DE2019190B2 - Schwangerschafts-diagnostiziermittel in form eines testplaettchens - Google Patents
Schwangerschafts-diagnostiziermittel in form eines testplaettchensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Schwangerschafts-Diagnostiziermitte/
zum Nachweis von Choriongonadotropin im Urin durch immunochemische Agglutinationshemmung
der Antigen-Antikörperreaktion von durch Choriongonadotropin sensibilisiertem Polystyrollatex
mit Antiserum. Die kennzeichnende Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mittels ist ein Testplättchen mit
benetzbarer. Wasser nicht absorbierender Oberfläche im Testbereich, das an zwei voneinander getrennten
Stellen genau eingestellte Mengen des eingetrockneten Latex und des eingetrockneten Antiserums aufweist.
Die Grundlagen für die Immunanalyse von We id
und G em ζ eil 1961 erarbeitet (Hämagglutinationsinhibitionsprinzip).
Hierbei agglutinieren mit Human-Chorion-Gonadotropin (HCG) beschichtete Erythrozyten
in Gegenwart von HCG-Antiserum und setzen sich als Schicht ab. Kommt HCG in einer bestimmten
Konzentration im Urin oder Serum Schwangerer zu diesem System hinzu, wird die Verbindung von
beschichteten Zellen bzw. Latex-Partikeln und ^»körpern gehemmt.
Zur Durchführung von auf dieser Erkenntnis berührenden
Schwangerschaftsuntersuchungen werden zwei Reagentien benützt: freies Antiserum und HCG (als
Antigen), an Latexpartikeln oder an Erythrozyten gebunden. Zuerst werden Urinprobe und Antiserum
gemischt, wobei eine Antigen-Antikörperreaktion eintritt, falls die Urinprobe Choriongonadotropin enthält
(bis zu diesem Punkt erfolgt keine sichtbare Reaktion, gleichgültig ob HCG in der Urinprobe ist oder nicht, da
der Antikörper nicht an einen Träger gebunden ist). Anschließend wird der Mischung Antigen, gebunden an
einen Träger, zugesetzt. Falls die Urinprobe HCG enthält (Schwangerschaft), ist der Antikörper in der
ersten Reaktion neutralisiert worden, und nach Zusatz des gebundenen Antigens tritt keine sichtbare Agglutination
ein (Agglutinationshemmung). Ein positiver Schwangerschaftstest ergibt daher keine sichtbare
Agglutination. Enthält die Urinprobe dagegen kein HCG, reagiert der freie Antikörper mit dem an den
Träger gebundenen Antigen und es tritt eine sichtbare Agglutination ein.
Man kann die Untersuchung, wie dies beispielsweise in der GB-PS 9 79 759 vorgeschlagen wird, in vitro (im
Reagenzglas) durchführen, wobei Reagentien verwendet werden, die zunächst durch Lyophilisieren getrocknet
worden waren und sich aufgrund dessen leicht wieder auflösen bzw. resuspendieren lassen. Die
Durchführung in vitro hat jedoch gewisse Nachteile, denn selbst wenn das Testreagens, z. B. die wäßrige
Suspension von sensitivierten Erythrocytes sehr sorgfältig titriert wird, führt die Verwendung von Pipetten
und Reagenzgläsern oft zu fraglichen Resultaten, da bei gewöhnlichen Pipetten die Genauigkeit begrenzt ist.
Derartige Pipetten oder Tropfröhrchen sind gewöhnlich nicht kalibriert und die Genauigkeit der Tropfengröße,
die für den Test von besonderer Wichtigkeit ist, wird kaum je erreicht, sondern die Größe der Tropfen
und ihr Gehalt an Reagensmittel ist meist recht verschieden, so daß der Test unzuverlässig ist
Im Hinblick auf die Nachteile solcher bekannter Methoden, die mit Reagenzglas und Pipette arbeiten,
wurde schon früher vorgeschlagen, gewisse Untersuchungen die auf Agglutination bzw. Agglutinationshemmung
beruhen, derart durchzuführen, daß man einen Tropfen Testreagens auf die Oberfläche eines Plättchens
aus Glas oder Pvjppe aufbringt, den Tropfen eintrocknen läßt und dann die Testflüssigkeit auftropft
und das Resultat beobachtet So wird in der USA-Patentschrift 27 70 572 eine Karte zur Bestimmung der
Blutgruppe beschrieben, die aus einer festen Folie besteht, bei der mindestens ein Bereich den eingetrockneten
Rückstand eines Testserums mit spezifischer Agglutination gegen rote Blutkörperchen trägt. In der
USA-Patentschrift 30 74 853 ist eine Karte für immunochemische Diagnosen (z. B. Syphilis, Typhus etc.) mit
einem benetzbaren, jedoch wasserdichten Überzug beschrieben; diese Testkarte trägt einen einzigen
' trockenen Fleck aus entweder einem Antigen oder einem Antikörper, vermischt mit einer feinverteilten
Substanz mit Kontrastfarbe, wie Aktivkohle, gegen welche die Bildung des Agglutinates verfolgt werden
kann. Der Antikörper bzw. das Antigen wird als Suspension mit Hilfe einer Pipette aufgebracht und
dann eingetrocknet und das zu testende Serum wird, ebenfalls mit der Pipette, auf den getrockneten
Testfleck aufgetropft. Auch diese Arbeitsweise hat noch den Nachte'l, daß die Testflecke mit Hilfe einer
gewöhnlichen Pipette aufgebracht werden, was im Fall von Schwangerschaftstesten unsichere Resultate zur
Folge hat; ferner muß eine Kontrastfarbe anwesend sein.
Die USA-Patentschrift 32 72 319 beschreibt eine Packung für immunologische Untersuchungen mit einer
Kontrollkarte, die eine praktisch nichtabsorbierende Oberfläche aufweist, an der ein getrocknetes Serum
oder Plasma abgelagert wird. Die Packung enthält ferner eine korrespondierende Kontrollkarte mit
Ablagerungen von aktivem und inaktivem Serum oder Plasma, um die verwendete Antigensuspension zu
indentifizieren. Eine Blutprobe wird dann gegen einen Flecken getestet, von dem bekannt ist, daß er mit dem
Antigen der Krankheit, auf die geprüft wird, reagiert. Bei dieser Ausführung erhalten die Testflecke entweder
das Antigen oder den Antikörper, jedoch niemals beide auf der gleichen Karte.
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, ein Mittel zur eindeutigen Diagnose von Schwangerschaft in Form
eines Plättchens (bzw. einer Karte) bereitzustellen, auf dem sämtliche für einen Agglutinationstest notwendigen
Reagentien in trockener Form vorhanden sind und auf das der zu untersuchende Urin aufgetropft wird, so
daß das Resultat durch die Person, die den Test durchführt, auch ohne besondere Fachkenntnisse sofort
festgestellt werden kann.
Das erfindungsgemäß beanspruchte Testplättchen, das auch die Form einer Karte haben kann, erfüllt diese
Forderung, da darauf sämtliche zur Durchführung der
jmmunochemischen Untersuchung des oben beschriebenen
Typs notwenigen Reagentien vorhanden sind, und zwar in Form von zwei festen, trocknen und lagestabilen
fleckenförmigen Ablagerungen, die hinsichtlich ihres Gehaltes an Einheiten genau eingestellt sind, d. h. eine
vorbestimmte Menge an immunochemischem Testreagens enthalten. Die beiden Ablagerungen sind nahe
aneinander angeordnet ohne sich zu berühren und geben beim Befeuchten wieder die betreffenden
Testreagentien frei, die mit der zu untersuchenden Flüssigkeit reagieren, nachdem sie sich mit ihr zu einem
größeren Tropfen Reaktionsgemisch vereinigt haben.
Das Testplättchen besteht aus einem praktisch ebenen Objektträger aus Glas oder einem anderen
Substratmaterial mit einer Testfläche, die mit Wasser benetzbar ist, durch die das Wasser jedoch weder
hindurchdringt, noch von der es absorbiert wird. An dieser Oberfläche des Plättchens ist der eigentliche
"festbereich durch eine Linie umschrieben, innerhalb
deren an zwei getrennten Stellen je eine feste Ablagerung angeordnet ist; die eine Ablagerung ist der
eingetrocknete Rückstand einer Lösung oder Suspension von HCG-Antiserum, der andere der ebenfalls
eingetrocknete Rückstand einer Suspension von durch HCG sensibilisiertem Polystyrollatex. Beim Befeuchten
mit wäßrigen Flüssigkeiten (z. B. Urin) geben beide Ablagerungen die Reagentien in gelöster bzw. in
resuspendierter Form frei, so daß bei Vereinigung der entstandenen Tropfen die Testreaktion stattfinden
kann.
Daß diese Freigabe und Resuspendierung auch bei der Latexablagerung erfolgt, ist höchst überraschend,
denn nach allen Erfahrungen, z. B. bei den als »Dispersionsfarben« bekannten Kunstharz-Latices, entsteht
beim Eintrocknen eines derartigen wäßrigen Latex ein lackartiger, ausgesprochen wasserbeständiger
Überzug, der -Jch jedem Versuch einer Redispersion in Wasser widersetzt.
Das erfindungsgemäße Testplättchen sei anhand der Zeichnung näher erklärt.
F i g. 1 ist eine Draufsicht auf die Oberfläche eines Testplättchens, auf dem die beiden immunochemischen
Reagentien in Form der erwähnten festen, eingetrockneten Ablagerungen angeordnet sind;
F i g. 2 ist eine Draufsicht auf ein Testplättchen nach
Fig. 1, das in diesem Fall in eino Schutzhülle eingeschlossen ist;
F i g. 3 ist ein Querschnitt durch das Plättchen und die Hülle von F i g. 2 entlang der Linie 3-3.
Das in Fig. 1 dargestellte Testplättchens 10 zur Durchführung eines Schwangerschaftstestes besteht aus
einem im wesentlichen rechteckigen Stück Subitratmaterial 11, das für Wasser undurchlässig, jedoch
benetzbar ist. Das Substratmaterial kann beispielsweise Glas, Porzellan oder ein vorzugsweise transparenter
Kunststoff, z. B. ein Phenol-Formaldehydharz, Nitrocellulose oder Methylmethacrylat mit leicht angerauhter
Oberfläche sein.
Bei der in F i g. 1 dargestellten Ausführung ist das Substrat ein dünnes Blatt Pappe, die auf einer oder
beiden Seiten überzogen ist mit einem wasserfesten, jedoch benetzbaren Überzug 15 aus weichgestellter
Nitrocellulose (Überzugsdicke etwa 0,05 cm).
Auf der überzogenen Oberfläche der Pappunterlage 10 ist mit Kontrastfarbe ein Kreis 12 eingezeichnet, der
den Bereich abgrenzt, in dem Testreagentien enthalten sind. 13 ist ein eingetrockneter Tropfen einer wäßrigen
Suspension von Polystyrollatex, sensibilisiert mit menschlichem Choriongonadotropin. Das zweite Testreagens,
14, ist ein eingetrockneter Tropfen einer Lösung von menschlischem Gonadotropinantiserum.
Die Ablagerungen haben zweckmäßigerweise einen mittleren Durchmesser von etwa 5 bis 15 mm und sind
nahe beieinander aufgebracht Gegebenenfalls kann der Überzug 15 mit einem dunklen Pigment, wie Ruß,
pigmentiert sein, so daß er einen Hintergrund von Kontrastfarbe darstellt, gegen den das Testresultat
besser beobachtet werden kann.
In F i g. 2 und 3 ist eine Anordnung dargestellt, bei der
das Testplättchen nach F i g. 1 in eine Schutzhülle 20 eingeschlossen ist, um die aufgebrachten Reagentien
gegen Feuchtigkeit und Beschädigung während des Lagerns und vor Gebrauch zu schützen. Bei der
dargestellten Ausführungsform besteht die Umhüllung aus einem Laminat von Aluminiumfolie und Papier 21
und einem Deckblatt 22, das abziehbar längs der Kante 23 mit der Aluminiumfolie verbunden ist. Zur Erleichterung
des Ablösens und Abstreifens der Hülle ist ein Vorsprung 24 vorgesehen. Die Hülle 22 weist eine
Prägung auf, d. h. sie hat einen Mittelteil 25, welcher der Unterlage entspricht und in eine kreisförmige Wand 26
übergeht, die eine mittlere transparente Kreisscheibe 27 begrenzt, deren Durchmesser im wesentlichen dem
Umgrenzungskreis 12 in F i g. 1 entspricht.
Die Herstellung der Testreagentien, die nach dem Trocknen die Ablagerungen auf dem Plättchen bilden,
ist im Beispiel näher beschrieben.
Bei der Durchführung eines Schwangerschaftstestes mit der Ausführungsform nach F i g. 1 wird eine
abgemessene Menge Urin auf die eingetrockneten Reagentien aufgebracht. Die Flecken von getrockneten
Reagentien werden dann in dem Urin gelöst bzw. suspendiert und durch Rühren mit einem Glas- oder
Kunststoffstäbchen vermischt, so daß sich die Reagentien zu einem einzigen Tropfen Reaktionsgemisch
vereinigen, in welchem die immunochemische Reaktion stattfindet.
Die Anwesenheit oder Abwesenheit von menschlichem Choriongonadotropin im Urin läßt sich innerhalb
weniger Minuten feststellen anhand der Agglutination der Trägerpartikeln; eine Verhinderung dieser Agglutination
bedeutet, daß im untersuchten Urin Gonadotropin vorhanden ist, d. h. daß der Schwangerschaftstest
positiv ist. Das bei Schwangeren im Urin vorhandene Choriongonadotropin hat mit den Antikörpern des
Antiserums bereits reagiert, so daß diese beim Vermischen nicht mehr durch Reaktion mit den
resuspendierten Lalexteilchen deren Agglutination bewirken können.
Bei der Herstellung der Testplättchen werden die Reagentien als Lösung bzw. Suspension in einem
flüssigen, vorzugsweise einem wäßrigen Medium bereitet, die außerdem Potenzierungs- oder Resuspendierungshilfsmittel
enthalten kann, beispielsweise Rinderserumalbumin in einer Konzentration bis zu 5%
(GewWol.), Lactalbuminhydrolysat in einer Konzentration bis zu 5% oder Gummiarabicum in einer
Konzentration von etwa 0,5%. Bei Zusatz eines Saccharides, ζ. B. von Sucrose oder Mannitol, zu dem
Reagens bildet sich nach dem Trocknen ein harter, glasartiger aber wasserlöslicher Überzug über der
eingetrockneten Ablagerung, der sie gegen Abrieb und Beschädigung beim Packen und bei der Lagerung
schützt.
Es sei ausdrücklich erwähnt, daß das Eintrocknen der auf die Unterlage aufgebrachten Suspension von durch
HCG sensibilisiertem Polystyrollatex an der Luft bei
Normal- oder Unterdruck erfolgt und nicht etwa durch Gefriertrocknen (Lyophilisieren). Während sich die
beim Lyophilisieren entstehende lockere Pulverschicht aus protein- und latexhaltigen Trockenteilchen leicht
wieder in z. B. Wasser resuspendieren lassen, ist dies bei luftgetrockneten »Krusten« aus proteinhaltigem Material
bzw. einem Kunststoff-Latex normalerweise nicht der Fall, weshalb diese für die Verwendung des
erfindungsgemäßen Testplättchens ausschlaggebende Tatsache für den Fachmann so überraschend ist.
Ein weiterer, besonders wichtiger Aspekt der Erfindung besteht darin, daß quantitativ genaue Mengen
an Reagentien auf das Testplättchen aufgebracht werden können, so daß von vornherein eine optimale
Sensibilität des Tests sichergestellt ist. Hiermit ist die Ungenauigkeit der üblichen Testmethoden, bei welchen
die Testreagentien mit der Pipette verteilt werden, überwunden und die dabei häufig auftretenden Fehler
augeschaltet.
Das Beispiel zeigt die Herstellung des erfindungsgemäßen Testplättchens für Schwangerschaftsuntersuchungen.
Polystyrol-Latex teilchen mit einer Teilchengröße von
etwa 0,1 bis 1,5 μ (Durchschnitt 0,5 μ) als Träger werden sensibilisiert mit je ml 100 I.E. menschlichem Choriongonadotropin
(HCG) und in einem Boratpuffer suspendiert, worauf Rinderserumalbumin bis zu einer Konzentration
von 1% (Gew^Vol.) zugefügt wird. Der Latex wird mit HCG sensibilisiert, indem man ihn zunächst mit
Rinderserumalbumin (etwa 90 μg je ml) behandelt und zentrifugiert, worauf man ihn mit einer Lösung von
HCG inkubiert. Das überschüssige HCG wird durch Zentrifugieren und Waschen entfernt und der Latex in
dem Puffer suspendiert
Zur Herstellung von 100 ml Lalexsuspension verwendet
man 24 ml 10%iger HCG-sensibilisierter Latexsuspension in einem Puffer, der je 100 ml Wasser folgende
Zusätze enthält: 0,867 g Borsäure, 0,2 g NaCl, 0,648 ml 5n-NaOH und 4,0 g Sucrose; der pH-Wert wird mit
NaOH oder HCl auf 8,2 eingestellt.
HCG-Antiserum wird hergestellt durch Auflösen
einer entsprechenden Menge (bestimmt durch vorherige Titrierung) von Anii-HCG-Serum (vom Kaninchen)
in folgendem Puffergemisch (je 100 ml): 0,4365 g Borsäure, 0,1 g MaCI, 0,234 ml 5n-NaOH, 6 g Sucrose.
0,5 g Rinderserumalbumin N-Kaninchenserum 0,5 ml, Natriumcitratdihydral 4 g; der pH-Wert wird mit
NaOH oder HCI auf 8,2 eingestellt.
Nun wird eine entsprechende Menge (0,03 ml) der einzelnen Reagenlien genau abgemessen und auf ein
Testplättchen innerhalb des umschriebenen Bereiches aufgebracht, wo sie zwei getrennte, jedoch nahe
beieinanderliegende Ablagerungen bilden. Die Reagentien werden dann an der Luft bzw. mit Hilfe eines
Luftstromes getrocknet.
Zur Durchführung eines Schwangerschaftstestes bringt man einen Tropfen (0,03 ml) Urin auf jede der
beiden Testablagerungen auf und löst bzw. suspendiert die Reagentien in dieser Flüssigkeit, worauf man das
ganze zu einem Tropfen zusammenmischt, in welchem die Reaktion stattfindet; man kann dann visuell
feststellen, ob eine Agglutination stattgefunden hat oder ob diese verhindert wurde. Durch Einstellen der Menge
an getrockneten Reagentien kann die Sensibilität dieses Testes auf jeden gewünschten Grad eingestellt werden,
von etwa 500 I.E. HCG je Liter Urin aufwärts.
Zur genauen Einstellung der Menge an immunochemischen
Reagentien, die auf die Testplättchen aufgebracht werden, kann man erfindungsgemäß eine
Meßpumpe eines geeigneten Typs verwenden, z. B. eine Kolbenpumpe aus rostfreiem Stahl, die je Hub 0,01 ml
bis 0,5 ml, vorzugsweise 0,03 ml, fördert.
Die auf das Plättchen aufzubringenden zwei Reagentien können gleichzeitig nebeneinander als einzelne,
genau abgemessene Tropfen aufgetropft werden. Das Ganze wird dann einem Trockner zugeführt, wo die
Tropfen bei 20 bis 70" C, je nach der Wärmebeständigkeit des betreffenden Reagensmittels, getrocknet
werden. Zum Trocknen kann auch Vakuum angewendet werden. Gefriertrocknung ist unerwünscht, da sonst die
Ablagerungen weich und brüchig werden. Nach dem Trocknen kann das Plättchen als solches verwendet
oder mit der Schutzhülle versehen und gelagert werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Schwangerschafts-Diagnostiziermittel zum Nachweis von Choriongonadotropin im Urin durch immunochemische Agglutinationshemmung der Antigen-Antikörperreaktion von durch Choriongonadotropin sensibilisiertem Polystyrollatex mit Antiserum, gekennzeichnet durch ein Testplättchen mit benetzbarer, Wasser nicht absorbierender Oberfläche im Testbereich, das an zwei voneinander getrennten Stellen genau eingestellte Mengen des eingetrockneten Latex und des eingetrockneten Antiserums aufweist
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US81836669A | 1969-04-22 | 1969-04-22 | |
| US81836669 | 1969-04-22 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2019190A1 DE2019190A1 (de) | 1970-10-29 |
| DE2019190B2 true DE2019190B2 (de) | 1976-12-30 |
| DE2019190C3 DE2019190C3 (de) | 1977-08-25 |
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Also Published As
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| GB1310923A (en) | 1973-03-21 |
| FI52499B (de) | 1977-05-31 |
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| JPS4946052B1 (de) | 1974-12-07 |
| DE2019190A1 (de) | 1970-10-29 |
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| NL167520C (nl) | 1981-12-16 |
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| IL34292A0 (en) | 1970-06-17 |
| ES185888U (es) | 1973-10-16 |
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| HU170607B (de) | 1977-07-28 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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