-
Tragendes Dachelement in Holzbauweise Die Erfindung betrifft ein tragendes
Dachelement, welches den Raum zwischen zwei Bindern eines Daches überbrückt. Derartige
Dachelemente gewährleisten einen wirtschaftlichen Dachaufbau, weil die Unterkonstruktion
infolge relativ großer Spannweiten auf ein Mindestmaß beschränkt werden kann. Vor
allem sind derartige Dachelemente jedoch von Vorteil, weil sie fabrikatorisch vorgefertigt
werden können und an Ort und Stelle auf der Unterkonstruktion nebeneinanderliegend
schnell und einfach aufgebaut werden können.
-
Derartige Deckenelemente sind in Stahlbauweise beispielsweise in Gestalt
von Trapezprofildächern bekannt, die im Kaltprofilierungsverfahren hergestellt sind.
-
Die Erfindung bezieht sich demgegenüber auf ein tragendes Dachelement
in Holzbauweise. Die bisher bekannten Dachelemente in Holzbauweise waren ähnlich
aufgebaut wie die tblicherweise an Ort und Stelle hergestellten Dächer, bei denen
zwischen den Bindern Holzpfetten in Gestalt von Kanthölzern oder gegebenenfalls
auch Gitterträgern angeordnet wurden und die dadurch abgegrenzten
Räume
durch Bretterverschalung oder Platten, z.B.
-
Spanplatten, überbrückt wurden. Bei bekannten vorgefertigten Dachelementen
waren die Spanplatten oder die Bretter bereits rabrikatorisch auf den Pfetten bzw.
Gitterträgern festgelegt, so daß die Dachelemente an Ort bausteinweise auf der Unterkonstruktion
festgelegt werden konnten.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfacheres und billigeres
tragendes Dachelement in Holzbauweise zu schaffen, das bei geringem Gewicht eine
hohe Steifigkeit besitzt.
-
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daí das tragende
Dachelement aus Brettern besteht, die mit ihren Langsrändern senkrecht aufeinanderstehend
zu einer Profilpiatte vereinigt sind, deren Querschnitt aus seitlich ineinander
übergehenden U-Profilen mit abwechselnd oberem und unteren Querschenkel besteht.
-
Die vertikal stehenden U-Schenkel verleihen dem erfindungsgemäßen
Dachelement die erforderliche Tragfähigkeit, wobei sich Spannweiten von ca. 6 bis
10 m überbrücken lassen. Durch Vergrößerung der Höhe der U-Schenkel und der damit
bewirkten erheblichen Vergrößerung des Trägheits- bzw. Widerstandsmomentes in senkrechter
Richtung können erforderlichenfalls auch noch größere Spannweiten überbrückt werden.
Das erfindungsgemäße Dachelement besitzt Jedoch auch eine geniigend große Steifigkeit
in Horizontalrichtung und infolge der sich hieraus ergebenden Scheibenwirkung können
die bei herkömmlichen Dächern unerlälichen Windverbände wegfallen.
-
Als weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Dachelementes ist die gegenüber
herkömmlichen hölzernen Dachel ement en erniedrigte Bauhöhe zu erwähnen, denn die
Höhe der die U-Schenkel bildenden Bretter wird in jedem Falle geringer gewählt werden
können als die nur in relativ großen Abständen bei herkömmlichen Dachelementen parallel
zueinander angeordneten Kanthölzer oder Gitterträger.
-
Die Festigkeitseigenschaften der Profilplatte sind infolge der erfindungsgemäßen
Aneinanderfügung der Bretter so, daß sogar geringwertiges Holz zur Herstellung benutzt
werden kann, welches für die herkömmlichen Holz-Dachelementenicht verwendbar war.
-
Trotzdem ist der Holzverbrauch bei der Herstellung eines erfindungsgemäßen
Deckenelementes geringer als bei herkömmlichen Dachelementen. Es wird somit dem
Werkstoff blz ein neuer Anwendungszweck erschlossen.
-
Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung liegen die die
Schenkel der U-Profile bildenden vertikalen Stege jeweils zwischen den horizontal
verlaufenden Schenkeln. Die Verbindung der Längsränder kann durch eine Nut-Feder-Verbindung
oder durch ein Keilzinkenverleimung geschehen.
-
Die U-Profile können zur Versteifung gegenüber seitlichen Kräften
mit Querstegen versehen sein, die vorzugsweise in die nach oben offenen, von von
U-Profilen gebildeten Kanälen eingefügt werden. Diese Versteifungsquerstege sind
Jedoch im in wesentlichen nur für den Transport und die Montage notwendig. Nachdem
das Dachelement einmal eingebaut ist, kommt diesen Querstegen keine tragende oder
versteifende Funktion mehr zu und sie können dann entfernt werden.
-
Um nach der Erfindung ausgebildete Dachelemente rugenlos aneinanderfügen
zu können, kann der Aufbau der Profilplatte derart getroffen werden, daß sich die
Ränder zweier aneinander angrenzender Profilplatten wiederum zu einem vollen U-Querschnitt
ergänzen lassen.
-
Zu diesem Zweck kann die Profilpiatte auf der einen Seite beispielsweise
mit einem senkrechten Schenkel enden und auf der anderen Seite mit einem horizontalen
Schenkel, so daß eine ebenso gestaltete Platte angefügt werden kann. Gemäß einer
bevorzugten AusfUhrung der Erfindung werden Jedoch zwei Gattungen von Profilpiatten
hergestellt, nämlich eine Gattung, bei der die seitlichen Begrenzungen von nach
oben offenen U-Profilen gebildet werden, während die andere Gattung von Platten
seitlich mit horizontalen Schenkeln endet, so daß abwechselnd Platten der einen
oder der anderen Gattung nebeneinandergefügt werden können.
-
Die Unterseite des Deckenelementes kann in üblicher Weise mit Gipsplatten
oder anderen Dämmplatten versehen werden. Der Aufbau auf der Oberseite erfolgt ebenfalls
in herkömmlicher Weise als Warmdach, das selbst einen Teil der Wärmeisolationsschicht
bildet. Die 3elüftung der dadurch entstehenden Hohlräume kann mit den herkömmlichen
und bekannten Mitteln erfolgen.
-
Nachstehend werden Ausftilirungsbeispiele der Erfindung anhand der
Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Teilansicht
eines erfindungsgemäß ausgebildeten Dachelementes, in Fig. 2 eine Querschnittsansicht
einer Dachprofilplatte/einer ersten Aus führungs form, Fig. 3 eine Querschnittsansicht
einer Dachprofilplatte in einer zweiten Ausführungs form, Fig. 4 bis 6 verschiedene
Möglichkeiten der Längskantenverbindungen der Bretter.
-
Die nach der Erfindung ausgebildeten Dachelemente sind aus horizontal
verlaufenden Brettern 10 und vertikal verlaufenden Brettern 12 zusammengefügt. Die
Bretter 10 und 12 sind an ihren Längsrändern senkrecht aufeinanderstehend so miteinander
verbunden, daß sich ineinanderübergehende U-Querschnittsprofile ergeben, die abwechselnd
nach oben bzw. nach unten hin offen sind.
-
Die Verbindung erfolgt dabei in der Weise, daß Jeweils die vertikalen
Stege 12 zwischen den Rändern zweier horizontaler Stege 10 liegen. Die Eckverbindung
kann entweder entsprechend gemäß Fig.4 bzw. 5 durch eine Nut-Feder-Verbindung bewirkt
werden oder gemäß Fig.6 durch eine Keilzinkenverbindung.
-
Nach dem Ausführungsbeispiel stehen die Stege 10 und 12 exakt senkrecht
aufeinander. Die Erfindung ist Jedoch nicht auf diese Ausbildung beschränkt, sondern
sie soll auch Ausführungen umfassen, bei denen die Vertikal'f-Stege gegenüber der
Senkrechten um einige Grad geneigt sind.
-
Zur Versteifung können in die nach oben offenen U-Kanäle Versteifungsquerstege
14 eingefügt sein. Diese Stege können eingeleimt sein oder auch über eine Nut-Feder-Verbindung
befestigt sein, im allgemeinen genügt Jedoch ein rdbungss¢hlUssiges Einfügen, weil
nach Montage des Deckenelementes diese Stege 14 keine tragende Funktion mehr haben
und deshalb entfernt werden können.
-
Die Versteifungsquerstege 14 können gleichzeitig in geeigneter Weise
mit Löchern versehen werden, so daß bei der Montage ein Kran- eine geeignete Befestigungsmöglichkeit
für den Haken hat.
-
Wie aus Fig.2 und 3 ersichtlich, sind zwei Gattungen von Profilen
bzw. Randprofilen der Deckenelemente vorgesehen, wobei das Profil gemäß Fig.2 mit
vertikal nach oben weisenden U-Schenkeln auf beiden Seiten endet, während das Dachelement
gemäß Fig.3 auf beiden Seiten durch obere horizontale Schenkel begrenzt rist. Auf
diese Weise lassen sioh Profile der Gattung gemäß Fig.2 und Fig.3 abwechselnd seitlich
aneinanderreihen. PatentansEruche ~