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Die Erfindung betrifft ein Sitzkissen,
insbesondere ein transportables Sitzkissen.
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Transportable Sitzkissen werden verwendet, um
die Polsterung von an sich ungepolsterten Sitzen zu ermöglichen.
Ungepolsterte Sitze sind insbesondere bei Sportveranstaltungen,
beispielsweise in Stadien, oder anderen Freiluftveranstaltungen
wie Open-air-Konzerten oder Biergärten üblich. Ferner finden sich ungepolsterte
Sitze beispielsweise in Kirchen und Veranstaltungsräumen, aber
auch im häuslichen
Bereich, beispielsweise bei Gartenmöbeln.
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Aus dem Stand der Technik sind aufblasbare Sitzkissen
aus Kunststoffolie bekannt, die sich zwar leicht transportieren
lassen, die jedoch vor der Nutzung aufgeblasen werden müssen.
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Aufgabe der Erfindung ist es, die
Nachteile nach dem Stand der Technik zu beseitigen. Es soll insbesondere
ein Sitzkissen mit verbesserten Gebrauchseigenschaften angegeben
werden, das leicht transportierbar und ohne weiteres einsetzbar
ist.
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Diese Aufgabe wird durch die Merkmale
der Ansprüche
1, 7 und 16 gelöst.
Zweckmäßige Ausgestaltungen
der Erfindungen ergeben sich aus den Merkmalen der Ansprüche 2 bis
6, 8 bis 15 sowie 17.
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Nach Maßgabe der Erfindung ist ein
Sitzkissen, insbesondere transportables Sitzkissen, aus einem wasserdichten
geschäumten
Kunststoff, vorgesehen, wobei die Oberseite des Sitzkissens glatt
oder strukturiert ist; der Randbereich der Oberseite nach oben gewölbt ist;
und das Sitzkissen eine Öffnung aufweist,
die einen Eingriff für
die menschliche Hand bildet und so angeordnet ist, daß zwischen
der Öffnung
und dem Rand des Sitzkissens ein Tragegriff ausgebildet ist.
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Vorzugsweise ist die Oberfläche des
Kunststoffes geschlossenporig.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
weist das Sitzkissen eine äußere Schicht
aus dem geschäumten
Kunststoff mit geschlossenen feinen Poren und einen grobporigen
Kern aus dem geschäumten
Kunststoff auf, wobei der Kern weicher als die äußere Schicht ist.
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Dieses Sitzkissen ist aufgrund des
in das Kissen integrierten Tragegriffes leicht transportabel. Es
kann zur temporären
Polsterung von harten Sitzen verwendet werden. Derartige Sitze finden
sich unter anderem in Stadien, Arenen und Theatern. aber auch bei
Booten wie Faltbooten, Ruderbooten oder Kanus.
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Die Oberseite des Sitzkissens bildet
die Sitzfläche.
Der Randbereich der Oberseite ist in bezug auf die Sitzfläche nach
oben gewölbt,
um einen besseren Kontakt zwischen dem auf dem Sitzkissen sitzenden
und dem Kissen zu ermöglichen.
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Vorzugsweise weist die Oberseite
des Sitzkissens eine Vielzahl von Einwölbungen auf, wodurch ein strukturierte
Oberfläche
entsteht, um die Rauhigkeit der Oberfläche zu erhöhen. Alternativ können Konturen
in beliebiger Form, beispielsweise in Form von Buchstaben, Ziffern,
Bildern oder Kombinationen dieser Elemente in der Oberseite ausgebildet
sein.
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Der wasserdichte geschäumte Kunststoff
ist vorzugsweise ein Integralschaum, beispielsweise ein Polyurethanschaum.
Ein besonders geeigneter Kunststoff ist ein Zweikomponenten-Polyurethanschaum
wie beispielsweise Elastofoam® der BASF AG, DE. Der
Vorteil eines solchen Materiales liegt darin, daß der in einer chemischen Reaktion
gebildete Schaum eine mehrere Millimeter dicke geschlossen-feinporige
Außenschicht,
die wasserdicht ist, und einen grobporigen weichen Kern aufweist.
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Zur Herstellung des Sitzkissens unter
Verwendung eines Zweikomponenten-Integralschaums werden die beiden
flüssigen
Schaumkomponenten vermischt und in eine Form gegossen. Nach dem Ende
der Topfzeit beginnt eine chemische Reaktion zwischen den beiden
Komponenten, wobei der entstehende Kunststoff in der Form aufschäumt und
die vorgegebene Kontur ausfüllt.
Nach Abschluß der chemischen
Reaktion wird die Form geöffnet,
und das fertige Sitzkissen wird aus der Form entnommen. Die Festigkeit
des Sitzkissens kann über
die Menge des eingesetzten Materials beeinflußt werden.
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Zweckmäßigerweise ist die Öffnung als Langloch
ausgebildet. Die Öffnung
sollte so geformt sein, daß die
menschliche Hand durch die Öffnung geführt werden
kann.
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Vorzugsweise sind die Ränder des
Sitzkissens abgerundet. Das Sitzkissen sollte einen rechteckige
Sitzfläche
aufweisen, wobei die Ecken der Sitzfläche abgerundet sein sollten.
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An das Sitzkissen kann ein Rückenteil
angeschäumt
sein, das auf das Sitzkissen klappbar ist, wobei das Sitzkissen
und das Rückenteil
aus einem wasserdichten geschäumten
Kunststoff gebildet sind, die Oberseite des Sitzkissens glatt oder
strukturiert ist die Innenseite des Rückenteils glatt oder strukturiert
ist der Randbereich der Oberseite nach oben gewölbt ist das Sitzkissen eine Öffnung aufweist,
die einen Eingriff für
die menschliche Hand bildet und so angeordnet ist, daß zwischen
der Öffnung und
einem Rand des Sitzkissens ein Tragegriff ausgebildet ist und das
Rückenteil
eine Öffnung
aufweist, die einen Eingriff für
die menschliche Hand bildet und so angeordnet ist, daß zwi schen
der Öffnung und
einem Rand des Rückenteils
ein Tragegriff ausgebildet ist.
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Vorzugsweise sind die Öffnung des
Rückenteils
und die Öffnung
des Sitzkissens so ausgebildet, daß, wenn das Rückenteil
auf dem Sitzkissen aufliegt, die beiden Öffnungen vollständig zur
Deckung gebracht sind.
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Vorzugsweise ist die Oberfläche des
Kunststoffes geschlossenporig.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
weisen sowohl das Sitzkissen als auch das Rückenteil eine äußere Schicht
aus dem geschäumten
Kunststoff mit geschlossenen feinen Poren und einen grobporigen
Kern aus dem geschäumten
Kunststoff auf, wobei der Kern weicher als die äußere Schicht ist.
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Zweckmäßigerweise ist die Öffnung im Rückenteil
ebenfalls jeweils als Langloch ausgebildet. überdies sollten die Ränder des
Rückenteils
abgerundet sein und das Rückenteil
einen rechteckige Grundfläche
aufweisen, deren Ecken abgerundet sind.
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Die Innenseite des Rückenteils
bildet die Fläche,
die in Kontakt mit dem Rücken
einer auf der Oberseite (Sitzfläche)
des Sitzkissens sitzenden Person ist. Der Randbereich der Innenseite
ist in Bezug auf die Innenseite nach oben gewölbt, um einen besseren Kontakt
zwischen dem Rücken
der auf dem Sitzkissen sitzenden und dem Rückenteil zu ermöglichen.
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Vorzugsweise weist die Oberseite
des Sitzkissens eine Vielzahl von Einwölbungen und/oder die Innenseite
des Rückenteils
eine Vielzahl von Einwölbungen
auf. Alternativ können
Konturen in beliebiger Form, beispielsweise in Form von Buchstaben,
Ziffern, Bildern oder Kombinationen dieser Elemente in der Oberseite
ausgebildet sein.
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Die Maße des Rückenteiles sollten den Maßen des
Sitzkissens (ohne Rückenteil)
entsprechen.
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Alternativ zu dem Tragegriff, der
durch das Ausbilden einer Öffnung
in dem Sitzkissen erhalten wird, kann der Tragegriff auch als Kordel
ausgebildet sein, die an das (öffnungsfreie)
Sitzkissen angeschäumt
wird.
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Nach Maßgabe der Erfindung ist somit
ferner ein Sitzkissen, insbesondere transportables Sitzkissen, aus
einem wasserdichten geschäumten
Kunststoff, vorgesehen, wobei die Oberseite des Sitzkissens glatt
oder strukturiert ist; der Randbereich der Oberseite nach oben gewölbt ist;
und das Sitzkissen eine angeschäumte
Kordel aufweist.
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Die Länge der Kordel kann so gewählt werden,
daß das
Sitzkissen von einem Anwender während
des Transportes umgehängt
werden kann.
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Im Hinblick
auf die übrigen
Eigenschaften des Sitzkissens mit Kordel gelten die Ausführungen
zu den Sitzkissen, die eine Öffnung
zur Ausbildung des Tragegriffes aufweisen.
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Nachfolgend wird die Erfindung anhand
von Ausführungsbeispielen
mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen
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1 eine
perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sitzkissens;
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2 eine
Schnittdarstellung der in 1 gezeigten
Ausführungsform
entlang der Linie A–A;
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3 eine
perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sitzkissens
und
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4 eine
Schnittdarstellung der in 3 gezeigten
Ausführungsform
entlang der Linie A–A.
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Das in 1 gezeigte
Sitzkissen 1 weist eine Öffnung 2 auf,
die so angeordnet ist, daß ein
Tragegriff 3 ausgebildet ist. Die Oberseite 4 des
Sitzkissens 1 weist Einwölbungen 5 auf. Diese
Einwölbungen
können
unterschiedlich gestaltet sein. Ein Teil 5.1 der Einwölbungen
ist als konvexe Aussparungen ausgeformt, während ein anderer Teil 5.2 Buchstaben
und/oder Symbole umfaßt.
Auf diese Weise können
beispielsweise Informationen, beispielsweise Firmenlogos in der
Oberfläche
des Sitzkissens 1 ausgebildet werden.
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Das Sitzkissen 1 hat einen
nach oben gewölbten
Randbereich 6 (siehe 2)
und einen abgerundeten Rand 7. Das Sitzkissen 1 weist
eine rechteckige Sitzfläche
mit angerundeten Ekken auf .
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Das Sitzkissen 1 ist ca.
36 cm lang, 27 cm breit und 4 cm hoch. Der nach oben gewölbte Randbereich 6 ist
ca. 1 cm breit und ist ca. 0,25 cm hoch in Bezug auf die Oberseite 4.
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Das in 3 und 4 gezeigte Sitzkissen 1 weist
zusätzlich
ein Rückenteil 8 auf.
Das Rückenteil 8 hat
eine Öffnung 9,
deren Größe und Gestaltungen
der Öffnung 2 in
dem Sitzkissen entspricht.
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Das Rückenteil 8 ist mit
dem Sitzkissen 1 über
einen Steg 10 verbunden. Dieser Steg weist zweckmäßigerweise
eine Falz 11 auf, so daß das Rückenteil und Sitzkissen zusammengefaltet
werden können,
wobei die Innenseite des Rückenteils 8 auf der
Oberseite 4 des Sitzkissens 1 aufliegt. Die Öffnungen 9 und 2 sind
dabei so ausgebildet, daß die Hand
durch beide Öffnungen
geführt
werden, so daß ein
Tragegriff entsteht, der aus dem Tragegriff 3 des Sitzkissens 1 und
dem Tragegriff 12 des Rückenteils 8 gebildet
ist.
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Das Rückenteil 8 hat eine
rechteckige Grundfläche
mit einem abgerundeten Rand 13. Die Ecken des Rückenteils 8 sind
abgerundet. Der Randbereich 15 der Innenseite 14 des
Rückenteils 8 ist nach
oben in Bezug auf die Innenseite gewölbt. Die Innenseite 14 weist
in dieser Ausführungsform
keine Strukturierung auf.
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Das Sitzkissen 1 ist ohne
Berücksichtigung des
Rückenteils 8 ca.
36 cm lang, 27 cm breit und 4 cm hoch; das Rückenteil 8 ist ebenfalls
ca. 36 cm lang, 27 cm breit und 4 cm hoch. Ist das Rückenteil 8 auf
das Sitzkissen geklappt, so beträgt
die Höhe
des Sitzkissens mit dem Rückenteil
somit ca. 8 cm. Im aufgeklappten Zustand ist das Sitzkissen mit
Rückenteil
ca. 56 cm lang. Der nach oben gewölbte Randbereich 6 des
Sitzkissens 1 ist ca. 1 cm breit und ist ca. 0,25 cm hoch
in Bezug auf die Oberseite 4. Der nach oben gewölbte Randbereich 15 des
Rückenteils 8 ist
ca. 1 cm breit und ist ca. 0,25 cm hoch in Bezug auf die Innenseite 14.
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- 1
- Sitzkissen
- 2
- Öffnung
- 3
- Tragegriff
- 4
- Oberseite
- 5
- Einwölbungen
- 5.1
- runde,
konkave Aussparungen
- 5.2
- buchstabenförmige Aussparungen
- 6
- Randbereich
- 7
- Rand
- 8
- Rückenteil
- 9
- Öffnung
- 10
- Steg
- 11
- Falz
- 12
- Tragegriff
- 13
- Rand
- 14
- Innenseite
des Rückenteils
- 15
- Randbereich