DE2016686A1 - Korrosionsschutzmittel - Google Patents
KorrosionsschutzmittelInfo
- Publication number
- DE2016686A1 DE2016686A1 DE19702016686 DE2016686A DE2016686A1 DE 2016686 A1 DE2016686 A1 DE 2016686A1 DE 19702016686 DE19702016686 DE 19702016686 DE 2016686 A DE2016686 A DE 2016686A DE 2016686 A1 DE2016686 A1 DE 2016686A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- corrosion
- gluconate
- cooling water
- water
- concentration
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J19/00—Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
- B01J19/0086—Processes carried out with a view to control or to change the pH-value; Applications of buffer salts; Neutralisation reactions
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C02—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F—TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
- C02F5/00—Softening water; Preventing scale; Adding scale preventatives or scale removers to water, e.g. adding sequestering agents
- C02F5/08—Treatment of water with complexing chemicals or other solubilising agents for softening, scale prevention or scale removal, e.g. adding sequestering agents
- C02F5/10—Treatment of water with complexing chemicals or other solubilising agents for softening, scale prevention or scale removal, e.g. adding sequestering agents using organic substances
- C02F5/105—Treatment of water with complexing chemicals or other solubilising agents for softening, scale prevention or scale removal, e.g. adding sequestering agents using organic substances combined with inorganic substances
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23F—NON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
- C23F11/00—Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent
- C23F11/08—Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Hydrology & Water Resources (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Water Supply & Treatment (AREA)
- Preventing Corrosion Or Incrustation Of Metals (AREA)
Description
Esso Research and Engineering (Prio 29. April 1969 Company
U. 3. 820,3505 - 69I8)
Linden, N.J. / V.St.Λ. Hamburg, 6. April 1970-
KorrosionsschutzraS-ttel
Die Erfindung betrifft ein Mittel zur Verhinderung von
oxydativer Korrosion von Metallen durch Wasser sowie ein
Verfahren zur Anwendimg dieses Mittels. Die Erfindung
betrifft insbesondere ein Mittel, mit dessen Hilfe eine oxydative Korrosion durch Kühlwasser in Kreislaufsystemen
verhindert werden kann.
Kühlwassersysteme finden in großem Umfang in Erdölraffinerien
und chemischen Fabriken sowie sonstigen Fabriken, öffentlichen Gebäuden und Haushalten Anwendung.
Täglich werden ungeheuere Wasserraengen durch eine Vielzahl
derartiger Kühlsysteme geschickt, so daß die Kosten für die Investitionen und den Betrieb derartiger Systeme
enorme Beträge ausmachen*
KühXwaasersysterne können im wesentlichen in zwei Gruppen
eingeteilt werden, Bei der einen Klasse handelt es sich
um Kühlsysteme, bei denen das Kühlwasser einer bequem zur
Verfügung stehenden Quelle, z.B. einem Fluß entnommen,
00 98 4.6/ 17 59
201658G
•inmal durch die Kuhlanlage hindurchgeschickt und anschließend wieder abgelassen wird. Bei derartigen Systemen
sind die Korrosionsprobleme im allgemeinen geringfügig.
An den meisten Orten steht jedoch Kühlwasser nicht in einem derartigen Überfluß zur Verfugung, daß ein derarti^es
3ystem anwendbar wäre und die Zahl dieser Systeme lat
deshalb ständig abnehmend.
Die anreite Klasse von KUhlwassersystemen arbeitet im
Kreislauf. Bei Kreislaufsystemen ist ein Kühlturm oder eine öhnliohe Vorrichtung vorgesehen, in der das den
Wärmeaustauscher verlassende erwärmte Wasser mit der Luft der Atmosphäre in Berührung komirst. Wihrend dieses Kontaktes
mit der Atmosphäre wird eine merkliche Menge Luft in
den Kühlwasser gelöst und anschließend durch das KHhI-system hindurchgeleitet· Der In dem Wasser gelüste Sauerstoff diffundiert zu der Wasser/Metallgrenzflüche und führt
dadurch In den Wärmeaustauschern sowie an den Metallrohren und Kesseln des Kühlsystems zu Korrosionserscheinungen.
Messing, Kupfer und Stahl, insbesondere Kohlenstoffstahl,
sind die am häufigsten Verwendung findenden Materialien für derartige Systeme und unglücklicherweise sind gerade
fliese Materialien oxydatlven Angriffen besonders zugänglich.
BAD ORIGINAL
009846/1759
Dieses Problem ist bereits seit längerem erkannt und
es ist versucht worden, die oxydative Korroeion in Wasserkühlsystemen durch c.en Zusatz ves'seliisdener anorganischer
Inhibitoren zurückzudrängen,, welsls© ataf den Metalloberflächen
des Kollisystems dünne Metallosjydfllea© bilden und
dadurch die Diffusion von Sauerstoff au den Metalloberflh"chen
erschweren cder wenn möglieh verhindern„ Inhibitoren,
welche in weitestem Umfang ITUr diesen Zweck Anwendung finden, sine unter anderem Chromate und Phosphate.
Unglücklicherweise besitzen diese Verbindungen bei einer
Verwendung als Korrcsionsschutssnittel ernste Hachteile,
Chromate können unter bestimmten Bedingungen zu einer
beschleunigten Korrosion führen. Beispielsweise können Chromete einen Lochfraß begünstigen, wenn sie in niedrigen
Konzentrationen Anwendung finden. Diese Grübehenbildung
bzw. dieser Lochfrai: stellt ein ernstes Problem dar und
kann zu einer Durchlöcherung des Materials führen, ins· besondere an Stellen« an denen dor von dem Chromat gebildete
Schutzfilm Risse oder Ungleichm issiglceiten aufweist. Da die Erzeugung eines praktisch perfekten dünnen
Fllm3 bei Anlagen größeren Ausmasses mit hohen Strömungsgeschwindigkeiten
zumindest äußerst schwierig ist, kann ohne Übertreibung festgestellt werden, daß die Wirksamkeit
des Korrosionsschutzes von Anlage zu Anlage kaum vorhersehbar
00 9 8 4 6 / 1 7 B 9 ßAD original
ist und selbst von Tag zu Tag In der gleichen Anlage
schwankend sein kann.
E* weiterer und besonders ernster Nachteil der Verwendung
von Chrotnaten als Korrosionsschutzmittel besteht darin,
daß Chromate eine erhebliche Gefahr für die Verunreinigung von Gewässern darstellen. Chromate sind toxisch, so daß
ihr Gehalt in Strömen und Flüssen einer zunehmend strenger werdenden Kontrolle unterliegt. Um das verbrauchte Kühlwasser in ein Abwassersystem leiten zu können, 1st es
deshalb beim Betrieb eines derartigen KUhlsysteras erforderlich, für eine ausreichende Reinigung des Abwassere
zur Entfernung des Chromate vor der Abgabe an das Abwassersystem zu sorgen. In der Praxis ist es äußerst
schwierig und darüber hinaus prohlbitiv kostspielig, den Chromatgehalt auf die erforderlichen niedrigen Werte zu
^ bringer, was dazu geführt hat, daß die Verwendung von
Chromat als Korrosionsschutzmittel rasch zurückgeht.
Polyphosphate haben ebenfalls als Korrosloneechutzmittel Verwendung gefunden. Diese Verbindungen haben den weiteren
Vorteil, daß sie Sequestriermittel für Calcium- und Magnesiumionen sind, welche in Kühlwasser häufig zugegen
sind. Es 1st Jedoch bekannt, daß Polyphosphate in konzentrierteren Lösungen erheblich korrodierend wirken und
daß sie unter bestimmten Bedingungen bei Anwendung in
009846/1759
höheren Konzentrationen eine Umwandlung in Orthophosphate erleidzn, was zu einer Bildung von Schlamm öder Ablagerungen führen kann, welche eine schwerwiegende Korrosion
begünstigen. Darüber hinaus sind Polyphosphate ebenfalls eine ernste Verunreinigung für die natürlichen Gewässer,
wenn sie in das Abwassersystam gelangen, wenngleich die
zulässige Konzentration von Phosphaten wesentlich höher liegt als die zulässige Konzentration für Chromate.
Es besteht somit deutlich ein Bedarf für ein neuas und wirksames Korrosionsschutzmittel zur Verhinderung einer
Korrosion von Metallflächen in Kühlwassersystemen, wobei die Anwendung des Mittels nicht ;'.u einer unzulässig hohen
Konzentration an Verunreinigungen fuhren darf, so daß das
damit versetzte Kühlwasser nicht mehr ohne vorherige Reinigung in die üblichen Abwassersysteme abgegeben werden kann.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Korrosion von Metallflächen in Kühlwassersystemen durch Zugabe eines
Alkali- oder Ammoniumgluconats zu dem Kühlwasser zu verhindern.
Insbesondere ist Natriuniglueonat für diesen Zweck
vorgesehlagen worden. Die Gluconate sind bei den angewendeten
Konzentrationen nicht toxisch, so daß sich kaine Probleme
hinsichtlich der Verunreinigung der Gewässer ergeben, wenn das verbrauchte Kühlwasser in natürliche Gewässer geleitet
wird. Die Gluconate haben sich bei Konzentrationen von etwa
009846/1759
201668C
1 bis etwa 4 000 ppir, Insbesondere bei Konzentrationen
von etwa 100 bis etwa 2 000 ppm als reche wirksame
Korrofi'ionsschutzmlttel erwiesen. Gluconate sind besonders
geeignet zur Korros Ions verhütung bei welchem Wasser mit
einer niedrigen Konzentration an Calcium und Magnesium.
Die Wirksamkeit ist dagegen weniger befriedigend bei hartem Wasser mit einer erheblichen Konzentration an Calcium und
Magnesium; darüber hinaus sind die Oluconavö als Sequestritrraittel
für diese Ionen von geringern Wert,
Bs wurde nun gefunden, daß kleine Mengen eines Korrosionssehutfcmittels,
bestehend aus einer Kombination eines wasserlöslichen anorganischen Gluconafcs mit einem wasserlöslichen
anorganischen Polyphosphat eine hervorragende Wirksamkeit zur Verhütung oxydatlver Korrosion in Kühlwassersystemen
besitzen. Die Alkali- und Ammoniuirigluccnate
und die Alkali- und Ammoniumpolyphosphate sind dabei bevorzugt. Die Kombinabion aus Gluaonat und Polyphosphat
zeigt einen synergisbischen Effekt hinsichtlich der korrosionsverhütenden
Wirksamkeit, der auf Grund de3 mit Polyphosphaten
oder GlucDnaten allein erzieibaren Korrosionsschutzes
nicht vorhersehbar war.
Die bevorzugt verwendeten. Polyph->sphafce sind die wasserlöslichen
anorganischen Hexamataphosphate , insbesondere
009846/1769 BAD ORIGINAL
• . 201GBÖG
die Alkali- und Ammoniumhexametaphosphate, Natriumhexametaphoaphat
ist ein bevorzugtes Salz dieses Typs.
Die bevorzugten anorganischen wasserlöslichen Gluconate
sind die Alkali- und Ammoniuragluconate., Besonders geeignet
sind Lithiumgluconat, Nßtriumgluconat, Kaliumgluconat
und Anraioniumgluconat, wobei das Natriums al.?, den anderen
Salzen vorgezogen wird.
Die Gesaratkonzentratlon an erfindungsgemässem Korrosionsschutz Bittel, d.h. dar Kombination von Gluconat und PoIyphosphat
liegt gUnstigerweise im Bereich von etwa 25 bis 1 000 ppm, vorzugsweise bei etwe 50 bis 200 ppm. Wenn die
Konzentration von Polyphosphat uad Gluconat insgesamt in
diesem bevorzugten Bereich liegt, wird ein hervorragender Korrosionsschutz erreicht, wobei die Wirkung in Prozent
merklich größer ist als bei Verwendung gleicher Mengen an Gluconat allein. Ferner wurde gefunden, daß die Korrosionsschutzwirkung
bei Verwendung der Kombination von Polyphosphat und Gluconat innerhalb des bevorzugten Konzentrationsbereiches
häufig größer ist als die mit Polyphosphat allein
erzielte Wirkung. Darüber hinaus hat die Verwendung der Kombination von Polyphosphat und Gluconat gegenüber dem
Polyphoephat allein den zusätzlichen Vorteil, daß die Abgabe
/das einer zu hohen Phosphatmenge an Abwasser vermieden wird.
009846/175.9. ßAD ORIGINAL
2016Ö86 - 8 -
Konzentrationen von 25 bis 50 ppm des Korrosionsschutzmittels gemäß Erfindung sind Im allgemeinen etwas weniger
wirksam als Konzentrationen innerhalb des bevorzugten Bereiches und eignen sich deshalb insbesondere zur Aufreohterhaltung eines Korrosiönsschutzfilmes auf Metallfläohen, weniger jedoch zur Erzeugung eines derartigen
^ Filmes« Konzentrationen an Korrosionsschutzmittel von
mehr als 200 ppm lassen sich einsetzen, doch ist im allgemeinen der zusätzliche, durch eine derartige höhere
Inhibitorkonzentration erreichte Effekt in diesem Bereich nur gering und die Vorteile des kombinierten Mittels aus
Polyphosphat und Oluconat gegenüber äquivalenten Mengen
an Qluconat allein sind in diesem Fall weniger bedeutend als im bevorzugten Konzentrationsbereich.
Dl· Oesamtkonzentratlon an Polyphosphat in dem erflndungs-P gemässen Korrosionseohutzmittel liegt im allgemeinen im
Bereich von etwa 10 bis 100 ppm und vorzugsweise bei etwa 15 bis 50 ppm. Bei niedrigen Gluconatkonzentrationen,
insbesondere bei Konzentrationen von weniger als 100 ppm,
let das Vorhandensein von mindestens 10 ppm Polyphosphat
wesentlich für die Erzielung einer guten Korrosionsschutz-Wirksamkeit. Darüber hinaus hat wie oben bereits erwähnt
das Polyphosphat die weitere wichtige Aufgabe, als Sequestriermittel für die im Kühlwasser vorhandenen CaIcium-
0098A6/1759
BAD
und Magnesiumionen zu dienen. Dies ist besonders wichtig
bei Verwendung von hartem Wasser, Die wünschenswerte Obergrenze für die Polyphosphatkonzentration hängt zu
einem großen Ausmaß von der Wasserhärte ab. Zm allgemeinen
finden Polyphosphatkonzentrationen von mehr als etwa
100 ppm keine Verwendung und für die meisten Wasserarten
reicht eine Höchstkonzentration von etwa 50 ppm aus.
Die Konzentration an Gluconat beträgt im allgemeinen
mindestens 10 ppm und liegt vorzugsweise im Bereich von etwa 10 bis 200 ppme
Bs wird angenommen, daß sich beim Kontakt des Kühlwassers,
das das Phosphat und das Gluconat in der gewünschten Konzentration enthält, mit den Metallflächen des Kühlwassersystems ein dünner Schutzfilm auf den Metalloberflächen
bildet. Dieser Film dient zur Verhinderung der Diffusion des gelösten Sauerstoffs aus der wässrigen
Phase zu den Metallflächen und erniedrigt dadurch die Korroslonsgoschwindigkelt ganz wesentlich.
Das Kcrrosionssßhutzfflittel aus Polyphosphate - und Glueonat
kann dem Kühlwassersystem in fester Form in einer Meng®
zugesetzt werden, di© zur Erreichung der angestrebten Konzes«
tratlon ausreicht« Se Ist ferner möglich« dl© Balz® In
Q09846/17g© . '
201668G - ίο -
Form einer konzentrierten wässrigen Lösung in einer
solchen Menge zuzufügen, da3 d:Le angestrebte Konzentration
erzielt wird. In beiden Fällen wird das Korroslonssoautzmittel
im allgemeinen dem Ergänzungswasser für das K'ihlsyetera
zugefügt. Die Wahl der Jeweiligen Anwendungsfyrra
liegt vollständig :1m Belleben des Anwenders und wird im wesentlichen von den jeweiligen Einzelumständen abhängen.
In bestimmten Fällen wird eine einmalige Behandlung mit
dem Korrosionsschutzmittel ausreichen, um ein Kühlsystem wirksam für 2 bis ;i Wochen zu schützen. In Fällen, wo
eine ungewöhnlich turbulente Strömung auftritt oder bei
Kesselformen, die es erschweren, den Film auf den Metalloberflächen
unverletzt zu erhalten oder in Fällen, wo das Korrosionsschutzmittel in zu großen Mengen verloren
geht, wird es erforderlich sein, die Zugabe an Korrosionsschutzmittel gelegentlich zu wiederholen. Im allgemeinen
ist es wünschenswert, jeweils so viel Korrosionsschutzmittel zuzusetzen, daß die Gesamtkonzentration an Korrosionsinhibitor
mindestens etwa 100 ppm beträgt, wenn die KUhlvasseranlage angefahren wird. Auf diese Weise wird
die Bildung des Schutzfilmes auf den Metallischen des Sy«terns
erreicht· Sobald sich dieser Film gebildet hat, kann er häufig durch niedrigere Korrosionsschutzmittelkonzenferationen,
häufig sogar durch so niedrige Konzentrationen wie
009846/1759
- Ii -
etwa 25 ppm des Mittels aufrecht erhalten werden. Wie
bereits oben angegeben, ist es jedoch im allgemeinen vor~
zuziehen, daß die Gosamtlconzentration an Inhibitor" mindestens
50 ppm beträgt;.
Zur ErlUuterung der Erfindung soll ferner das folgende
Beispiel dienen.
Das Beispiel zeigt die Wirksamkeit eines Gemisches aus
üatrlumgluconat und Natriumhexaaetaphösphat als Inhibitor
g®gen eine oxydative Korrosion von Kohlenstoffstahl, der
Wasser ausgesetzt ist, welches mit gelöste Sauejrüt©ff
gesättigt ist. Bei dem Testverfahren werd« kl@lsiQ Ppotoea
von. 2,5 χ 10 χ 0,3 cm Kanteniäng© ms ICSO liofalensfeoffsfcalil
in Wasser gelegt, durch das ständig iMf-t iatsiäurehgeleitet
wird. Die Konzentration an gelöstem Sauerstoff ist gjomit
stMndlg sehr hoch und entspricht den Verhältnissen^!©
herrschen, wenn das Metall längere Zelt in eiaessi KUhlwassersystem
sauerstoffhaltIgem Wasser ausges©fcst lato
Eine zweite Probe aus 1020 Kohlenstoffstahl vom bekanntem
Gewicht wurde ebenfalls in Wasser eingelegt, das durch
Durchleiten von Luft mit Sauerstoff gesättigt war. Die gewünschte
Menge an Korrosionsschutzmittel wurde jeweils in diesen: Wasser gelöst. Die Temperatur betrug sowohl in der
QO 9 8 4 6 /17 5 9
original
Vergloichslösung al» auch in dev Te3tlösung 49°C.
Vor d«ra Einlegen in die Testlösungen wurden die Pnobea
mit 4-0 Sandpapier behandelt, m:.t Benzol entfettet, mit
verdünnter Schwefelsäure angeätist und mit destilliertem
Wasser gewaschen. Unmittelbar nach dem Trocknen wurden die Proben gewogen lind in die Testlösung eingelegt.
Nach der Jeweils angewendeten Vorsuchsdauer von etwa
4 Tagen wurden die Proben den Lösungen entnommen, mit einer weichen Bürste» gesäubert, mit Wasser und anschließend
mit Aceton gewaschen und nach dem Trocknen erneut gewogen. Die Menge an korrodiertem Metall wird dabei durch den Gewichtsverlust
bestimmt, der sich durch die Wägung vor und nach der Behandlung ergibt und die Korrosionsgeschwindigkeit
wird in mg ^e dm je Tag (indd) errechnet. Die
Wirksamkeit eines Korrosionsschutzmittels in Prozent
I -I1
,- χ 100, "wobei I die Korrosionsgeschwindigkeit
,- χ 100, "wobei I die Korrosionsgeschwindigkeit
I
xo
xo
ohne und I. die Korrosionsgeschwindigkeit in Gegenwart des Inhibitors ist.
Die nach dem vorstehenden Testverfahren erhaltenen Versuchsergebr.isse
sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt.
"Q 0 9 8 4 6 / 1 7 5 9 bad original
201668G
Ϊ abel'l β
Wirksamkeit von Gemischen aus Natriumgluconat und Natrium
hexametaphosphat zur Verhütung der Korrosion von 1020 Kohlenstoffstahl durch luftgesättigtes Leitungswasser
bei 49°<:
Inhibitor
Konzentsra- Korrosions- Inhibitortion
in ppm geschwindig- Wirksamkeit in radd lcsit in %
| *Lehrprobe | 200 | 77,5 | 70,5 |
| ^Natriumgluconat | 200 | 22,8 | 95,3 |
| ^Natriumhexametaphosphat | 100 | 3,75 , | 98,0 |
| Natriumgluconat + | 100 | 1,60 | |
| Natriumhexametaphosphat | 160 | 99,1 | |
| Natriumgluconat + | 40 | 0,70 | |
| Natriumhexametaphosphat | 200 | 99,5 | |
| Natriumgluconat + | 200 | 0?60 | |
| Natriumhexametaphosphat | 100 | 65,5 | |
| *Natriumgluc onat | 100 | 28,5 | 85,7 |
| %atr iumhexame taphosphat | 50 | 11·, 16 | 88,6 |
| Natriumgluconat + | 50 | 8,97 | |
| Natrlumliexametaphosphat | 80 | 94,5 | |
| Natriumgluconat + | 20 | 4,56 | |
| Natriumhexametaphosphat | 20 | 85,8 | |
| *Natriumgluconat + | 80 | U,0 | |
| Natriumhexametaphosphat | 50 | ^O | |
| *Natriuragluconat | 50 | 78,4 | 75 |
| Tiatriumhexametaphospliat | 25 | 19,4 | 69 |
| Natriumgluconat + | 25 | 24,1 | |
| Natriumhexametaphosphat | 40 | 28,2 | |
| Natriumgluconat + | 10 | 45,6 | |
| Natriumhexametaphosphat | 10 , | 61,4 | |
| ^Natriumgluconat 4- | 40 | 29,8 | |
| Natriumhexametaphosphat | |||
^Vergleichsversuche
0Ö9846/17S9
ORiGINAL
Claims (4)
- 2 01 6 CS S GPatentansprücheΓΙ,) Mittel zur Verhinderung von oxydativer Korrosion von Metallen, insbesondere Xoiilenstoffstählen, durch im Kreislauf geführtes Kühlwasser, dadurch gekennzeichnet, daß es ein aynergistisches Geniisch aus Alkaliodor Amraoniurapoljrphosphat und Alkali- oder Ammoniuingluconat enthältt
- 2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da3 es als Polyphosphat ein Hexanetaphosphat, vorzugsweise Natrlumhexiunetaphosphat enthält.
- 3. Mittel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß es als Gluconat Natriumgluconat enthält.
- 4. Mittel nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil an Gluconat, bezogen auf die Gesamtmenge an Gluconat und Polyphosphat, etwa 30 bis 90 beträgt.5· Verfahren zur Verhinderung von oxydativer Korrosion von Metallen, insbesondere kohlenstoffhaltigen Stählen, durch im Kreislauf geführtes Küh3.wasser unter Anwendung009846/1759 bad originaldes Mittels nach den Ansprüchen 1 bis 4> dadurch gekennzeichnet, daß man dae Mittel dem Kühlwasser in einer Konzentration von 25 bis 500, vorzugsweise In einer konzentration von etwa 50 bis 200 ppm zusetzt.6* Verfahren nach Anspruch 5* dadurch gekennzeichnet, daß tr.an dem Kühlwasser das Phosphat in Mengen von etwa 10 bis 100 ppm zufügt.ugs:wy0038^6/1759 bad OR131NAL
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US82030369A | 1969-04-29 | 1969-04-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2016686A1 true DE2016686A1 (de) | 1970-11-12 |
Family
ID=25230427
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19702016686 Pending DE2016686A1 (de) | 1969-04-29 | 1970-04-08 | Korrosionsschutzmittel |
Country Status (6)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5144095B1 (de) |
| CA (1) | CA919403A (de) |
| DE (1) | DE2016686A1 (de) |
| FR (1) | FR2040370A1 (de) |
| GB (1) | GB1302738A (de) |
| NL (1) | NL7006010A (de) |
Cited By (10)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US8623943B2 (en) | 2007-11-15 | 2014-01-07 | The University Of Montana | Hydroxypolyamide gel forming agents |
| US8961813B2 (en) | 2006-08-07 | 2015-02-24 | The University Of Montana | Hydroxycarboxylic acids and salts |
| US9096787B2 (en) | 2012-11-28 | 2015-08-04 | Rivertop Renewables | Corrosion inhibiting, freezing point lowering compositions |
| US9162959B2 (en) | 2006-08-07 | 2015-10-20 | The University Of Montana | Method of oxidation using nitric acid |
| US9187398B2 (en) | 2013-03-13 | 2015-11-17 | Rivertop Renewables, Inc. | Nitric acid oxidation processes |
| USD752712S1 (en) | 2013-03-16 | 2016-03-29 | Kohler Co. | Shower faceplate for shower device |
| US9347024B2 (en) | 2011-04-21 | 2016-05-24 | Rivertop Renewables, Inc. | Calcium sequestering composition |
| US9346736B2 (en) | 2013-03-13 | 2016-05-24 | Rivertop Renewables, Inc. | Oxidation process |
| US9404188B2 (en) | 2010-11-11 | 2016-08-02 | Rivertop Renewables | Corrosion inhibiting composition |
| US9670124B2 (en) | 2013-03-13 | 2017-06-06 | Rivertop Renewables, Inc. | Nitric acid oxidation process |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2512072A1 (fr) * | 1981-08-31 | 1983-03-04 | Roquette Freres | Composition et procede d'inhibition de la corrosion par l'eau des substrats metalliques |
-
1970
- 1970-04-03 GB GB1595170A patent/GB1302738A/en not_active Expired
- 1970-04-06 CA CA079317A patent/CA919403A/en not_active Expired
- 1970-04-08 DE DE19702016686 patent/DE2016686A1/de active Pending
- 1970-04-24 NL NL7006010A patent/NL7006010A/xx not_active Application Discontinuation
- 1970-04-28 FR FR7015468A patent/FR2040370A1/fr not_active Withdrawn
- 1970-04-30 JP JP3711470A patent/JPS5144095B1/ja active Pending
Cited By (13)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US9162959B2 (en) | 2006-08-07 | 2015-10-20 | The University Of Montana | Method of oxidation using nitric acid |
| US8961813B2 (en) | 2006-08-07 | 2015-02-24 | The University Of Montana | Hydroxycarboxylic acids and salts |
| US9315624B2 (en) | 2007-11-15 | 2016-04-19 | The University Of Montana | Hydroxypolyamide gel forming agents |
| US8623943B2 (en) | 2007-11-15 | 2014-01-07 | The University Of Montana | Hydroxypolyamide gel forming agents |
| US9505882B2 (en) | 2007-11-15 | 2016-11-29 | The University Of Montana | Hydroxypolyamide gel forming agents |
| US9404188B2 (en) | 2010-11-11 | 2016-08-02 | Rivertop Renewables | Corrosion inhibiting composition |
| US9347024B2 (en) | 2011-04-21 | 2016-05-24 | Rivertop Renewables, Inc. | Calcium sequestering composition |
| US9096787B2 (en) | 2012-11-28 | 2015-08-04 | Rivertop Renewables | Corrosion inhibiting, freezing point lowering compositions |
| US9187398B2 (en) | 2013-03-13 | 2015-11-17 | Rivertop Renewables, Inc. | Nitric acid oxidation processes |
| US9346736B2 (en) | 2013-03-13 | 2016-05-24 | Rivertop Renewables, Inc. | Oxidation process |
| US9670124B2 (en) | 2013-03-13 | 2017-06-06 | Rivertop Renewables, Inc. | Nitric acid oxidation process |
| US9758462B2 (en) | 2013-03-13 | 2017-09-12 | Rivertop Renewables, Inc. | Nitric acid oxidation processes |
| USD752712S1 (en) | 2013-03-16 | 2016-03-29 | Kohler Co. | Shower faceplate for shower device |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL7006010A (de) | 1970-11-02 |
| JPS5144095B1 (de) | 1976-11-26 |
| FR2040370A1 (de) | 1971-01-22 |
| GB1302738A (de) | 1973-01-10 |
| CA919403A (en) | 1973-01-23 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1937617C3 (de) | Korrosionshemmendes Mittel | |
| DE2055779C3 (de) | Korrosionsschutzmittel für Metalloberflächen und Verfahren zum Schutz von Metalloberflächen unter Verwendung desselben | |
| DE2335331A1 (de) | Verfahren zur korrosionshemmung in waessrigen systemen | |
| DE2447895A1 (de) | Korrosions-schutzmittel | |
| DE2505435C3 (de) | Verwendung von Carboxy-alkan-Verbindungen des Phosphors als Korrosionsinhibitoren | |
| DE1936990A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung von Korrosion | |
| DE3904733C2 (de) | Korrosionsinhibitor | |
| DE1903651A1 (de) | Korrosionsinhibierende Zubereitungen,Verfahren zu ihrer Herstellung und Verfahren zur Korrosionsinhibierung | |
| DE3137525A1 (de) | Behandlung von waessrigen systemen zur korrosionshemmung | |
| DE2016686A1 (de) | Korrosionsschutzmittel | |
| DE69522709T2 (de) | Verfahren zur erhöhung der korrosionsbeständigkeit von metalleund legierung durch behandelnmit seltenen erde-elementen | |
| DE2653933A1 (de) | Verwendung von cyclohexanhexacarbonsaeure als korrosionsinhibitor fuer brauchwassersysteme | |
| DE2338352A1 (de) | Korrosionsschutzmittel zur inhibierung der wasserkorrosion | |
| DE2923718A1 (de) | Zusatz zur verhinderung von kesselsteinbildung in waessrigen medien | |
| DE3620018C2 (de) | ||
| DE69225669T2 (de) | Zusammensetzung und Verfahren zur Kesselstein- und Korrosionsinhibierung, unter Verwendung von Naphtylaminpolykarbonsäuren | |
| DE3414748C2 (de) | ||
| DE2233312A1 (de) | Polyalkylenpolyamin-korrosionsinhibitoren | |
| DE2240736A1 (de) | Stoffzusammensetzung zur inhibierung der metallkorrosion und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE3038189A1 (de) | Verfahren zum schutz von metalloberflaechen vor korrosion | |
| DE2933388C2 (de) | Verwendung schwefelhaltiger Hydroxicarbonsäuren als Korrosionsinhibitoren | |
| US3019195A (en) | Method and composition for treating cooling water | |
| DE2337100A1 (de) | Verfahren zur korrosionshemmung in waessrigen systemen | |
| DE3590524C2 (de) | ||
| EP0218798A2 (de) | Verfahren und Zusammensetzung zur Verhinderung von Korrosionen und Steinbildungen in Brauchwassersystemen |