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DE2018921B2 - Verfahren zum Herstellen einer Schweißverbindung mit hohem Nahtfaktor - Google Patents

Verfahren zum Herstellen einer Schweißverbindung mit hohem Nahtfaktor

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Publication number
DE2018921B2
DE2018921B2 DE19702018921 DE2018921A DE2018921B2 DE 2018921 B2 DE2018921 B2 DE 2018921B2 DE 19702018921 DE19702018921 DE 19702018921 DE 2018921 A DE2018921 A DE 2018921A DE 2018921 B2 DE2018921 B2 DE 2018921B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
upsetting
seam
welding
strip
area
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19702018921
Other languages
English (en)
Other versions
DE2018921A1 (en
Inventor
Hans Dipl.- Ing. 5210 Troisdorf Brinkmann
Michael Dipl.-Ing. 5200 Siegburg Wienand
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dynamit Nobel AG
Original Assignee
Dynamit Nobel AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dynamit Nobel AG filed Critical Dynamit Nobel AG
Priority to DE19702018921 priority Critical patent/DE2018921B2/de
Publication of DE2018921A1 publication Critical patent/DE2018921A1/de
Publication of DE2018921B2 publication Critical patent/DE2018921B2/de
Granted legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K20/00Non-electric welding by applying impact or other pressure, with or without the application of heat, e.g. cladding or plating
    • B23K20/22Non-electric welding by applying impact or other pressure, with or without the application of heat, e.g. cladding or plating taking account of the properties of the materials to be welded
    • B23K20/227Non-electric welding by applying impact or other pressure, with or without the application of heat, e.g. cladding or plating taking account of the properties of the materials to be welded with ferrous layer

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren im Sinne des Oberbegriffs des Patentanspruchs.
Sie dient in erster Linie dazu, endlose, über Walzen umlaufende schmiegsame Transportbänder aus dünnem Kaltwalzstahl durch Verschweißen der Bahnenden herzustellen, wie sie zur Herstellung von Fußbodenbahnen dienen. Derartige Transportbänder sind vor allem an der Schweißstelle sehr hoch dauerbeansprucht.
Danach zielt also die Erfindung auf das Schweißverbinden von dünnem Kaltwalz-Stahlband, z. B. 1 mm stark, durch Verschweißen seiner Querkanten mit einem hohen Schweißnahtfaktor von mindestens 8O°/o sowie ohne Verlust der hohen Bandfestigkeit neben der Naht. Und zwar wird eine Schutzgas-Schmelzschweißung verwendet, wie dies bei derartigen Blechen, z. B. im Karosseriebau, üblich ist. Außerdem muß beim Schweißen darauf geachtet werden, daß die Erwärmung eng lokalisiert bleibt, damit neben der Naht ein Festigkeitsabfall verhindert wird. Vom Oberbegriff des Patentanspruchs ist als nächstgelegener Stand der Technik die Lehre der deutschen Patentschrift 10 85 981 angesprochen, der ein Aneinanderschweißen der Querkanten eines im Verhältnis zu seiner Breite dünnen Warmwalz-Stahlbands zu Grunde liegt, das einem Rohrwerk für die Hc;. '..'lung geschweißter Nahtrohre zuläuft. Der angestrebte hohe Nahtfaktor soll dort durch induktives Erhitzen der Querkanten, anschließendes Preßschweißen durch Gegeneinanderpressen der Querkanten in Verbindung mit einem gesenkbegrenzten Anstauchen der Querkanten, durch anschließendes spangebendes Entfernen der Schweißwülste mittels Stählen und anschließendes Abwälzen der Verbindungsstelle auf Banddicke in Nahtrichtung erreicht werden. Das spangebende Bearbeiten dient zum Entfernen von Schlacken, Zunder, Verunreinigungen etc. und damit zum Vorbereiten der Vergütungsphase durch Abwalzen. Dort kommt also durch das Schweißen zunächst eine großquerschnittige Verbindungsnaht zu Stande, deren Stärke schließlich durch das Abwälzen auf Blechdicke vermindert wird. Ein Querschnittsverlust, wie er durch ein Verschweißen des Bands ohne Stauchen eintreten würde, wird also bereits im bekannten Fall vermieden.
Die vorstehend geltend gemachte Aufgabe wird durch die kennzeichnende Maßnahme nach dem Patentanspruch gelöst. Da die verdickte Nahtstelle keine Verunreinigungen aufweist, kann sie als Ganzes auf Banddicke eingeebnet werden.
Es steht nur die Gesamtkombination der Anspruchslehre unter Schutz.
Zum Stande der Technik ist noch folgendes zu
sagen:
Während beim Stande der Technik nach der deutschen Patentschrift 10 85 981 das Erhitzen der Bandenden im Zuge induktiver Einwirkung durch Mitteloder Hochfrequenzwärme dadurch auf den Schweißbereich beschränkt wird, daß im Bereich der Stoßkanten an beiden Seiten der Bänder Paßstücke aus einem Werkstoff mit etwa gleichem elektrischem Widerstand, aber wesentlich höherem Schmelzunkt, als ihn der Bandwerkstoff aufweist, vorgesehen sind, sind ferner zum Stande der Technik gehörende Maßnahmen bekannt, bei denen die Wärmeerzeugung auf den Schweißnahtbereich mittels eines Brenners dadurdi begrenzt wird, daß an diesen Stellen wärmeableitende Metallteile vorgesehen sind (vgl. L)SA.-Patentschriften 18 40 737, 26 31 215). Eine derartige Begrenzung des Wärmeflusses von der Naht weg findet auch im Falle der Erfindung statt, um die Bereiche neben der Naht möglichst kühl zu halten, damit die guten Festigkeitseigenschaften des Kaltwalz-Stahlbands möglichst gewahrt bleiben.
Man kennt auch bereits das Kaltanstauchen von Bandkanten beim Herstellen von Nahtrohren zur Verstärkung der Naht. Hierbei sollen Festigkeitsverluste durch Schweißeinbrand verhindert werden (vgl. USA.-Patentschnft 17 65 368). Dort bleibt die Anstauchung bzw. Verdickung bestehen; sie ist also nicht wie bei der Erfindungsgattung nur vorübergehender Art.
Bekannt ist es auch, Bleche zu Schlitzrohren zu biegen und nahtzuschweißen, wobei an der Schweißstelle Schweißverluste gebildet werden, die durch ein anschließendes Warmwalzen von außen und innen beseitigt werden (vgl. USA.-Patentschrift 20 44 491). Bekannt ist ferner das Herstellen breiter Bänder, und zwar Warm- und Kaltwalzbänder, durch Aneinanderschweißen mehrerer schmaler Bänder der Breite nach und anschließendes Walzen unter Dickenverminderung, bei dem die Naht völlig verschwindet und ein hoher Nahtfaktor erreicht wird (vgl. deutsche Patentschrift 625 584).
An Hand der Zeichnung wird die vorliegende Erfindung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt die Abmessungsänderung der Stahlbandkante beim Anstauchen.
F i g. 2 zeigt eine beispielsweise Ausführungsform der Vorrichtung zur Beschränkung des Wärmeflusses auf den Schweißnahtbereich.
Da die Fließgrenze der kaltgewalzten Stahlbänder bei 110 bis 120 kg/mm2 liegt, sind die erforderlichen Stauchkräfte sehr hoch. Die beim Stauchen entstehende Stauchbreite b und Stauchtiefe t sind für eine bestimmte Blechstärke von der Stauchhöhe h abhängig. Die einzelnen Größen sind in F i g. 1 für ein Stahlband 2 gezeigt. In der nachstehenden Tabelle sind für eine Stärke des Bands 2 von 1 mm die bei
verschiedenen Stauchhöhen A erzielbaren Stauchbreiten b aufgeführt.
Stauchhöhe h
0,7 mm
1,0 mm
1,5 mm
Stauchbreite b
1,6 bis 1,75 mm 1,5 bis 1,8 mm 2,0 bis 2,4 mm
Die Stahlbänder, beispielsweise aus einem Stahl der Weikatoffnummer 4301, werden nach dem Anstauchen ihrer Schweißkanten auf einer Platte 1, die beispielsweise aus Stahl bestehen kann, so angeordnet, daß die Sdiwsißkanten längs der Ebene 3 aneinanderstoßen, wie es in F i g. 2 dargestellt ist. In die Platte 1 ist ein Klotz S aus gut wärmeleitendem Material, beispielsweise Kupfer, eingelassen, der eine Ausnehmung 6 hat, in der die aneinanderliegenden, angestauchten Schweißkanten der Stahlbänder 2 zu liegen kommen. Dieser Kupferklotz 5 sorgt zusammen mit zwei weiteren auf den Stahlbändern 2 zu beiden Seilen der auszubildenden Schweißnaht angeordneten Kupferklötzen 4 dafür, daß der beim Schweißen erzeugte Wärmefluß auf den Nahtstellenbereich beschränkt bleibt, da die in die Bänder abfließende Wärme sofort durch die Kupferklötze abgeführt wird. Die oberen Kupferklötze 4 werden soweit wie möglich an die Schweißkanten herangeschoben, wobei die Grenzen durch die beginnende Anstauchung und den für das Schweißen erforderlichen Raum festgelegt sind.
Wegen der beim Verschweißen auftretenden Warmespannungen müssen die Bänder 2 fest eingespannt sein. Diese Einspannvorrichtung ist in Fig. 2 nicht gezeigt. Die Spannkräfte wirken jedoch zweckmäßigerweise auf die Kupferklötze 4, so daß die Stahlbänder 2 in gutem Kontakt mit den Kupferklötzen 4 für eine günstige Wärmeableitung stehen,
ίο Nachdem die Stahlbänder in der beschriebenen Art und Weise angeordnet sind, werden sie miteinander verschweißt. Da durch die Anstauchung genügend verschweißbares Material vorhanden ist, nimmt man die Verschweißung nach dem Argonarc-Verfahren vor. Durch die Wärmeableitung durch die Kupferklötze 4 und 5 wird die wärmebeeinflußte Zone so klein wie möglich gehalten.
Nach dem Schweißen werden die Klötze 4 entfernt und die Schweißnaht wird durch Einwirkung von Beize von dem entstandenen Zunder und der Anlauffarbe befreit. Daraufhin wird die Schweißnaht verfestigt, indem sie in Nahtrichtung gewalzt wird.
Die nach diesem Verfahren hergestellten endlosen Stahlbänder behalten vorteilhafterweise die mechanics sehen Eigenschaften der kaltgewalzten Bänder an den Verbindungsstellen im wesentlichen bei. Festigkeitsprüfungen haben gezeigt, daß der Schweißfaktor bei mehr als 8O°/o liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Herstellen einer Schweißverbindung mit hohem Nahtfaktor zwischen den Querkanten von Walzband, bei dem die Querkanten des Bands durch Anstauchen verdickt werden und nach dem Schweißen ein Verfestigen des Stauch- bzw. Nahtbereichs durch Einebnen dieses Bereichs auf Banddicke mittels Abwalzens in Nahtrichtung durchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß im Zuge des Herstellens einer Schutzgas-Schnielzschweißverbindung an dünnem, z. B. 1 mm dickem Kaltwalzband das Anstauchen der Cuerkanten vor dem Schweißen in kaltem Zustand des Bands erfolgt, ferner beim späteren Schweißen der Wärmefluß auf den Stauch- bzw. Nahtbereich beschränkt und das Einebnen dieses Bereichs allein durch das Abwälzen durchgeführt wird. »0
DE19702018921 1970-04-20 1970-04-20 Verfahren zum Herstellen einer Schweißverbindung mit hohem Nahtfaktor Granted DE2018921B2 (de)

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DE2018921A1 DE2018921A1 (en) 1971-11-04
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E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
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