DE2019244A1 - Verschlussanordnung fuer die Duese eines Geschosses mit Raketenantrieb - Google Patents
Verschlussanordnung fuer die Duese eines Geschosses mit RaketenantriebInfo
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Description
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Yerschlußanordnung für die Düse eines Geschosses mit Haktetenantrieb
Die Erfindung betrifft eine Yerschlußanordnung für
die Düse eines mit Raketenantrieb versehenen Geschosses, das für den Abschuß mittels eines Abschußrohres und einer
äußeren Treibladung bestimmt ist. Durch die iDreibladung
wird dem Geschoß eine bestimmte Anfangsgeschwindigkeit erteilt, und dur§h den Raketenantrieb, der nach dem Verlassen
des Abschußrohres gezündet wird, erhält das Geschoß eine zusätzliche Geschwindigkeit.
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Während seines Weges durch den lauf ist das Geschoß einem sehr hohen Druck durch die von der Treibladung erzeugten
Verbrennungsgase ausgesetzt. Der Raketenmotor muß in irgendeiner Weise gegen diesen Druck geschützt
werden, da dieser sonst den Motor beschädigen oder seine zu frühe Zündung verursachen würde.
Die Erfindung zielt darauf ab, eine Yerschlußanorünung
für die Düse des Raketenantriebes des Geschosses zu schaffen, die einerseits verhindert, daß der beim Abschuß
ira Abschußrohr vorhandene Druck den Raketenmotor beeinflußt, andererseits jedoch automatisch von der Düse entfernt
wird, nachdem das Geschoß das Abschußrohr verlassen hat, so daß der Raketenantrieb frei arbeiten kann.
Die erfindungsgemäße Verschlußanordnung ist gekennzeichnet
durch einen Deckel aus einem Material mit hoher Zugfestigkeit, der an seinem Umfang einen Teil für die
abdichtende Anlage an der Kante der Düsenöffnung auf v/eist, und ein ringförmiges Befestigungsorgan mit einem ersten,
an dem Deckel befestigten Teil, einem aweiten, an der Düse zu befestigendem Teil und einem die beiden Teile
verbindenden dritten Teil, der von verhältnismäßig geringer Dicke und van solcher Form ist, daß bei an der
Düse befestigter Verschlußanordnung ein freier Raum innerhalb
des dritten TeILeB gebildet ist derart, daß der
dritte Teil, unter Einwirkung eines ausreichend hohen
Außendruoks sich nach innen verformen und brechen kann,
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um die mechanische Verbindung zwischen dem Deckel und
der Düse zu lösen. -
Der Deckel besteht vorzugsweise aus Stahl, während das Befestigungsorgan aus Leichtmetall besteht. Um die
Widerstandsfähigkeit des Deckels gegen den Druck im Abschußrohr zu erhöhen, ist der Deckel vorzugsweise gewölbt
oder schalenförmig ausgeführt und hat beispielsweise die Form einer Halbkugel, deren konkave Seite der
Düsenöffnung zugewendet ist.
Ausführungsformen der Erfindung werden im folgenden
anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Pig. 1 zeigt eine AusfUhrungsform der erfindungsgemäßen
Versohlußanordnung im Schnitt.
Fig. 2 dient zur Brläuterung der Wirkungsweise der in
Fig. 1 gezeigten Verschlußanordnung. ^
Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungsform der Erfindung im Schnitt.
In Fig. 1 und 2 ist mit 3 der äußere Teil der Düse eines Raketenmotors bezeichnet. Die Verschlußanordnung
umfaßt den sehalenförmigen Deckel 1, der an seinem Umfang
mit einer ebenen Fläche 2 versehen ist, die gegen die Kante der Düsenöffnung 3 anliegt. Zwischen der Fläche 2
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des Deckels 1 und der DüseHoffnung ist ein Dichtungen
ring 3 eingelegt, der beispielsweise aus Blei besteht.
An seinem Umfang weist der Deckel 1 auch einen inneren
ringförmigen Teil 9 auf, der sich in die Düse 3 hineinerstreckt, wobei ein geringes Spiel zwischen der
Außenseite des Teils 9 und der Innenseite der Düse vorhanden ist. Am Übergang zwischen dem Teil 9 und der ebenen
Fläche 2 verläuft eine Ringnut 10 mit U-förmigera Querschnitt.
Der Deckel 2 wird an der Düse 3 durch ein ringförmiges Befestigungsorgan gehalten, welches einen an dem'
Deckel 1 befestigten, z.B. festgeschraubten Teil 4 und einen zweiten Teil 5 aufweist, der an der Außenseite
der Düse 3 befestigt, z.B. festgeschraubt werden kann. Die Teile 4 und 5 sind durch einen dritten Teil 6 verbunden,
der eine geringe Dicke aufweist und so angeordnet ist, daß innerhalb dieses dritten Teils ein freier
Raum vorhanden #ist, wenn die Terschlußanordnung auf der
Düse befestigt ist.
Während des Weges des Geschosses durch das Abschußrohr
beim Abschuß schützt der Deckel 1 den Raketenmotor gegen die Einwirkung des sehr hohen Druckes, der im Abschußrohr vorhanden ist. Dieser Druck wirkt jedoch auch
auf das ringförmige Befestigungsorgan und bewirkt, daß
sich, dessen schwächster Teil 6 nach innen in den freien
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Raum 7 verforrat und bricht. Hierdurch wird der mechanische
Zusammenhang zwischen dem Deckel 1 und der Düse 3 unterbrochen, da die Verbindung zwischen den Teilen 4
und 5 des Befestigungsorgans gelöst wird, beispielsweise
die VerbindungWischen den Teilen 6 und 4 gemäß ]?ig. 2. Solange sich das Geschoß noch innerhalb des
Abschußrohres befindet, wird der Deckel 1 weiterhin durch den im Abschußrohr vorhandenen Druck gegen die
Düse gepreßt. Wenn jedoch das Geschoß das Abschußrohr verlassen hat, wird der Deckel 1 von der Düse getrennt, ™
da kein äußerer Druck mehr vorhanden ist, der den Deckel gegen die Düse drückt. Der geschwächte !Teil 6 des Befestigungsorgans,
der als Membran betrachtet werden kann, ist mit der ebenen Fläche des Teils 4 im wesentlichen
unter einem rechten Winkel verbunden, wodurch die Verbindungsteile
zwischen den Teilen 4 und 6 eine Sollbruchstelle bildet.
Aufgrund des Druckes, der beim Abschießen im Ab- ^ schußrohr auftritt, wird der Deckel 1 sehr schnell und
mit großer Kraft gegen die Düse 3 gedrückt. Hierbei wird der Dichtungsring 8 zusammengedrückt, und kleine Teile
des Dichtungsmaterial werden nach innen in Richtung auf ;
den Teil 9! des Deckels 1 abgestoßen. Diese Teilchen werden
von der Nut 10 eingefangen und können deshalb nicht in den Raketenmotor gelangen.
Bei der Ausführungsform gemäß Pig. 3 sind die Teile 009846/ 1177
des Festhalteorgans rait 14, 15 und 16 bezeichnet. Der
geschwächte oder raembranartige QJeil 16 hat hier die Portn
eine3 Hinges, der in einer zur Längsachse der Düse senkrechten Ebene verläuft. Der Deckel 1 ist hiei mit einer
Schulter 11 versehen, die an der Verbindungsstelle zwischen den Seilen 14 und 16 des Pesthalteorgans eine
scharfe Kante bildet. Während der Bewegung des Geschosses durch den lauf wird der Teil 16 duroh diese Kante
abgeschert.
Andere Ausgestaltungen und Abänderungen liegen im Rahmen der Erfindung.
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Claims (1)
- Patentansprüche1.) Verschlußanoränung für die Düse eines Geschosses rait Raketenantrieb, das für den Abschuß mittels eines Abschußrohres und einer äußeren Treibladung bestimmt ist, gekennzeichnet durch einen Deckel (1) aus einem Material mit hoher Bruchfestigkeit, der an seinem Umfang einen Teil (2) für die abdichtende Anlage am Rand der Düsenöffnung aufweist, und ein ringförmiges Befestigungsorgan (4» 5» 6), mit einem ersten am Deckel (1) befestigten Teil (4)» einem zweiten, an der Düse (3) befestigbaren Teil (5) und einen die beiden Teile (4f 5) " verbindenden dritten Teil (6), der von verhäkltnisraäßig geringer Dicke und von solcher Form ist, daß bei an der Düse befestigter Verechlußanordnung ein freier Raum (7) innerhalb des dritten Teiles (6) gebildet ist, derart, daß der dritte Teil (6) unter Einwirkung eines ausreichend hohen Außendruokes sich nach innen verformen und brechen kann, um die mechanische Verbindung zwischen dem Deckel (1) und der Düse (3) zu lösen.- 1 009846/11772. Verschlußanordnung nach Anspruch. 1, dadurch'· gekennzeichnet, daß der Deckel (1) gewölbt oder schalenförmig ausgebildet ist, wobei seine konkave Seite der Düsenöffnung (3) zugewendet ist.3. Verschlußanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel(1) aus Stahl und das Festhalteorgan (4, 5, 6) aus Leichtmetall bestehen.4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3» dadurch gekennzeichnet, daß der erste Teil (4) öes Festhalteorgaas eine ebene Fläche aufweist, die in einer zur Längsachse der Düse (3) senkrechten Sbene verläuft, und daß der dritte !eil (6) des Pesthalteorgans in einem rechten Winkel zu dieser ebenen Fläche mit dem ersten Teil (4) zusammenhängt.5. Verschlußanordnung nach einem der Ansprüche1 bis 3 j dadurch gekennzeichnet, daß der dritte Teil (16 in Fig. 3) d'es Festhalteorgans einen Ring bildet, der in einer zur Längsachse der Düse (3) senkrechten Ebene verläuft.6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch g e kennzeich netf daß der Deckel (1) an seinem Umfang mit einer Schulter (11) versehen ist, die an der009846/1177
- 2 -Verbindungsstelle zwischen dem ersten Seil (14) und dem dritten Teil (16) des Festhalteorgans eine scharfe Kante, bildet.7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, . dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Deckel (1) und der Düse (3) ein Dichtungsring (8) eingelegt ist.8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch g e kennzeichnet, dad der Deokel (1) einen ringförmigen Teil (9) aufweist, der sich bei auf der Düse befestigtem Deckel in die Düse (3) hineinerstreokt, wobei zwischen der Außenseite des ringförmigen Seiles (9) und der Innenseite der Düse (3) ein gewisses Spiel vorhanden ist, und daß an der Verbindungsstelle zwischen dem ringförmigen Teil (9) und dem an der Düsenöffnung abdichtend anliegenden Teil (2) eine U-förraige Ringnut (10) vorgesehen ist.- 3 009846/117 740 .Leerseite
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