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Derartige Trapeze können als
Trapezweste oder Trapezhose oder einfach als Trapezgurt ausgeführt sein
und haben einen Trapezhaken, der in einen Trapeztampen eines Gabelbaums
oder in eine Leine eines Kites eingehängt wird. Die Trapeze sind
dabei mit einem anatomisch ausgeformten Rückenteil ausgeführt, an
dem ein den Trapezhaken tragender Frontbügel befestigt ist. Dieser Frontbügel sorgt
dafür,
dass bei eingehängtem
Trapez die Enden des anatomisch ausgeformten Rückenteils nicht zusammengezogen
und somit der Surfer nicht eingeschnürt wird und somit auch über längere Strecken
ein komfortables Trapezen gewährleistet
ist. Üblicher
Weise wird der Frontbügel über Gurtbänder an
dem Rückenteil
befestigt, wobei Einstelleinrichtungen vorgesehen sind, um das Trapez
auf die individuellen Körpermaße des Sportlers
einzustellen.
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In letzter Zeit haben sich Trapeze
durchgesetzt, bei denen der Frontbügel mittels eines Schnellverschlusses
am Rückenteil
befestigt ist, so dass das Trapez im Notfall schnell abgestreift
werden kann.
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Eine derartige Lösung ist beispielsweise in der
DE 100 31 623 A1 beschrieben.
Bei diesem bekannten Trapez ist der Frontbügel an einem Endabschnitt mit
einer hohlen Verriegelungsausnehmung ausgeführt, in die eine Verriegelungszunge einrastbar
ist. Die Verrastung kann von außen
entriegelt werden, so dass die Verriegelungszunge in Verlängerung
des Frontbügels
aus der Aufnahme herausgezogen werden kann. Es zeigte sich, dass
das Einsetzen der Verriegelungszunge in diese Ausnehmung relativ
umständlich
ist und dass insbesondere dann, wenn der Surfer einen dicken Neoprenanzug oder
dergleichen trägt,
der Einrastvorgang durch eingeklemmtes Material verhindert werden
kann. Des Weiteren ist das Entriegeln vergleichsweise umständlich,
da zum einen die Verrastung durch einen Zug weg vom Körper aufgehoben
werden muss und zum anderen dann quer dazu die Verriegelzunge herausgezogen
wird. Es zeigte sich, dass dieser Entriegelungsvorgang im Notfall
zu kompliziert ist, um ihn ohne jede Störung auch unter ungünstigsten
Bedingungen durchführen
zu können.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass ein hoher vorrichtungstechnischer
Aufwand erforderlich ist, um den Frontbügel mit der Verriegelungsausnehmung
und die darin eintauchende Verriegelungszunge auszubilden.
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Demgegenüber liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, ein Trapez zu schaffen, das bei minimalem vorrichtungstechnischen
Aufwand eine einfache Funktion auch bei ungünstigen Umständen ermöglicht.
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Diese Aufgabe wird durch ein Trapez
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Erfindungsgemäß hat das Trapez einen Frontbügel, der
mittels eines Schnellverschlusses zumindest einseitig lösbar an
einem Rückenteil
befestigt ist. Erfindungsgemäß ist der
Schnellverschluss als Karabinerhaken ausgeführt, dessen Federlasche mittels
einer vom Karabinerhaken wegstehenden Handhabe aus einer Verriegelungsposition
in eine Freigabeposition bringbar ist. Ein derartiger Karabinerhaken
lässt sich
sehr einfach ausführen
und betätigen,
wobei die zum Lösen
der Federlasche aufgebrachte Zugkraft auch dazu eingesetzt werden kann,
um den Wirk eingriff des Karabinerhakens mit einer Öse zu lösen. Das
erfindungsgemäße Trapez hat
somit eine gegenüber
der bekannten Lösung überlegene
Funktion und ist darüber
hinaus noch preisgünstiger
herstellbar.
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Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel
ist die Handhabe so ausgeführt,
dass sie sich durch den Karabinerhaken hindurch erstreckt. Dies
lässt sich
beispielsweise dadurch bewirken, dass eine Federlasche des Karabinerhakens
zu einem Zugteil verlängert
ist, das sich in der Verriegelungsposition vom Hakenende des Karabinerhakens weg
durch den längeren
Karabinerschenkel hindurch erstreckt, wobei ein aufgenommener Trapeztampen oder
dergleichen dann im Bereich zwischen dem Zugteil der Federlasche
und dem Hakenteil des Karabinerhakens aufgenommen und somit gesichert
ist.
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An dem den Karabinerschenkel durchsetzenden
Endabschnitt des Zugteils ist vorzugsweise eine Zugschlaufe oder
ein Zugbändsel
befestigt.
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Bei Verwendung einer Zugschlaufe
wird deren freier Endabschnitt vorzugsweise am Hakenteil befestigt,
so dass durch Ziehen an der Zugschlaufe zum einen die Verriegelung
aufgehoben und zum anderen der Karabinerhaken aus der Öse herausgeführt wird.
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Zur Verbesserung der Verriegelung
wird der Karabinerhaken vorzugsweise in einen etwa elliptisch oder
rechteckförmig
ausgebildeten Ring eingehängt,
wobei die Breite des Karabiner-Hakenteils etwa der Länge der
längeren
Ringachse entspricht.
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Sonstige vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.
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Im Folgenden wird ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel
der Erfindung anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
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1 eine
stark vereinfachte schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Trapezes;
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2 eine
Detaildarstellung eines Schnellverschlusses des Trapezes aus 1;
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3 eine
Draufsicht auf den Schnellverschluss im verriegelten Zustand und
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4 eine
Stellung des Schnellverschlusses beim Lösen des Eingriffs.
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1 zeigt
eine stark vereinfachte Darstellung eines Trapezes 1 für einen
Windsurfer, das als Sitztrapez ausgeführt ist. Ein derartiges Trapez 1 hat ein
die Rückseite
eines Surfers umschließendes Rückenteil 2,
dessen etwa im Hüftbereich
umgreifende Endabschnitte 3, 4 mittels eines einen
Trapezhaken 6 tragenden Frontbügels 8 miteinander
verbunden sind. Dieser Frontbügel 8 sorgt
dafür,
dass die beiden Endabschnitte 3, 4 bei in einen
Trapeztampen eingehängtem
Trapezhaken 6 nicht zusammengezogen werden, so dass der
Surfer im Nieren-Hüftbereich
nicht gequetscht wird und eine flächige Auflage des Rückenteils
gewährleistet
ist. Zur Erhöhung
des Tragekomforts ist dieser Frontbügel 8 üblicherweise mit
Neopren oder dergleichen gepolstert. Der Frontbügel hat an einem Endabschnitt
eine Befestigungsöse 10,
an der ein am Rückenteil 2 angenähter Gurt 12 verstellbar
befestigt ist. Der andere Endabschnitt des Frontbügels 8 ist über einen
Schnellverschluss 14 an einem weiteren Gurt 16 befestigt,
wobei die Verbindung zwischen diesem und dem Schnellverschluss 14 ebenfalls
verstellbar ausgeführt
ist.
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Wie in 1 angedeutet
ist, sind am Rückenteil 2 des
Weiteren noch zwei Beingurte 18, 20 befestigt,
die Oberschenkel des Surfers umgreifen, so dass das Trapez 1 nicht
von der Hüfte
nach oben wegrutschen kann.
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In 2 ist
der Schnellverschluss 14 vergrößert dargestellt.
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Demgemäß ist an dem in 1 rechten Endabschnitt des
Frontbügels 8 ebenfalls
ein O- oder rechteckförmiger
Ring 22 ausgebildet, der den frontbügelseitigen Teil des Schnellverschlusses 14 bildet. Dieser
hat des Weiteren einen Karabinerhaken 24, der in den Ring 22 einhängbar ist.
Zur Sicherung ist am Karabinerhaken 24 eine Federlasche 26 vorgesehen,
die ein unbeabsichtigtes Herausrutschen des Karabinerhakens 24 von
der Öse 22 verhindert.
Der Karabinerhaken 24 hat ein in 2 links angeordnetes, mit dem Ring 22 in
Eingriff stehendes Hakenteil 28, das sich von einem Karabinerschenkel 30 weg
erstreckt. An dem vom Hakenteil 28 entfernten Endabschnitt
des Karabinerschenkels 30 ist eine weitere Öse 31 ausgebildet,
an der der Gurt 16 befestigt ist. In kinematischer Umkehr
könnte
der Karabinerhaken 24 auch am Frontbügel 8 befestigt sein
(einstückig
oder über
ein Befestigungsmittel) und in den dann am Gurt 16 befestigten
Ring 22 eingreifen.
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Der Karabinerschenkel 30 ist
mit einem Fenster 32 versehen, durch das hindurch sich
der in 2 linke Endabschnitt
der Federlasche 26 erstreckt. Der Aufbau der Federlasche
ergibt sich insbesondere aus 3,
die eine geschnittene Draufsicht auf den Schnellverschluss 14 gemäß 2 zeigt. Demgemäß ist die
Federlasche 26 bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
an der Innenseite, d.h. der dem Hakenteil 28 zuweisenden
Großfläche des
Karabinerschenkels 30 durch Schrauben, Nieten, Kleben oder
Schweißen
befestigt. Die Federlasche 26 hat einen sich von dem Befestigungsabschnitt 33 weg,
schräg
zum Hakenteil 28 hin erstreckenden Federschenkel 34,
der in der dargestellten Grundposition in Anlage an der Innenseite
des Hakenteils 28 steht und dann zu einem Zugteil 36 abgewinkelt
ist. Dieses erstreckt sich vom Ende des Federschenkels 34 weg
durch das Fenster 32 hindurch, so dass der freie Endabschnitt
des Zugteils 36 in der Darstellung gemäß 3 durch das Fenster hindurch aus dem
Karabinerschenkel 30 heraussteht. An diesem freien Endabschnitt
des Zugteils 36 ist ein Ende einer Zugschlaufe 38 befestigt,
deren anderer Endabschnitt an der Außenfläche des Hakenteils 28 festgelegt
ist. Anstelle der dargestellten Zugschlaufe kann auch ein einfaches
Zugbändsel
vorgesehen werden, das am Zugteil 36 befestigt ist. Desweiteren können auch
beide Enden der Zugschlaufe 38 am Zugteil 36 befestigt
werden.
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In der in 3 dargestellten Grundposition ist bei
verriegeltem Schnellverschluss 14 der in den 2 und 3 rechte Vertikalschenkel des Rings 22 von
dem Hakenteil 28 umgriffen und durch das Zugteil 36 rückseitig
gegen Herausrutschen gesichert. Wie insbesondere aus 2 hervorgeht, ist die Breite
B des Hakenteils 28 etwa so groß wie die Länge des damit in Eingriff stehenden
Schenkels des Rings 22 gewählt. Durch diese vergleichsweise
breite Anlagefläche
werden die auftretenden, erheblichen Zugkräfte auf eine vergleichsweise
große
Fläche
verteilt, so dass die Betriebssicherheit erhöht ist. Des Weiteren gewährleisten
die breiten Führungsflächen eine zuverlässige Relativpositionierung
des Karabinerhakens 24 mit Bezug zum Ring 22.
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Bei dem in den 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispielen
ist die Federlasche 26 als gesondertes Bauteil ausgeführt, das
am Karabinerschenkel 30 befestigt ist. Prinzipiell kann
der Karabinerhaken 24 jedoch auch einstückig – beispielsweise als Spritzgießbauteil
aus faserverstärktem
Kunststoff – ausgeführt sein,
so dass die Federlasche 26 sich dann einstückig aus
dem Karabinerschenkel 30 herausbiegt.
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Zum Lösen des Schnellverschlusses 14 ergreift
der Surfer die Zugschlaufe 38 und zieht sie in Pfeilrichtung,
d.h. etwa parallel zur Achse des Karabiners und damit parallel zum
Körper,
so dass der Federschenkel 34 – wie in 4 dargestellt – nach unten ausgelenkt wird
und in das Fenster eintaucht. Durch die in Pfeilrichtung aufgebrachte
Zugkraft wird der Karabinerhaken 24 gegenüber den
Frontbügel 8 mit
dem daran befestigten Ring 22 nach links (Ansicht nach 4) verschoben, so dass das
Hakenteil 28 frei kommt und der Schnellverschluss 14 geöffnet ist.
Diese Öffnungsbewegung
wird durch das Anliegen der Zugschlaufe 38 an dem in 4 linken Schenkel des Rings 22 unterstützt, so
dass das Hakenteil 28 aus der in 4 dargestellten Zwischenposition praktisch
automatisch nach unten in die Freigabeposition geführt wird.
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Dieser Schnellverschluss 14 lässt sich
mit minimalem Aufwand fertigen und entriegelt auch bei ungünstigsten
Bedingungen und praktisch bei beliebiger Kleidung des Surfers. Der
Frontbügel
kann wesentlich einfacher als bei der herkömmlichen Lösung ausgeführt werden, so dass gegenüber der
herkömmlichen
Lösung
die Herstellkosten verringert sind und die Funktionstüchtigkeit
verbessert ist.
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Alternativ zum vorbeschriebenen Ausführugsbeispiel
kann das Zugteil auch den Karabinerschenkel gabelförmig umgreifen
oder einseitig seitlich am Karabinerschenkel vorbeigeführt sein,
so dass der Karabinerschenkel nicht mit einem Fenster ausgeführt werden
muss.
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Offenbart ist ein Trapez für einen
Windsurfer, Kite oder dergleichen mit einem den Sportler rückseitig
abstützenden
Rückenteil,
dessen vordere Endabschnitte über
einen Frontbügel
miteinander verbunden sind. Der Frontbügel ist einseitig mittels eines Schnellverschlusses
mit dem Rückenteil
verbunden, der einen in einen Ring einzuhängenden Karabinerhaken aufweist.
Dieser ist mit einer Federlasche ausgeführt, die sich über einen
Handhabe aus einer Verriegelungsposition in eine Freigabeposition
bewegbar ist, wobei auch der Karabinerhaken aus seiner Eingriffsposition
mit dem Ring herausbewegt wird.
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- 1
- Trapez
- 2
- Rückenteil
- 3
- Endabschnitt
- 4
- Endabschnitt
- 6
- Trapezhaken
- 8
- Frontbügel
- 10
- Öse
- 12
- Gurt
- 14
- Schnellverschluss
- 16
- Gurt
- 18
- Beingurt
- 20
- Beingurt
- 22
- Ring
- 24
- Karabinerhaken
- 26
- Federlasche
- 28
- Hakenteil
- 30
- Karabinerschenkel
- 31
- Öse
- 32
- Fenster
- 33
- Befestigungsabschnitt
- 34
- Federschenkel
- 36
- Zugteil
- 38
- Zugschlaufe