-
Die
Erfindung betrifft beliebig viele räumlich nebeneinander anordbare
geometrische Körper
als Puzzleteile mit mittig oder rasterförmig in deren Flächen eingelassenen
Magneten, so dass durch Aneinanderfügen dieser Körper ein
Gebilde entsteht, in dem sich alle benachbarten gleich großen Flächen ausnahmslos
durch ihre Magneten gegenseitig anziehen.
-
Das
dreidimensionale Magnetpuzzle ist ein Logikspiel zur Förderung
des räumlichen
Vorstellungsvermögens
für den
Einsatz im heimischen, schulischen oder gesellschaftlichen Bereich,
beispielsweise zur Durchführung
von Einzel- oder Gruppenwettbewerben.
-
Als
geometrische Körper
für das
dreidimensionale Magnetpuzzle kommen alle Formen in Frage, die sich
räumlich
lückenlos
aneinander anfügen
lassen. Die interessantesten Körper
sind hierbei zweifellos die Platonischen Körper (Tetraeder, Hexaeder, Oktaeder,
Dodekaeder und Isokaeder), von denen sich aber nur die Hexaeder
(Würfel)
ohne Hinzufügen anderer
Zwischenkörper
in beliebigen Positionen lückenlos
aneinanderreihen lassen.
-
Es
lassen sich aber beispielsweise Tetraeder und quadratische Pyramiden,
deren Seitenflächen gleichseitige
Dreiecke von der Größe der Tetraederseitenfläche sind,
lückenlos
zusammenfügen,
wodurch insgesamt wiederum eine quadratische Pyramide mit gleichseitigen
Dreiecken als Seitenflächen entsteht.
-
Ebenso
lassen sich Würfel
mit abgeschnitten Ecken, an denen so gleichseitige und gleich große Dreiecke
entstehen und Oktaeder, deren Seitenflächen mit den Dreiecken an den
Würfeln übereinstimmen,
zusammenfügen.
So entsteht wiederum ein großer
Würfel
oder ein Quader, an dem die an den Außenflächen entstehenden pyramidenförmigen Vertiefungen
noch durch derartige Pyramiden von der Größe eines halben Oktaeders ausgefüllt werden können.
-
Für das Prinzip
von dreidimensionalen Magnetpuzzeln kommen auch solche Körper in
Frage, die sich säulenförmig aneinanderfügen lassen,
z.B. Zylinder mit einem symmetrischen Sechseck oder gleichseitigem
Dreieck als Grundfläche
oder achteckige Zylinder in Verbindung mit quadratischen Zylindern,
d.h. auch diese Körper
sind für
ein dreidimensionales Magnetpuzzle geeignet. Gleichermaßen ließen sich
weitere gleichartige geometrische Körper oder Körperkombinationen aufzählen, die
ebenso lückenlos
zusammenfügbar
sind.
-
Neben
einer Vielzahl von bekannten zweidimensionalen magnetischen Puzzles
sind auch mehrere dreidimensionale Puzzlespiele bekannt, bei denen
verschiedene Puzzleteile, mit oder ohne Magneten, zu einem bestimmtem
Gebilde zusammengesetzt werden müssen.
-
In
der
DE 41 06 826 A1 wird
ein Spielgerät mit
einem Würfelrahmen
beschrieben, bei dem bewegliche Blöcke von Hand oder mit Hilfe
eines Zusatzblockes, der einen Magneten trägt, so bewegt und angeordnet
werden, dass ein gewünschtes
Muster von Zahlen oder ein Bild entsteht. Hierbei sind in den Außenflächen der
beweglichen Blöcke
keine Magneten eingelassen, die sich gegenseitig anziehen sollen.
-
Der
in der
DE 200 07 906
U1 bzw.
US 6,241,249
B1 beschriebene Puzzle-Block funktioniert zwar mit teilweise
eingelassenen Magneten in den Außenflächen der zusammen zu fügenden Würfel, jedoch
so, dass stets ein Magnet eine gegenüberliegende Metallfläche anzieht,
d.h. sich nicht zwei Magneten gegenüberstehen. Die Polarität des nach
außen
zeigenden Magneten ist hierbei nicht relevant, für das in dieser Beschreibung
darstellte dreidimensionale Magnetpuzzle ist sie dagegen ausschlaggebend
für das
Prinzip.
-
Die
US 6,712,358 B1 bzw.
WO 01/03787 A1 beschreiben einen Kubus, bestehend aus acht Würfeln, bei
dem zwei benachbarte Würfel
an jeweils einer Kante über
zwei Magnete miteinander verbunden sind. Diese beiden Magnete übernehmen
dabei die Funktion eines Scharniers. Durch Klappen um die so entstehenden
Achsen können
verschiedene Figuren kreiert werden.
-
In
der
US 6,439,571 B1 wird
ein Puzzle mit würfelförmigen Puzzleteilen
dargestellt, deren Seitenflächen
jeweils in vier Quadranten eingeteilt sind, von denen zwei diagonal
gegenüberliegende
erhoben ausgebildet sind und die anderen beiden flach bleiben. In
allen vier Quadranten ist jeweils ein Magnet eingelassen, wobei
in den erhobenen Quadranten der Pluspol und in den flachen Quadranten
der Minuspol nach außen
zeigt. Das Zusammenfügen der
Würfel
zu einem beliebigen Gebilde erfolgt demzufolge zunächst mechanisch über die
strukturierten Außenflächen, die
Magneten haben keinerlei Auswahlfunktion und dienen nur dem Zusammenhalt
des Gebildes.
-
In
der Schrift
JP 09271585
A wird ein Magnetpuzzle beschrieben, bei dem auf einem
metallischen Würfel
auf deren sechs Seitenflächen
jeweils 16 kleine magnetische Quadrate, von denen bereits immer
vier zu einem festen Gebilde miteinander verbunden sind, flächendeckend
angeordnet werden müssen.
-
Ziel
der vorliegenden Erfindung ist es, durch Aneinanderfügen von
geometrischen Körpern
mit in deren Seitenflächen
bündig
eingelassenen Magneten, ein vorgegebenes oder beliebig großes Gebilde zu
schaffen, in dem sich alle benachbarten Flächen ausnahmslos durch ihre
Magneten aufgrund unterschiedlicher Polarität gegenseitig anziehen.
-
Beispiele
für Spielvarianten
könnten
sein:
– Ein
Spieler allein setzt die Puzzlekörper
zu einem bestimmtem Gebilde, beispielsweise auch mit vorgegebener
farblicher oder bildlicher Gestaltung der Außenflächen zusammen.
– Mehrere
Spieler erhalten eine gleiche Anzahl von Puzzlekörpern (z.B. 27 Würfel), die
zu einem bestimmtem Gebilde zusammengesetzt werden sollen. Gewonnen
hat der Spieler, der die Aufgabe zuerst gelöst hat.
– Es sollen
ganz einfach möglichst
viele Puzzlekörper zu
einem riesigen Gebilde zusammengesetzt werden, z.B. um damit in
das „Guinnes-Buch
der Rekorde" eingetragen
zu werden.
-
Diese,
der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabenstellungen, werden durch
Ausgestaltung nach den Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst. Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen entnehmbar.
-
Das
erfindungsgemäße dreidimensionale Magnetpuzzle
zeichnet sich vorteilhaft durch folgende Eigenschaften aus:
- 1. Die einzelnen Puzzlekörper verfügen über symmetrisch und flächenbündig in
den Außenflächen angelassene
Magneten, deren Plus- oder Minuspol nach außen zeigt.
- 2. Die Puzzlekörper
können
zu beliebigen oder vorgegebenen Gebilden zusammengefügt und wieder
voneinander getrennt werden.
- 3. Die Magneten können
unsichtbar oder sichtbar in den Seitenflächen der Puzzlekörper eingelassen
sein.
- 4. Unsichtbar eingelassene Magneten sind beispielsweise mit
einer undurchsichtigen, die Außenfläche des
Puzzlekörpers
bedeckende, Folie überklebt.
Hierbei kann die Folie farblich neutral sein, d.h. unabhängig von
der Polarität
der Magneten stets die gleiche Farbe aufweisen oder es wird für jede Polarität eine andere
Farbe gewählt, z.B.
Rot für
den nach außen
wirkenden Pluspol und Blau für
den nach außen
wirkenden Minuspol.
- 5. Bei sichtbar eingelassenen Magneten kann deren nach außen zeigende
Polarität
farblich gekennzeichnet oder optisch nicht erkennbar sein.
- 6. Weiterhin können
für das
Puzzlespiel zusätzliche
Bedingungen einfließen.
Beispielsweise können
die Oberflächen
der Puzzlekörper
so bedruckt werden, dass gleichzeitig auf den Seiten des Gesamtgebildes
bestimmte Bilder entstehen sollen. Oder die Oberflächen der Puzzlekörper haben
verschiedene Farbgestaltungen, so dass im Gesamtgebilde die Seitenflächen ebenfalls
bestimmte Farben aufweisen sollen.
- 7. Die Puzzlekörper
können
aus verschiedenen Materialien, z.B. Holz, PVC, Acryl, Glas oder Pur-Schaum
hergestellt sein. Bei Verwendung eines durchsichtigen Materials
lassen sich die bereits zusammengesetzten Puzzlekörper besser mit
den noch zur Verfügung
stehenden Teilen vergleichen und ggf. austauschen.
-
Die
Erfindung soll nachstehend an drei Ausführungsbeispielen erläutert werden.
Hierzu zeigen:
-
1 das
Zusammenwirken von mehreren Puzzlekörpern in Form von Würfeln;
-
2 einen
Ausschnitt aus einem Gebilde, bestehend aus Puzzlekörpern in
Form von Würfeln mit
gleichförmig
abgeschnittenen Ecken und Lücken füllenden
Oktaedern oder quadratischen Pyramiden und
-
3 ein
Gebilde in Form einer Gesamtpyramide, bestehend aus quadratischen
Pyramiden und Tetraedern als Puzzlekörper.
-
Wie
aus 1 bis 3 ersichtlich, können als
Puzzlekörper
verschiedene geometrische Körper verwendet
werden. Als Bedingung gilt lediglich, dass sie sich lückenlos
aneinanderfügen
lassen müssen und
dass die in deren Oberflächen
eingelassenen Magneten mittig oder rasterförmig angeordnet sind, so dass
die Magneten zweier benachbarter Flächen sich stets gegenüber stehen.
-
Die 1 zeigt
anhand von Puzzlekörpern
in Form von Würfeln 1 das
Prinzip des dreidimensionalen Magnetpuzzles. Die Magneten 2 sind
jeweils mittig, d.h. symmetrisch und flächenbündig auf allen sechs Außenflächen angeordnet.
Die sich beim Zusammensetzen der Würfel 1 gegenüber stehenden Magneten 2 ziehen
sich gegenseitig an oder stoßen sich
gegenseitig ab. Die Würfel 1 sind
nun so zu einem beliebigen, z.B. möglichst großem Gebilde, oder einem vorgegebenen
Körper,
beispielsweise wiederum einem Würfel
mit bestimmter Anzahl von Puzzlekörpern, zusammenzufügen, dass
sich alle benachbarten Magneten ausschließlich gegenseitig anziehen.
-
In
der 2 werden als Puzzlekörper Würfel mit gleichförmig abgeschnittenen
Ecken 3 verwendet. Diese Körper haben als Außenflächen sechs symmetrische
Achtecke 4 und acht gleichseitige Dreiecke 5.
Alle vierzehn Außenflächen sind
mit Magneten 2 bestückt,
so dass sich für
dieses Magnetpuzzle eine Vielzahl von Kombinationen für die nach außen zeigenden Plus-
oder Minuspole ergibt und es schwieriger wird, ein Gesamtgebilde
zusammenzufügen.
In die entstehenden Hohlräume
zwischen den Würfeln
mit gleichförmig
abgeschnittenen Ecken 3 passen als weitere Puzzlekörper Oktaeder 6 mit
den gleichseitigen Dreiecken 5 als Außenflächen, in denen auch jeweils
ein Magnet 2 eingelassen ist. Für die im Gesamtgebilde nach
außen
zeigenden Vertiefungen sind zum Ausfüllen quadratische Pyramiden 7 mit
gleichseitigen Dreiecken 5 als Seitenflächen vorgesehen. Diese Pyramiden 7 können entweder über vier,
ausschließlich
in den Seitenflächen
eingelassenen Magneten 2 verfügen und sind dann nur als Außenkörper einsetzbar
oder sie verfügen über fünf, d.h.
in allen Außenflächen, eingelassene
Magneten, wodurch zwei derartige Pyramiden 7 einen Oktaeder 6 ersetzen
können.
-
Werden
beim Würfel
mit gleichförmig
abgeschnittenen Ecken 3 die Ecken möglichst groß gewählt, so wird aus dem Achteck 4 ein
Quadrat und der daraus entstandene Körper heißt Cuboktahedron. Die hierfür erforderlichen
Ergänzungskörper sind ebenso
die Oktaeder 6 und quadratischen Pyramiden 7.
-
In
der 3 sind 44 Puzzlekörper in Form von quadratischen
Pyramiden 7 und 40 Puzzlekörper in Form von Tetraedern 8 zu
einer Gesamtpyramide zusammengesetzt. Sämtliche Außenflächen der Puzzlekörper verfügen wiederum über eingelassene Magneten 2.
Die Gesamtpyramide ist dann richtig zusammengesetzt, wenn sich alle
benachbarten Flächen
ausnahmslos gegenseitig anziehen.
-
- 1
- – Würfel
- 2
- – Magnet
- 3
- – Würfel mit
gleichförmig
abgeschnittenen Ecken
- 4
- – symmetrisches
Achteck
- 5
- – gleichseitiges
Dreieck
- 6
- – Oktaeder
- 7
- – quadratische
Pyramide
- 8
- – Tetraeder