DE2019704A1 - Rueckstellfederanordnung fuer eine magnetisch betaetige Schaltanordnung,insbesonderefuer ein Schuetz - Google Patents
Rueckstellfederanordnung fuer eine magnetisch betaetige Schaltanordnung,insbesonderefuer ein SchuetzInfo
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Description
Patentanwalt ^ r\ Λ α η Γ\ /,
_. , _. . „ ι ι, . ' ι ■ ■ ■ C. U lc» /UM-
56 Wuppertal-Barmen
Friedrich-Engels-Aliee 349/351 · Ruf 55 61 47
Friedrich-Engels-Aliee 349/351 · Ruf 55 61 47
P/H 1421/70 / Pee/S
Anmelder : Metzenauer & Jung GmbH Wuppertal
Rückstellfederanordnung für eine magnetisch
betätigte Schaltanordnung, insbesondere für
ein Schütz
Bei magnetisch betätigten Schaltanordnungen, speziell bei
Schützen, können Einschaltvorgänge bei Unterspannung zu Schwierigkeiten führen, wenn bei gewissen Unterspannungswerten
das Magnetsystem nicht kräftig genug ist,um die Kontaktdruckfedern voll durchzudrücken, und dadurch ein
sehr unsicherer Zustand der lockeren Eontaktberührung eintritt·
Dieser unsichere Kontaktzustand kann leicht zum Verschweißen der Schaltkontakte führen. Um solche Schaden zu
vermeiden, besteht die Vorschrift, daß die Betätigungsspannung von Schützen nur bis maximal 85 % der Nennspannung
absinken darf· .
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Da aber im praktischen Betrieb dennoch gelegentlich größere Unterschreitungen der Nennbetätigungsspannung auftreten
können, ist man bestrebt, Schütze so zu bauen, daß auch in solchen Fällen unsichere Zwischenstellungen mit lockerer
•Kontaktberührung ausgeschlossen werden· D. h., ein Schütz soll immer stufenlos aus der Anfangssteilung bis in die
Endstellung durchziehen und in gleicher Weise stufenlos . vollständig abschalten, wenn die Betätigungsspannung soweit
absinkt, daß der Magnet sich zu öffnen beginnt<,
Diese Forderung kann mit Hilfe der bei Schützen üblicherweise
vorgesehenen Rückstellfedern mit positiver Federkennlinie nur äußerst schwierig und dann durchweg nur zum Nachteil
der erforderlichen Kontaktdruckkräfte erreicht werden.
Es ist bekannt, bei Schützen eine Rückstellfederanordnung
mit negativer Rückkraftkennlinie vorzusehen, d· h·, eine Rückstellfederanordnung, die bei einschaltender Magnetbewegung
an Rückdruckkraft verliert· Die bekannten derartigen Rückstellfederanordnungen, auch kurz als Verschwindefedern
oder negative Federn bezeichnet, bestehen aus einem Kniehebel, auf dessen äußere Gelenke eine Rückstellfeder in
Richtung auf ein Knicken des Kniehebels einwirkt, wobei die Ausknickkomponente zur Rückstellung des Schützes benutzt
wird, weil sich diese Komponente bei allmählicher Streckung
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des J^ieliebiels iStetig vermindert. Bei den bekannten der- artigen
RüekstellfederaiiQrdnungen verläuft die negative
Kennlinie stetig und geradlinig. Da bei einem Schütz der Verstellweg zwischen der Anfangsstellung (bei ausgeschaltetem
Magnet) und der Schließstellung (bei eingeschaltetem Magnet)
und auch die Rückstellkraft für die Anfangsstellung vorge^
geben sind und ohne Nachteile für andere Eigenschaften des
Schützes nicht geändert werden können, besitzt die Kennlinie
bei den bekannten Rückstellfederanordnungen eine verhältnismäßig
geringe Neigung. Dies kann aber, wie nachfolgend anhand von Diagrammen noch erläutert wird, zur Folge
haben, daß bei einer gewissen Unterspannung die in der Schließstellung von der Rückstellfederanordnung und den
Kontaktdruckfedern gelieferte Gesamtrückstellkraft ausreicht,
den Magneten zu öffnen, daß aber im Schnäbelpunkt, d.h.,
wenm die Kontakte im Begriff sind zu öffnen und der von den
Kontaktdruckfedern gelieferte Anteil an der Gesamtrückstellkraft
aufgebraucht ist, die Magnetkraft größer ist als die Kraft der Rückstellfederanordnung im Schnäbelpunkt, so daß
also bei abfallendem Magneten ein unsicherer Zustand der
lockeren Kontaktberührung auftritt.
Durch die Erfindung soll eine Rückstellfederanordnung erreicht
werden, bei welcher der geschilderte unsichere Zustand der lockeren Kontaktberührung sowohl beim Ein- als auch beim
Ausschalten und bei jedem Wert einer möglichen Unterspannung für den Magnetantrieb mit Sicherheit ausgeschlossen ist·
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Die Erfindung gent aus von einer Rückstellf ed er anordnung
für Schütze, welche eine negative Rückkraftkennlinie besitzt. Die erfindungsgemäße Rückstellfederanordnung ist dadurch gekennzeichnet,
daß ihre Rückkraftkennlinie unstetig, ζ. Β.
sägezahnförmig, fällt und eine wesentliche Neigung im Bereich
von kurz vor dem Schnäbelpunkt bis zur Schließstellung aufweist, so daß die Kennlinie in diesem Bereich wesentlich
steiler verläuft, als bei den bekannten Rückstellfederanordnungen mit gleichmäßig fallender, geradliniger Kennlinie.
Infolge dieses steileren Kennlinienabschnittes wird die von
den Kontaktdruckfedern gelieferte Rückstellkraft, welche eine positive Kennlinie besitzt, stärker von der Rückstellfederanordnung
kompensiert· Folglich fällt der eingeschaltete Magnet erst bei wesentlich kleineren Unterspannungswerten
ab, aiit der Folge, daß die Magnetkraft im Schnäbelpunkt ebenfalls
entsprechend kleiner ist und außerdem die Rückstellkraft der Verschwindefeder im Bereich des Schnäbelpunktes
wesentlich stärker anwächst· Bei der erfindungsgemäßen Rückstellfederanordnung kann deren Rückstellkraft am Schnäbelpunkt
einen beliebigen^ sogar höheren Wert als den der Rückstellkraft in der Anfangsstellung annehmen· Dies ist mit den
bekannten Rückstellfederanordnungen mit geradlinig abfallender
Rückkraftkennlinie nicht möglich. Durch die Erfindung kann somit sichergestellt werden, daß die Magnetkraft des
bei Unterspannung abfallenden Magneten im Schnäbelpunkt immer
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kleiner ist als die im Schnäbelpunkt von der Rückstellfederanordnung
gelieferte Rückstellkraft, so daß also der unsichere
Zustand einer lockeren Kontaktberührung mit Sicherheit vermieden ist·
Rückstellfederanordnungen mit einer Kennlinie gemäß der Erfindung können auf zahlreiche Arten konstruktiv verwirklicht
werden. So ist es beispielsweise möglich, eine nach Art
einer abgeflachten Sinuskurve zunächst wenig und dann stark ™
abfallende Rückkraftkennlinie unter Verwendung einer Kurbelscheibe
zu erreichen, an welcher eine Rückstell-Zugfeder und das rückzustellende Element im unterschiedlichen Abstand
vom Drehpunkt der Scheibe angelenkt sindo
Als besonders vorteilhaft wird jedoch nach der Erfindung eine Rückkraftkennlinie bevorzugt, welche nach Art einer
Sägezahnkurve verlauft, deren letzte Zahnflanke über den
Schnäbelpunkt hinaus bis zur Schließstellung stark abfallend (
verlängert ist·
Eine solche Rückkraftkennlinie kann, von einer Rückstellfederanordnung
ausgehend, bei welcher eine Rückstellfeder auf die äußeren Gelenke eines Kniehebelsystems in Richtung
auf ein Knicken des Kniehebelsystems einwirkt und die Ausknickkomponente
des Kniehebelsysteas die Rückstellkraft
bildet, der Erfindung zufolge dadurch erreicht werden, daß
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das Kniehebelsystem zwei oder mehrere, mit dem beweglichen Teil des Schützes gekoppelte und bei der Verstellbewegung
nacheinander wirksam werdende, federbelastete Kniehebel umfaßt· Der bei einschaltender Magnetbewegung als letzter
wirksam werdende Kniehebel bringt kurz vor dem Schnäbelpunkt die Rückstellkraft auf einen zweckmäßig gewählten, höheren
Wert, so daß für den letzten Kniehebel die gewünschte, stark abfallende Rückkraftkennlinie vorgesehen werden kann.
Die Kniehebel können der Erfindung zufolge baulich zusammengefaßt
und stark vereinfacht werden dadurch, daß man für das gesamte Kniehebelsystem lediglich zwei Khiehebelarme vorsieht,
an deren aneinander angrenzenden Enden zwei oder mehrere in Bewegungsrichtung hintereinander liegende, auskuppelbare
Kniegelenke ausgebildet sind, welche beim Schaltvorgang wechselweise ein- und auskuppeln· Eine konstruktiv
sehr einfache Ausführungsform erhält man, wenn man an dem kniegelenkseitigen Ende des einen Kniehebelarmes zwei oder
mehrere Gelenkpfannen und am anderen Kniehebelarm Gelenkschneiden vorsieht, die jeweils nacheinander in ihre zugehörige
Gelenkpfanne eingreifen· Alternativ kann man die einander benachbarten Enden der beiden Arme über zwei oder
mehrere, jeweils aus einem Bolzen und einem Langloch gebildete Kniegelenke aaaiaeader anlenken·
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Die Erfinching wird im folgenden anhand der Zeichnung näher
erläutertH in der zeigen :
Fig. 1 eine zum Stand der Technik gehörende Rückstellfederanordnung
für ein Schütz,
· 2 ein Diagramm für die in einem Schütz bei der An-
-. Ordnung nach Fig· 1 auftretenden Kräfte,
Fig· J ein Diagramm zur Erläuterung der Kraftverhältnisse
bei einer Rückstellfederanordnung nach der Erfindung,
Fig. 4a, Ab und 4c in schematischer Darstellung und in
drei verschiedenenStellungen ein Beispiel für
eine konstruktive Ausführung der Rückstellfederanordnung nach der Erfindung und
Fig. 5 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Rückstell-
- federanordnung nach der Erfindung* .
Bei der zum Stand der Technik gehörenden Anordnung nach
Fig. 1 wirkt der Schaltmagnet 1 über den Mijmehmer 2 auf das
Kontaktsystem 3 mit dem beweglichen Schaltstück 4 und den
feststehenden Schaltstücken 5· Ein Kniehebel mit den beiden
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Armen 6, 7, dem Kniegelenk 8 und den beiden äußeren Gelenken
9 und 10 ist im Bereich seines Armes 6 nahe des Kniegelenkes
8 mit dem Mitnehmer 2 verbunden· Ober das äußere Gelenk 10
ist der Kniehebel an einen bei 11 gelagerten Hebel 12 angelenkt, und zwischen dem Hebel 12 und dem anderen äußeren Gelenk 9 ist eine Zugfeder 13 eingespannte Die Kniehebelanordnung
liefert unter dem Einfluß der Zugfeder 13 dem beweglichen
Teil des Schützes eine Ausschaltkomponente auf den Anschlag
14-· Wenn der Magnet die Endstellung (Schließstellung) erreicht,
befindet sich der Kniehebel 6, 7 nahezu in der
Strecklage, wie bei 15 gestrichelt dargestellt, wodurch die
der Magnetkraft entgegenwirkende Ausschaltkomponente trotz
gestreckter Eückstellfeder 13 auf einen kleinen Wert vermindert worden ist«
Die im Schütz bei der Anordnung nach Fig· 1 auftretenden
Kräfteverhältnisse sind im Diagramm nach 3?ig· 2 dargestellt.
Auf der X-Achse sind in Pfeilrichtung 16 der Magnethub und
auf der Y-Achse in Pfeilrichtung 1? die Kraft eingezeichnet,
Auf der X-Achse sind die Anfangsstellung A (Anlage des beweglichen
Teile des Schützes am Anschlag 14), der Schnäbelpunkt B (Stelle, an der das oder die beweglichen Schaltstücke
4 die feststehenden Schaltstücke 5 berühren,) und die
Endstellung C (Schließstellung) angegeben· Die Kurve 18 gibt die Magnetkraftkennlinie für die minimale Unterspannung an,
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ζ. B. 85 % der Nennspannung, bis zu welcher Unterspannung
das Schütz noch einwandfrei betätigt werden darf. Die Kraftbedarfskurve
19 stellt die Kennlinie für die.gesamten Rückkräfte dar, die beim Schütz zwischen der Anfangsstellung A
und Endstellung C auftreten. Die Kurve 20 stellt die Magnetkraftkennlinie
bei abfallendem Magneten dar und veranschaulicht den Pail, daß bei eingeschaltetem Schütz die Unterspannung
so weit abfällt, daß der Magnet die Schließstellung nicht mehr aufrecht erhalten kaim (Loslaßspannung)*
Die Rückstellfederanordnung gibt dem beweglichen Teil des
Schützes im ausgeschalteten Zustand eine Anlagekraft, die
dem Wert 21 entspricht. Info_lge der Kniehebelanordnung fällt
diese Rückstellkraft mit geradliniger Kennlinie auf den Wert
22 in der Endstellung C. Nach Zurücklegen eines gewissen
Magnethubes treffen die beweglichen Schaltstücke 4 auf die
feststehenden Schaltstücke 5» und werden die bei Schützen
üblicherweise vorgesehenen Kontaktdruckfedern (nicht gezeigt)
wirksam. Dies ist durch den Kraftzuwachs 23 dargestellt* Im AugenbliclE: der ersten Kontaktberührung, d. ho am Schnäbelpunkt
B, besitzt die Ausschaltkomponente einen Wert 24.
Die Größe der Anlagekraft 21 wird so bestimmt, daß der Magnet
in der Lage ist, diese Anlagekraft 21 und auch die Summe der Gegenkräfte 23 und 24 im Schnäbelpunkt B, also den Funkt Gr,
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zu überwinden. Voraussetzungsgemäß trifft dies für die Zugkraftkurve
18 des Magneten zu, und es ist ersichtlich, daß unter den beschriebenen Verhältnissen ein stufenloses Durchziehen
des einschaltenden Magneten bis in die Endstellung •für eine Betätigungsspannung von 85 % und mehr in jedem Fall
gegeben ist·
Die Verhältnisse liegen dagegen anders, wenn man den Fall
betrachtet, daß bei eingeschaltetem Magnet die Spannung so weit zurückgeht, daß die Magnetkraft nicht mehr ausreicht,
um die Kontakte im Einschaltzustand, d? h. in der Endstellung
C, zu halten· Der Magnet öffnet bei einer bestimmten Unterspannung, auch Loslaßspannung genannt, welche der Magnetkraft
25 entspricht· Diese Magnetkraft 25 ist, bei entgegengesetztem Vorzeichen, gleich der Summe aus der Kraft 22,
also dem Rest der Rückstellkraft der Rückstellfederanordnung, aus dem Wert 23, das ist die Vorspannung der Kontaktdruckfedern,
und aus der Kraft 26a + 26b, das ist die bei der Kompression der Kontaktdruckfedern aufgetretene Gegenkraft·
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, schneidet die aus der Loslaßspannung
sich ergebende Magnetkraftkurve 20 im Funkt D die Kraftbedarfokurve des Schützes im Schnäbelpunkt B der
Kontakte. Da an dieser Stelle die Rückstellkraft 24 wesentlich !deiner als die Zugkraft des Magneten ist, stellt sich
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eine gefährliche lockere Kontaktberühruiig so lange ein* "bis
entweder die Betätigungsspannung so weit gesunken ist, daß
die Magnetkraft den Punkt E unterschreitet, oder so weit gestiegen
ist, daß der Punkt G überschritten· und damit das
Schütz wieder eingeschaltet wird· Um die Ausschaltvorgänge
zu beherrschen, muß also versucht werden, die dreieckige
Fläche D, E, F ganz verschwinden zu lassen oder wenigstens
möglichst klein zu halten© -Diese Forderung kann, aber mit
einer einfachen Kniehebelanordnung nicht ohne Nachteile für
die Gesamtfunktion des Schützes erfüllt werdend Denn die
Rückstellkraft 21 in der Anfangsstellung Aliegt voraussetzungsgemäß fest ο Ebenfalls ist der Verstellweg zwischen
den Stellungen A und C bei Schützen vorgegeben, bzw« ist die
Strecke B^Jt nicht beliebig klein zu machen· Andrerseits ist
auch der Kraftwert 25, der die Höhenlage der Magnetkraftkurve
20 im Diagramm festlegt, bei der bekannten Anordnung
nicht zu verkleinern, denn die von den Kontakt druckfedern
gelieferten Rückkräfte 25, 26a und 26b sind aus speziellen
Gründen vorgegeben, und bei einer Verkleinerung der Restkraft
22 der Rückstellfederanordnung würde auch die Rückstellkraft 24 im Schnäbelpunkt B kleiner· Bei einer Verkleinerung der Kraft 25 auf Kosten der Restkraft 22 würden
sich im Diagramm beide Punkte H und E der Kraftbedarf skurve
19 nach unten verlagern, so daß die Magnetkraftkurve nach
wie vor die Kraftbedarfskurve 19 schneiden würde·
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Das Diagramm nach Big· 3 veranschaulicht die Rüekstellfederanordnung
nach der Erfindung, bei welcher die Magnetkraftkennlinie 20' für den abfallenden Magneten die Kraftbedarfskurve
19' nicht schneidet und folglich der unsichere Zustand einer lockeren Kontaktberührung vermieden ist· Bei Fig. 3
sind im Vergleich zu Fig. 2 wieder der beschriebene Anfangswert 21 der Rückstellkraft, der Wert 24 der Rückstellkraft
im Schnäbelpunkt B, die Summe der Federkräfte 23 und 26a + 26b der Kontaktdruckfedern sowie die Zugkraftkurve 18 des
Magneten unverändert übernommen.
Im Unterschied zu Fig. 2 ist hier jedoch eine unstetig vom Anfangskraftwert, 21 auf den Restkraftwert'22' fallende Kennlinie
für die Rückstellfederanordnung vorgesehen. Diese Kennlinie I, J, K, L verläuft im Abschnitt zwischen Anfangsstellung A und Schnäbelpunkt B als im Mittelwert nur wenig
abfallende Sägezahnlinie, während sie im Bereich von kurz
vor dem Schnäbelpunkt B bis zur Endstellung C verhältnismäßig stark abfällt, so daß sich bei gleicher Rückstellkraft
24 asl· Schnäbelpunkt B eine wesentlich kleinere Restkraft 22*
in der Endstellung 0 als in Fig. 2 ergibt. Entsprechend der kleineren Restkraft 22* verläuft auch die Kraftbedarfskurve
19* auf dem Abschnitt G- H1 zwischen Schnäbelpunkt E und Endstβllung
0 flacher und fällt der Magnet erst bei einer geringeren, der kleineren Magnetkraft 25' entsprechenden Unterspannung
ab· Die Magnetkraft des abfallenden Magneten ist
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folglich unabhängig von der Rückstellkraft 24- am Schnäbelpunkt B verringert worden, und die Magnetkraftkennlinie 20f
schneidet nicht mehr die Eraftbedarfskurve 19'.
Die -Pig» 4a, 4b und 4c zeigen eine bevorzugte konstruktive
Ausführung einer Rückstellfederanordnung mit der Kennlinie^
I, J, K, L nach Fig· 3· Diese Ausführungsform unterscheidet
sich von der nach lig. 1 lediglich dadurch, daß zwischen den
beiden Armen 2? und 28 des Kniehebels zwei alternativ aus- '
kuppelnde Kniegelenke in Bewegungsrichtung hintereinanderliegend
angeordnet sind.,: welche durch die beiden Schneiden 29 und 30 am inneren Ende des Armes 2? und die zugehörigen
Lagerpfannen 31| 32 am inneren Ende des Armes 28 gebildet
sind· In Pig. 4a ist der ausgeschaltete Zustand gezeigt,
bei welchem lediglich das dem Winkelraum näher liegende Kniegelenk 29, 31 in Eingriff ist und die Rückstellkraft 21
für die Anfangestellung liefert.
Während des Eins ehalt vor ganges des Magneten 1 kommen die %
Arme 27* 28 in die in Fig. 4b gezeigte ^wlschenste llung, in
welcher die Schneiden 29» 30 beider Kniegelenke in die zugehörigen 'SSC anne 31» 32 eingreif en. Beim Durchgangdurch diese
^ri«chens*#llungspringt die Kennlinie vom Punkt J zum Punkt
K (vergleiche JPig· 3)· Im weiteren Verlauf der Kniehebelbe-wegung
verläßt 41« Schneid« 29 dli Lagerpfanne 31 und ist
weiterhin nur noch das zweite Kniegelenk aus Schneide 30 und
Lagerpfanne 32 in Eingriff. Für diesen Teil der Kniehebelbewegung
gilt der Kennlinienabschnitt K L. Die jeweiligen
Wirklinien der Kniehebelanordnung sind in den Fig. 4a "bis
4c "beim Arm 27 durch kräftig gezeichnete Linien und beim
Arm 28 durch strichpunktierte Linien hervorgehoben.
Die Ausführungsform nach Fig. 4 verlangt keinen größeren Aufwand
als die bekannte Ausführungsform nach Fig. 1, erbring*
aber die anhand Figo 3 erläuterte zuverlässige Sicherung
gegen einen Zustand lockerer Kontaktberührung« Wirkungsmäßig sind bei der Ausführungsforai nach Fig. 4 zwei, untereinander
gekoppelte und nacheinander wirksam werdende Kniehebelsysteme vorgesehen, die eine steilere Charakteristik der einzelnen
Rückstellkraftstufen erbringen, wodurch außer der beschriebenen
Senkung der Restrückstellkraft 22* auch noch ein zeitweiliger
erheblicher Überschuß an Rückstellkraft und damit eine sichere Funktion bzw* Ansammlung kinetischer Energie
für den Ausschaltvorgang erreicht werden· Ein Überschwingen des Magnetsystems während des Ausschaltvorganges über den
Schnäbelpunkt der Kontakte hinaus führt b§± der Anordnung nach der Erfindung sehr rasch in das Gebiet höherer Rückstellkräfte
und steigert damit die Abschaltsicherheit, wie durch Betrachtung der tJbersehußfläche E, Jf K in Fig. 3 deutlich
wird·
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Fig· 5 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform der Rückfederanordnung
nach der Erfindung, welche ebenfalls die Rückkraftkennlinie I, J, K, L nach Figo 3 liefert. Bei dieser Ausführungsform
trägt der Kniehebelarm 33 an seinem kniegelenkseitigen Ende zwei Lagerbolzen 34, 55» die sich ihrerseits
in Langlöcher 36, 37 bewegen können, die im anderen Arm 38
angeordnet sind, ^n der Anfangsstellung A und über den Kennlinienabschnitt
I, J stützt sich der Hebel 33 über den Bolzen 34 am Arm 38 ab· Erst beim weiteren Durchdrücken des
Kniehebelsystems kommt der andere Bolzen 35 zur Abstützung am unteren Ende des !»angloches 37» wonach sich dann der Bolzen 34- aus seiner Lagerstelle heraushebt·
Die Erfindung ist nicht auf die gezeigten Ausführungsformen beschränkt· Beispielsweise können in Fig· 4 mehrere Schneiden
und mehrere Lagerpfarmen an den Armen 27 und 38 vorgesehen werden, die jeweils nacheinander in Eingriff kommen,
wobei die Rückkraftkennlinie in Fig· 3 zwischen den; punkten ij|
I und K gemäß der gestrichelt eingezeichneten Säg&zahnkurve
39 verlaufen würde· Statt des Kniegelenkes könnte auch das äußere Gelenk 10 in amLoger Weise aus mehreren, nacheinander
in Eingriff kommenden Gelenken bestehen· * τΐ" &^
10 9846/07A T
Claims (1)
- Ρ/Η 1421/70 / Pee/SPatentansprücheRückstellfederanordnung, für eine magnetisch betätigte Schaltanordnung, insbesondere für ein Schütz, welche eine negative Rückkraftkennlinie besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückkraftkennlinie (I, J, K, L) ungleichmäßig fällt und ihre hauptsächliche Neigung im Bereich von kurz vor dem Schnäbelpunkt (B) der Kontakte und über diesen hinweg bis zur Schließstellung (0) besitzt.Rückstellfederanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückkraftkennlinie (I, J, K, L) von der Anfangsstellung (A) aus bis kurz vor dem Schnäbelpunkt (B) nach Art einer Sägezahnkurve verläuft, deren letzte Zahnflanke über den Schnäbelpunkt hinaus bis zur Schließstellung (0) stark abfallend verlängert ist.Rückstellfederanordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, bei welcher eine Rückstellfeder auf die äußeren Gelenke eines Kniehebelsystems in Richtung auf ein Knicken des Kniehebelsystems einwirkt und die Ausknickkomponente des Kniehebelsystems die Rückstellkraft bildet, dadurch gekennzeichnet, daß das Kniehebelsystem mindestens zwei109846/Ö741 ' -oder mehrere, mit dem beweglichen Teil (2) des Magnetsystems gekoppelte und hei der Terstellbewegung nacheinander wirksam werdende, federbelastete Kniehebel (27, 29/31, 28 und 2?, 30/32, 28) umfaßt04-, Eückstellfederanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Kniehebelsystem nur zwei Kniehebelarme (27, 28) besitzt, an deren kniegelenkseitigen Enden zwei in Bewegungsrichtung hintereinanderliegende, auskuppelbare Kniegelenke (29/31, 30/32). ausgebildet sind, welche beim Schaltvorgang wechselweise ein- und auskuppeln.5· Eückstellfederanordnung nach den Ansprüchen 1 bis A, dadurch gekennzeichnet, daß am kniegelenkseitigen Ende eines Armes (28) zwei oder mehrere Gelenkpfannen (32) und am anderen Arm (27) Gelenkschneiden (30) angeordnet sind, welche jeweils nacheinander in ihre zugehörige Gelenkpfanne eingreifen·6· Eückfltellfederanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die aneinander angrenzenden Enden de$ beiden Armen (33, 38) über zwei oder mehrere, Jeweils aus einen Bolzen (34-, 35) und einem Langloch (36, 37) gebildeten Kniegelenke aneinander angelenkt sind,109846/0741Rückstellfederanordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Rniehebelsystem zwei in Bewegungsrichtung hintereinander liegende, auskuppelbare äußere Gelenke umfaßt, welche beim Schaltvorgang wechselweise ein- und auslaippelno109846/0741«■■.■■■Le e rs ei te
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EF | Willingness to grant licences | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: WESTINGHOUSE FANAL-SCHALTGERAETE GMBH, 5600 WUPPER |
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