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Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung
zur Versorgung von an die Schaltungsanordnung anschließbaren Lasten,
insbesondere veränderlichen
Lasten. Mit einer solchen Schaltungsanordnung kann in einem ersten
Zustand der Schaltungsanordnung eine gerade Anzahl der Lasten parallel
geschaltet und in einem zweiten Zustand der Schaltungsanordnung
in Reihe geschaltet mit elektrischer Energie versorgt werden. Die
Schaltungsanordnung weist dabei steuerbare Schaltmittel zum Umschalten zwischen
den Zuständen
auf. Die Schaltungsanordnung weist ferner ein Mittel zum Gewährleisten
einer Versorgung der geraden Anzahl von Lasten mit gleich großer elektrischer
Energie im zweiten Zustand der Schaltungsanordnung auf.
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Aus dem Stand der Technik, nämlich aus
der Druckschrift mit der Veröffentlichungsnummer
DE 34 23 228 C2 ist
eine derartige Schaltungsanordnung bekannt. Diese Druckschrift offenbart
eine Schaltungsanordnung zur Speisung einer geraden Anzahl von Lasten
mit gleichen Strömen,
wobei ein erstes Schaltmittel und ein zweites Schaltmittel das Umschalten
zwischen einer Reihenschaltung und einer Parallelschaltung der Lasten
bewirken. Die Umschaltung zwischen den beiden Zuständen der
Schaltungsanordnung, d. h. einer Versorgung der parallelen Lasten
einerseits und einer Versorgung einer Reihenschaltung der Lasten
andererseits ermöglicht
es, je nach Stromaufnahme der Lasten, die Lasten mit unterschiedlichen
Spannungen zu versorgen, so dass die Stromaufnahme der Lasten in
einem für
die Auslegung der Schaltungsanordnung optimalen Bereich bleibt.
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Eine derartige Schaltungsanordnung
kann beispielsweise dazu benutzt werden, um in einer elektrochemischen
Anlage für
Abscheideprozesse den Abscheideprozess zu steuern. Während des
Abscheideprozesses ändern
sich die Widerstandswerte der Lasten durch dass sich abscheidende
Material (zum Beispiel Silizium). Der Widerstand der Lasten wird
dadurch kleiner, wodurch bei einer konstanten elektrischen Leistung
der Lasten der Strom ansteigt und im Gegenzug die Spannung abnimmt.
Damit auch bei sich zeitlich unterschiedlich ändernden Lasten eine Versorgung
der Lasten mit gleicher elektrischer Energie gewährleistet ist, sind die Mittel
zur Gewährleistung
vorgesehen.
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Die bekannte Schaltungsanordnung
kann zum Anfahren des Abscheideprozesses zunächst im ersten Zustand, d.
h. in der Parallelschaltung der Lasten betrieben werden. Im Dauerzustand
werden die Lasten jedoch in Reihenschaltung betrieben.
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Ein Nachteil der in dem Stand der
Technik beschriebenen Schaltungsanordnung ist, dass diese nur für eine gerade
Anzahl von Lasten geeignet ist. In der Vergangenheit wurden daher
Bemühungen
angestellt, eine Schaltungsanordnung zu entwickeln, mit der auch
eine ungerade Anzahl von Lasten betrieben werden kann. Eine derartige
Schaltungsanordnung ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster mit der
Veröffentlichungsnummer
DE 203 18 061 U1 bekannt.
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Es hat sich jedoch im Weiteren gezeigt,
dass es nicht unbedingt notwendig ist, alle Lasten während des
Anfahrbetriebs mit elektrischer Energie zu versorgen. Die Lasten
sind in der Abscheidanlage vorzugsweise in Kreisform angeordnet,
wobei eine Last in der Mitte der übrigen Lasten angeordnet ist.
Die in der Mitte befindliche Last muss während des Anfahrbetriebs im
ersten Zustand der Schaltungsanordnung nicht unbedingt mit elektrischer
Energie versorgt werden. Werden nur die äußeren Lasten mit elektrischer Energie
versorgt, erwärmen
sich diese und die Wärme
wird zur Mitte, d. h. zu der in der Mitte befindlichen Last abgestrahlt,
welche die Wärme
aufnimmt. Dadurch wird die in der Mitte befindliche Last auch ohne auf
das Anfahren angepasste elektrische Energieversorgung auf die Betriebstemperatur
oder zumindest annähernd
auf die Betriebstemperatur gebracht.
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Ferner hat sich gezeigt, dass von
Vorteil ist, dass die in der Mitte befindliche Last unabhängig von den
um diese Last gruppierten Lasten mit elektrischer Energie versorgt
werden kann. Um dies zu ermöglichen,
ist eine Energieversorgung der in der Mitte befindlichen Last notwendig,
die getrennt von der Energieversorgung der übrigen Lasten angesteuert, beziehungsweise
geregelt werden kann.
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Hier setzt die vorliegende Erfindung
an.
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Der vorliegenden Erfindung liegt
daher die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung der eingangs
genannten Art so weiterzuentwickeln, dass neben der Energieversorgung
der geraden Anzahl der Lasten die Energieversorgung einer weiteren Last
während
des zweiten Zustands der Schaltungsanordnung möglich ist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine
Schaltungsanordnung gemäß Anspruch
1 gelöst.
Eine derartige erfindungsgemäße Schaltungsanordnung
ist so eingerichtet, dass im ersten und zweiten Zustand der Schaltungsanordnung
eine weitere Last parallel zu der geraden Anzahl von Lasten mit
elektrischer Energie versorgbar ist.
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Eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung
kann zur Versorgung der geraden Anzahl von Lasten eine Anzahl von
ersten ausgangsseitigen Anschlüssen
haben, die der geraden Anzahl von Lasten entspricht. Dann kann im
ersten Zustand der Schaltungsanordnung zwischen einem zweiten Anschluss der
ersten ausgangsseitigen Anschlüsse
und einem ersten Bezugspotential beziehungsweise Bezugspunkt eine
erste Spannung abfallen, während
die übrigen
ersten ausgangsseitigen Anschlüsse
im Leerlaufbetrieb der Schaltungsanordnung potentialfrei sind. Außerdem kann
in dem ersten Zustand der Schaltungsanordnung im Leerlauf der Schaltungsanordnung
zwischen einer zweiten Hälfte
der ersten ausgangsseitigen Anschlüsse und einer ersten Hälfte der
ausgangsseitigen Anschlüsse
eine zweite Spannung abfallen. Die vorgenannte erste Hälfte kann
dabei den ersten Anschluss der ersten ausgangsseitigen Anschlüsse umfassen.
Die erste Hälfte
der Anschlüsse
hat im ersten Zustand der Schaltungsanordnung vorteilhaft das gleiche
Potential wie der erste Bezugspunkt.
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Die steuerbaren Schaltmittel zum
Umschalten zwischen den Zuständen
können
erste steuerbare Schaltmittel umfassen, mit denen die zweite Spannung
einstellbar ist.
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Die steuerbaren Schaltmittel zum
Umschalten zwischen den Zuständen
können
zumindest ein zweites steuerbares Schaltmittel umfassen, mit dem die
erste Hälfte
der Anschlüsse
im ersten Zustand mit einem zweiten ausgangsseitigen Anschluss verbindbar
ist, dessen Potential dem Potential des ersten Bezugspunktes entspricht.
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Die Mittel zum Gewährleisten
einer Versorgung der geraden Anzahl von Lasten mit gleich großer elektrischer
Energie im ersten Zustand der Schaltungsanordnung können Spulen
umfassen. Zumindest eine erste Spule des Mittels zum Gewährleisten kann
dabei in Reihe mit einem der zweiten steuerbaren Schaltmittel geschaltet
seien. Jeweils zumindest eine zweite Spule der Mittel zum Gewährleisten
kann in Reihe zu jedem Anschluss der zweiten Hälfte der ersten ausgangsseitigen
Anschlüsse
geschaltet sein. Die erste Spule und die zweite Spule sind auf einem gemeinsamen
Kern angeordnet.
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Die steuerbaren Schaltmittel zum
Umschalten zwischen den Zuständen
können
ferner dritte steuerbare Schaltmittel umfassen, mit denen die erste
Spannung einstellbar ist.
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Die ersten steuerbaren Schaltmittel
und das zumindest eine zweite steuerbare Schaltmittel können im
zweiten Zustand der Schaltungsanordnung geöffnet sein. Dagegen sind die
dritten steuerbaren Schaltmittel vorteilhaft im ersten Zustand der
Schaltungsanordnung geöffnet.
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Eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung
kann einen dritten ausgangsseitigen Anschluss aufweisen, wobei im
ersten und/oder zweiten Zustand der Schaltungsanordnung zwischen
diesem dritten Anschluss und dem ersten Bezugspotential eine dritte
Spannung abfällt.
An diesen dritten Anschluss ist die weitere Last anschließbar. Die
Schaltungsanordnung kann vierte steuerbare Schaltmittel zum Einstellen
der dritten Spannung umfassen.
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Gemäß der Erfindung kann die Schaltungsanordnung
zumindest ein Mittel zum Steuern oder Regeln der ersten, zweiten,
dritten und/oder vierten Schaltmittel aufweisen. Diese Mittel sind
vorzugsweise so ausgebildet, dass die dritte Spannung unabhängig von
der ersten und der zweiten Spannung gesteuert, beziehungsweise geregelt
werden kann.
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Zumindest ein Mittel zum Steuern
oder Regeln kann die erste Spannung und die dritte Spannung so einstellen,
dass die erste Spannung um eine der geraden Anzahl der Lasten entsprechende
Zahl höher
ist als die dritte Spannung.
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Die vierten Schaltmittel einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
können
im ersten Zustand der Schaltungsanordnung geöffnet sein, so dass die daran
angeschlossene zusätzliche
Last im ersten Zustand nicht mit elektrischer Energie versorgt wird.
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Ein Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Schaltungsanordnung
ist anhand der Zeichnung näher
beschrieben. Darin zeigt
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1 eine
Anordnung aus der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
die an einen Transformator angeschlossen ist und an welche Lasten
angeschlossen sind.
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Die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung E ist
an einen Transformator T1 angeschlossen. Mit
der Schaltungsanordnung E werden Lasten RA, RB, RC mit elektrischer
Energie versorgt, wozu die Lasten RA, RB, RC an die Schaltungsanordnung
E, beziehungsweise den Transformator T1 angeschlossen sind.
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Der Transformator T1 weist
eine primärseitige
Spule SP auf, die über primärseitige Anschlüsse 11, 12, 13, 14 mit
einer elektrischen Spannung beaufschlagt werden kann. Der Transformator
T1 hat außerdem eine Sekundärspule Ss
mit sekundärseitigen Anschlüssen 21, 22, 23, 24, 25, 26.
Ein mittlerer Anschluss 22 dieser sekundärseitigen
Anschlüsse 21, 22, 23, 24, 25, 26 ist
so zwischen zwei äußeren Anschlüssen 21, 26 der
sekundärseitigen
Anschlüsse 21, 22, 23, 24, 25, 26 angeordnet,
dass zwischen dem äußeren Anschluss 21 und
dem mittleren Anschluss 22 die gleiche elektrische Spannung
abfällt, wie
zwischen dem mittleren Anschluss 22 und dem äußeren Anschluss 26.
Der äußere Anschluss 26 hat ein
Potential, auf welches im Folgenden regelmäßig Bezug genommen wird. Daher
wird das Potential des äußeren Anschlusses 26 auch
als erstes Bezugspotential bezeichnet. Der mittlere Anschluss 22 liegt
auf Erdpotential, dem zweiten Bezugspotential.
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Bezogen auf dieses Erdpotential des
mittleren Anschlusses 22 fällt zwischen dem mittleren
Anschluss 22 und dem äußeren Anschluss 21 eine Spannung
U0 und zwischen dem mittleren Anschluss 22 und
dem äußeren Anschluss 26 eine
Spannung -U0 ab zwischen den neben den äußeren Anschlüssen 21, 26 und
dem mittleren sekundärseitigen
Anschluss 22 verbleibenden sekundärseitigen Anschlüssen 23, 24, 25 des
Transformators T1 und dem Erdpotential fallen
folgende Spannungen ab: Zwischen einem Anschluss 23 und
dem Erdpotential fällt eine
Spannung von –3/6
von U0 ab, zwischen einem Anschluss 24 und
dem Erdpotential fällt
eine Spannung von –4/6
von U0 ab, und zwischen einem Anschluss 25 fällt eine
Spannung von –5/6
von U0 ab.
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Die Schaltungsanordnung E ist über eingangsseitige
Anschlüsse 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38 mit
der Sekundärseite
des Transformators T1 verbunden. Die Schaltungsanordnung
E weist darüber hinaus
noch erste ausgangsseitige Anschlüsse 41, 42,
einen zweiten ausgangsseitigen Anschluss 40 und einen dritten
ausgangsseitigen Anschluss 39 auf, von denen der zweite
ausgangsseitige Anschluss 40 mit dem sekundärseitigen äußeren Anschluss 26 des
Transformators T1 verbunden ist. Von den übrigen sekundärseitigen
Anschlüssen
des Transformators T1 ist der andere äußere Anschluss 21 mit
dem eingangsseitigen Anschluss 31, der auf Erdpotential
liegende sekundärseitige
Anschluss 22 mit den eingangsseitigen Anschlüssen 32, 33,
der sekundärseitige
Anschluss 23 mit den eingangsseitigen Anschlüssen 34 und 35,
der sekundärseitige
Anschluss 24 mit den eingangsseitigen Anschlüssen 36 und 37 und
der sekundärseitige
Anschluss 25 mit dem eingangsseitigen Anschluss 38 der
Schaltungsanordnung E verbunden.
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An den ersten ausgangsseitigen Anschlüssen 41, 42 ist
eine gerade Anzahl von veränderlichen Lasten
RA, RB angeschlossen,
wobei die gerade Anzahl im vorliegenden Fall zwei beträgt. Die
erste dieser beiden Lasten RA, RB nämlich
die Last RA ist zwischen den ausgangsseitigen
Anschlüssen 41 und 42 geschaltet.
Die zweite dieser Lasten RA, RB,
nämlich die
Last RB ist mit dem ausgangsseitigen Anschluss 42 und
mit dem ersten Bezugspotential, d. h. dem sekundärseitigen Anschluss 26 des
Transformators T1 verbunden. Eine weitere
ausgangsseitige Last RC ist ferner mit dem
dritten ausgangsseitigen Anschluss 39 der Schaltungsanordnung
E einerseits und andererseits mit dem Bezugspotential, d. h. mit
dem sekundärseitigen
Anschluss 26 des Transformators T1 verbunden.
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Die an die Schaltungsanordnung E,
beziehungsweise den Transformator T1 angeschlossenen Lasten
RA, RB, RC werden aus je drei Widerständen zusammengesetzt.
Die Last RA wird dabei durch die Widerstände R1, R2, R3,
die Last RB durch die Widerstände R4, R5, R6 und
die Last RC durch die Widerstände R7, R8, R9 gebildet.
Die Lasten RA, RB,
RC bilden zusammen eine elektrochemische
Anlage für Abscheideprozesse,
um beispielsweise Silizium-Kristalle zu züchten. Die Widerstände R1 bis R9 der Lasten
RA, RB, RC sind dazu in einem Reaktor D eingebettet,
wobei die Widerstände
der Lasten RA, RB um
die Widerstände
der Last RC herum gruppiert sind.
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Zum Abscheiden von Silizium an den
Widerständen
R1 bis R9 werden
die Lasten RA, RB,
RC durch die Schaltungsanordnung E und den
Transformator T mit elektrischer Energie versorgt. Man unterscheidet dabei
zwei Betriebszustände
der Schaltungsanordnung E. In einem zweiten Betriebszustand, der
dem Dauerbetrieb entspricht, wird zwischen einem ersten Anschluss 41 der
ausgangsseitigen Anschlüsse 41, 42 und
dem Bezugspotential, d. h. dem sekundärseitigen Anschluss 26 des
Transformators T1 eine Spannung U1 angelegt. Gleichzeitig fällt zwischen
dem dritten ausgangsseitigen Anschluss 39 und dem Bezugspotential,
d. h. dem sekundärseitigen
Anschluss 26 eine dritte Spannung U3 ab,
die vorzugsweise halb so groß ist
wie die erste Spannung U1. Die dritte Spannung
U3 kann jedoch unabhängig von dem Wert der ersten
Spannung U1 auch andere Werte annehmen.
Die dritte Spannung U3 ist mittels der Schaltungsanordnung
E unabhängig
von der ersten Spannung U1 regel- beziehungsweise
steuerbar.
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In einem ersten Betriebszustand der
Schaltungsanordnung E, der für
das Anfahren der in der 1 dargestellten
Anlage benutzt wird, wird die dritte Last RC mit
halber elektrischer Spannung im Vergleich zu der ersten Last RA und der zweiten Last RB versorgt,
während
am zweiten Anschluss 42 der ersten ausgangsseitigen Anschlüsse 41, 42 eine
Spannung U2a, U2b gegenüber dem
Bezugspotential anliegt. Diese zweite Spannung U2b fällt zum
Einen vom zweiten Anschluss 42 der sekundär ausgangsseitigen
Anschlüsse 41, 42 zum
sekundärseitigen
Anschluss 26 des Transformators T1 ab.
Zum Anderen fällt
die Spannung U2a vom zweiten Anschluss 42 der ausgangsseitigen
Anschlüsse 41, 42 über die
erste Last RA, den ersten Anschluss 41 der
ausgangsseitigen Anschlüsse 41, 42,
einem zweiten steuerbaren Schaltmittel V3,
einer Spule Sp2, dem zweiten ausgangsseitigen
Anschluss 40 zum sekundärseitigen Anschluss 26 des
Transformators T1 ab, wobei das zweite steuerbare
Schaltmittel V3 und die Spule Spe Teil der
Schaltungsanordnung E sind.
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Neben der Spule Sp2 und
dem zweiten steuerbaren Schaltmittel 3 weist die Schaltungsanordnung
E weitere Bauelemente auf. Dazu gehören erste steuerbare Schaltmittel
V1, V2, dritte steuerbare Schaltmittel
V5, V6, V7, V8, vierte steuerbare
Schaltmittel V10, V11,
V12, V13, eine erste
Stromschiene A, eine zweite Stromschiene B, eine dritte Stromschiene
C und eine erste Spule Sp1.
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Die beiden ersten steuerbaren Schaltmittel V1, V2 sind einerseits
mit eingangsseitigen Anschlüssen 31, 32 der
Schaltungsanordnung E und andererseits mit der ersten Stromschiene
A verbunden. Dabei ist das eine steuerbare Schaltmittel V1 mit dem eingangsseitigen Anschluss 31 verbunden,
während das
andere steuerbare Schaltmittel V2 mit dem
eingangsseitigen Anschluss 32 verbunden ist. Die Stromschiene
ist mit der Spule Sp1 verbunden, die mit
ihrem anderen Anschluss mit dem zweiten Anschluss 42 der
ersten ausgangsseitigen Anschlüsse der
Schaltungsanordnung E verbunden ist. Bei den ersten steuerbaren
Schaltmitteln handelt es sich um Thyristoren, mit Hilfe derer sich
das Potential der ersten Stromschiene A gegenüber dem ersten Bezugspotential 26 einstellen
lässt.
Da das an der ersten Stromschiene A zur Verfügung stehende Potential weitgehend
unverändert
am zweiten Anschluss 42 der ersten ausgangsseitigen Anschlüsse 41, 42 der Schaltungsanordnung
E zur Verfügung
steht, kann über
die ersten steuerbaren Schaltmittel die zwischen dem zweiten Anschluss 42 der
ersten ausgangsseitigen Anschlüsse 41 , 42 gegenüber dem Bezugspotential
anliegende zweite Spannung U2a, U2b eingestellt werden. Sofern das zweite
steuerbare Schaltmittel V3 geöffnet ist,
kann durch die zweite Spannung U2 ein Stromfluss
durch die Lasten RA, RB bewirkt
werden.
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Die Spule Sp
1 und
die Spule Sp
2 sind auf einem gemeinsamen
Eisenkern angeordnet und bilden daher einen zweiten Transformator
T
2. Dieser zweite Transformator bildet ein
Mittel zum Gewährleisten
einer Versorgung der Lasten R
A, R
B mit gleich großer elektrischer Energie im
ersten Zustand der Schaltungsanordnung E. Ein derartiges Mittel
zum Gewährleisten
ist bereits aus dem Stand der Technik beispielsweise aus dem deutschen
Gebrauchsmuster mit der Veröffentlichungsnummer
DE 203 18 061 U1 bekannt.
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Durch diesen Stromfluss wird ein
Abscheidevorgang in dem Reaktor D der Abscheideanlage in Gang gesetzt.
Dabei heizen sich die Lasten RA, RB auf, deren Abwärme auch die Last RC aufheizt. Dadurch wird auch die Last RC annähernd
auf Betriebstemperatur gebracht. Ist die Anfahrphase der Anlage beendet,
wird die Schaltungsanordnung E in den zweiten Betriebszustand, d.
h. in den Dauerbetrieb gebracht. Dazu werden die ersten steuerbaren
Steuermittel V1, V2,
sowie das zweite steuerbare Schaltmittel V3 geöffnet, so
dass kein Stromfluss über
diese steuerbaren Schaltmittel möglich
ist. Sofern der zweite Anschluss 42 der ersten ausgangsseitigen
Anschlüsse 41, 42 dann
nicht mit einer der Lasten verbunden wäre, sich also im Leerlaufbetrieb
befände, könnte an
diesen Anschluss kein Potential gegenüber dem Bezugspotential festgestellt
werden.
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Im zweiten Zustand der Schaltungsanordnung
E werden sowohl die Lasten RA, RB als auch die Last RC mit
etwa gleicher elektrischer Energie versorgt. Dabei liegt zwischen
dem ersten Anschluss 41 der ersten ausgangsseitigen Anschlüsse 41, 42 und dem
Bezugspotential die Spannung U1 und zwischen dem
dritten ausgangsseitigen Anschluss 39 der Schaltungsanordnung
E und dem Bezugspotential die Spannung U3 an.
Der erste ausgangsseitige Anschluss 41 der ersten ausgangsseitigen
Anschlüsse 41, 42 ist
mit der zweiten Stromschiene B verbunden. Diese zweite Stromschiene
B kann verschiedene Potentiale gegenüber dem Bezugspotential haben,
das abhängig
davon ist, welche Spannungen über
die dritten steuerbaren Schaltmittel V5,
V6, V7, V8 eingestellt sind. Diese steuerbaren Schaltmittel
sind nämlich
einerseits mit der zweiten Stromschiene B und andererseits über die
eingangsseitigen Anschlüsse 31, 32, 34, 37 mit
den sekundärseitigen
Anschlüssen des
Transformators T1 verbunden.
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Bei den dritten steuerbaren Schaltmitteln handelt
es sich beispielsweise um Thyristoren, die über einer Phasenanschnittsteuerung
angesteuert werden können,
um die Spannung an der zweiten Stromschiene B einzustellen. Die Verbindungen
der Thyristoren mit den sekundärseitigen
Anschlüssen 21, 22, 23, 24 des
Transformators T1 sind so gewählt, dass
an der zweiten Stromschiene B Spannungen zwischen –4/5 U0 bis +U0 gegenüber dem
Erdpotential eingestellt werden können. Dieses entspricht einer
Spannung von 2/6 U0 bis 2 U0 gegenüber dem Bezugspotential.
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In ähnlicher Weise wird die Last
RC mit elektrischer Energie versorgt. Der
dritte ausgangsseitige Anschluss der Schaltungsanordnung E ist dazu
mit der dritten Stromschiene C verbunden. Die dritte Stromschiene
C ist über
die vierten steuerbaren Schaltmittel V10,
V11, V12, V13 mit den eingangsseitigen Anschlüssen 33, 35, 36, 38 der
Schaltungsanordnung E verbunden, die wiederum mit sekundärseitigen
Anschlüssen 22, 23, 24, 25 des
Transformators T1 verbunden sind. Bei den
vierten steuerbaren Schaltmitteln V10, V11, V12, V13 handelt es sich ebenfalls vorzugsweise
um Thyristoren, die so angesteuert werden können, dass die Spannung der
dritten Stromschiene C gegenüber
dem Erdpotential zwischen –5/6
U0 und 0 V beträgt. Dieses entspricht einer
Spannung der dritten Stromschiene gegenüber dem ersten Bezugspotential
von 1/6 U0 bis U0.
Die einstellbare maximale Spannung der dritten Stromschiene C ist
somit halb so groß wie
die maximale Spannung an der zweiten Stromschiene B.