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Fotoelektrische Abtastung und Auswertung von Markierungen eines Datenträgers
Die Erfindung betrifft eine rotoelektrische Abtastung und Aus wertung von auf einem
Datenträger, lnsbesondere auf einem Warenetikett, gemäß einem Farbcode registrierten
Daten mittels eines Handabtasters.
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Die Erfassung von Warendaten mittels einer Buchungs-, Registrier-oder
ähnlichen Maschine, insbesondere von Warendaten, beim Verkauf in Supermärkten, Selbstbedienungsläden
oder dergl. fUhrt durch den relativ hohen Zeitaufwand, den die Preiseingabe in die
Registrierkasse erfordert zu unvermeindlichen Kundenstauungen, die sich nachteilig
auf eine schnelle Zahlungsabwicklung auswirken. Bisher konnten Kundenstauungefl
an den Kassenstellen nur dadurch herabgesetzt werden, daß z.B. die Anzahl der Kassen
erhöht wurde, was wiederum zu einer Vermehrung des Kassenpersonals führt.
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In der Bestrebung diesem Kundenstau durch automatische Abfertigung
zu begegnen, sind RUckgeldgeber, Bandtransport der Waren von der Kasse zu den Verpackungsplätzen
und ähnliche Einrichtungen geschaffen worden. Diese Maßnahmen fUhren zu einer etwas
schnelleren Abfertigung des Kunden, wobei aber die hierdurch gewonnene Zeitersparnis
in keinem Verhältnis zu dem durch die manuelle Einbringung der Beträge in die Registrierkasse
auftretenden Zeitverlust steht.
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Zur Verringerung dieser fUr die Datenerfassung berstlgten Zeit ist
es bekannt, die Preisauszeichnung der Ware mittels verschiedenartiger Datenträger,
insbesondere Warenetiketts, vorzunehmen, auf welchem die Daten magnetisch, fotoelektrisch
oder chemisch abftlhlbar in Form von Farb- oder sonstigen Markierungen angeoi-dnet
sind. Diese Datenträger werden dann in der Regel an der Kasse von der Ware entfernt
und durch eine -durch
sie gesteuerte Registrierkasse ausgewertet.
Dieses Verfahren hat aber den Nachteil, daß die auszuwertenden Datenträger manuell
von der Ware entfernt und seitenrichtig unter Einhaltung gewisser Toleranzgrenzen
in die Auswerteeinrichtung eingeführt werden müssen, wobei Fehleinführungen durchaus
möglich sind.
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Eine Erfassung der auf den Etiketten registrieten Warendaten ohne
zeitraubende Entfernung der Etiketten von der Ware kann mittels manuell geführter
stiftähnlicher Abtastorgane, im allgemeinen als Handabtaster bezelchnet, durch Überstreichen
der Informationsfelder erfolgen.
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So ist z.B. in der DAS 1 253 493 ein Handabtaster zum fotoelektrischen
Abtasten von auf Aufzeichnungsträ.gern in Form von farbig markierten Bereichen registrierten
Daten beschrieben, welcher nach dem Reflektionsprinzip arbeitet und stiftförmig
ausgebildet ist, wobei alle für eine informationsgerechte Abtastung notwendigen
Funktionselemente wie Lichtquelle, Fotodioden und Farbfilter sich innerhalb des
stiftförmigen Gehäuses befinden. Diese Maßnahme wirkt sich aber hinsichtlich raumsparender
Form und Störungsunempfindlichkeit ungünstig aus.
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Die angeführte Auslegeschrift zeigt weiterhin einen zugehörigen Aufzeichnungsträger
in Form eines Artikelpreiszettels, welcher auf einem Teil die Preisangabe in Klarschrift
und auf einem anderen Teil die im Binärcode verschlüsselten Daten für die Verkaufsabteilung,
über den Artikel, seinen Preis und dergl. derart trägt, daß jedes Bit durch einen
von einem Rand des Aufzeichnungsträgers zum gegenüberliegenden Rand erstreckenden
Bereich, dessen Ausdehnung in der zweiten Koordinate wesentlich kleiner ist, largestellt
wird und daß je eine gleichfalls von Rand zu Rand gehende Taktmarkierung zwischen
je zwei benachbarten Bit-Bereichen angeordnet ist, wobei die Taktmarkierungen und
die Bitmarkierungen "0" und "L" in unterschiedlichen Farben gehalten sind. In dem
Ausführungsbeispiel sind die Taktbereiche schwarz, die Diebe reiche für die BinKrwerte
"ot' weiß und für die Binärwerte "Lt'
rot markiert. FUr die Erfassung
der auf dem Artikelpreiszettel im Binärcode verschlUsselten Warendaten muß der Handabtaster
eine zusätzliche ebenfalls aus den Farbkombinationen schwarzweiß vorgesehene Anfangsmarkierung
vor Überstreichen der registrierten Warendaten Ub'rlaufen. Diese bekannte Einrichtung
weist aber erhebliche Nachteile auf.
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So beanspruchen z.B. die auf dem Artikelpreiszettel vorgesehenen Takt-
und Bitmarkierungen für die Warendaten infolge ihrer von Rand zu Rand gehenden Ausdehnung
sehr viel Platz, so daß z.B.
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zusätzlich zu machende Angaben über den Hersteller oder das Eingangsdatum
der Ware ohne Vergrößerung der Etikettenfläche nicht vermerkt werden können. Dies
gilt auch für die Registrierung höherer Beträge bei Verwendung des Binärcods als
VerschlUsselunguart, welcher zur Erfassung aller Dezimal ziffern mindestens vier
Binärstellen haben muß, sowie der zusätzlichen Taktspur für die informationsgerechte
Auswertung. Ebenfalls ist eine sichere Erfassung der Warendaten durch den in Abtastrichtung
liegenden Teil mit der Preisangabe in Klarschrift nicht gewährleistet, da beim Abtastvorgang
dle Wahrscheinlichkeit besteht, daß das manuell geführte Abtastorgan diesen Teil
mit überstreicht und von der Preismarkierung.ImpuIse ableitet, die das Auswerteergebnis
verfalschen. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Abtastung der Warenetiketten
durch Hilfspersonal vorgenommen wird.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die auf einem
Datenträger, insbesondere auf einem Warenetikett, in einem Codefeld verschlüsselt
registrierten Warendaten mittels eines Handabtasters ohne sorgfältige Ausrichtung
des Handabta.ters in Bezug auf das abzutastende Codefeld sicher und schnell auch
mit ungeschultem Hilfspersonal zu erfassen.
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Erfindungsgemäl wird dies dadurch erreicht, daß a) das Codefeld mit
den registrierten Daten vorzugswsise in 4n Farbcode auf den Datenträger aufgezeichnet
wird;
b) das dem Codefeld keine gesonderte Taktspur zugeordnet wird;
c) zur Abtastung ein ausschließlich nach dem Reflexionsprinzip arbeitender Handabtaster
ohne elektrische und/oder elektron nische Bauelemente verwendet wird; d) bei Elektronenstrahlabtastung
vorzugsweise ein Schwarz-Weiß-Codefeld mit im 2n-Code registrierten Warendaten ebenfalls
ohne Taktspur verwendet wird.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der
nachstehenden Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen.
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Es zeigt: Fig. 1 das Codébild eines bekannten 2n-Code, Fig. la das
Codebild eines 4n-Farbcodes, Fig. 2 den 4n-Farbcode zum einspurigen Abtasten, Fig.
3 einen Teilabschnitt eines Datenträgers, Fig. 4 einen Handabtaster, Fig. 5 einen
Schnitt durch das dem Datenträger zugewandte Ende des Handabtasters, Fig. 6 einen
Farbfilter, Fig. 7 bis 12 Impulsdiagramme, Fig. 13 ein Codefeld Fig. 14 das Codefeld
gemäß Fig. 13 nach einer Parallel-Serien-Wandlung, Fig. 15 ein Warenetikett, Fig.
16 bis 29 Impulsdiagramme und Fig. 30 eine Auswerteschaltung.
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Die Fig. 1 zeigt als Verschlüsselungsart für die Warendaten einen
bekannten Sn-Cvde mit z.B. n = 4 Spuren,a, b, c und d bestimmter Wertigkeit, Mit
der Spurenzahl als Exponent zur basis 2 ergibt sich hieraus die Zahl der möglichen
Kombinationen. Im gezeigten Beispiel sind sechzehn Kombinationen mXtlich, von denen
die ersten zehn den Dezimal ziffern 0 bis 9 zugeordnet sind und die nachfolgenden
sechs mit den Buchstaben A bis F bezeichnet sind,
wobei die schwarz
markierten Felder jeder Tetrade den Binärwert L" und die weiß markierten Felder
den Binärwert "O" darstellen. Bei diesem Code, auch als duale Verschlüsselung' bezeichnet,
sind die Dezimalziffern 80 yerschlüsselt, daß-die Binärtetraden als Dual zahlen
gelesen, den Dezimalziffern gleich sind.
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Die Fig. 1a zeigt als Analogie zum bekannten 2n-Code den erfindungsgemäßen
4n-Farbcode, im Ausführungsbeispiel als 42 Farbcode dargestellt. Zur Kenntlichmachung
der elnzeM»n Far4en dienen Schraffierungen und Punkte. Als Farben sind Rot, Gelb,
Blau und Grün gewählt, wobei die Farbe Rot durch Schrägschraffur, die Farbe Gelb
durch Querschraffur, die Farbe- Grün dadurch Pünktchen und Farbe Blau durch Kreuzschraffur
gekennzeichnet ist. Da der Exponent n = 2 gewählt ist, wird jedes der sechzehn Zeichen
aus zwei Farben gebildet, die gleich oder verschieden seinkönnen. Somit sind gegenüber
der dualen Verschlüsselung nach Fig. 1 nur zwei Spuren, nachstehend als Codestellung
a, b bezeichnet, erforderlich. Eine zweispurige Ablesung erfordert jedoch eine spurgetreue
FUhrung des Abtastorgangs. Die Fig. 2 zeigt den 42-Farbcode gemäß Fig. la zum ein
spurigen Abtasten. Im Hinblick auf die Verwendung dieses 4n Codes als Verschlüsselungsart
für z.B. Warendaten und auf die sichere Erfassung aller auf einem Datenträger, insbesondere
auf einem WarenetikettJreglstrlerten Daten, auch bei änderung der Abtastrichtung
ober -geschwindigkeit unter Beibehaltung einer gewählten Ableserichtung, zeigt die
Fig. 3 schematisch den Teil abschnitt eines Datenträgers lo, auf dem z.B. Warendaten
registriert sind Wie schon in den Fig. la und 2 gezeigt, sind fürdie Darstellung
eines Zeichens zwei Farben erforderlich, die gleich oder verschieden sein können.
In diesem Beispiel sind die einzelnen gemäß ihrer Zuordnung zu einem bestimmten
Zeichen entsprechend farbig markierten Codestellen a und b unter Einhaltung gleicher
Zwischenräume 11 parallel hintereinander auf dem Teilabschnitt für die Warendaten
des Datenträgers io angeordnet, wobei die Farbe der Zwischenräume 11 ao gewählt
ist, daß sie alle für die Codierung benötigten Farben reflektiert.
Für
die weitere Ausführung wird'eine weiße Grundfläche des Datenträgers lo angenommen.
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Als Abtastmittel für die im 42 Farbcode registrierten Daten dient,
wie die Fig. 4 zeigt, ein Handabtaster 12, der aus einer stiftförmig ausgebildeten
Hülse 13, welche.auf das eine Ende eines flexiblen Lichtleiters 14 geschoben ist,
besteht. Das stiftförmig ausgebildete Hülsenende weist hierbei eine Abtastöffnung
15 auf, wobei zwischen der Abtastöffnung 15 und der StirnRlSche des Lichtleiters
14, die kreisförmig ausgebildet ist, vergl.
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Fig. 5, eine Linse 16 zur Fokussierung der an der Stirnflache des
Lichtleiters 14 austretenden Lichtstrahlen auf den Datenträger lo und des reflektierten
Lichtes auf den Lichtleiter 14.
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Zwecks Zu- und Rückleitung des Lichtes ist das nicht von der Hülse
13 umfaßte Ende des flexiblen Lichtleiters 14 zweiarmig ausgebildet, wobei beide
Einzelarme 17 und 18 gleichen Querschnitt aufweisen. Der Einzelarm 17 dient als
Zuleitung des von einer Lichtquelle 19 erzeugten Lichtes und der Einzelarm 18 alvi
Rückleitung des reflektierten Lichtes. Vor der Lichteintrittsfläche des Einzelarmes
17 ist ebenfalls zwecks Fok-usierung des von der Lichtquelle 19 ausgesandten und
mittels eines Reflektors 20 reflektierten Lichtes auf die Stirnfläche des Einzelarmes
17 eine Linse 21 angeordnet.
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Wie beschrieben,dient der Einzelarm 18 beim Abtasten der Warendaten
des Datenträgers lo als Rückleitung des reflektierten Lichtes, dessen Farbe gleich
der Farbe der abgetasteten Codestellen a, b bzw. des Zwischenraumes 11 ist. Zwecks
Erkennung der jeweiligen Farbe ist vor der Stirnflächedes Einzelarmes 18 ein Farbfilter
22 angeordnet, daß aus vier Einzelfiltern jeweils einer Farbe Rot, Blau, Grün oder
Gelb zugeordnet,besteht, vergl.
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Fig. 6. Entsprechend den vier Einzelfiltern sind vier Fotodioden zur
Impulserzeugung vorgesehen, von denen nur eine Fotodiode 23 gezeigt ist. Beim Uberstrelchen
des Teilabschnittes des Datenträgers lo für die Warendaten wird nur die Farbe ausgewertet,
die gerade vor der Abtastöffnung 15 des Handabtaaters 12 erscheint, so daß die entsprechende
Fotodiode 23 anspricht. Ist
die Farbe des reflektierten Lichtes
weiß, z.B. beim Abtasten der weiß markierten ZwlßchenrKume-ll, sprechen alle vier
Fotodioden23 an. Es sei noch erwähnt, daß die Abtastöffnung 15 des Handabtasters
12 kleiner ist als die Breite der Zwischenräume 11, und die Breite der markierten
Codestellen a bzw. b mindestens dem Durchmesser der Abtastöffnung 15 entnpricht.
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Die Fig. zeigt die dem Datenträger lo zugewandte Stirnfläche des Lichtleiters
14 mit der Verteilung der einzelnen Lichtleitfasern, wobei die schwarz gezeichneten
Lichtleitfasern der Lichtzuleitung und die weißen Fasern der Lichtrückleitung dienen
und in jedem Einzelarm 17 bzw. 18, vergl. Fig. 4, entsprechend gebündelt sind.
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Das schon beschriebene Farbfilter 22 ist nochmals in Fig. 6 gezeigt.
Wie ersichtllch, besteht es aus den vier Einzelfiltern jeweils für eine bestimmte
Farbe und ist vor der kreisförmigen Stirnfläche des Einzelarmes 18 angeordnet. Die
Stirnfläche des Einzelarmes 18 könnte zwecks Vermeidung unnötiger Lichtverluste
ebenfalls der Fläche des Farbfilters angepaßt sein.
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rAuf Grund der vorstehenden Darlegungen wird deutlich, daß mittels
des Handabtasters 12 eine slchere-und sehnelle Abtastung aller registrierten Warendaten
vorgenommen werden kann, da dieser gewichts- und raumsparend ausgebildet ist, denn
alle für die Abtastung erforderlichen elektrischen Bauelemente,wie Fotodioden 23,
Farbfilter 22, Lichtquelle 19 usw., sind nicht innerhalb der stiftförmigen HUlse
13 angeordnet, sondern befinden sich in der zugeordneten Auswerteeinrichtung, die
beispielsweise einer Registrierkasse zugeordnet sein kann.
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Die nachstehend beschriebenen und in den Fig. 7 bis 12 gezeigten Impulsdiagramme,
die in alphabetischer Reihenfolge gekennzeichnet sind, zeigen als Ausfilhrungsbeispiel
die einzelnen Schritte für eine informationsgerechte Erfassung und Auswertung der
im 42-Farbcode auf dem Datenträger lo registrierten Daten, vergl.
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Fig. 3. Der.besseren Übersicht halber sind in Fig. 7 nochmals
alle
16 möglichen Farbkömbinationen gezeigt. Die Abtastung erfolgt mittels des in den
Fig. 4 bis 6 beschriebenen Handabtasters 12. Die Fig. 7 zeigt daß von jeder Fotodiode
23 gemäß ihrer Zuordnung zu einer bestimmten Farbe, Fig. 6, erzeugte Impulsdiagramm
A bis D. Zum Zweck der Unterscheidung der einzelnen Impulszüge A bis D voneinander
sind diese durch das entsprechende Farbsymbol gekennzeichnet. Eine UND-mäßige Verknüpfung
dieser Impulszüge A bis D ergibt das Impulsdiagramm E gemäß Fig. 8, welches für
die weitere Verarbeitung zusätzlich invertiert wird, F, und ebenfalls mit jedem
der von den Fotodioden 23 erzeugten Impulszüge A bis D UND-mäßig verknüpft wi d.
Die daraus gewonnenen Impulszüge G bis I zeigt die Fig. 9.
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Damit ist entsprechend der Reihenfolge des Auftretens der in den Codestellen
a und b markierten Farben eine richtige Verteilung auf vier Farbkanäl,e erfolgt.
Zwecks coderichtiger Zuordnung der Impulse der einzelnen Impulszüge G bis I nach
Fig. 9 zu den Codestellen a und b werden die beiden in Fig. 8 gezeigten Impulsfolgen
E und F durch Frequenzteilung auf die Hälfte untersetzt, wie Fig. lo zeigt, und
wiederum UND-mäßig mit den Impulszügen G bis I nach Fig. 9 verknüpft. Somit ist
auch die richtige Verteilung der Impulse gemäß ihrer Farbzuordnung, vergl. Impulszüge
M bis P und Q bis T, Fig. 11 und 12, spurengetreu erfolgt.
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Die Erfindung soll nun an Hand eines Ausfuhrungsbeispieles, bei dem
ein Warenetikett benutzt wird, auf welchem die Warendaten gemäß dem 42-Farbcode
registriert sind, näher erläutert werden.
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Die Fig. 13 zeigt die Warendaten in Artikelnummer, Kennzeichen und
Preis unterteilt, wobei vier Stellen für den Betrag, tünf Stellen für die Warennummer
und eine Stelle für das Kennzeichen KE gewählt sind. Der Codeaufbau dieser Fig.
13 entspricht dem in Fig. la dargestellten nur mit dem Untersehied, daß anstelle
der insgesamt sechzehn möglichen Farbkombinationen nur zehn willkürlich aus dem
Codebild nach Fig. la gewählt gezeigt sind.
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Zur Vermeidung einer spurgetreuen Abtastung mittels des Handabtasters
12 zeigt die Fig. 14 das gleiche Codebild nach einer Parallel-Serien-Wandlung. Als
Kennzeichen für Anfang und Ende der Warendaten ist vorzugsweise zusätzlich am Schluß
des Wareninformationen eine Schwarzmarkierung 24 angeordnet.
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Mit 25 ist in der Fig. 15 das Warenetikett bezeichnet, das voratehend
beschriebenes Codefeld trägt und einen weißen Untergrund besitzt. Die einzelnen
farbig markierten Codestellen a und b sind unter Einhaltung gleicher Zwischenräume
parallel hintereinander in einem Abtastfeld 26, das vorzugsweise
gestaltet ist, angeordnet.
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Die konvexe Form des Abtastreldes 26 hat den Vorteil, die manuelle
Abtastbewegung visuell zu unterstützen und zusätzlich Felder 27, 28 für vorzusehende
Eintragungen in Klarschrirt, z.B. Firmenname, Artikelnummer, Preis usw., zu schaffen,
ohne dabei das Warenetikett 25 flächenmäßig zu vergrößern.
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Mittels des Handabtasters 12 werden diese im 42-Farbcode verschlüsselten
im Abtastfeld 25 registrierten Warendaten beispielsweise von links nach reohts abgetastet.
Die Abtastbewegung könnte ebenso gut von rechts nach links, wie später beschrieben,
ausgeführt werden.
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Die Fig. 16 bis 29 veranschaulichen hierbei die erforderlichen Schritte
für eine informationsgerechte Datenerfassung und -auswertung mit den entsprechenden
Impulsdiagrammen.
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Zunäöhst, bevor der Handabtaster' 12 auf das Warenetikett 25 nach
Fig. 15 aufgesetzt hat, sind die Fotodioden 23, vergl.
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Fig. 4, nicht aktiviert, da kein Licht reflektiert wird. Beim Aufsetzen
auf die weiße War.netikettfläche tritt an allen vier Fotodioden 23 ein Einganganignal
aur. Die in dem Abtastfeld 26 registrierten Warendaten werden nun nacheinander abgetastet.
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Nach Abtastung der an die WareninformationarTehMngten Schwarzmarkierung
24 folgt nochmals ein Weißsignal, welches bei Abheben
des Handabtasters
12 wieder verschwindet. Die ermittelten Impuls züge A' bis D' sind gemäß ihrer Farbzuordnung
durch die Fig. 16 dargestellt. Eine UND-mäßige VerknUpfung dieser Impulszüge A'
bis D' ergibt das Impulsdiagramm E' nach Fig. 17, welches für die weitere Verarbeitung
zusätzlich invertiert, F', wird und ebenfalls mit jedem der von den Fotodioden 23
erzeugten Impulszüge A' bis D' UND-mäßig verknüpft wird. Die daraus ermittelten
Impulszüge 0t bis I' zeigt die Fig. 18.
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Damit ist entsprechend der Reihenfolge des Auftretens der in den Codestellen
a und b markierten Farben eine richtige Verteilung auf vier Farbkanäle erfolgt.
Zwecks coderichtiger Zuordnung der Impulse der einzelnen Impulszüge G' bis I' nach
Fig. 18 zu den Codestellen a und b werden die positiven Flanken des in Fig. 17 gezeigten
ImpulsdiagrammesF' zur Ansteuerung einer Untersetzerstufe herangezogen und der dadurch
ermittelte nicht invertierte Impulszug K', vergl. Fig. 19, wird UND-maßig mit den
Impulszügen Gtbis I' nach Fig. 18 verknüpft. Somit ist auch die richtige Verteilung
der Impulse gemäß ihrer Farbzuordnung, vergl. Impulsdiagramme M' bis P' und Q' bis
T' der Fig. 20 und 21, spurengetreu erfolgt.
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Das Informationsende-Signal, gekennzeichnet durch die Schwarzmarkierung
24, wird hierbei auf folgende Weise gewonnen. Bei Abtastung dieser Schwarzmarkierung
24, die gleichbedeutend mit einem Abheben des Handabtasters 12 ist ist keine der
Fotodioden 23 aktiviert. Die in Fig. 22 gezeigten Impulszüge A' bis Dt, die eine
Invertierung der Impulszüge A' bis-D' gemäß Fig. 16 darstellen'' werden UND--mäßig
mit dem ##### invertierten Impulszug / nach Fig. 17 verknüpft. Das sich ergebende
Impulsdiagramm U zeigt Fig. 23. Die negativen Flanken dieses Impulsdiagramms, Fig.
24, steuern eine bistabile Kippschaltung an, deren Ausgangssignal V, Fig. 25, mit
dem Impulsdiagramm U nach Fig. 23 UND-mäßig verknüpft ein Satzende-Signal W erzeugt,
siehe Fig. 26. Damit ist der Satzende-Impuls abgeleitet. Zur Vollständigkeitskontrolle,
ob alle registrierten Warendaten gll sn wurden, steuern die negativen Flanken, Fig.
27, des Impulszuges
L' nach Fig. 19 Untersetzerstufen'an, deren
Ausgangssignale L1' bis in Fig. 28 gezeigt sind. Ein Ausgangssignal X, vergl. Fig.
29, gibt an, daß die Wareninformation vollständig
| gelesen wurde. .Lb t+ dA~ su= r |
| v tt- 4) c* «"r1 |
Die Fig. 3Ö zeigt eine dem vorher beschriebenen Ausrwlrungsbelspiel angepaßte Auswerteschaltung,
in welcher der Handabtaster 12, vergl. Fig. 4, schematisch gezeigt ist und der besseren
Übersicht halber der Einzelarm 18 für die Rückleitung des reflektierten Lichtes
entsprechend den vier Farben Rot, Blau, Gelb und Ortin aufgeteilt ist. Jede einem
bestimmten Einzelfilter 22 zugeordnete Fotodiode 23 ist an einen ihm zugeordneten
Verstärker 29 angeschlossen, welche wiederum mit Schalter 30 zur Pegeleinstellung
zusammenarbeiten. Die Verstärker 29, im AusfUhrungsbeispiel als Gleichspannungsverstärker
ausgebildet, könnten ebenso Wechselspannungsverstärker sein, wenn mit impulsmodulierter
Lichtquelle gearbeitet würde. Auf den weiteren Aufbau dieser Auswerteschaltung braucht
nicht näher eingegangen zu werden, da dieser aus den vorher genannten Schritten
entsprechend abgeleitet ist. Zur Kennzeichnung der einzelnen sich bei der Abtastung
des in Fig. 15 gezeigten Warenetiketts 25 ergebenden Impulszüge, die in den Fig.
16 bis 29 dargestellt sind, sind die gleichen Bezugszeichen verwendet worden, die
sinngemäß den entsprechenden Eingängen bzw. Ausgängen der benutzten logischen Schaltmsttel
beigefügt sind.
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Die auf den Ausgängen für die schon genannten Impulszüge M bis P',
für die Codestellen a sowie die auf den Ausgängen für die Impulszüge Q' bis T' für
die Codestellen b erscheinenden Codesignale kennen beispielsweise nach Durchlaufen
einer zusätzlichen nicht dargestellten Prüfeinrichtung zwecks Fehlererkennung und
-meldung bei Fehlerfreiheit mit einem'Schieberegister in einen Xernspeicher gegeben
werden. Hierzu muß du Impulsdiagramm F' gemäß Fig. 17 UND-m§ßig ist dem Impulszug
K' sowie dem Impulszug L' nach Fig. 19 verknüpft werden, wobei der letzte Taktimpuls
sus der UND-Verknüpfung F', K' nicht für die Speichersteuerung durch die Untersetzerstufen
herangezogen wtrd, da
dieser aus dem Satzende-Signal entstanden
ist. Die Auslesung des Speichers erfolgt danach in bekannter Weise.
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Es ist auch möglich, die Impulafolgen at bis I', vergl. Fig. 18, unmittelbar
in Abhängigkeit von dem Prüf-ergebnis der nicht dargestellten Prüfeinrichtung in
einen Speicher zu geben, also vor ihrer Sortierung nach den Codestellen a und b.
Dazu wird als Takt die Impulsfolge Ft, Fig. 17, verwendet.
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In der Beschreibung wurde von einer links nach rechts verlaufenden
Abtastrichtung bei der Erfassung der auf dem Warenetikett 25, Fig. 15; registrierten
Warendaten ausgegangen. Die Abtastrichtung kann aber auch von rechts nach links
verlaufen. Die hierbei erzeugten Impulszüge sind die gleichen wie die in den Fig.
16 bis 28 gezeigten nur mit dem Unterschied, daß sie spiegelverkehrt auftreten,
wobei das durch die Schwarzmarkierung 24 erzeugte Signal W, Fig. 26, am Anfang der
Impulsfolge steht. Somit gibt die Lage des von der Schwarzmarkiêrung 24 abgeleiteten
Signals eine Aussage über den Verlauf der vorgenommenen Abtastbewegung, welche wiederum
die Ausleserichtung des Speichers bestimmt.
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Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß anstelle der gewählten Farben
Rot, Blau, Gelb, Grün auch beliebig andere Farben benutzt werden können» wobei nur
die zur Erkennung der einzelnen Farben erforderlichen Bauelemente, wie Einzelfilter
22, Fotodioden 23, entsprechend angepaßt sein müßten. Ebenso ist es möglich, anstelle
einer vierten Farbe Rot, Blau, Grün oder. Gelb die Farbe Schwarz zu wählen. Hierbei
muß aber, damit eine einheutige Aussage über die erfolgte Abtastbewegung, ob von
links nach rechts oder umgekehrt, gemacht werden kann, die Informationsende-Marklerung,
in der vorhergehenden Beschreibung als Schwarzmarkierung 24 ausgebildet, aus einer
der möglichen Farbkombinationen entsprechend des 42-Farbcodes abgeleitet werden,
z.B.
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kann hierfür die Farbkombination Schwarz-Schwarz gewählt werden.
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Wie aus der Beschreibung hervorgeht, dient der in den Fig. 4 bis 6
beschriebene Handabtaster 12 zur Abtastung von auf einem
Datenträger,
insbesondere auf einem Warenetikett 25, gemäß einem .Farbcode aufgebrachten Markierungen
in den Farben Rot, Blau, Gelb und Grün, deren Kombinationen Warendaten verkörpern.
Der gleiche Handabtaster 12 kann ebenfalls mit einer entsprechend nachgeschalteten
Auswerteschaltung zur Abtastung des in Fig. 1 dargestellten aus den Farben Schwarz-Weiß
bestehenden Codefeldes herangezogen werden, welches zu diesem Zweck vorzugsweise
kreisförmig gemäß einer Code'scheibe ausgebildet und an ihrem äußeren Umfang mit
Schwarz-Weiß Markierungen versehen ist, wobei der Markierungskreis an einer den
Anfang bzw. das Ende der Wareninformation verkörperPnden Stelle unterbrochen ist.
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Hierzu muß die Abtastöffnung 15 des Handabtasters 12'größer sein als
das kreisförmig dargestellte Codefeld. Der Handabtaster 12 wird dann stempelartig
auf das Codefeld mit den Warendaten gesetzt, wobei die Abtastung der einzelnen Codestellen
a, b, c und d mittels eines spiralförmig wandernden Elektronenstrahles erfolgt.
Nachstehend sein solcher Abtastvorgang näher Geschrieben: Zur Beleuchtung des Codefeldes
dient der Einzelarm 17 des Lichtleiters 14, wobei als Lichtquelle eine Elektronenblitzlampe
oder ein Impulslaser benutzt wird. Das Codebild wird durch die Auslösung des Lichtblitzes
in eine vor dem zweiten Einzelarm 18 angeordnete Bildwandlerröhre übertragen. Die
Aufnahme des Codefeldes mit der Wareninformation erfolgt somit in sehr kurzer Zeit
nach Aufsetzen des Handabtästers 12. Hierbei ist die Lage der kreisförmig aus ildeten
Abtastöffnung 15 zu dem zu speichernden Codefeld unabhängig» das Codefeld muß nur
innerhalb der Abtastöffnung 15 zu liegen kommen. Seine Lage wird während der Auswertung
wie folgt festgestellt. Die kreisförmige Umlaufbahn des abtastenden Elektronenstrahls
geht in enger werdende Spiralen über. Wenn der Elektronenstrahl den Markierungskrels
des Codefeldes streift, erzeugt die von den Schwarzmarkierungen abgeleitete Impulsfolge
eine Regelspannung zur Verschiebung des Mittelpunktes der Abtastspirale. Dabei nimmt
die Anzahl der Impulse vom Markierungskreis allmählich zu und der Mittelpunkt der
Abtastapirale verschiebt sich infolge der Regel spannung
solange,
bis er mit dem Mittelpunkt des Çodefeldes zusammenfällt. Von jetzt ab bleiben die
Spannungen bzw. die Ströme für die Mittelpunktverschiebung konstant,und der Elektronenstrahl
verringert während des tfberstreichens der Stelle für den Informationsanfang sprunghaft
seinen Radius etwa auf die Mitte der ersten abzutastenden Codestelle a. Nach jedem
Umlauf erfolgt ein weiterer Sprung auf die nächste Codestelle. Nach, dem letzten
Sprung aus der Codestelle d heraus, nimmt der Radius des wandernden Elektronenstrahls
wieder zu, und zwar in umgekehrter Richtung, also von innen nach außen, wobei das
gespeicher te Bild des Codefeldes gelocht wird. Wenn der größte Umlaufradius erreicht
ist, gehen die Ablenkspannungen bzw. -ströme für die Mittelpunktverschiebung auf
Null zurück und die Bereitschaft für eine erneute Abtastung ist hergestellt.
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Für die Steuerung der Abfrage des in der Speicherröhre gespeicherten
Code feldes müssen folgende MaBnahmen getroffer werden: a) für die kreisförmige
Ablenkung des Elektronenstrahls zwei zueinander senkrecht stehende elektrische oder
magnetische Felder, die sich sinusförmig ändern und eine solche Phasenbeziehung
zueinander haben, daß die entstehende Lissajoussche Figur ein Kreis ist; b) eine
stetige Verminderung dieser Steuerspannungen bzw. -ströme zur Erzeugung der enger
werdenden Spirale; c) eine Gleichspannungs- bzw. Gleichstromüberlagerung mit einer
Regel spannung entsprechend zunehmender Größe zur Verschiebung des Ablenkmittelpunktes;
3) eine Uberlagerte Treppenspannung bzw. Treppenstrom für die sprunghafte Verminderung
der Ablenkamplituden; e) zur Auswertung der Information muß die Phasenlage' der
Austastlücke (Unterbrechung des äußeren Marklerungakre1ses)
des
Marklerungskretses festgestellt werden. Hierzu dient ein Phasendikriminator» der
einen Referenzoszillator synchronisiert.
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f) eine Abfrageimpulsfolge» die durch den Referenzoszillator erzeugt
wird. Damit wird während des Umlaufes des Elektronenstrahls etwa in der Mitte einesjeden
Sektors des gespeicherten Codefeldes ein Abfrageimpuls erzeugt; g) nach jedem letzten
Sprung zur Verminderung der Ablenkamplituden-Umschaltung auf allmählich steigende
Ablenkamplitude ftlr die Löschung des Codebildes; h) nach Erreichen der-Maximalamplituden
Abschaltung der überlagerten Felder zur Mittelpunktablenkung.
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Auf den Aufbau der Erkennungslogik für die Auswertung und Speicherung
zwecks nachfolgender Weiterverarbeitung der in den Farben Schwarz-Weiß codierten
Warendaten soll nicht näher eingegangen werden, da dieser in bekannter Weise erfolgt.
Ebenso ist es möglich, anstelle des kreisförmigen Code felde's ein solches mit rechteckigem
oder anderem Format zu wählen, wobei die einzelnen Codestellen, a, b, c, d z.B.
parallel nebeneinander liegen, vergl. Fig. 1, und der Elektronenstrahl dieses Codefeld
spaltenweise abtastet.