DE2015614C3 - Verfahren zur Herstellung von Gleichstückkoks neben Koksgrus in Verkokungsöfen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Gleichstückkoks neben Koksgrus in VerkokungsöfenInfo
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Description
Es ist vorgeschlagen worden. Gleichstückkoks in horizontalen oder vertikalen Verkokungskammern in
der Weise herzustellen, daß man Pellets, die man aus
Feinkohle und Wasser herstellt, äußerlich mit einer Schicht von feinem Eisenerz, z. B. Hämatit, überzieht
und die so präparierten Pellets unter Vorsichtsmaßnahmen in Verkokungsöfen einfüllt und verkokt Die
äußerliche Schicht von Eisenerz übt dabei einen oxidierenden Einfluß auf das Backbitumen der Kohle
aus, wodurch ein festes Verbacken der einzelnen Pellets während der Verkokung verhindert wird. Man erhält
aus dem Verkokungsofen eine Kokscharge, die aus nur lose zusammenhängenden, im wesentlichen gleichförmiger.
Kokskörpern besteht, die durch leichte mechanische Behandlung, z. B. Walzen in einer Trommel, in
Einzelkörper getrennt werden kann. Das oberflächlich aufgebrachte Eisenerz, das zum Teil während der
Verkokung reduziert worden ist befindet sich nach der Verkokung zum überwiegenden Teil in den Feinanteilen
des Kokses.
Das an sich elegante Verfahren hat noch einige Mängel. Die Bruchfestigkeit der Kohlepellets ist nicht
sehr groß und beim Einfüllen in die Ofenkammern zerbricht ein verhältnismäßig großer Anteil und zerfällt
zu Feinkohle, die beim Verkoken zu unregelmäßigen Stücken zusammmenbackt Die Ausbeute an Gleichstückkoks
wird dadurch vermindert.
Weiterhin legen sich die anfänglich im wesentlichen runden Kohlepellets beim Plastischwerden der Kohle
mit ihren Oberflächen weitgehend aneinander an, so daß die ursprünglich vorhanden gewesenen Zwischenräume
ausgefüllt werden. Die Folge davon ist, daß der gesamte Kohlebesatz der Verkokungskammer beträchtlich
in der Höhe zusammenschrumpft. Dadurch ergeben sich besondere Probleme für die Beheizung der
Ofenkammer, da sie zu Beginn der Verkokung normal beheizt werden muß, unier Zugrundelegung einer
normalen Entgasungsraumhöhe und später, wenn die Schrumpfung eintritt, die oberen Heizwandteile der
Verkokungskammer nicht mehr beheizt werden dürfen, wenn man nicht Zersetzung der wertvollen Kohlenwasserstoffe
in den Entgasungsgasen in Kauf nehmen und überdies dafür Wärme vergeuden will. In dieser
Beheizungsphase müßten die oberen Heizwandteile eigentlich gekühlt werden.
Es wird ein neues Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von Gleichstückkoks und Koksgrus in
horizontalen oder vertikalen Verkokungsofenkammern unter Verwendung von gleichmäßig, vorzugsweise etwa
rund oder kissenartig geformten, an der Oberfläche mit feinem Eisenerz überzogenen Kohlekörpern vorgeschlagen,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Kohlekörper gemeinsam mit nicht backender Feinkohle
in die Verkokungskammer einfüllt und verkokt Dabei geschieht das gemeinsame, gleichzeitige Einfüllen von
Kohlekörpern und Feinkohle in der Weise, daß die Kohlekörper in die Feinkohle eingebettet werden. So
zerbrechen anteilmäßig weniger Kohlekörpjr beim
EtnfüUvorgang, da sie gewissermaßen auf ein Polster
von Feinkohle fallen. Auch bestehen nunmehr zwischen den Kohlekörpern keine Zwischenräume mehr, die dann
beim Plastischwerden der Kohlekörper unter starker Höhenschrumpfung des Kohlebesatzes ausgefüllt werden.
Diese sind durch Feinkohle ausgefüllt Nach der Erfindung bleibt die Schrumpfung des Kohlebesatzes
der Ofenkammer je nach Art der Kohle in den normalen Grenzen von etwa 4 bis 6 Prozent Die Kohle- bzw.
Kokskörper behalten, abgesehen von der normalen Kohleschrumpfung während der Verkokung, ihre
ursprüngliche Form. Beim Ausdrücken der fertigen Kokscharge aus dem Verkokungsofen fallen die
gleichförmigen Kokskörper mit dem Koksgrus zusammen in den Entleerungsbehälter. Ein Anbacken von
Koksgrusanteilen an den Kohlekörpern findet nicht statt und die Kokskörper fallen beim Entleeren auf ein
Koksgruspolster, wodurch ihre mechanische Beanspruchung wesentlich gemindert wird.
Der Koksgnis kann von den Kohlekörpern auf einfache Weise durch Absieben getrennt werden.
Der erhaltene Koksgrus kann z. B. verwendet werden, um die Kokskohle, aus der die zu verkokenden
Kohlekörper hergestellt werden, abzumagern.
Die Kohlekörper können Pellets aus Feinkohle sein, die in bekannter Weise in einem Pelletierteller und
durch Walzen in oder Überstreuen mit feinem Eisenerz hergestellt werden.
Vorzugsweise werden jedoch als Kohlekörper etwa rund oder kissenartig geformte festere Briketten
verwendet. Für die Herstellung dieser Briketten werden Walzenpressen, in deren Walzen die halben Brikettformen
eingeprägt sind, verwendet Das feine Eisenerz wird ddbei in die Halbformen der Walzen eingestreut
Vorteilhaft verwendet man auch magnetische Walzen und ein magnetisches Eisenerz, z. B. Magnetit, da dieses
dann besser in den Halbformen haftet und es in die Oberfläche der Briketten fest eingelagert wird.
Man kann dazu heiß, z. B. bei 400 bis 45O0C gepreßte
Briketten, die frei von Bindemitteln sind, verwenden.
Es ist jedoch auch möglich, kalt gepreßte Briketten mit oder ohne Bindemittel 2u verwenden.
Es ist jedoch auch möglich, kalt gepreßte Briketten mit oder ohne Bindemittel 2u verwenden.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von Gleichstückkoks und Koksgrus in horizontalen oder vertikalen Verkokungsofenkammer!! unter Verwendung von gleichmäßig geformten, vorzugsweise etwa rund oder kissenartig geformten, an der Oberfläche mit feinem Eisenerz überzogenen Kohlekörpern, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kohlekörper gemeinsam mit nicht backender Feinkohle in die Verkokungsofenkammer einfüllt und verkokt
Priority Applications (1)
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| DE19702015614 DE2015614C3 (de) | 1970-04-02 | 1970-04-02 | Verfahren zur Herstellung von Gleichstückkoks neben Koksgrus in Verkokungsöfen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19702015614 DE2015614C3 (de) | 1970-04-02 | 1970-04-02 | Verfahren zur Herstellung von Gleichstückkoks neben Koksgrus in Verkokungsöfen |
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Families Citing this family (1)
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1970
- 1970-04-02 DE DE19702015614 patent/DE2015614C3/de not_active Expired
Also Published As
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