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DE201564C - - Google Patents

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Publication number
DE201564C
DE201564C DENDAT201564D DE201564DA DE201564C DE 201564 C DE201564 C DE 201564C DE NDAT201564 D DENDAT201564 D DE NDAT201564D DE 201564D A DE201564D A DE 201564DA DE 201564 C DE201564 C DE 201564C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
contact pins
strip
frame
contact
porcelain
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT201564D
Other languages
English (en)
Publication of DE201564C publication Critical patent/DE201564C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/26Magazine arrangements

Landscapes

  • Fuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVl 201564-KLASSE 21 c. GRUPPE
DAGOBERT TIMAR und KARL von DREGER in BERLIN.
Schmelzdraht.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. November 1907 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Schmelzsicherung mit im Innern einer Patrone in Vorrat aufgewickeltem Schmelzdraht, dessen jeweils in Gebrauch befindlicher Teil zwischen zwei Kontaktstiften ausgespannt ist. Die Erfindung besteht hauptsächlich in der Ausbildung der Klemmvorrichtung, die den Schmelzstreifen gegen die Kontaktstifte festpreßt. Diese ist so eingerichtet, daß sich
ίο beim Weiterschalten des Schmelzdrahtträgers die eine Klemme selbsttätig von dem zugehörigen Kontaktstift löst und sich gegen diesen erst dann wieder anlegt, wenn der Schmelzstreifen erneuert ist.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel einer derartigen Sicherung durch die Fig. 1 und 2 in zwei zueinander rechtwinkligen Schnitten. 1 bezeichnet eine Porzellanhülse, .welche durch einen Porzellandeckel 2 verschlossen ist. In den Boden 3 des Porzellankörpers ist ein Kontaktbolzen 4 eingeschraubt, während der andere Kontakt durch das gepreßte Gewinde 5 gebildet wird. Von dem Gewinde 5 geht eine Leitung 6 in irgendeiner geeigneten Anordnung zu einem Ringe 7, welcher fest in die Porzellanplatte 2 eingesetzt ist. In diesem Ringe dreht sich der obere zylindrische, mit einem Griff 8 aus
. Isoliermaterial versehene Teil 9 der einen Hälfte 10 eines Rahmens 10, 11. Die beiden Hälften des Rahmens sind durch Isolierstücke 12 voneinander elektrisch getrennt und werden am unteren Ende durch eine Schraube 13 zusammengehalten, welche zugleich die Festklemmung einer Achse 14 bewirkt. Das untere Ende dieser Schraube 14 dreht sich leicht, aber mit elektrischem Kontakt in dem schon erwähnten metallischen Pol 4. Von dem Rahmenstück 11 geht eine kurze Leitung 15 zur Achse 14.
Die elektrische Verbindung zwischen den beiden Rahmenteilen 10 und 11 wird durch das Schmelzband 16 gebildet, welches zum großen Teil in Form spiraliger Windungen in' einer Ringrinne 17 des Porzellankörpers 1 ruht. Aus dieser Rinne kann das Band durch den Schlitz 18 in der in Fig. 1 dargestellten Lage des Schaltkörpers zum Bügelteil 10 gelangen, an dem es durch eine Feder 19 festgeklemmt wird. Diese Feder sitzt an einem Porzellanstück 20, welches sich an dem Teil 10 mittels eines Scharnieres drehen und durch eine kleine Feder aufwärts bewegt werden kann. An dem zweiten Rahmenstück 11 sitzt ein Porzellanstück 21, welches eine Feder 22 trägt und durch eine kleine, aus Fig. 1 ohne weiteres ersichtliche Schraubenfeder aufwärts gedrückt wird. Das Porzellanstück 21 greift in der Stellung der Fig. 2 in eine kleine Aussparung 23 des Porzellanstückes 2 ein.
Fig. ι stellt die Sicherung in dem Augenblicke dar, in welchem das Schmelzband durchgebrannt ist. Die Feder 19 hält den nicht durchgebrannten Teil· des Bandes 16 an dem Rahmenstück 10 fest. Wenn man jetzt den Porzellangriff 8 um i8o° dreht, so riimmt der
Rahmenteil ίο die Lage des Rahmenteiles Ii ein und dieser geht in die in Fig. ι gezeichnete Lage des Rahmenteiles io. Bei der beschriebenen Drehung nimmt die Feder ig und das Rahmenstück io das Band 16 mit, wobei dieses sich aus der Rinne 17 entspre-. chend herauszieht. Das Band 16 bildet also nach jener Halbdrehung des Griffes 8 und des Rahmens eine leitende Verbindung zwisehen beiden Rahmenteilen 10 und 11.
In Fig. ι ist ersichtlich, daß die beiden Federn 19 und 22 die beiden Enden des Bandes 16 festhalten, auch wenn dieses infolge Durchschmelzens nicht sich zugleich von selbst an den Rahmenteilen 10 und 11 festlöten sollte. Fig. 2 läßt erkennen, daß oberhalb des Ausschnittes 18 eine Vertiefung 23 in die Porzellanplatte 2 eingeschnitten ist. Wenn nun die erwähnte halbe Drehung des Rahmens 10, 11 ausgeführt wird, so gleitet das Porzellanstück 21 in die nach beiden Seiten hin abgeschrägte Nut 23 hinein und das. untere Ende der Feder 22 hebt sich dabei so viel, daß es über das Band 16 hinweggehen kann, wie in Fig. 2 durch Strichpunktierung angedeutet ist. Die Nut 23 hat ihre tiefste Stelle gerade oberhalb des Schlitzes 18, so daß sich die Feder 22 während der erwähnten Halbdrehung zunächst emporhebt und nach Überschreitung des Bandes 16 wieder so viel senkt, daß es den neu ausgespannten Schmelzstreifen gegen das Kontaktstück 11 festklemmen kann.
Nach einer Halbdrehung ist also der in Fig. ι veranschaulichte Zustand der ganzen Vorrichtung wieder erreicht mit dem Unterschiede, daß nun die Kontaktstücke 10 und 11 durch ein Band 16 miteinander verbunden sind und die Sicherung wieder betriebsfertig ist.
Um zu verhüten, daß der Rahmen 10, 11 mehr als eine halbe Drehung herumbewegt wird, ist an der Achse 14 ein horizontaler Arm 24 befestigt, welcher einen zweiarmigen Hebel 25, 26 trägt, der sich um den Zapfen 27 dreht. Der Hebel 25 wird durch den gespannten Schmelzstreifen gegen die Feder 28 gedrückt. Wenn das Schmelzband 16 durchbrennt, wird dem Hebel 23, 26 durch die kleine Feder 28 eine Drehung in Richtung 29 erteilt, welche zur Folge hat, daß Riegel 26 aus einem Ausschnitt 30 heraustritt und dadurch eine Halbdrehung des Rahmens 10, 11 gestattet. Während der Halbdrehung legt sich aber das neue Band 16 gegen den emporragenden, mit einem Isolierstückchen 31 ausgerüsteten Teil des Armes 25 und dreht ihn dabei so, daß der Hebel 26 in dem Ausschnitt ein erneutes Hindernis gegen Weiterdrehung findet. Die Ausschnitte 30 können schraubenartig verlaufen, so daß sie eine Rückwärtsdrehung, nicht aber eine Vorwärtsdrehung des Schmelzdrahtträgers gestatten.
Wenn der beide Rahmenteile miteinander verbindende Streifen 16 nun wieder durchbrennt, ist nur eine erneute Drehung des Griffes 8 erforderlich, um die Sicherung wieder instandzusetzen. Die Kappe 32 kann plombiert werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Mehrfachschmelzsicherung mit im Innern einer Patrone vorrätig aufgewickeltem Schmelzdraht, dessen jeweils eingeschalteter Teil zwischen zwei durch einen gemeinsamen Handgriff drehbaren Kontaktstiften gespannt gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzstreifen gegen Kontaktstifte (10, 11) durch zwei federnde winkelförmige Klemmen (19, 20 • bzw.'21, 22) mittels des Patronendeckels angedrückt wird, von denen die eine nach dem Durchbrennen des ausgespannten Streifens bei der von Hand erfolgenden Weiterschaltung der Kontaktstifte (10, 11) im Verein mit dem zu ihr gehörigen Kontektstift neues Schmelzband aus dem Magazin herauszieht, während die zweite winkelförmige Klemme mit ihrem Kniepunkt auf der schräg ansteigenden Grundfläche einer im Patronendeckel angebrachten ringförmigen Nut entlanggleitet, dadurch von dem zugehörigen Kontaktstift abgehoben wird und· sich gegen diesen erst wieder anlegt, wenn der neue Schmelzstreifen zwischen den beiden Kontaktstiften ausgespannt ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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