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"Verfahren und Vorrichtung zur Ermittlung der fehlerhaften Bedienung
von Vorrichtungen mit Tastenfeldern" Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur Ermittlung der fehlerhaften Bedienung von Vorrichtungen mit Tastenfeldern.
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Tastenfelder sind bei Maschinen der Bürotechnik und b.ei elektronischen
Datenverarbeitungsgeräten in vielfachen Anordnungen im Gebrauch, z.B. bei Schreibmaschinen,
Fernschreibern oder Kartenlochern. Es wird angestrebt, dab die Tastenfelder von
der Bedienungsperson oEme Blick auf die Tasten bedient werden.
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Dieses "fSlindschreiben" hat den Vorteil, dalo beim Übertragen von
Daten nur auf die Vorlage geschaut zur werden braucht.
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Beim "Blindschreiben" von Schreibmaschinen und anderen Elaschinen
mit Tastaturen ist es vorteilhaft, daX die Finger Jeweils ein bestimmtes Tastenfeld
zugewiesen bekommen, das beim Schreiben nicht verlassen werden soll, sondern dessen
Tasten von dem zugehörigen Finger jeweils ausschlieblich angeschlagen werden soll.
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Beim Einüben des "Blindschreibens" ist es üblich, dab Lehrpersonen
die Schreiber beobachten oder die Schreiber ihre Fertigkeiten selbst kontrollieren.
Es hat sich herausgestellt, daß die Überwachung nicht lückenlos durchgeführt werden
kann; auch die Selbstkontrolle ist nur bei gutem Willen der Schreiber möglich.
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Um zu einer lückenlosen und für Lehrpersonen und Schreiber leicht
zu kontrollierenden Überwachung der Schreibfertigkeit zu kommen, ist erforderlich,
die fehlerhaften Anschläge, d.h.
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die Anschläge mit den "falschen" Fingern auf Tasten, die anderen Fingern
vorbehalten sind, zu überwachen.
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Als Lösung dieser Aufgabe wird ein Verfahren zur Ermittlung der fehlerhaften
Bedienung von Vorrichtungen mit Tastenfeldern vorgeschlagen, bei dem eine elektrisch
leitende Verbindung zwischen auf der Taste befindlichen Kontaktflächen und einer
am Finger der Bedienungsperson haftenden Kontaktschicht her gestellt wird.
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Von dieser Verfahrensvorschrift ausgehend können verschiedene Schaltkombinationen
geschaffen werden. Beispielsweise kann jeweils eine Anzeige hervorgerufen werden,
wenn die richtige Taste angeschlagen wird, und keine Anzeige, wenn die Taste falsch
ist, Ebenso ist umgekehrt möglich, immer dann ein Signal zu erzeugen, wenn die falsche
Taste angeschlagen wird, während bei richtigem Anschlag kein Signal hervorgerufen
wird.
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Das zweite Verfahren ist vorzuziehen, denn normalerweise wird ein
Schreiber in kurzer Zeit genügend Schreibfertigkeit entwickeln, so daß er nur noch
selten Fehler macht, die die Unterbrechung des Arbeitsflusses durch ein Signal erforderlich
machen. Es ist jedoch durchaus denkbar, daß jeweils bei richtigem Anschlag ein Signal
gegeben wird. Die Signale können auf einem Datenträger gespeichert und anschließend
zur- Kontrolle abgespielt werden.
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Wird das Verfahren auf eine Schreibmaschinentastatur angewandt, bei
der eine Aufteilung der Tastatur in acht Anschlagfelder vorgesehen ist, und zwar
für Klein-, Ring-, Mittel- und Zeigefinger der rechten und linken Hand, wobei außerdem
die Vorschrift besteht, daß die Leertaste mit den Daumen angeschlagen werden soll,
dann wird das Verfahren vorteilhaft so durchgeführt, daß ein Signal gegeben wird
a) bei Anschlag des linken Ring-, Mittel- oder Zeigefingers aufdas Tastenfeld des
linken Kleinfingers,
b) bei Anschlag des linken Klein-, Mittel-
oder Zeigefingers auf das Tastenfeld des linken Ringfingers, c) bei Anschlag des
linken Klein-, Ring- oder Zeigefingers auf das Tastenfeld des linken MStelfingers,
d) bei Anschlag des linken Klein-, Ring-, Mittel- oder rechten Zeigefingers auf
das Tastenfeld des linken Zeigefingers, e) bei Anschlag des rechten Ring-, Mittel-
oder Zeigefingers auf das Tastenfeld des rechten Kleinfingers, f) bei Anschlag des
rechten Klein-, Mittel- oder Zeigefingers auf das Feld des rechten Ringfingers,
g) bei Anschlag des rechten Klein-, Ring- oder Zeigefingers auf das Feld des rechten
Mittelfingers, h) bei Anschlag des rechten Klein-, Ring-, Mittel- oder linken Zeigefingers
auf das Feld des rechten Zeigefingers, i) bei Anschlag des rechten oder linken Klein-,
Hing-, Mittel-oder Zeigefingers auf die Leertaste.
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Bei Durchführung der vorstehenden Verfahrensvorschrift sind für die
Tasten der außenliegenden Tastenfelder, d.h. für die Tastenfelder des Klein-, Ring-
und Mittelfingers jeweils drei Anschlüsse für die Tasten notwendig, für die Zeigefinger
jeweils vier und für die Leertaste acht. Hierbei sind die unwahrscheinlichen Kombinationen,
z.B. der Anschlag des rechten Kleinfingers auf das Feld des linken Ringfingers nicht
berücksichtigt. Alle vorkommenden Fälle von erfahrungsgemäß falschen Anschlägen
sind berücksichtigt.
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Für die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist eir auf dem
Tastenkopf liegende Kontaktfläche mit einer durch den Tastenkopf hindurchreichenden,
unterhalb des Tastenkopfes in einem Lötkontakt endenden elektrischen Verbindung
vorgesehen. Eine solche Verbindung läßt sich leicht bei der Herstellung der Tasten
berücksichtigen, Vorteilhafterweise wird in jeden Fehlerkreis ein entsprechend gekennzeichnetes
Summ- oder Leuchtsignal geschaltet. Durch diese Maßnahme kann der Lehrer oder Schüler
sofort erkennen, daß ein falsches Tastenfeld angeschlagen ist und gegebenenfalls
welches falsch bedient worden ist, so daß entsprechende Korrekturmaßnahmen eingeleitet
werden können.
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Um auch Maschinen mit der Vorrichtung auszustatten, bei denen die
Kontakte nicht von vornherein in die Tastenköpfe eingebaut sind, wird vorgeschlagen,
die Tasten-Kontaktflächen in einzelne, auf die Tastenköpfe aufsetzbare Tastenkappen
einzusetzen.
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Die Kontaktschicht, die mit den einzelnen Fingern verbunden ist, kann
durch auf die Fingerspitzen aufziehbare Fingerlinge aus Metallgewebe hergestellt
werden. Die Fingerlinge sind mit einer angelöteten elektrischen Leitung verbunden,
so daß ein vollständiger Schaltkreis bei Berühren der Kontaktflächen durch die Fingerlinge
hergestellt wird.
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Schließlich können in die einzelnen Schaltkreise Zählwerke geschaltet
werden, die die hervorgerufenen Fehler summieren oder für jeden Kreis einzeln aufzeichnen.
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Weitere Vorteile und Eigenschaften der erfindungsgemäiJen Vorrichtung
und des zugrundeliegenden Verfahrens gehen aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispieles
hervor1 anhand dessen das Verfahren erläutert wird.
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Figo 1 zeigt in perspektivischer Darstellung eine Schreibmaschine
mit Tastatur, die in einzelne Tastenfelder aufgeteilt ist, Fig. 2 zeigt eine Tastatur
in vereinfachter Darstellung und den zugrundeliegenden Schaltplan der Vorrichtung,
Fig. 3 zeigt eine Aufsetzkappe mit Kontaktflächen und Fig. 4 einen Fingerling aus
Metallgewebe.
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Fig. 1 zeigt eine Schreibmaschine, bei der die 46 Tasten in acht Tastenfelder
eingeteilt sind. Die Tastenfelder sind wie folgt bezeichnet: Tastenfeld des linken
Kleinfingers, i Tastenfeld des linken Ringfingers, LM Tastenfeld des linken Mittelfingers,
LZ Tastenfeld des linken Zeigefingers, RZ Tastenfeld des rechten Zeigefingers, RM
Tastenfeld des rechten Mittelfingers, RR Tastenfeld des rechten Ringfingers,
RK
Tastenfeld des rechten Kleinfingers, D Leertaste für den Daumen.
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Es ist für das Blindschreiben" Vorschrift, daß die Finger nur jeweils
das zugehörige Tastenfeld anschlagen. Mit Hilfe des Verfahrens soll -ermittelt werden,
wenn Tastenfelder von den nicht-zugehõrigen Fingern angeschlagen werden, also von
den falschen Fingern benutzt werden.
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Fig. 2 zeigt in schematischer Form einen Schaltplan, der zur Verwirklichung
des Verfahrens zur Ermittlung der fehlerhaften Bedienung der Tastenfelder verwendet
werden kann. Im Schaltplan sind die acht zu den Fingern gehörenden Tastenfelder
jeweils durch eine einzige Taste 1 bis 8 dargestellt. Für die Daumen ist die Leertaste
y vorgesehen. Die jeweils zu den Tastenieldern gehörenden Finger sind mit 11 bis
78, die Daumen mit 19 bezeichnet. Um das Auffinden in der Fig. 2 zu erleichtern,
ist über der Reihe der Tasten bzw. Finger noch einmal in abgekürzter Form die Fingerfolge
dargestellt. Dabei bedeuten: LK Linker Kleinfinger, Bezugszeichen 11 LR Linker Ringfinger,
Bezugszeichen 12 LM Linker Mittelfinger, Bezugszeichen 13 LZ Linker Zeigefinger,
Bezugszeichen 14 RZ Rechter Zeigefinger, Bezugszeichen 15 RM Rechter Mittelfinger,
Bezugszeichen 16 RR Rechter Ringfinger. Bezugszeichen 17 RK Rechter Kit-fnfinger,
Bezugszeichen 1d D Daumen Bezugszeichen 19
Über die Finger 11 bis
18 sind Fingerlinge 20 aus Metallgewebe gezogen (s. Fig. 4), die mit Verbindungsdrähten
22 verlötet sind. Die Daumen bleiben frei. Die Fingerlinge haben jeweils eine schwache
elektrische Spannung, z.B. 4, 5 Volt, gegenüber den entsprechenden Kontakten der
Tasten 1 bis 8. Die Verbindungsdrähte 22 gehören zu je einem von acht Stromkreisen,
die den zugehörigen Fingern 11 bis 16 entsprechen. Zu jedem Stromkreis gehört eine
Spannungsquelle 23. Diese ist nur für den Stromkreis des rechten Kleinfingers dargestellt
und wegen der Übersichtlichkeit für die anderen Stromkreise weggelassen.
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Weiterhin ist in jeden Stromkreis eine Lampe oder ein Summer 25 geschaltet.
Diese Teile geben durch Aufleuchten oder Summen ein Signal, wenn der Stromkreis
geschlossen ist. Hierdurch werden vorkommende Fehler angezeigt.
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Die einzelnen Stromkreise können wahlweise zusätzlich oder ausschließlich
mit Zählwerken verbunden werden, mit denen gezählt wird, wieviel Fehler auf einzelne
Finger entfallen oder insgesamt gemacht worden sind. Derartige Zählwerke sind an
sich bekannt und brauchen nicht näher erläutert zu werden.
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Die Tasten 1 bis 9 besitzen Kontakte 27. Für ein Tastenfeld, wie in
Fig. 1 dargestellt, werden die zusammengehörigen Tasten parallel geschaltet. Die
Taste 1 steht also für alle Tasten, die für den rechten Kleinfinger vorgesehen sind,
d.h. die Tasten der Buchstaben Y, A, Q und die Zahlen 1, 2 sowie eventuell vorhandene
Bedienungstasten wie Segmentverschiebung und Randlöser
Die Tastenkontakte
27 sind bei allen Tasten einschließlich Leertaste vorhanden und-besitzen je einen
Verbindungsdraht 31 bis 39. Diese Verbindungsdrähte sind mit den Drähten 22 so geschaltet,
daß beispielsweise dann, wen der linke Kleinfinger nicht eine Taste des Tastenfeldes
1, die ihm zugeordnet ist, berührt, sondern eine.Taste des Tastenfeldes 2 oder 3
oder 4, eine elektrische Verbindung hergestellt ist, so daß die Lampe 25 des Kreises
des linken Kleinfingers aufleuchtet.
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Nach der vorliegenden Anordnung wird ein Signal gegeben a) bei Anschlag
des linken Ring-, Mittel- oder Zeigefingers auf das Tastenfeld des linken Kleinfingers,
b) bei Anschlag des linken Klein-, Mittel- oder Zeigefingers auf das Tastenfeld
des linken Ringfingers, c) bei Anschlag des linken Klein-, Ring- oder Zeigefingers
auf das Tastenfeld des linken Mittelfingers, d) bei Anschlag des linken Klein-,
Ring-, Mittel- oder rechten Zeigefingers auf das Tastenfeld des linken Zeigefingers,
e) bei Anschlag des rechten Ring-, Mittel- oder Zeigefingers auf das Tastenfeld
des rechten Kleinfingers, f) bei Anschlag des rechten Klein-, Mitel- oder Zeigefingers
auf das Feld des rechten Ringfingers, g) bei Anschlag des rechten Klein-, Ring-
oder Zeigefingers auf das Feld des rechten Mittelfingers,
h) bei
Anschlag des rechten Klein-, Ring-, Mittel- oder linken Zeigefingers auf das Feld
des rechten Zeigefingers, n ) bei Anschlag des rechten oder linken Klein-, Ring-,
Mittel-oder Zeigefingers auf die Leertaste.
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Die Spannungsquelle 23, beispielsweise aus Batterien bestehend, Verteilerleisten,
wahlweise vorzusehende Zählwerke oder Aufzeichnungsgeräte und dergleichen können
in einem besonderen Gerät 24 (s. Fig. 1) untergebracht werden. Von der Schreibmaschine
führt ein 9-poliges Kabel zu dem Gerät 24, und von dem Gerät 24 zu der schreibenden
Person ein 8-poliges Kabel.
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Hierdurch kann die gesamte Verdrahtung störungsfrei und ohne Behinderung
des Schreibvorganges verlegt werden.
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In Fige 3 ist eine Tastenkappe 40 mit eingearbeitetem Kontakt 27 dargestellt.
Der Kontakt 27 besteht aus einer Leitfläche, die mit der Oberfläche der Tastenkappe
40 bündig liegt. Durch die Tastenkappe hindurch setzt sich der Kontakt 27 zu einem
Lötkopf 41 nach unten fort. An diesem Lötkopf können die Drähte 31 bis 39 verlötet
werden. Entsprechend der Länge der Leertaste wird an dieser eine Kontaktfläche in
Form eines Streifens angebracht.,MIt Hilfe der Kontaktkappen kann jede beliebige
Schreibmaschine mit einer Uberwachungseinrichtwlg ausgerüstP werden.
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Fig. 4 zeigt in vergrößerter Darstellung eine Fingerspitze mit dem
darübergeschobenen Fingerling 20 aus Metallgewebe, vorzugsweise Kupfergewebe. Derartige
Fingerlinge können relativ einfach aus Metallgewebe-Schläuchen geschnitten und zusammengebunden
werden. An dem Fingerling 20 ist ein Verbindungsdraht 22 angelötet. Es ist auch
möglich, dünne Baumwollhandschuhe auf den Fingerkuppen zu metallisieren und die
Leitungen in einem aufgenähten Gewebeschlauch imienseitig am Handschuh zu führen.
Durch derartige Vorrichtungen wird die Schreibhand des Schreibers nicht behindert.
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Abwandlungen der Vorrichtung und des Schaltplans sind für den Fachmann
möglich. Diese gehören jedoch in den Bereich der Erwindung, Patentansprüche