kann.
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Es
wird angemerkt, dass die Bezeichnung "Längsachse" sich im folgenden
auf die Rohrachse des Wickelkörpers 12 bezieht,
d.h., auf die in den Figuren mit X bezeichnete Achse, so wie auch
die Begriffe "Enden" und "Mitte" sich hier auf die
Längsachse
X beziehen sollen. Hingegen bezieht sich der Begriff "Querschnitt" stets auf eine Schnittebene,
die senkrecht zur Längsachse
X steht. Von den offenen Enden 16,18 des Wickelkörpers 12 her
zur Mitte 22 hin verjüngt
sich der Querschnitt des Wickelkörpers 12,
d.h., entlang der Querschnittsachse Z nimmt der äußere Querschnitt von den Enden 16,18 zur
Mitte 22 hin stetig ab, so dass der Wickelkörper 12 eine Einschnürung aufweist.
Dies wird auch in der Seitenansicht in 2 deutlich.
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Es
ist möglich,
den Verlauf des Querschnitts von den Enden zur Mitte hin so zu gestalten,
dass der Querschnitt zur Mitte 22 hin zwar abnimmt, seine
geometrische Form jedoch erhalten bleibt. In diesem Fall kann der
Querschnitt sowohl an den Enden 16,18 als auch
in der Mitte 22 etwa kreisförmig sein. Bei der hier dargestellten
Ausführungsform
liegt jedoch entlang der Querschnittsachse Y, die zu der vorstehend
erwähnten
Querschnittsachse Z senkrecht steht, keine Verjüngung des Querschnitts vor,
sondern der Querschnitt bleibt entlang dieser Achse Y weitgehend
konstant. Somit wird der Wickelkörper 12 lediglich
entlang einer Querschnittsachse Z abgeflacht. Dies ist in der Draufsicht
in 3 und ferner in den Querschnitten in den 4 und 5 zu
erkennen. In dem Mittelbereich 22 ist die Form der Abflachung
so gewählt,
dass sich ein mandelförmiger Querschnitt
ergibt, der sich aus zwei gewölbten,
einander gegenüberliegenden
Mantelflächen-Abschnitten 24,26 des
Mantels 14 des Wickelkörpers 12 zusammensetzt.
Hierdurch ergeben sich zwei gegenüberliegende Längskanten 28,30 des
Wickelkörpers 12.
Indem die Haarsträhne
aufeinanderfolgend über die
erste Kante 28, die obere Mantelfläche 24, die gegenüberliegende
Kante 30 und die untere Mantelfläche 26 geführt wird,
wird eine Welle geformt, deren Verlauf im gelösten Zustand nach dem Entfernen
des Lockenwicklers 10 als besonders natürlich empfunden wird. Im Bereich
der Einschnürung
in der Mitte 22 des Lockenwicklers 10 wird die
Strähne
enger und fester gewickelt, so dass ihre Haltbarkeit erhöht wird, während in
den Bereichen der Enden 16,18 ein größeres Lockenvolumen
erzielt wird.
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Die
Kanten 28,30 können
auch stark abgerundet sein, so dass sich im Bereich der Mitte 22 des Wickelkörpers 12 eine
eher elliptische oder ovale Form ergibt. Das Ausmalt der Abrundung
an den Kanten 28,30 und der Abflachung entlang
der Querschnittsachse Z können
entsprechend der zu formenden Welle gewählt werden.
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An
den Enden 16,18 weicht die Form des Querschnitts
nur geringförmig
von einer Kreisform ab, so dass der Wickelkörper 12 an diesen
Endabschnitten 16,18 im wesentlichen eine elliptische Querschnittsform
aufweist.