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DE202005004486U1 - Backofen mit einem Backgutwagen - Google Patents

Backofen mit einem Backgutwagen Download PDF

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DE202005004486U1
DE202005004486U1 DE200520004486 DE202005004486U DE202005004486U1 DE 202005004486 U1 DE202005004486 U1 DE 202005004486U1 DE 200520004486 DE200520004486 DE 200520004486 DE 202005004486 U DE202005004486 U DE 202005004486U DE 202005004486 U1 DE202005004486 U1 DE 202005004486U1
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conveyor
oven
drive
shaft
baking
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DE200520004486
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Backofenbau Parchim GmbH
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Backofenbau Parchim GmbH
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21BBAKERS' OVENS; MACHINES OR EQUIPMENT FOR BAKING
    • A21B1/00Bakers' ovens
    • A21B1/42Bakers' ovens characterised by the baking surfaces moving during the baking
    • A21B1/44Bakers' ovens characterised by the baking surfaces moving during the baking with surfaces rotating in a horizontal plane

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Baking, Grill, Roasting (AREA)

Abstract

Backofen mit einem oder mehreren Backgutwagen, bestehend aus einem mit Heizplatten (5) ausgestatteten Ofeninnenraum, den im Ofeninnenraum abgestellten Backgutwagen (6) sowie einer im Ofeninnenraum angeordneten Fördereinrichtung (14) für den Backgutwagen (6), wobei die Fördereinrichtung (14) aus einer ersten Förderschiene (15) und aus einer zweiten Förderschiene (16) besteht, die voneinander beabstandet sind und im Reibschluss mit dem Bodenteil (4) des Backgutwagens (6) stehen und die beide über eine gemeinsame Antriebswelle (24) mit einem Antriebsmotor (24) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass jede Förderschiene (15, 16) für den Reibschluss mit dem Backgutwagen (6) mit gleichmäßig voneinander beabstandeten Förderrädern (20) ausgestattet ist, die Förderräder (20) beider Förderschienen (15, 16) jeweils paarweise über eine Welle (14) miteinander verbunden sind und alle Förderräder (20) zur Einleitung einer Drehbewegung über ein Zugmittelgetriebe mit dem Antriebsmotor (29) verbunden sind.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf einen Backofen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Derartige Backöfen werden vorwiegend in industriellen und handwerklichen Bäckereien eingesetzt.
  • Ein solcher Backofen ist grundsätzlich als ein Schrank ausgebildet und besitzt demnach eine Rückwand, zwei Seitenwände, eine Deckenwand und eine Bodenwand. Die Vorderfront ist durch eine Ofentür verschlossen. Damit ergibt sich ein geschlossener Ofeninnenraum, der durch eine Mehrzahl von Heizplatten ausgefüllt ist. Dabei sind die Heizplatten waagerecht ausgerichtet, gleichmäßig und senkrecht voneinander beabstandet und ragen von der Rückwand ausgehend freitragend in den Ofeninnenraum. Im Bereich der Deckenwand und hinter der Rückwand befinden sich Stauräume, in denen Versorgungsleitungen und Steueraggregate untergebracht sind, die die Heizplatten und den Offeninnenraum mit externen Versorgungseinrichtungen für die Beheizung und für die Belüftung des Ofeninnenraumes verbinden. Als Wärmeträger wird vorzugsweise ein Thermo-Öl verwendet.
  • Im Ofeninnenraum des Backofens ist ein Backgutwagen mit vertikalen Stützen und mit mehreren waagerechten Backblechauflagen für die Backware abgestellt. Dabei hat der Backgutwagen mehrere schwenkbare und ungelenkte Räder und immer eine Backblechauflage weniger, als der Backofen Heizplatten besitzt. Dieser Backgutwagen ist so bemessen, dass er mit seinen vertikalen Stützen in die seitlichen Freiräume zwischen den Heizplatten und den Seitenwänden und mit seinen waagerechten Backblechauflagen in die Zwischenräume zwischen benachbarte Heizplatten passt. So ist in der eingefahrenen Position des Backgutwagens jeder Backblechauflage des Backgutwagens eine untere Heizplatte für die Unterhitze und eine obere Heizplatte für die Oberwärme zugeordnet. In der allgemeinen Praxis werden die mit dem Backgut bestückten Backgutwagen von Hand in den Backofen hinein geschoben und auch wieder heraus gezogen, was körperlich sehr beschwerlich ist, insbesondere dann, wenn mehrere Backofenwagen eingesetzt werden, die aneinander gekettet sind. Außerdem besteht für die bedienende Person bei der Handhabung des heißen Backofenwagens die Gefahr von Verbrennungen.
  • Es sind daher inzwischen Fördereinrichtungen für den Backgutwagen bekannt geworden, die diese beschwerliche Handarbeit automatisieren.
  • So wird in der DE 25 11 211 A1 ein Ofen beschrieben, der mit einer Fördereinrichtung ausgestattet ist. Diese Fördereinrichtung ist am Boden des Ofeninnenraumes angeordnet und besteht aus einem angetriebenen Förderband, das sich über die gesamte Länge und die gesamte Breite des Ofeninnenraumes erstreckt. Der Backgutwagen wird mit seinen Wagenrädern auf dieses breite Förderband aufgesetzt und dann von der Fördereinrichtung in den Ofeninnenraum gefahren. Diese Fördereinrichtung hat im Wesentlichen den Nachteil, dass der Backgutwagen durch seine frei schwenkbaren Wagenräder eine undefinierte Position auf dem Förderband einnimmt. Das birgt die Gefahr, dass der Backofenwagen mit den Innenwänden des Backofens kollidiert und Schäden verursacht und dass diese immer wieder unterschiedliche Position zu den Heizplatten auch eine ungleiche Backqualität zwischen den Chargen erzeugt. Außerdem ist das Förderband durch seine großen Ausmaße sehr teuer.
  • Aus der DE 148 20 274 A1 ist nun eine weitere Vorrichtung zum Transport eines Backgutwagens bekannt. Diese Transportvorrichtung ist ebenfalls am Boden des Backofens angeordnet und besteht aus einem angetriebenen endlosen Kettenförderband einerseits, das mit der einen Seite des Backgutwagens im Reibschluss steht, und einer Reihe von frei drehbaren Tragrollen, die die gegenüberliegende Seite des Backgutwagens unterstützen. Dabei ist die Höhe des Kettenförderbandes und der Tragrollen so gewählt, dass die Räder des Backgutwagens frei liegen und außer Funktion sind. Diese Transportvorrichtung hat den Nachteil, dass der Backgutwagen während des Transportes außermittig von der Antriebskraft des Kettenförderbandes belastet wird, sodass Kraftmomente auftreten, die den Backgutwagen in eine Schiefstellung bringen. Diese Schiefstellung kann soweit führen, dass der Backgutwagen einerseits vom Kettenförderband oder andererseits von den Tragrollen abkippt. Das hat negative Auswirkungen auf die ordnungsgemäße Funktion der Transportvorrichtung und damit auf die Qualität des Backgutes. Diese Nachteile hat die EP 1 382 249 A1 nicht, die einen Backofen mit einem Backwagenfördersystem beschreibt. Auch dieses Fördersystem ist im Bereich des Bodens des Backofens angeordnet und so ausgelegt, dass es den Backgutwagen an seinem Bodenteil aufnimmt. Auch hier hängen die Wagenräder des Backgutwagens während des Transportes ohne Funktion frei. Das Fördersystem besteht aus einer ersten angetriebenen Förderkette einerseits des Backgutwagens und einer zweiten Förderkette andererseits des Backgutwagens, wobei die zweite Förderkette in gleicher Weise ausgeführt und ebenfalls angetrieben ist. Beide Fördereinrichtungen sind starr miteinander verbunden und die beiden Antriebsritzel der beiden Förderketten besitzen eine gemeinsame Antriebswelle. Diese gemeinsame Antriebswelle hat über ein Kettengetriebe Verbindung mit einer Antriebseinrichtung. Dabei ist die Antriebseinrichtung außerhalb des Backofens in der Art angeordnet, dass die Antriebskette die Rückwand des Backofens durchdringt. Das Fördersystem ist weiterhin so ausgeführt, dass es für den Transport mehrerer hintereinander angeordneter Backgutwagen geeignet ist.
  • Dieses Fördersystem für einen Backgutwagen hat wesentliche Nachteile. So treten während des Backbetriebes Wärmeverluste auf, weil der Durchbruch in der Rückwand des Backofens zur Durchführung der Antriebskette relativ großvolumig ausgeführt sein muss und sich ein so großer Durchbruch nicht ohne Probleme abdichten lässt. Außerdem ist die Reparatur oder die Wartung des Fördersystems schwierig und aufwendig. Das ist darauf zurück zuführen, dass das Fördersystem nicht ohne weiteres nach vorne aus dem Ofeninnenraum herausgezogen werden kann. Dazu ist es erforderlich, dass auch jedes Mal der Kettenantrieb vom Fördersystem getrennt wird, was aber nur geht, wenn die Antriebskette vom Antriebsritzel der Antriebseinrichtung gezogen wird. Diese Antriebseinrichtung befindet sich aber hinter der Rückwand und ist in der Regel auch immer durch eine Wand der Bäckerei zugestellt oder zumindest schwer zugänglich. Schwieriger wird es noch beim Einbau der gereinigten oder gewarteten Fördereinrichtung, weil das Einfädeln der Antriebskette durch die Rückwand des Backofens sehr schwer ist und nur mit zwei Personen durchgeführt werden kann.
  • Ein wesentlicher Nachteil entsteht aber durch die Verwendung einer Förderkette, weil diese Förderkette den hohen und vielseitigen Anforderungen nicht gewachsen ist. So muss die Förderkette die ständige Belastung der um die beiden Zahnräder laufenden Bewegung aushalten und sie muss eine möglichst schlupffreie Übertragung der am Zahnrad eingeleiteten Antriebskraft auf den Backgutwagen ermöglichen. Dazu muss die Förderkette in der Materialauswahl und in der Oberflächenbeschaffenheit so ausgeführt sein, dass ein ausreichender Reibschluss zum Unterteil des Backgutwagens entsteht. Anderseits muss die Beschaffenheit der Förderkette so sein, das die Förderkette bei einer Überlast am Backgutwagen vorbei gleitet und das ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Backgutwagen bereits an der Rückwand anschlägt und die Antriebsvorrichtung noch nicht abgeschaltet ist. Diese hohen Anforderungen machen die Materialauswahl für die Förderkette schwierig, was die Förderkette teuer werden lässt. Außerdem führen die hohen Belastungen zu einem frühen Verschleiß der Förderkette. Um einen ständigen und ausreichenden Kontakt der Förderkette mit dem Backgutwagen zu ermöglichen, muss die Förderkette seitlich geführt und auch von unten durch ein feststehendes Führungsprofil unterstützt werden. Diese Führung ist beispielsweise dann zwingend erforderlich, wenn das Fördersystem mehrere Backgutwagen bedienen soll und die Förderkette demnach sehr lang ausgeführt ist. Durch diese Führung und Unterstützung treten zusätzliche Reibungswiderstände auf, die den bereits sehr hohen Verschleiß der Förderkette noch beschleunigen. Auf Grund der Hochwertigkeit der Förderkette und ihrer nur geringen Lebensdauer wird das Fördersystem unvertretbar teuer.
  • Die Förderkette ist auch nicht funktionssicher, weil die Förderkette nach oben freiliegt und so der allgemeinen Verschmutzung ausgesetzt ist. So kann zu jeder Zeit Backwareteile auf die Förderkette gelangen und es schmierig machen. Das gefährdet den für den Transport erforderlichen Reibschluss zum Backgutwagen.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, die Fördereinrichtung für einen gattungsgemäßen Backofen so zu gestalten, dass die kraftübertragenden Antriebselemente der Fördereinrichtung weniger belastet werden und sich dabei einfacher herstellen und leichter warten lassen.
  • Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Zweckdienliche Ausgestaltungsmöglichkeiten ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 bis 6.
  • Der neue Backofen beseitige die genannten Nachteile des Standes der Technik. So besteht der besondere Vorteil darin, dass die Funktion des Antriebs auf die Förderräder von der Funktion der Kraftübertragung von den Förderrädern auf den Backgutwagen getrennt wird. Das ermöglicht die genaue Auswahl einer nur für die Übertragung von Drehmomenten geeigneten Antriebskette und eine genaue Materialauswahl mit einer optimalen Oberflächenbeschaffenheit der kraftübertragenden Förderräder.
  • Dabei ist es zweckmäßig, wenn alle Förderräder angetrieben werden. Dadurch ist eine bessere Kraftverteilung zwischen den Förderrädern und dem Backgutwagen möglich. Aus Kustengründen ist es aber durchaus sinnvoll, zum Beispiel nur jede zweite Welle anzutreiben.
  • Es ist weiterhin zweckmäßig, die gemeinsame Antriebswelle der Fördereinrichtung über ein Kegelradgetriebe anzutreiben. Das bringt den Vorteil mit sich, dass nur ein sehr enger Durchbruch durch die Rückwand des Backofens notwendig ist, weil dieser enge Durchbruch besser und wirkungsvoller gegen einen Wärmeverlust abgedichtet werden kann. Diese bessere Abdichtung führt auch zu einem verbesserten Feuchtigkeitshaushalt im Inneren des Backofens, weil wegen der fehlenden Kältebrücke kein Dampf mehr zu Wasser kondensieren kann. Dieser Dampf wird dazu benötigt, ein Reißen der äußeren Hülle des Backgutes während des Backprozesses zu vermeiden. Der besondere Vorteil dieses Kegelradgetriebes liegt aber darin, dass die Fördereinrichtung zum Zwecke der Reparatur oder der Wartung leicht nach vorne aus dem Backofen gezogen werden kann, ohne dass es zusätzliche Handgriffe bedarf. Es findet dabei lediglich eine Trennung der beiden Kegelzahnräder statt. Dieser Vorteil macht sich natürlich auch bei der Montage bemerkbar, weil die beiden Kegelzahnräder beim Einschieben der Fördereinrichtung leicht wieder ineinander greifen. Das verringert den Reparatur- und Wartungsaufwand.
  • Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden.
  • Dazu zeigen:
  • 1: einen Teillängsschnitt des neuen Backofens mit zwei abgestellten Backgutwagen,
  • 2: einen Teilquerschnitt des Backofens mit einer Draufsicht der Fördereinrichtung und
  • 3: einen Ausschnitt einer Seilenansicht der Fördereinrichtung.
  • Die genannten 1 bis 3 stellen den neuen Backofen nur vereinfacht und schematisch vor. Nach der 1 ist der Backofen als ein Schrank ausgebildet und besitzt demnach eine Rückwand 1, zwei nur in den 2 und 3 sichtbare Seitenwände 2, eine nicht erkennbare Deckenwand und eine Bodenwand 3. Die Vorderfront ist über ihre gesamten Ausmaße durch eine Ofentür 4 verschlossen. Damit ergibt sich ein geschlossener Ofeninnenraum, der durch eine Mehrzahl von Hevplatten 5 ausgefüllt ist. Die Heizplatten 5 im Ofeninnenraum sind waagerecht ausgerichtet und in vorzugsweise gleichen vertikalen Abständen zueinander angeordnet. Dabei ist die Größe der Heizplatten 5 auf den lichten Querschnitt des Ofeninnenraumes abgestimmt. Die Abmessungen zwischen den Heizkörpern 5 und dem Ofeninnenraum sind so bemessen, dass ein ausreichender Freiraum für ein oder mehrere, hinter einander angeordnete Backgutwagen 6 verbleibt. Diese Heizplatten 5 sind für die Beheizung des Ofeninnenraumes über Versorgungsleitungen 7 mit externen, nicht dargestellten Versorgungseinrichtungen verbunden, die sich im Bereich der Deckenwand und hinter der Rückwand 1 befinden. Als Wärmeträger wird vorzugsweise ein Thermo-Öl verwendet. Jeder Backgutwagen 6 ist fahrbar ausgeführt und besteht aus einem Rahmen mit Seitenteilen 8 und einem Bodenteil 4. Zwischen zwei gegenüber liegenden Seitenteilen 8 befinden sich mehrere waagerechte Backblechauflagen 10 für die Backware. Dabei hat der Backgutwagen 6 eine Backblechauflage 10 weniger, als der Backofen Heizplatten 5 besitzt. Unterhalb des Bodenteils 4 besitzt der Backgutwagen 6 einen Salz von ungelenkten Wagenrädern 11, die um ihre Achse schwenkbar sind. Unterhalb des Bodenteils 4 befinden sich auch eine erste Transportschiene 12 und eine zweite Transportschiene 13, die parallel zueinander und in Richtung der Tiefe des Backofens verlaufen. Dieser Backgutwagen 6 ist so bemessen, dass er mit seinen Seitenteilen 8 in die seitlichen Freiräume zwischen den Heizplatten 5 und den Seitenwänden 2 und mit seinen waagerechten Backblechauflagen 10 in die Zwischenräume zwischen die horizontal angeordneten Heizplatten 5 passt. So ist in der eingefahrenen Position des Backgutwagens 6 jeder Backblechauflage 10 des Backgutwagens 6 eine untere Heizplatte 5 des Backofens für die Unterwärme und eine obere Heizplatte 5 des Backofens für die Oberwärme zugeordnet.
  • Im Bereich der Bodenwand 3 des Backofens ist gemäß der 1 bis 3 und insbesondere der 2 eine Fördereinrichtung 14 angeordnet, die im Wesentlichen aus einer ersten Förderschiene 15 und einer zweiten Förderschiene 16 besteht, die den gleichen Abstand zueinander aufweisen, wie der Abstand der beiden Transportschienen 12, 13 am Backgutwagen 6. Beide Förderschienen 15, 16 bestehen jeweils aus einem durchgehenden Kastenprofil, dass jeweils über eine Lasche 17 mit der Bodenwand 3 des Backofens verschraubt ist. In seiner Oberwand besitzt jedes Kastenprofil in gleichmäßigen Abständen angeordnete Radfenster 18. Diese Radfenster 18 haben einen rechteckigen Querschnitt. Zu beiden Seiten jedes Radfensters 18 befinden sich in den Seitenwänden des Kastenprofils der Förderschiene 15, 16 jeweils ein Wellenlager zur Aufnahme einer Welle 19, die sich von der ersten Förderschiene 15 zur gegenüberliegenden zweiten Förderschiene 16 erstreckt und in den Wellenlager der beiden Förderschienen 15, 16 gelagert ist. Jede Welle 14 trägt an ihren beiden Enden jeweils ein Förderrad 20, das innerhalb des Kastenprofils angeordnet ist und aus dem Radfenster 18 mit einem vorgesehenen Höhenmaß herausragt.
  • Eine der beiden Förderschienen 15, 16 ist zusätzlich mit einem Kettengetriebe ausgestattet. Dieses Kettengetriebe besteht aus mehreren Zahnrädern 21, von denen jeweils ein Zahnrad 21 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kastenprofil auf jeder Welle 19 aufgezogen ist, und aus einer endlosen Antriebskette 22, die alle Zahnräder 21 umschlingt. Nach oben ist diese Antriebskette 22 und damit alle Zahnräder 21 durch ein abgewinkeltes Schutzblech 23 abgedeckt, damit ein Verschmutzen des Kettengetriebes weitestgehend vermieden wird.
  • Die der Rückwand 1 des Backofens am nächsten liegende Welle 19 ist gemäß der 3 als eine Antriebswelle 24 und demnach das auf dieser Antriebswelle 24 befindliche Zahnrad 21 als ein Antriebszahnrad 25 ausgelegt. Auf dieser Antriebswelle 24 befindet sich ein Kegelzahnrad 26, das mit einem Kegelzahnrad 27 einer quer zur Antriebswelle 24 ausgerichteten Motorwelle 28 zu einem Kegelradgetriebe ausgestaltet ist. Dabei durchdringt die Motorwelle 28 die Rückwand 1 des Backofens und gelangt zu einem Antriebsmotor 29. Durch entsprechende Wellendichtelemente 30 im Bereich der Innenseite und im Bereich der Außenseite der Rückwand 1 ist diese Motorwelle 28 mit der Durchdringung der Rückwand 1 gegen Wärme und Feuchtigkeit abgedichtet.
  • Zur Beschickung des Backofens mit einem Backgutwagen 6 wird der Backgutwagen 6 von Hand bis an die Fördereinrichtung 14 soweit heran geschoben, dass die beidseitigen Transportschienen 12, 13 des Backgutwagens 6 Kontakt mit dem ersten, auf der ersten Welle 19 befindlichen Paar von Förderrädern 20 der Fördereinrichtung 14 erhalten. Durch einen weiteren Schub auf den Backgutwagen 6 hebt sich der Backgutwagen 6 durch die etwas höher liegenden Förderräder 20 an und kommt auf das erste Paar von Förderrädern 20 zur Auflage. Dabei heben sich die Wagenräder 11 vom Erdboden ab und hängen im Freien. Danach wird der Antriebsmotor 29 betätigt, sodass alle Förderräder 20 zu drehen beginnen. Das erste Paar von Förderrädern 20 erfasst den Backgutwagen 6 durch einen Reibschluss zwischen den Förderräder 20 und den beiden Förderschienen 12, 13, sodass sich der Backgutwagen 6 nach und nach auf die anderen Paare von Förderrädern 20 aufschiebt und auch von diesen Förderrädern 20 erfasst wird. Am Ende der Förderstrecke kommt der Backgutwagen 6 zum Anschlag mit der Rückwand 1 des Backofens, bei dem der Antriebsmotor 29 abgeschaltet wird.
  • Eine Beschickung eines Backofens mit mehreren und hintereinander angeordneten Backgutwagen 6 erfolgt zunächst in der gleichen beschriebenen Weise. Im Unterschied zum bereits beschriebenen Ablauf mit einem Backgutwagen 6 schaltet sich der Antriebsmotor 24 und damit die Fördereinrichtung 14 bereits nach einer vorbestimmten Zeit ab, in der der erste Backgutwagen 6 eine erste Teilförderstrecke innerhalb des Backofens zurückgelegt hat. Nach der Bereitstellung eines zweiten Backgutwagens 6 wird die Fördereinrichtung 14 wieder aktiviert, sodass jetzt der erste Backgutwagen 6 in der gleichen Zeiteinheit über eine zweite Teilförderstrecke und der zweite Backgutwagen 6 über die erste Teilförderstrecke befördert wird. Der Transport weiterer Backgutwagen 6 erfolgt in gleicher Weise, bis der Backofen maximal mit der konzipierten Anzahl von Backgutwagen 6 befüllt ist. Beim Anschlagen des ersten Backgutwagens 6 an die Rückwand 1 des Backofens und bei einer dadurch entstehenden Blockbildung aller Backgutwagen 6 und bei einer nicht rechtzeitigen Abschaltung der Fördereinrichtung 14 ändert sich die Reibungsart zwischen den entsprechenden Förderrädern 20 der Fördereinrichtung 14 und den beiden Transportschienen 12, 13 aller Backgutwagen 6 von einer Haftreibung in eine Gleitreibung, sodass die Förderrollen 20 durchdrehen. Die Entnahme der mehreren Backgutwagen 6 erfolgt in einem Zuge, indem die Fördereinrichtung alle Backgutwagen 6 über eine entsprechend längere Zeiteinheit aus dem Backofen herausfährt.
  • 1
    Rückwand
    2
    Seitenwand
    3
    Bodenwand
    4
    Ofentür
    5
    Heizplatte
    6
    Backgutwagen
    7
    Versorgungsleitung
    8
    Seitenteil
    9
    Bodenteil
    10
    Backblechauflage
    11
    Wagenrad
    12
    erste Transportschiene
    13
    zweite Transportschiene
    14
    Fördereinrichtung
    15
    erste Förderschiene
    16
    zweite Förderschiene
    17
    Lasche
    18
    Radfenster
    19
    Welle
    20
    Förderrad
    21
    Zahnrad
    22
    Antriebskette
    23
    Schutzblech
    24
    Antriebswelle
    25
    Antriebszahnrad
    26
    Kegelzahnrad
    27
    Kegelzahnrad
    28
    Motorwelle
    29
    Antriebsmotor
    30
    Wellendichtelemenl

Claims (6)

  1. Backofen mit einem oder mehreren Backgutwagen, bestehend aus einem mit Heizplatten (5) ausgestatteten Ofeninnenraum, den im Ofeninnenraum abgestellten Backgutwagen (6) sowie einer im Ofeninnenraum angeordneten Fördereinrichtung (14) für den Backgutwagen (6), wobei die Fördereinrichtung (14) aus einer ersten Förderschiene (15) und aus einer zweiten Förderschiene (16) besteht, die voneinander beabstandet sind und im Reibschluss mit dem Bodenteil (4) des Backgutwagens (6) stehen und die beide über eine gemeinsame Antriebswelle (24) mit einem Antriebsmotor (24) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass jede Förderschiene (15, 16) für den Reibschluss mit dem Backgutwagen (6) mit gleichmäßig voneinander beabstandeten Förderrädern (20) ausgestattet ist, die Förderräder (20) beider Förderschienen (15, 16) jeweils paarweise über eine Welle (14) miteinander verbunden sind und alle Förderräder (20) zur Einleitung einer Drehbewegung über ein Zugmittelgetriebe mit dem Antriebsmotor (29) verbunden sind.
  2. Backofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass alle Förderräder (20) beider Förderschienen (15, 16) jeweils paarweise über eine Welle (19) miteinander verbunden sind.
  3. Backofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittelgetriebe ein Kettengetriebe ist und aus einer Antriebskette (22) und mehreren, auf jeder Welle (19) angeordneten Zahnrädern (21) besteht.
  4. Backofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebskette (22) durch ein Schutzblech (23) abgedeckt ist.
  5. Backofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gemeinsame Antriebswelle (24) des Zugmittelgetriebes über ein Kegelradgetriebe mit dem Antriebsmotor (29) verbunden ist, wobei das Kegelradgetriebe aus einem auf der gemeinsamen Antriebswelle (24) angeordneten Kegelzahnrad (26) und einem, auf einer die Rückwand (1) des Backofens durchdringenden Motorwelle (28) befindlichen Kegelzahnrad (27) besteht.
  6. Backofen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorwelle (28) gegenüber der Rückwand (1) des Backofens durch entsprechende Wellendichtelemente (30) gegen Wärme und Feuchtigkeit abgedichtet ist.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102009002340A1 (de) 2008-10-15 2010-04-22 Miwe Michael Wenz Gmbh Backofensystem
US8258438B2 (en) 2008-09-09 2012-09-04 Davidson John B Condensation-free and bacteria-free pan system

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Legal Events

Date Code Title Description
R207 Utility model specification

Effective date: 20050818

R163 Identified publications notified

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R150 Term of protection extended to 6 years

Effective date: 20080605

R151 Term of protection extended to 8 years
R151 Term of protection extended to 8 years

Effective date: 20111112

R152 Term of protection extended to 10 years

Effective date: 20130613

R071 Expiry of right
R071 Expiry of right