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Die
Erfindung betrifft einen Rückspülfilter
insbesondere für
die Filterung von Kühlschmierstoffen, mit
einem mit Einlaß,
Filtratauslaß und
Schmutzablaß versehenen
Filtergehäuse
und mehreren darin parallel zueinander angeordneten, im Filtrierbetrieb von
außen
nach innen durchströmten
Filtereinsätzen,
wie insbesondere Filterkerzen, und mit einer Rückspüleinrichtung, mit der die in
Kammern eines an einem seiner Enden mit einer Lochplatte als Träger für die Filtereinsätze versehenen
und mittels eines Stellantriebs drehbaren Filterträgers angeordneten
Filtereinsätze
einzeln oder gruppenweise in einer vom Filterkreislauf der im Filtrierbetrieb
stehenden Filtereinsätze
abgetrennten, bei der Umlaufbewegung des Filterträgers in
einer Rückspülzone gebildeten
Rückspülkammer
mit einem Spülmedium
im Gegenstrom zum Filtrierbetrieb rückspülbar und nach erfolgter Rückspülung in
den Filtrierbetrieb zurückstellbar
sind.
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Die
Erfindung geht aus von einem aus der
EP 900 584 A1 bekannten Rückspülfilter. Dieser Rückspülfilter
ist konzipiert und wird eingesetzt für die Filterung von Kraftstoffen
und Motorschmierstoffen für
Schiffsmotoren. Der gattungsgemäße Rückspülfilter
wird stehend in den Schiffsmotoren installiert und sämtliche
Filterkerzen, die im Filtrierbetrieb von innen nach außen durchströmt werden,
sind stehend an einer Loch- bzw. Siebplatte befestigt, welche den
Filterträger
nach unten gegenüber
einem Filterunterteil, in welchem der Filtratauslaß, der Spülmediumeinlaß und der
Schmutzablaß angeordnet
sind, abdichtet. Der als Drehkörper
ausgebildete Filterträger
umfaßt
eine Umfangswand mit radialen Durchflußkanälen sowohl im an die Lochplatte
angrenzenden Bereich als auch nahe des im Montagezustand oberen
Endes des Filterträgers,
an welchem eine geschlossene Kupplungsplatte angeordnet ist, in
die der Stellantrieb mit einem Kupplungszapfen drehschlüssig eingreift.
Die Abfuhr der bei der Rückspülung vom
Siebgewebe der Filterkerzen gelösten Feststoffpartikel
erfolgt durch die siebplattenseitigen Durchlaßkanäle innerhalb einer gegenüber den
anderen Kammern abgetrennten Rückspülkammer,
wobei die Abtrennung der Rückspülkammer über Wandvorsprünge an der
inneren Wandung des Filtergehäuses
sowie mittels mit diesen korrespondierenden, zugleich Lagerringe
bildenden Stegen an der Außenwandung
des Filterträgers
erreicht wird. Der gattungsgemäße Rückspülfilter
zeigt eine hohe Filterleistung und eine äußerst zuverlässige Reinigung des
Siebgewebes der Filterkerzen durch die druckluftunterstützte Rückspülung. Erste
Versuche der Anmelderin, diesen Rückspülfilter auch für die Filterung von
Kühlschmierstoffen
in Kühlschmierstoffkreisen an
spanabhebenden Werkzeugmaschinen einzusetzen, haben jedoch gezeigt,
daß er
sich wegen des hohen Verschmutzungsgrades und der Größe der Feststoffpartikel
in Kühlschmierstoffe
schnell zusetzen kann und daher für diesen Verwendungszweck nicht
optimal geeignet ist.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, einen Rückspülfilter
für die
Filterung von Flüssigkeiten
wie insbesondere Kühlschmierstoffen
zu schaffen, wobei der Rückspülfilter
selbst bei groben Verunreinigungen und einem hohen Festkörperanteil
in der zu reinigenden Flüssigkeit
einen automatischen Dauerbetrieb ermöglicht.
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Diese
Aufgabe wird mit der in Anspruch 1 angegebenen Erfindung gelöst. Erfindungsgemäß ist vorgesehen,
daß, ausgehend
von dem vorgenannten Filter, die äußere Umfangswand des Filterträgers geschlossen
ist und am anderen Ende des Filterträgers für jede Kammer eine Einströmöffnung vorgesehen ist,
wobei zwischen der äußeren Umfangswand
des Filterträgers
und der Innenseite der Gehäusewand des
Filtergehäuses
ein Ringraum, der einen Vorabscheider bildet, ausgebildet ist, in
welchen Ringraum der Einlaß für das zu
filternde Medium nahe des lochplattenseitigen Endes des Filterträgers und/oder
tangential zur Außenwandung
des Filterträgers
mündet. Die
erfindungsgemäßen Maßnahmen
führen
dazu, daß bereits
bei der Einströmung
des zu reinigenden Mediums in den Rückspülfilter eine Vorabscheidung grober
Verunreinigungen, insbesondere großer bzw. schwerer Feststoffpartikel
wie Späne
innerhalb des Fluids, stattfindet, so daß durch die Vorabscheidung verhindert
wird, daß diese
Grobschmutzpartikel überhaupt
in die Kammern im Filterträger,
in denen die Filtereinsätze
bzw. -kerzen für
die eigentliche Filtrierung angeordnet sind, eintreten. Es versteht
sich, daß der erfindungsgemäße Rückspülfilter
derart stehend angeordnet wird, daß die Vorabscheidung durch Schwerkraft
unterstützt
wird. Insbesondere die Kombination aus tangentialer Zuströmung am
Einlaß in den
Ringraum und Anordnung des Einlasses nahe des lochplattenseitigen
Endes führt
zu einem hohen Wirkungsgrad der Vorabscheidung, da dann wegen der
geschlossenen Umfangswand des Filterträgers dessen gesamte Höhe für die Vorabscheidung
zum Tragen kommt.
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Bei
der insbesondere bevorzugten Ausgestaltung verjüngen sich die Kammern im Filterträger zu den
Einströmöffnungen
hin trichterförmig,
um den Wirkungsgrad der Vorabscheidung zusätzlich zu unterstützen. Durch
die trichterförmige
Verjüngung
der Einströmöffnungen
gegenüber
dem freien Querschnitt innerhalb der Kammern stromabwärts bzw. oberhalb
der Einströmöffnungen
wird verhindert, daß aufgrund
von Verwirbelungen am Ende des Ringraums schwerere Bestandteile
in die Kammern im Filterträ ger
eintreten können.
Besonders vorteilhaft ist, wenn die Filtereinsätze einseitig an der Lochplatte festgelegt
sind, wobei die trichterförmigen
Verjüngungen
unterhalb der freien Enden der Filtereinsätze beginnen. Bei der bevorzugten
Ausgestaltung eines stehend angeordneten Rückspülfilters bildet die Lochplatte
den oberen Abschluß des
Filterträgers,
an welchem die Filterkerzen bzw. Filtereinsätze nach unten frei hängend befestigt
sind.
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Besonders
vorteilhaft ist, wenn das Filtergehäuse mit einem trichterförmigen Boden
versehen ist und einen Bodentrichter bildet, wobei der Ringraum zum
Bodentrichter hin offen ist. Im Bodentrichter können sich die im Vorabscheider
ausgeschiedenen Grobschmutzpartikel ablagern, ohne von dem über den
Einlaß Einströmenden und
durch den Ringraum schraublinienförmig hindurchströmenden Fluid
erneut aufgeschwemmt zu werden. Besonders vorteilhaft ist hierbei,
wenn das Filtergehäuse
einen den trichterförmigen
Boden umfassenden Bodenteil aufweist, wobei in den Bodentrichter
ein in den Schmutzablaß mündender
Anschlußkrümmer hineinragt,
der zugleich eine Stützlageraufnahme
für den
Filterträger umfaßt. Die
Stützlageraufnahme
kann hierbei insbesondere am Anschlußkrümmer auskragend ausgebildet
sein und/oder der Anschlußkrümmer erstreckt sich
unterhalb der Rückspülzone. Um
den Grobschmutz abführen
zu können,
mündet
der Bodentrichter vorzugsweise in einen beispielsweise mit einer
Klappe verschließbaren
Grobschmutzauslaß,
an welchem mit dem Vorabscheider abgeschiedene Verunreinigungen
aus dem Filterinnenraum abgeführt
werden können.
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Da
erfindungsgemäß der Filterträger an der einen
Seite mit einer Lochplatte und an der gegenüberliegenden Seite bzw. Stirnfläche mit
den Anströmöffnungen
versehen ist, sind in der Rückspülzone vorzugsweise
zwei Dichtbuchsen angeordnet, wobei die erste Dichtbuchse gegen
die Lochplatte und die zweite Dichtbuchse gegen die die Anströmöffnungen aufweisende
Stirnfläche
des Filterträgers
angedrückt sind.
Mittels der beiden Dichtbuchsen kann das Rückspülmedium wie z.B. Druckluft
axial durch die vom Filtrierbetrieb abgetrennte Kammern hindurchgeblasen
werden, wobei auch die Abfuhr der bei der Rückspülung von der Filterwand der
Filtereinsätze
im Gegenstrom gelösten
Verunreinigungen axial zur Längserstreckung
der Kammern erfolgt. Aufgrund der trichterförmigen Ausgestaltung der Einströmöffnungen
kann eine gleichmäßige Rückspülung aller Filtereinsätze innerhalb
einer Kammer erreicht werden und es entstehen keine strömungsungünstigen Toträume in den
Kammern, an denen sich Ablagerungen ansammeln könnten. Bei der insbesondere
bevorzugten Ausgestaltung werden beide Dichtbuchsen mit Vorspannung,
vorzugsweise mittels Federvorspannung, gegen die Lochplatte bzw.
gegenüberliegende
Stirnfläche
des Filterträgers
angedrückt.
Da sich erfindungsgemäß der Ringraum
vom Einlaß bis zum
Bodentrichter erstreckt, erfolgt die Lagerung des Filterträgers vorzugsweise
einenends über
die Lochplatte und anderenends in der unteren Stirnfläche über ein
Dreh- und Stützlager,
das in eine zentral zwischen den Anströmöffnungen ausgebildete, mittig auf
der Drehachse des Filterträgers
angeordnete Lageraufnahme hineinragt und sich an der Stützlageraufnahme
am Anschlußkrümmer abstützt.
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Die
Kammern im Filterträger
sind vorzugsweise über
Zwischenwände
voneinander getrennt, die sich sternförmig von einem Zentralrohr
zur vorzugsweise zylindrischen Umfangswand erstrecken. Die Kammern
haben hierbei vorzugsweise einen annähernd dreieckförmigen Querschnitt
mit gerundeten Übergängen. Innerhalb
jeder Kammer sind vorzugsweise mehrere Filterkerzen, insbesondere
drei bis elf Filterkerzen angeordnet. Hierbei können die Filterkerzen auf verschiedenen
Teilkreisen angeordnet sein, wobei mit zunehmendem Abstand des Teilkreises
von der Drehachse die Anzahl der Filterkerzen zunimmt, um eine ho he
Filterkerzendichte und damit eine große zur Verfügung stehende Filterfläche innerhalb
einer Kammer zu erreichen.
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Weiter
von Vorteil ist, wenn die Lochplatte stirnseitig mit Vertiefungen
versehen ist, wobei jeweils eine Vertiefung allen Löchern bzw.
Bohrungen für
Filterkerzen einer Kammer zugeordnet ist. Über die Vertiefung kann dann
das Spülmedium
zeitgleich und gleichmäßig in sämtliche
einer Kammer zugeordnete Filterkerzen eingebracht werden. Die Lochplatte
umfaßt
insbesondere einen stegförmigen
Umfangskranz, einen Innenkranz sowie sternförmig angeordnete Zwischenstege,
wobei jeweils zwei Zwischenstege, ein Teilabschnitt des Umfangskranzes und
ein Teilabschnitt des Innenkranzes eine Vertiefung begrenzen. Die
unteren Anströmöffnungen
können
insbesondere einen kreisrunden Querschnitt aufweisen und/oder die
Vertiefungen einen etwa dreieckförmigen
Querschnitt aufweisen, wobei der Querschnitt der Vertiefungen vorzugsweise
an den Querschnitt innerhalb der Kammern angepaßt ist.
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Um
einen Austausch eines Filterträgers
in bestimmten Wartungsintervallen zu erleichtern, ist besonders
vorteilhaft, wenn das Filtergehäuse
ein lösbar
mit einem den Filterträger
aufnehmenden Mittelteil verbindbares Kopfteil umfaßt, in welchem
der Stellantrieb, der Zuführanschluß für das Spülmedium und
die der Lochplatte zugeordnete Dichtbuchse angeordnet sind. Das
Kopfteil bildet mithin dann ein einstückiges Demontageteil, wobei
nach Abnahme des Kopfteils der Filterträger nach oben aus dem Mittelteil herausgezogen
werden kann. Die Rückspülung erfolgt
vorzugsweise mit Druckluft als Spülmedium.
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Weitere
Vorteile und Ausgestaltungen eines erfindungsgemäßen Rückspülfilters ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiels.
In der Zeichnung zeigen:
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1 schematisch
einen erfindungsgemäßen Rückspülfilter
in Seitenansicht;
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2 einen
Längsschnitt
durch den Rückspülfilter
aus 1; und
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3 eine
Schnittansicht entlang III–III
in 2.
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Der
in den Figuren insgesamt mit 10 bezeichnete Rückspülfilter
ist insbesondere zur Filterung von Kühlschmiermitteln bestimmt,
welche beispielsweise innerhalb von entsprechenden Kreisläufen an
Werkzeugmaschinen zur spanabhebenden oder schleifenden Bearbeitung
von Werkstücken
verwendet werden. Der Rückspülfilter 10 wird
stehend, wie dargestellt, in den Kühlschmiermittelkreislauf eingebaut
und umfaßt
einen zylindrischen Mittelteil 1, an dessen Oberseite ein
Kopfteil 2 über
Verbindungsschrauben 3 und an dessen Unterseite ein Bodenteil 4 über Verbindungsschrauben 5 lösbar angeschraubt ist.
Der Mittelteil 1 des Rückspülfilters 10 umfaßt einen
Einlaufanschlußflansch 6,
dessen freier Innenquerschnitt den Einlauf E für den Rückspülfilter 10 bildet,
und einen Auslaufanschlußflansch 7,
der oberhalb des Einlaufanschlußflansches 6 ausgebildet
ist und dessen freier Querschnitt den Filtratauslaß bildet,
an welchem gefiltertes und von Verunreinigungen wie insbesondere
Festbestandteilen gereinigtes Kühlschmiermittel
aus dem Rückspülfilter
heraustritt und in den Kühlschmiermittelkreislauf
zurückgeführt wird.
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Der
Rückspülfilter 10 umfaßt, wie
unter Bezugnahme auf die 2 und 3 erläutert werden wird,
eine Rückspüleinrichtung
mit Druckluft als Spülmedium,
die zur Betätigung
einen am Kopfteil 2 montierten Stellantrieb 8 umfaßt, dessen
in 2 gezeigte Abtriebswelle 9 über ein
Wellenkupplungsstück 11 drehschlüssig mit
einer Verbindungswelle 12 verbunden ist, die an ihrem unteren
Ende einen Kupplungszapfen 13 aufweist, der drehschlüssig mit
einem drehbar im Innenraum des Mittelteils 1 des Rückspülfilters 10 angeordneten
Filterträger 20 verbunden
ist. Der Filterträger 20 ist
als Drehkörper
ausgebildet und umfaßt
einen Zylinderteil 21 mit einer zylindrischen Umfangswand 22 sowie
eine mit dem Zylinderteil 21 verbundene Lochplatte 23,
welche den oberen Abschluß des
Filterträgers 20 bildet.
An Löchern 31 bzw.
Bohrungen in der Lochplatte 23 sind Filterkerzen 24 aufgehängt, die
einseitig an ihrem oberen Ende offen sind, die an ihrem Umfang mit
einem für die
Filterung geeigneten grob- oder feinmaschigen Filtergewebe versehen
sind und die an ihrem unteren Ende geschlossen sind. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel
liegen die Mittelachsen aller Filterkerzen 24 parallel
zur Drehachse D des Filterträgers 20,
welche Drehachse mit der Zentralachse des Rückspülfilters 10 zusammenfällt. Im
Filterträger 20 sind
eine Vielzahl von mit der Rückspüleinrichtung
rückspülbaren Filterkerzen
angeordnet. Der Filterträger 20 ist
hierzu, wie insbesondere 3 entnommen werden kann, mittels
sechs sternförmig
sich von einem Zentralrohr 25 aus erstreckenden Zwischenwände 26 in insgesamt
sechs annähernd
dreieckförmige
Kammern 27 mit gerundeten Eckbereichen unterteilt, wobei
in jeder Kammer sechs Filterkerzen 24 angeordnet sind.
Hierbei nimmt die Anzahl an Filterkerzen auf einem Teilkreis mit
zunehmendem Abstand von der Drehachse D zu, so daß auf dem
innersten Teilkreis jeweils in jeder Kammer 27 eine Filterkerze 24 und auf
dem äußersten
Teilkreis drei Filterkerzen 24 angeordnet sind. Bei größerer Bauart
eines Rückspülfilters
könnten
natürlich
in einer weiteren Reihe vier bzw. fünf zusätzliche Filterkerzen angeordnet
werden und es ist nicht erforderlich, die Filterkerzen auf Teilkreisen
anzuordnen.
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Sämtliche
langgestreckten Kammern 27 sind über die gesamte Höhe des Filterträgers nach
innen und außen
hin geschlossen und nur an ihren beiden stirnseitigen Enden aufgrund
der Löcher 31 in
der Lochplatte 23 bzw. aufgrund von Anströmöffnungen 29,
welche in der unteren Stirnfläche 30 des
Filterträgers 20 ausgebildet
sind, offen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
gehen die Kammern 27, welche den gezeigten, annähernd dreieckförmigen Querschnitt aufweisen, über trichterförmige Verjüngungen 37 in die
kreisrunden Anströmöffnungen 29 in
der unteren Stirnfläche 30 über. Die
trichterförmigen
Verjüngungen 37 beginnen
hierbei unterhalb der unteren Enden der Filterkerzen 24.
Insbesondere der Außenumfang bzw.
die Umfangswand 28 des Filterträgers 20 ist über seine
gesamte Höhe
geschlossen, so daß im Filtrierbetrieb
ein zu reinigendes Fluid, welches über den Einlaß E im Einlaßstutzen 6 in
den Filterinnenraum 14 des Rückspülfilters eintritt, zuerst in
einen Ringraum 15 zwischen der Innenseite 16 der
Gehäusewand 17 des
Mittelteils 1 und der Außen- bzw. Umfangswand 28 des
Filterträgers 20 einströmt. Das Fluid
muß diesen
Ringraum 15 über
die gesamte Höhe
des Filterträgers
nach unten in kreisförmigen Strömungsbahnen
um den Filterträger 20 herum durchströmen, bevor
es überhaupt
durch die Einströmöffnungen 29 in
der unteren Stirnfläche 30 hindurch
in diejenigen Kammern 27, welche sich im Filtrierbetrieb
befinden, einströmen
kann. Der Einlaßstutzen 6 mit
dem Einlaß E
ist hierbei derart angeordnet, daß einerseits die Mittelachse
M des Einlaß E annähernd tangential
in den Ringraum 15 führt
und andererseits sich der Einlaß knapp
bzw. gerade unterhalb der Lochplatte 23 befindet, wie am
besten aus 2 ersichtlich ist. Der Ringraum 15,
welcher ohne jedwede Einbauten den drehbaren Filterträger 20 ringsum
umgibt, übernimmt
hierdurch die Funktion eines Vorabscheiders, in welchem insbesondere
große
und schwere Festkörperpartikel
strömungs-
und schwerkraftbedingt derart aus dem zu filternden Medium ausgeschieden
werden, daß sie
gar nicht mehr durch die Einströmungen 29 hindurch
in die Kammern 27, in welchen sich die Filterkerzen 24 befinden,
eindringen können.
Zum Sammeln der im Rin graum 15 bzw. Vorabscheider abgetrennten
Festkörperbestandteile
ist der Unterteil 4, wie insbesondere 2 zeigt,
mit einer trichterförmig
sich zum Bodenflansch 18 verjüngenden Bodenwand, mithin mit
einem Bodentrichter 19, versehen. Im Ringraum 15 ausgeschiedene
Festkörperbestandteile
lagern sich im Bodentrichter 19 ab und können über eine
nicht dargestellte Abzugklappe oder ein anderes, wahlweise öffen- oder
verschließbares
Organ aus dem Filterinnenraum 14 ausgebracht werden. Nur
das bereits von groben Verunreinigungen befreite Kühlschmiermittel
tritt über
die Anströmöffnungen 29 in
der unteren Stirnfläche 30 des
Filterträgers
in die Kammern 27 ein, wobei es dann durch das Filtergewebe
am Umfang der Filterkerzen 24 hindurchtritt und über die Löcher 31 in
der Lochplatte 23 in eine Filtratkammer 40 oberhalb
des Filterträgers 20 übertritt,
von wo aus das Filtrat, d.h. das nicht nur vom Grobschmutz, sondern
auch von Feinstpartikeln befreite Kühlschmiermittel, über den
Auslaß im
Auslaßstutzen 7 in
den Kühlschmiermittelkreislauf
zurückgeführt wird.
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Der
Filterträger 20 im
Rückspülfilter 10 kann mit
dem Stellantrieb 8 (1) kammerweise
gedreht werden und mit der in den Rückspülfilter 10 integrierten
Rückspüleinrichtung
kann jeweils eine der Kammern, welche in den 2 und 3 mit
dem Bezugszeichen 27A bezeichnet ist, mit Drucklauf rückgespült werden.
Von den sechs Kammern befinden sich daher zu einem bestimmten Zeitpunkt
immer nur fünf
Kammern 27 im Filtrierbetrieb, während eine Kammer 27A sich
in einer Rückspülzone befindet, welche
durch eine erste Dichtbuchse 41, die an die Lochplatte 23 angedrückt ist,
und eine zweite Dichtbuchse 42, welche an die untere Stirnfläche 30 angedrückt ist,
festgelegt und bestimmt ist. Da die Kammern 27 zu allen
Seiten über
die Zwischenwände 26, das
Zentralrohr 25 und die Umfangswand 28 geschlossen
sind, kann über
die beiden Dichtbuchsen 41 und 42 eine Abtrennung
der (Rückspül-)Kammer 27A von
allen anderen (Filter-)Kammern 27 erreicht werden. Die
untere Dichtbuchse 42 führt
sich hierbei in einer Führung 43 in
einem Anschlußkrümmer 44, welcher
in den Bodentrichter 19 hineinragt und die untere Dichtbuchse 42 mit
einem Schmutzablaß S
in einem Schmutzablaßflansch 45 (1)
verbindet. An dem Anschlußkrümmer 44 kragt
zur Mitte des Bodentrichters 19 eine Lagerwanne 46 vor,
an welcher sich ein unteres Dreh- und Stützlager 47 abstützt, welches
mit einem Lagerzapfen 48 in eine zentral zwischen den einzelnen
Anschlußöffnungen 29 in
der unteren Stirnfläche 30 des
Filterträgers 20 ausgebildete
Lageraufnahme 49 eingreift. Zwischen dem Lagerzapfen 48 und
der Lageraufnahme 49 ist eine Teflonbuchse od.dgl. eingebaut,
um eine gute und leichtgängige
Drehbarkeit des Filterträgers 20 zu
ermöglichen.
Die obere Dichtbuchse 41 stützt sich in einer zylindrischen
Aufnahme in Wandstegen 2A des Kopfteils 2 ab,
so daß die
obere Dichtbuchse 41 bei einer Demontage des Kopfteils 2 z.B.
zu Wartungszwecken mit abgenommen wird. Beide Dichtbuchsen 41, 42 werden
jeweils mit Vorspannung gegen die Lochplatte 23 bzw. die
untere Stirnfläche 30 angedrückt, wobei
die Vorspannung im gezeigten Ausführungsbeispiel jeweils über Federn 51 bzw. 52 aufgebracht
wird.
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Die
Energie zum Rückspülen der
Filterkerzen 24 in der in der Rückspülzone befindlichen Rückspülkammer 27A wird
mittels Druckluft aufgebracht, welche durch Öffnen eines Mehrwegeventils 52 am unteren
Ende eines am Mittelteil 1 angebauten Druckluftspeichers 53 und
eine Schlauchleitung 54 einer Kammer 55 im Kopfteil 2 zuführbar ist.
Der Durchgang in der oberen Dichtbuchse 41 ist zu dieser
Kammer 55 hin offen. Wird nun eine Rückspülung ausgelöst, beispielsweise weil die
Filterleistung im Rückspülfilter 10 nachläßt, wird über den
Stellantrieb 8 der Filterträger 20 derart verdreht,
daß sich
die nächste
Kammer 27 in der Rückspülzone befindet. Hierdurch
werden alle zuvor rückgespülten Filterkerzen 24 einer
Kammer 27 in den Filtrierbetrieb eingeschaltet, so daß die Filtrierleistung
wieder verbessert ist. Die Drehstellung kann hierbei über den
Taster 56, welcher mit abgeflachten Tastflächen am
Umfang des Wellenkupplungsstücks 11 zusammenwirkt,
abgetastet werden. Anschließend
stoppt der Stellantrieb und das Ventil 52 wird geöffnet, so
daß Druckluft über die
obere Dichtbuchse 41 und durch die Lochlatte 23 hindurch
in den Innenraum der Filterkerzen 24 innerhalb der Rückspülkammer 27 eintritt
und anschließend
explosionsartig im Gegenstrom zur Filtrierrichtung durch die Filtergewebe
der Filterkerzen 24 hindurchtritt. Durch diesen Strömungsimpuls
werden, wie an sich bekannt, die an der Außenseite des Filtergewebes 24 anhaftenden,
zuvor ausgefilterten Bestandteile gelöst und über den Durchgang in der unteren
Dichtbuchse 42 und im Ablaßkrümmer 44 zum Schlammablaß 5 geführt. Am
Schlammablaßstutzten 45 des
Schlammablaß S
ist hierzu vorzugsweise ein Schlammablaßventil befestigt, welches über die
Steuerung für
den Rückspülvorgang
(nicht dargestellt) gleichzeitig mit dem Ventil 52 oder
kurzfristig später
geöffnet
wird. Eine gleichmäßige Verteilung
der Druckluft als Rückspülmedium
auf die einzelnen, innerhalb einer Rückspülkammer 27A angeordneten
Filterkerzen 24 wird über
randoffene, obere Ausnehmungen 32 in der Lochplatte 23 erzielt,
wobei vorzugsweise die Ausnehmungen 32 dieselbe Kontur wie
die Kammern 27 im Filterträger aufweisen. Jede Ausnehmung 32 ist
hierbei von zwei Zwischenstegen, von einem inneren stegförmigen Umfangskranz 33 und
von einem äußeren, stegförmigen Umfangskranz 34 begrenzt,
wobei sich der äußere Umfangskranz 34 als
oberes Drehlager für
den Filterträger 20 außen mit
einer Umfangsdichtung 35 an einem Lagerring 36 abstützt, der
an der Innenseite 16 der Gehäusewand des Mittelteils 1 vorspringt.
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Für den Fachmann
ergeben sich aus der vorhergehenden Beschreibung eine Reihe von
Modifikationen, die in den Schutzbereich der anhängenden Ansprüche fallen
sollen. Es versteht sich, daß die
Anzahl an Filterkerzen innerhalb einer Filterkammer, die Wahl des
Filtergewebes (grobmaschig, feinmaschig), die Größe der einzelnen Filterkerzen
und/oder das zur Rückspülung verwendete
Spülmedium
variiert werden kann, ohne den Schutzbereich der anhängenden
Ansprüche
zu verlassen.