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DE202004020978U1 - Gegenstrom-Destilllierapparatur - Google Patents

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DE202004020978U1
DE202004020978U1 DE202004020978U DE202004020978U DE202004020978U1 DE 202004020978 U1 DE202004020978 U1 DE 202004020978U1 DE 202004020978 U DE202004020978 U DE 202004020978U DE 202004020978 U DE202004020978 U DE 202004020978U DE 202004020978 U1 DE202004020978 U1 DE 202004020978U1
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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Abstract

Gegenstrom-Destillierapparatur, insbesondere zur Herstellung hochprozentiger alkoholischer Getränke wie Branntwein, mit einer Brennvorrichtung (1) und einer von einer Wandung (2a) umschlossenen und von Dampf durchströmten (1a) Rektifiziervorrichtung (2), welche mehrere sogenannte Glocken- oder Kochböden (3) aufweist, welche eine Auffangschale (4) mit einem Rand (4a) aufweisen, welcher von einem kappenförmigen Element (5) umfaßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangschale (4) tellerförmig ausgebildet ist und das kappenförmige Element (5) an der Wandung (2a) der Rektifiziervorrichtung (2) angeordnet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Gegenstrom-Destillierapparatur nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, insbesondere zur Herstellung hochprozentiger alkoholischer Getränke, wie Branntwein, mit einer Brennvorrichtung und einer von einer Wandung umschlossenen und von Dampf durchströmten Rektifiziervorrichtung, welche mehrere sogenannte Glocken- oder Kochböden aufweist, welche eine Auffangschale mit einem Rand aufweisen, welche von einem kappenförmigen Element umfaßt wird.
  • Eine derartige Destillierapparatur ist beispielsweise aus der DE 198 43 503 A1 bekannt. Bei der bekannten Destillierapparatur besteht die Rektifiziervorrichtung aus mehreren übereinander angeordneten sogenannten Glocken- oder Kochböden, auf denen sich bereits kondensierter Dampf als Flüssigkeit sammelt. Übersteigt die Flüssigkeit einen vorbestimmten Pegel, gelangt sie mittels eines Überlaufrohrs auf den darunter liegenden Glockenboden.
  • Die Glockenböden weisen in ihrem Zentrum einen offenen, aufwärts gerichteten Stutzen auf. Der Stutzen ist mit einer runden, mehr oder weniger hochgewölbten Glocke so überstülpt, daß zwischen dem oberen Teil des Stutzens und der Glocke ein Zwischenraum vorhanden ist. Der Rand der Glocke reicht bis nahezu auf den Glockenboden, berührt diesen jedoch nicht. Durch den Stutzen hochsteigender Dampf wird somit in der Glocke umgelenkt und durch den zwischen dem Rand der Glocke und dem Glockenboden ausgebildeten Spalt aus der Glocke herausgeleitet. Somit führt der Weg des Dampfes durch die auf dem Glockenboden angesammelte Flüssigkeit. Hierdurch wird die Flüssigkeit wieder erwärmt, wodurch leicht flüchtigere Teile der Flüssigkeit wieder verdampfen, was in eine Verstärkung der Destillation resultiert.
  • Es ist bekannt, daß durch eine möglichst innige Berührung zwischen Dampf und Flüssigkeit eine Verbesserung der Destillation erreicht wird. Durch die Berührung von Dampf und Flüssigkeit werden leichter siedende Teile der Flüssigkeit aus der flüssigen Phase verstärkt in die dampfförmige übergehen. Gleichzeitig entzieht die Flüssigkeit dem Dampf Wärme, so daß er teilweise kondensiert. Dabei wird die Flüssigkeit aber gleichzeitig auf Siedetemperatur aufgeheizt und verdampft.
  • Wenngleich mittels der bekannten Glockenböden auch eine gute innige Berührung zwischen Dampf und Flüssigkeit erreicht wird, so ist deren Ausgestaltung noch nicht optimal.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, eine eingangs genannte Gegenstrom-Destillierapparatur derart auszubilden, daß die Destillation verbessert wird.
  • Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • Gemäß der Erfindung ist eine Gegenstrom-Destillierapparatur, insbesondere zur Herstellung hochprozentiger alkoholischer Getränke wie Branntwein, mit einer Brennvorrichtung und einer von einer Wandung umschlossenen und von Dampf durchströmten Rektifiziervorrichtung, welche mehrere sogenannte Glocken- oder Kochböden aufweist, welche eine Auffangschale mit einem Rand aufweisen, welcher von einem kappenförmigen Element umfaßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangschale tellerförmig ausgebildet ist und das kappenförmige Element an der Wandung der Rektifiziervorrichtung angeordnet ist. Das kappenförmige Element reicht dabei in vorteilhafter Weise bis nahezu auf die Auffangschale, so daß zwischen dem kappenför migen Element und der Auffangschale nur noch ein Spalt für den Dampfdurchtritt vorhanden ist.
  • Dadurch, daß die Auffangschale tellerförmig ausgebildet ist und das kappenförmige Element an der Wandung der Rektifiziervorrichtung angeordnet ist, wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß die zum Durchtritt des Dampfes durch die Flüssigkeit zur Verfügung stehende Strecke erheblich vergrößert ist. Die Strecke, die für den Dampfdurchtritt zur Verfügung steht, entspricht etwa dem Umfang der Wandung der Rektifiziervorrichtung. Durch die Vergrößerung der zum Dampfdurchtritt zur Verfügung stehenden Strecke wird die Geschwindigkeit, mit der der Dampf durch den Spalt zwischen dem kappenförmigen Element und der Auffangschale durchtritt, deutlich reduziert. Hierdurch wird die innige Berührung zwischen Dampf und Flüssigkeit, das heißt die Durchmischung der Flüssigkeit mit dem Dampf deutlich verbessert, was eine Verbesserung der Destillation zur Folge hat.
  • Dadurch, daß das kappenförmige Element an der Wandung der Rektifiziervorrichtung angeordnet ist, wird einerseits eine optimale Ausnutzung der für einen Dampfdurchtritt möglichen Strecke erreicht, und andererseits lassen sich derart ausgebildete Glockenböden auf einfache Weise herstellen, was sich sehr günstig auf die Herstellungskosten auswirkt.
  • Durch die verringerte Geschwindigkeit, mit der der Dampf durch den Spalt zwischen dem kappenförmigen Element und der Auffangschale hindurchtritt, wird des weiteren in äußerst vorteilhafter Weise erreicht, daß Flüssigkeit gegen die Dampfrichtung durch den Spalt zwischen dem kappenförmigen Element und der Auffangschale abfließen kann, wodurch auf ein sonst üblicherweise vorhandenes Überlaufrohr verzichtet werden kann. Dies wirkt sich ebenfalls sehr vorteilhaft auf die Herstellungskosten aus.
  • In vorteilhafter Weise ist die Auffangschale an ihrem Rand gewölbt. Hierdurch wird auf einfache Weise erreicht, daß sich die in der Auffangschale gesammelte Flüssigkeit im wesentlichen im Randbereich befindet, so daß auch schon bei einer geringen Menge in der Auffangschale gesammelter Flüssigkeit eine Durchströmung der Flüssigkeit mit dem Dampf erfolgt.
  • Sehr vorteilhaft ist auch eine Ausführungsform der Erfindung, bei der die Auffangschale an ihrer dem Rand abgewandten Seite Wärmetauschrippen aufweist. Da der durch die Rektifiziervorrichtung strömende Dampf vor dem Durchtritt durch den Spalt zwischen dem kappenförmigen Element und der Auffangschale an den Wärmetauschrippen vorbeiströmt, wird die Auffangschale erwärmt, wodurch die sich in der Auffangschale befindliche Flüssigkeit ebenfalls erwärmt wird. Hierdurch wird eine aromaschonende Rektifizierung erreicht. Dies insbesondere deshalb, weil die Temperatur der Auffangschale durch ihre Erwärmung durch den Dampf nur geringfügig größer als die Temperatur der sich in der Auffangschale befindlichen Flüssigkeit ist. Durch das Vorbeiströmen des Dampfes an den Wärmetauschrippen kondensiert bereits ein Teil des Dampfes, wodurch die durch den Spalt hindurchtretende Dampfmenge reduziert ist. Hierdurch wird die Durchmischung des Dampfes mit der Flüssigkeit größer, wodurch sich der Wirkungsgrad der Vorrichtung erhöht.
  • Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß in Strömungsrichtung des Dampfes vor der Auffangschale ein Leitblech angeordnet ist. Durch das Leitblech wird ein Spalt gebildet, durch den der Dampf strömen muß. Da der Spalt auf der einen Seite von der Auffangschale begrenzt wird, wird durch das Leitblech erreicht, daß der Dampf an der Auffangschale vorbeiströmt, wodurch die Erwärmung der Auffangschale verbessert wird.
  • Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines besonderen Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
  • Es zeigt
  • 1 eine schematische Anordnung einer erfindungsgemäße Gegenstrom-Destillierapparatur,
  • 2 einen vergrößerten Ausschnitt der Rektifiziervorrichtung der in
  • 1 dargestellten Gegenstrom-Destillierapparatur von der Seite und
  • 3 den in 2 dargestellten Ausschnitt der Rektifiziervorrichtung von unten.
  • Wie 1 entnommen werden kann, weist eine erfindungsgemäße Gegenstrom-Destillierapparatur zum Brennen von geistigen Getränken eine Brennblase 1 auf, in welche die sogenannte Maische eingefüllt wird. Oberhalb der Brennblase 1 befindet sich eine aus einer Rektifiziervorrichtung 2 und einem Dephlekmator 8 gebildete Anordnung. Der Ausgang der Anordnung ist über ein Geistrohr 9 mit einer Kühlvorrichtung 10 verbunden. Die Kühlvorrichtung 10 weist an ihrem unteren Ende einen Ablauf 11 für das Destillat auf.
  • Durch Erhitzen der in der Brennblase 1 vorhandenen Maische entstehende Dämpfe, welche nach oben aufsteigen und so in die aus der Rektifiziervorrichtung 2 und dem Dephlekmator 8 gebildeten Anordnung gelangen. Die Dämpfe sind durch Pfeile 1a angedeutet. Aus der Anordnung oben austretende Dämpfe gelangen durch das Geistrohr 9 in die Kühlvorrichtung 10, wo sie gekühlt werden und kondensieren. Das so gewonnene Destillat wird der Destillierapparatur durch den Ablauf 11 entnommen.
  • Die Rektifiziervorrichtung weist drei übereinander angeordnete Kochböden 3 auf. Wie insbesondere 2 entnommen werden kann, weisen die Kochböden 3 eine tellerförmige Auffangschale 4 auf, welche einen sich nach oben erstreckenden Rand 4a haben. Die Auffangschalen 4 sind an ihrem Rand 4a gewölbt.
  • Der Rand 4a wird von einem kappenförmigen Element 5, welches an der Wandung 2a der Rektifiziervorrichtung 2 befestigt ist, umfaßt. Das kappenförmige Element 5 reicht bis nahezu auf die Auffangschale 4, so daß zwischen dem kappenförmigen Element 5 und der Auffangschale 4 ein Spalt besteht. Die Auffangschale 4 kann in beliebiger geeigneter Weise befestigt sein. Die Befestigung ist in 2 nicht dargestellt.
  • An ihrer dem Rand 4a abgewandten Seite weist die Auffangschale 4 Wärmetausch-rippen 6 auf. Wie insbesondere 3 entnommen werden kann, erstrecken sich die Wärmetauschrippen 6 radial auf der Auffangschale 4. Sie könnten sich aber auch spiralförmig erstrecken.
  • Unterhalb der Auffangschalen 4 sind Leitbleche 7 angeordnet, mittels welcher der Weg des Dampfes vorgegeben wird. Durch die Leitbleche 7 wird erreicht, daß der Dampf an den Auffangschalen 4 mit ihren Wärmetauschrippen 6 vorbeistreicht. Hierdurch werden die Auffangschalen 4 und damit die in ihnen vorhandene Flüssigkeit erwärmt.

Claims (4)

  1. Gegenstrom-Destillierapparatur, insbesondere zur Herstellung hochprozentiger alkoholischer Getränke wie Branntwein, mit einer Brennvorrichtung (1) und einer von einer Wandung (2a) umschlossenen und von Dampf durchströmten (1a) Rektifiziervorrichtung (2), welche mehrere sogenannte Glocken- oder Kochböden (3) aufweist, welche eine Auffangschale (4) mit einem Rand (4a) aufweisen, welcher von einem kappenförmigen Element (5) umfaßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangschale (4) tellerförmig ausgebildet ist und das kappenförmige Element (5) an der Wandung (2a) der Rektifiziervorrichtung (2) angeordnet ist.
  2. Gegenstrom-Destillierapparatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangschale (4) am Rand eine Wölbung (4) aufweist.
  3. Gegenstrom-Destillierapparatur nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangschale (4) an ihrer dem Rand (4a) abgewandten Seite Wärmetauschrippen (6) aufweist.
  4. Gegenstrom-Destillierapparatur nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in Strömungsrichtung (1a) des Dampfes vor der Auffangschale (4) ein Leitblech (7) angeordnet ist.
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