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DE202004015409U1 - Elektromotor und elektrische Antriebseinheit für Kraftfahrzeuge - Google Patents

Elektromotor und elektrische Antriebseinheit für Kraftfahrzeuge Download PDF

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DE202004015409U1
DE202004015409U1 DE202004015409U DE202004015409U DE202004015409U1 DE 202004015409 U1 DE202004015409 U1 DE 202004015409U1 DE 202004015409 U DE202004015409 U DE 202004015409U DE 202004015409 U DE202004015409 U DE 202004015409U DE 202004015409 U1 DE202004015409 U1 DE 202004015409U1
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Abstract

Elektromotor für Kraftfahrzeuge, insbesondere Permanentmagnet-Gleichstrom-Kleinmotor, mit einem Stator, der in einem metallischen Gehäuse (13) aufgenommen ist, einem Rotor, der in dem Stator drehbeweglich gelagert ist, einer Unterdrückungsschaltung (30) zur Reduzierung von elektromagnetischen Störungen und/oder Rauschen, die Bestandteil einer Steuerungselektronik oder eines Steckeradapters ist, und einer Einschubelektronik (8), welche die Steuerungselektronik oder den Steckeradapter umfasst, wobei die Einschubelektronik (8) in ein Gehäuse (3) des Elektromotors einschiebbar ist, gekennzeichnet durch zumindest ein Kontaktmittel (20, 35, 10, 23), welches unmittelbar das metallische Gehäuse (13) des Stators oder ein mit diesem elektrisch leitend verbundenes Teil (15; 25) kontaktiert, um die Unterdrückungsschaltung mit dem metallischen Gehäuse elektrisch leitend zu verbinden, wobei die Unterdrückungsschaltung durch Einschieben der Einschubelektronik in das Gehäuse oder durch nachträgliches Einführen eines Verbindungs- oder Kontaktierungselements kontaktierbar ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft Elektromotoren für Kraftfahrzeuge im Allgemeinen und Permanentmagnet-Gleichstrom-Kleinmotoren im Besonderen. Ein weiterer Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung betrifft eine elektrische Antriebseinheit für Kraftfahrzeuge mit einem Elektromotor, insbesondere zur Erzeugung von Drehmomenten.
  • Elektromotoren der vorgenannten Art müssen häufig entstört werden, damit keine Probleme beim Radioempfang entstehen und vor allem der ungestörte Betrieb von integrierten Steuerschaltungen möglich ist, die mit dem sicheren Betrieb des Kraftfahrzeugs zusammenhängen und die in der modernen Kraftfahrzeugtechnik zunehmend eingesetzt werden. Zur Reduzierung von elektromagnetischen Störungen und Rauschen gibt es oftmals feste Vorschriften und Regelungen, die von sämtlichen Elektromotoren unterschiedlicher Auslegung erfüllt werden müssen. Um diese Vorschriften und Regelungen zu erfüllen, sind Unterdrückungsschaltungen vorgesehen, die zusammen mit dem Elektromotor als Teil der Strom- oder Steuerschaltungen des Elektromotors verwendet werden können und die normalerweise eine Mehrzahl unterschiedlicher elektrischer Einzelbauteile aufweisen, beispielsweise Kondensatoren und Drosselspulen, die miteinander elektrisch verbunden werden müssen. Für eine wirkungsvolle Entstörung ist oftmals zusätzlich eine zuverlässige Verbindung mit einer Erdung und/oder einer Abschirmung erforderlich.
  • Aus dem Stand der Technik ist bekannt, solche Unterdrückungsschaltungen, die aus mehreren elektronischen Bauelementen bestehen, von Hand oder mittels eines Lötautomaten in das Gehäuse des Elektromotors einzulöten. Dies ist aufwändig, eine Anpassung der Unterdrückungsschaltung an eine andere Auslegung des Elektromotors ist aufwändig. Aus dem Stand der Technik ist ferner bekannt, in das Gehäuse des Elektromotors einen zusätzlichen, elektrisch leitenden Metallstreifen einzulegen, der die Bürstenhalter, die Bürsten tragen, die an dem Kommutator des Elektromotors anliegen, mit dem metallischen Gehäuse des Stators verbindet. Dabei ist jedoch ein zuverlässiger Kontakt nicht immer gewährleistet. Ferner stellt der zusätzliche Metallstreifen ein zusätzliches Bauelement dar, was die Kosten und den Montageaufwand erhöht.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Elektromotor, insbesondere einen Permanentmagnet-Gleichstrom-Kleinmotor, für Kraftfahrzeuge bereitzustellen, bei dem die Kontaktierung der Unterdrückungsschaltung einfacher und kostengünstiger in zuverlässiger Weise herstellbar ist. Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung soll ein solcher Elektromotor bereitgestellt werden, der in einfacher Weise variabel ausgelegt werden kann. Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung soll auch eine elektrische Antriebseinheit mit einem solchen Elektromotor bereitgestellt werden.
  • Diese und weitere Aufgaben werden gemäß der vorliegenden Erfindung durch einen Elektromotor mit den Merkmalen nach Anspruch 1 sowie durch eine elektrische Antriebseinheit mit den Merkmalen nach Anspruch 13 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der rückbezogenen Unteransprüche.
  • Die vorliegende Erfindung geht somit aus von einem Elektromotor für Kraftfahrzeuge, der einen Stator, der in einem metallischen Gehäuse aufgenommen ist, einen Rotor, der in dem Stator drehbeweglich gelagert ist, eine Unterdrückungsschaltung zum Reduzieren von elektromagnetischen Störungen und/oder Rauschen, die Bestandteil einer Steuerungselektronik oder eines Steckeradapters ist, und eine Einschubelektronik umfasst, welche die Steuerungselektronik oder den Steckeradapter umfasst. Dabei kann die Unterdrückungsschaltung aus einem oder mehreren elektronischen Bauelementen bestehen, die beispielsweise auf einer Schaltungsplatine oder einem vergleichbaren platten- oder tafelförmigen Bauelementträger sitzen. Ferner kann das den Stator ausbildende metallische Gehäuse in Form eines tiefgezogenen, dosenartigen Stahlmantels ausgebildet sein, der Permanentmagnete und in einer Abschlusswand ein Lager trägt, um die Welle des Elektromotors zu lagern. Oder das metallische Gehäuse kann aus einem Druckguss-Material ausgebildet sein, das die Permanentmagnete des Elektromotors trägt und den Kommutator des Elektromotors hülsen- oder dosenartig umgibt.
  • Erfindungsgemäß zeichnet sich der Elektromotor durch zumindest ein Kontaktmittel aus, welches unmittelbar das metallische Gehäuse des Stators oder ein mit diesem elektrisch leitend verbundenes Teil kontaktiert, um die Unterdrückungsschaltung mit dem metallischen Gehäuse elektrisch leitend zu verbinden. Auf diese Weise wird in einfacher Weise eine zuverlässige Kontaktierung erzielt. Erfindungsgemäß ist die Unterdrückungsschaltung ferner durch Einschieben der Einschubelektronik in das Gehäuse oder durch nachträgliches Einführen eines Verbindungs- oder Kontaktierungselements in das Gehäuse kontaktierbar. Somit entfällt ein zusätzlicher Montageaufwand zum Kontaktieren der Unterdrückungsschaltung.
  • Das Kontaktmittel kann bevorzugt lagefest in dem Gehäuse des Elektromotors oder auf der die Unterdrückungsschaltung tragenden Schaltungsplatine sitzen, kann also nicht verrutschen, was sonst einer zuverlässigen Kontaktierung abträglich wäre. Das Kontaktmittel ist elektrisch leitend und für eine zuverlässige elektrische Kontaktierung ausgebildet.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die Unterdrückungsschaltung durch nachträgliches Einführen eines Verbindungs- oder Kontaktierungselements kontaktiert werden. Bei dieser Ausführungsform wird also die Einschubelektronik im Rahmen der Montage zunächst in das Gehäuse eingeschoben, und zwar gemeinsam mit der Unterdrückungsschaltung, und wird dann zu einem geeigneten späteren Zeitpunkt die Kontaktierung mithilfe eines zusätzlichen Elements bewerkstelligt. Zu diesem Zweck kann das Verbindungs- oder Kontaktierungselement als Schraube, Metallbolzen oder als in dem Gehäuse oder der Einschubelektronik verrastbarer Metallstift ausgebildet sein.
  • Das Verbindungs- oder Kontaktierungselement kann beispielsweise auf die Schaltungsplatine gesteckt werden, so dass die Kontaktmittel unmittelbar an dem Gehäuse oder an einem mit diesem elektrisch leitend verbundenen Teil anliegen. Oder das Kontaktmittel ist an einem elektrisch leitenden Abschnitt des Motorengehäuses vorgesehen und ragt so von diesem ab, dass die Unterdrückungsschaltung automatisch kontaktiert wird, wenn die Unterdrückungsschaltung bzw. die Schaltungsplatine in dem Motorgehäuse angeordnet ist.
  • Erfindungsgemäß können die wesentlichen elektronischen Bauelemente, die für die Reduzierung von elektromagnetischen Störungen und/oder Rauschen hauptsächlich verantwortlich sind, also für die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) des Elektromotors und für das Vermeiden von Überspannungen hauptsächlich verantwortlich sind, auf einer austauschbaren Schaltungsplatine bzw. einem Bauelementträger der Einschubelektronik angeordnet werden. Solche Schaltungsplatinen oder vergleichbaren Bauelementträger können vollautomatisch bestückt werden, beispielsweise mittels Lötautomaten oder in SMD-Technik, und können sehr variabel in Anpassung an unterschiedliche Auslegungen des Elektromotors kundenspezifisch gefertigt werden. Die weitere Auslegung des Motors bleibt von all diesen Maßnahmen unberührt, was Kostenvorteile bei der Planung und Montage von Elektromotoren ermöglicht. Auf Grund des Kontaktmittels kann gleichzeitig eine zuverlässige Kontaktierung der Unterdrückungsschaltung gewährleistet werden.
  • Eine automatische Kontaktierung, die beim Einschieben der Einschubelektronik in das Gehäuse erzielt wird, lässt sich beispielsweise dadurch bewerkstelligen, dass auf der Schaltungsplatine und/oder an einem elektrisch leitenden Abschnitt des Motorgehäuses eine Kontaktzunge ausgebildet ist, die an dem Gehäuse bzw. der Schaltungsplatine unmittelbar anliegt, wenn die Einschubelektronik in das Gehäuse eingeschoben ist.
  • Das Kontaktmittel kann auf der Schaltungsplatine befestigt sein, beispielsweise in ein Lötauge gelötet oder auf eine Kontaktfläche aufgelötet sein, das bzw. die mit der Unterdrückungsschaltung elektrisch leitend verbindet. Das Kontaktmittel kann auch als Stecker oder Kontaktstift ausgebildet sein, der in einen Kontaktbereich auf der Schaltungsplatine bzw. den Bauelementträger eingesteckt ist oder mit diesem verrastet ist.
  • Das jeweilige Kontaktmittel kann auch einstückig mit dem metallischen Gehäuse des Elektromotors ausgebildet oder mit diesem verbunden sein, beispielsweise verschraubt, vernietet, eingesteckt oder angelötet sein, wobei das Kontaktmittel jeweils ausgelegt ist, um eine Leiterbahn oder eine Kontaktstelle der Schaltungsplatine bzw. des Bauelementträgers der Einschubelektronik beim Einschieben der Einschubelektronik in das Motorgehäuse zu kontaktieren.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann der Elektromotor einen Bürstenträger mit daran befestigten Bürsten zum Kontaktieren eines Kommutators des Elektromotors umfassen. Dieser Bürstenträger kann beispielsweise auch als Teil der Einschubelektronik ausgebildet sein, so dass der Kommutator erst beim Einschieben der Einschubelektronik in das Motorgehäuse kontaktiert wird. Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht auf Elektromotoren mit Bürstenträgern beschränkt. Diese Bürstenträger können gemäß einer weiteren Ausführungsform auch vollständig entfallen.
  • Für eine zuverlässige Kontaktierung können die Kontaktmittel federelastisch ausgebildet sein, beispielsweise als federnde Kontaktzungen, die federelastisch gegen das metallische Gehäuse des Motors oder gegen das mit diesem elektrisch leitend verbundene Teil vorgespannt sind. Selbstverständlich können solche Kontaktzungen auch an einem elektrisch leitend ausgebildeten Abschnitt des Motorgehäuses ausgebildet sein und an einer Leiterbahn oder einer vergleichbaren Kontaktfläche auf der Schaltungsplatine anliegen, die mit der Unterdrückungsschaltung verbindet.
  • Eine zuverlässige elektrische Kontaktierung kann auch durch einen Formschluss oder eine Klemmverbindung mit einem Abschnitt an dem metallischen Gehäuse des Motors oder an dem mit diesem elektrisch leitend verbundenen Teil bewerkstelligt werden. Der Formschluss bzw. die Klemmung kann insbesondere automatisch beim Einschieben der Einschubelektronik in das Motorgehäuse bewerkstelligt werden.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das mit dem metallischen Gehäuse elektrisch leitend verbundene Teil als Schraube ausgebildet, die das metallische Gehäuse mit dem Gehäuse des Elektromotors bzw. der elektrischen Antriebseinheit verbindet. Dabei kann die Schraube im Innenraum des Elektromotors teilweise frei liegen und das jeweilige Kontaktmittel den frei liegenden Abschnitt der Schraube kontaktieren, beispielsweise federnd unmittelbar an diesem anliegend.
  • Ein weiterer Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung betrifft eine elektrische Antriebseinheit für Kraftfahrzeuge mit zumindest einem Elektromotor, wie vorstehend beschrieben. Mit einer solchen elektrischen Antriebseinheit können Drehmomente erzeugt werden, beispielsweise für elektrische Fensterheber oder für elektrische Verstelleinheiten, beispielsweise zur elektrischen Verstellung von Kraftfahrzeugsitzen.
  • Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele gemäß der vorliegenden Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben werden, woraus sich weitere Merkmale, Vorteile und zu lösende Aufgaben ergeben werden und worin:
  • 1 in einer Perspektivansicht und im Teilschnitt eine elektrische Antriebseinheit für einen elektrischen Seil-Fensterheber gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt; 2 in einer Perspektivansicht die Antriebseinheit gemäß der 1 in einem montierten Zustand ohne Seiltrommel darstellt;
  • 3 in einem schematischen Teilschnitt die Kontaktierung gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt;
  • 4 in einem um 90 Grad gedrehten Teilschnitt die Kontaktierung gemäß der 3 darstellt;
  • 5 die Kontaktierung gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt;
  • 6 in einem vergrößerten Teilschnitt Maßnahmen für eine zuverlässige Klemmung gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt;
  • 7 die Kontaktierung gemäß einer weiteren Ausführungsform im Teilschnitt darstellt;
  • 8 die Kontaktierung gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt; und
  • 9 in einer schematischen Perspektivansicht und im Teilschnitt eine elektrische Antriebseinheit für einen Seil-Fensterheber gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellt.
  • In den Figuren bezeichnen identische Bezugszeichen identische oder im Wesentlichen gleichwirkende Elemente oder Elementgruppen.
  • Gemäß der 1 umfasst die elektrische Antriebseinheit 1 für einen Seil-Fensterheber einen Motor-Gehäuseabschnitt 3 und einen Getriebe-Gehäuseabschnitt 2, in welchem eine Seiltrommel 6 drehbeweglich gelagert ist. Wie in der 2 gezeigt, sitzt die Seiltrommel auf einer Achse 5 und greift diese formschlüssig in das darunter angeordnete Schneckenrad 4 ein. Ein Elektromotor ist an dem Motor-Gehäuseabschnitt 3 befestigt. Der Elektromotor umfasst in der bekannten Weise eine bewegliche Motorwelle, auf der ein Ankerkern sitzt, auf dessen Außenumfangsoberfläche mehrere Kommutatorlamellen regelmäßig und beabstandet zueinander angeordnet sind. Anschlusszungen, die von der Stirnseite des Ankerkerns abragen, dienen der Kontaktierung der Ankerwicklungen.
  • Wie in der 1 gezeigt, ist der Motor-Gehäuseabschnitt 3 kastenförmig ausgebildet, mit einer im Wesentlichen rechteckförmigen Einführöffnung 7, in die eine Einschubelektronik 8 seitlich in den Motor-Gehäuseabschnitt 3 eingeschoben werden kann. Die Einschubelektronik 8 umfasst eine Schaltungsplatine 10, die beim Einführen der Einschubelektronik 8 in den Motor-Gehäuseabschnitt 3, beispielsweise in Längsschlitzen in dem Motor-Gehäuseabschnitt 3, geführt werden kann. Gemäß der 1 sind an dem vorderen Ende der Einschubelektronik 8 zwei als Blattfedern ausgebildete Bürstenträger 11 befestigt, die federelastisch und aus einem elektrisch leitenden Material ausgebildet sind und die Bürsten, Kohlen oder Grafitteile (nachfolgend als Bürste 12 bezeichnet) tragen. Die Bürsten 12 sind an dem vorderen, freien Ende der Bürstenträger 11 in bekannter Weise starr mit diesen verbunden, beispielsweise vernietet. Gemäß der 1 liegen die beiden Bürsten 12 einander diametral gegenüber, in Anlage zu Kommutatorlamellen auf dem Außenumfang des Ankerkerns des Elektromotors. Gemäß der 1 sind die Bürstenträger 11 als an ihrem hinteren Ende einseitig eingespannte Blattfedern ausgebildet, welche die Bürsten 12 mit einer Federkraft, die im Wesentlichen radial einwärts zu der Drehmitte der Motorwelle gerichtet ist, gegen den Kommutator vorspannt. Im Betrieb des Elektromotors gleiten die Bürsten 12 auf den Kommutatorlamellen, um die Stromrichtung in der bekannten Weise zu wechseln.
  • Wie in der 1 gezeigt, ist an dem hinteren Ende der Einschubelektronik 8 ein Anschlussstecker 9 zur Stromversorgung der Bürsten 12 vorgesehen. An dem anderen Ende des Motor-Gehäuseabschnittes 3 ist ein metallisches Gehäuse 13 befestigt, das, wie in der 2 gezeigt, mittels Schrauben in den Befestigungsbereichen 14 mit dem Getriebe-Gehäuseabschnitt 2 verbunden ist. Das metallische Gehäuse 13 kann beispielsweise aus einem Stahl tiefgezogen sein und ist gemäß der 2 dosenartig ausgebildet, wobei ein hinteres Ende der Motorwelle in dem Lagerbereich in der Abschlusswand des metallischen Gehäuses 13 gelagert ist. In dem Gehäuse 13 sind ferner zwei oder mehrere Permanentmagnete drehfest aufgenommen, die den Stator des Elektromotors ausbilden. Die Motorwelle des Elektromotors verläuft tangential zu dem Schneckenrad 4 und trägt an ihrem vorderen Ende ein Schneckenrad, das mit dem Schneckenrad 4 der Antriebseinheit 1 kämmt, um das Abtriebsdrehmoment des Elektromotors auf die Seiltrommel 6 (vgl. 1) zu übertragen. Beim Einschieben der Einschubelektronik 8 in den Motor-Gehäuseabschnitt 3 werden die Bürstenträger 11 aufgeweitet, so dass die Bürsten 12 an dem Kommutator des Elektromotors anliegen.
  • Erfindungsgemäß ist eine Unterdrückungsschaltung in unmittelbarer Nähe zu den Bürstenträgern 11 angeordnet, um elektromagnetische Störungen und/oder ein Rauschen zu reduzieren. Die Unterdrückungsschaltung kann in der Einschubelektronik 8 oder auf der Schaltungsplatine 10, beispielsweise unterhalb der Bürstenträger 11, angeordnet sein. Eine solche Unterdrückungsschaltung kann aus mehreren elektronischen Bauelementen, beispielsweise Kondensatoren und Drosselspulen, ausgebildet sein, die elektrisch leitend miteinander verbunden sind. Eine solche Unterdrückungsschaltung kann auch als integrierter Schaltkreis (IC) ausgebildet sein oder einen integrierten Schaltkreis umfassen. Gemäß der 1 ist an der Einschubelektronik 8 eine Kontaktzunge 20 vorgesehen, die elektrisch leitend mit der Unterdrückungsschaltung (nicht gezeigt) verbunden ist. Die Kontaktzunge 20 ragt in Axialrichtung der Einschubelektronik 8 von dieser ab und trägt an ihrem vorderen Ende eine Klemme 35, die einstückig ausgebildet ist und einander gegenüber liegende Flügel jeweils mit einem Aufnahme- und Greifschlitz umfasst, um eine Kontaktierung der Unterdrückungsschaltung beim Einschieben der Einschubelektronik in den Motor-Gehäuseabschnitt 3 zu bewerkstelligen. Beim Einschieben der Einschubelektronik 8 gelangen die beiden Flügel der Klemme 35 in Anlage zu einem Abschnitt des metallischen Gehäuses 13 oder eines mit diesem elektrisch leitend verbundenen Teils und werden diese beim weiteren Einschieben der Einschubelektronik 8 aufgeweitet, bis schließlich der Gehäuseabschnitt oder das mit diesem elektrisch leitend verbundene Teil von den Klemmen 35 umgriffen ist. Wie in der 6 gezeigt, kann das umgriffene Teil 25 im Querschnitt rechteckförmig ausgebildet sein und auf den einander gegenüber liegenden Oberflächen muldenartige Vertiefungen 26 umfassen, die korrespondierend zu den Vorsprüngen auf den Flügeln der Kontaktklemmen 35 ausgebildet sind, um so eine zuverlässige elektrische Kontaktierung zu gewährleisten.
  • Die 3 zeigt die Kontaktierung gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung im Teilschnitt. Gemäß der 3 ist eine federelastische Kontaktzunge 20 an der Schaltungsplatine 10 befestigt. Zu diesem Zweck ist die Kontaktzunge 20 an ihrem hinteren Ende im Wesentlichen rechtwinklig abgebogen und weist einen Zapfen bzw. Vorsprung 21 auf, der in ein Lötauge oder in einen vergleichbaren Kontaktbereich der Schaltungsplatine 10 eingelötet bzw. eingesteckt ist. Die Kontaktzunge 20 ist an ihrem hinteren Ende mit einer Leiterbahn bzw. einem Kontaktbereich der Schaltungsplatine 10 verlötet. Zur mechanischen Versteifung des Verbindungsbereichs kann das hintere Ende der Kontaktzunge 20 mit einem Kunststoff 22 umspritzt sein. An ihrem vorderen Ende ist die federelastische Kontaktzunge 20 gegen die metallische Schraube 15 vorgespannt, die das metallische Gehäuse 13 (vgl. 2) an den Befestigungsbereichen 14 mit der aus Kunststoff ausgebildeten Wand 17 des Getriebe-Gehäuseabschnittes 2 befestigt. Gemäß der 3 liegt das vordere Ende der federelastischen Kontaktzunge 20 unmittelbar an der metallischen Befestigungsschraube 15 an. Gemäß der 3 wird über die Kontaktzunge 20 und die Befestigungsschraube 15 eine elektrisch leitende Verbindung zwischen der Unterdrückungsschaltung (nicht gezeigt) und dem metallischen Gehäuse des Elektromotors ausgebildet. Weil das metallische Gehäuse 13, wie in der 2 gezeigt, das hintere Ende des Elektromotors bzw. den Bereich, wo die Bürsten an den Kommutatorlamellen schleifen, hülsenartig umgibt, wirkt das metallische Gehäuse 13 als metallische Abschirmung, um elektromagnetische Störungen und/oder Rauschen abzuschirmen. Gemäß der 2 sitzt die von dem metallischen Gehäuse 13 ausgebildete Abschirmung im Wesentlichen koaxial auf dem hinteren Ende des Elektromotors.
  • Die 4 zeigt die Kontaktierung gemäß der 3 in einem um 90 Grad gedrehten Teilschnitt. Gemäß der 4 ist die Wand 17 des Getriebe-Gehäuseabschnittes im Befestigungsbereich der Schraube 15 unterbrochen, so dass die Kontaktzunge 20 unmittelbar an dem vorderen Ende der metallischen Befestigungsschraube 15 anliegen kann. In der 4 ist ferner die Unterdrückungsschaltung 30 schematisch darstellt, die auf der Schaltungsplatine 10 sitzt.
  • Die 5 zeigt die Kontaktierung der Unterdrückungsschaltung 30 gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Gemäß der 5 ragt von der Umfangswand 19 des metallischen Gehäuses ein länglicher Fortsatz 25 in das Gehäuseinnere hinein, an welchem die Kontaktzunge 20 unmittelbar anliegt. Der Fortsatz 25 ist elektrisch leitend und einstückig mit dem metallischen Gehäuse ausgebildet. Selbstverständlich kann der Fortsatz 25 auch elektrisch leitend mit der Umfangswand 19 verbunden werden, beispielsweise durch Schrauben, Löten, Nieten. Wie dem Fachmann ohne weiteres ersichtlich sein wird, kann der Fortsatz auch unmittelbar an dem metallischen Befestigungsflansch 18 des metallischen Gehäuses vorgesehen bzw. mit diesem verbunden sein.
  • Die 7 zeigt die Kontaktierung der Unterdrückungsschaltung 30 gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Gemäß der 7 sind an dem vorderen Ende des Fortsatzes 25 Klemmen 35, wie vorstehend im Zusammenhang mit den 1 und 6 beschrieben, vorgesehen, die die Schaltungsplatine 10 klemmen und auf der Schaltungsplatine 10 vorgesehene Leiterbahnen bzw. Kontaktbereiche elektrisch kontaktieren. Somit wird gemäß der 7 die Unterdrückungsschaltung 30 über die Leiterbahnen, den Kontaktbereich, die Klemmen 35 und den elektrisch leitenden, metallischen Fortsatz 25 mit der Umfangswand 19 des metallischen Gehäuses des Elektromotors verbunden. Wie dem Fachmann ohne weiteres ersichtlich sein wird, kann der Fortsatz 25 auch unmittelbar an dem Befestigungsflansch 18 des metallischen Gehäuses vorgesehen bzw. mit diesem verbunden sein.
  • Die 8 zeigt die Kontaktierung gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Gemäß der 8 ist die Kontaktzunge 20 im wesentlichen Z-förmig ausgebildet, mit einer Kontaktzunge 23, die unmittelbar an der Umfangswand 29 des metallischen Gehäuses des Elektromotors anliegt. Selbstverständlich kann die Kontaktzunge 23 auch unmittelbar an dem Befestigungsflansch 18 des metallischen Gehäuses des Elektromotors anliegen.
  • Die 9 zeigt eine elektrische Antriebseinheit gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei der neben der Kontaktzunge 20 zusätzliche Kontaktzungen 40, 41 zur Stromzuführung vorgesehen sind, die an ihrem vorderen Ende jeweils Stromklemmen, vergleichbar zu der Klemme 35 der Kontaktzunge 20, tragen. Bei einer solchen Ausführungsform kann der in der 1 dargestellten Bürstenhalter auch vollständig entfallen und dennoch eine zuverlässige Kontaktierung der Unterdrückungsschaltung bewerkstelligt werden.
  • Wie dem Fachmann beim Studium der vorliegenden Beschreibung ohne weiteres ersichtlich sein wird, kann das Kontaktmittel zur Kontaktierung ein zugeordnetes metallisches Element auch formschlüssig umgreifen oder dieses abschnittsweise formschlüssig umgreifen, beispielsweise in der Art der vorstehend beschriebenen Stromklemme. Solche zumindest abschnittsweise formschlüssig umgriffene Elemente können unmittelbar auf der Innenoberfläche des metallischen Gehäuses des Elektromotors ausgebildet sein, können von Elementen ausgebildet werden, die an dem metallischen Gehäuse des Elektromotors befestigt sind, oder können auf der Schaltungsplatine bzw. dem Bauelementträger vorgesehen sein und mit der Unterdrückungsschaltung elektrisch leitend verbunden sein.
  • Wie aus der vorstehenden Beschreibung ohne weiteres ersichtlich sein wird, kann das metallische Gehäuse 13 (vgl. 1) bzw. das Polrohr des Elektromotors zunächst an dem Motor-Gehäuseabschnitt befestigt werden. Durch Einschieben der Einschubelektronik oder durch nachträgliches Einführen eines Verbindungs- oder Kontaktierungselements, beispielsweise einer Schraube oder eines verrastbaren Metallstifts, kann dann nicht nur die Kontaktierung der Kommutatorlamellen, sondern auch die Kontaktierung der Unterdrückungsschaltung bewerkstelligt werden. Durch variables Bestücken der Schaltungsplatine der Einschubelektronik mit entstörenden Bauelementen kann die Entstörung in Anpassung an kundenspezifische Anforderungen variabel vorgegeben werden.

Claims (13)

  1. Elektromotor für Kraftfahrzeuge, insbesondere Permanentmagnet-Gleichstrom-Kleinmotor, mit einem Stator, der in einem metallischen Gehäuse (13) aufgenommen ist, einem Rotor, der in dem Stator drehbeweglich gelagert ist, einer Unterdrückungsschaltung (30) zur Reduzierung von elektromagnetischen Störungen und/oder Rauschen, die Bestandteil einer Steuerungselektronik oder eines Steckeradapters ist, und einer Einschubelektronik (8), welche die Steuerungselektronik oder den Steckeradapter umfasst, wobei die Einschubelektronik (8) in ein Gehäuse (3) des Elektromotors einschiebbar ist, gekennzeichnet durch zumindest ein Kontaktmittel (20, 35, 10, 23), welches unmittelbar das metallische Gehäuse (13) des Stators oder ein mit diesem elektrisch leitend verbundenes Teil (15; 25) kontaktiert, um die Unterdrückungsschaltung mit dem metallischen Gehäuse elektrisch leitend zu verbinden, wobei die Unterdrückungsschaltung durch Einschieben der Einschubelektronik in das Gehäuse oder durch nachträgliches Einführen eines Verbindungs- oder Kontaktierungselements kontaktierbar ist.
  2. Elektromotor nach Anspruch 1, bei dem das Verbindungs- oder Kontaktierungselement eine Schraube oder ein verrastbarer Metallstift ist.
  3. Elektromotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das zumindest eine Kontaktmittel (20) auf einer Schaltungsplatine (10) bzw. einem Bauelementträger der Einschubelektronik befestigt ist.
  4. Elektromotor nach Anspruch 2, bei dem das zumindest eine Kontaktmittel (35) einstückig mit dem metallischen Gehäuse ausgebildet oder mit diesem verbunden ist und ausgelegt ist, um eine Leiterbahn oder eine Kontaktstelle einer Schaltungsplatine oder eines Bauelementträgers der Einschubelektronik beim Einschieben der Einschubelektronik zu kontaktieren.
  5. Elektromotor nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei dem die Einschubelektronik (8) ferner Bürstenträger (11) mit daran befestigten Bürsten (12) zum Kontaktieren eines Kommutators des Elektromotors umfasst.
  6. Elektromotor nach einem der Ansprüche 2 bis 5, bei dem die Einschubelektronik weitere Kontaktmittel (40, 41) zur Stromzuführung für ein schon installiertes Bürstensystem aufweist.
  7. Elektromotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das jeweilige Kontaktmittel (20, 23) federelastisch gegen das metallische Gehäuse (13, 19) oder gegen das mit diesem elektrisch leitend verbundene Teil (15; 25) vorgespannt ist.
  8. Elektromotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das jeweilige Kontaktmittel unmittelbar an dem metallischen Gehäuse (13, 19) oder an dem mit diesem elektrisch leitend verbundenen Teil (15; 25) anliegt.
  9. Elektromotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das jeweilige Kontaktmittel (20, 23) einen Abschnitt (25) an dem metallischen Gehäuse oder an dem mit diesem elektrisch leitend verbundenen Teil formschlüssig umschließt.
  10. Elektromotor nach Anspruch 9, bei dem das jeweilige Kontaktmittel den Abschnitt (25) an dem metallischen Gehäuse oder an dem mit diesem elektrisch leitend verbundenen Teil klemmt.
  11. Elektromotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das mit dem metallischen Gehäuse (13) elektrisch leitend verbundene Teil als Schraube (15) ausgebildet ist, die das metallische Gehäuse mit einem Gehäuse (3) des Elektromotors verbindet.
  12. Elektromotor nach Anspruch 11, bei dem die Schraube (15) im Innenraum des Elektromotors teilweise frei liegt und das Kontaktmittel den frei liegenden Abschnitt der Schraube kontaktiert.
  13. Elektrische Antriebseinheit für Kraftfahrzeuge zur Erzeugung von Drehmomenten, insbesondere für elektrische Fensterheber oder als elektrische Verstelleinheit ausgebildet, gekennzeichnet durch einen Elektromotor nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
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