DE202004004098U1 - Verbesserte Glasfalzdämmung mit Hartschaumprofilen - Google Patents
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Abstract
Glasfalzdämmung dadurch gekennzeichnet, dass die Geometrie der einzelnen Profile 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 keilförmig 1, trapezförmig 2, dreieckig 3, Dreieck mit abgeschnittener Spitze 4, Rechteck mit einer Abschrägung und einer Ausbuchtung 5, Rechteck mit einer Abschrägung und zwei Ausbuchtungen 6, Rechteck mit zwei Abschrägungen und drei Ausbuchtungen 7, Rechteck mit zwei Abschrägungen und einer Ausbuchtung 8, Rechteck mit zwei Abschrägungen und zwei Ausbuchtungen 9.
Description
- 1. Gebiet der Erfindung
- Die Erfindung betrifft Zusatzprofile aus PUR/PIR-Hartschaum (Styrodur) oder ESP (Styropor) oder ähnlich hergestellte Materialien, die folgende Eigenschaften aufweisen.
- Druckfestigkeit nach DIN 1606 von mindestens 130 Kpa sowie einen Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit nach DIN 4108 von 0,025 bis 0,040 W/(m.k) sowie alle anderen Eigenschaften It. den technischen Datenblättern der Hersteller (Stand Anmeldedatum).
- Bei Glasrahmenkonstruktionen aus Kunststoff, Alu, Holz, Stahl bzw. Mischkonstruktionen aus diesen Materialien stellt der Glasfalz d.h. der Spalt zwischen Isolierglasscheibe und Rahmen eine Schwachstelle in der Wärmedämmung dar. Aufgrund dieser Tatsache werden in der Technik viele Wege beschritten, um die Wärmedämmung im Glasfalz zu verbessern.
- 2. Stand der Technik
- Als ein Weg in die falsche Richtung hat sich das vollflächige Schließen des Spaltes zwischen den Isolierglasscheiben und Rahmen mit Dämm-Material bei den heute üblichen Isolierglasscheiben mit geklebten Randverbund erwiesen. Das vollständige Schließen dieses Bereiches verhindert die notwendig Belüftung und daher den Dampfdruckausgleich und die Entwässerung.
- Die deutsche Gebrauchsmusterschrift
DE 2991821901 beschreibt eine Art der Dämmung für den Spalt zwischen Isolierglasscheiben oder Paneelen sowie eine zusätzliche Dämmeinheit zwischen der Pressleiste, mit dem das Isolierglas oder die Paneele zur Konstruktion hin befestigt wird. - Hierbei werden unterschiedliche Arten von Dämmstoffen hinsichtlich des Wärmedurchgangskoeffizienten, Rohdichte, Druckspannung der Dämmstoffe verwendet. Um Toleranzen des Spaltes auszugleichen werden dabei zwei Dämmstoffe mit unterschiedlichen Härten verwendet. Der weichere Dämmstoff lässt sich dabei soweit drücken, dass die vorhandenen Toleranzen ausgeglichen werden können.
- Die deutsche Offenlegungsschrift
DE 1001515838 A1 beschreibt ein Zusatzelement für Isolierglasscheiben als streifenförmiges wärmedämmendes Zusatzelement, das den Spalt zwischen Isolierglas oder Paneele dämmt. Hierbei werden Schaumstoffstreifen oder ein Elastomerschlauch bereits bei der Herstellung der Isolierglasscheiben im Herstellungswerk auf die stirnseitigen Kanten geklebt. Diese so präparierten Isolierglasscheiben werden zusammen mit den Dämmstreifen in die Fassaden- oder Fensterkonstruktion montiert. Um Toleranzen des Glasfalzes auszugleichen, werden die Dämmstreifen bevorzugt aus weichem Materialien hergestellt, die sich von ihrer Druckfestigkeit entsprechend verformen lassen. - 3. Darstellung der Erfindung
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Wärmedämmung des Spaltes zwischen zwei zueinander zugewandten Isolierglasscheiben oder Paneelen sowie auch den Spalt einer Isolierglasscheibe oder Paneele mit zugewandter Seite zu einem Fenster- oder Fassadenrahmen zu erfüllen Dieser kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen, die im Fenster- und Fassadenbau üblicherweise verwendet werden.
- Oberste Priorität der Aufgabe ist, dass der verwendete Dämmstoff nur einen Druckfestigkeitswert besitzt, der mindestens so hoch ist, dass die für die Belüftung notwendigen Nuten, die sich zur Stirnseite der Isolierglasscheibe oder Paneele befinden, durch die Montage nicht deformiert werden und somit die Funktion der Nut nicht mehr gewährleistet ist. Vorzugsweise muss deswegen Dämmstoff mit einer Druckfestigkeit nach DIN 1606 von 130 Kpa verwendet werden. Dieser Wert kann auch höher oder niedriger sein, sofern bei der Montage die am Profil befindlichen notwendigen Nuten zur Belüftung nicht deformiert werden. Verwendet werden alle Dämm-Materialien, die diese Druckfestigkeitswerte aufweisen und einen Wärmeleitfähigkeitswert von 0,025 bis 0,040 W/(m.k).
- Eine weitere maßgebende Aufgabe ist der Ausgleich von Toleranzen des Spaltes, die bedingt durch Herstellungstoleranzen der Isolierglasscheiben oder Paneelen und der Konstruktion entstehen. Dieses Problem wird dadurch gelöst, dass die Dämmstreifen, die den Spalt auffüllen, zwei-, drei- oder mehrteilig sind. Die Geometrie der Dämmstreifen ist hierbei immer trapezförmig, keilförmig bzw. abgeschrägt ausgeführt. Dadurch kann der Spalt variabel ausgefüllt werden. Die möglichen Geometrien werden mit einer Heißdrahtschneidanlage aus ganzen Blöcken geschnitten. Eine weitere Herstellungsmöglichkeit ist, dass die genaue Geometrie des einzelnen Profils in einer entsprechenden Anlage extrodiert wird aus dem entsprechenden Material. Zur Erläuterung wird das Verfahren in der Beschreibung der Zeichnung dargestellt.
- 4. Beschreibung der Zeichnungen
-
1 stellt die möglichen Geometrien der Dämmstreifen1 ,2 ,3 ,4 ,5 ,6 ,7 ,8 ,9 dar. Es können auch noch weitere hier nicht abgebildete Geometrien und Größen zum Einsatz kommen. -
2 zeigt das Schema wie durch die Kombination d. Profile5 ,1 ,5 und5 ,2 ,5 . Durch das Austauschen des Profils1 auf Profil2 wird das Maß X variabel. -
3 Eine weitere Möglichkeit, das Maß X variabel zu halten, wird dadurch erreicht, dass das Profil2 zwischen den beiden Profilen5 ,5 in der Senkrechten nach oben geschoben wird. Durch die Keilform verringert sich ebenfalls das Maß X. Das Maß Y kann ebenfalls variabel gestaltet werden durch Herstellung verschiedener Höhen. -
4 zeigt das Schema wie durch die Kombination der Profile5 ,3 und5 ,4 . Durch das Austauschen des Profils3 auf Profil4 wird das Maß X variabel. -
5 Eine weitere Möglichkeit das Maß X variabel zu halten, wird dadurch erreicht, dass das Profil3 oder4 neben Profil5 senkrecht nach oben geschoben wird. Durch die Keilform verringert sich ebenfalls das Maß X. - Das Maß Y kann ebenfalls variabel gestaltet werden durch die Herstellung verschiedener Höhen.
-
6 zeigt das Schema wie durch die Kombination der Profile7 ,6 ,1 ,6 und7 ,6 ,2 ,6 . Durch das Austauschen des Profils1 auf2 wird das Maß X variabel -
7 Eine weitere Möglichkeit, das Maß X variabel zu halten, wird dadurch erreicht, dass das Profil2 zwischen den beiden Profilen6 ,6 senkrecht nach oben geschoben wird. Durch die Keilform verringert sich ebenfalls das Maß X. Das Maß Y kann ebenfalls durch Herstellung verschiedener Höhen variabel gestaltet werden. -
8 zeigt das Schema wie durch die Kombination der Profile8 ,1 ,8 und8 ,2 ,8 Durch das Austauschen des Profils1 auf2 wird das Maß X variabel. -
9 Eine weitere Möglichkeit, das Maß X variabel zu halten, wird dadurch erreicht, dass das Profil2 zwischen den beiden Profilen8 ,8 senkrecht nach oben geschoben wird. Durch die Keilform verringert sich ebenfalls das Maß X. Das Maß Y kann ebenfalls durch Herstellung verschiedener Höhen variabel gestaltet werden. -
10 zeigt das Schema wie durch die Kombination der Profile9 ,1 ,9 ,. und9 ,2 ,9 Durch das Austauschen des Profils1 auf 2 wird das Maß X variabel. -
11 Eine weitere Möglichkeit, das Maß X variabel zu halten, wird dadurch erreicht, dass das Profil2 zwischen den beiden Profilen9 ,9 senkrecht nach oben geschoben wird. Durch die Keilform verringert sich ebenfalls das Maß X. Das Maß Y kann ebenfalls durch Herstellung verschiedener Höhen variabel gestaltet werden. -
12 zeigt die Einbausituation in einer Riegel-Pfostenverglasung (Stand der Technik) auf eine tragende Konstruktion10 wird ein Aluprofil11 aufgeschraubt. Über dieses wird die Gummidichtung12 gestulpt. Die Isolierglasscheibe13 liegt auf der Gummidichtung12 auf. Die Dämmprofile8 und2 werden in folgender Reihenfolge montiert. Zuerst8 ,8 , dann Profil2 . Die Gummidichtung14 ist in das Aluprofil15 eingezogen. Das Aluprofil15 befestigt die Isolierglasscheiben, das Aluprofil16 wird auf das Profil15 geklipst. -
13 zeigt die Einbausituation in einer Riegel-Pfostenverglasung (Stand der Technik) auf eine tragende Konstruktion10 wird ein Aluprofil11 aufgeschraubt. Über dieses wird die Gummidichtung12 gestulpt. Die Isolierglasscheibe13 liegt auf der Gummidichtung12 auf. Die Dämmprofile7 ,6 und2 werden in folgender Reihenfolge montiert. Zuerst7 , dann Profil6 ,6 , zuletzt2 . Die Gummidichtung14 ist in das Aluprofil15 eingezogen, das Aluprofil15 befestigt die Isolierglasscheiben, das Aluprofil16 wird auf das Profil15 aufgeklipst. -
14 zeigt die Einbausituation in einer Riegel-Pfostenverglasung (Stand der Technik auf eine tragende Konstruktion10 wird ein Aluprofil11 aufgeschraubt. Über dieses wird die Gummidichtung12 gestulpt. Die Isolierglasscheibe13 liegt auf der Gummidichtung12 auf. Die Dämmprofile9 , und2 werden in folgender Reihenfolge montert. Zuerst9 ,9 , zuletzt2 . Die Gummidichtung14 wird in das Aluprofil15 eingezogen, das Aluprofil15 befestigt die Isolierglasscheiben, das Aluprofil16 wird auf das Profil15 aufgeklipst. -
15 zeigt die Einbausituation bei einem Fensterrahmen Holz-Aluprofil (Stand der Technik). Diese besteht aus dem Holzprofil21 , darauf wird das Aluprofil22 mittels des Kunststoffhalters23 aufgeklipst. Die Isolierglasscheibe13 liegt auf der Gummidichtung24 auf. Die Dämmprofile5 und3 werden in folgender Reihenfolge montiert. Zuerst5 , dann3 . Mit der Leiste25 wird die Isolierglasscheibe13 befestigt. -
16 zeigt die Einbausituation bei einem Fensterrahmen aus einem Kunststoffprofil (Stand der Technik). Das Kunststoffprofil30 wird mit dem Stahlprofil31 verstärkt. Die Isolierglasscheibe13 liegt auf der Gummidichtung32 auf. Die Dämmprofile5 und1 werden in folgender Reihenfolge montiert. Zuerst5 , dann3 . Mit der Leiste33 wird die Isolierglasscheibe13 befestigt. - Bedingt durch die Vielzahl der am Markt befindlichen Fensterrahmen und Fassadenprofile sind bei den Zeichnungen nur wenige dargestellt. Die Anwendung ist jedoch bei fast allen gängigen Fenster- und Fassadenprofilen möglich.
Claims (7)
- Glasfalzdämmung dadurch gekennzeichnet, dass die Geometrie der einzelnen Profile
1 ,2 ,3 ,4 ,5 ,6 ,7 ,8 ,9 keilförmig 1, trapezförmig 2, dreieckig 3, Dreieck mit abgeschnittener Spitze4 , Rechteck mit einer Abschrägung und einer Ausbuchtung5 , Rechteck mit einer Abschrägung und zwei Ausbuchtungen6 , Rechteck mit zwei Abschrägungen und drei Ausbuchtungen7 , Rechteck mit zwei Abschrägungen und einer Ausbuchtung8 , Rechteck mit zwei Abschrägungen und zwei Ausbuchtungen9 . - Glasfalzdämmung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Kombination der Dämmprofile
1 ,2 ,3 ,4 ,5 ,6 ,7 ,8 ,9 ein variables Spaltmaß ergibt. - Glasfalzdämmung nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass durch verschieben der Dämmprofile
1 ,2 ,3 ,4 ein variables Spaltmaß entsteht. - Glasfalzdämmung nach Anspruch 1, 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmprofile
1 ,2 ,3 ,4 ,5 ,6 ,7 ,8 ,9 immer den gleichen Druckfestigkeitswert haben. - Glasfalzdämmung nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmprofile
1 ,2 ,3 ,4 ,5 ,6 ,7 ,8 ,9 einen Wärmeleitfähigkeitswert von 0,025 bis 0,040 W/(m.k) besitzen. - Glasfalzdämmung nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5 oder 6 dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmprofile
1 ,2 ,3 ,4 ,5 ,6 ,7 ,8 ,9 einen Druckfestigkeitswert von mind. 130 Kpa besitzen. - Glasfalzdämmung nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 8, oder 7 dadurch gekennzeichnet, dass die Geometrie der Dämmprofile
1 ,2 ,3 ,4 ,5 ,8 ,7 ,8 ,9 in verschiedenen Größen ausgeführt werden kann.
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