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Die
Erfindung betrifft einen Seitenkanalverdichter.
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Bei
einem Seitenkanalverdichter oder auch Gasringverdichter wird ein
zu verdichtendes Gas in mindestens einem ringartigen Seitenkanal
mittels eines rotierenden und von einem Antriebsaggregat angetriebenen
Laufrads in eine schraubenlinienförmige Bewegung versetzt und
dabei von einem Ansaugstutzen zu einem Druckstutzen verdichtet.
Das am Ansaugstutzen angesaugte Gas wird aufgrund des im Seitenkanal
rotierenden Laufrads mitgerissen, dabei in die schraubenlinienförmige Bewegung in
Umfangsrichtung versetzt und nach annähernd 360° wieder über den Druckstutzen ausgestoßen. Der
Seitenkanalverdichter kann sowohl als Kompressor als auch als Vakuumpumpe
eingesetzt werden. Der Seitenkanalverdichter ist aufgrund seines
einfachen Verdichtungsprinzips sehr robust und wird vorzugsweise
für solche
Anwendungen eingesetzt, bei denen es auf hohe Volumenströme des Gases
ankommt. Besondere Vorteile des Seitenkanalverdichters sind seine
Wartungsfreiheit, die ölfreie
Verdichtung, ein niedriges Geräusch
und seine hohe Lebensdauer.
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Bei
einigen Bauformen des Seitenkanalverdichters sind die einzelnen
Laufradschaufeln an drei Seiten zum Seitenkanal hin offen. Im Vergleich
zu Bauformen mit „geschlossenen" Laufrädern, bei
denen die Laufschaufeln nur an ihren beiden gegenüberliegenden
Axialseiten zum Seitenkanal hin offen sind, werden nur geringere
Wirkungsgrade erreicht. Allerdings sind „geschlossene" Laufräder für Flusen und
Staub anfällig
und zudem sinkt deren Wirkungsgrad mit steigender Umfangsgeschwindigkeit.
Darüber
hinaus ist bei den geschlossenen Bauformen bei vielen Anwendungen
erforderlich, dass Vorfilter für Staub
und Flusen eingesetzt werden, die zu einem zusätzlichen Druckverlust und somit
zu einer zusätzlichen
Wirkungsgradverschlechterung führen.
Insbesondere bei Seitenkanal verdichtern, deren Umfangsgeschwindigkeit
geregelt wird, werden gegenwärtig die
geringeren Wirkungsgrade bei höheren
Umlaufdrehzahlen in Kauf genommen.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen insbesondere drehzahlgeregelten
Seitenkanalverdichter mit einem möglichst gleichbleibend hohen Wirkungsgrad
selbst bei unterschiedlichen Umlaufgeschwindigkeiten anzugeben.
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Die
Aufgabe wird gemäß der Erfindung
gelöst
durch einen Seitenkanalverdichter mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Der Seitenkanalverdichter weist ein in einem Gehäuse angeordnetes
und um eine Axialachse rotierbar gelagertes Laufrad auf, das in
Radialrichtung endseitig einen Tragring mit einer Mehrzahl von in
Umfangsrichtung angeordneten Laufradschaufeln aufweist, die sich
in einem Seitenkanal befinden. Dieser weist eine elliptische Querschnittsgeometrie
auf und verjüngt
sich von einer Saugseite zu einer Druckseite hin. Die elliptische Querschnittsgeometrie
ist hierbei gebildet von einem Innenwandbereich des Gehäuses sowie
von einem Teilbereich des Tragrings.
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Der
besondere Vorteil dieser Ausgestaltung ist in der Kombination der
elliptischen Querschnittsgeometrie und der sich verjüngenden
Querschnittsfläche
des Seitenkanals zu sehen. Aufgrund der sich verjüngenden
Querschnittsfläche
des Seitenkanals wird die Verdichtung des Gases unterstützt, wodurch eine
Verbesserung des Wirkungsgrads erreicht wird. Von besonderer Bedeutung
ist weiterhin, dass die elliptische Querschnittsgeometrie sowohl
von dem Gehäuse
als auch von dem Tragring gebildet wird. Dies führt dazu, dass der Seitenkanal
nahezu allseitig geschlossen ist und eine definierte elliptische
Geometrie aufweist. Der Zwischenraum zwischen zwei in Umfangsrichtung
aufeinander folgenden Laufradschaufeln weist daher eine abgeschlossene
elliptische Querschnittsgeometrie auf. Dies unterstützt eine
möglichst
verlustfreie Ausbildung der schraubenlinienförmigen Strömung (Zirkulationsströmung) des
Gases innerhalb des Seitenkanals. Den Wirkungsgrad beeinträchtigende
Turbulenzen sind hierdurch weitgehend vermieden.
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Gemäß einer
zweckdienlichen Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Innenwandbereich
des Gehäuses
in Radialrichtung gesehen gegenüberliegend zum
Tragring einen nach innen in den Seitenkanal hineingezogenen Teilbereich
umfasst. Durch diese Maßnahme
wird ein Großteil
der die elliptische Querschnittsgeometrie bestimmenden Wandbereiche durch
das Gehäuse
gebildet. Der Innenwandbereich des Gehäuses umfasst hierbei insbesondere
etwa 3/4 des Wandungsbereichs der elliptischen Querschnittsgeometrie.
Der Seitenkanal ist daher zum größten Teil
definiert durch das feststehende Gehäuse. Nur ein vergleichsweise
geringer Teilbereich wird durch das rotierende Laufrad mit dem Tragring
definiert, was nicht zuletzt im Hinblick auf die mechanische Stabilität des rotierenden
Laufrads von Vorteil ist.
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Um
eine möglichst
geschlossene elliptische Querschnittsgeometrie zu erhalten, die
allseitig von einem Wandungsbereich begrenzt ist, ist in einer zweckdienlichen
Weiterbildung vorgesehen, dass der Tragring einen sich in Radialrichtung
erstreckenden Steg umfasst, der sich bis zum gegenüberliegenden
Innenwandbereich des Gehäuses
erstreckt.
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Zweckdienlicherweise
trennt der Tragring mit dem Steg zwei in Axialrichtung nebeneinander
angeordnete Seitenkanäle
voneinander. Der Seitenkanalverdichter ist daher bei dieser Ausgangsvariante
als doppelflutiger Verdichter ausgebildet. Die beiden Seitenkanäle werden
im Folgenden als Fluten berzeichnet.
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Zur
Ausbildung der elliptischen Querschnittsgeometrie ist gemäß einer
zweckdienlichen Weiterbildung vorgesehen, dass sich der Steg in
Radialrichtung zunächst
verjüngt
und anschließend
wieder verbreitert. Der Steg weist daher – im Querschnitt gesehen – eine Einschnürung oder
Taille auf, ist also zu dem Seitenkanal hin konkav gekrümmt. Der
Steg ist hierbei vorzugsweise symmetrisch zu den beiden nebeneinander
angeordneten Fluten ausgebildet.
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Im
Hinblick auf eine möglichst
turbulenzfreie Zirkulationsströmung
geht der durch den Steg definierte Wandungsbereich möglichst
homogen in den durch das Gehäuse
definierten Wandungsbereich des Seitenkanals über. Hierzu ist vorgesehen,
dass die beiden gekrümmten
Wandungsbereiche des Gehäuses
und des Tragrings vorzugsweise an beiden Übergangsstellen miteinander
fluchten und frei von Stufen sind.
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Um
eine möglichst
definierte Zirkulationsströmung
zu erzeugen, ist vorzugsweise vorgesehen, dass die in Radialrichtung
gesehen endseitige Stirnfläche
des Stegs und die stirnseitigen Schaufelflanken der Laufradschaufeln
im Wesentlichen miteinander fluchten, das heißt, sie liegen im Wesentlichen
auf einer gemeinsamen Umlauffläche.
Beim Übergang
oder der Verbindung zwischen den Schaufelflanken zum Steg sind daher
keine Unstetigkeitsstellen ausgebildet.
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Gemäß einer
zweckdienlichen Weiterbildung ist weiterhin vorgesehen, dass zwischen
dem Steg und dem diesen gegenüberliegenden
Innenwandbereich ein Spalt ausgebildet ist. Dieser Spalt ist hierbei vergleichsweise
breit bemessen, um ein Festsetzen von Flusen und Staub zwischen
dem rotierenden Laufrad und dem Gehäuse zu vermeiden. Die Spaltbreite
liegt hierbei vorzugsweise im Bereich von 1 mm bis 3 mm bzw. zwischen
0,3 % und 1,5 % des Außendurchmessers
des Stegs.
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Bei
einer bevorzugten Ausgestaltung ist weiterhin vorgesehen, dass der
Steg an seiner radialen Stirnseite zumindest einen Nut und vorzugsweise zwei
um 180° zueinander
versetzt angeordnete Nuten aufweist. Diese erstrecken sich in Axialrichtung. Gegebenenfalls
sind diese Nuten auch unter einem Winkel von bis zu 45° schräg zur Axialrichtung
ausgerichtet
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Für eine effektive
Ausbildung der Zirkulationsströmung
ist vorgesehen, dass mindestens die halbe Seitenkanaltiefe von den
Laufradschaufeln überdeckt
ist. Unter Seitenkanaltiefe wird hierbei die maximale lichte Innenweite
des Seitenkanals, gesehen in Axialrichtung, verstanden. Hierzu fallen
die Schaufelflanken der Laufradschaufeln mit der einen der beiden
Halbachsen der elliptischen Quer schnittsfläche zusammen. Gegebenenfalls
verläuft
diese sich in Radialrichtung erstreckende Halbachse auch innerhalb
der Laufradschaufeln.
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Gemäß einer
zweckdienlichen Weiterbildung sind die Laufradschaufeln in ihrer
radialen Erstreckungsrichtung gekrümmt. Durch diese Krümmung wird
die Ausbildung der Zirkulationsströmung unterstützt, in
dem der sich ausbildenden Strömung
in Radialrichtung eine günstige
Strömungskomponente aufgeprägt wird.
Das Gas strömt
in radialer Richtung aus dem Laufradzwischenraum in den Seitenkanal aus.
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Um
ein gleichmäßiges Anfüllen der
beiden Seitenkanäle
mit dem angesaugten Gas zu gewährleisten
und einen möglichst
frühzeitigen
Druckaufbau herbeizuführen,
ist in einer bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen, dass etwa die
halbe Querschnittsfläche
einer in den Seitenkanal mündenden
Saugöffnung
die Laufradschaufeln überdeckt.
Das heißt,
die Laufradschaufeln streichen etwa an der halben Saugöffnung vorbei,
wobei die verbleibende Hälfte der
Saugöffnung
in einen Teilbereich des Seitenkanals mündet, an dem die Laufradschaufeln
nicht vorbeilaufen. Zweckdienlicherweise ist hierbei vorgesehen,
dass die Saugöffnung
einen Radius aufweist, welcher in etwa der Höhe der Laufradschaufeln entspricht.
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Ein
Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen
jeweils in schematischen Darstellungen:
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1 eine
ausschnittsweise Darstellung eines doppelflutigen Seitenkanalverdichters
im Bereich des zweiflutigen Seitenkanals mit Blickrichtung in Umfangsrichtung
des Laufrads,
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2 eine
Seitenansicht einer Laufradschaufel mit Blickrichtung in Axialrichtung,
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3 eine
Aufsicht auf ein Laufrad mit Blickrichtung in Axialrichtung,
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4 eine
Aufsicht auf ein geöffnetes
Gehäuse
des Seitenkanalverdichters mit Blickrichtung in Axialrichtung,
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5 eine
schematische Darstellung mit mehreren übereinandergelegten Querschnitten durch
den Seitenkanal an verschiedenen in Umfangsrichtung gesehenen Winkelpositionen,
und
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6 eine
schematische und ausschnittsweise Darstellung eines Laufrads mit
angedeuteter Saugöffnung
mit Blickrichtung in Axialrichtung.
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In
den Figuren sind gleichwirkende Teil mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
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Der
in 1 ausschnittsweise dargestellte Seitenkanalverdichter
weist einen doppelflutigen Seitenkanal 2 mit zwei in Axialrichtung 4 benachbart
zueinander angeordneten Fluten 2A, 2B auf. Der
Seitenkanalverdichter umfasst ein zweiteiliges Gehäuse, das
ein Gehäusegrundteil 6 sowie
einen Gehäusedeckel 8 umfasst.
Im Gehäuse 6, 8 ist
ein Laufrad 12 um eine sich in Axialrichtung 4 erstreckende
Drehachse rotierbar gelagert. Das Laufrad 12 wird über eine
hier nicht näher
dargestellte Antriebswelle und über
einen Antriebsmotor angetrieben. Das Laufrad 12 erstreckt
sich in Radialrichtung 14 und umfasst eine Laufradnabe 16,
an die sich ein Tragring 18 anschließt, auf dem in Umfangsrichtung
oder Drehrichtung des Laufrads 12 eine Vielzahl von Laufradschaufeln 20 angeordnet
sind. Der Tragring 18 übersteht
mit seiner Unterseite in Axialrichtung 4 beidseitig die
Laufradnabe 16. Er weist einen sich in Radialrichtung 14 erstreckenden
Steg 22 auf, welcher die beiden Fluten 2A, 2B voneinander
trennt und gegeneinander abgrenzt. Zwischen dem Gehäuse 6, 8 und dem
Laufrad 12 befindet sich ein Spalt, welcher über eine
Dichtungsvorrichtung 24 abgedichtet ist. Diese ist mit
Schrauben 26 in Axialrichtung 4 fixiert.
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Die
elliptische Querschnittsfläche
der beiden Fluten 2A, 2B ist begrenzt durch einen
Innenwandbereich 28 der Gehäuseteile 6, 8 sowie
durch einen entsprechenden Wandbereich des Stegs 22. Sowohl
der Innenwandbereich 28 als auch der Steg 22 bilden
daher gekrümmte
Oberflächen
aus, um die elliptische Querschnittskontur zu erzeugen. Die Krümmungen des
Innenwandbereichs 28 sowie des Stegs 22 sind dabei
derart gewählt
und aufeinander angepasst, dass die Wandungsbereiche möglichst
homogen und ansatzfrei ineinander übergehen. Die einzelnen Wandungsbereiche
sind daher im Wesentlichen fluchtend zueinander angeordnet.
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In
der Mitte zwischen den beiden Fluten 2A, 2B ist
ein schraffiert dargestellter Teilbereich 30 des Gehäusegrundteils 6 – entweder
als integraler Bestandteil des Gehäusegrundteils 6 oder
als separates Einlegeteil – vorgesehen,
der für
beide Fluten 2A, 2B gleichzeitig ein Teilstück des Innenwandbereichs 28 bildet.
Der Teilbereich 30 ist in Radialrichtung 14 gegenüberliegend
zum Steg 22 angeordnet. Insgesamt wird die elliptische
Querschnittsgeometrie daher zum größten Teil durch das Gehäuse 6, 8 festgelegt. Durch
den Teilbereich 30 wird insbesondere erreicht, dass der
Seitenkanal 2 oberhalb der stirnseitigen Begrenzung der
Laufradschaufeln 20 weitergeführt ist, so dass ein zu verdichtendes
Gas auch im Wesentlichen in Radialrichtung in den Seitenkanal 2 einströmen kann,
um eine Zirkulationsbewegung 32 auszubilden, wie sie durch
den Pfeil angedeutet ist.
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Die
große
Halbachse 34A der elliptischen Querschnittsfläche erstreckt
sich in Radialrichtung 14 und fluchtet mit einer jeweiligen
Schaufelflanke 36 der Laufradschaufeln 20. Senkrecht
zu der großen Halbachse 34A und
damit in Axialrichtung 4 ist im Ausführungsbeispiel die kleine Halbachse 34B orientiert.
Die größte Ausdehnung
entlang der großen Halbachse 34A definiert
hierbei die Seitenkanalhöhe h
und die größte Ausbreitung
in Richtung der kleinere Halbachse 34B definiert die Seitenkanaltiefe
t, also die Tiefe der jeweiligen Flut 2A, 2B.
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Der
Steg 22 erstreckt sich in Radialrichtung 14 etwa über 3/4
der Seitenkanalhöhe
h. Die in Radialrichtung 14 endseitige Stirnfläche 38 des
Stegs 10 ist um einen Spalt 40 von dem Teilbereich 30 beabstandet.
Der Spalt 40 weist eine relativ große Spaltbreite auf, um in diesem
Bereich ein Ansammeln von Staub oder Flusen zu vermeiden. Die Stirnfläche 38 fluchtet
zumindest annährend
mit der stirnseitigen Schaufelflanke 39 der Laufradschaufeln 20,
so dass die stirnseitigen Schaufelflanken 39 und die Stirnfläche 38 im
Wesentlichen innerhalb einer gemeinsamen Umfangsebene liegen.
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Wie
aus 2 zu entnehmen ist, sind die Laufradschaufeln 20 gekrümmt ausgebildet,
weisen also ein gekrümmtes
Schaufelblatt 42 auf, welches an einem Schaufelfuß 44 befestigt
ist. Das Schaufelblatt 42 geht jeweils über einen Radius r kantenfrei
in den Schaufelfuß 44 über. Das
Schaufelrad 42 ist am Schaufelfuß 44 zu diesem und
damit zur Horizontalen unter einem Schaufelwinkel β1 orientiert.
Am oberen Ende ist das Schaufelblatt 42 unter einem weiteren
Schaufelwinkel β2 bezüglich
der Horizontalen orientiert, welcher vom Betrag her im Ausführungsbeispiel
in etwa den gleichen Winkel wie der Schaufelwinkel β1 aufweist
und etwa in der Größenordnung von
60° liegt.
Das Schaufelblatt 42 selbst weist einen Krümmungsradius
R auf.
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Die
gekrümmte
Ausbildung der Laufradschaufeln 20 sowie deren bündiger Abschluss
mit dem Steg 10 ist noch einmal gut anhand der Aufsicht gemäß 3 zu
erkennen. Wie dieser Darstellung weiterhin zu entnehmen ist, sind
zwei um 180° zueinander
versetzt angeordnete Nuten 46 in die Stirnfläche 38 des
Stegs 22 eingearbeitet. Durch diese Nuten 46 werden
Ablagerungen von Staub oder Flusen im Spalt 40 zwischen
dem Steg 22 und dem Teilbereich 30 vermieden.
Im Betrieb rotiert das Laufrad 20 um die Drehachse 48 in
Drehrichtung 50.
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Gemäß 4,
die einen Blick in das Gehäuseinnere
des Gehäusegrundteils 6 ohne
den Gehäusedeckel 8 zeigt,
ist an dem Gehäusegrundteil 6 ein Saugstutzen 52 sowie
ein Druckstutzen 54 angeschlossen. Beim Betrieb rotiert
das hier nicht dargestellte Laufrad 12 in Drehrichtung 50 und
verdichtet das über
den Saugstutzen 52 angesaugte Gas in Richtung zum Druckstutzen 54 hin
kontinuierlich und stößt das verdichtet
Gas über
den Druckstutzen 54 aus. Zwischen den beiden Stutzen 52, 54 ist
ein Unterbrecher 56 angeordnet. Die beiden Stutzen liegen im
Ausführungsbeispiel
etwa 60° auseinander.
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Im
Hinblick auf einen hohen Wirkungsgrad und eine effektive Verdichtung
verjüngt
sich der Seitenkanal 2 in Drehrichtung 50 vom
Saugstutzen 52 zum Druckstutzen 54 hin. Die Verjüngung erfolgt
hierbei insbesondere stetig und kontinuierlich, bei spielsweise linear.
Je nach Anwendungsfall und Einsatzgebiet wird die Reduktion des
Seitenkanalquerschnitts geeignet gewählt. Die Reduzierung des Seitenkanalquerschnitts
erfolgt beispielsweise ausschließlich durch eine Reduzierung
der Seitenkanaltiefe t, wie insbesondere anhand der 5 deutlich
wird. Gemäß dieser
sind insgesamt 3 Schnitte durch den Seitenkanal 2 gegenübergestellt,
und zwar ein Schnitt im Bereich des Saugstutzens 52 (Kurve
a) ein Schnitt etwa in der Seitenkanalmitte bei 180° (Kurve b)
sowie ein Schnitt am Seitenkanalende im Bereich des Druckstutzens 54 (Kurve
c). Im Ausführungsbeispiel der 5 verringert
sich die Seitenkanaltiefe t etwa um 1/4. Alternativ zu der Verjüngung lediglich
der Seitenkanaltiefe t kann zusätzlich
oder alternativ auch die Seitenkanalhöhe h verringert werden. Die Reduzierung
der Seitenkanaltiefe t und/oder Seitenkanalhöhe h erfolgt hierbei insbesondere
linear. Abhängig
vom gewünschten
Druckaufbau, dem jeweiligen Kühlungsverhältnis und
der gewünschten
Kennlinie wird die Verringerung der Tiefe t bzw. Höhe h geeignet
gewählt,
beispielsweise entsprechend einem parabolischen oder exponentiellen
Verlauf.
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Der
hier beschriebene Seitenkanalverdichter zeichnet sich insbesondere
durch die spezielle Geometrie des Seitenkanals 2 mit seiner
elliptischen Querschnittsgeometrie und der sich in Drehrichtung 50 verjüngenden
Querschnittsfläche
aus. Durch diese beiden Merkmale ist ein im Ausführungsbeispiel doppelflutiger
Seitenkanalverdichter geschaffen, welcher die „geschlossene" mit der „offenen" Bauform eines Seitenkanalverdichters
kombiniert. Unter geschlossener Bauform wird hierbei eine Bauform
verstanden, bei der die Laufradschaufel 20 lediglich in Axialrichtung 4 zu
dem Seitenkanal 2 hin offen sind. Demgegenüber sind
bei einer offenen Bauform drei Seiten der Laufradschaufeln 20 zum
Seitenkanal 2 hin offen. Der hier beschriebene Seitenkanalverdichter
verbindet die zwei Bauformen insoweit, als dass die Laufradschaufeln 20 an
ihren Stirnseiten 39 zum Seitenkanal 2 hin offen
sind, gleichzeitig jedoch über den
Steg 22 in ihrem mittleren Bereich zum Teilbereich 30 hin
(vgl. 1) geschlossen sind. Durch diese spezielle Ausgestaltung
insbesondere in Verbindung mit der weitgehend allseitigen elliptischen
Begrenzung des Seitenkanals 2 ist ein hoher und gleichbleibend
guter Wirkungsgrad erzielt. Ein derartiger Seitenkanalverdichter
bietet sich daher insbe sondere bei Anwendungsfällen an, bei denen eine Drehzahlregelung
gewünscht
ist, da der Wirkungsgrad unabhängig
von der jeweils gewählten
Drehzahl weitgehend konstant ist. Der gute Wirkungsgrad wird aufgrund
einer gezielten und weitgehend turbulenzfreien Strömungsführung zur
Erzeugung der Zirkularbewegung 32 erreicht, die insbesondere
durch die spezielle Geometrie des Seitenkanals 2 in Verbindung
mit der Geometrie der Laufradschaufeln 20 hervorgerufen
wird. Mitentscheidend hierfür
ist der homogene Übergang
zwischen dem Steg 22 und dem Innenwandbereich 28.
Aufgrund des vergleichsweise breiten Spalts 40 (1)
sowie der beiden Nuten 46 (3) ist der
Seitenkanalverdichter zudem unempfindlich gegen Staub und Flusen.
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Um
ein möglichst
gleichmäßiges Füllen der beiden
Fluten 2A, 2B und einen gewünschten frühzeitigen Druckaufbau zu erreichen,
ist vorgesehen, dass eine Saugöffnung 58,
mit der der Saugstutzen 52 in den Seitenkanal 2 mündet, etwa
zur Hälfte
von dem Laufrad 12 im Bereich der Laufradschaufeln überdeckt
ist, wie in 6 schematisch skizziert ist. Der
Radius der Saugöffnung 59 entspricht
hierbei in etwa der radialen Höhe
der Laufradschaufeln 20.
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- 2
- Seitenkanal
- 2A,2B
- Fluten
- 4
- Axialrichtung
- 6
- Gehäusegrundteil
- 8
- Gehäusedeckel
- 12
- Laufrad
- 14
- Radialrichtung
- 16
- Laufradnabe
- 18
- Tragring
- 20
- Laufradschaufel
- 22
- Steg
- 24
- Dichtungsvorrichtung
- 26
- Schraube
- 28
- Innenwandbereich
- 30
- Teilbereich
- 32
- Zirkulationsbewegung
- 34A
- große Halbachse
- 34B
- kleine
Halbachse
- 36
- Schaufelflanke
- 38
- Stirnfläche
- 39
- stirnseitige
Schaufelflanke
- 40
- Spalt
- 42
- Schaufelblatt
- 44
- Schaufelfuß
- 46
- Nut
- 48
- Drehachse
- 50
- Drehrichtung
- 52
- Saugstutzen
- 54
- Druckstutzen
- 56
- Unterbrecher
- 58
- Saugöffnung
- h
- Seitenkanalhöhe
- t
- Seitenkanaltiefe
- r
- Radius
- R
- Krümmungsradius
- β1,β2
- Schaufelwinkel