DE202004004265U1 - Fernsehempfangsgerät mit integrierter Antenne - Google Patents
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Abstract
Fernsehempfangsgerät mit einem Gehäuse (1), einer frontseitigen Filterscheibe (2) und mindestens einer Rückwand (3) sowie einer Empfangsschaltung für terrestrisch verteilte digitale oder analoge Fernseh- und Tonrundfunksignale mit einem Anschluss an mindestens eine Empfangsantenne (5), dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Empfangsantenne (5) für den Empfang terrestrischer, analoger und digitaler Fernseh- und/oder Tonrundfunksignale als Draht- oder Planarantenne außen- und/ oder innenseitig auf der Filterscheibe (2) und/oder der Gehäuserückwand (3) des Fernsehempfangsgerätes oder in diese Teile eingebracht ist, und bei innenseitiger Anordnung die Anschlussleitung (6) an innenliegende Anschlüsse der Empfängerschaltung und bei außenliegenden Antennen (5) an den durch die Wandelemente zugänglichen Anschlüssen der Empfängerschaltung mittels Verbinder (4) angeschlossen sind, und dass bei in der Filterscheibe (2) oder in der Rückwand (3) integrierter Anordnung die Zuleitung (6) in das Innere des Gehäuses (1) geführt und mit der Empfängerschaltung verbunden ist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Fernsehempfangsgerät mit einem Gehäuse, einer frontseitigen Filterscheibe und mindestens einer Rückwand sowie einer Empfangsschaltung für terrestrisch verteilte digitale oder analoge Fernseh- und Tonrundfunksignale mit einem Anschluss an mindestens eine Empfangsantenne.
- Aus der
DE 200 00 921 U ist eine Hochfrequenzsende- und/oder Empfangsschaltung für Audio- und/oder Video- und/oder Daten- oder Steuersignale für die Kommunikation zwischen mindestens zwei elektronischen Empfangs-, Aufzeichnungs- oder Wiedergabegeräten solcher Signale und/oder einem Fernbedienungsgeber hierfür bekannt, welche Sende- und/oder Empfangsschaltung mit einer Antenne verbunden ist. Im Gehäuse des Empfangs-, Aufzeichnungs- oder Wiedergabegerätes ist dabei die Sende- und/oder Empfangsschaltung integriert. Die Antenne zur Übertragung der Signale wird aus den Metallteilen des Chassis und/oder metallischen Befestigungselementen im oder am Gehäuse oder aus Metallteilen eines Untergestells gebildet, welche Metallteile ohnehin im Chassis oder in dem Gerät bzw. im Untergestell des Gerätes für andere Zwecke vorhanden sind. An den Teilen sind Kontaktanschlüsse zum Verbinden mit der Sende- und/oder Empfangsschaltung vorgesehen. - Es ist ferner aus der
DE 197 331 A1 ein Funkgerät mit einem Gehäuse bekannt, wobei das Gehäuse an einer Seite eine Hörvorrichtung und an einer zweiten der ersten Seite gegenüberliegenden Seite ein Antennenelement umfasst. Das Antennenelement ist an einer zweiten Seite des Gehäuses beweglich gelagert und weist mindestens in einer ersten Position eine gerichtete und in mindestens einer zweiten Position eine omnidirektionale Abstrahlcharakteristik auf. Die Antenne ist dabei an der Rückseite außen- oder innenseitig befestigt. - Aus der
DE 198 15 322 ist weiterhin eine Reflektorantenne für analoge und digitale mobile Telefone bekannt. Der Reflektor kann dabei planar oder zur Verbreiterung des Antennendiagramms konvex ausgelegt sein. Der Sockel der Antenne ist als leitende Ebene ausgebildet. In einer anwendungsfreundlichen Ausprägung kann die Stabantenne in dem Befestigungs-Clip des Mobilfunkgerätes integriert sein. In derDE 689 10 184 T2 ist ebenfalls eine 2Antenne dargestellt, die in einem Gehäuse untergebracht ist. - Derzeit sind ferner für den portalen, digitalen, terrestrischen Fernsehempfang passive oder aktive Antennen erhältlich, die in der näheren Umgebung des TV-Gerätes aufgestellt und über ein Koaxialkabel extern angeschlossen werden. Diese Antennen sind entweder in herkömmlicher Dipoltechnik oder in Planartechnik hergestellt. Mit solchen Antennen ist es möglich, sowohl terrestrisch digitale als auch analog ausgestrahlte TV-Signale zu empfangen.
- Für den DVB-T-Empfang gibt es ferner kleine Zimmerantennen, die im Bereich des Fernsehgerätes oder davon abgesetzt aufgestellt werden können. Die Empfangsleistung reicht aus, um die über die Füllsender eingespeisten Fernsehkanäle im digitalen Band empfangen zu können.
- Es hat sich gezeigt, dass die Integration von Antennen im Chassis selbst außerordentlich schwierig ist und Planarantennen aufgrund des Platzbedarfes und der Anordnungsfähigkeit nicht optimal arbeiten, wenn sie nicht stationär eingebaut sind. Andererseits sind nebenstehende Antennen hinderlich, da sie für andere Zwecke reservierte Aufstellflächen oder Accessoire-Räume in Anspruch nehmen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Gegenstand so weiterzubilden, dass eine Antenne, insbesondere zum Empfang von terrestrischen DVB-T-Signalen, in das Gerät eingebaut werden kann.
- Die Erfindung löst die Aufgabe durch Ausgestaltung des Fernsehempfangsgerätes gemäß der im Anspruch 1 angegebenen technischen Lehre.
- Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung bzw. der Anordnung und Ausbildungen der Antenne sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Durch die Anbringung der Antenne, insbesondere einer Planarantenne, entweder auf oder hinter der Frontscheibe oder an der Rückwand werden die unmittelbaren Störeinflüsse der elektronischen Schaltungen des Flachdisplays oder der Bildröhre auf die Schaltung weitestgehend eliminiert bzw. reduziert. Darüber hinaus ist eine integrale Lösung möglich, so dass zusätzliche Anschlüsse für eine Außenantenne an solchen Geräten nicht vorgesehen zu sein brauchen. Dies hat besonderen Vorteil bei tragbaren Flachdisplaygeräten. In diesen können gemäß der Lehre der Erfindung die Antennen entweder in oder an der Frontscheibe oder in oder an der Rückwand des Gerätes vorgesehen sein. Als besonders vorteilhaft hat sich eine Planarantenne erwiesen, die in Folientechnik hergestellt wird und flach aufgeklebt werden kann. Anstelle der Folientechnik kann die Antenne aber auch auf die aus Kunststoff bestehende Rückwand innen- oder außenseitig aufgedampft werden. Es ist auch möglich, eine Antenne während des Einspritzens oder vor dem Spritzen des Kunststoffes in ein Werkzeug zu legen und umspritzen zu lassen, so dass die Antenne vollständig geschützt ist und nur der elektrische Anschlussdraht hervorsteht, an den eine Buchse angeschlagen wird, um die entsprechende Verbindung mit dem Tuner herstellen zu können.
- Entsprechend den Empfangsverhältnissen und zur Sicherstellung des Empfangs in allen Aufstellpositionen ist es darüber hinaus angebracht, anstelle einer einzigen Antenne, insbesondere planaren Antenne, mindestens eine weitere Antenne in dem Gerät vorzusehen. Dies kann in der Weise erfolgen, dass diese horizontal und vertikal versetzt gegeneinander entweder auf der Rückwand innen- oder außenseitig oder an der Frontscheibe innenseitig oder in diese eingebracht werden kann. Es ist aber auch möglich, eine einzelne Antenne an der Frontscheibe und eine dieser gegenüber versetzte Antenne an der Rückwand vorzusehen. Im Falle der Verwendung von zwei zusammengeklebten Platten als Frontscheibe bzw. Filterscheibe kann die planare Antenne auch zwischen den Scheiben mit eingebunden werden. Sie kann auch an dieser Stelle aufgedampft sein, so dass sie praktisch durchsichtig ist. Lediglich ist das Anschlusskabel dann herauszuführen, um die Verbindung zu dem Tuner herstellen zu können.
- Die Anordnung der Antenne hat darüber hinaus den Vorteil, dass auch Abschirmstrukturen auf einfache Weise eingebracht werden können. So ist es beispielsweise möglich, auch eine Antenne zur Chassisseite hin abzuschirmen, so dass von der Antenne selbst keine Störstrahlung ausgeht.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Zeichnungen dargestellten
1 ,2 ,3 und4 ergänzend erläutert. -
1 zeigt in schematischer Darstellung die Filterscheibe oder die Projektionsscheibe eines Rückprojektionsgerätes bzw. eines Displaygerätes. An der Innenseite dieser Scheibe2 ist eine polarisierungs- und richtungsunabhängige VHF/UHF-Antenne 5 für den Empfang von terrestrischen, analogen und digitalen Fernsehsignalen aufgebracht. Es kann sich dabei beispielsweise um eine Folienantenne handeln, die aufgeklebt ist. Ebenso ist es aber auch mittels Metallisierung möglich, die Struktur aufzudampfen, wobei die dargestellte Dipolantenne als beispielhaft angesehen wird. Dem Fachmann bieten sich hier verschiedenste Ausbildungsmöglichkeiten der Antenne entsprechend den Anforderungen, insbesondere den Anforderungen auch an den Empfang von digitalen Signalen, wie DVB-T-Signale. Die Antenne kann aber auch in das Basismaterial selbst integriert sein, also umspritzt oder bei Lagenscheiben zwischen die beiden Lagen eingefügt sein.1 zeigt dabei eine einzige Antenne5 , die über einen Anschluss6 mit einem Verbinder4 gekoppelt ist, der bei der Endmontage auf den Eingang des Tuners aufgesteckt wird. -
2 zeigt eine Anordnung, bei der in vertikaler Richtung zwei Antennen5 übereinander an der Frontscheibe vorgesehen sind. Auch hier werden die Zuleitungen6 mit den Steckverbindern4 ins Innere des Gehäuses1 geleitet, so dass die gewünschte Verbindung mit dem Tuner hergestellt werden kann. Es ist auch möglich, die Steckverbinder4 mit einer Diversity-Schaltung zu koppeln, so dass immer nur die Empfangsantenne, die die besten Empfangseigenschaften aufweist, ausgewählt wird, um mit dem Tuner verbunden werden zu können. Bei den Flachdisplaygeräten, die in1 und2 dargestellt ist, ist jeweils eine Rückwand vorgesehen. -
3 und4 zeigen ein weiteres Beispiel, wobei die Rückwand3 nunmehr in den Vordergrund tretend eingezeichnet und schraffiert ist. Auf der Innenseite der Rückwand oder in die Rückwand selbst ist dabei, wie3 zeigt, eine Antenne eingebracht. In4 sind zwei Antennen5 dargestellt, die gegeneinander versetzt sind. Auch hier wird die elektrische Verbindung mit der Antenne über die jeweiligen Anschlussleitungen6 und Steckverbinder4 mit den Tunern hergestellt. Diese Anordnung hat zudem den Vorteil, dass dann, wenn ein Fernsehgerät, beispielsweise im Bereich der Außenwand eines Gebäudes, aufgestellt wird und der Füllsender direkt einstrahlt, ohne jegliche bauliche Veränderungen und Anbringung von Außenantennen ein optimaler Empfang sichergestellt ist. Darüber hinaus können diese Antennen in den Fertigungsprozess integriert werden, so dass keine weiteren Aufwendungen entstehen und antennenanschlusskabelfrei der Empfang sichergestellt ist.
Claims (7)
- Fernsehempfangsgerät mit einem Gehäuse (
1 ), einer frontseitigen Filterscheibe (2 ) und mindestens einer Rückwand (3 ) sowie einer Empfangsschaltung für terrestrisch verteilte digitale oder analoge Fernseh- und Tonrundfunksignale mit einem Anschluss an mindestens eine Empfangsantenne (5 ), dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Empfangsantenne (5 ) für den Empfang terrestrischer, analoger und digitaler Fernseh- und/oder Tonrundfunksignale als Draht- oder Planarantenne außen- und/ oder innenseitig auf der Filterscheibe (2 ) und/oder der Gehäuserückwand (3 ) des Fernsehempfangsgerätes oder in diese Teile eingebracht ist, und bei innenseitiger Anordnung die Anschlussleitung (6 ) an innenliegende Anschlüsse der Empfängerschaltung und bei außenliegenden Antennen (5 ) an den durch die Wandelemente zugänglichen Anschlüssen der Empfängerschaltung mittels Verbinder (4 ) angeschlossen sind, und dass bei in der Filterscheibe (2 ) oder in der Rückwand (3 ) integrierter Anordnung die Zuleitung (6 ) in das Innere des Gehäuses (1 ) geführt und mit der Empfängerschaltung verbunden ist. - Fernsehempfangsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenne (
5 ) in Folientechnik hergestellt und aufgeklebt ist und einen flachen Kontaktanschluss für eine Antennenableitung aufweist. - Fernsehempfangsgerät, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenne (
5 ) vom Kunststoff der Rückwand (3 ) mindestens einseitig umspritzt ist. - Fernsehempfangsgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die planare Folienantenne zwischen zwei Scheiben der Filterscheibe (
2 ) zwischengefügt ist. - Fernsehempfangsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die planare Antenne (
5 ) in Dampftechnik als Metallschicht aufgebracht ist. - Fernsehempfangsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückwand (
3 ) und/oder an der Filterscheibe (2 ) mindestens zwei planare Antennen (5 ) vorgesehen sind, die gegeneinander versetzt sind, und dass sie über eine Diversity-Schaltung ansteuerbar sind. - Fernsehempfangsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Antennen (
5 ) beabstandet zueinander an der Filterscheibe (2 ) oder an der Rückwand (3 ) vorgesehen sind.
Priority Applications (2)
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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| Country | Link |
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Cited By (2)
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2004
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