DE2017231B2 - Vorrichtung zum einbringen eines stabes oder einer erdelektrode in den boden - Google Patents
Vorrichtung zum einbringen eines stabes oder einer erdelektrode in den bodenInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01R—ELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einbringen eines Stabes oder einer Erdelektrode in den
Boden, bei der in Längsrichtung puf den Stab eine
Kraft ausgeübt wird und der Stab mit einer lösbaren, beweglichen Spitze versehen ist.
Beim Eintreiben von Stäben in den Boden tritt das Problem auf, daß wegen des Reibungswiderstandes
große Kräfte ausgi'ibt werden müssen und das Eintreiben des Stabes relativ viel Zeit kostet. Zur Erzeugung der erforderlichen Kräfte benutzt man vielfach
Stoßhämmer, mit denen in AxialricHung des Stabes Kräfte ausgeübt werden. Durchdringt der Stab eine
Erdschicht mit einem besonders hohen Reibungswiderstand, so tritt die Gefahr auf, daß der Stab
während des Eintreibens in den Boden von der vorgesehenen, vielfach lotrechten Richtung abweicht.
Das gilt besonders für den Fall, daß der Stab aus einer Anahl an ihren Enden miteinander verbundener Teile besteht. Auch kann in diesem Falle der
Stab knicken, was für den Fall, daß der Stab als Erdelektrode dient, erhebliche Nachteile mit sich
bringt, da hierbei der elektrische Kontakt zwischen den einzelnen Teilen an der Knickstelle sehr schlecht
oder sogar vollkommen unterbrochen werden kann. Zudem wird beim Einschlagen des Stabes in einen
steinigen Boden oder in ein Erdreich mit großem Reibungswiderstand ein großer Druck auf die einzelnen Verbindungsstellen der Teile ausgeübt, was zu
einer Zerstörung der Verbindungsstellen oder zu Rissen in den einzelnen zu verbindenden Teilen führen
kann.
Es ist zwar aus der deutschen Patentschrift 973 783 bekannt, das in eine Wand eindringende
Ende eines Stabes mit einer lösbaren, beweglichen Spitze zu versehen, wobei die Spitze mit Hilfe eines
Bolzenschießgerätes in die Wand getrieben und der den Bolzen einschließend* Stab anschließend wieder
aus dem entstandenen Loch herausgezogen wird. Diese Lehre ist aber für das Einbringen von Stäben
in den Boden aus einer Reihe von Gründen ungeeignet. Zum einen soll der Stab über eine größere Länge
in das Erdreich eingebracht werden und zum anderen soll der Reibungswiderstand des Erdreiches an
den Seitenflächen des Stabes gleichzeitig zu dessen Verankerung dienen. Demgegenüber ist aber der
Stab des Bolzenschießgerätes leicht aus der eingeschossenen
öffnung herausnehmbar, ganz abgesehen von den eingangs erläuterten Nachteilen welche
Stöße auf den in das Erdreich einzubringenden Stab s mit sich bringen.
Aufgabe der Erfindung ist es. eine Vorrichtung der eingangs geschilderten Art zu schaffen, welche auf
einfache Weise das Einbringen eines Stabes in den Boden durcn Rammen gestattet, wobei die eingangs
ίο geschilderten Nachteile der bekannten Vorrichtung
vermieden, und bei besonders schwacher Krafteinwirkung ein gradliniges Einbringen eines Stabes in
den Boden, auch dann wenn der Stab in einzelne Teile unterteilt ist. ermöglicht werden soll.
Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Spitze als frei rotierendes Spitzenstück
ausgebildet ist. welches mit Schneidflächen und Schaufelflächen versehen ist.
Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung der
ao Vorrichtung wird erreicht, daß während der Bewegung in Längsrichtung unter dem Einfluß von z. B.
durch einen leichten Stoßhammer erzeugten Kräften das Spitzenstück infolge der durch die Erdschichten
auf die Schaufelflächen ausgeübten Widerstands-
»5 kräfte eine Rotation ausführt. Diese Drehung des
Spitzenstückes hat eine zentrierende Wirkung, so daß die Laufrichtung d^s Spitzenstücks in erheblicher
Weise stabilisiert wird. Hinzu kommt, daß auch die Reibungswiderstände des Erdreichs auf das Spitzen
stück stark herabgesetzt werden. Daraus resultiert
der weitere Vorteil der erfindungsgemäikn Vorrichtung, daß die erforderliche Zeit zum Niederbringen
eines beispielsweise als Elektrode dienenden Stabes auf etwa ein Drittel der bisher dafür benötigten Zeit
verhindert wird. Ferner wird bei den theoretischen Betrachtungen über die Wirkungsweise einer Erdelektrode vorausgesetzt, daß diese gradlinig in das
Erdreich eingebracht wird. Ist dies in der Praxis dann nicht der Fall, so bleibt der Luolg oft weit hin
ter den Erwartungen zurück. Auch kann ein hier
durch entstehendes unerwartetes Spannungsfeld im Erdreich zu unvorhersehbaren Gefahren führen. Die
erwähnte Richtungsaenauigkeit und Gradlinigkeit bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung hat aber im
Hinblick auf die Erdelektroden nicht nur Vorteile, wenn diese senkrecht eingebracht werden, sondern
auch, wenn diese schräg in das Erdreich eingeführt werden. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn
bestimmt«. Erdschichten mit großer elektrischer Leit
fähigkeit zur Verminderung des Erdungswiderstandes
durchdrungen werden. Auch hier wieder läßt sich durch die erfindungsgemäße Vorrichtung eine bessere Verwirklichung der thoretischen Widerstandswerte erreichen und sich gegebenenfalls die Länge
der Gesamtelektrode erheblich verkürzen.
In vorteilhafter Weiterbildung der Vorrichtung nach der Erfindung empfiehlt es sich, daß der Stab
au« mehreren koaxialen Teilen zusammengesetzt ist
und das unterste Teil gegenüber dem nächstfolgenden Teil als frei rotierbares Spitzenstück ausgebildet
ist. Eine derartige Ausgestaltung der Vorrichtung ist beispielsweise besonders vorteilhaft, wenn der in das
Erdreich einzubringende Stab als Erdelektrode dienen soll, die aus einer größeren Anzahl einzelner Teile
besteht. Es ist somit nur nötig, das unterste Teil der Erdelektrode mit den Merkmaler gemäß der Erfindung
::u versehen und als Spitzensriick zu verwenden, so daß sich die besondere Anfertigung eines speziel-
len Spitzenstücks erübrigt. An der zentrierenden Wirkung und dem auf das unterste Teil einwirkenden
Reibungswiderstand ändert sich hierbei nichts.
Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnung
erläutert. Darin zeigt
Fig.! einen Schnitt durch das Spitzenstück gemäß
der Erfindung.
F i S. 2 eine Vorderansicht des Spitzenstücks nach
Fig. T.
Fig. 3 ein Spitzenstück nach Fig. 1, in dem frei
rotierbar eine Erdelektrode mit Schutzmantel eingesetzt
ist,
F i g. 3 a ein Spitzenstück nach Fig. 1, in dem frei
rotierbar eine Erdelektrode ohne Schutzmantel angeordnet
ist. und
F i g. 4 eine Erdelektrode, deren Endteil als Spitzenstück,
gemäß der Erfindung ausgestaltet ist.
Dss Spitzenstück 1 weist eine Buchse 2 aufä in deren
Öffnung 3 eine Erdelektrode mit Schutzmantel 10 oder eine Erdelektrode ohLc Schutzmantel 10' gesteckt
werden kann. Am geschlossenen Ende der Buchse 2 sind Schneidflächen 4, S angeordnet, die in
Schaufelflächen 6. 7, 8 und 9 übergehen. Im Ausführunssbeispiel
weist das Spitzenstück 1 zwei Schneideflächen 4 und 5 auf, die in gegeneinander versetzten
Ebene senkrecht zur Längsachse des Spitzenstücks 1 liegen. Die Bohrung der Buchse 2 besitzt eine flache
Endfläche, so daß die Erdelektrode 10. 10' sich beim
Einschlagen nicht festläuft. Zudem ist das untere Ende der Erdelektrode 10, 10' abgeschrägt, so daß
bei großen Kräften eine etwaige Bartbildung keinen
ίο negativen Einfluß hat.
In Fig. 4 ist das Spitzenstück 11 mit dem untersten
Teil einer aus mehreren Teilen zusammengesetzten Erdelektrode verbunden. Das Spitzenstück 11
bildet snmit eine vorteilhafte Kombination aus einem Spitzenstück und einem Teilstück der Erdelektrode.
Eine derartige Erdelektrode kann beispielsweise aus mehr als zehn einzelnen, in axialer Richtung fluchtenden
Teilen zusammengesetzt sein, die jeweils eine Länge von etwa 30 His 50 cm haben. Beim Einbringen
der gesamten iirdeiektrode wird somit nur das unterste Elektrodenteil in Drehung versetzt, so daß
der beim Einbringen wirksame Reibungswiderstand relativ gering bleibt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Einbringen eines Stabes oder einer Erdelektrode in den Boden, bei der in
Längsrichtung auf den Stab eine kraft ausgeübt wird, und der Stab mit einer lösbaren beweglichen
Spitze versehen ist. dadurch gekennzeichnet,
daß die Spitze als frei rotierbares Spitzensuick (1. 11) ausgebildet ist. welches mit
Schneidflächen (4, 5) und Schaufelflächen (6. 7. 8. 9) versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß der Stab oder die Erdelektrode aus mehreren koaxialen Teilen zusammengesetzt
ist und das unterste Teil gegenüber dem nächstfolgenden Teil als frei rotierbares Spitzenstück
(11) ausgbildet ist.
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