[go: up one dir, main page]

DE2017645C3 - Vorrichtung zur gymnastischen Behandlung der Fingergelenke - Google Patents

Vorrichtung zur gymnastischen Behandlung der Fingergelenke

Info

Publication number
DE2017645C3
DE2017645C3 DE19702017645 DE2017645A DE2017645C3 DE 2017645 C3 DE2017645 C3 DE 2017645C3 DE 19702017645 DE19702017645 DE 19702017645 DE 2017645 A DE2017645 A DE 2017645A DE 2017645 C3 DE2017645 C3 DE 2017645C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
finger
sleeves
finger sleeves
forearm
pull rope
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19702017645
Other languages
English (en)
Other versions
DE2017645B2 (de
DE2017645A1 (de
Inventor
Walter Ölten Saner (Schweiz)
Original Assignee
Lacrex Brevetti S.A., Minusio (Schweiz)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from CH694369A external-priority patent/CH504206A/de
Application filed by Lacrex Brevetti S.A., Minusio (Schweiz) filed Critical Lacrex Brevetti S.A., Minusio (Schweiz)
Publication of DE2017645A1 publication Critical patent/DE2017645A1/de
Publication of DE2017645B2 publication Critical patent/DE2017645B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2017645C3 publication Critical patent/DE2017645C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur gymnastischen Behandlung der Fingergelerike mit einer Anzahl zur Aufnahme der vordersten Fingerglieder bestimmten Fingerhülsen, die von einem Antrieb über Stößel auf- und abbewegbar sind.
Derartige Vorrichtungen, durch die die behandelten Finger lediglich in vertikalen Ebenen verschwenki werden, sind aus den US-PS 12 90 742 und 32 16 412 bekannt. Nur durch eine Verschwenkung der Finger in vertikaler Richtung wird ab^r ein ausreichendes Bewegungstraining zur Wiedererlangung der Fingerbeweglichkeit beispielsweise nach Handverletzungen nicht erreicht.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zur gymnastischen Behandlung der Fingergelenke zu schaffen, durch die diese in umfassender Weise beansprucht werden.
Diese Aufgabe wird bei der Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Fingerhülsen auf an den Stößeln befestigten Gleitschienen, die parallel zur Richtung des Unterarms verlaufen, verschieblich gelagert sind und daß ein Antrieb zur Hin- und Herverschiebung der Fingerhülsen auf den Gleitschienen vorgesehen ist. Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung werden die Finger nicht nur in vertikaler Richtung um ihre Handwurze)-gelenke verschwenkt, die vordersten Fingerglieder werden jeweils auch auf die Handwurzel zu und von dieser wegbewegt, so daß alle Fingerglieder an den gymnastischen Bewegungen teilnehmen. Gleichzeitig wird auch die Hand um das Handgelenk verschwenkt, was den Behandlungseffekt erhöht.
Der Antrieb kann aus einer Rückstellfeder und einem an einem Halter befestigten und über eine Umlenkrolle geführten Zugseil, das mit den Fingerhülsen verbunden ist, bestehen.
Zweckmäßigerweise ist das mit jeder Fingerhülse verbundene und über die an einem Ende der Gleitschiene angeordnete Umlenkrolle in eine zur Stößelachse parallele Richtung umgelenkte Zugseil mit einem an dem Gehäuse befestigten Halter verbunden, so daß vertikale Schwingungen der die Gleitschienen tragenden Stößel gleichzeitig auch eine Verschiebung der Fingerhülsen auf den Gleitschienen zur Folge haben.
Zur Anpassung an die Beweglichkeit der Finger ist der Verschiebeweg der Fingerhülsen in Richtung des Unterarms zweckmäßigerweise veränderbar. Zusätzlich kann zur Einstellung der Fingerhülsen der Halter des Zugseils parallel zur Stößelachse verschiebbar und in den gewünschten Lagen feststellbar sein. Die Fingerhülsen können um eine Achse, die quer zu der Ebene liegt, in der ihre Vertikal- und Horizontalverschiebungen stattfinden, schwenkbar sein, so daß Relativbewegungen zwischen den eingesteckten vordersten Fingergliedern und den Fingerhülsen vermieden werden. Der Schwenkbewegung der Fingerhülsen kann eine Rückstellfeder entgegenwirken.
Zur Anpassung an verschieden dicke Fingerglieder können in die Fingerhülsen Hülsen verschiedenen Innendurchmessers einsetzbar sein. Die Einsatzhülsen können dabei mit einem innen gepolsterten Boden versehen sein. Zur Änderung der auf die Finger übertragenen Bewegungen können in die Fingerhülsen einsetzbare Träger mit einer geraden Fingerauflage vorgesehen werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen den Fingerhülsen und der Unterarmstütze ein Armniederhalter angeordnet, der seitlich verschiebbar und in der Höhe verstellbar ist. Dieser Armniederhalter stellt sicher, daß bei der Behandlung zur Erhöhung des Behandlungseffekts auch die Hand um das Handgelenk verschwenkt wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nächste-
hend an Hand der Zeichnung naher dargestellt. In dieser zeigt
F i g. 1 eine Seitenansicht der Behandlungsvorrichtung,
F i g. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach F i g. 1 und
F i g. 3 eine vergrößerte Ansicht einer auf einem Stößel angeordneten Gleiischiene m.t in dieser verschieblichen Fingerhülse.
Die dargestellte Vorrichtung besitzt ein Gehäuse I. in welchem eine Antriebsvorrichtung und ein Teil des BewegU: gsmechanismus für die Fingerhülsen untergebracht sind. Der nicht sichtbare Teil des Bewegungsmechanismus enthält z. B. eine mit der Anzahl der F'ingerhülsen übereinstimmende Anzahl Exzenter, die auf einer gemeinsamen Antriebswelle sitzen, wobei benachbarte Exzenter in Drehrichtung gegeneinander versetzt angeordnet sind, leder Exzenter arbeitet mit einem vertikalbeweglich gelagerten Stößel 2 zusammen, so daß der Exzenter bei gleichmäßiger Drehbewegung der Antriebswelle dem Stößel 2 eine wenigstens angenähert harmonische Längsschwingung in vertikaler Richtung erteilt. Die Stößel 2. welche oben aus dem Gehäuse 1 ragen, übertragen die Längsschwingungen auf die Fingerhülsen.
Im ganzen sind fünf Fingerhülsen 3 bis 7 vorhanden, die zur Aufnahme der vordersten Fingerglieder fingerhutartig ausgebildet sind. Dabei sind die mittleren drei Fingerhülsen 4 bis 6 für die mittleren drei Finger der rechten oder linken Hand und die beiden äußeren Fingerhülsen 3 und 7 je für den Kleinfinger der be;reffenden Hand bestimmt, so daß also bei einer Behandlung jeweils eine der äußeren Fingerhülsen 3 bzw. 7 unbenutzt bleibt.
Die Fingerhülsen 3 bis 7 sind je auf einem Untersatz 8 um die Achse 9 schwenkbar gelagert, wobei der Schwenkbewegung eine Rückstellfeder 10 entgegenwirkt. Ferner sind die Fingerhülsen 3 bis 8 mit ihrem Untersatz 8 je auf einer von fünf horizontalen Gleitschienen 11 bis 15 verschiebbar gelagert, welche parallel zueinander verlaufen und einzeln mit den in einer Reihe nebeneinander angeordneten Stößeln 2 fest verbunden sind.
Die Gleitschienen 11 bis 15 sind in bezug auf ihren Abstand einer auf dem Gehäuse 1 aufgebauten, in der Höhe verstellbaren Unterarmstütze 16 gegeneinander versetzt angeordnet, wobei die mittlere Gleitschiene 13 den größten und jede äußerste Gleitschiene II bzw. 15 den kleinsten Abstand von der Unterarmstütze 16 hat. Die mittlere Gleitschiene 13 ist unmittelbar am oberen Ende des zugehörigen Stößels 2 befestigt, während die übrigen Gleitschienen H, 12,14 und 15 auf senkrechten Bolzen 17 ruhen, die je am freien Ende eines am betreffenden Stößel 2 befestigten Armes 18 angebracht sind. Die gegen die Seite der Unterarmstütze 16 gerichteten Arme 18 bewirken die Versetzung der Gleitschienen
11. 12, 14 und 15 aus der Bewegungsebene der Stößel 2 und damit die gewünschte Verkürzung des Abstaiides dieser Gleitschienen zur Unterarmstütze 16.
Die Gleitschienen Π bis 15 sind rohrförmig ausgebüdet und umfassen je ein Gleitstück 19, m;t dem der Ur.-teriatz 8 der betreffenden Fingerhülse durch einfn Bolzen 20 verbunden ist, welcher die Gleitschiene in einem Längsschlitz 21 durehseizt. Am Gleitstück 19 jeder Gleitschiene ist ein Zugseil 22 befestigt, das über eine
ίο an dem der Unterarmstütze 16 zugewandten Ende der Gleitschiene angebrachte Umlenkiolle 23 nach unten in eine zur Achsrichtung der Stößel 2 parallele Richtung umgelenkt wird und in einem ortsfesten Halter 24 endet. Das Gleitstück 19 steht ferner unter dem Einfluß einer im Innern der Gleitschiene untergebrachten Rückstellfeder 25. Auf diese Weise werden bei der Aufwärtsbewegung der Stößel 2 die Fingerhülsen 3 bis 7 nicht nur nach oben bewegt, sondern durch das ablaufende Zugseil 22 zugleich längs der Gleitschienen 11 bis 15 in Richtung auf die Unterarmstütze 16 zu verschoben. Bei der Abwärtsbewegung der Stöi3ei 2 bringen die Rückstellfedern 25 die Fingerhülsen wieder in ihre Ausgangslage zurück. Die Fingerhülsen führen somit außen den Längsschwingungen quer zur Lagerichtung des Unterarms gleichzeitig Querschwingungen in der Lagerichtung des Unterarms aus. und zwar mit gleicher Frequenz, so daß sich im Betrieb die in die Fingerhülsen eingesteckten vordersten Fingergiieder jeweils beim Anheben zugleich der Handwurzel nähern.
LJm die Amplitude der in der Lagerichtung des Unterarms ausgeführten Querschwingungen der Fingerhülsen 3 bis 7 verändern zu können, sind die Halter 24 der Zugseile 22 je in einem auf dem Gehäuse 1 stehenden Rohrstück 26 parallel zur Stößelachse verschiebbar und mittels einer Klemmschraube 27 feststellbar.
Die Schwingungsfrequenz der Fingerhülsen ist z. B. durch Drehzahländerung des Antriebs veränderbar und kann im vorliegenden Beispiel mit Hilfe eines Drehknopfes 28 eingestellt werden.
Zwischen den Fingerhülsen und der Unterarmstütze 16 ist auf dem Gehäuse 1 ein Armniederhalter 29 angeordnet, der an einer in der Höhe verstellbaren Winkelstütze 30 seitlich verschiebbar gelagert ist.
Zu der beschriebenen Vorrichtung gehört ein Sortiment von in die Fingerhülsen 3 bis 7 einsetzbaren Hülsen 31 verschiedenen Innendurchmessers, welche eine Anpassung an die vordersten Fingerglieder ermöglichen. Diese Einsatzhülsen 31 können zur Schonung der Fingerspitzen mit einem innen gepolsterten Boden 32
so versehen sein.
Ferner sind mehrere in die Fingerhülsen 3 bis 7 wahlweise einsetzbare Träger 33 mit einer geraden Fingerauflage vorhanden, die es ermöglichen, einzelne Finger, z. B. ein steifer Finger, aufzulegen und keinen Querschwingungen auszusetzen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (11)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur gymnastischen Behandlung der Fingergelenke mit einer Anzahl zur Aufnahme der vordersten Fingerglieder bestimmten Fingerhüten, die von einem Antrieb über Stöße! auf- und tbbewegbar sind, dadurch gekennzeich Bei, daß die Fingerhülsen (3 bis 7) auf an den Stößeln (2) befestigten Gleitschienen (11 bis 15), die ίο parallel zur Richtung des Unterarms verlaufen, verichieblich gelagert sind und daß ein Antrieb (22, 23, 24) zur Hin- und Herverschiebung der Fingerhülsen (3 bis 7) auf den Gleitschienen (U bis 15) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennleichnet, daß der Antrieb aus einer Rückstellfeder (25) und einem an einem Hal'er (24) befestigten und üoer eine Umlenkrolle (23) geführten Zugseil (22), das mit den Fingerhülsen (3 bis 7) verbunden ist. :o besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß das mit jeder Fingerhülse (3 bis 7) verbundene und über die an einem Ende jeder Gleitschiene (11 bis 15) angeordnete Umlenkroiie (23) in :j eine zur Stößelachse parallele Richtung umgelenkte Zugseil (22) mit einem an dem Gehäuse (1) befestigten Halter (26) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschiebeweg der Fingerhülsen (3 bis 7) in der Richtung des Unterarms veränderbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (26) des Zugseils (22) parallel zur Stößelachse verschiebbar und in den gewünschten Lagen feststellbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Fingerhüten (3 bis 7) um eine Achse (9), die quer zu der Ebene liegt, in der ihre Vertikal- und Horizontalverschiebung stattfinden, schwenkbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkbewegung eine Rückstellfeder (10) entgegenwirkt.
8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden An-Sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in die Fingerhülsen (3 bis 7) einsetzbare Hülsen verschiedenen Innendurchmessers vorhanden sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsatzhülsen mit einem innen ge- >o polsterten Boden versehen sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Fingerhülsen (3 bis 7) Träger mit einer geraden Fingerauflage einsetzbar sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Fingerhülsen (3 bis
7) und einer Unterarmstütze (16) ein Armniederhalter (29, 30) angeordnet ist, der seitlich verschiebbar und in seiner Höhe verstellbar ist.
60
DE19702017645 1969-05-05 1970-04-13 Vorrichtung zur gymnastischen Behandlung der Fingergelenke Expired DE2017645C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH694369 1969-05-05
CH694369A CH504206A (de) 1968-04-27 1969-05-05 Vorrichtung zur gymnastischen Behandlung der Fingergelenke

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2017645A1 DE2017645A1 (de) 1970-11-12
DE2017645B2 DE2017645B2 (de) 1975-10-09
DE2017645C3 true DE2017645C3 (de) 1976-05-20

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2919494A1 (de) Trainingsgeraet
DE2025691A1 (de) Vorrichtung zur Uebung der Hand- und Finger-Muskeln
DE60208657T2 (de) Vorrichtung für muskelentspannung
DD248146A5 (de) Selbsttaetige vorrichtung zum induktionshaerten
CH409241A (de) Vorrichtung zur mechanischen Behandlung der Wirbelsäule und ihrer knöchernen Anschlussorgane
DE2017645C3 (de) Vorrichtung zur gymnastischen Behandlung der Fingergelenke
DE2210983A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Montage von Einfach- und Mehrfach-Antriebsrollenketten
DE2542125B2 (de) Einrichtung zum Zertrennen von Blöcken aus geschäumtem Kunststoff oder ähnlichem Material, insbesondere zum Formschneiden
DE69700802T2 (de) Maschine zum Gravieren durch Einschlagen oder Kratzen
DE2017645B2 (de) Vorrichtung zur gymnastischen Behandlung der Fingergelenke
DE3644391C2 (de) Beschriftungsvorrichtung
DE1652815B2 (de) Fahrbarer Schmiedemanipulator
DE518573C (de) Maschine zur Bearbeitung von Zahnbohrern, bei der mehrere Werkstuecke in einem um seine Achse drehbaren Werkstueckhalter eingespannt sind
CH504206A (de) Vorrichtung zur gymnastischen Behandlung der Fingergelenke
BE1027919B1 (de) Rehabilitationstrainingsvorrichtung für die linke und rechte Hand
DE1940287A1 (de) Automatische Abfuell- und Verschliessmaschine
DE397128C (de) Guillochiermaschine
DE636274C (de) Vorrichtung zum Haerten von Schienen
DE3222774A1 (de) Trimmgeraet
DE2241797B2 (de) Brustschwimm-lehrmaschine
DE680398C (de) Vorrichtung zum Wenden von bedruckten Papierbahnen
DE20202561U1 (de) Expander-Impander-Trainingsgerät
EP3595782B1 (de) Outdoor-fitnessgerät
DE957385C (de) Maschine zum Zusammendrehen und Falten von Docken
DE1502090C (de) Konturenfräsvorrichtung