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DE2018038C3 - Verfahren zur Herstellung eines elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials

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Publication number
DE2018038C3
DE2018038C3 DE19702018038 DE2018038A DE2018038C3 DE 2018038 C3 DE2018038 C3 DE 2018038C3 DE 19702018038 DE19702018038 DE 19702018038 DE 2018038 A DE2018038 A DE 2018038A DE 2018038 C3 DE2018038 C3 DE 2018038C3
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DE
Germany
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dye
poly
coating
bis
perchlorate
Prior art date
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Expired
Application number
DE19702018038
Other languages
English (en)
Other versions
DE2018038A1 (de
DE2018038B2 (de
Inventor
Eugene Patrick; Owens James Michael; Rochester N.Y. Gramza (V.St.A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eastman Kodak Co
Original Assignee
Eastman Kodak Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eastman Kodak Co filed Critical Eastman Kodak Co
Publication of DE2018038A1 publication Critical patent/DE2018038A1/de
Publication of DE2018038B2 publication Critical patent/DE2018038B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2018038C3 publication Critical patent/DE2018038C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

35
+ X
R,
z-
40
worin R1 und R2 jeweils gleich einer Phenylgruppe oder substituierten Phenylgruppe, in der ein Subttituent aus einer Alkyl- oder Alkoxygruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen besteht, R3 gleich einer Phenylgruppe, die durch eine Alkylaminogruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe substituiert ist, X gleich einem Sauerstoff- oder Schwefelatom und Z- gleich einem Anion ist, verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Sensibilisierungsfarbstoff ein 2,4,6-Triphenylthiapyryliumfarbstoffsalz verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als 2,4,6-Triphenylthiapyryliumfarbstoffsalz4-(4-DimethylaminophenyO-2,6-diphenylthiapyryliumfiuoboratoder4-(4-DimethyIaminophenyl)-2,6-diphenylthiapyryliumperchlorat verwendet wird.
6. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel ein halogeniertes Alkan mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel Dichlormethan verwendet wird.
8. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß als Bindemittel ein PoIycarbonat verwendet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Photoleiter ein Di-, Tri- oder Tetraarylalkan, in dem mindestem! eine Arylgruppe durch eine Aminogruppe substituiert ist und in dem die Arylgruppe gleich einer Phenyl- oder Naphthylgruppe ist, eine metallorganisch^ Verbindung, in der mindestens eine Aminoarylgruppe an ein Metallatom der Gruppe lila, IVa, oder Va des Periodischen Systems der Elemente gebunden ist, oder ein Di- oder Triarylamin verwendet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Photoleiter 4,4'-Diäthylamino-2,2'-dimethvitriphenylmethan, 4-Diäthylaminotetraphenylmethan, 4,4\4"-Tris-(diäthylamino)-tetraphenylstannan, Diphenyl-bis-(p-diäthylaminophenyl)-stannan oder Tetra-p-diäthylaminophenylgerman verwendet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf 100 Gewichtsteile Feststoffe in der Beschichtungslösung 0,5 bis 30 Gewichtsteile Sensibilisierungsfarbstoff und 10 bis 80 Gewichtsteile Photoleiter verwendet werden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials aus einem elektrisch leitenden Schichtträger und mindestens einer heterogenen photoleitfähigen Schicht, die aus einer kontinuierlichen Phase aus einem Bindemittel und einer diskontinuierlichen Phase mit einem Gehalt an wenigstens einem Sensibilisierungsfarbstoff, der bei einer 25öOfachen Vergrößerung erkennbare Aggregate bildet, besteht, bei dem eine Sensibilisierungsfarbstoff, Bindemittel und Lösungsmittel enthaltende Beschichtungsflüssigkeit auf den Schichtträger aufgebracht und die erhaltene Schicht getrocknet wird.
Elektrophotographische Aufzeichnungsmaterialien und eiektrophotographische Verfahren des verschiedensten Typs sind bekannt und werden in zahlreichen Literaturstellen beschrieben, z. B. in den USA.-Patentschriften 2 221776; 2 277 013; 2 297 691;
2 357 809; 2 551 582; 2 825 814; 2 833 648; 3 220 324;
3 220 831 und 3 220 833. Zur Herstellung von Bildern mit Hilfe der Elektrophotographie wird in der Regel ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial mit einer normalerweise isolierenden photoleitfähigen Schicht bildmäßig einer elektromagnetischen Strahlung exponiert unter Bildung eines latenten elektrostatischen Ladungsbildes, worauf das erhaltene latente Bild nach üblichen bekannten Verfahren in ein sichtbares, dauerhaftes Eiild überführt wird.
Als besonders vorteilhaft hat sich die Verwendung eines elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials erwiesen, das eine photoleitfähige Schicht aus einem in einem elektrisch isolierenden harzartigen Stoff dispergierten Photoleiter aufweist. Zur Herstellung eines derartigen elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials wird in der Regel die photoleitfähige Beschichtungsmasse in Form einer Schicht auf einen Schichtträger aufgebracht, der voirher mit einer Schicht aus einem elektrisch leitfähigen Stoff überzogen worden war, oder direkt auf einen elektrisch leitfähigen Schichtträger, z. B. auf einen Schichtträger
ius einem elektrisch leitfähigen Metall. Es zeig.e sich, daß die elektrophotographischen Eigenschaften, z. B. die Empfindlichkeit und oder spekirale Charakteristik der phcHoIeitfihigen Schichten der erhaltenen elektrophotographischen Aufzeichnungsmateriaüen dadurch verbesserbar sind, daß den \erwendeten photoleitfähisen Beschichtungsmassen ein oder mehrere photosensibiüsierende Substanzen oder Zusätze einverleibt werden. Typische geeignete derartige Zusätze werden z. B. in den USA.-Patentschriften 3 250 615, 3 141 770 sowie 2 9S7 395 beschrieben. Photosensibilisierende Zusätze des angegebenen Typs bewirken in vorteilhafter Weise eine Änderung in der Sensibilisierung oder Empfindlichkeit der photoleitfähigen Schicht, der sie einverleibt sind, und oder eine Änderung von deren spektralen Charakteristik. So kann z. B. mit Hilfe derartiger Zusätze die Empfindlichkeit eines elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials gegenüber Strahlung einer bestimmten Wellenlänge erhöht oder gegebenenfalls gegenüber einem breiten Wellenlängenbereich bewirkt werden. Der eine derartige Sensibilisierung bewirkende Mechanismus ist zur Zeit, trotz der extrem großen Bedeutung dieses Phänomens, noch nicht vollständig aufgeklärt. Die besondere Bedeutung, die die Fachweh der angegebenen Sensibilisierung beimißt, ergibt sich z. B. daraus, daß in allen einschlägigen Fachkreisen intensiv nach vorteilhaften photosensibilisierenden Verbindungen für photoleitfähige Beschichtungsmassen des angegebenen Typs geforscht wird.
Die Art und Weise, in welcher eine Änderung der elektrophotographischen Eigenschaften angestrebt wird, hängt in der Regel davon ab. für welchen Verwendungszweck das betreffende elcktrophotographische Aufzeichnungsmaterial bestimmt ist. So sollte z. B. in der Dokumentkopiertechnik der in dem elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterial vorliegende Photoleiter eine spektrale Empfindlichkeit aufweisen, die die Wiedergabe des gesamten, dabei in Frage kommenden weiten Farbbereichs ermöglicht. Entspricht der verwendete Photoleiter nicht oder nicht vollständig den angegebenen Bedingungen, so werden dessen spektrale Eigenschaften in vorteilhafter Weise durch Zugabe von spektralsensibilisierenden Zusätzen des angegebenen Typs verändert. Für andere Verwendungszwecke erweist sich oftmals die Beeinflussung anderer elektrophotographischer Eigenschaften als vorteilhaft, um auf diese Weise z. B. elektrophotographische Aufzeichnungsmaterialien zu erzielen, die ein hohes Oberflächenpotential aufzunehmen imstande sind und weitere vorteilhafte Eigenschaften aufweisen, ζ. B. einen geringen Ladungsabfall im Dunkeln, eine hohe, sich aus der Empfindlichkeitskurve ergebende Empfindlichkeit, ein geringes Restpotential nach der Belichtung und Widerstandsfähigkeit gegenüber Ermüdung.
Oftmals wird die Sensibilisierung der zur Herstellung von elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialienbestimmtenphotoleitfähigen Beschichtungsmassen mit einem Gehalt an Photoleitern bestimmten Typs durch Zugabe bestimmter Farbstoffe aus der großen Zahl der zur Zeit bekannten Farbstoffe bewirkt. Nachteilig ist jedoch, daß durch Zugabe dieser bekannten Zusätze in der Regel keine photoleitfähigen Beschichtungsmassen erhalten werden, in denen alle angegebenen Eigenschaften, die erst in ihrem Zusammenwirken zu qualitativ hochwertigen elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien führen, merklich verbessert sind. Es besieht daher immer noch ein Bedarf nach Verfahren zur Herstellung son elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialiien mit verbesserten Eigenschaften, z. B. verbesserter Empfindlichf keil im Schulter- und Durchhangbereich der Empfindlichkeitskurve, verbesserten Wiedergabeeigenschaften für volle Flächen, rascher Regenerierung und vorteilhafter elektrophotographischer Empfindlichkeit scwohl bei positiver als auch bei negativer eiektrostatischer Aufladung.
Es sind bereits Verfahren bekannt, mit deren Hilfe elektrophotographische Aufzeichnungsmateriaüen mit Farbstoffaggregate enthaltenden heterogenen photoleitfähigen Schichten, die die meisten der angegebenen Nachteile bekannter elektrophotographischer Aufzeichnungsmaterialien nicht besitzen, herstellbar sind. So wird z. B. in der belgischen Patentschrift 705 117 ein Verfahren zur Herstellung eines elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials beschrieben, bei dem ein Sensibilisierungsfarbstoff und ein polymeres Bindemittel in einem üblichen bekannten Lösungsmittel gelöst, die erhaltene Beschichtungsmasse auf einen elektrisch leitfähigen Schichtträger aufgetragen, die erhaltene Schicht getrocknet und anschließend mit einem Lösungsmittel oder Lösungsmitteldämpfen behandelt wird, um die Schicht aufzuweichen und die vorhandenen Farbstoffmoleküle zu aggregieren. Nachteilig an diesem bekannten Veifahren ist jedoch, daß nach dem Aufbringen der Beschichtungsmasse noch eine zusätzliche Verfahrensstufe, nämlich die Behandlung mit einem Lösungsmittel, erforderlich ist. Ferner wird in der belgischen Patentschrift 705 118 ein Verfahren zur Herstellung eines elektrophotographibchen Aufzeichnungsmaterials des angegebenen Typs beschrieben, mit dessen Hilfe die im Anschluß an die Beschichtung des Schichtträgers erforderliche zusätzliche Verfahrensstufe vermieden und die Aggregatbildung der Farbstoffmoleküle dadurch bewirkt wird, daß die Beschichtungsmasse aiiis Sensibilisierungsfarbstoff und polymeren! Bindemittel vor dem Aufbringen auf den Schichtträger starken, bei hohen Drehzahlen erzeugten Scherkräften unterworfen wird. Nachteilig an diesem bekannten Verfahren ist jedoch, daß zu dessen Durchführung ebenfalls eine zusätzliche
Verfahrensstufe, nämlich die Einwirkung von Scherkräften auf die Beschichtungsmasse, erforderlich ist. Es ist auch bereits ein Verfahren bekannt, nach dem elektrophotographische Aufzeichnungsmaterialien mit höherer Empfindlichkeit als nach den aus den angegebenen belgischen Patentschriften bekannten Verfahren herstellbar sind. So wird z. B. in der belgischen Patentschrift 729 078 ein Verfahren beschrieben, nach dem auf die photoleitfähige Schicht eines nach den bekannten Verfahren hergestellten elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials eine zusätzliche Schicht aus einem Farbstoff in Form einer Farbstofflösung aufgebracht wird. Dieses bekannte Verfahren hat jedoch den Nachteil, daß es einen zusätzlichen Beschichtungsvorgang erfordert.
Nachteilig an den angegebenen bekannten Verfahren ist ferner, daß die zur Herstellung der heterogenen photoleilfähigen Beschichtungsmassen verwendeten Farbstoffe unterschiedliche kristalline Strukturen aufweisen. Je nach dem Typ der vorliegenden kristallinen Struktur des Farbstoffes kann die Bildung der Farbstoffaggregate bei Verwendung der angegebenen bekannten Verfahren vergleichsweise leicht oder sehr schwierig sein.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren anzugeben, mit dessen Hilfe einfach durch Hersteilung einer photoleitfähigen Beschichtungslösung und Aufbringung derselben auf einen Schichtträger hochempfindliche elektrophotographische Aufzeichnungsmaterialien mit photoleitfähigen Schichten, die die Sensibilisierungsfarbstoffe in Form von Aggregaten enthalten, unabhängig vom Tvp der vorliegenden kristallinen Struktur der verwendeten Farbstoffe, unter Anwendung eines einzigen Beschichtungsvorganges ohne zusätzliche, die Bildung der Farbsto.Taggregate bezweckende Verfahrensstufen herstellbar sind.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die angegebene Aufgabe dadurch lösbar ist, daß die aus Sensibilisierungsfarbstoff, filmbildendem polymerem Bindemittel und Lösungsmittel bestehende Beschichtungslösung in genau definierter Weise hergestellt wird.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials aus einem elektrisch leitenden Schichtträger und mindestens einer heterogenen photoleitfähigen Schicht, die aus einer kontinuierlichen Phase aus einem Bindemittel und einer diskontinuierlichen Phase mit einem Gehalt an wenigstens einem Pyry-Hum-, Thiapyrylium- oder Selenapyrylium-Sensibilisierungsfarbstoff, der bei einer 2500fachen Vergrößerung erkennbare Aggregate bildet, besteht, bei dem eine Sensibilisierungsfarbstoff, Bindemittel und Lösungsmittel enthaltende Beschichtungsflüssigkeit auf den Schichtträger aufgebracht und die erhaltene Schicht getrocknet wird, das dadurch gekennzeichnet ist, daß zur Herstellung der Beschichtungsflüssigkeit der (die) Sensibilisierungsfarbstoff(e) in dem Lösungsmittel gelöst, zu dieser Lösung das Bindemittel zugesetzt und die erhaltene Masse vor dem Aufbringen auf den Schichtträger innig vermischt wird.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß qualitativ hochwertige elektrophotographische Aufzeichnungsmaterialien mit verbesserter Empfindlichkeit und ge- wünschtenfalls höherer Farbstoffkonzentration sowie mit verbessertem Regeneriervermögen unabhängig von der kristallinen Struktur der verwendeten Sensibilisierungsfarbstoffe in einfacher, leicht steuerbarer sowie zeit- und kostensparender Weise herstellbar sind.
Die zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung verwendbaren heterogenen Beschichtungslösungen wirken sowohl als Photoleiter als auch als Sensibilisatoren für Photoleiter.
Erfindungsgemäß werden somit die verwendeten Farbstoffe in einem organischen Beschichtungslösungsmittel gelöst, bevor ihnen weitere Zusätze beigemischt werden. Erst nach Lösen der Farbstoffe werden die erhaltenen Lösungen in dei Regel unter Rühren mit polymeren Bindemitteln versetzt und die Bindemittel gelöst. Auf diese Weise werden heterogene, mehrphasige Beschichtungslösungen erhalten, deren aus Farbstoffaggregaten bestehende diskontinuierliche Phase bei 2500facher Vergrößerung sichtbar ist, obwohl die erhaltenen Beschichtungslösungen dem unbewaffneten Auge gegebenenfalls praktisch optisch klar erscheinen. Gegebenenfalls kann jedoch auch eine makroskopische Heterogenität vorliegen. Die die diskontinuierliche Phase bildenden Farbstoffaggregate weisen zweckmäßig zum überwiegenden Teil eine Teilchengröße von etwa 0,01 bis 25 Mikron auf. Dienen jedoch die erhaltenen heterogenen Bisc'iichtun'jslösungcn zur Sensibilisierung von zus:it/.lic'i vorhandenen teilchenförmigen Photoleitern, z. B. Zinkoxyd, so besteht deren diskontinuierliche Phase gegebenenfalls aus Partikeln mit einer Teilchengröße außerhalb des angegebenen Bereichs.
Die erfindungsgemäß erhaltenen heterogenen phctoleitfähigen Massen bestehen aus Farbstoffe und polymere Bindemittel enthaltenden mehrphasigen organischen Feststoffen. Die polymeren Bindemittel bilden ein amorphes Grundgefüge in Form einer kontinuierlichen Phase, das eine abgesonderte diskontinuierliche Phase enthält, was den Unterschied zu einer Lösung ausmacht. Die diskontinuierliche Phase enthält einen wesentlichen Anteil, in der Regel die Hauptmenge des vorhandenen Sensibilisierungsfarbstoffes. Es ist anzunehmen, daß der in der diskontinuierlichen Phase vorhandene Farbstoff in Form von Partikeln vorliegt, doch muß diese diskontinuierliche Phase nicht vollständig aus Farbstoffmoleküler. bestehen. Vermutlich besteht in einigen Fällen die diskontinuierliche Phase aus einem cokristallinen Komplex aus Farbstoff und polymeren* Bindemittel, doch ist anzunehmen, daß die erfindungsgemäß erzeugbaren Farbstoffaggregate nichtnotwendigerweise aus Farbstoff und Polymerisat bestehen. Vorzugsweise befindet sich praktisch der gesamte vorhandene Farbstoff in der diskontinuierlichen Phase.
Wird die bei Verwendung des Verfahrens der Erfindung anfallende Beschichtungsmasse in Kombination mit einem organischen Photoleiter verwendet, so enthält die gebildete photoleitfähige Masse in der Regel nur zwei Phasen, da der Photoleiter mit der aus Polymerisat bestehenden kontinuierlichen Phase in der Regel eine Feststofflösung bildet. Wird andererseits die bei Verwendung des Verfahrens der Erfindung anfallende mehrphasige Beschichtungsmasse in Kombination mit einem teilchenförmigen Photoleiter verwendet, so liegen gegebenenfalls drei Phasen vor, nämlich eine aus Polymerisat bestehende kontinuierliche Phase, ferner eine den Sensibilisierungsfarbstoff enthaltende diskontinuierliche Phase des angegebenen Typs sowie ferner eine weitere diskontinuierliche Phase aus dem teilchenförmigen Photoleiter. Selbstverständlich kann die bei Verwendung des Verfahrens der Erfindung anfallende mehrphasige Beschichtungsmasse gegebenenfalls auch noch zusätzliche diskontinuierliche Phasen, z. B. aus eingeschlossenen Verunreinigungen u. dgl., enthalten.
Ein weiteres Merkmal der bei Verwendung des Verfahrens der Erfindung anfallenden Beschichtungsmassen ist die Tatsache, daß ihr Absorptionsmaximum in einem Spektralbereich liegt, der langer- oder kürzerwellig ist als derjenige, in dem das Absorptionsmaximum einer praktisch homogenen Masse aus Farbstoffen und Polymerisaten gleichen Typs, wenn diese in Form einer Feststofflösung vorliegen, liegt. Wie weit das Absorptionsmaximum derartiger heterogener Beschichtungsmassen auf Grund der Bildung von Farbstoffaggregaten in andere Wellenlängenbereiche verschoben wird, hängt davon ab, bis zu welchem Prozentsatz der vorhandene Farbstoff aggregiert. In den bei Verwendung des Verfahrens der Erfindung anfallenden mehrphasigen heterogenen Beschichtungsmassen ist das Absorptionsmaximum in der Regel um mindestens etwa 10 ΐημ verschoben gegenüber homogenen Massen vergleichbaren Typs. Werden Fnrbstoffgemischc verwendet, so kann gegebenenfalls ein Farbstoff die Lace des Absorptionsrmxirnil'TlS nac'l
Wr>llr>nl?inai»n
anderer Farbstoff die Lage des Absorptionsmaximums nach kürzeren Wellenlängen verschieben. Heben sich in einem solchen Falle die Lageverschiebungen des Absorptionsmaximums mehr oder weniger auf, so gelingt der Nachweis, daß eine heterogene Beschichtungsmasse vorliegt, gegebenenfalls leichter durch Sichtbarmachung der diskontinuierlichen Phase bei entsprechender Vergrößerung.
Zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung sind Sensibilisierungsfarbstoffe des verschiedensten Typs verwendbar. Typische geeignete Sensibilisierungsfarbstoffe sind z. B. Pyryliumfarbstoffe, beispielsweise Pyrylium-, Thiapyrylium- und Selenapyryliumfarbstoffsalze der allgemeinen Formel:
»5
R"
z-
Vcrbindung
Tabelle I
Bezeichnung
1 4-[4-Bis-(2-chloroäthyl)aminophenyl]-2,6-diphenylthiapyryIium-perchlorat
2 4-{4-Dimethylaminophenyl)-2,6-diphenylthiapyryliumperchlorat
a5
in der bedeuten:
R«, R*, Rc, R" und R" für sich allein Wasserstoffatome, Alkylreste mit z. B. 1 bis 15 Kohlenstoffatomen, beispielsweise Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, tertiär-Butyl-, Amyl-, Isoamyl-, Hexyl-, Octyl-, Nonyl- oder Dodecylreste, Alkoxyreste, z. B. Methoxy-, Äthoxy-, Propoxy-, Butoxy-, Amyloxy-, Hexoxy- oder Octoxyreste, oder gegebenenfalls substituierte Arylreste der Phenyl- und Naphthylreihe, z. B. Phenyl- oder 4-Diphenylreste, oder Alkylphenylreste, z. B. 4-Äthylphenyl- oder 4-Propylphenylreste, oder Alkoxyphenylreste, z. B. 4-Äthoxyphenyl-, 4-Methoxyphenyl-, 4-Amyloxyphenyl-, 2-Hexoxyphenyl-, 2-Methoxyphenyl- oder 3,4-Dimethoxyphenylreste, oder /J-Hydroxyalkoxyphenylreste, z. B. 2-Hydroxyäthoxyphenyl- oder 3-Hydroxyäthoxyphenylreste, oder 4-Hydroxy phenylreste oder Haiogenphenylreste, z. B. 2,4-Dichlorophenyl-, 3,4-Dibromophenyl-, 4-Chlorophenyl- oder 3,4-Dichlorophenylreste, oder Azidophenyl-, Nitrophenyl- oder Aminophenylreste, z. B. 4-Diäthylaminophenyl- oder 4-Dimethylaminophenylreste, oder Naphthylreste oder vinylsubstituierte Arylreste, z. B. Styryl-, Methoxystyryl-, Diäthoxystyryl-, Dimethylaminostyryl-, 1-ButyM-p-dimethylaminophenyl-l^-butadienyl- oder /^-Äthyl^dimethylaminostyrylreste oder Ra und R* oder Rd und Rc zusammen die zur Vervollständigung eines an den Pyryliumkern ankondensierten Arylringes erforderlichen Atome, X ein Schwefel-, Sauerstoffoder Selenatom sowie Z" ein Anion, ζ. B. ein Perchlorat-, Fluoroborat-, Jodid-, Chlorid-, Bromid-, Sulfat-, Perjodat- oder p-Tolualsulfonation.
Typische geeignete Pyryliumfarbstoffe sind in der folgenden Tabelle I aufgeführt
Verbindung Nr.
Bezeichnung
4-(4-DiiTu:lhylaminophenyl)-2,6-diphenylthiapyryliumfluoroborat
4-(4-Dimt:thyIamino-2-methylphenyl)-2,6-diphenylpyrylium-perchlorat 4-[4-Bis(2-chloroäthyl)aminophenyl]-2-(4-methoxyphenyl)-6-phenylthiapyryliumperchlorat
4-(4-Dimethylaminophenyl)-2,6-diphenylthiapyryliumsulfat
4-(4-Dimcthylaminophenyl)-2,6-diphenylthiapyrylium-p-toluolsulfonat 4-(4-Dimi:thylaminophenyl)-2,6-diphenylpyrylium-p-toluolsulfonat
2-(2,4-Dimethoxyphenyl)-4-(4-dimethylaniinophenyl)-benzo(b)pyrylium-perchlorat 2,6-Bis(4-äthylphenyl)-4-(4-dimethylaminophenyl)-t!iiapyrylium-perchlorat 4-(4-Dimethylaminophenyl)-2-(4-methoxyphenyl)-6-phenylthiapyrylium-perchlorat 4-(4-Dimethylaminophenyl)-2-(4-äthoxyphenyl)-6-phenylthiapyrylium-perchlorat 4-(4-Dimethylaminophenyl)-2-(4-methoxyphenyl)-6-(^>-methylphenyl)pyryliumperchlorat
4-(4-Diphenylaminophenyl)-2,6-diphenylthiapyrylium-perchlorat
2,4,6-Triphenylpyrylium-perchlorat 4-(4-Methoxyphenyl)-2,6-diphenylpyryliumperchlonit
4-(2f4-Dichlorophenyl)-2,6-diphenylpyryliumperchlorat
4-(3,4-DichlorophenyI)-2,6-diphenylpyryliumperchlorat
2,6-Bis(4-methoxyphenyl)-4-phenylpyryliumperchlorat
6-(4-MethoxyphenyI)-2,4-diphenylpyryliumperchlorat
2-(3,4-Dichiorophenyl)-4-(4-methoxyphenyl)-6-pheny 1 py rylium-perchlorat 4-(4-Amyloxyphenyl)-2,6-bis(4-äthylphenyl)-pyrylium-perchlorat
4-(4-Amyloxyphenyl)-2,6-bis(4-methoxyphenyl)-py ry 1 i um -perchlorat
2,4,6-Triphenylpyrylium-fluoroborat 2,6-Bis(4-äthylphenyl)-4-(4-methoxyphenyl)-pyrylium-perchlorat
2,6-Bis(4-äthylphenyl)-4-(4-methoxyphenyl)-pyrylium-fluoroborat
6-(3,4-Diäthoxystyryl)-2,4-diphenylpyiryliumperchlorat
6-(3,4-Diätllioxy-/3-amylstyryl)-2,4-diphenylpyrylium-fluoroborat
6-(4-Dimetfaylamino-/?-äthylstyryl)-2,4-diphenyI pyrylium.-fiuoroborat
6-(l-n-A;tnyl-4-p-dimethylaminophenyll,3-butadienyl)-2,4-diphenylpyryliumfluoroborai:
6-(4-Din"iethylaminostyryl)-2,4-diphenylpyryliurnfluoroborat
6-[a-Äthyl-^,^-bis(dimethylaminophenyl)-vinyJen]-2,4-diphenylpyrylium-fluoroborat 6-(l-Butyl-4-p-dimethylaminophenyll,3-butadienyl)-2,4-diphenylpyryliumfluoroborat
6-(4-Dimethylaminostyryl)-2,4-diphenylpyrylium-perchlorat
609 621/396
Verbindung
Nr.
Bezeichnung Verbindung
Nr.
Bezeichnung
35 6-[/f,/?-Bis(4-dimethylaminophenyl)vinylen]-2,4-diphenylpyrylium-perchlorat
36 2,6-Bis(4-dimethylaminostyryl)-4-phenylpyrylium-perchlorat
37 6-(/?-MethyI-4-dimethyiaminostyryl)-2,4-diphenylpyrylium-fiuoroborat
38 6-[l-Äthyl-4-(4-dimethylaminophenyl)-l,3-butadienyl]-2,4-diphenylpyrylium- fluoroborat
39 6-[/?,/J-Bis(4-dimethylaminophenyl)vinylen]-2,4-diphenylpyryIium-fluoroborat
40 6-[l-Methyl-4-(4-dimethylaminophenyl)-l,3-butadienyl]-2,4-diphenylpyrytium- fluoroborat
41 4-(4-Dimethylaminophenyi)-2,6-diphenylpyrylium-oerchlorat
42 2,6-Bis(4-äthylphenyl)-4-phenylpyryliumperchlorat
43 2.6-Bis(4-äthylphenyl)-4-methoxyphenylthiapyrylium-fluoborat
44 2,4,6-Triphenylthiapyrylium-perchlorat
45 4-(4-Methoxyphenyl)-2,6-diphenylthiapyryliumperchlorat
46 6-(4-Methoxyphenyl)-2,4-diphenylthiapyryliumperchlorat
47 2,6-Bis(4-methoxyphenyI)-4-phenylthiapyryliumperchlorat
48 4-(2,4-Dichlorophenyl)-2,6-diphenylthiapy ryl i u m-perchJorat
49 2,4,6-Tri(4-methoxyphenyl)thiapyryliumperchlorat
50 2,6-Bis(4-äthylphenyl)-4-phenylthiapyryliumperchlorat
51 4-(4-Amyloxyphenyl)-2,6-bis(4-äthylphenyl)-thiapyrylium-perchlorat
52 6-(4-Dimethylaminostyryl)-2,4-diphenylthiapyrylium-perchlorat
53 2,4,6-Triphenylthiapyrylium-fluoroborat
54 2,4,6-TriphenylthiapyryIium-sulfat
55 4-(4-Methoxyphenyl)-2,6-diphenylthiapyryli umfluoroborat
56 2,4,6-TriphenyIthiapyrylium-chlorid
57 2-(4-AmyIoxyphenyl)-4,6-diphenylthiapyryliumfluoroborat
58 4-(4-Amyloxyphenyl)-2,6-bis(4-methoxyphenyl)-thiapyrylium-perchlorat
59 2,6-Bis(4-äthylphenyl)-4-(4-methoxyphenyl)-thiapyrylium-perchlorat
60 4-Anisyl-2,6-bis(4-n-amyloxyphenyl)-thiapyrylium-chlorid
61 2-[^,/3-Bis(4-dimethylaminophenyl)vinylen]-4,6-diphenylthiapyrylium-perchlorat
62 6-(/?-Äthyl-4-dimethylaminostyryl)-
2,4-diphenylthiapyrylium-perchlorat
63 2-(3,4-Diäthoxystyry])-4,6-diphenylthiapyryliumperchlorat
64 2,4,6-TrianisyIthiapyrylium-perchlorat
65 6-Äthyl-2,4-diphenylpyrylium-fluoroborat
66 2,6-Bis(4-äthylphenyl)-4-(4-methoxyphenyl)-thiapyrylium-chlorid
67 6-[y3,/3-Bis(4-dimethylaminophenyl)vinylen]-2,4-di(4-äthylphenyl)pyrylium-perchlorat
68 2,6-Bis(4-amyloxyphenyI)-4-(4-methoxyphenyl)-thiapyrylium-perchlorat
69 6-(3,4-Diäthoxy-/?-äthylstyryl)-2,4-diphenylpyrylium-fluoroborat 70 6-(4-Methoxy-/?-äthylstyryl)-2,4-diphenyl-
pyrylium-fliuoroborat
71 2-(4-Äthylphenyl)-4,6-diphenylthiapyryliumperchlorat
72 2,6-Diphenyl-4-(4-methoxyphenyl)thiapyryliumperchlorat
73 2,6-Diphenyl-4-(4-methoxyphenyl)thiapyryliumfluoroborat
74 2,6-Bis(4-äthyIphenyl)-4-(4-n-aniyloxyphenyl)-thiapyrylium-perchlorat
75 2,6-Bis(4-metnoxyphenyl)-4-(4-n-amyloxyphenyl)lhiapyrylium-perchK rat
76 2,4,6-Tris(4-methoxyphenyl)thiapyryliumfluoroborat
77 2,4-Diphenyl-6-(3,4-diäthoxyslyryl)pyryliumpcrchlorat
78 4-(4-Dimethylaminophenyl)-2-phenylbenzo(b)-ao selenapyrylium-perchlorat
79 2-(2,4-Dimethoxyphenyl)-4-(4-dimethylaminophenyl)-benzo(b)selenapyrylium-perchlorat
80 4-(4-DirnethyIarninophenyl)-2,6-diphenylselenapryrylium-perchlorat
a5 81 4-(4-DimethyIaminophenyl)-2-(4-äthoxyphenyl)-6-phenylselenapyrylium-perchlorat
82 4-[4-Bis(2-chloroäthyl)-aminophenyl]-2,6-diphen.yIselenapyrylium-perchlorat
83 4-(4-Dimethylaminophenyl)-2,6-bis(4-äthylphenyl)-selenapyrylium-perchlorat
84 4-(4-Dimethylamino-2-methylphenyl)-2,6-diphenylselenapyrylium-perchlorat
85 3-(4-Dimethylaminophenyl)naphtho(2,l-b)-selenapyrylium-perchlorat
86 4-(4-DimethyIaminostyryl)-2-(4-methoxyphenyl)-benzo(b)selenapyrylium-perchlorat
87 2,6-Di(4-diäthyIaminophenyl)-4-phenylselenapyrylium-perchlorat und
88 4-(4-Dimethylaminophenyl)-2-(4-äthoxyphenyl)-6-pheny]thiapyrylium-nuoroborat
Als besonders vorteilhaft hat sich die Verwendung von Pyryliumfarbstoffsalzen der allgemeinen Formel:
ry
erwiesen, in der bedeuten: R1 und R2 gegebenenfall substituierte Phenylreste, die, falls sie substituiert sind mindestens einen aus einem Alkylrest mit 1 bi Kohlenstoffatomen oder einem Alkoxyrest mit 1 bi Kohlenstoffatomen bestehenden Substituenten auf weisen, R3 einen alkylamino-substituierten, gegebenen falls auch dialkylamino- oder halogenalkylamino substituierten Phenylrest mit einer 1 bis 6 Kohlenstoff atome aufweisenden Alkylkomponente, X ein Sauer stoff- oder Schwefelatom sowie Z~ ein Anion der an gegebenen Bedeutung.
Zur Durchführung des Verfahrens der Erfindun sind die verschiedensten üblichen bekannten elektrisc
isolierenden, filmbildenden polymeren Bindemittel verwendbar, z. B. Polycarbonate und Polythiocarbonate, Polyvinyläther, Polyester, Poly-\-olefine, Phenolharze u. dgl. Verwendbar sind ferner auch Gemische derartiger Polymerisate. Geeignete derartige Polymerisate üben eine zweifache Funktion aus, nämlich sie wirken mit bei der Bildung der Farbstoffaggregate, und sie wirken ferner als Bindemittel, die eine Haftung zwischen den photoleitfähigen Schichten und den Schichtträgern bewirken. Typische geeignete polymere Bindemittel sind in der folgenden Tabelle Il aufgeführt.
Verbindung
Nr.
Verbindung
Nr.
Tabelle 11
Bezeichnung der Polymeren
1 Polystyrol
2 Polyvinyltoluol
3 Polyvinylanisol
4 Polychlorostyrol
5 Poly-Ji-methylstyrol
6 Polyacenaphthalen
7 Poly(Vinylisobutyläther)
8 Poly(Vinylcinnamat)
9 Poly(Vinylbenzoat)
10 Poly(Vinylnaphthoat)
11 Polyvinylcarbazol
12 Poly(Vinylencarbonat)
13 Polyvinylpyridin
14 Poly( Vinylacetat)
15 Poly(Vinylbutyral)
16 PoIy(Äthylmethacrylat)
17 Poly(Butylmethacrylat)
18 Poly(Styrol-co-Butadien)
19 Poly(StyroI-co-Methylmethacrylat)
20 Poly(Styrol-co-Äthylacrylat)
21 Poly(Styrol-co-Acrylonitril)
22 Poly(Vinylchlorid-co-Vinylacetat)
23 PolyiVinylidenchlorid-co-Vinylacetat)
24 Poly(4,4'-Isopropylidendiphenyl-co-4,4'-Isopropyliden-dicyclohexylcarbonat)
25 Poly[4,4'-IsopropyIiden-bis(2,6-dibromophenyl) carbonat]
26 Poly[4,4'-lsopropyliden-bis(2,6-dichlorophenyl) carbonat]
27 Poly[4,4'-Isopropyliden-bis(2,6-dimethylphenyl) carbonat]
28 Poly(4,4'-Isopropylidendiphenyl-co-l ,4-Cyclohexyldimethylcarbonat)
29 Poly(4.4'-Isopropylidendiphenylterephthalatco-Isophtha^at)
30 Poly(3,3'-Äthylendioxyphenylthiocarbonat)
31 Poly(4,4'-Isopropylidendiphenylcarbonatco-Terephthalat)
32 Poly(4,4'-Isopropylidendiphenylcarbonat)
33 Poly(4,4'-Isopropylidendiphenylthiocarbonat)
34 Poly(2,2-Butan-bis-4-phenylcarbonat)
35 Poly(4,4'-Isopropylidendiphenylcarbonatblock-Äthylenoxyd)
36 Poly(4,4'-Isopropylidendiphenylcarbonatblock-Tetramethylenoxyd)
37 PoIy[4,4'-Isopropyliden-bis(2-methylphenyl)-carbonat]
38 Poly(4,4'-Isopropylidendiphenylco-l,4-Phenylencarbonat)
39 Poly(4,4'-Isopropylidendiphenylco-l,3-Phenylencarbonat)
Bezeichnung der Polymeren
40 Poly(4,4'-isopropylidendiphenyl»co-4,4'-Diphenylcarbonat)
41 Poly(4,4'-Isopropylidendiphenyl-co-4,4'-Oxydiphenylcarbonat)
42 Poly(4,4'-lsopropylidendiphenyl-co-4,4'-Carbonyldiphenylcarbonat)
43 Poly(4,4'-Isopropylidendiphenyl-co-4,4'-Äthylendiphenylcarbonat)
44 Poly[4,4'-MethyIen-bis(2-methyIphenyl)-carbonat]
45 Poly[l,l-(p-Bromophenyläthan)bis(4-phenyl)-carbonat]
46 Poly[4,4'-Isopropylidendiphenyl-co-Sulfonylbis(4-phenyl)carbonat]
47 Poly[l,l-Cyclohexan-bis(4-phenyl)carbonat]
48 Poly(4,4'-lsopropylidendipnenoxydimethylsilan)
49 Poly[4,4'-Isopropyliden-bis(2-chlorophenyl)-carbonat]
50 Poly[\,\,\',\'-Tetramelhyl-p-xyryIolbis(4-phenylcarbonat)]
51 Poly(Hexafluoroisopropyliden-di-4-phenylcarbonat)
52 PolyfDichlorotetrafluoroisopropylidendi-4-phenylcarbonat)
53 Poly(4,4'-Isopropylidendiphenyl-4,4'-isopropylidendibenzoat)
54 Poly(4,4'-lsopropylidendibenzyl-4,4'-isopropylidendibenzoat)
55 Poly(4,4'-Isopropyliden-di-l-napthylcarbonat)
56 Poly[4,4'-Isopropyliden-bis(phenoxy-4-phenylsulfonat)]
57 Acetophenon-Formaldehydharz
58 Poly[4,4'-Isopropyliden-bis(phenoxyäthyl)-co-Äthylenterephthalat]
59 Phenol-Formaldehydharz
60 Polyvinylacetophenon
61 chloriertes Polypropylen
62 chloriertes Polyäthylen
63 Poly(2,6-Dimethylphenylenoxyd)
64 Poly(Neopentyl-2,6-naphthalindicarboxylat)
65 PolyfÄthylenterephthalat-co-Isophthalat)
66 Polyil^-Phenylen-co-l.S-Phenylensuccinat) - 45 67 Poly(4,4'-Isopropylidendiphenylphenylphosphonat)
68 Poly(m-Phenylcarboxylat)
69 Poly(l,4-Cyclohexandimethylterephthalatco-Isophthalat)
70 Poly(Tetramethylensuccinat)
71 Poly(Phenolphthaleincarbonat)
72 Poly(4-Chloro-1,3-phenylencarbonat)
73 Poly(2-Methy 1-1,3-phenylencarbonat)
74 Poly( 1 ,l-Bi-2-naphthylthiocarbonat)
75 Poly(Diphenylmethan-bis-4-phenylcarbonat)
76 Poly [2,2-(3-Methylbutan)bis-4-phenylcarbonat]
77 Poly[2,2-(3,3-Dimethylbutan)bis-4-phenylcarbonat]
78 Poly{l,l-[l-(l-Naphthyl)]bis-4-phenylcarbonat} 79 Poly[2,2-(4-Methylpentan)bis-4-phenylcarbonat]
80 Poly[4,4'-(2-Norbornyliden)diphenylcarbonat]
81 Poly[4,4'-(Hexahydro-4,7-methanoindan-5-yliden)-diphsnylcarbonat] und
82 Poly(4,4'-Isopropylidendiphenylcarbonatblock-Oxytetramethylen)
Die Verbindungen Nr. 28, 30 bis 47, 49, 51, 53, und 76 bis 82 der angegebenen Tabelle II haben sich
Z UlöU3Ö
zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung als besonders vorteilhaft erwiesen.
Bevorzugt verwendete polymere Bindemittel sind z. B. auch lineare Polymerisate oder Mischpolymerisate mit wiederkehrenden Struktureinheiten der allgemeinen Formel:
R7
c -Rs
in der bedeuten:
R4 und R5 für sich allein Wasserstoffatome, gegebenenfalls substituierte Alkylreste, beispielsweise
Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, tertiär-Butyl-, Pentyl-, Hexyl-, Heptyl-, Octyl-, Nonyl-, Decyl- oder Trifluoromethylreste, oder gegebenenfalls substituierte Arylreste der Phenyl- und Naphthylreihe, deren gegebenenfalls vorhandene Substituentcn z. B. aus Halogenatomen oder Alkylresten mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen bestehen, oder zusammen die zur Vervollständigung eines cyclischen Kohlenwasserstoffrestes, z. B. eines Cycloalkanrestes, beispielsweise
ίο eines Cyclohexylrestes, od;reines Polycycloalkanrestes, beispielsweise eines Norbornylrestes, erforderlichen Atome, wobei die Reste R4 und R5 zusammen bis zu 19 Kohlenstoffatome aufweisen, R8 und R7 Wasserstoff oder Halogenatome, beispielsweise Chlor-, Brom- oder Jodatome, oder Alkylreste mit 1 bis 5 Kohlenstoffatomen sowie R8 einen zweiwertigen Rest der Formeln
O SO
O —C —Ο—, —O —C —O—, —C — O —,
C-O-CH2-,
O CH3
— C — O — CH-
O |O
— CH2 — O — C — O — oder — O — P — O
I ο ■ -
Handelt es sich bei den linearen Polymerisaten um hydrophobe Polycarbonate, so hat sich die Verwendung von Polymerisaten mit wiederkehrenden Struktureinheiten der folgenden Formel:
R1 O
i
— R —C —R —O —C —O -
R5
in der R1 und R^ die angegebene Bedeutung haben und die Reste R Phenylenreste, die mit Halogenatomen oder Alkylresten substituiert sein können, bedeuten.
Verbindungen des angegebenen Typs werden z. B. in den USA.-Patentschriften 3 028 365 und 3 317 466 beschrieben. Als besonders vorteilhaft hat sich die Verwendung von Polycarbonaten erwiesen, die in der wiederkehrenden Struktureinheit eine Alkyliden-diarylenkomponente enthalten, z. B. unter Verwendung von Bisphenol A hergestellte Polycarbonate, z. B. solche, die durch Esteraustausch zwischen Diphenylcarbonat und 2,2-Bis-4-hydroxyphenylpropan gewonnen werden. Verbindungen des angegebenen Typs werden z. B. in den USA.-Patentschriften 2 999 750, 3 038 874, 3 038 879, 3 038 880, 3 106 544, 3 106 545 und 3 106 546 beschrieben sowie ferner in der veröffentlichten australischen Patentanmeldung Nr. 19 575/56.
Zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung hat sich die Verwendung von filmbildenden Polycarbonat des verschiedensten Typs als zweckmäßig erwiesen, wobei besonders vorteilhafte Ergebnisse mit solchen im Handel befindlichen Polycarbonaten erzielbar sind, deren iogarithmische Viskositätszahl 0,5 bis 0,6 beträgt Ferner hat sich auch die Verwendung von hochmolekularen Polymerisaten, z. B. von hochmolekularen Bisphenol A-Polycarbonaten als vorteilhaft erwiesen. Vorzugsweise handelt es sich bei derartigen hochmolekularen Polymerisaten um solche mit einer logarithmischen Viskositätszahl von über 1, gemessen in 1,2-Dichloräthan bei einer Konzentration von 0,25 g/100 ml und einer Temperatur von etwa 25°C. So führt z. B. die Verwendung von hochmolekularen Polycarbonaten in vorteilhafter Weise dazu, daß in Beschichtungsmassen mit einem vergleichsweise hohen Gehalt an Scnsibüisatorfarbstoff die Bildung der Farbstoffaggregate erleichtert und eine photoleitfähige Masse mit erhöhter Empfindlichkeit erhalten wird.
Die bei Verwendung des Verfahrens der Erfindung erhaltenen Beschichtungsmassen eignen sich in vorteilhafter Weise zur Erhöhung der Empfindlichkeit und Erweiterung des spektralen Empfindlichkeitsbereichs der verschiedensten organischen und anorganischen Photoleiter, die sowohl dem η-Typ als auch dem p-Typ angehören können. Ein typischer geeigneter anorganischer Photolei tcr ist z. B. Zinkoxyd. Geeignel sind ferner zahlreiche organische, z. B. auch metallorganische Photoleiter, die nur eine geringe odet praktisch überhaupt keine Photoleitfähigkeitspersistem aufweisen. Typische geeignete derartige metallorganische Verbindungen sind z. B. organische Derivate von Metallen der Gruppen lila, IVa und Va des Periodensystems, z. B. solche, die mindestens einer an das Metallatom gebundenen Aminoarylrest aufweisen. Typische geeignete derartige metallorganische Verbindungen sind z. B. Triphenyl-p-dialkylamino phenylderivate von Silicium, Germanium, Zinn unc Blei sowie Tri-p-dialkylar.iinophenylderivate von Ar· sen, Antimon, Phosphor, Wismut, Bor, Aluminium Gallium, Thallium und Indium. Geeignete Photoleitei des angegebenen Typs werden z. B. in den deutscher Auslegeschriften 1 772 775 und 1 943 387 beschrieben
15 ' 16
Als besonders zweckmäßig hat sich die Verwendung R ein Wasserstoffatom oder einen mononuklearen
,on organischen Photoleitern \om sogenannten oder polynuklearen, entweder ankondensierten oder
»organischen Amint.vp« erwiesen, die als gemeinsames linearen aromatischen Rest, beispielsweise einen
itrukturmerkmal mindestens eine Aminogruppe auf- Phenyl-, Naphthyl- oder Biphenylrest, einen sub-
Λ-eisen. Typische geeignete, bei Verwendung des 5 stituierten aromatischen Rest des angegebenen Typs,
Verfahrens der Erfindung spektral sensibilisierbare dessen Substituent aus einem Alkyl-, Alkoxy-, Acyl-
jraanische Photoleiter des angegebenen Typs sind oder Nitrorest, oder aus einem Poly|4'-Vinylphenyl)-
1. B. Arylaminverbindungen, beispielsweise (1) Diaryl- rest, der über ein Kohlenstoffatom des Phenylrestes
amine, wie z. B. Diphenylamin, Dinaphthylamin, an das Stickstoffatom gebunden ist, besteht.
Ν,Ν'-Diphenylbenzidin, N-Phenyl- 1-naphthylamin, 10 Als besonders vorteilhaft hat sich die Verwendung
N-PhenyW-naphthylamin^N'-Diphenyl-p-phenylen- von aus Polyarylalkanen bestehenden Photoleitern,
diamin. 2-Carboxy-5-chlor-4'-methoxydiphenylamin, die z. B. aus der USA.-Patentschrift 3 274 000 und der
p-Anilinophcnol. N,N'-Di-2-naphthyl-p-phenylen- französischen Patentschrift 1383 461 bekannt sind,
diamin, die in der USA.-Patentschrift 3 240 597 be- erwiesen.
schriebenen Verbindungen sowie (2) Triarylamine, i5 Derartige Photoleiter können z. B. aus Leucobasen
z. B. (a) nichtpolymere Triarylamine, wie z. B. Tri- von Diaryl- oder Triarylmethanfarbstoffsalzen oder
phenylamin, Ν,Ν,Ν',Ν'-Tetraphenyl-m-phenylendi- 1,1,1-Triarylalkanen, deren Alkanrest mindestens zwei
amin, 4-Acetyltriphenylamin, 4-HexanoyItriphenyl- Kohlenstoffatome aufweist, und Tetraaryimethanen,
amin, 4-Lauroyltriphenylamin, 4-Hexyltriphenylamin, in denen mindestens einer der an den Alkanrest oder
4-DodecyItriphenylamin, 4,4'-Bis-(diphenylamino)- 2O Methanrest gebundenen Arylreste durch eine Amino-
benzil, 4,4'-Bis-(diphenylamino)-benzophenon sowie gruppe substituiert ist, bestehen. Bei den beiden letzt-
(b) polymere Triarylamine, wie z. B. Poly[N,4"-(N,N', genannten Photoleiterklassen handelt es sich nicht um
N'-Triphenylbenzidin)], Polyadipyltriphenylamin, Po- Leucobasen.
lysebacyltriphenylamin, Polydecamethylentriphenyl- Als besonders voiteilhaft hat sich die Verwendung
amin, PoIy-N-(4-Vinylphenyl)-diphenylamin oder Poly- a5 von aus Polyarylalkanen bestehenden Photolettern
N-(Vinylphenyl)-\,V-dinaphthylamin. Weitere geeig- der folgenden allgemeinen Formel erwiesen:
nete Photoleiter vom organischen Amintyp werden
z. B. in der USA.-Patentschrift 3 180 730 beschrieben. D
Als geeignete, erfindungsgemäß sensibilisierbare I
Photoleiter haben sich ferner die aus der USA.- 30 J — C — E
Patentschrift 3 265 496 bekannten Verbindungen der |
folgenden allgemeinen Formel: G
R — [N — T —]b Q AUA
in der bedeuten:
' 35 D, E und G Arylreste der Phenyl- und Naphthyl-
reihe, wobei mindestens einer der Reste D, E und G
erwiesen, in der bedeuten: durch eine Aminogruppe substituiert ist, und
T einen mononuklearen oder polynuklearen, ent- J ein Wasserstoffatom, einen Alkylrest oder einen
weder ankondensierten oder linearen zweiwertigen Arylrest der Phenyl- und Naphthylreihe.
aromatischen Rest, ζ. B. einen Phenyl-, Naphthyl-, 40 Bei den an das zentrale Kohlenstoffatom ge-
Biphenyl- oder Binaphthylrest, oder einen substi- bundenen Arylresten handelt es sich vorzugsweise um
tuierten zweiwertigen aromatischen Rest des an- Phenylreste, doch kann es sich auch um Naphthylreste
gegebenen Typs, dessen Substituent z. B. aus einem handeln. Die Arylreste können ferner in Ortho-,
Acylrest mit 1 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, beispiels- Meta- oder Para-Stellung substituiert sein, z. B. durch
weise einem Acetyl-, Propionyl- oder Butyrylrest, 45 Alkyl- oder Alkoxyreste mit in der Regel 1 bis 8 Koh-
einem Alkylrest mit 1 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, lenstoffatomen, Hydroxyreste oder Halogenatome,
beispielsweise einem Methyl-, Äthyl-, Propyl- oder Als besonders vorteilhafte substituierte Arylreste haben
Butylrest, einem Alkoxyrest mit 1 bis etwa 6 Kohlen- sich in Ortho-Stellung substituierte Phenyireste er-
stoffatomen, beispielsweise einem Methoxy-, Äthoxy-, wiesen. Die vorhandenen Arylreste können ferner
Propoxy- oder Pentoxyrest, oder aus einer Nitrogruppe 50 miteinander verbunden oder cyclisiert sein, z. B. unter
besteht, Bildung eines Fluorenringes.
M einen mononuklearen oder polynuklearen, ent- Die in mindestens einem der Arylreste vorliegenden
weder ankondensierten oder linearen einwertigen Aminosubstituenten können durch die Formel
aromatischen Rest, ζ. Β. einen Phenyl-, Naphthyl- L
oder Biphenylrest, oder einen substituierten einwertigen 55
aromatischen Rest des angegebenen Typs, dessen — N
Substituent z. B. aus einem Acylrest mit 1 bis etwa L
6 Kohlenstoffatomen, beispielsweise einem Acetyl-,
Propionyl- oder Butyrylrest, aus einem Alkylrest mit wiedergegeben werden, wobei L für sich allein einen
1 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, beispielsweise einem 60 Alkylrest mit in der Regel 1 bis 8 Kohlenstoffatomen,
Methyl-, Äthyl-, Propyl-oder Butylrest, einem Alkoxy- ein Wasserstoffatom oder einen Arylrest, oder beide
rest mit 1 bis etwa 6 Kohlenstoffatomen, beispielsweise Reste L zusammen die zur Vervollständigung eines
einem Methoxy-, Propoxy- oder Pentoxyrest, oder heterocyclischen Aminrestes mit in der Regel 5 bis
aus einer Nitrogruppe besteht, 6 Ringatomen, z. B. eines Morpholino-, Pyridyl- oder
Q ein Wasserstoff- oder Halogenatom oder einen 65 Pyrrylrestes erforderlichen Atome, bedeuten,
aromatischen Aminorest, z. B. einen solchen der all- Als besonders vorteilhaft haben sich Polyarylalkane
gemeinen Formel MNH —, der angegebenen Formel erwiesen, in der mindestens
h —■ eine ganze Zahl von 1 bis 12 sowie einer der Reste D, E oder G einen p-Dialkylamino-
17 - - 18
phenylrest darstellt. Steht in der angegebenen Formel J aminophenyl-, Dimethylaminophenyl- oder Phenjrlrest für einen Alkylresi, so kann dieser z. B. in vorteilhafter bedeuten.
Weise ein Alyklrest mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen sein. Weitere geeignete Photoleiter die bei Durchfuhrung
Typische geeignete Polyarylalkan-Photoleiter sind des Verfahrens der Erfindung den farbstoffaggregat-
£.3. die in der rohrenden Tabelle III aufgeführten 5 haltigen Besthichtungsmassen einverleibt werden
Verbindungen. können, sind z. B. Rhodamin B, Malachitgrün,
Kristallviolett, Phenosafranin, Cadmiumsulfid, Cad-
Tabelle III miumselenid, Parachloronil, Benzil, Trinitrofluorenon
Verbindung . und Tetranitrofluorenon.
Nr. Bezeichrang ^ Typische geeignete Photoleiter und photoleitfähige
1 4,4'-Benzyliden-bis(N,N-diäthyl-m-toluidin) Massen, deren Empfindlichkeits-, Sensibiüsierungs-
2 ^"-Diamino^dimethylamino- und/oder Regenerierungseigenschaften mit Hilfe der 2',2"-dimethyltriphenylmethan erfir.dungsgemäß anfallenden heterogenen Masse».
3 ^"-BistdiäthylaminoH.o-dichloro- verbesserbar sind, werden z. B. in den in der folgenden 2',2"-dimethyltriphenylmethan 15 Tabelle IV aufgeführten USA.-Patentschnften be-
4 4',4"-Bis(diäthylamino)-2',2"-dimethyldiphenyl- schrieben,
naphthylmethan Tabelle IV
5 2',2"-Dimethyl-4,4',4"-tris(dimethylamino)- USA.-Patentschriften Nr.
triphenylmethan 3 037 861 3 158 475 3 041165 3 161505
6 4',4"-Bis(diäthylamino)-4-dimethylamino- ao 3 066 023 3 163 530 3 072 479 3 163 531 2',2"-dimethyltriphenylrnethan 3 047 095 3 163 532 3 112 197 3 169 060
7 4',4"-Bis(diäthylamino)-2-chloro-2',2"-dimethyl- 3133022 3 174 854 3 144 633 3 180 729 4-dimethylaminotriphenylmethan 3P2 435 3 180 730 3 127 266 3 189 447
8 4,4"-Bis(diäthylamino)-4-dimethylamino- 3 130 046 3 206 306 3 131060 3 240 597 2,2',2"-trimethyltriphenylmethan 35 3 ]39 338 3 257 202 3139 339 3 257 203
9 4',4"-Bis(dimethylamino)-2-chloro-2',2"- 3 140 946 3 257 204 3 141770 3 265 496 dimethyltriphenylmethan 3 ]48 982 3 265 497 3155 503 3 274 000
10 4',4"-Bis(dimethylamino)-2',2"-dimethyl-
4-methoxytriphenyImethan Werden den bei Verwendung des Verfahrens der
11 Bis(4-diäthylamino)-l,l,l-triphenyläthan 30 Erfindung anfallenden Beschichtungsmassen Photo-
12 Bis(4-diäthylamino)tetraphenylmethan leiter zugesetzt, so hat sich die Verwendung von
13 4',4"-Bis(benzyläthylamino)-2',2"-dimethyI- organischen, z. B. metallorganischen Photoleitern in triphenylmethan Konzentrationen von mindestens etwa 0,5 Gewichts-
14 4',4"-Bis(diäthylamino)-2',2"-diäthoxytriphenyl- prozent, bezogen auf die Gesamtmenge an dem Bemethan 35 schicht\:ngslösungsmittel zugesetzten Feststoffen, als
15 4,4'-Bis(dimethylamino)-l,l,l-triphenyläthan zweckmäßig erwiesen. Die obere Grenze des Konzen-
16 l-(4-N,N-Dimethylaminophenyl)-l5l-diphcnyl- trationsbereichs an vorhandenem Photoleiter kann sehr äthan verschieden sein und bis zu 99 Gewichtsprozent, be-
17 4-Dimethylaminotetraphenylmethan und zogen auf die Gesamtmenge an Feststoffen, betragen.
18 4-Diäthylaminotetraphenylmethan 40 Bei Verwendung eines Photoleiters hat es sich als be
sonders vorteilhaft erwiesen, diesen in Konzen-
Bei Verwendung des Verfahrens der Erfindung trationen von etwa 10 bis 80 Gewichtsprozent anzueinsetzbare Photoleiter sind ferner die 4-diarylamino- wenden. Selbstverständlich können jedoch, wie bereits substituierten Chalkone. Typische geeignete Ver- erwähnt, die bei Verwendung des Verfahrens der bindungen dieses Typs sind nichtpolymere Ketone 45 Erfindung anfallenden Farbstoffaggregate enthaltenden mit niedrigem Molekulargewicht der folgenden Formel: heterogenen Beschichtungsmassen auch ohne Zusatz
eines Photoleiters zur Herstellung von photoleitfähigen
R Schichten verwendet werden.
1 - Zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung
N — - CH = CH — C — R2 So sind die verschiedensten organischen Beschichtungs-
R1 lösungsmittel verwendbar, z. B. flüssige Kohlen
wasserstoffe, die substituiert sein können, in besonders
in der R1 und R2 gegebenenfalls substituierte Phenyl- vorteilhafter Weise halogenierte Kohlenwasserstoffreste bedeuten und wobei R2 in vorteilhafter Weise lösungsmittel. Als geeignet haben sich Beschichtungseinen Phenylrest der Formel 55 lösungsmittel erwiesen, die zur Lösung des ver-
R wendeten Sensibilisierungsfarbstoffs sowie zur Lösung
■ - ■ . 3 oder zumindest zur hochgradigen Quellung des ver-
^N wendeten polymeren Bindemittels befähigt sind. Ferner
* R1 hat es sich als nützlich erwiesen, wenn die verwendeten
60 Lösungsmittel flüchtig sind, vorzugsweise, wenn sie
darstellt, in der R3 und R4 Arylreste, aliphatische Reste einen Siedepunkt von unter etwa 2000C aufweisen, mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, z.B. Alkylreste mit Als besonders vorteilhaft hat sich die Verwendung von vorzugsweise 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, oder Wasser- Lösungsmitteln erwiesen, die aus halogenieren kurzstoffatome bedeuten. kettigen Alkanen mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen be-
AIs besonders vorteilhaft hat sich die Verwendung 65 stehen, beispielsweise die Verwendung von Dichlorvon Verbindungen der angegebenen allgemeinen methan, Dichloräthan, Dichlorpropan, Trichlorme-Formel erwiesen, in der die Reste R1 gegebenenfalls than,TrichIoräthan, Tribromometha^Trichloromonosubstituierte Phenylreste und R2 einen Diphenyl- fluoromethan, Trichlorotrifluoroäthan u. dgl., ferner
J9
von halogenierten BeiizoKerbindungen, ζ. B. Chiorobenzol, Bromobenzol, Dichlorobenzol und dergleichen Lösungsmittelgemische sind ebenfalls verwendbar.
Zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung kann die Konzentration an Sensibilisierungsfarbstoff, der zunächst praktisch vollständig in einem organischen Beschichtungslösungsmittel gelöst wird, sehr verschieden sein, in Abhängigkeit von der Löslichkeit des verwendeten Farbstoffs in dem verwendeten Lösungsmittel sowie von der gewünschten Farbstoffkonzentration in der zu bildenden Beschichtungsmasse. Vergleichsweise hohe Farbstoffkonzentratiunen führen in der Regel zu photoleitfähigen Beschichtungsmassen mit einer vergleichsweise hohen elektrophotographischen Empfindlichkeit. Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, die Sensibilisierungsfarbstoffe in Konzentrationen von etwa 0,5 bis 30 Gewichtsprozent, bezogen auf die Gesamtmenge an den Beschichiungsmassen zugesetzten Feststoffen, zu verwenden.
Zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung wird mindestens ein Sensibilisierungsfarbstoff dem Beschichtungslösungsmittel beigemischt und das erhaltene Gemisch etwa bei Zimmertemperatur, beispielsweise bei 2O0C, so lange gerührt, bis der Farbstoff vollständig gelöst ist. In der Regel erweist es sich als ausreichend, das Gemisch aus Farbstoff und Lösungsmittel bis zu etwa 2 bis 3 Stunden lang zu rühren, um eine praktisch vollständige Lösung des Farbstoffes zu erzielen. Aus Bequemlichkeitsgründen wird der Farbstoff in der Regel etwa bei Zimmertemperatur gelöst, doch können zur Erhöhung der Lösungsgeschwindigkeit auch erhöhte Temperaturen angewandt werden. Selbstverständlich muß jedoch bei Verwendung erhöhter Temperaturen darauf geachtet werden, keine Temperaturen anzuwenden, die höher liegen als der Siedepunkt des verwendeten Lösungsmittels. Der Zeitraum, während welchem gerührt wird, kann sehr verschieden sein und hängt von der verwendeten Farbstoffkonzentration sowie von der Gesamtmenge an herzustellender Lösung ab. Nachdem der Farbstoff gelöst ist, wird die erhaltene Lösung mit dem polymeren Bindemittel versetzt und weiter gerührt, wobei sich in der Regel 2- bis 3stündiges Rühren als ausreichend erwiesen hat. Danach wird gegebenenfalls ein Photoleiter zugegeben und die die angegebenen Komponenten enthaltende Lösung kurzzeitig gerührt. Die auf diese Weise erhaltene Beschichtungsmasse ist ohne weitere Zusatzbehandlung zum Beschichten von Schichtträgern verwendbar und wird auf einen geeigneten Schichtträger aufgetragen. Die erhaltene Schicht wird sodann in üblicher bekannter Weise getrocknet. Das Trocknen kann z. B. in der Weise erfolgen, daß das Lösungsmittel bei Zimmertemperatur und Normaldruck einfach verdampfen gelassen wird. Ferner kann die erhaltene Schicht mit Hilfe von zirkulierender Luft oder durch mäßiges Erwärmen getrocknet werden, wobei darauf zu achten ist, daß durch Hitze bedingte Schäden vermieden werden. Die auf diese Weise durch einfaches Beschichten und Trocknen erhaltene, Farbstoffaggregate enthaltende photoleitfähige Schicht bedarf keiner weiteren Nachbehandlung.
Die nach dem Verfahren der Erfindung auf Schichtträger aufgebrachten photoleitfähigen Schichten können die verschiedensten Stärken aufweisen. In der Regel haben sich photoleitfähige Schichten als zweckmäßig erwiesen, die vor dem Trocknen eine Stärke von etwa 10 bis 1250 μ, vorzugsweise von etwa 50 bis 750 μ, aufweisen. Brauchbare Ergebnisse sind jedoch auch außerhalb des angegebenen Bereichs erzielbar. Zur Durchführung des Verfahrens der Erfindung sind die verschiedensten üblichen bekannten elektrisch leitfähigen Schichtträger \erwendbar, ζ. 3. Schichtträger aus Papier mit einer relativen Feuchtigkeit von über 20%, aus Aluminiumfolien und Papier aufgebauten Schichtstoffen, aus Metallfolien, beispielsweise Aluminiumfolien und Zinkfolien, aus Metallplatten, beispielsweise Aluminium-, Kupfer-, Zink-, Messing- und galvanisierten Platten, aus auf Papier aufgedampften Metallschichten aus z. B. Silber, Nickel, Aluminium u. dgl., oder aus üblichen bekannten photographischen Schichtträgern auf der Basis von
Celluloseacetat, Polystyrol, PoIy(Athylenterephthalat) u. dgl. Ferner können elektrisch leitfähige Stoffe, wie z. B. Nickel, im Vakuum auf transparente Schichtträger in Form von so dünnen Schichten aufgedampft werden, daß elektrophotographische Aufzeichnungsmaterialien herstellbar sind, die wahlweise von jeder der beiden Seiten belichtet werden können. Ein besonders vorteilhafter elektrisch leitfähiger Schichtträger ist in der Weise herstellbar, daß ein aus z. B. PoIy(Äthjlenterephthalat) bestehender Schichtträger mit einer photoleitfähigen Schicht versehen wird, die einen in einem Harz dispergierten Halbleiter, z. B. Kupfer(I)-jodid, enthält. Leitfähige Schichten des angegebenen Typs, gegebenenfalls in Kombination mit isolierenden Sperrschichten, werden z. B. in den USA.-Patentschriften 3 245 833 und 3 428 451 beschrieben. Geeignete elektrisch leitfähige Schichten sind z. 3. auch aus dem Natriumsalz eines Carboxyesterlactons von Maleinsäureanhydrid und einem Vinylacetatpolymerisat herstellbar. Leitfähige Schichten des angegebenen Typs sowie vorteilhafte Verfahren zu deren Herstellung werden z. B. in den USA.-Patentschriften 3 007 901 und 3 267 807 beschrieben.
Das Verfahren der Erfindung, bei dem zunächst der Sensibilisierungsfarbstoff in einem Beschichtungslösungsmittel praktisch vollständig gelöst wird, bevor das Bindemittel sowie gegebenenfalls ein Photole.ter beigemkeht werden, besitzt, neben den zahlreichen bereits aufgeführten Vorteilen auch noch den überraschenden Vorteil, daß mit seiner Hilfe bei nur einem Beschichtungsvorgang elektrophotographische Aufzeichnungsmaterialien mit photoleitfähigen Schichten herstellbar sind, die eine höhere Farbstoffkonzentration als vergleichbare, nach üblichen bekannten Verfahren herstellbare Schichten aufweisen. Die in den erfindungsgemäß erzielten photoleitfähigen Schichten vorliegende höhere Farbstoffkonzentration führt in vorteilhafter Weise zu einer höheren elektrophotographischen Empfindlichkeit. So zeigt sich z. B., daß die nach dem Verfahren der Erfindung herstellbaren elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien mit nur einer farbstoffhaltigen photoleitfähigen Schicht praktisch genauso empfindlich sind wie bekannte elektrophotographische Aufzeichnungsmaterialien mit mehreren farbstoffhaltigen Schichten, zu deren Herstellung ζ. B. nach dem angegebenen bekannten Verfahren (vgl. belgische Patentschrift 729 078) auf eine erste farbstoffhaltige photoleitfähige Schicht noch eine weitere Farbstoffschicht aufgebracht wird. Von Vorteil ist ferner, daß nach dem Verfahren der Erfindung hochempfindliche elektrophotographische Aufzeichnungsmaterialien herstellbar sind, ohne daß eine zweite Beschichtungsoperation erforderlich ist, sowie daß die Qualität und die Empfindlichkeit der herzu-
21 - - 22
stellenden Aufzeichnunesmaterialien in besonders wickelt werden Bei der .sogenannten Fiuss.gemvwckvorteilhafter Weise steuerbar sind. Die nach dem lung werden die Entw.cklerpart kein auf die bild-Verfahren der Erfindung herstellbaren elektrophoto- tragende Oberfläche des bd.chte cn _ elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien zeichnen sich graphischen Aufze.chnungsrnatena s in Form von ferner durch ein verbessertes elektrisches Verhalten 5 Entwicklern, in denen die Entwicklerpartikc η e.nem aus, wie sich aus Resenerierunesttsts eruibt, bei denen aus einer elektrisch polierenden Flüssigkeit bedie Prüflinge wiederholte Male aufladen und be- stehenden Trägerstoff einverleibt sind, aufgebracht lichtet werden. Weitere crfindung&eemäß zu erzielende Entwicklungsverfahren des angegebenen Typs sind Vorteile, z.B. die MöelichkeiC hochempfindliche bekannt und werden in zahlreichen Literaturstellen elektrophotographische Aufzeichnunasmatcrialien un- io beschrieben, z. B. in der USA.-Paten schrift 2 907 674 abhängig von der kristallinen Struktur der zur Her- und der australischen Patentschritt 21- Mi.
stellung der Besehichtungsmassen verwendeten Sensi- Bei Verwendung von Trockenentw.cklungsverfahren bilisierLngsfarbstoffe in einfacher Weise herzustellen. wird ein sichtbares, dauerhaftes" Bild meistens mn wurden bereits erwähnt Hilfe eines elektrostatisch anziehbare Partikeln ent-
Die nach dem Verfahren der Erfindung herstellbaren 15 haltenden Entwicklers, deren eine Komponente aus elektrophotoaraphischen Aufzeichnungsmaterialien einem niedrigschmelzenden Harz besteht, erzeugt, sind zur Durchführung der üblichen' bekannten. Wird das mit einem derartigen Entwicklerpulver verelektrisch leitfähieen Schichten erfordernden elektro- sehene Bild erhitzt, so schmilzt oder erweicht das photographischen Verfahren eeeisnet. So sind sie Harz, gegebenenfalls unter Eindringung in die FiImz. B. zur Durchführung des sogenannten xero- 20 oberfläche, so daß auf diese Weise eine dauerhafte araphischen Verfahrens verwendbar, bei dem ein Haftung des Entwicklerpulvers auf der Oberflache der elektrophotoeraphisches Aufzeichnungsmaterial im photoieitfähigen Schicht bewirkt wird. Gegebenenfalls Dunkeln aufbewahrt und mit einer elektrostatischen wird das auf der photoleitfähigen Schicht gebildete Oberflächenladung versehen wird, indem es einer Ladungsbild auf ein zweites Trägermaterial, z. B. ein Coronaentladung ausgesetzt wird. Die auf diese Weise 25 solches auf Papierbasis, übertragen, worauf in diesem der photoleitfähigen Schicht verliehene gleichförmige Bildempfangsmaterial durch Entwicklung unter Oberflächenladung bleibt wegen der praktisch iso- Schmelzen des Entwicklers die fertige Kopie erzeugt lierenden Eigenschaften dieser Schicht im Dunkeln, wird. Verfahren des angegebenen Typs sind bekannt d.h. wegen der geringen Leitfähigkeit dieser Schicht und werden in zahlreichen Literatursteller, beschrieben, im Dunkeln, erhalten. Die auf der Oberfläche der 30 z. B. in den USA.-Patentschriften 2 297 691 und photoleitfähigen Schicht gebildete elektrostatische 2 551 582 sowie in »RCA Review«, Bd. 15 (1954), Ladung wird sodann durch bildmäßige Belichtung S. 469 bis 484.
nach üblichen bekannten Belichtungsmethoden, bei- Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher
spielsweise mit Hilfe einer Kontakt-Drucktechnik erläutern.
oder durch Linsenprojektion eines Bildes, selektiv 35 B e i s ρ i e 1 1
von der Oberfläche der Schicht abgeführt, so daß in (Vergleichsbeispiel)
der photoleitfähigen Schicht ein latentes elektro- ve
statisches Bild erzeugt wird. Durch die nach einer Zur Herstellung eines als Vergleichsprobe dienenden der angegebenen Methoden erfolgte Belichtung der elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials wur-Filmoberfläche bildet sich ein elektrostatisches La- 40 den 85 Gewichtsteile Dichlormethan und 9 Gewichtsdungsmuster aus, da die auf den Photoleiter auf- teile Bisphenol-A-Polycarbonat in einem mechanischen treffende Lichtenergie dazu führt, daß die elektro- Mischer 2 Stunden lang bei 2O0C rasch gerührt, bis statische Ladung "in den vom Licht getroffenen das Harz vollständig gelöst war. Die erhaltene Lösung Bezirken proportional zur Intensität der auftreffenden wurde mit 6 Gewichtsteilen des Photoleiters 4,4'-Di-Strahlung von der Filmoberfläche abgeführt wird. 45 äthylamino-2,2'-dimethyltriphenyImethan versetzt,
Das bei der Belichtung gebildete Ladungsmuster worauf bei etwa 2O0C 30 Minuten lang weiter gerührt wird sodann entwickelt oder auf die Oberfläche eines wurde. Danach wurden zu dem Gemisch 0,3 Gewichts-Empfangsmaterials überführt und dort entwickelt. teile 4-(4-Dimethylaminophenyl)-2,6-diphenylthiapyry-Die Entwicklung erfolgt durch Sichtbarmachung liumfluoroborat zugegeben, worauf die erhaltene entweder der geladenen oder der ungeladenen Bezirke 50 Lösung 2 Stunden lang gerührt wurde. Die erhaltene des latenten Bildes durch Behandlung mit einem Beschichtungsmasse wurde sodann durch eine unter elektrostatisch anziehbare, optisch dichte Partikel der Bezeichnung »Fulflo cartridge« bekannte 2- bis aufweisenden Mittel. Die elektrostatisch anziehbaren 5-jx-Fiber-Filterpatrone filtriert.
Entwicklerpartikeln können in Form eines Staubes, Die filtrierte Lösung wurde auf einen aus einer z. B. Pulvers, oder in Form eines einem harzartigen 55 PoIy(Äthylenterephthalat)-Folie bestehenden Schicht-Trägerstoff einverleibten Pigmentes, d. h. Toners, träger, der mit einer aufgedampften dünnen elektrisch vorliegen. Ein derartiger Toner wird auf das zu leitfähigen Nickelschicht versehen war, in der Weise entwickelnde latente elektrostatische Bild Vorzugs- aufgetragen, daß die nach dem Trocknen gemessene weise mit Hilfe einer Magnetbürste aufgebracht, um Stärke der erhaltenen Schicht etwa 10 bis 12 Mikron die Entwicklung voller Flächen zu gewährleisten. 60 betrug. Es wurde sodann die optische Dichte des er-Verfahren zur Herstellung und Verwendung von Vor- haltenen elektrophotographischen Aufzeichnungsmarichtungen auf der Basis von Magnetbürsten zum terials bei 600 und 690 ηΐμ gemessen. Danach wurde Aufbringen von Tonern werden z. B. in den USA.- das Aufzeichnungsmaterial unter einer Coronaent-Patentschriftcn 2 786 439, 2 786 440, 2 786 441, ladung elektrostatisch so lange aufgeladen, bis das 2 811465, 2 874 063, 2 984 163, 3 040 704, 3 117 884 65 mit Hilfe einer Elektrometerprobe gemessene Obersowie der Reissue-Patentschrift 25 779 beschrieben. flächenpotential etwa 600 Volt betrug. Das aufgeladene
Das latente elektrostatische Bild kann gegebenen- Aufzeichnungsmaterial wurde sodann durch einen
falls auch mit Hilfe von flüssigen Entwicklern ent- Graukeil mit abgestufter Dichte sowie durch ein
23 24
Strahlung kurzer Wellenlänge hindurchlassendes Inter- rasch gerührt wurde. Einer Scherbehandlung wurde ferenzfilter mit 30% Durchlässigkeit bei 600 mμ einer die Lösung jedoch nicht unterworfen.
3000°K-Wolframlichtquelle exponiert. Durch eine Die erhaltene Beschichtungsmasse wurde sodann
derartige Belichtung wird das Oberflächenpoiential nach dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren auf des Aufzeichnungsmateriais unter jeder Stufe des 5 einen Schichtträger des angegebenen Typs aufgebracht, Graukcils von seinem ursprünglichen Potential K0 worauf das erhaltene elektrophotographische Aufauf ein niedrigeres Potential V vermindert, dessen Zeichnungsmaterial, wie im Beispiel 1 beschrieben, auf exakter Wert von der auf den betreffenden Bezirk optische Dichte und Empfindlichkeit getestet wurde, tatsächlich aufgetroffenen ßelichtungsmenge, gemessen Die erhaltenen Ergebnisse sind in der unten angegein Meter-Kerzen-Sekunden, abhängt. Die Potentiale io benen Tabelle V aufgeführt. Die Ergebnisse zeigen, des belichteten Aufzeichnungsmaterials wurden ge- daß sowohl die optische Dichte als auch die elektrische messen und die erhaltenen Ergebnisse graphisch aus- Empfindlichkeit verbessert sind gegenüber einem gewertet, indem für jede Belichtungsstufe das Ober- elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterial, das flächenpotenlial V gegen log Belichtung aufgetragen nach üblichen bekannten Methoden unter Einhaltung wurde. Die tatsächliche positive oder negative Emp- 15 der üblichen Reihenfolge der Zugabe der einzelnen findlichkeit des getesteten elektrophotographischen Komponenten hergestellt wurde.
Aufzeichnungsmaterials kann sodann ausgedrückt Das erhaltene elektrophotographische Aufzeichwerden als der reziproke Wert der Belichtung, die nungsmaterial konnte in vorteilhafter V/eise auferforderlich ist, um das Oberflächenpotential auf einen geladen, belichtet und unter Verwendung von flüssigen beliebig festgesetzten Wert zu vermindern. Im vor- 20 Entwicklern des in der USA.-Patentschrift 2 907 674 liegenden Falle wird, falls nichts anderes angegeben beschriebenen Typs zur Erzeugung von qualitativ ist, die in der angegebenen Weise bestimmte positive hochwertigen sichtbaren Bildern entwickelt werden, oder negative Empfindlichkeit ausgedrückt als der . .
Wert 104 dividiert durch die Belichtung in Meter- Beispiel 4
Kerzen-Sekunden, die zur Verminderung des auf- 35 (Vergleichsbeispiel)
gebrachten Oberflächenpotentials von 600 V auf 50 V Das im Beispiel 3 beschriebene Verfahren wurde
erforderlich ist. Die auf diese Weise bestimmten wiederholt mit der Ausnahme, daß zuerst das polyEmpfindlichkeiten werden als positive oder negative mere Bindemittel zu dem Beschichtungslösungsmittel 50-V-Durchhangempfindlichkciten bezeichnet. Die bei zugesetzt und das erhaltene Gemisch 2 Stunden lang der Testung des in der angegebenen Weise her- 30 gerührt wurde, worauf der Sensibilisierungsfarbstoff gestellten, als Vergleichsprobe dienenden elektro- zugegeben und erneut 2 Stunden lang gerührt wurde, photographischen Aufzeichnungsmateriais erhaltenen Die erhaltene Lösung wurde sodann mit dem Photo-Ergebnisse, nämlich dessen optische Dichte und elek- leiter versetzt, worauf das erhaltene Gemisch erneut trophotographische Empfindlichkeit, sind in der unten 30 Minuten lang gerührt wurde. Auf diese Weise wurde angegebenen Tabelle V aufgeführt. 35 eine Beschichtungslösung erhalten, die nach dem im
Beispiel 1 beschriebenen Verfahren auf einen Schicht-
Beispiel ζ träger des angegebenen Typs aufgebracht wurde,
(Vergleichsbeispiel) worauf das erhaltene elektrophotographische Auf-
N ach dem im Beispiel 1 angegebenen Verfahren Zeichnungsmaterial in der angegebenen Weise auf wurde eine Beschichtungsmasse hergestellt, mit der 4« elektrische Empfindlichkeit und optische Dichte geAusnahme, daß vor dem Filtrieren 10% der erhaltenen testet wurde.
Lösung in einen hochtourig laufenden Scher-Mischer Nach dem angegebenen Verfahren wurden mehrere
eingebracht und 20 Minuten lang einer Scherbean- elektrophotographische Aufzeichnungsmaterialien herspruchung ausgesetzt wurden. Der der Scherwirkung gestellt, deren Empfindlichkeit jeweils gemessen wurde, unterworfene Anteil der Lösung wurde sodann mit 45 Die erhaltenen Ergebnisse wichen sehr stark vonden verbliebenen 90% der unbehandelten Lösung einander ab und ließen erkennen, daß einige der wieder vereinigt. Das erhaltene elektrophotographische erhaltenen elektrophotographischen Aufzeichnungs-Aufzeichnungsmaterial wurde nach dem im Beispiel 1 materialien eine sehr viel geringere Empfindlichkeit beschriebenen Verfahren auf optische Dichte und als andere, nach dem gleichen Verfahren hergestellte elektrophotographische Empfindlichkeit getestet. Die 50 Aufzeichnungsmaterialien hatten. Daraus ergibt sich, erhaltenen Ergebnisse sind in der unten angegebenen daß es nicht genügt, in üblicher bekannter Weise eine Tabelle V aufgeführt. Die Ergebnisse zeigen, daß durch Lösung aus Sensibilisierungsfarbstoff und polymeren! die Scherbehandlung sowohl die optische Dichte als Bindemittel herzustellen, bevor der Photoleiter in der auch die elektrophotographische Empfindlichkeit er- erhaltenen Lösung gelöst wird, sondern daß nur nach höht werden. 55 dem Verfahren der Erfindung unter Einhaltung der
genau definierten Reihenfolge der Zugabe der ein-Beispiel 3 zelnen Komponenten Beschichtungsmassen herstellbar
Unter Verwendung der in Beispiel 1 angegebenen sind, die zu elektrophotographischen Aufzeichnungs-Komponenten wurde nach dem Verfahren der Er- materialien mit verbesserter Empfindlichkeit und findung in der Weise eine Beschichtungsmasse her- 60 optischer Dichte führen,
gestellt, daß zunächst der Sensibilisierungsfarbstoff . ic
zu dem Beschichtungslösungsmittel zugegeben und e 1 s ρ 1 e 1 3
das erhaltene Gemisch bis zur Lösung des Farbstoffes (Vergleichsbeispiel)
etwa 2 Stunden lang gerührt wurde. Danach wurde Nach dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren
die erhaltene Lösung mit dem polymeren Bindemittel 65 wurde unter Verwendung der doppelten Menge Sensiversetzt, worauf weitere 2 Stunden lang gerührt wurde. bilisierungsfarbstoff eine Beschichtungsmasse herge-Zu der erhaltenen Lösung wurde schließlich der stellt und zu einem elektrophotographischen Auf-Photoleiter zugegeben, worauf erneut V2 Stunde lang Zeichnungsmaterial weiterverarbeitet. Die Ergebnisse
der elektrophotographischen Tests sind in der unten angegebenen Tabelle V aufgeführt. Die Ergebnisse zeigen, daß die optische Dichte und elektrische Empfindlichkeit gegenüber dem gemäß Beispiel 1 hergestellten elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterial nur geringfügig erhöht sind, woraus sich ergibt, daß bei Verwendung des angegebenen Verfahrens kaum mehr Farbstoff gelöst wird als bei Verwendung des in Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens.
Beispiel 6
(Vergleichsbeispiel)
Unter Verwendung einer gemäß Beispiel 5 hergestellten Beschichtungslösung wurde das in Beispiel 2 beschriebene Verfahren wiederholt. Das unter Verwendung einer Beschichtungsmasse, von der 10% einer Scherbeanspruchung ausgesetzt worden war, erhaltene elektrophotographische Aufzeichnungsmaterial wurde nach dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren auf optische Dichte und elektrische Empfindlichkeit getestet. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der unten angegebenen Tabelle V aufgeführt. Die Ergebnisse zeigen, daß die optische Dichte und elektrophotographische Empfindlichkeit nur geringfügig größer sind als in dem gemäß Beispiel 2 unter Verwendung nur der halben Menge Sensibilisierungsfarbstoff hergestellten elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterial. Ferner ist ersichtlich, daß das unter Verwendung der einer Schervorbehandlung unterworfenen Beschichtungsmasse hergestellte elektrophotographische Aufzeichnungsmaterial eine optische Dichte und elektrische Empfindlichkeit aufweist, die nicht größer sind als diejenigen des nach dem Verfahren der Erfindung gemäß Beispiel 3 unter Verwendung nur der halben Menge Sensibilisierungsfarbstoff hergestellten elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials.
Beispiel 7
Nach dem im Beispiel 3 beschriebenen Vei fahren wurde unter Verwendung der doppelten Menge Sensibilisierungsfa-bstoff eine Beschichtungsmasse hergestellt und auf einen Schichtträger aufgetragen, worauf das erhaltene elektrophotographische Aufzeichnungsmaterial auf optische Dichte und elektrische Empfindlichkeit getestet wurde. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle V aufgeführt. Die Ergebnisse zeigen, daß nach dem Verfahren der Erfindung bei Verwendung der doppelten Menge Sensibilisierungsfarbstoff fast eine doppelt so hohe elektrophotographische Empfindlichkeit erzielt wird.
Die bei der Untersuchung der gemäß Beispielen 1 bis 3 und 5 bis 7 erhaltenen elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle V aufgeführt:
Tabelle V Beispiel 8
Optische Dichte Photo-Empfindlich
Beispiel keit bei Belichtung
durch ein Interferenz
600 Γημ 690 m|x filter auf ein unteres
Nr. 0,52 0,50 Potential von —50 V
1 0,85 1,24 <50
2 0,91 1,55 800
3 0,58 0,52 900
5 0,87 1,57 <50
6 1,08 >4,00 900
7 1600
Das im Beispiel 3 beschriebene Verfahren wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß als Sensibilisierungsfarbstoff 4-(4-Dimethylaminophenyl)-2,6-diphenylthiapyryliumperchlorat verwendet wurde. Es erfolgte eine spontane Farbstoffaggregatbildung, die nach Zugabe des polymeren Bindemittels vollständig war. Das erhaltene elektrophotographische Auf-Zeichnungsmaterial wurde in der angegebenen Weise getestet. Es wurden entsprechend vorteilhafte Ergebnisse wie im Beispiel 3 erhalten.
Beispiel 9 (Vergleichsbeispiel)
Dns im Beispiel 4 beschriebene Verfahren wurde wiederholt unter Verwendung der doppelten Menge Sensibilisierungsfarbstoff. Das erhaltene elektrophotographische Aufzeichnungsmaterial wurde auf Empfindlichkeit und optische Dichte getestet. Es wurden keine eindeutigen Ergebnisse erhalten, so daß nicht mit Sicherheit festgestellt werden konnte, ob bei Verdoppelung der Farbstoffkonzentration wenigstens
eine geringe Erhöhung der Empfindlichkeit und optischen Dichte erzielbar ist.
Beispiel 10
Das im Beispiel 3 beschriebene Verfahren wurde wiederholt mit der Ausnahme, daß als Photoleiter 4-Diäthylaminotetraphenylmethan und als Sensibilisierungsfarbstoff 4-(4-Dimethylaminophenyl)-2,6-diphenylthiapyryüum-perchlorat verwendet wurden. Bezogen auf Feststoffe, wurden der Lösung 2 Gewichts-
prozent Farbstoff und etwa 37 Gewichtsprozent Photoleiter sowie in einer zu 100 Gewichtsprozent fehlenden Menge Bindemittel des im Beispiel 1 beschriebenen Typs zugesetzt. Es wurde zunächst der Farbstoff und anschließend das Bindemittel sowie der Photoleiter gelöst, worauf die erhaltene Beschichtungslösung nach dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren bei einer Beschichtungsblocktemperatur von etwa 15°C auf einen Schichtträger des angegebenen Typs aufgetragen wurde. Das erhaltene elektrophotographische
Aufzeichnungsmaterial wurde auf elektrische Empfindlichkeit getestet. Es wurde gefunden, daß die negative lOO-V-Durchhangempfindlichkeit etwa 1100 betrug. Danach wurde das Aufzeichnungsmaterial unter Verwendung von 100 Zyklen auf Regenerierungs-
eigenschaften getestet. Zur Durchführung dieses Tests wurde die Filmprobe nach dem im Beispiel! beschriebenen Verfahren einer Corona-Entladung unterworfen und anschließend belichtet, worauf sie einer Uberflutungs- oder Auslöschbelichtung ausgesetzt wurde, wobei der gesamte Zyklus innerhalb von 3 Sekunden durchgeführt wurde. Der angegebene Behandlungszyklus wurde lOOmal wiederholt, worauf die bei der Messung der Oberflächenladung des untersuchten Aufzeichnungsmaterials erhaltenen Ergebnisse
nach dem ersten und dem 100. Zyklus miteinander verglichen wurden. Es wurde gefunden, daß die maximale Oberflächenladung der photoleitfähigen Schicht nach dem 100. Zyklus im Vergleich zum ersten Ziyklus nicht abgefallen war.
Das erhaltene elektrophotographische Aufzeichnungsmaterial wurde sodann zur Erzeugung eines sichtbaren Bildes nach dem im Beispiel 3 beschriebenen Verfahren aufgeladen, belichtet und entwickelt.
27 28
Beispiel 11 Beispiel 1 beschriebenen Typs bestand. Das Aufbringen der Beschichtungsmasse auf den Schichtträger
Nach dem im Beispiel 10 beschriebenen Verfahren erfolgte bei einer Beschichtungsblocktemperatur von wurden zwei photoleitfähige Beschichtungsmassen etwa 150C. Das erhaltene elektrophotographische hergestellt, wobei als Photoleiter zur Herstellung der 5 Aufzeichnungsmaterial wurde nach dem im Beispiel 10 ersten Beschichtungsmasse 4,4',4"-Tris(diäthyIamino)- beschriebenen Verfahren getestet, und es zeigte sich, tetraphenylstannan und zur Herstellung der zweiten daß die negative lOO-Volt-Durchhangempfindlichkeit Beschicbtungsmasse Diphenyl-bis-(p-diäthylaminophe- 1800 betrug. Zur Herstellung eines sichtbaren Bildes nyl)stannan verwendet wurden. Die erste Beschich- wurde das erhaltene elektrophotographische Auftungsmasse bestand, bezogen auf Feststoffe, zu 2 Ge- io Zeichnungsmaterial in der angegebenen Weise aufwichtsprozent aus Farbstoff, zu etwa 60 Gewichts- geladen, belichtet und entwickelt,
prozent aus Photoleiter und der Rest aus Bindemittel, . ,
und die zweite Beschichtungsmasse bestand zu 2 Ge- Beispiel 14
wichtsprozent aus Farbstoff, zu etwa 53 % aus Photo- Nach dem im Beispiel 3 beschriebenen Verfahren leiter und der Rest aus Bindemittel des im Beispiel 1 15 wurden zunächst 0,375 g Sensibilisierungsfarbstoff des beschriebenen Typs. im Beispiel 3 beschriebenen Typs in 42,5 g Methylen-
Jede der beiden erhaltenen Beschichtungsmassen chlorid unter etwa 2 Stunden langem Rühren gelöst,
wurden nach dem im Beispiel 1 beschriebenen Ver- Nach Lösen des Farbstoffs wurde die erhaltene Lösung
fahren bei einer Beschichtungsblocktemperatur von mit 4,5 g Poly(4,4'-Isopropylidendiphenylcarbonat-
etwa 180C auf einen Schichtträger aufgetragen. Die 20 block-Oxytetramethylen) unter Rühren versetzt und
erhaltenen beiden elektrophotographischen Aufzeich- etwa 2 Stunden lang bis zur Auflösung des PoIy-
nungsmaterialien 1 und 2 wurden sodann nach dem merisats gerührt. Danach wurde die erhaltene Lösung
im Beispiel 10 beschriebenen Verfahren auf elektrische mit 3 g Photoleiter des im Beispiel 1 beschriebenen
Empfindlichkeit getestet. Typs versetzt, worauf das erhaltene Gemisch eine
Die erhaltenen Ergebnisse zeigten, daß die Probe 25 weitere 1Z2 Stunde lang gerührt wurde. Die erhaltene
Nr. 1 eine negative lOO-Volt-Durchhangempfindlich- Beschichtungsmasse wurde sodann auf einen elektrisch
keit von etwa 3500 und die Probe Nr. 2 eine negative leitfähigen Schichtträger des im Beispiel 1 beschrie-
100-Volt-Durchhangempfindlichkeit von etwa 1700 benen Typs aufgetragen, worauf die erhaltene Schicht
aufwiesen. Die beiden Aufzeichnungsmaterialien wur- trocknen gelassen wurde.
den sodann nach dem im Beispiel 1 beschriebenen 30 Das erhaltene elektrophotographische Aufzeich-
Verfahren aufgeladen, belichtet und entwickelt. Es nungsmaterial wurde im Dunkeln auf ein Oberflächen-
wurden gut sichtbare Bilder erhalten. potential von 600 V aufgeladen und nach dem im
Beispiel 1 beschriebenen Verfahren belichtet, worauf
B e i s ρ i e 1 12 es auf Empfindlichkeit getestet wurde. Die erhaltenen
35 positiven oder negativen Empfindlichkeiten wurden
Nach dem im Beispiel 10 beschriebenen Verfahren ausgedrückt als der Wert 104 dividiert durch die wurde ein elektrophotographisches Aufzeichnungs- Belichtung in Meter-Kerzen-Sekunden, die zur Vermaterial hergestellt unter Verwendung einer Be- minderungdesöOOVbetragendenOberflächenpotentials Schichtungsmasse, die, bezogen auf Feststoff gehalt, auf ein Potential von 500 V (100-Volt-Schulterzu 2 Gewichtsprozent aus Farbstoff des im Beispiel 10 4° empfindlichkeit) bzw. auf ein Potential von 100 V beschriebenen Typs, zu etwa 62 Gewichtsprozent aus (lOO-Volt-Durchhangempfindlichkeit) erforderlich ist. p-Diäthylaminophenylgerman als Photoleiter sowie Die erhaltenen Ergebnisse zeigten, daß die positive zum restlichen Anteil aus Bindemittel des im Beispiel 1 Schulterempfindlichkeit 3200, die positive Durchbeschriebenen Typs bestand. Das Aufbringen der hangempfindlichkeit 320, die negative Schulteremperhaltenen Beschichtungsmasse auf einen Schicht- 45 findlichkeit 2800 und die negative Durchhangempfindträger erfolgte nach dem im Beispiel 1 beschriebenen lichkeit 500 betrug. Nach erfolgter Auslöschbelichtung Verfahren bei einer Beschichtungsblocktemperatur von ließ sich das erhaltene elektrophotographische Aufetwa 15°C. Das erhaltene elektrophotographische Zeichnungsmaterial zur Erzeugung eines sichtbaren Aufzeichnungsmaterial wurde nach dem im Beispiel 1 Bildes nach dem im Beispiel 3 beschriebenen Verfahren beschriebenen Verfahren auf elektrische Empfindlich- 50 aufladen, bildmäßig belichten und entwickeln,
keit getestet. Die Ergebnisse zeigten, daß die negative . .
lOO-Volt-Durchhangempfindlichkeit etwa 480 betrug. Beispiel 15
Mit Hilfe des erhaltenen Aufzeichnungsmaterials Dieses Beispiel zeigt die erfindungsgemäße Herwurden gut sichtbare Bilder erhalten, wenn es nach stellung eines elektrophotographischen Aufzeichnungsdem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren auf- 55 materials unter Verwendung einer Beschichtungsgeladen, belichtet und entwickelt wurde. lösung, die nur einen Sensibilisierungsfarbstoff und
ein Bindemittel enthält und frei von Photoleiter ist.
Beispiel 13 Zur Herstellung der Beschichtungslösung wurden
zunächst 0,16 g 4-(4-Dimethylaminophenyl)-2,6-di-
Nach dem im Beispiel 10 beschriebenen Verfahren 60 phenyl-thiapyrylium-fluoroborat in 18,2 g Dichloro-
wurde ein elektrophotographisches Aufzeichnungs- methan unter etwa 3stündigem Rühren gelöst. Die
material hergestellt unter Verwendung einer Be- erhaltene Lösung wurde mit 4,0 g eines Bisphenol-
schichtungsmasse, die, bezogen auf die dem Be- A-Polycarbonats versetzt, worauf die erhaltene Farb-
schichtungslösungsmittel zugesetzten Feststoffe, zu stoff-Bindemittellösung etwa 18 Stunden lang gerührt
2 Gewichtsprozent aus Farbstoff des im Beispiel 10 65 wurde.
beschriebenen Typs und zu etwa 40 Gewichtsprozent Die erhaltene Beschichtungslösung wurde sodann
aus Photoleiter des im Beispiel 1 beschriebenen Typs bei 18,3 0C auf einen aus einer Polyäthylenterephthalat-
bestand, wobei der Rest aus Bindemittel des im folie bestehenden Schichtträger, der mit einer auf
ν,
gedampften leitfähigen Nickelschicht versehen war, aufgetragen. Die Schichtdicke der trockenen photoleitfähigen Schicht betrug etwa 12 bis 14 Mikron. Ein Probeabschnitt des erhaltenen elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials wurde unter einer Koronaentladung aufgeladen, bis das mit Hilfe einer Elektrometersonde gemessene Oberflächenpotential etwa 600 Volt erreichte. Das aufgeladene Aufzeichnungsmaterial wurde sodann einer 3000GK-Wolframlichtquelle exponiert, und der Verlust an Oberfiächenpotential wurde als Funktion der Belichtung gemessen. Die Empfindlichkeitsmessung erfolgte nach dem im Beispiel 1 beschriebenen Verfahren, jedoch mit der Ausnahme, daß die Empfindlichkeitsbestimmung auf einer 100-VoIt-Schulterempfindlichkeit, statt, wie im Beispiel 1, a.;f einer SO-Volt-Schulterempfindlichkeit basierte.
Die erhaltenen Ergebnisse, die sowohl bei positiver als auch bei negativer Aufladung erhalten wurden, werden in der folgenden Tabelle als Schulterempfindlichkeiten (K0 -100 Volt) und 100-Volt-Durchhangempfindlichkeiten wiedergegeben.
An einem anderen Abschnitt des erhaltenen Aufzeichnungsmaterials wurde die optische Dichte gemessen, und die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle ebenfalls aufgeführt.
Tabelle Vl
Elektrische H- und D-Bmpf. (Schuller/lOO-Volt-
Durchgang)
pos.
360/9
neg.
360/16
Optische Dichte 685 nm
600 nm 3,35
2,10
Die Ergebnisse zeigen, daß die crfindungsgemäD gewonnenen Farbstoffaggregate als Photoleiter wirken, so daß zur erfindungsgemäßen Herstellung eines elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials die Verwendung eines separaten Photoleiters nicht er-
ao forderlich ist. Die gefundene hohe Lichtabsorption bei 685 nm und eine vorgenommene mikroskopische Untersuchung des erhaltenen Aufzeichnungsmaterials ließen eine weitgehende Umwandlung des verwendeten Farbstoffs und Bindemittels in die erfindungsgemäO
herstellbare photoleitfähige Farbstoff-Bindemittelkombination erkennen.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung eines elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials aus einem elektrisch leitenden Schichtträger und mindestens einer heterogenen photoleitfähigen Schicht, die aus einer kontinuierlichen Phase aus einem Bindemittel und einer diskontinuierlichen Phase mit einem Gehalt an wenigstens einem Pyrylium-, Thiapyrylium- oder Selenapyrylium-Sensibilisierungsfarbstoff, der bei einer 2500fachen Vergrößerung erkennbare Aggregate bildet, besteht, bei dem eine Sensibilisierungsfarbstoff, Bindemittel und Lösungsmittel enthaltende Beschichtungsflüssigkeit auf den Schichtträger aufgebracht und die erhaltene Schicht getrocknet wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung der Beschichtungsflüssigkeit der (die) Sensibilisierungsfarbstoff^) in dem Lösungsmittel gelöst, zu dieser Lösung das Bindemittel zugesetzt und die erhaltene Masse vor dem Aufbringen aui den Schichtträger innig vermischt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Beschichtungsflüssigkeit verwendet wird, die zusätzlich einen Photoleiter enthält, wobei der Photoleiter der Beschichtungsflüssigkeit nach der Zugabe des Bindemittels zugesetzt wird.
3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Sensibilisierungsfarbstoff ein Selenapyryliumfarbstoffsalz oder ein Pyrylium- oder Thiapyryliumfarbstoffsalz der Formel
DE19702018038 1969-04-16 1970-04-15 Verfahren zur Herstellung eines elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials Expired DE2018038C3 (de)

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US81683169A 1969-04-16 1969-04-16
US81683169 1969-04-16

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DE2018038A1 DE2018038A1 (de) 1970-10-29
DE2018038B2 DE2018038B2 (de) 1974-04-04
DE2018038C3 true DE2018038C3 (de) 1976-05-20

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