DE202004003914U1 - Heizsystem für ein Reisemobil - Google Patents
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Abstract
Heizsystem für ein Reisemobil, mit
– einer Lufteinrichtung (4) zum Erzeugen eines Luftstroms;
– einer Warmluftheizung (2) zum bedarfsweisen Erwärmen des Luftstroms;
– einem der Warmluftheizung (2) nachgeschalteten Luft-Fluid-Wärmetauscher (3); und mit
– einer mit dem Luft-Fluid-Wärmetauscher (3) in Verbindung stehenden Fluideinrichtung (6), die einen Wärmenutzer und/oder einen Wärmverbraucher und/oder einen Wärmeerzeuger aufweist; wobei
– der Luftstrom einer Primärseite des Luft-Fluid-Wärmetauschers (3) zuführbar ist;
– der Luftstrom nach Verlassen des Luft-Fluid-Wärmetauschers (3) in einen Nutzraum (8) des Reisemobils und/oder zu der Warmluftheizung (2) führbar ist; und wobei
– ein Fluid vorgesehen ist, für einen Wärmetransport zwischen einer Sekundärseite des Luft-Fluid-Wärmetauschers (3) und der Fluideinrichtung (6).
– einer Lufteinrichtung (4) zum Erzeugen eines Luftstroms;
– einer Warmluftheizung (2) zum bedarfsweisen Erwärmen des Luftstroms;
– einem der Warmluftheizung (2) nachgeschalteten Luft-Fluid-Wärmetauscher (3); und mit
– einer mit dem Luft-Fluid-Wärmetauscher (3) in Verbindung stehenden Fluideinrichtung (6), die einen Wärmenutzer und/oder einen Wärmverbraucher und/oder einen Wärmeerzeuger aufweist; wobei
– der Luftstrom einer Primärseite des Luft-Fluid-Wärmetauschers (3) zuführbar ist;
– der Luftstrom nach Verlassen des Luft-Fluid-Wärmetauschers (3) in einen Nutzraum (8) des Reisemobils und/oder zu der Warmluftheizung (2) führbar ist; und wobei
– ein Fluid vorgesehen ist, für einen Wärmetransport zwischen einer Sekundärseite des Luft-Fluid-Wärmetauschers (3) und der Fluideinrichtung (6).
Description
- Die Erfindung betrifft ein Heizsystem für ein Reisemobil.
- Zur Beheizung von Reisemobilen, z. B. Wohnmobilen oder Wohnwagen, sind Warmluftheizgeräte oder Warmwasserheizgeräte bekannt. Üblicherweise weisen die Heizgeräte eine elektrische Heizvorrichtung oder eine z. B. auf Flüssiggas basierende Gasheizung auf. Beide Gerätetypen haben systembedingte Vor- und Nachteile. Mit Hilfe der Warmluftheizung lässt sich das Fahrzeug, insbesondere der Nutzraum (z. B. Wohnraum oder Fahrgastzelle) schneller aufheizen, während die Warmwasserheizung ein angenehmeres Wohnklima schafft. Bei sehr komfortabel ausgestatteten Fahrzeugen werden daher sowohl eine Warmluft- als auch eine Warmwasserheizung eingebaut, was mit zusätzlichen Kosten und zusätzlichem Gewicht verbunden ist.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Heizsystem für ein Reisemobil anzugeben, mit dem die Vorteile einer Warmluftheizung mit denen einer Warmwasserheizung kombiniert werden können, ohne dass dafür der bisher übliche Bauaufwand betrieben werden muss.
- Erfindungsgemäß wird die Erfindung durch ein Heizsystem gemäß Schutzanspruch 1 gelöst.
- Danach weist ein erfindungsgemäßes Heizsystem für ein Reisemobil eine Lufteinrichtung zum Erzeugen eines Luftstroms, eine Warmluftheizung zum bedarfsweisen Erwärmen des Luftstroms und einen der Warmluftheizung nachgeschalteten Luft-Fluid-Wärmetauscher auf. Die Lufteinrichtung kann z. B. ein Gebläse sein, das Luft in einem Rohrsystem in Bewegung versetzt, um den gewünschten Luftstrom zu erreichen. Die Lufteinrichtung kann integraler Bestandteil der Warmluftheizung sein bzw. strömungsmäßig vor oder hinter der Warmluftheizung angeordnet werden.
- Weiterhin ist eine mit dem Luft-Fluid-Wärmetauscher in Verbindung stehende Fluideinrichtung vorgesehen, die einen Wärmenutzer und/oder einen Wärmverbraucher und/oder einen Wärmeerzeuger aufweist. Die Fluideinrichtung dient somit zum Umsetzen von Wärme zwischen einem von ihr geführten Fluid und einem Wärmepartner.
- Erfindungsgemäß ist der Luftstrom zunächst zu einer Primärseite des Luft-Fluid-Wärmetauschers und nach Verlassen des Luft-Fluid-Wärmetauschers in den Nutzraum des Reisemobils (insbesondere den Wohnraum oder eine Fahrgastzelle) und/oder zu der Warmluftheizung führbar. Ein Fluid ist vorgesehen, um einen Wärmetransport zwischen einer Sekundärseite des Luft-Fluid-Wärmetauschers und der Fluideinrichtung zu ermöglichen.
- Damit ermöglicht es die Erfindung, mit einer einzigen Heizung, nämlich der Warmluftheizung, nicht nur – wenn der zu der Primärseite geführte Luftstrom vorher von der Warmluftheizung erwärmt wurde – den Luftstrom, sondern auch ein Fluid, z. B. Wasser, zu erwärmen. Während der Luftstrom zum Beheizen des Luftraums genutzt werden kann, lässt sich das Fluid für verschiedene Zwecke verwenden, wie nachfolgend erläutert.
- Zum Beispiel kann der als Fluideinrichtung dienende Wärmeverbraucher eine Brauchwasserversorgung für das Reisemobil sein, so dass der Luft-Fluid-Wärmetauscher zum Erwärmen des Brauchwassers dient. Auf diese Weise ist eine zusätzliche Warmwassererzeugung, z. B. mit Hilfe eines Boilers, in dem Reisemobil nicht erforderlich.
- Das Brauchwasser kann direkt als Fluid den Luft-Fluid-Wärmetauscher durchströmen und durch die erwärmte Luft von der Warmluftheizung aufgeheizt werden. Alternativ dazu kann das Fluid auch Wärme in einen Boiler transportieren und dort das Brauchwasser über einen zusätzlichen Wärmetauscher erwämen.
- Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist als Fluideinrichtung ein Wärmenutzer in Form einer Warmwasserheizung für das Reisemobil vorgesehen. Die Warmwasserheizung, z. B. eine Fußbodenheizung, kann ergänzend oder alternativ zu der Warmluftheizung betrieben werden. So ist es z. B. möglich, zum schnellen Aufheizen eines ausgekühlten Reisemobils zunächst die Warmluftheizung zu aktivieren, während später im Dauerbetrieb zur Verbesserung des Wohnklimas nur noch die Warmwasserheizung in Funktion gehalten wird. Die dafür nötigen weiteren Einrichtungen werden später noch erläutert.
- Als Wärmenutzer kann bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung auch ein Antriebsmotor dienen, der zur Fortbewegung des Reisemobils dient. Hierbei handelt es sich üblicherweise um einen Verbrennungsmotor, der z. B. im Winter bei strengem Frost Probleme beim Start haben kann. Das Heizsystem kann erfindungsgemäß zum Vorheizen des Motors, z. B. über dessen Kühlkreislauf, ähnlich einer Standheizung, genutzt werden. Insbesondere bei Dieselmotoren, bei denen der Dieselkraftstoff bei sehr niedrigen Temperaturen eine zu hohe Viskosität erreicht bzw. sehr lange braucht, um auf Betriebstemperatur zu kommen, kann das erfindungsgemäße Heizsystem vorteilhaft genutzt werden.
- Umgekehrt kann bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung der Antriebsmotor des Reisemobils als Wärmeerzeuger genutzt werden, welcher als Fluideinrichtung dient, so dass die Wärme des Antriebsmotors über den Luft-Fluid-Wärmetauscher zum Erwärmen des Luftstroms dient. Somit ist es möglich, im Betrieb des Motors während der Fahrt des Reisemobils die Wärme zu nutzen, um auch Bereiche des Reisemobils, z. B. den Wohnraum, zu erwärmen, die normalerweise nicht an die standardmäßige Motorheizung des Reisemobils angeschlossen sind. Die Motorheizung dient üblicherweise nur zum Beheizen der Fahrgastzelle, nicht jedoch zum Beheizen der restlichen Räume. Selbstverständlich kann die Motorwärme auch zum Beheizen von Wasser genutzt werden.
- Ergänzend kann es vorteilhaft sein, wenn zusätzlich eine Elektroheizung zum Erwärmen des zwischen dem Luft-Fluid-Wärmetauscher und der Fluideinrichtung zirkulierenden Fluids vorgesehen ist. Die Elektroheizung kann dann Wärme erzeugen, die sowohl in der oben beschriebenen Weise durch die Fluideinrichtung als auch durch den Luft-Fluid-Wärmetauscher genutzt werden kann.
- Vorteilhafterweise ist die Warmluftheizung ausschaltbar, so dass der Luftstrom nur durch den Luft-Fluid-Wärmetauscher erwärmbar ist. Der Luft-Fluid-Wärmetauscher wiederum erhält die erforderliche Wärme durch das Fluid, das durch die Fluideinrichtung oder durch die Elektroheizung erwärmt wird.
- Der Luft-Fluid-Wärmetauscher ist somit in der Lage, einen Wärmestrom sowohl in die eine Richtung, von der Luft zum Fluid, wie auch in die andere Richtung, vom Fluid zur Luft, zu gewährleisten.
- Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn zwischen dem Luft-Fluid-Wärmetauscher und der Fluideinrichtung ein Fluid-Fluid-Wärmetauscher vorgesehen ist. Insbesondere dann, wenn als Fluideinrichtung der Antriebsmotor dient, wird das standardmäßig vorgesehene Kühlsystem des Motors genutzt werden. Kühlsy steme von Motoren stehen jedoch unter einem erhöhten Druck (z. B. 3 bar), während der Luft-Fluid-Wärmetauscher vorzugsweise drucklos betrieben wird. Als Schnittstelle zwischen dem Fluidkreislauf des Luft-Fluid-Wärmetauschers und dem Kühlkreislauf des Motors ist dann der Fluid-Fluid-Wärmetauscher zwischenzuschalten.
- Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist dem Luft-Fluid-Wärmetauscher eine Strömungssteuereinrichtung zugeordnet, zum Steuern der Stärke bzw. Menge des Luftstroms, der den Luft-Fluid-Wärmetauscher durchströmt. Die Strömungssteuereinrichtung bildet somit auch eine einfache Temperaturregelung, mit deren Hilfe der Bediener die Wärmemenge einstellen kann, die von der Luft auf das Fluid bzw. umgekehrt übertragen wird.
- Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist parallel zu dem Luft-Fluid-Wärmetauscher ein Bypass angeordnet, wobei die Strömungssteuereinrichtung derart ausgebildet ist, dass sie den Luftstrom wahlweise durch den Luft-Fluid-Wärmetauscher und/oder den Bypass führt. Dementsprechend kann ein Teil oder die gesamte Luft über den Bypass an dem Wärmetauscher vorbeigeführt werden, so dass kein Wärmeübergang zwischen Luft und Fluid erfolgt. Umgekehrt kann auch eine maximale Wärmeübertragung erreicht werden, wenn durch die Strömungssteuereinrichtung der Bypass vollständig verschlossen ist, während der Zugang zum Luft-Fluid-Wärmetauscher voll geöffnet ist.
- Wenn die Strömungssteuereinrichtung in verschiedenen Zwischenstellungen justierbar ist, kann der Luftstrom in bestimmten, den Zwischenstellungen zugeordneten Verhältnissen auf den Luft-Fluid-Wärmetauscher und den Bypass verteilt werden. Als Strömungssteuereinrichtung eignet sich in besonderer Weise eine dem Luft-Fluid-Wärmetauscher und dem Bypass vorgeschaltete Klappe oder ein Schieber.
- Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist dem Luft-Fluid-Wärmetauscher ein zu dem Nutzraum führender Auslass zugeordnet, der über eine Rückführung mit der Warmluftheizung verbindbar ist. In dem Auslass ist eine Umschalteinrichtung vorgesehen, so dass wahlweise der Luftstrom nach Verlassen des Luft-Fluid-Wärmetauschers vom Auslass zu dem Nutzraum oder vom Auslass über die Rückführung zu der Warmluftheizung geführt werden kann. Damit besteht die Möglichkeit, entweder mit Hilfe des erwärmten Luftstroms den Nutzraum zu erwärmen und somit die eigentliche Funktion der Warmluftheizung zu erfüllen, oder den Luftstrom nach Durchströmen des Luft-Fluid-Wärmetauschers sofort wieder zu der Warmluftheizung zurückzuführen und dort erneut aufzuheizen. Die Luft zirkuliert dann zwischen Warmluftheizung und Luft-Fluid-Wärmetauscher, so dass der überwiegende Teil der Wärme an das Fluid abgegeben wird. Auf diese Weise lässt sich die Warmluftheizung sehr effektiv dazu nutzen, dass Fluid zur Erzeugung von Warmwasser (Brauchwasser) oder zum Betreiben der Warmwasserheizung aufzuheizen.
- Bei der Warmluftheizung kann es sich um eine an sich bekannte Elektro- oder Gasheizung, insbesondere um eine Flüssiggasheizung mit einem Gasbrenner handeln, wobei durch den Gasbrenner heißes Brenngas erzeugbar ist, dessen Wärme über einen weiteren Wärmetauscher auf den Luftstrom übertragbar ist.
- Diese und weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden nachfolgend anhand von Beispielen unter Zuhilfenahme der begleitenden Figuren näher erläutert. Es zeigen
-
1 den schematischen Aufbau eines erfindungsgemäßen Heizsystems; -
2 eine schematische Draufsicht auf ein Reisemobil mit dem erfindungsgemäßen Heizsystem in einer ersten Ausführungsform der Erfindung; -
3 eine schematische Draufsicht auf ein Reisemobil mit dem Heizsystem als zweite Ausführungsform der Erfindung; und -
4 eine schematische Schnittdarstellung eines Luft-Fluid-Wärmetauschers in verschiedenen Schaltstellungen. - Anhand von
1 wird der schematische Aufbau eines erfindungsgemäßen Heizsystems für ein Reisemobil erläutert. - Das in
1 gezeigte Heizsystem ist vollständig in einem Reisemobil, z. B. einem Wohnmobil oder einem Wohnwagen, eingebaut. Über ein Rohrleitungssy stem1 ist eine Warmluftheizung2 mit einem Luft-Fluid-Wärmetauscher3 verbunden. - Die Warmluftheizung
2 kann eine an sich bekannte Gasheizung sein, wie sie zur Beheizung von Nutzräumen in Reisemobilen bekannt ist. Üblicherweise wird die Warmluftheizung2 durch Flüssiggas betrieben, das in einem oder mehreren Gasbrennern verbrannt wird. Die Wärme des heißen Brenngases (Abgas) wird über einen nicht dargestellten Wärmetauscher auf einen Luftstrom übertragen, der von einem als Lufteinrichtung dienenden Gebläse4 erzeugt wird. Das Gebläse4 kann vor oder hinter der Warmluftheizung2 angeordnet werden. Selbstverständlich kann es auch integraler Bestandteil der Warmluftheizung2 sein. Auch der Aufbau und die Nutzung des Gebläses4 ist bekannt. - Als Warmluftheizung
2 könen auch andere bekannte Heizungstypen verwendet werden, z.B. eine Elektroheizung oder eine Heizung, die mit Hilfe anderer Brennstoffe betrieben wird. - Der somit erzeugte erwärmte Luftstrom wird einer Primärseite des Luft-Fluid-Wärmetauschers
3 zugeführt. Dort wird über den Wärmetauscher3 ein Fluid, z. B. Wasser (gegebenenfalls mit Zusätzen wie Glykol), erwärmt. Das Fluid kann durch Röhren5 oder Schläuche zwischen dem Luft-Fluid-Wärmetauscher3 und einer Fluideinrichtung6 zirkulieren, so dass ein Wärmeaustausch zwischen dem Luft-Fluid-Wärmetauscher3 und der Fluideinrichtung6 möglich ist. - Als Fluideinrichtung
6 können verschiedene Wärmenutzer, Wärmeverbraucher oder Wärmeerzeuger dienen. Zum Beispiel kann als Wärmeverbraucher eine Brauchwasserversorgung an den Luft-Fluid-Wärmetauscher3 angeschlossen werden, so dass das in den Röhren5 zirkulierende Fluid durch das Brauchwasser selbst gebildet wird, das in der Fluideinrichtung6 z. B. gespeichert wird. Alternativ oder auch ergänzend dazu kann als Wärmenutzer für die Fluideinrichtung6 eine Warmwasserheizung für das Reisemobil vorhanden sein, die später noch unter Bezugnahme auf2 erläutert wird. - Ebenfalls ist es möglich, als Wärmenutzer – oder auch als Wärmeerzeuger – einen Antriebsmotor zu verwenden, der zur Fortbewegung des Reisemobils dient. Diese Variante wird später anhand von
3 erläutert. - Der Luftstrom verlässt den Luft-Fluid-Wärmetauscher
3 über einen Auslass7 und wird zu einem Nutzraum8 des Reisemobils geführt. Hierbei handelt es sich z. B. um den Wohnraum, der durch die erwärmte Luft von der Warmluftheizung2 aufgeheizt werden soll. Die Raumluft aus dem Nutzraum8 kann dann wieder über entsprechende Einlässe durch das Gebläse4 eingesaugt und durch die Warmluftheizung2 transportiert werden, um nach und nach die Raumluft im Nutzraum8 aufzuheizen. - Am Auslass
7 ist eine Umschalteinrichtung9 vorgesehen, mit der der Luftstrom über eine Rückführung10 zurück zu der Warmluftheizung2 geführt werden kann, ohne in den Nutzraum8 zu gelangen. Die Rückführung10 kann über das Gebläse4 oder direkt über die Leitung11 in die Warmluftheizung2 gelangen. - Wenn die Umschalteinrichtung
9 derart eingestellt ist, dass die Luft aus dem Luft-Fluid-Wärmetauscher3 sofort wieder zurück zu der Warmluftheizung2 geführt wird, dient der somit erzeugte Luftstrom ausschließlich zum Erwärmen des Fluids im Luft-Fluid-Wärmetauscher3 . Dementsprechend kann die Warmluftheizung2 z. B. ausschließlich zum Erzeugen von Brauchwasser, zum Betreiben einer Warmwasserheizung oder zum Aufheizen des Antriebsmotors genutzt werden, wie später noch erläutert wird. -
2 zeigt in schematischer Draufsicht ein Reisemobil, in dem das erfindungsgemäße Heizsystem eingebaut ist. Direkt von der Warmluftheizung2 gehen mehrere Rohrleitungen12 ab, über die Warmluft von der Warmluftheizung2 in den Nutzraum8 eingeblasen werden kann. Dazu sind am Ende der Rohrleitungen12 Ausströmer12a vorgesehen. - Ein Teil des von der Warmluftheizung
2 erwärmten Luftstroms wird über das Rohrleitungssystem1 zu dem Luft-Fluid-Wärmetauscher3 geführt und kann nach Verlassen des Auslasses7 über Rohrleitungen13 ebenfalls in den als Wohnraum oder als Fahrerzelle14 dienenden Nutzraum8 gelangen. - Wie oben beschrieben, kann in dem Luft-Fluid-Wärmetauscher
3 ein Fluid erwärmt werden. Im vorliegenden Fall ist das Fluid Wasser einer als Warmwasserheizung dienenden Fußbodenheizung15 , die über ein entsprechendes Röhrensystem mit dem Luft-Fluid-Wärmetauscher3 verbunden ist. In2 sind Aggregate, die üblicherweise für eine Fußbodenheizung zur Verfügung gestellt werden, wie z. B. eine Umwälzpumpe oder ein Ausgleichsbehälter, nicht dargestellt. - Die Warmluftheizung
2 dient somit nicht nur zum Erzeugen von Warmluft, sondern auch zum Erwärmen des Wassers in der Fußbodenheizung15 . -
3 zeigt in schematischer Draufsicht eine zweite Ausführungsform der Erfindung, bei der der Fluidkreislauf des Luft-Fluid-Wärmetauschers3 mit einem Kühlkreislauf16 eines Verbrennungsmotors17 verbunden ist, der zum Antrieb des Reisemobils dient. Bei dem Verbrennungsmotor kann es sich um einen üblichen Benzin- oder Dieselmotor handeln. - Die den Fluidkreislauf bildenden Röhren
5 von dem Luft-Fluid-Wärmetauscher3 sind an den Kühlkreislauf16 angeschlossen, so dass zwischen dem Luft-Fluid-Wärmetauscher3 und dem Verbrennungsmotor17 über den Kühlkreislauf16 Wärme ausgetauscht werden kann. Je nach beabsichtigter Wirkung ist es somit möglich, den Verbrennungsmotor17 mit Hilfe der Warmluftheizung2 vorzuwärmen, wenn dies – insbesondere bei strengem Frost – gewünscht ist. - Umgekehrt kann der Verbrennungsmotor
17 im Betrieb dazu genutzt werden, über den Luft-Fluid-Wärmetauscher3 die diesen durchströmende Luft anzuwärmen und bereits während der Fahrt nicht nur – wie üblicherweise vorgesehen – die Fahrerzelle14 , sondern auch den Nutzraum8 aufzuheizen. Bei einer Kombination der ersten und der zweiten Ausführungsform kann der Verbrennungsmotor17 auch zum Beheizen von Wasser in dem Reisemobil genutzt werden, um eine Warmwasserheizung (z. B. die Fußbodenheizung15 ) zu betreiben oder warmes Brauchwasser zu erzeugen. - Da üblicherweise der Kühlkreislauf
16 druckbehaftet ist (z. B. 3 bar), während der Fluidkreislauf in den Röhren5 und dem Luft-Fluid-Wärmetauscher3 drucklos ist, ist es empfehlenswert, wenn ein Fluid-Fluid-Wärmetauscher18 (1 ) zwischengeschaltet ist, um die Wärme zu übertragen. Wenn die Drücke im Kühlkreislauf16 und in dem Fluidkreislauf in den Röhren5 bzw. dem Luft-Fluid-Wärmetauscher3 im Wesentlichen mit gleichem Druck arbeiten, ist das Dazwischenschalten eines Fluid-Fluid-Wärmetauschers nicht erforderlich. Weiterhin ist es möglich, den Fluidkreislauf in den Röhren5 und dem Luft-Fluid-Wärmetauscher3 druckbehaftet zu führen, wenn dies zweckmäßig sein sollte. - Gegebenenfalls kann zwischen dem Luft-Fluid-Wärmetauscher
3 und der Fluideinrichtung6 auch noch eine in1 gezeigte Elektroheizung19 , z. B. ein elektrisch betriebener Heizstab, vorgesehen sein, um das Fluid zu erwärmen. Je nach Anordnung ist es somit möglich, wahlweise die Fluideinrichtung6 oder auch den Luft-Fluid-Wärmetauscher3 mit Wärme zu versorgen. - Selbstverständlich sind geeignete Pumpen und Ventile vorgesehen, um den Strom des Fluids zu gewährleisten und zu kontrollieren.
-
4 zeigt schematisch zwei Schnittdarstellungen durch den Luft-Fluid-Wärmetauscher3 , in dem zwei Betriebszustände dargestellt sind. -
4a ) zeigt einen Zustand, in dem die Wärmetauscherfunktion abgeschaltet ist und der Luftstrom den Luft-Fluid-Wärmetauscher3 im Wesentlichen ohne Wärmeverlust passiert. Ein Gehäuse20 des Luft-Fluid-Wärmetauschers3 weist einen Einlass21 und den Auslass7 für den Luftstrom von der Warmluftheizung2 auf. Der eigentliche Wärmetauscher ist in Form einer Wärmetauschereinheit22 in dem Gehäuse20 eingesetzt. Die Wärmetauschereinheit22 kann primärseitig durch den Luftstrom durchströmt werden, während sekundärseitig über einen Fluideinlass23 und einen Fluidauslass24 das Fluid zu- bzw. abführbar ist. Dementsprechend wird ein Wärmeaustausch zwischen dem Luftstrom und dem Fluid bewirkt. - Vor der Wärmetauschereinheit
22 ist eine als Strömungssteuereinrichtung dienende Klappe25 vorgesehen, die in4a ) die Wärmetauschereinheit22 vollständig abdeckt, so dass der Luftstrom ausschließlich über einen Bypass26 die Wärmetauschereinheit22 passieren kann, ohne durch die Wärmetauschereinheit22 selbst hindurchzuströmen. Dementsprechend findet kein Wärmeaustausch zwischen dem Luftstrom und dem Fluid statt. - In
4b ) hingegen ist die Klappe25 heruntergeklappt und verschließt den Bypass26 , so dass der Luftstrom vollständig durch die Wärmetauschereinheit22 strömt. In dieser Schaltstellung findet ein möglichst starker Wärmeaustausch zwischen dem Luftstrom und dem Fluid statt. - Die Klappe
25 kann durch den Bediener von außen bedient und in verschiedenen Zwischenstellungen arretiert werden. Selbstverständlich kann die Klappe25 auch durch andere Mechanismen, z. B. einen Schieber, ersetzt werden. Die Strömungssteuereinrichtung, z. B. die Klappe25 oder der Schieber, können mechanisch oder auch mit Hilfe einer elektrischen bzw. elektronischen Steuerung angesteuert werden. Dabei ist darauf zu achten, dass es möglich sein sollte, das Verhältnis der die Wärmetauschereinheit22 und den Bypass26 durchströmenden Luftströme entsprechend den Wünschen des Bedieners einstellen zu können, um so eine geeignete Wärmeübertragung zu erreichen. Wenn zum Beispiel eine in den Figuren nicht gezeigte Zwischenstellung der Klappe25 gewählt ist, kann der erwärmte Luftstrom sowohl zum direkten Beheizen des Nutzraums8 als auch zum Erwärmen des Fluids (z. B. für Brauchwasser oder für die Fußbodenheizung15 ) genutzt werden.
Claims (17)
- Heizsystem für ein Reisemobil, mit – einer Lufteinrichtung (
4 ) zum Erzeugen eines Luftstroms; – einer Warmluftheizung (2 ) zum bedarfsweisen Erwärmen des Luftstroms; – einem der Warmluftheizung (2 ) nachgeschalteten Luft-Fluid-Wärmetauscher (3 ); und mit – einer mit dem Luft-Fluid-Wärmetauscher (3 ) in Verbindung stehenden Fluideinrichtung (6 ), die einen Wärmenutzer und/oder einen Wärmverbraucher und/oder einen Wärmeerzeuger aufweist; wobei – der Luftstrom einer Primärseite des Luft-Fluid-Wärmetauschers (3 ) zuführbar ist; – der Luftstrom nach Verlassen des Luft-Fluid-Wärmetauschers (3 ) in einen Nutzraum (8 ) des Reisemobils und/oder zu der Warmluftheizung (2 ) führbar ist; und wobei – ein Fluid vorgesehen ist, für einen Wärmetransport zwischen einer Sekundärseite des Luft-Fluid-Wärmetauschers (3 ) und der Fluideinrichtung (6 ). - Heizsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der in den Nutzraum (
8 ) des Reisemobils führbare Luftstrom erwärmt ist. - Heizsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Primärseite des Luft-Fluid-Wärmetauschers (
3 ) mit der Warmluftheizung (2 ) verbunden ist, derart, dass der erwärmte Luftstrom von der Warmluftheizung (2 ) zu der Primärseite zuführbar ist. - Heizsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeverbraucher eine Brauchwasserversorgung für das Reisemobil ist, und dass der Luft-Fluid-Wärmetauscher (
3 ) zum Erwärmen des Brauchwassers dient. - Heizsystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das den Luft-Fluid-Wärmetauscher (
3 ) durchströmende Fluid das Brauchwasser ist. - Heizsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmenutzer eine Warmwasserheizung für das Reisemobil ist.
- Heizsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmenutzer ein Antriebsmotor (
17 ) zur Fortbewegung des Reisemobils ist, und dass der Luft-Fluid-Wärmetauscher (3 ) zum Erwärmen des Antriebsmotors (17 ) dient. - Heizsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeerzeuger ein Antriebsmotor (
17 ) zur Fortbewegung des Reisemobils ist, und dass die Wärme des Antriebsmotors (17 ) über den Luft-Fluid-Wärmetauscher (3 ) zum Erwärmen des Luftstroms dient. - Heizsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Elektroheizung (
19 ) vorgesehen ist, zum Erwärmen des zwischen dem Luft-Fluid-Wärmetauscher (3 ) und der Fluideinrichtung (6 ) zirkulierenden Fluids. - Heizsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Warmluftheizung (
2 ) ausschaltbar ist, und dass der Luftstrom durch das Fluid über den Luft-Fluid-Wärmetauscher (3 ) erwärmbar ist. - Heizsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Luft-Fluid-Wärmetauscher (
3 ) und der Fluideinrichtung (6 ) ein Fluid-Fluid-Wärmetauscher (18 ) vorgesehen ist. - Heizsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass dem Luft-Fluid-Wärmetauscher (
3 ) eine Strömungssteuereinrichtung (25 ) zugeordnet ist, zum Steuern der Stärke des Luftstroms, der den Luft-Fluid-Wärmetauscher (3 ) durchströmt. - Heizsystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu dem Luft-Fluid-Wärmetauscher (
3 ,22 ) ein Bypass (26 ) angeordnet ist, und dass die Strömungssteuereinrichtung (25 ) derart ausgebildet ist, dass durch sie der Luftstrom wahlweise durch den Luft-Fluid-Wärmetauscher (3 ,22 ) und/oder den Bypass (26 ) führbar ist. - Heizsystem nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungssteuereinrichtung (
25 ) in verschiedenen Zwischenstellungen justierbar ist, derart, dass der Luftstrom in bestimmten, den Zwischenstellungen zugeordneten Verhältnissen durch den Luft-Fluid-Wärmetauscher (3 ,22 ) und/ oder den Bypass (26 ) führbar ist. - Heizsystem nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungssteuereinrichtung eine dem Luft-Fluid-Wärmetauscher (
3 ,22 ) vorgeschaltete Klappe (25 ) oder einen Schieber aufweist. - Heizsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass – dem Luft-Fluid-Wärmetauscher (
3 ) ein zu dem Nutzraum (8 ) führender Auslass (7 ) zugeordnet ist; – der Auslass (7 ) über eine Rückführung (10 ) mit der Warmluftheizung (2 ) verbindbar ist; und dass – an dem Auslass (7 ) eine Umschalteinrichtung (9 ) vorgesehen ist, zum wahlweisen Führen des Luftstroms vom Auslass (7 ) zu dem Nutzraum (8 ) oder vom Auslass (7 ) über die Rückführung (10 ) zu der Warmluftheizung (2 ). - Heizsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass – die Warmluftheizung (
2 ) eine Flüssiggasheizung mit einem Gasbrenner ist; – dem Gasbrenner ein Gas-Wärmetauscher zugeordnet ist; – durch den Gasbrenner heißes Brenngas erzeugbar ist; – die Wärme des heißen Brenngases über den Gas-Wärmetauscher auf den Luftstrom übertragbar ist, zum Erwärmen des Luftstroms.
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