DE201564C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H85/00—Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
- H01H85/02—Details
- H01H85/26—Magazine arrangements
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVl 201564-KLASSE 21 c. GRUPPE
DAGOBERT TIMAR und KARL von DREGER in BERLIN.
Schmelzdraht.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Schmelzsicherung mit im Innern einer
Patrone in Vorrat aufgewickeltem Schmelzdraht, dessen jeweils in Gebrauch befindlicher
Teil zwischen zwei Kontaktstiften ausgespannt ist. Die Erfindung besteht hauptsächlich in
der Ausbildung der Klemmvorrichtung, die den Schmelzstreifen gegen die Kontaktstifte
festpreßt. Diese ist so eingerichtet, daß sich
ίο beim Weiterschalten des Schmelzdrahtträgers
die eine Klemme selbsttätig von dem zugehörigen Kontaktstift löst und sich gegen diesen
erst dann wieder anlegt, wenn der Schmelzstreifen erneuert ist.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel einer derartigen Sicherung durch
die Fig. 1 und 2 in zwei zueinander rechtwinkligen Schnitten. 1 bezeichnet eine Porzellanhülse,
.welche durch einen Porzellandeckel 2 verschlossen ist. In den Boden 3
des Porzellankörpers ist ein Kontaktbolzen 4 eingeschraubt, während der andere Kontakt
durch das gepreßte Gewinde 5 gebildet wird. Von dem Gewinde 5 geht eine Leitung 6 in
irgendeiner geeigneten Anordnung zu einem Ringe 7, welcher fest in die Porzellanplatte 2
eingesetzt ist. In diesem Ringe dreht sich der obere zylindrische, mit einem Griff 8 aus
. Isoliermaterial versehene Teil 9 der einen Hälfte 10 eines Rahmens 10, 11. Die beiden
Hälften des Rahmens sind durch Isolierstücke 12 voneinander elektrisch getrennt und werden
am unteren Ende durch eine Schraube 13 zusammengehalten, welche zugleich die Festklemmung
einer Achse 14 bewirkt. Das untere Ende dieser Schraube 14 dreht sich leicht,
aber mit elektrischem Kontakt in dem schon erwähnten metallischen Pol 4. Von dem
Rahmenstück 11 geht eine kurze Leitung 15
zur Achse 14.
Die elektrische Verbindung zwischen den beiden Rahmenteilen 10 und 11 wird durch
das Schmelzband 16 gebildet, welches zum großen Teil in Form spiraliger Windungen in'
einer Ringrinne 17 des Porzellankörpers 1 ruht. Aus dieser Rinne kann das Band durch
den Schlitz 18 in der in Fig. 1 dargestellten Lage des Schaltkörpers zum Bügelteil 10 gelangen,
an dem es durch eine Feder 19 festgeklemmt wird. Diese Feder sitzt an einem
Porzellanstück 20, welches sich an dem Teil 10 mittels eines Scharnieres drehen und durch
eine kleine Feder aufwärts bewegt werden kann. An dem zweiten Rahmenstück 11 sitzt
ein Porzellanstück 21, welches eine Feder 22 trägt und durch eine kleine, aus Fig. 1 ohne
weiteres ersichtliche Schraubenfeder aufwärts gedrückt wird. Das Porzellanstück 21 greift
in der Stellung der Fig. 2 in eine kleine Aussparung 23 des Porzellanstückes 2 ein.
Fig. ι stellt die Sicherung in dem Augenblicke dar, in welchem das Schmelzband durchgebrannt
ist. Die Feder 19 hält den nicht durchgebrannten Teil· des Bandes 16 an dem
Rahmenstück 10 fest. Wenn man jetzt den Porzellangriff 8 um i8o° dreht, so riimmt der
Rahmenteil ίο die Lage des Rahmenteiles Ii
ein und dieser geht in die in Fig. ι gezeichnete Lage des Rahmenteiles io. Bei der beschriebenen
Drehung nimmt die Feder ig und das Rahmenstück io das Band 16 mit,
wobei dieses sich aus der Rinne 17 entspre-. chend herauszieht. Das Band 16 bildet also
nach jener Halbdrehung des Griffes 8 und des Rahmens eine leitende Verbindung zwisehen
beiden Rahmenteilen 10 und 11.
In Fig. ι ist ersichtlich, daß die beiden
Federn 19 und 22 die beiden Enden des Bandes 16 festhalten, auch wenn dieses infolge
Durchschmelzens nicht sich zugleich von selbst an den Rahmenteilen 10 und 11 festlöten
sollte. Fig. 2 läßt erkennen, daß oberhalb des Ausschnittes 18 eine Vertiefung 23 in die
Porzellanplatte 2 eingeschnitten ist. Wenn nun die erwähnte halbe Drehung des Rahmens
10, 11 ausgeführt wird, so gleitet das
Porzellanstück 21 in die nach beiden Seiten hin abgeschrägte Nut 23 hinein und das. untere
Ende der Feder 22 hebt sich dabei so viel, daß es über das Band 16 hinweggehen
kann, wie in Fig. 2 durch Strichpunktierung angedeutet ist. Die Nut 23 hat ihre tiefste
Stelle gerade oberhalb des Schlitzes 18, so daß sich die Feder 22 während der erwähnten
Halbdrehung zunächst emporhebt und nach Überschreitung des Bandes 16 wieder
so viel senkt, daß es den neu ausgespannten Schmelzstreifen gegen das Kontaktstück 11
festklemmen kann.
Nach einer Halbdrehung ist also der in Fig. ι veranschaulichte Zustand der ganzen
Vorrichtung wieder erreicht mit dem Unterschiede, daß nun die Kontaktstücke 10 und
11 durch ein Band 16 miteinander verbunden
sind und die Sicherung wieder betriebsfertig ist.
Um zu verhüten, daß der Rahmen 10, 11
mehr als eine halbe Drehung herumbewegt wird, ist an der Achse 14 ein horizontaler
Arm 24 befestigt, welcher einen zweiarmigen Hebel 25, 26 trägt, der sich um den Zapfen
27 dreht. Der Hebel 25 wird durch den gespannten Schmelzstreifen gegen die Feder 28 gedrückt.
Wenn das Schmelzband 16 durchbrennt, wird dem Hebel 23, 26 durch die
kleine Feder 28 eine Drehung in Richtung 29 erteilt, welche zur Folge hat, daß Riegel 26
aus einem Ausschnitt 30 heraustritt und dadurch eine Halbdrehung des Rahmens 10, 11
gestattet. Während der Halbdrehung legt sich aber das neue Band 16 gegen den emporragenden,
mit einem Isolierstückchen 31 ausgerüsteten Teil des Armes 25 und dreht ihn
dabei so, daß der Hebel 26 in dem Ausschnitt ein erneutes Hindernis gegen Weiterdrehung
findet. Die Ausschnitte 30 können schraubenartig verlaufen, so daß sie eine Rückwärtsdrehung,
nicht aber eine Vorwärtsdrehung des Schmelzdrahtträgers gestatten.
Wenn der beide Rahmenteile miteinander verbindende Streifen 16 nun wieder durchbrennt,
ist nur eine erneute Drehung des Griffes 8 erforderlich, um die Sicherung wieder
instandzusetzen. Die Kappe 32 kann plombiert werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Mehrfachschmelzsicherung mit im Innern einer Patrone vorrätig aufgewickeltem Schmelzdraht, dessen jeweils eingeschalteter Teil zwischen zwei durch einen gemeinsamen Handgriff drehbaren Kontaktstiften gespannt gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzstreifen gegen Kontaktstifte (10, 11) durch zwei federnde winkelförmige Klemmen (19, 20 • bzw.'21, 22) mittels des Patronendeckels angedrückt wird, von denen die eine nach dem Durchbrennen des ausgespannten Streifens bei der von Hand erfolgenden Weiterschaltung der Kontaktstifte (10, 11) im Verein mit dem zu ihr gehörigen Kontektstift neues Schmelzband aus dem Magazin herauszieht, während die zweite winkelförmige Klemme mit ihrem Kniepunkt auf der schräg ansteigenden Grundfläche einer im Patronendeckel angebrachten ringförmigen Nut entlanggleitet, dadurch von dem zugehörigen Kontaktstift abgehoben wird und· sich gegen diesen erst wieder anlegt, wenn der neue Schmelzstreifen zwischen den beiden Kontaktstiften ausgespannt ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE201564C true DE201564C (de) |
Family
ID=464114
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT201564D Active DE201564C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE201564C (de) |
-
0
- DE DENDAT201564D patent/DE201564C/de active Active
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