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DE202004001445U1 - Vorrichtung zur Betriebszustandssteuerung und -überwachung sowie Brems- und/oder Kupplungssystem - Google Patents

Vorrichtung zur Betriebszustandssteuerung und -überwachung sowie Brems- und/oder Kupplungssystem Download PDF

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DE202004001445U1
DE202004001445U1 DE200420001445 DE202004001445U DE202004001445U1 DE 202004001445 U1 DE202004001445 U1 DE 202004001445U1 DE 200420001445 DE200420001445 DE 200420001445 DE 202004001445 U DE202004001445 U DE 202004001445U DE 202004001445 U1 DE202004001445 U1 DE 202004001445U1
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brake
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Stromag GmbH
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Stromag GmbH
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T17/00Component parts, details, or accessories of power brake systems not covered by groups B60T8/00, B60T13/00 or B60T15/00, or presenting other characteristic features
    • B60T17/18Safety devices; Monitoring
    • B60T17/22Devices for monitoring or checking brake systems; Signal devices
    • B60T17/221Procedure or apparatus for checking or keeping in a correct functioning condition of brake systems

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Abstract

Vorrichtung zur Betriebszustandssteuerung und -überwachung für eine elektromagnetisch, durch Bestromung einer Spule (SP) ein-oder ausrückbare Bremse (BR) und/oder Kupplung mit
– einer Schnellschalteinheit (SE) zur Bestromung der Spule (SP), wobei die Schnellschalteinheit (SE) derart eingerichtet ist, dass sie zum Ein- oder Ausrücken der Bremse (BR) kurzzeitig einen Spulenstrom (IS) oder eine Spulenspannung (US) an die Spule (SP) anlegt, der oder die über einem. Nennwert liegt, und nach einer einstellbaren Wartezeit oder bei einem Wechsel eines Bremsbetriebszustandssignals den Spulenstrom (IS) oder die Spulenspannung (US) auf den Nennwert reduziert, gekennzeichnet durch
– eine Einheit (AE) zur dynamischen Überwachung des Betriebszustands der Bremse (BR), wobei die Einheit (AE) zur Auswertung des Spulenstroms (IS) und/oder der Spulenspannung (US) über einen Betriebszeitraum und zur Ausgabe eines Bremsbetriebszustandssignals in Abhängigkeit von der Auswertung des Spulenstroms (IS) und/oder der Spulenspannung (US) eingerichtet ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Betriebszustandssteuerung und -überwachung für eine elektromagnetisch, durch Bestromung einer Spule ein- oder ausrückbare Bremse und/oder Kupplung nach dem Oberbegriff des Anspruch 1 sowie ein Brems- und/oder Kupplungssystem nach dem Oberbegriff des Anspruchs 5.
  • Derartige elektromagnetische Bremsen und/oder Kupplungen werden beispielsweise zum Halten von Lasten oder als Sicherheitsbremsen in Aufzügen eingesetzt. Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich aus Gründen der Einfachheit auf einen bestimmten Bremsentyp, sind jedoch selbstverständlich auch analog auf andere elektromagnetische Bremsentypen bzw. Kupplungen übertragbar.
  • Ein Beispiel einer elektromagnetisch betätigten Bremse ist die sogenannte Elektromagnet-Federdruckbremse. Bei diesem Bremsentyp wird durch Bestromung einer Spule oder Erregerspule, die als Elektromagnet wirkt, eine magnetische Kraft auf eine bewegliche Ankerscheibe ausgeübt, so dass sich diese in Richtung der Spule bewegt. Dieser Bewegung wirkt eine durch eine Federanordnung hervorgerufene Kraft entgegen, wobei die Stromstärke im Falle einer Bestromung derart dimensioniert ist, dass die magnetische Kraft größer als die Federkraft ist. Durch die Bewegung der Ankerscheibe wird ein mit einer Motorwelle drehfest verbundener Reibbelagträger freigegeben, wodurch die Bremse ausgerückt bzw. gelüftet wird und eine ungebremste Drehung der Motorwelle möglich ist. Wenn die Spule nicht bestromt ist, wird die Ankerscheibe durch die Federkraft gegen den Reibbelagträger gedrückt, d.h. die Bremse wird eingerückt und bremst bzw. verhindert eine Drehung der Motorwelle. Das Schaltverhalten kann selbstverständlich durch konstruktive Maßnahmen auch invertiert werden, d.h. im Falle einer Bestromung ist die Bremse eingerückt und bremst und im stromlosen Fall ist die Bremse ausgerückt und erzeugt kein Bremsmoment.
  • Zur Bestromung der Elektromagnet-Federdruckbremse wird in der Regel eine Gleichspannung bzw. ein Gleichstrom benötigt. Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich aus Gründen der Einfachheit auf den Fall, dass die Spule durch Anlegen einer Gleichspannung erregt wird, sie sind jedoch selbstverständlich auch analog auf das Einprägen eines Gleichstroms in die Spule übertragbar. Zur Erzeugung der erforderlichen Gleichspannung wird üblicherweise ein Gleichrichter verwendet, an dessen Ausgang die Spulennennspannung ansteht. Beim Übergang vom stromlosen zum bestromten Betrieb, nach dem Anlegen der Nennspannung an die Spule, lässt sich der Verlauf des Spulenstroms durch folgende Formel darstellen:
    Figure 00020001
    mit
  • i = momentaner Spulenstrom I = Endstrom bzw. Nennstrom im eingeschwungenen Zustand bei Anlegen der Spulennennspannung T = L/R (Zeitkonstante) L = Spuleninduktivität R = ohmscher Spulenwiderstand
  • Die Stärke des durch die Spule hervorgerufenen Magnetfeldes ist proportional zum Spulenstrom i. Der Abfall des Bremsmomentes verläuft entsprechend der Zunahme des Magnetfeldes, da die durch das Magnetfeld hervorgerufene Kraft der bremsmomenterzeugenden Federkraft entgegenwirkt. Wenn der Abfall des Bremsmomentes der mit ihrer Nennspannung beaufschlagten Spule nicht schnell genug ist, kann dieser Vorgang durch Sonderschaltungen verkürzt werden.
  • Bei der sogenannten Schnellerregung ist die Ausgangsspannung des Gleichrichters dauerhaft größer als die Spulennennspannung. Im Stromkreis der Spule ist ein Vorwiderstand in Serie eingeschleift, der im eingeschwungenen Zustand ein Überschreiten der Spulennennspannung verhindert.
  • Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung einer Schnellschalteinheit zur Bestromung der Spule. Die Schnellschalteinheit erzeugt im Falle einer gewünschten Bestromung kurzzeitig eine Spulenspannung, die über deren Nennwert liegt. Eine derartige Spannungsüberhöhung resultiert in einem schnelleren Stromanstieg in der Spule, wodurch sich die Bremse schneller öffnet d.h. die Zeitdauer bis zum Ausrücken der Bremse verkürzt sich. Nach einem erfolgten Ausrücken der Bremse wird die Spulenspannung durch die Schnellschalteinheit auf den Nennwert reduziert, der ausreichend ist, um die Bremse in einem ausgerückten Zustand zu halten.
  • Da derartige Bremsen häufig sicherheitsrelevante Funktionen erfüllen, ist es in der Regel notwendig, ihren Betriebszustand ständig zu überwachen, um beispielsweise ein sicheres Ein- bzw. Ausrücken unabhängig von einem Abrieb bzw. Verschleiß des Reibbelagträgers zu gewährleisten.
  • Zur Überwachung des Betriebszustandes werden mechanische Mikroschalter eingesetzt. Die derart überwachten Betriebszustände betreffen beispielsweise das Einrücken sowie das Ausrücken der Bremse und den sogenannten Luftspalt, das ist der von der Ankerscheibe zurückgelegte Weg beim Ein- bzw. Ausrücken.
  • Um zu detektieren, ob die Bremse ein- oder ausgerückt ist, wird ein Mikroschalter insbesondere derart in der Bremse vorgesehen, dass die Ankerscheibe im ein- oder ausgerückten Zustand den zugehörigen Mikroschalter betätigt. Eine einwandfreie Funktion einer derartigen Bremszustandsüberwachung setzt eine sorgfältige und damit zeitaufwendige Justage der Mikroschalter voraus. Weiterhin führen die Mikroschalter zu zusätzlichem Verkabelungsaufwand.
  • Eine alternative Lösung zur Überwachung des Betriebszustands einer elektromagnetischen Bremse ist in der DE 101 49 604 A1 beschrieben. Hierbei wird ein Bremsbetriebszustandssignal durch Auswertung des Spulenstroms bzw. der Spulenspannung nach dem Anlegen bzw. Abschalten der Spulenspannung erzeugt. Das erzeugte Bremsbetriebszustandssignal umfasst die Zustände "Bremse eingerückt", "Bremse ausgerückt" und "maximale Bremsluft überschritten". Diese Lösung basiert auf dem Effekt, dass die Spule und die Ankerscheibe ein magnetisches System bilden, bei dem sich die Induktivität der Spule in Abhängigkeit von der Lage bzw. Entfernung der Ankerscheibe relativ zur Spule verändert. Bei einer Bewegung der Ankerscheibe im Magnetfeld der Spule auf diese zu wird in der Spule eine Gegenspannung induziert, die den Spulenstrom für die Dauer der Bewegung reduziert, bis die Ankerscheibe ihre Endlage erreicht hat. Analoges gilt bei einer Bewegung der Ankerscheibe von der Spule weg. Durch die Bewegung der Ankerscheibe er gibt sich eine Unstetigkeit im dynamischen Verlauf des Spulenstroms. Insbesondere der Bewegungsbeginn und das Bewegungsende der Ankerscheibe, bei der diese ihre Endlage erreicht, führt üblicherweise zu Unstetigkeitsstellen im Stromverlauf, die eine Erkennung der genannten Betriebszustände auf Basis einer Analyse des Spulenstroms ermöglicht.
  • Der Erfindung liegt als technisches Problem die Bereitstellung einer Vorrichtung zur Betriebszustandssteuerung und -überwachung für eine elektromagnetisch, durch Bestromung einer Spule ein- oder ausrückbare Bremse und/oder Kupplung sowie die Bereitstellung eines Brems-und/oder Kupplungssystem zugrunde, mit denen das Magnetfeld der Spule rasch aufgebaut werden kann, die den Betriebszustand der Bremse sicher erfassen und mit geringem konstruktivem Aufwand und vergleichsweise preiswert herstellbar sind.
  • Die Erfindung löst dieses Problem durch die Bereitstellung einer Vorrichtung zur Betriebszustandssteuerung und -überwachung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie eines Brems- und/oder Kupplungssystem mit den Merkmalen des Anspruchs 5.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Betriebszustandssteuerung und -überwachung weist eine Schnellschalteinheit zur Bestromung der Spule auf, wobei die Schnellschalteinheit derart eingerichtet ist, dass sie zum Ein- oder Ausrücken der Bremse kurzzeitig einen Spulenstrom oder eine Spulenspannung an die Spule anlegt, der oder die über einem Nennwert liegt, und nach einer einstellbaren Wartezeit oder bei einem Wechsel eines Bremsbetriebszustandssignals den Spulenstrom oder die Spulenspannung auf den Nennwert reduziert. Weiterhin umfasst die Vorrichtung eine Einheit zur dynamischen Überwachung des Betriebszustands der Bremse, wobei die Einheit zur Auswertung des Spulenstroms und/oder der Spulenspannung über einen Betriebszeitraum und zur Ausgabe eines Bremsbetriebszustandssignals in Abhängigkeit von der Auswertung des Spulenstroms und/oder der Spulenspannung eingerichtet ist.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermittelt den Betriebszustand der Bremse durch Auswerten des Spulenstroms und/oder der Spulenspannung über einen Betriebszeitraum, der beispielsweise mit dem Beaufschlagen der Spule mit einer Spannung bzw. mit der Abkopplung der Spule von einer Spannung beginnt, d.h. in der Regel mit dem Beginn eines Ein- bzw. Ausrückvorgangs. Die Auswertung kann beispielsweise mit der Detektion einer Endlage oder der Erkennung einer Betriebsstörung enden: Das erzeugte Bremsbetriebszustandssignal umfasst beispielsweise die Zustände "Bremse eingerückt", "Bremse ausgerückt". Die Ausgabe des Bremsbetriebszustandssignals, das sämtliche unterschiedlichen Zustände eindeutig kodieren bzw. darstellen kann, kann auf verschiedene Arten erfolgen. Eine Möglichkeit ist die Ausgabe des Bremsbetriebszustandssignals in digitaler Darstellung über einen Datenanschluss. Alternativ oder zusätzlich können jedem Zustand auch einzelne Ausgänge der Vorrichtung zugeordnet sein. Auch eine optische Ausgabe des Bremsbetriebszustandssignals bzw. seiner Zustände ist denkbar.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht aufgrund der Schnellschalteinheit einen schnellen Aufbau des Spulenmagnetfeldes aufgrund der Spannungs- bzw. Stromüberhöhung zu Beginn eines Ein- bzw. Ausrückvorgangs. Der Betriebszustand der Bremse bzw. der Kupplung ist durch die Auswertung des Spulenstroms zuverlässig erfassbar, wobei der konstruktive Aufwand und die Herstellungskosten im Vergleich zu einer Erfassung des Betriebszustands mit Mikroschaltern gering ist, da beispielsweise kein zusätzlicher Verkabelungsaufwand notwendig ist und eine aufwändige Montage und Justage der Mikroschalter entfällt.
  • In einer Weiterbildung der Vorrichtung nach Anspruch 2 umfasst die Schnellschalteinheit einen Brückengleichrichter zur Erzeugung des Spulenstroms oder der Spulenspannung über dem Nennwert und einen Einweggleichrichter zur Erzeugung des Nennwerts. Derartige Gleichrichter sind einfach und kostengünstig realisierbar und eine Umschaltung zwischen überhöhter Spannung und Nennwert ist problemlos möglich.
  • In einer Weiterbildung der Vorrichtung nach Anspruch 3 ist die Einheit zur Überwachung des Betriebszustands der Bremse derart eingerichtet, dass sie den Verlauf des Spulenstroms und/oder der Spulenspannung erfasst und das Bremsbetriebszustandssignals ein Ausrücken der Bremse und/oder der Kupplung signalisiert, wenn eine Unstetigkeitsstelle im Verlauf vorhanden ist.
  • In einer Weiterbildung der Vorrichtung nach Anspruch 4 sind die Schnellschalteinheit und die Einheit zur dynamischen Überwachung in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht. Auf diese Weise wird die Ansteuerung und die Überwachung der Bremse in sinnvoller Weise in einem Gerät kombiniert. Notwendige Verbindungen zwischen den Funktionseinheiten, die sonst extern ausgeführt werden müssten, können innerhalb des Gehäuses realisiert werden, wodurch die Montagekosten und die Fehlerwahrscheinlichkeit reduziert werden.
  • Das erfindungsgemäße Brems- und/oder Kupplungssystem nach Anspruch 5 umfasst eine elektromagnetisch, durch Bestromung einer Spule ein- oder ausrückbare Bremse und/oder Kupplung, eine Schnellschalteinheit zur Bestromung der Spule, wobei die Schnellschalteinheit derart eingerichtet ist, dass sie zum Ein- oder Ausrücken der Bremse kurzzeitig einen Spulenstrom oder eine Spulenspannung an die Spule anlegt, der oder die über einem Nennwert liegt, und nach einer einstellbaren Wartezeit oder bei einem Wechsel des Bremsbetriebszustandssignals den Spulenstrom oder die Spulenspannung auf den Nennwert reduziert und eine Einheit zur dynamischen Überwachung des Betriebszustands der Bremse, wobei die Einheit zur Auswertung des Spulenstroms und/oder der Spulenspannung über einen Betriebszeitraum und zur Ausgabe eines Bremsbetriebszustandssignals in Abhängigkeit von der Auswertung des Spulenstroms und/oder der Spulenspannung eingerichtet ist.
  • Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist in der einzigen Figur gezeigt. Die Figur zeigt ein schematisches Blockschaltbild eines Bremssystems.
  • Das gezeigte Bremssystem BS umfasst eine herkömmliche Elektromagnet-Federdruckbremse BR und eine Vorrichtung zur Betriebszustandssteuerung und -überwachung der Bremse BR in Form eines Steuergeräts SG. Das Steuergerät SG und die Bremse BR sind miteinander elektrisch koppelbar.
  • Die Bremse BR umfasst eine Spule SP, die im Falle einer Bestromung durch das Steuergerät SG bei ordnungsgemäßer Funktion ein Ausrücken der Bremse BR bewirkt. Wenn die Bremse BR nicht bestromt ist, wird ein Einrücken bewirkt bzw. die Bremse BR bleibt eingerückt.
  • Das Steuergerät SG dient zur Betriebszustandssteuerung und -überwachung der Bremse BR. Innerhalb eines nicht gezeigten Gehäuses des Steuergeräts SG sind hierzu gemeinsam eine Schnellschalteinheit SE und eine Einheit zur dynamischen Überwachung des Betriebszustands der Bremse BR in Form einer Auswerteeinheit AE vorgesehen. Ein Ausgang der Schnellschalteinheit SE ist durch die Auswerteeinheit AE durchgeschleift.
  • Die Auswerteeinheit AE wertet den Spulenstroms IS und die Spulenspannung US bei einer Betätigung der Bremse aus. Die Auswertung kann mit Hilfe eines nicht gezeigten Mikrocontrollers oder Signalprozessors durchgeführt werden. Zur Ausgabe eines Bremsbetriebszustandssignals weist die Auswerteeinheit AE drei Leuchtdioden D1 bis D3 auf, die jeweils einem bestimmten Betriebszustand zugeordnet sind. Die Diode D1 zeigt an, dass die Bremse BR ausgerückt ist, die Diode D2 zeigt an, dass die Bremse BR eingerückt ist und die Diode D3 zeigt an, dass die maximale Bremsluft überschritten ist.
  • Zur Ansteuerung der Diode D1, die eine ausgerückte Bremse BR signalisiert, wird gleichzeitig mit einer beginnenden Bestromung der Spule SP der Verlauf des Spulenstroms IS erfasst. Wenn eine Unstetigkeitsstelle in dessen Verlauf vorhanden ist, wird die Diode D1 angesteuert.
  • Zur Ansteuerung der Diode D2, die eine eingerückte Bremse BR signalisiert, wird nach einer Unterbrechung der Energiezufuhr der Spule SP die Spulenspannung US und der Spulenstrom IS erfasst. Wenn die Spulenspannung US einen ersten Schwellwert unterschreitet und der Spulenstrom einen zweiten Schwellwert überschreitet, wird die Diode D2 angesteuert.
  • Zur Ansteuerung der Diode D3, die ein Überschreiten der maximalen Bremsluft signalisiert, wird gleichzeitig mit einer beginnenden Bestromung der Spule SP der Verlauf des Spulenstroms IS erfasst. Wenn der Spulenstrom einen dritten Schwellwert überschreitet, ohne dass zuvor eine Unstetigkeitsstelle in dessen Verlauf detektiert wurde, wird die Diode D3 angesteuert.
  • Die Schnellschalteinheit SE dient zur Bestromung der Spule SP und ist in der hier beschriebenen Form lediglich in ihrem prinzipiellen Aufbau beschrieben, der von einer tatsächlichen Realisierung abweichen kann. Die Schnellschalteinheit SE umfasst einen Brückengleichrichter BG, einen Einweggleichrichter EG, die jeweils mit einer Netzwechselspannung UN elektrisch koppelbar sind, und eine Umschalteinheit UE. Der Brückengleichrichter BG richtet beide Halbwellen, der Einweggleichrichter EG nur eine Halbwelle der Netzwechselspannung UN gleich. Die resultierende Ausgangsspannung des Brückengleichrichters BG ist folglich in etwa doppelt so groß wie die des Einweggleichrichters EG. Die Ausgangsspannungen der Gleichrichter BG und EG liegen an getrennten Eingängen der Umschalteinheit UE an.
  • Der Ausgang der Umschalteinheit UE ist zur Strom- und Spannungsmessung durch die Auswerteeinheit AE durchgeschleift und mit der Spule SP koppelbar. Die Umschalteinheit-UE dient als Multiplexer und legt entweder die Ausgangsspannung des Brückengleichrichters BG, die Ausgangsspannung des Einweggleichrichters EG oder keine Spannung an ihrem Ausgang an.
  • Zum Ausrücken der Bremse BR legt die Umschalteinheit UE an ihren Ausgang zuerst die Ausgangsspannung des Brückengleichrichters BG an. Diese Spannung, die größer als eine Nennspannung der Spule SP ist, liegt bei einer elektrischen Kopplung von Steuergerät SG und Bremse BR ebenfalls an der Spule SP an. Dies führt zu einer schnellen Erregung des Magnetfeldes der Spule SP und folglich zu einem schnellen Ausrücken der Bremse BR.
  • Die Auswerteeinheit AE wertet den Verlauf des Spulenstroms IS und der Spulenspannung US wie oben beschrieben aus, und signalisiert der Umschalteinheit UE, wenn die Bremse BR ausgerückt ist. Nach dem Ausrücken legt die Umschalteinheit UE an ihren Ausgang die Ausgangsspannung des Einweggleichrichters EG an. Diese reduzierte Spannung, die der Nennspannung der Spule SP entspricht, reicht aus, um die Bremse BR im ausgerückten Zustand zu halten.
  • Zum Einrücken der Bremse BR schließt die Umschalteinheit UE ihre Ausgänge kurz, wodurch die Energiezufuhr der Spule SP unterbrochen wird und eine Federkraft zum Einrücken der Bremse BR führt.
  • Die gezeigte Ausführungsbeispiel ermöglicht aufgrund der Schnellschalteinheit einen schnellen Aufbau des Spulenmagnetfeldes aufgrund der Spannungs- bzw. Stromüberhöhung zu Beginn eines Ausrückvorgangs. Zusätzlich können die Spulen kleiner dimensioniert werden. Der Betriebszustand der Bremse ist durch die Auswertung des Spulenstroms zuverlässig erfassbar, wobei der konstruktive Aufwand und die Herstellungskosten im Vergleich zu einer Erfassung des Betriebszustands mit Mikroschaltern gering ist, da kein zusätzlicher Verkabelungsaufwand notwendig ist und eine aufwändige Montage und Justage der Mikroschalter entfallen.

Claims (5)

  1. Vorrichtung zur Betriebszustandssteuerung und -überwachung für eine elektromagnetisch, durch Bestromung einer Spule (SP) ein-oder ausrückbare Bremse (BR) und/oder Kupplung mit – einer Schnellschalteinheit (SE) zur Bestromung der Spule (SP), wobei die Schnellschalteinheit (SE) derart eingerichtet ist, dass sie zum Ein- oder Ausrücken der Bremse (BR) kurzzeitig einen Spulenstrom (IS) oder eine Spulenspannung (US) an die Spule (SP) anlegt, der oder die über einem. Nennwert liegt, und nach einer einstellbaren Wartezeit oder bei einem Wechsel eines Bremsbetriebszustandssignals den Spulenstrom (IS) oder die Spulenspannung (US) auf den Nennwert reduziert, gekennzeichnet durch – eine Einheit (AE) zur dynamischen Überwachung des Betriebszustands der Bremse (BR), wobei die Einheit (AE) zur Auswertung des Spulenstroms (IS) und/oder der Spulenspannung (US) über einen Betriebszeitraum und zur Ausgabe eines Bremsbetriebszustandssignals in Abhängigkeit von der Auswertung des Spulenstroms (IS) und/oder der Spulenspannung (US) eingerichtet ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnellschalteinheit (SE) einen Brückengleichrichter (BG) zur Erzeugung des Spulenstroms (IS) oder der Spulenspannung (US) über dem Nennwert und einen Einweggleichrichter (EG) zur Erzeugung des Nennwerts umfasst.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheit (AE) zur dynamischen Überwachung derart ein gerichtet ist, dass sie den Verlauf des Spulenstroms (IS) und/oder der Spulenspannung (US) erfasst und das Bremsbetriebszustandssignal ein Ausrücken der Bremse (BR) und/oder der Kupplung signalisiert, wenn eine Unstetigkeitsstelle im Verlauf vorhanden ist.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnellschalteinheit (SE) und die Einheit (AE) zur dynamischen Überwachung in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind.
  5. Brems- und/oder Kupplungssystem (BS) mit – einer elektromagnetisch, durch Bestromung einer Spule (SP) ein- oder ausrückbaren Bremse (BR) und/oder Kupplung und – einer Schnellschalteinheit (SE) zur Bestromung der Spule (SP), wobei die Schnellschalteinheit (SE) derart eingerichtet ist, dass sie zum Ein- oder Ausrücken der Bremse (BR) kurzzeitig einen Spulenstrom oder eine Spulenspannung an die Spule anlegt, der oder die über einem Nennwert liegt, und nach einer einstellbaren Wartezeit oder bei einem Wechsel des Bremsbetriebszustandssignals den Spulenstrom oder die Spulenspannung auf den Nennwert reduziert, gekennzeichnet durch – eine Einheit (AE) zur dynamischen Überwachung des Betriebszustands der Bremse (BR), wobei die Einheit (AE) zur Auswertung des Spulenstroms (IS) und/oder der Spulenspannung (US) über einen Betriebszeitraum und zur Ausgabe eines Bremsbetriebszustandssignals in Abhängigkeit von der Auswertung des Spulenstroms (IS) und/oder der Spulenspannung (US) eingerichtet ist.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2009024168A1 (en) * 2007-08-20 2009-02-26 Otis Elevator Company Apparatus and method for monitoring an electromagnetic brake
EP2342474A4 (de) * 2008-11-03 2016-03-30 Kone Corp Anordnung und verfahren zur überwachung des betriebs einer bremse

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