[go: up one dir, main page]

DE2018517A1 - Semiconductor with passivating film of silica and tantalum - pentoxide having improved moisture resistance - Google Patents

Semiconductor with passivating film of silica and tantalum - pentoxide having improved moisture resistance

Info

Publication number
DE2018517A1
DE2018517A1 DE19702018517 DE2018517A DE2018517A1 DE 2018517 A1 DE2018517 A1 DE 2018517A1 DE 19702018517 DE19702018517 DE 19702018517 DE 2018517 A DE2018517 A DE 2018517A DE 2018517 A1 DE2018517 A1 DE 2018517A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
film
silicon dioxide
tantalum pentoxide
tantalum
subjected
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19702018517
Other languages
English (en)
Other versions
DE2018517B2 (de
Inventor
Yasuhiko Hitachi Ikeda (Japan) P
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hitachi Ltd
Original Assignee
Hitachi Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hitachi Ltd filed Critical Hitachi Ltd
Priority to DE19702018517 priority Critical patent/DE2018517B2/de
Publication of DE2018517A1 publication Critical patent/DE2018517A1/de
Publication of DE2018517B2 publication Critical patent/DE2018517B2/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • H10P14/69215
    • H10P14/6334
    • H10P14/6342
    • H10P14/662
    • H10P14/69393

Landscapes

  • Formation Of Insulating Films (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung einer Halbleiter-Einrichtung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Halbleiter-Einrichtung, die. hervorragend stabile elektrische Eigenschaften aufweist und insbesondere mit einem zusammengesetzten Passivierungsfilm versehen ist, der einen ausgezeichneten Schutz gegen Feuchtigkeit bietet.
  • Da sich die elektrischen Parameter von Halbleiter-Einrichtungen wegen der Aktivität ihrer PN-Trennflächen unter atmosphärischen Einflüssen notwendigerweise nicht-reversibel ändern, müssen die Trennflachen gegen solche atmosphärischen Einflüsse, etwa Feuchtigkeit, durch Aufbringen eines geeigneten Passivierungsfilms isoliert werden Zur Erzeugung derartiger Passivierungsfilme sind zahnreiche Methoden und Verfahren entwickelt worden.
  • Im Falle eines Siliziumdioxid-Films, der ein typischer Passivierungsfilm ist und im allgemeinen durch thenaische Oxidatinn der Oberfläche der Silizium-Halbleitereinrichtung gebildet wird, neigt der Gradient der Konzentrationsverteilung an den PN-Übergangsstellen dazu, sich durch unerwünschtes Eindiffundieren von Verunreinigungen zu verandern, wodurch die elektrischen Eigenschaften der Einrichtung verschlechtert oder unzulässig verändert werden.
  • Um die unerwünschten thermischen Einflüsse während der thermischen Oxidation zu vermeiden, sind bereits einige Verfahren zur Bildung des Passivierungsfilms geschaffen worden, die bei relativ geringeren Temperaturen ausgeführt werden kannen.
  • Bei einem der Verfahren wird das Halbleiter-Plättchen zur leichteren Bildung von Siliziumdioxid auf der Plättchenoberfläche mit einem Dampf in Berührung gebracht der Fluorwasserstoff und Salpetersäure enthält. Bei diesem Verfahren ist es jedoch schwierig, den Oxidfilm als Passivierungsfilm genügend dick zu machen; vielmehr verbleibt in dem Film eine beträchtliche Anzahl von winzigen Löchern.
  • Bei einem anderen Verfahren wird der Siliziumdioxidfilm auf der Oberfläche des Plättchens dadurch gebildet, dass Silizium als Siliziumdioxid niedergeschlagen wird, das durch Zerlegung einer geeigneten flüchtigen organischen Siliziumverbindung erzeugt wird. Da sich Monosilan (SiH4) oder Disilan beides flüchtige organische Siliziumverbindungen, bei Temperaturen unter etwa 7000 C zerlegen lassen, kann die Bildung des Passivierungsfilms bei relativ niedrigeren Temperaturen erfolgen. Der durch die chemische Zerlegung der Siliziumverbindung gebildete Siliziumdioxidfilm ist jedoch wegen seiner schlechten Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit bezüglich seiner Passivierungseingenschaften unzulänglich, so dass an den Übergangsflächen der Einrichtung ein beträchtlich hoher Leckstrom auftritt.
  • Ein Ziel der Erfindung besteht also darin, ein neues Verfahren zur Herstellung einer Halbleitereinrichtung zu schaffen, die einen Passivierungsfilm mit verbesserter Feuchtigkeitsbeständigkeit aufweist. Der Passivierungsfilm soll dabei unter Bedigungen gebildet werden, die keine unerwünschten thermischen Einflüsse haben. Insbesondere soll ein zusammengesetzter Passivierungsfilm vorgesehen werden, der kleine Lackstrom-Eigenschaften besitzt.
  • Erfindungsgemäss wird dazu auf einer freien Oberfläche des Halbleiterplättchens ein Siliziumdioxidfilm gebildet, indem durch chemische Zerlegung einer flüchtigen organischen Siliziumverbindung Siliziumdioxid abgelagert wird; auf dem Siliziumdioxidfilm wird durch Kathodenzerstäubung von Tantal in Sauerstoffatmosphäre ein Tantalpentoxidfilm gebildet; sodann wird das Plättchen einer Wärmebehandlung unterzogen, um die Beständigkeit des zusammengesetzten Films gegen Feuchtigteilt zu verbessern. Bei einer anderen Ausführungsform wird der durch- chemische Zerlegung der organischen Siliziumverbindung gebildete Siliziumdioxidfilm einer Vorerwärmungs-Behandlung unterzogen, die vor der Bildung des Tantalpentoxidfilms vorgenommen wird, Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Zeichnungen, in denen Fig. 1 ein Diagramm zeigt, das die Beziehung zwischen der Durchbruchsspannung einer erfindungsgemässen Halbleitereino richtung und den Temperaturen der Wärmebehandlung wiedergibt; Fig. 2 eine graphische Darstellung der Oberflächen-Ladungsdichten der mit verschiedenen Passivierungsfilmen versehenen Einrichtungen zeigt; und Fig. 3 ein Diagramm ist, das die Oberflächen-Ladungsdichten von mit verschiedenen Passivierungsfilmen versehenen Einrichtungen in Abhängigkeit von Behandlungstemperaturen zeigt.
  • Wie bereits erwähnt, muss die erfindungsgemäss verwendete flüchtige organische Siliziumverbindung eine Zerlegungstemperatur unterhalb etwa 7000 C aufweise. Hat die Verbildung mehr als 700°C, so kann es sein, dass elektrische Parameter der Einrichtungen durch thermische Einflüsse während der Bildung des Siliziumdioxidfilms unzulässig verändert werden. Deshalb ist es erforderlich, eine Siliziumverbindung zu verwenden, die bei niedrigen Temperaturen zerlegbar ist.
  • Das Siliziumdioxid wird aus einem Dampf abgelagert, der die Siliziumverbindung sowie ein inertes Gas als Trägergas enthält. Wird Monosilan als Siliziumverbindung verwendet, so umfassen die Wachstumsbedingungen für den Film eine Plättchentemperatur von etwa 300 bis 4000 C, eine Dampf-Strömungsgeschwindigkeit von 5 1 pro Minute und eine Sauersteff-Strömungsgeschwindigkeit von 0,15 1 pro Minute, wobei der Film mit einer Geschwindigkeit von etwa 0,5 bis 1 µ pro Minute wächst.
  • Bei der Bildung eines Tantalpentoxidfilms wird vorzugsweise folegendermassen gearbeitet: ein Tantalstab wird mit einer Kathode verbunden, und ein mit dem Siliziumdioxidfilm versehenes Halbleiterplättchen wird in elektrische Verbindung mit einer Anode gebracht. Um das restliche Gas oder Wasser aus einem Vakkumgefäss zu entfernen, wird dieses auf einen Druck von etwa 10-5 bis 10-6 mm Hg evakuiert; sodann wird ein satub- und wassefreies Sauerstoff-Argon-Gasgemisch in das Gefäss geleitet, um einen geeigneten Sauerstoff-Partialdruck zu erzeugen. Durch Anlegen einer Spannung zwischen Kathode und Anode werden von dem mit der Kathode verbundenen Tantalstab durch Auftreffen von energiegeladenen Ionen Tantalatome auf das auf Anodenpotential liegende Plättchen gesprüht, sodass auf dem Silizium ein Tantalpentoxidfilm gebildet wird.
  • Der zur Erzeugung des gewünschten Tantalpentoxidfilms bevorzugte Partialdruck des Sauerstoffs liegt bei etwa 5 x 10-3 bis 5 x 10-2 Torr. Ist der Partialdruck kleiner als 5 x 10-3 Torr, so kann es sein, dass der Film wegen Sauerstoffmangels keine vollständige Isoliersubstanz wird. Ist andererseits der Partialdruck höher als 5 x 10-2 Torr, so kann kein gleichmässiger Film erzeugt werden, da die Glimmentladung zwischen den Elektroden bei einem derart hohen Partialdruck instabil ist.
  • In der vorstehenden Beschriebung wurde zwar gesagt, dass die Filme aus Siliziumdioxid und Tantalpentoxid bestehen; es ist jedoch festzustellen, dass sie chemische Zusammensetzung dieser Filme nicht notwendigerweise der stöchiometrischon Formel SiO2 bzw. Ta2O5 entspricht.
  • Durch zahlreiche Versuche ist gefunden worden, dass die Bildung des Films auf der Trennfläche der Halbleitereinrichtung notwendigerweise eine Steigerung der Oberflächen-Ladungsdichte zur Folge hat. Wenn auch der Siliziumdioxidfilm die Ladungsdichte erhöht, ist diese Tendenz bei den praktisch verwendbaren Filmen ag geringsten. Da die Zunahme der Dichte der Leckströme verursachenden Oberflächenladungen gering ist, wird vorzugsweise der Siliziumdioxidfilm auf der PLättchenoberfläche gebildet. Obwohl dieser Film geringe Oberflächen-Landunsdichte hat, besteht ein grosser Nachteil darin, dass er eine schlechte Festigkeit gegen Feuchtigkeit aufweist. Bei der erfindungsgemässen Einrichtung wird deshalb der Film itt dem Tantalpentoxidfilm bedeckt, der ein ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigekit aufweist.
  • Dennoch hat sich gezeigt, dass die Stabilität der Einrichtungen, die mit einem aus Siliziumdioxid- und Tantal pentoxidfilmen zusammengesetzten Passivierungsfilm versehen sind, bezüglich der Passivierungseingenschaften unzulänglich sir d. Vor allem ist die Oberflächen-Ladungsdichte erheblich, wodurch der Leckstrom erhöht und die Durchbruchspannung der Einrichtungen herabgesetzt wird.
  • I)urch Versuche wurde gefunden, dass sich die obigen Nachteile beseitigen oder vermindern lassen, indem nach der Bildung des zusammengesetzten Films eine geeignete Wärmebehandlung vorgenommen wird. Dadurch, dass die Einrichtung eine Wärmebehandlung bei Temperaturen von etwa 200 bis 4000 C in nicht-reduzierender Atmosphäre unterworfen wird, kann die Oberflächen-Ladungsdichte so klein gemacht werden, dass sich der Leckstrom bei Vorwärtsstrom-Sperrbereitrieb der Einrichtung hinreichend vermindern lässt. Die Gründe für die Auswiekungen des Films und der Wärmebehandlung sind zwar nicht analysiert worden; ian nimmt jedoch an, dass durch die Wärmebehandlung die in dem Siliziumoxidfilm verbliebenen Sauerstoff-Fehlstellen mit Sauerstoff aufgefüllt werden, wodurch Gitterfehler in dem Siliziumdioxidfilm beseitigt oder vermindert werden und der Anstieg in der Oberflächen-Ladungsdichte verursacht wird.
  • Wie den vorstehenden Ausführungen zu entnehmen ist, werden die zu passivierenden Einrichtungen keinen hohen Temperaturon ausgesetzt, die die elektrischen Eigenschaften der Einrichtungen während der Bildung des Films und der Wärmebehandlung verschlechtern. Dies ist ein sehr wichtiger Vorteil der Erfindung Geeignete Filmstärke sind experimentell gefunden worden. Für den Siliziumdioxidfilm ist eine Dicke von etwa 0,4 bis 1)1 zweckmässig. Ist die Dicke kleiner als 0,4 µ, so bleiben in dem Film winzige Löcher übrigen, und die Berührung zwischen der Plättschenoberfläche und dem Tantalpentoxidfilm bewirkt einen Anstig der Oberflächen-Ladungsdichte. Ist andererseits die Filmstärke grösser als 1 µ, so treten bei der Bildung des Films, der Wärmebehandlung und beim Betrieb der Einrichtung infolge der unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten von Plättchen und Film Risse in dem Film auf.
  • Solange es möglich ist, einen Film ohen Löcher zu erzeugen, ist der dünnste Film am geeignetsten, da die Oberflächen-Ladungsdichte um so kleiner wird, je geringer die Stärke des Siliziumdioxidfilms ist.
  • Die Wärmebehandklung erfolgt in nicht-reduzierender Atmosphäre, etwa aus Sauerstoff, Sauerstoff-Stickstoff, einem inerten Gas od.r einem Gemisch aus einem inerten Gas und Stickstoff. Eine sauerstoffhaltige Atmosphäre eignet sich am besten, da der Sauerstoff dazu beiträgt, Gitterfehler oder Sauerstoff Fehlstellen in dem Film zu vermindern oder zu beseitigen. Eine beispielsweise Wasserstoff enthaltende reduzierende Atmösphäre ist dagegen nicht verwendbar, da Wasserstoff die Sauerstoff-Fehlstellen in dem Film vermehrt. Der Druck fflr di. bei der Wärmebehandlung verwendete Atmosphäre ist nicht begrenzt.
  • Die Ergebnisse der vom Erfinder ausgeführten Versuche haben erwiesen, dass sich durch Bildung einer Phosphatglas-Schicht unter dem Tantalpentoxidfilm eine Halbleitereinrichtung erzielen lösst, die sehr kleine Oberflächen-Ladungsdichte-und Leckstrom-Eigenschaften aufweist. Die Phosphatglas-Schicht kann dadurch gebildet werden, dass auf den Siliziumdioxidfilm Phosphorpentoxid aus einer Atmosphäre abgelagert wird, die Dampf einer Phosphorverbindung, etwa Phosphin (PH3) oder Phosphoroxichlorid (POCl3) enthält,oder inden auf der freien Plättchenfläche eine Mischung aus Phosporpentoxid und Siliziumdioxid aus einer Atmosphäre abgelagert wird, die die flüchtige organische Siliziumverbindung und die Phosphorverbindung enthält.
  • Da das Phosphorpentoxid als Oxidationsmittel zur Oxidation der Sauerstoff-Fehstellen in den Siliziumdioxid wirkt, wird der Film gegenüber Feuchtigkeit stabil, sodass damit die ganse Einrichtung stabil wird. Da das Phosphatglas ein hohes Wasser-Absorptionsvermögen aufweist, muss auf der Phosphatglasschicht der tantalpentoxidfilm gebildet werden, um die Einrichtung gegen Feuchtigkeit zu schützen.
  • Die nachstehenden Beispiele dienen dem basseren Verständnis der Erfindung.
  • Beispiel I Hinschtlich der Wirkungen der Dicke des Siliziumdioxidfilms wurden die nachstehenden Ergebnisse bei Tests auf winzige oder Nadellöcher erhalten.
  • Tabelle 1 Test Nr. Dicke (µ) Leckstellen in Film (%) 1 0.2 90 2 0.3 40 3 0.4 16 4 0.6 15 5 1.0 15 6 0.6 - 0.7 10 Bei diesem Versch wurden die Leckstellen durch Ströme vermittelt, die zwischen auf dem Siliziumdioxidfilm und dem Plättchen gebildeten Metallfilmen angelegt wurden; der Prozentsatz der Leckstellen ergibt sich aus dem Verhältnis derjenigen Punkte, an denen Strom floss, zur Gesamtzahl der Testpunkte. Aus den in Tabelle 1 wiedergegebenen Ergebnissen ist zu entnehmen, dass die Zahl der Nadellöcher in dem Film hinreichend klein ist, wenn die Filzadicke grasser als 0,4µ ist.
  • Um eine ausreichend kleine Zahl von Nadellöchern zu erzielen, muss also die Stärk grösser als 0,4µ gemacht werden.
  • Das in Verbindung mit dem Test Nr. 6 erhaltene Ergebnis, bei dem der Siliziumdioxidfilm durch thermische Oxidation des Plättchens bei einer Temperatur oberhalb von 1100° C gebildet wurde, ist zum Vergleich mit dem durch chemische Ablagerung der organischen Siliziumverbindung gebildeten Silizium doioxidfilm gezeigt.
  • Versuch II Die Ergebnisse von Wärmeriss-Tests an Siliziumdioxidfilmen, die durch chemische Ablagerung der organischen Siliziumverbindung gebildet wurden, sind in Tabelle 2 wiedergegeben, Tabelle 2 Nach Nach W ä r m e b e h a n d l u n g Dicke (µ) Film- Photo- bei bei bei bei bei bildg. ätzg. 300°C 400°C 600°C 800°C 1000°C 0.65 - 0.80 0 ° 0 0 0 0 0 0.80 - 0.95 0- 0 0 0 0 0 0 1.0 - 1.2 0 0 0 0 0x x 1.2 - 1.5 0 x - - - ->1.5 x - - - - -In Tabelle 2 ist das Auftreten eines Risses in dem Film durch x wiedergegeben. Aus den Ergebnissen gemäss Tabelle 2 ist ersichtlich, dass die Dicke des Siliziumdioxidfilms im Hinblick auf die Wärmebehandlung zur Verbesserung der Eigenschaften des Films kleiner als etwa 1µ sein muß. Insbesondere ist eine Dicke von weniger als 0.95 µ bevorzugt.
  • Versuch III Es wurden Nadelloch-Tests bezüglich des Tantalpentoxidfilms durchgeführt. Bei diesem Versuch wttzde die Anzahl von Nadellachern pro Flächeneinheit durch Umwandlung der Gesamtzahl von Nadellöchern in dem Film berechnet. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt.
  • Tabelle 3 Dicke (µ) Zahl der Nadellöcher pro cm² 0.1 300 0.2 140 0.3 100 0.4 96 0.5 95 Im allgemeinen ist es erforderlich, dass die Anzahl von Nadellöchern pro Flächeneinheit (cm²) vom Standpunkt der praktischen Verwendung her kleiner als etwa 150 ist. Aus Tabelle 3 ist zu entnehmen, dass dazu die Dicke des Tantalpentoxidfilms stärker als etwa 0.2 µ sein muss. Da beim Aufsprühen die Wachstumerate des Tantalpentoxidfilms nur 0.1 bis 0.3 µ pro Stunde beträgt, mag eine praktikable Dicke bei etwa 0.2 bis 0.7 µ liegen Versuch IV Bezüglich der Auswirkungen der Wärmebehandlung wurde ein Versuch an einem Thyristor des Planartyps ausgeführt, der eine N-Emitterschicht mit einer Dicke von 15 µ eine P-Basisschicht mit einer Dicke von 20 µ, eine N-Basisschicht mit einer Dicke von 80 bis 100µ und einem Widerstand von 20 ##cm, eine P-Emitterschicht mit einer Dicke von 40 bis 50 µ sowie einen zusammengesetzten Passivierungsfilm aufweis, der aus einem Siliziumdioxidfilm von 0.8 bis 0.9 µ Dicke und einem Tantalpentoxidfilm bestand. Die Proben wurden 1 bis 5 Stunden lang bei 300 bis 600°C wärmebehandelt.
  • In Fig. 1 zeigt die Kurve A die Rückwärts-Durchbruchspannungen und die Kurve B die Vorwärts-Durchbruchspannungen des besagten Thyristors. Obwohl nach den Ergebnissen aus Fig.
  • 1 eine Wärmebehandlung über 300°C zu einer Verbesserung der Durchbruchspannung beiträgt, dürfte es ungünstig sein, den Thyristor bei Temperaturen über etwa 400°C wärmezubehandeln.
  • Bei einem weiteren Versuch hat sich gezeigt, dass von einer unter etwa 200°C durchgeführten Wärmebehandlung keine Wirkung zu erwarten ist, da die in dem Film eingeschlossenen unerwünschten Substanzen wie etwa Wasser nur ungenügend entfernt werden. Die Wärmehandlung sollte deshalb zwischen etwa 200 und 400°C durchgeführt werden.
  • Es soll noch gesegt werden, dass der Effekt der Wärmebehandlung durch Entfernen der Rastspanung in den Film beispielsweise durch die Öhlhwirkung der Behandlung zustandekommt.
  • Verscuch V An Dioden mit einer Durchbruchspannung von 1500 Volt wurde ein weiterer Versuch Durchgeführt, um die Wirkungen der Wärmebehandlung zu ermitteln. Die bei diesem Versuch verwendeten Dioden hatten teils keinen Passivierungsfilm, teils waren sei mit dem zusammengesetzten Passivierungsfilm versehen.
  • Die Ergebnisse dieses Versuchs sind in Tabelle 4 gezeigt.
  • Tabelle 4 Proben Vorwärts-Leckstrom (µA) bei 500 V ohne Film 4.0 ohne Wärmebehandlung 6.5 nach 2-stündiger Wärmebehandlung bei 350°C in Stickstoffatmosphäre 9.1 nach 2-stündiger Wärmebehandlung bei 350°C in Sauerstoffatmosphäre 5.0 Da Doiden ohne Film ihre elektrischen Parameter bei langen Betriebsperioden ändern kannen, ist der Passivierungsfilm erforderlich, obwohl die Dioden ohna Film die geringsten Leckstrom-Eigenschaften aufweisen.
  • Nach den Ergebnissen aus Tabelle 4 eignet sich die Wärmebehandlung in Sauerstoffatmosphäre am besten zur Reduzierung der Leckströme. Auch Sauerstoffatmösphäre kann jedoch verwendet werden, da der Leckstrom noch kleiner ist als 10 >1A.
  • Versuch VI In Fig. 2 ist die Beziehung zwischen den Filmarten und oder Oberflächen-Ladungsdichte NFB gezeigt. Bei diesem Verstich betrug die Dicke des Siliziumdioxidfilms, der durch chQ-mische Ablagerung von Silan (SiH4) als organische Siliziumverbindung gebildet wurde, 0,8 bis 0,9 µ, während die Dicke des Tantalpentoxidfilms (Ta2O5) geändert wurde. Die Proben Nr. 1,2 und 3 hatten dabei Dicken von 0t2 p, 0,3 µ bzw. 0,45 µ.
  • Die Wärmebehandlung nach der Bildung des Ta2O5-Films durch reaktives Aufsprühen wurde 5 Stunden lang bei 300°C in Sauerstoffatmosphäre durchgeführt. Bei der Vergleichsprobe Nr. 4 nach Fig. 2 handelt es sich um eine Einrichtung, die nur einen Siliziumdioxidfilm von 0,8 bis 0,9)1 Dicke hatte.
  • Aus Fig. 2 ergibt sich, dass die Oberflächen-Ladungsdichte durch Verwendung des zusammengesetzten Passivierungsfilms und einer geeigneten Wärmebehandlung reduziert werden kann.
  • Im Falle eines durch thermische Oxidation gebildeten Siliziumdioxidfilms ist die Oberflächen-Ladungsdichte beträchtlich grösser als bei der erfindungsgemässen Einrichtung, und zwar trotz der Überlagerung des Tantalpentoxidfilms auf dem Siliziumdioxidfilm.
  • Daher ist nur die erfindungsgemässe Kombination der Filme und Wärmebehandlung vorteilhaft, Versuch VII Der Erfinder hat experimentell folgendes ermittelt: Obwohl sich die elektrischen Eigenschaften von Einrichtungen mit einem Basiswiderstand von weniger als etwa 10 ##cm, was zu der Durchbruchspannung der Einrichtung beiträgt, nur durch die erwähnte Wärmebehandlung verbessern lassen, ist bei Einrichtungen mit einem Basiswiderstand von mehr als etwa 10 #. cm eine Vorerwärmungs-Behandlung in Verbindung mit dem Siliziumdioxidfilm zur Verbesserung der Eigenschaften sehr günstig.
  • Die Vorerwärmung wird vor Bildung des Tantalpentoxidfilms bei verhältnismässig hohen Temperaturen von etwa 700 bis 900°C über eine kurze Zeitspanne ton l bis 30 Minuten durchgeführt.
  • Während bei Einrichtungen mit kleinem Basiswiderstand der Einfluss der Oberflächen-Ladungsdichte auf den Leckstrom nicht so merklich ist, sollte bei Einrichtungen mit verhältnismässig hohem Basiswiderstand das Siliziumdioxid derart wärmebehandelt werden, dass die Sauerstoff-Fehlstellen in den Film entfernt oder vermindert werden. Diese Vorerwärmungs-Behandlung wird bei etwa 700 bis 900° C über eine kurze Zeitspanne von beispielsweise 3 bis 5 Minuten ausgeführt, um die einer wünschte Beeinflussung des Störstoff-Gradienten an der PN- Übergangstelle sowie das Auftreten von Rissen in dem Film zu vermeiden.
  • Wie sich aus dem Versuch ergeben hat, sollte die Vorerwärmung in einer Atmosphäre eines inerten Gases, etwa Argon oder Helium, durchgeführt werden. Insbesondere eine Stickstoffatmösphäre erbrigt keinerlei Vorteile hinsichtlich einer Verbesserung der elektrischen Eigenschaften der Einrichtung. Andererseits ist eine Sauerstoffatmosphäre ungeeignet, da das Silizium unter Siliziumdioxidfilm oxidiert.
  • Nach der Vorerwärmungs-Behandlung wird der tantalpentoxidfilm durch das besagte reaktive Aufsprühen auf dem Siliziumdioxidfilm gebildet. Der so orzielte zusammengesetzte Passivierungsfilm wird der Wärmebehandlung bei 200 bis 400°C unterworfen.
  • Fig. 3 zeigt eine Beziehung zwischen den Arten des Passivierungsfilms und der Oberflächen-Ladungsdichte NFB, wobei die Ergebnisse von Einrichtungen mit einem Siliziumdioxidfilm, der durch chemische Ablagerung aus einem Dampf der organischen Siliziumverbindung gebildet worden ist, durch a dargestellt sind, während die Ergebnisse von Geräten mit dem zusammengesetzten Passivierungsfilm darstellt, der durch das Verfahren mit dem folgenden Schritten hergestellt worden ist: Ausbildung des Siliziumdioxidfilms durch chemischen Niederschlag auf dem Plättchen; 5 Minuten langes Vorerwärmen des Plättchens bei den in Fig. 3 angegebenen Temperaturen in Argonatmosphäre; Ausbilden des Tantalpentoxidfilms durch das besagte relative Aufsprühen auf den Siliziumdioxidfilm; sowie Wärmebehandeln des Plättchens bei 300°C in Sauerstoffatmosphäre.
  • Die Dicke des Siliziumdioxid- und des Tantalpentoxidfilms betragen 0,8 bis 0,9 µ bzw. 0,3 µ.
  • Aus Fig. 3 ist ersichtlich, dass die Vorerwärmungs-Behandlung zur Reduzierung der Oberflächen-Ladungsdichte der Einrichtung dient, so dass sich die Durchbruchspannung der Ein richtung erhöhen lässt. Durch das mit Vorerwärmung des Siliziumdioxidfilms arbeitende Verfahren lassen sich Einrichtungen mit hohen Durchbruchspannungen - verglichen mit dem Verfahren, das nur die Wärmebehandlung umfasst - mit Sicherheit fabrizieren.
  • Es 8all noch bemerkt werden, dass die vorliegende Erfindung auf Dioden, Transistoren, Thyristoren und dergl.
  • anwendbar ist.
  • Patentansprüche

Claims (8)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur Herstellung einer Halbleitereinrichtung mit einem zusammengesetzten Passivierungsfilm, der aus gezeichnete Beständigkeit gegen Feuchtigkeit sowie kleine Oberflächen-Ladungsdichte aufweist, dadurch g e k e n nz e i c h n e t dass ein Halbleiterplättchen mit wenigstens einer PN-Übergangsstelle in Berührung mit Dampf einer flüchtigen organischen Siliziumverbindung gebracht wird, die bei Temperaturen unter etwa 7000 C zerlegbar ist, um aus dem Dampf Siliziumdioxid auf einer freien Oberfläche des Plättchens niederzuschlagen; dass auf dem Siliziumdioxidfilm durch reaktives Aufsprühen von Tantal in Sauerstoffatmosphäre ein Tantalpentoxidfilm gebildet wird; und dass das Plättchen einer Wärmebehandlung bei etwa 200 bis 400°C in nicht-reduzierender Atmosphäre unterworfen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , dass die nicht-reduzierende Atmosphäre Sauerstoff, Stickstoff, Argon, Helium oder eine Kombination dieser Gase enthält.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n k z e i c h n e t , dass der Niederschlag des Siliziumdioxids fortgesetzt wird, bis der Siliziumdioxidfilm eine Dicke von etwa 0,4 bis 1µ erreicht hat.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e L e n n -z e i c h n e t , dass das Aufsprühen des Tantalpentoxids fortgesetzt wird, bis dieser Film eine Dicke von mehr als etwa 0,2 µ erreicht hat.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n nz e i c h n e z , dass die Siliziumverbindung Monosilan (SiH4), Disilan (Si2H6) oder eine Kombination davon ist.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z ei c h n e t , dass ausserdem unter dem Tantalpentoxidfilm eine Phosphorglas-Schicht gebildet wird, die aus einem Gemisch von Siliziumdioxid und Phosphorpentoxid besteht.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Siliziumdioxidfilm vor Bildung des Tantalpentoxidfilms einer Vorerwärmungs-Behandlung bei einer Temperatur von etwa 700 bis 900° C unterzogen wird.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , dass die Phosphorglas-Schicht vor Bildung des Tantalpentoxidfilms einer Vorerwärmungs-Behandlung bei etwa 700 bis 900° C unterzogen wird.
DE19702018517 1970-04-17 1970-04-17 Erfahren zum herstellen eines halbleiterbauelements Pending DE2018517B2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702018517 DE2018517B2 (de) 1970-04-17 1970-04-17 Erfahren zum herstellen eines halbleiterbauelements

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19702018517 DE2018517B2 (de) 1970-04-17 1970-04-17 Erfahren zum herstellen eines halbleiterbauelements

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2018517A1 true DE2018517A1 (en) 1971-11-25
DE2018517B2 DE2018517B2 (de) 1973-02-22

Family

ID=5768374

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19702018517 Pending DE2018517B2 (de) 1970-04-17 1970-04-17 Erfahren zum herstellen eines halbleiterbauelements

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE2018517B2 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2730367A1 (de) * 1977-07-05 1979-01-18 Siemens Ag Verfahren zum passivieren von halbleiterelementen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2730367A1 (de) * 1977-07-05 1979-01-18 Siemens Ag Verfahren zum passivieren von halbleiterelementen

Also Published As

Publication number Publication date
DE2018517B2 (de) 1973-02-22

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3541587C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines dünnen Halbleiterfilms
EP0010596B1 (de) Verfahren zur Ausbildung von Maskenöffnungen bei der Herstellung von Halbleiteranordnungen
DE1614540C3 (de) Halbleiteranordnung sowie Verfahren zu ihrer Herstellung
DE3311635C2 (de)
DE2422195C2 (de) Verfahren zur Vermeidung von Grenzschichtzuständen bei der Herstellung von Halbleiteranordnungen
DE102007016085B4 (de) Verfahren zur Herstellung eines MOSFET
DE69518418T2 (de) Verfahren zur herstellung einer struktur mit niedrigen konzentrationsdefekten mit einer in einem halbleitersubstrat begrabenen oxydschicht
EP0010624A1 (de) Verfahren zur Ausbildung sehr kleiner Maskenöffnungen für die Herstellung von Halbleiterschaltungsanordnungen
DE4337889B4 (de) Verfahren zum Herstellen eines Kondensators in einer Halbleiterspeichervorrichtung
DE2425382A1 (de) Verfahren zur herstellung von isolierschicht-feldeffekttransistoren
DE2752439A1 (de) Verfahren zur herstellung von silicium-halbleiteranordnungen unter einsatz einer ionenimplantation und zugehoerige halbleiteranordnung
DE2655341A1 (de) Halbleiteranordnung mit passivierter oberflaeche und verfahren zur herstellung dieser anordnung
CH615781A5 (de)
DE1614356A1 (de) Integrierte Halbleiterbaugruppe mit komplementaeren Feldeffekttransistoren
DE2911484C2 (de) Metall-Isolator-Halbleiterbauelement
DE2203080A1 (de) Verfahren zum Herstellen einer Schicht mit bestimmter Dicke auf einer Unterlage
DE2306614A1 (de) Verfahren zum eindiffundieren von arsen aus der festen phase in silicium
DE2217737B2 (de) Verfahren zum Herstellen eines elektrischen Leitungssystems
DE1489258B1 (de) Verfahren zum Herstellen einer duennen leitenden Zone unter der Oberflaeche eines Siliciumkoerpers
EP0328757A2 (de) Verfahren zur Herstellung dünner Schichten aus oxydischem Hochtemperatur-Supraleiter
DE1514359B1 (de) Feldeffekt-Halbleiterbauelement und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2636280A1 (de) Anordnung aus einem substrat und mindestens einer darauf aufgebrachten schicht und herstellungsverfahren hierfuer
DE2654979B2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Halbleitervorrichtung
DE2841201A1 (de) Verfahren zur herstellung einer halbleiteranordnung
DE3540452C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Dünnschichttransistors