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Die
vorliegende Erfindung betrifft Elektromotoren für Kraftfahrzeuge im Allgemeinen
und Permanentmagnet-Gleichstrom-Kleinmotoren im Besonderen. Ein
weiterer Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung betrifft eine
elektrische Antriebseinheit für Kraftfahrzeuge
mit einem Elektromotor, insbesondere zur Erzeugung von Drehmomenten.
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Elektromotoren
der vorgenannten Art müssen
häufig
entstört
werden, damit keine Probleme beim Radioempfang entstehen und vor
allem der ungestörte
Betrieb von integrierten Steuerschaltungen möglich ist, die mit dem sicheren
Betrieb des Kraftfahrzeugs zusammenhängen und die in der modernen
Kraftfahrzeugtechnik zunehmend eingesetzt werden. Zur Reduzierung
von elektromagnetischen Störungen
und Rauschen gibt es oftmals feste Vorschriften und Regelungen,
die von sämtlichen
Elektromotoren unterschiedlicher Auslegung erfüllt werden müssen. Um
diese Vorschriften und Regelungen zu erfüllen, sind Unterdrückungsschaltungen
vorgesehen, die zusammen mit dem Elektromotor als Teil der Strom-
oder Steuerschaltungen des Elektromotors verwendet werden können und
die normalerweise eine Mehrzahl unterschiedlicher elektrischer Einzelbauteile
aufweisen, beispielsweise Kondensatoren und Drosselspulen, die miteinander
elektrisch verbunden werden müssen.
Für eine
wirkungsvolle Entstörung
ist oftmals zusätzlich
eine zuverlässige Verbindung
mit einer Erdung und/oder einer Abschirmung erforderlich.
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Aus
dem Stand der Technik ist bekannt, solche Unterdrückungsschaltungen,
die aus mehreren elektronischen Bauelementen bestehen, von Hand oder
mittels eines Lötautomaten
in das Gehäuse
des Elektromotors einzulöten.
Dies ist aufwändig,
eine Anpassung der Unterdrückungsschaltung
an eine andere Auslegung des Elektromotors ist aufwändig. Aus
dem Stand der Technik ist ferner bekannt, in das Gehäuse des
Elektromotors einen zusätzlichen, elektrisch
leitenden Metallstreifen einzulegen, der die Bürstenhalter, die Bürsten tragen,
die an dem Kommutator des Elektromotors anliegen, mit dem metallischen
Gehäuse
des Stators verbindet. Dabei ist jedoch ein zuverlässiger Kontakt
nicht immer gewährleistet.
Ferner stellt der zusätzliche
Metallstreifen ein zusätzliches
Bauelement dar, was die Kosten und den Montageaufwand erhöht.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, einen Elektromotor, insbesondere
einen Permanentmagnet-Gleichstrom-Kleinmotor, für Kraftfahrzeuge bereitzustellen,
bei dem die Kontaktierung der Unterdrückungsschaltung einfacher und
kostengünstiger in
zuverlässiger
Weise herstellbar ist. Gemäß einem weiteren
Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung soll ein solcher Elektromotor
bereitgestellt werden, der in einfacher Weise variabel ausgelegt
werden kann. Gemäß einem
weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung soll auch eine
elektrische Antriebseinheit mit einem solchen Elektromotor bereitgestellt
werden.
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Diese
und weitere Aufgaben werden gemäß der vorliegenden
Erfindung durch einen Elektromotor mit den Merkmalen nach Anspruch
1 sowie durch eine elektrische Antriebseinheit mit den Merkmalen nach
Anspruch 13 gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen
sind Gegenstand der rückbezogenen
Unteransprüche.
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Die
vorliegende Erfindung geht somit aus von einem Elektromotor für Kraftfahrzeuge,
der einen Stator, der in einem metallischen Gehäuse aufgenommen ist, einen
Rotor, der in dem Stator drehbeweglich gelagert ist, eine Unterdrückungsschaltung zum
Reduzieren von elektromagnetischen Störungen und/oder Rauschen, die
Bestandteil einer Steuerungselektronik oder eines Steckeradapters
ist, und eine Einschubelektronik umfasst, welche die Steuerungselektronik
oder den Steckeradapter umfasst. Dabei kann die Unterdrückungsschaltung
aus einem oder mehreren elektronischen Bauelementen bestehen, die
beispielsweise auf einer Schaltungsplatine oder einem vergleichbaren
platten- oder tafelförmigen
Bauelementträger
sitzen. Ferner kann das den Stator ausbildende metallische Gehäuse in Form
eines tiefgezogenen, dosenartigen Stahlmantels ausgebildet sein,
der Permanentmagnete und in einer Abschlusswand ein Lager trägt, um die
Welle des Elektromotors zu lagern. Oder das metallische Gehäuse kann
aus einem Druckguss-Material ausgebildet sein, das die Permanentmagnete
des Elektromotors trägt
und den Kommutator des Elektromotors hülsen- oder dosenartig umgibt.
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Erfindungsgemäß zeichnet
sich der Elektromotor durch zumindest ein Kontaktmittel aus, welches
unmittelbar das metallische Gehäuse
des Stators oder ein mit diesem elektrisch leitend verbundenes Teil
kontaktiert, um die Unterdrückungsschaltung mit
dem metallischen Gehäuse
elektrisch leitend zu verbinden. Auf diese Weise wird in einfacher
Weise eine zuverlässige
Kontaktierung erzielt. Erfindungsgemäß ist die Unterdrückungsschaltung
ferner durch Einschieben der Einschubelektronik in das Gehäuse oder
durch nachträgliches
Einführen
eines Verbindungs- oder Kontaktierungselements in das Gehäuse kontaktierbar.
Somit entfällt
ein zusätzlicher
Montageaufwand zum Kontaktieren der Unterdrückungsschaltung.
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Das
Kontaktmittel kann bevorzugt lagefest in dem Gehäuse des Elektromotors oder
auf der die Unterdrückungsschaltung
tragenden Schaltungsplatine sitzen, kann also nicht verrutschen,
was sonst einer zuverlässigen
Kontaktierung abträglich
wäre. Das Kontaktmittel
ist elektrisch leitend und für
eine zuverlässige
elektrische Kontaktierung ausgebildet.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform kann
die Unterdrückungsschaltung
durch nachträgliches
Einführen
eines Verbindungs- oder Kontaktierungselements kontaktiert werden.
Bei dieser Ausführungsform
wird also die Einschubelektronik im Rahmen der Montage zunächst in
das Gehäuse
eingeschoben, und zwar gemeinsam mit der Unterdrückungsschaltung, und wird dann
zu einem geeigneten späteren
Zeitpunkt die Kontaktierung mithilfe eines zusätzlichen Elements bewerkstelligt.
Zu diesem Zweck kann das Verbindungs- oder Kontaktierungselement
als Schraube, Metallbolzen oder als in dem Gehäuse oder der Einschubelektronik
verrastbarer Metallstift ausgebildet sein.
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Das
Verbindungs- oder Kontaktierungselement kann beispielsweise auf
die Schaltungsplatine gesteckt werden, so dass die Kontaktmittel
unmittelbar an dem Gehäuse
oder an einem mit diesem elektrisch leitend verbundenen Teil anliegen.
Oder das Kontaktmittel ist an einem elektrisch leitenden Abschnitt
des Motorengehäuses
vorgesehen und ragt so von diesem ab, dass die Unterdrückungsschaltung
automatisch kontaktiert wird, wenn die Unterdrückungsschaltung bzw. die Schaltungsplatine
in dem Motorgehäuse
angeordnet ist.
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Erfindungsgemäß können die
wesentlichen elektronischen Bauelemente, die für die Reduzierung von elektromagnetischen
Störungen
und/oder Rauschen hauptsächlich
verantwortlich sind, also für
die elektromagnetische Verträglichkeit
(EMV) des Elektromotors und für
das Vermeiden von Überspannungen
hauptsächlich
verantwortlich sind, auf einer austauschbaren Schaltungsplatine
bzw. einem Bauelementträger
der Einschubelektronik angeordnet werden. Solche Schaltungsplatinen
oder vergleichbaren Bauelementträger
können
vollautomatisch bestückt werden,
beispielsweise mittels Lötautomaten
oder in SMD-Technik, und können
sehr variabel in Anpassung an unterschiedliche Auslegungen des Elektromotors
kundenspezifisch gefertigt werden. Die weitere Auslegung des Motors
bleibt von all diesen Maßnahmen
unberührt,
was Kostenvorteile bei der Planung und Montage von Elektromotoren
ermöglicht. Auf
Grund des Kontaktmittels kann gleichzeitig eine zuverlässige Kontaktierung
der Unterdrückungsschaltung
gewährleistet
werden.
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Eine
automatische Kontaktierung, die beim Einschieben der Einschubelektronik
in das Gehäuse erzielt
wird, lässt
sich beispielsweise dadurch bewerkstelligen, dass auf der Schaltungsplatine und/oder
an einem elektrisch leitenden Abschnitt des Motorgehäuses eine Kontaktzunge
ausgebildet ist, die an dem Gehäuse
bzw. der Schaltungsplatine unmittelbar anliegt, wenn die Einschubelektronik
in das Gehäuse
eingeschoben ist.
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Das
Kontaktmittel kann auf der Schaltungsplatine befestigt sein, beispielsweise
in ein Lötauge gelötet oder
auf eine Kontaktfläche
aufgelötet
sein, das bzw. die mit der Unterdrückungsschaltung elektrisch
leitend verbindet. Das Kontaktmittel kann auch als Stecker oder
Kontaktstift ausgebildet sein, der in einen Kontaktbereich auf der
Schaltungsplatine bzw. den Bauelementträger eingesteckt ist oder mit
diesem verrastet ist.
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Das
jeweilige Kontaktmittel kann auch einstückig mit dem metallischen Gehäuse des
Elektromotors ausgebildet oder mit diesem verbunden sein, beispielsweise
verschraubt, vernietet, eingesteckt oder angelötet sein, wobei das Kontaktmittel
jeweils ausgelegt ist, um eine Leiterbahn oder eine Kontaktstelle
der Schaltungsplatine bzw. des Bauelementträgers der Einschubelektronik
beim Einschieben der Einschubelektronik in das Motorgehäuse zu kontaktieren.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform kann
der Elektromotor einen Bürstenträger mit
daran befestigten Bürsten
zum Kontaktieren eines Kommutators des Elektromotors umfassen. Dieser
Bürstenträger kann
beispielsweise auch als Teil der Einschubelektronik ausgebildet
sein, so dass der Kommutator erst beim Einschieben der Einschubelektronik
in das Motorgehäuse
kontaktiert wird. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf
Elektromotoren mit Bürstenträgern beschränkt. Diese
Bürstenträger können gemäß einer
weiteren Ausführungsform
auch vollständig
entfallen.
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Für eine zuverlässige Kontaktierung
können die
Kontaktmittel federelastisch ausgebildet sein, beispielsweise als
federnde Kontaktzungen, die federelastisch gegen das metallische
Gehäuse
des Motors oder gegen das mit diesem elektrisch leitend verbundene
Teil vorgespannt sind. Selbstverständlich können solche Kontaktzungen auch
an einem elektrisch leitend ausgebildeten Abschnitt des Motorgehäuses ausgebildet
sein und an einer Leiterbahn oder einer vergleichbaren Kontaktfläche auf
der Schaltungsplatine anliegen, die mit der Unterdrückungsschaltung verbindet.
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Eine
zuverlässige
elektrische Kontaktierung kann auch durch einen Formschluss oder
eine Klemmverbindung mit einem Abschnitt an dem metallischen Gehäuse des
Motors oder an dem mit diesem elektrisch leitend verbundenen Teil
bewerkstelligt werden. Der Formschluss bzw. die Klemmung kann insbesondere
automatisch beim Einschieben der Einschubelektronik in das Motorgehäuse bewerkstelligt
werden.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
ist das mit dem metallischen Gehäuse
elektrisch leitend verbundene Teil als Schraube ausgebildet, die
das metallische Gehäuse
mit dem Gehäuse
des Elektromotors bzw. der elektrischen Antriebseinheit verbindet.
Dabei kann die Schraube im Innenraum des Elektromotors teilweise
frei liegen und das jeweilige Kontaktmittel den frei liegenden Abschnitt
der Schraube kontaktieren, beispielsweise federnd unmittelbar an
diesem anliegend.
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Ein
weiterer Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung betrifft eine
elektrische Antriebseinheit für Kraftfahrzeuge
mit zumindest einem Elektromotor, wie vorstehend beschrieben. Mit
einer solchen elektrischen Antriebseinheit können Drehmomente erzeugt werden,
beispielsweise für
elektrische Fensterheber oder für
elektrische Verstelleinheiten, beispielsweise zur elektrischen Verstellung
von Kraftfahrzeugsitzen.
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Nachfolgend
werden Ausführungsbeispiele gemäß der vorliegenden
Erfindung anhand der beigefügten
Zeichnungen beschrieben werden, woraus sich weitere Merkmale, Vorteile
und zu lösende
Aufgaben ergeben werden und worin:
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1 in
einer Perspektivansicht und im Teilschnitt eine elektrische Antriebseinheit
für einen
elektrischen Seil-Fensterheber gemäß der vorliegenden Erfindung
darstellt; 2 in einer Perspektivansicht die
Antriebseinheit gemäß der 1 in
einem montierten Zustand ohne Seiltrommel darstellt;
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3 in
einem schematischen Teilschnitt die Kontaktierung gemäß einer
ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung darstellt;
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4 in
einem um 90 Grad gedrehten Teilschnitt die Kontaktierung gemäß der 3 darstellt;
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5 die
Kontaktierung gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt;
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6 in
einem vergrößerten Teilschnitt
Maßnahmen
für eine
zuverlässige
Klemmung gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt;
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7 die
Kontaktierung gemäß einer
weiteren Ausführungsform
im Teilschnitt darstellt;
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8 die
Kontaktierung gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt; und
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9 in
einer schematischen Perspektivansicht und im Teilschnitt eine elektrische
Antriebseinheit für
einen Seil-Fensterheber gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung darstellt.
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In
den Figuren bezeichnen identische Bezugszeichen identische oder
im Wesentlichen gleichwirkende Elemente oder Elementgruppen.
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Gemäß der 1 umfasst
die elektrische Antriebseinheit 1 für einen Seil-Fensterheber einen Motor-Gehäuseabschnitt 3 und
einen Getriebe-Gehäuseabschnitt 2,
in welchem eine Seiltrommel 6 drehbeweglich gelagert ist.
Wie in der 2 gezeigt, sitzt die Seiltrommel auf
einer Achse 5 und greift diese formschlüssig in das darunter angeordnete Schneckenrad 4 ein.
Ein Elektromotor ist an dem Motor-Gehäuseabschnitt 3 befestigt.
Der Elektromotor umfasst in der bekannten Weise eine bewegliche
Motorwelle, auf der ein Ankerkern sitzt, auf dessen Außenumfangsoberfläche mehrere
Kommutatorlamellen regelmäßig und
beabstandet zueinander angeordnet sind. Anschlusszungen, die von
der Stirnseite des Ankerkerns abragen, dienen der Kontaktierung der
Ankerwicklungen.
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Wie
in der 1 gezeigt, ist der Motor-Gehäuseabschnitt 3 kastenförmig ausgebildet,
mit einer im Wesentlichen rechteckförmigen Einführöffnung 7, in die eine
Einschubelektronik 8 seitlich in den Motor-Gehäuseabschnitt 3 eingeschoben
werden kann. Die Einschubelektronik 8 umfasst eine Schaltungsplatine 10,
die beim Einführen
der Einschubelektronik 8 in den Motor-Gehäuseabschnitt 3,
beispielsweise in Längsschlitzen
in dem Motor-Gehäuseabschnitt 3, geführt werden
kann. Gemäß der 1 sind
an dem vorderen Ende der Einschubelektronik 8 zwei als Blattfedern
ausgebildete Bürstenträger 11 befestigt, die
federelastisch und aus einem elektrisch leitenden Material ausgebildet
sind und die Bürsten,
Kohlen oder Grafitteile (nachfolgend als Bürste 12 bezeichnet)
tragen. Die Bürsten 12 sind
an dem vorderen, freien Ende der Bürstenträger 11 in bekannter
Weise starr mit diesen verbunden, beispielsweise vernietet. Gemäß der 1 liegen
die beiden Bürsten 12 einander
diametral gegenüber,
in Anlage zu Kommutatorlamellen auf dem Außenumfang des Ankerkerns des
Elektromotors. Gemäß der 1 sind
die Bürstenträger 11 als
an ihrem hinteren Ende einseitig eingespannte Blattfedern ausgebildet,
welche die Bürsten 12 mit
einer Federkraft, die im Wesentlichen radial einwärts zu der
Drehmitte der Motorwelle gerichtet ist, gegen den Kommutator vorspannt.
Im Betrieb des Elektromotors gleiten die Bürsten 12 auf den Kommutatorlamellen,
um die Stromrichtung in der bekannten Weise zu wechseln.
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Wie
in der 1 gezeigt, ist an dem hinteren Ende der Einschubelektronik 8 ein
Anschlussstecker 9 zur Stromversorgung der Bürsten 12 vorgesehen. An
dem anderen Ende des Motor-Gehäuseabschnittes 3 ist
ein metallisches Gehäuse 13 befestigt,
das, wie in der 2 gezeigt, mittels Schrauben
in den Befestigungsbereichen 14 mit dem Getriebe-Gehäuseabschnitt 2 verbunden
ist. Das metallische Gehäuse 13 kann
beispielsweise aus einem Stahl tiefgezogen sein und ist gemäß der 2 dosenartig
ausgebildet, wobei ein hinteres Ende der Motorwelle in dem Lagerbereich
in der Abschlusswand des metallischen Gehäuses 13 gelagert ist.
In dem Gehäuse 13 sind ferner
zwei oder mehrere Permanentmagnete drehfest aufgenommen, die den
Stator des Elektromotors ausbilden. Die Motorwelle des Elektromotors
verläuft tangential
zu dem Schneckenrad 4 und trägt an ihrem vorderen Ende ein
Schneckenrad, das mit dem Schneckenrad 4 der Antriebseinheit 1 kämmt, um das
Abtriebsdrehmoment des Elektromotors auf die Seiltrommel 6 (vgl. 1)
zu übertragen.
Beim Einschieben der Einschubelektronik 8 in den Motor-Gehäuseabschnitt 3 werden
die Bürstenträger 11 aufgeweitet,
so dass die Bürsten 12 an
dem Kommutator des Elektromotors anliegen.
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Erfindungsgemäß ist eine
Unterdrückungsschaltung
in unmittelbarer Nähe
zu den Bürstenträgern 11 angeordnet,
um elektromagnetische Störungen
und/oder ein Rauschen zu reduzieren. Die Unterdrückungsschaltung kann in der
Einschubelektronik 8 oder auf der Schaltungsplatine 10,
beispielsweise unterhalb der Bürstenträger 11,
angeordnet sein. Eine solche Unterdrückungsschaltung kann aus mehreren
elektronischen Bauelementen, beispielsweise Kondensatoren und Drosselspulen,
ausgebildet sein, die elektrisch leitend miteinander verbunden sind.
Eine solche Unterdrückungsschaltung
kann auch als integrierter Schaltkreis (IC) ausgebildet sein oder
einen integrierten Schaltkreis umfassen. Gemäß der 1 ist an
der Einschubelektronik 8 eine Kontaktzunge 20 vorgesehen,
die elektrisch leitend mit der Unterdrückungsschaltung (nicht gezeigt)
verbunden ist. Die Kontaktzunge 20 ragt in Axialrichtung der
Einschubelektronik 8 von dieser ab und trägt an ihrem
vorderen Ende eine Klemme 35, die einstückig ausgebildet ist und einander
gegenüber
liegende Flügel
jeweils mit einem Aufnahme- und Greifschlitz umfasst, um eine Kontaktierung
der Unterdrückungsschaltung
beim Einschieben der Einschubelektronik in den Motor-Gehäuseabschnitt 3 zu
bewerkstelligen. Beim Einschieben der Einschubelektronik 8 gelangen
die beiden Flügel
der Klemme 35 in Anlage zu einem Abschnitt des metallischen
Gehäuses 13 oder eines
mit diesem elektrisch leitend verbundenen Teils und werden diese
beim weiteren Einschieben der Einschubelektronik 8 aufgeweitet,
bis schließlich
der Gehäuseabschnitt
oder das mit diesem elektrisch leitend verbundene Teil von den Klemmen 35 umgriffen ist.
Wie in der 6 gezeigt, kann das umgriffene
Teil 25 im Querschnitt rechteckförmig ausgebildet sein und auf
den einander gegenüber
liegenden Oberflächen
muldenartige Vertiefungen 26 umfassen, die korrespondierend
zu den Vorsprüngen
auf den Flügeln
der Kontaktklemmen 35 ausgebildet sind, um so eine zuverlässige elektrische
Kontaktierung zu gewährleisten.
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Die 3 zeigt
die Kontaktierung gemäß einer
ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung im Teilschnitt. Gemäß der 3 ist eine
federelastische Kontaktzunge 20 an der Schaltungsplatine 10 befestigt.
Zu diesem Zweck ist die Kontaktzunge 20 an ihrem hinteren
Ende im Wesentlichen rechtwinklig abgebogen und weist einen Zapfen
bzw. Vorsprung 21 auf, der in ein Lötauge oder in einen vergleichbaren
Kontaktbereich der Schaltungsplatine 10 eingelötet bzw.
eingesteckt ist. Die Kontaktzunge 20 ist an ihrem hinteren
Ende mit einer Leiterbahn bzw. einem Kontaktbereich der Schaltungsplatine 10 verlötet. Zur
mechanischen Versteifung des Verbindungsbereichs kann das hintere
Ende der Kontaktzunge 20 mit einem Kunststoff 22 umspritzt
sein. An ihrem vorderen Ende ist die federelastische Kontaktzunge 20 gegen
die metallische Schraube 15 vorgespannt, die das metallische
Gehäuse 13 (vgl. 2) an
den Befestigungsbereichen 14 mit der aus Kunststoff ausgebildeten
Wand 17 des Getriebe-Gehäuseabschnittes 2 befestigt.
Gemäß der 3 liegt
das vordere Ende der federelastischen Kontaktzunge 20 unmittelbar
an der metallischen Befestigungsschraube 15 an. Gemäß der 3 wird über die
Kontaktzunge 20 und die Befestigungsschraube 15 eine elektrisch
leitende Verbindung zwischen der Unterdrückungsschaltung (nicht gezeigt)
und dem metallischen Gehäuse
des Elektromotors ausgebildet. Weil das metallische Gehäuse 13,
wie in der 2 gezeigt, das hintere Ende
des Elektromotors bzw. den Bereich, wo die Bürsten an den Kommutatorlamellen schleifen,
hülsenartig
umgibt, wirkt das metallische Gehäuse 13 als metallische
Abschirmung, um elektromagnetische Störungen und/oder Rauschen abzuschirmen.
Gemäß der 2 sitzt
die von dem metallischen Gehäuse 13 ausgebildete
Abschirmung im Wesentlichen koaxial auf dem hinteren Ende des Elektromotors.
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Die 4 zeigt
die Kontaktierung gemäß der 3 in
einem um 90 Grad gedrehten Teilschnitt. Gemäß der 4 ist die
Wand 17 des Getriebe-Gehäuseabschnittes im Befestigungsbereich
der Schraube 15 unterbrochen, so dass die Kontaktzunge 20 unmittelbar
an dem vorderen Ende der metallischen Befestigungsschraube 15 anliegen
kann. In der 4 ist ferner die Unterdrückungsschaltung 30 schematisch
darstellt, die auf der Schaltungsplatine 10 sitzt.
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Die 5 zeigt
die Kontaktierung der Unterdrückungsschaltung 30 gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Gemäß der 5 ragt
von der Umfangswand 19 des metallischen Gehäuses ein
länglicher
Fortsatz 25 in das Gehäuseinnere
hinein, an welchem die Kontaktzunge 20 unmittelbar anliegt.
Der Fortsatz 25 ist elektrisch leitend und einstückig mit
dem metallischen Gehäuse
ausgebildet. Selbstverständlich
kann der Fortsatz 25 auch elektrisch leitend mit der Umfangswand 19 verbunden
werden, beispielsweise durch Schrauben, Löten, Nieten. Wie dem Fachmann
ohne weiteres ersichtlich sein wird, kann der Fortsatz auch unmittelbar
an dem metallischen Befestigungsflansch 18 des metallischen
Gehäuses
vorgesehen bzw. mit diesem verbunden sein.
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Die 7 zeigt
die Kontaktierung der Unterdrückungsschaltung 30 gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Gemäß der 7 sind
an dem vorderen Ende des Fortsatzes 25 Klemmen 35,
wie vorstehend im Zusammenhang mit den 1 und 6 beschrieben,
vorgesehen, die die Schaltungsplatine 10 klemmen und auf
der Schaltungsplatine 10 vorgesehene Leiterbahnen bzw.
Kontaktbereiche elektrisch kontaktieren. Somit wird gemäß der 7 die
Unterdrückungsschaltung 30 über die
Leiterbahnen, den Kontaktbereich, die Klemmen 35 und den
elektrisch leitenden, metallischen Fortsatz 25 mit der
Umfangswand 19 des metallischen Gehäuses des Elektromotors verbunden. Wie
dem Fachmann ohne weiteres ersichtlich sein wird, kann der Fortsatz 25 auch
unmittelbar an dem Befestigungsflansch 18 des metallischen
Gehäuses vorgesehen
bzw. mit diesem verbunden sein.
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Die 8 zeigt
die Kontaktierung gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Gemäß der 8 ist
die Kontaktzunge 20 im wesentlichen Z-förmig ausgebildet, mit einer
Kontaktzunge 23, die unmittelbar an der Umfangswand 29 des
metallischen Gehäuses
des Elektromotors anliegt. Selbstverständlich kann die Kontaktzunge 23 auch
unmittelbar an dem Befestigungsflansch 18 des metallischen
Gehäuses
des Elektromotors anliegen.
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Die 9 zeigt
eine elektrische Antriebseinheit gemäß einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, bei der neben der Kontaktzunge 20 zusätzliche
Kontaktzungen 40, 41 zur Stromzuführung vorgesehen
sind, die an ihrem vorderen Ende jeweils Stromklemmen, vergleichbar
zu der Klemme 35 der Kontaktzunge 20, tragen.
Bei einer solchen Ausführungsform
kann der in der 1 dargestellten Bürstenhalter
auch vollständig
entfallen und dennoch eine zuverlässige Kontaktierung der Unterdrückungsschaltung
bewerkstelligt werden.
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Wie
dem Fachmann beim Studium der vorliegenden Beschreibung ohne weiteres
ersichtlich sein wird, kann das Kontaktmittel zur Kontaktierung
ein zugeordnetes metallisches Element auch formschlüssig umgreifen
oder dieses abschnittsweise formschlüssig umgreifen, beispielsweise
in der Art der vorstehend beschriebenen Stromklemme. Solche zumindest
abschnittsweise formschlüssig
umgriffene Elemente können
unmittelbar auf der Innenoberfläche
des metallischen Gehäuses
des Elektromotors ausgebildet sein, können von Elementen ausgebildet
werden, die an dem metallischen Gehäuse des Elektromotors befestigt
sind, oder können
auf der Schaltungsplatine bzw. dem Bauelementträger vorgesehen sein und mit
der Unterdrückungsschaltung elektrisch
leitend verbunden sein.
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Wie
aus der vorstehenden Beschreibung ohne weiteres ersichtlich sein
wird, kann das metallische Gehäuse 13 (vgl. 1)
bzw. das Polrohr des Elektromotors zunächst an dem Motor-Gehäuseabschnitt
befestigt werden. Durch Einschieben der Einschubelektronik oder
durch nachträgliches
Einführen eines
Verbindungs- oder Kontaktierungselements, beispielsweise einer Schraube
oder eines verrastbaren Metallstifts, kann dann nicht nur die Kontaktierung
der Kommutatorlamellen, sondern auch die Kontaktierung der Unterdrückungsschaltung
bewerkstelligt werden. Durch variables Bestücken der Schaltungsplatine
der Einschubelektronik mit entstörenden
Bauelementen kann die Entstörung
in Anpassung an kundenspezifische Anforderungen variabel vorgegeben
werden.