DE2013703C3 - Einrichtung zur elektronischen Erzeugung und Verstellung des Zündzeitpunktes von Zündanlagen in Brennkraftmaschinen - Google Patents
Einrichtung zur elektronischen Erzeugung und Verstellung des Zündzeitpunktes von Zündanlagen in BrennkraftmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur elektronischen Erzeugung und Verstellung des Zündzeitpunktes
von Zündanlagen für Brennkraftmaschinen in Abhängigkeit von Betriebspai ametern der Brennkraftmaschine,
insbesondere der Drehzahl und/oder des Drosselklappenunterdruckes, die mit Hilfe von
Meßwertgebern erfaßbar sind, deren als elektrische Größen abgegebene Meßwerte elektrische, mit einstellbarer
Kennlinie versehene Funktionsgeneratoren beeinflussen, die mit einem Vorgleichgerät in
Wirkverbindung stehen, das bei einem vorgegebenen Verhältnis, insbesondere bei Gleichheit zweier elektrischer
Eingangssignale des Vergleichsgerätes, den Zündvorgang der Zündanlage auslöst.
übliche in Kraftfahrzeuge eingebaute Zündversteller verändern den Zündzeitpunkt in Abhängigkeit
von der Drehzahl der Brennkraftmaschine und dem Unterdruck an der Drosselklappe nach einer für
jede Brennkraftmaschine charakteristischen Kennlinie.
Es ist auch ein elektrisches Verfahren zum Herbeiführer einer automatischen Frühzündung bei Brennkraftmaschinen
in Abhängigkeit von deren Drehzahl bekannt, bei denen bei einer geforderten Voreilung
zum einen ein Abstandswinkel \ zwischen einer Bezugsstelle und einer variablen Stelle auf einem
Motorschwungrad und eine mit dem Abstandswinkel von der Bezugsstelle aus ansteigende Spannung LJI
und zum anderen die Motordrehzahl und eine durch diese bestimmte Spannung 172 nach einer für die
Brennkraftmaschine charakteristischen Kennlinie derart linear bzw. nicht linear verknüpft werden,
daß bei Koinzidenz der Spannung l/l mit der Spannung Ul ein Zündimpuls erzeugt wird, der in dem
Augenblick einen Zündfunken auslöst, in dem durch die Spannungen t/l und Ul zwischen dem Abstandswinkel
\ und der Motordrehzahl eine Beziehung entsprechend einer gewünschten Voreilungskennlinie erzielt
ist (deutsche Offenlegungsschrift 1934110).
In beiden Fällen muß die optimale Kennlinie durch Versuche ermittelt werden. Das erfordert ini
Laufe einer Motorentwicklung viele Versuchszündverteiler bzw. Verknüpfungsglieder.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zu schaffen, mit der der Zündzeitpunkt
auf elektrischem Wege erzeugt werden kann und mit der der Zündwinkel, d. h. der Abstand zwischen
oberem Totpunkt und Zündzeitpunkt auf elektrische Weise verstellt werden kann, und zwar nach
beliebig einstellbaren Kennlinien, die im Prüfstandsversuch und/oder im Fahrbetrieb erprobt und gegebenenfalls
sofort korrigiert werden können.
Diese Aufgabe kann dadurch gelöst werden, daß
mit dem ersten Eingang des Vergleichsgerätes ein Impulsgenerator in Wirkverbindung steht, an dessen
Ausgang ein Maximumspeicher angeschlossen ist, dessen Ausgang wiederum, insbesondere über eine
Addierschaltung, mit dem zweiten Eingang des Vergleichgerätes in Wirkverbindung steht.
Mit einer derartigen Einrichtung kann der Zeitaufwand
und die Zahl der Versuthszündverteiltr, die zur Ermittlung einer neuen Zündverteiler-Kennlinie
erforderlich sind, erheblich reduziert werden. Außerdem kann die Einrichtung mit Hilfe von Sonderprogrammen
beispielsweise auch zur Optimierung von Verfahren zur Abgasentgiftung dienen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich in Verbindung mit den Unteransprüchen
aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und den Zeichnungen. Es zeigen
Fig. 1 und 2 Blockschallbilder von Einrichtungen
zur elektronischen Erzeugung und Verstellung des Zündzeitpunktes von Zündanlagen.
Das in F i g. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt einen Meßwertgeber 11, der zur Erfassung des
Drosselklappenunterdruckes im Ansaugrohr einer Brennkraftmaschine dient. Die durch die Meßwertgeber
erfaßten Meßwerte werden in proportionale Spannungen umgeformt und an einen Funktionsgenerator
13 angelegt. Da der Zusammenhang zwischen dem Druck ρ und dem Verstellwinkel nicht
linear ist, wird der von dem Meßwertgeber 11 erfaßte Meßwert entsprechend der gewünschten Verstellkennlinie
beeinflußt, so daß die Ausgangsspannung des Funktionsgenerators 13 zur Bestimmung des gewünschten
Verstellwinkels verwendet werden kann. Der Funktionsgenerator 13 kann dabei in bekannter
Weise beispielsweise ein Widerstands-Dioden-Netzwerk aufweisen, das dazu geeignet ist, entsprechend
einer gewünschten einstellbaren Kennlinie die von dem Meßwertgeber 11 erzeugten Signale in ein entsprechendes
elektrisches Signal umzuformen. Am Ausgang des Funktionsgenerators 13 liegt deshalb
eine Spannung Un an, die eine Funktion des Drosselklappenunterdruckes
ist; Un = f (p).
An den Ausgang des Funktionsgenerators ist eine Addierschaltung 14 angeschlossen. Weiter ist an die
Addierschaltung 14 ein Funktionsgenerator 26 angeschlossen, der über einen Maximumspeicher 27 mit
einem Sägezahngenerator 28 verbunden ist. Außerdem kann ein Funktionsgenerator 15 für Sonderprogramme
dazugeschaltet werden. Dieser Funktionsgenerator kann beispielsweise dazu dienen, die Ausgangsspannungen
der Funktionsgeneratoren 13 und
26 entsprechend der Drosselklappenstellung im Ansaugrohr der Brennkraftmaschine zu verstellen. Zusätzlich
zu dem Funktionsgenerator 15 können noch weitere Funktionsgeneratoren vorgesehen sein, die
andere Betriebsparameter, beispielsweise die Motortemperatur, den Luftdruck und die Luftfeuchtigkeit
für die Zündverstellung berücksichtigen. Der Eingang des Sägezahngenerators 28 ist mit einem Impulsgeber
19 verbunden, der mit der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine in Wirkverbindung steht und bei bestimmten
Winkelstellungen der Kurbelwelle ein elektrisches Signal erzeugt. An den Ausgang des Sägezahngenerators
28 ist neben dem Maximumspeicher
27 die Vergleichsschaltung 16 angeschlossen. Der Ausgang des Maximumspeichers ist außer mit dem
Funktionsgenerator 26 noch mit dem Funktionsgenerator 13 verbunden. Der Sägezahngenerator 28 wird
hier von dem Impulsgeber 18 gestartet. Die Ausgangsspannung des Sägezahngenerators 28 steigt proportional
zur Zeit; an (US(it). Nach der Zeit/ ist der
Winkel IV= ', verstrichen, so daß die Ausgangsspan-
O /
nung des Sägezahngenerators 28 Us(1 proportional
W-T wird..Die Winkelinformation W ist also noch
mit der Zeit T multipliziert. Damit die Zündung wieder unabhängig von T bei einem bestimmten Winkel
ίο ausgelöst werden kann, muß auch die Ausgangsspannung
des Addierers 14 mit T multipliziert sein. Bei Spannungsgleichheit an den Eingängen der Vergleichsschaltung
16 ist dann die Ausgangsspannung des Sägezahngenerators 28 US(1 = Uv ■ T. wobei U,.
der Ausgartgsspannung der Addierschaltung 14 entspricht. Da die Ausgangsspannung des Sägezahngenerators
USI, proportional der Winkelinformation W · T
ist. ist die Winkelinformation W proportional der Ausgangsspannung U1. der Addierschaltung 14. Da-
ao mit ist der Ausdruck T eliminiert. Die angegebene
Multiplikation mit T wird in den Funktionsgeneratoren durchgeführt. Der drehzahlabhängige Funktionsgenerator
26 müßte dann als Eingangsgröße die Drehzahl η und die Periodendauer T erhalten. Da
OP 1
aber die Drehzahl "^7- ist, kann auf die Drehzahl-
informaticn verzichtet werden, und der Meßwertgeber für die Drehzahl kann entfallen. Dafür muß
aber die Periodendauer T ermittelt werden. Eine proportionale Spannung UT läßt sich aus der maximalen
Sägezahnspannung Usll ableiten, da Uslimin
proportional T ist. Dazu dient der Maximumspeicher 27, der bei jedem neuen Maximalwert der Sägezahnspannung
korrigiert wird.
Bei niedrigen und dabei stark schwankenden Drehzahlen, z. B. während des Anlassens, würde der Sägezahngenerator
28 unbefriedigend arbeiten und keinen genügend genauen Ausgangswert abgeben. Deshalb
wird durch den induktiven Geber 19 im oberem Totpunkt der Kolben der Brennkraftmaschine ein Impuls
erzeugt, der die Zündvorrichtung 21 direkt auslöst. Die Umschaltung zur Auslösung der Zündeinrichtung
21 mit einstellbarem Zündwinkel erfolgt mit Hilfe eines drehzahlabhängigen Umschalters 20, wobei der
Umschalter 20 in einem ersten niederen Drehzahlbereich die Zündeinrichtung 21 der Brennkraftmaschine
mit dem Impulsgeber 19 und in einem zweiten höheren Drehzahlbereich die Zündeinrichtung
21 der Brennkraftmaschine mit dem Ausgang der Vergleichsschaltung 16 verbindet.
Um die beschriebenen Anordnungen auch für einen serienmäßigen Einbau im Kraftfahrzeug vorsehen
zu können, werden die einstellbaren Funktionsgeneratoren 13 und 26 durch feste Funktionsgenera-
toren ersetzt. Ein Ausführungsbeispiel einer derartigen Schaltanordnung ist in F i g. 2 dargestellt. Der
drehzahlabhängige Funktionsgenerator 26 ist ein als Spannungsteiler mit einem von seiner Eingangsspannung
U7 abhängigen Teilerverhältnis ausgelegt. Da-
öo bei ist einem festen Spannungsteiler aus Widerständen
29 und 30 ein einen Widerstand 31 und eine Zenerdiode 32 enthaltender Zweig hinzugeschaltet,
und zwar derart, daß dieser Zweig aus dem1 Widerstand 31 und der Zenerdiode 32 dem Widerstand 29
parallel geschaltet ist. Der Meßwertgebern für die Erfassung des Druckes und der Funktionsgenerator
13 können derart realisiert werden, daß der Druckgeber als Barometerdose 33 ausgebildet ist und den
Abgriff eines nichtlinearen Widerstandes 34 verschiebt, wobei der Widerstand an der Spannung Ur
liegt. Statt des Unterdruckes kann auch die Drosselklappenstelhmg
herangezogen werden, da der Unterdruck wieder eine Funktion der Drehzahl η und der
Drosselklappenstcllung ist. Bei den in den F i μ. 1 und 2 gezeigten Ausführungsbeispiclcn k a η π der
Funktionsgenerator 26 auch, wie beispielsweise in F i g. 2 mit unterbrochenen Linien angedeutet, in der
Verbindungsleitung vom Sagezahngenerator 28 zum Vcrglcichsgcräl 16 vorgesehen sein. Es kann in der
Verbindungsleilung aber auch ein zusätzlicher Funktionsgenerator 35 vorgesehen sein.
Die Vorteile der hier beschriebenen Einrichtung liegen in der Möglichkeit, Verstellkennlinien beliebig
einstellen zu können. Die Verstellkennlinien können dabei gegebenenfalls während des Betriebes der
Brennkraftmaschine verändert werden. Dabei ist am ?vlotor nur ein einfacher Zündverteiler mit Impulsgebern
anzubringen. Störungsempfindiiche Winkelgebet oder mechanische Einrichtungen werden dazu
nicht benötigt.
In einigen Anwcndungsfallcn hat es sich als vorteilhaft
erwiesen, an Stelle des Sägezahngenerator; 28 einen Generator mit einem anderen Zcitverlauf
z. B. einer e-Funküon. vorzusehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
- Patentansprüche:I. Einrichtung zur elektronischen Erzeugung μηα Verstellung des Zündzeitpunktes von Zündanlagen für Brennkraftmaschinen in Abhängigkeit von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine, insbesondere der Drehzahl und/oder des Drosselklappenunlerdruckes, die mit Hilfe von Meßwertgebern erfaßbar sind, deren als elektrische Großen abgegebene Meßwerte elektrische, mit einstellbarer Kennlinie versehene Funktionsgeneratoren beeinflussen, die mit einem Vergleichsgerät in Wirkverbindung stehen, das bei einem vorgegebenen Verhältnis, insbesondere bei Gleichheit zweier elektrischer Eingangssignale des Vergleichsgerätes, den Zündvorgang der Zündanlage auslöst, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem ersten Eingang des Vergleichsgeräles (16) ein Impulsgenerator (28) in Wirkverbindung steht, an dessen Ausgang ein Maximumspeicher (27) angeschlossen ist, dessen Ausgang wiederum, insbesondere über eine Addierschaltung (14) mit dem zweiten Eingang des Vergleichsgerätes (16) in Wirk verbindung steht.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Maximumspeicher (27) ein der Dauer einer Kurbelwellenumdrehung entsprechendes Signal von dem Ausgangssignal des Impulsgenerators (28) ableitet, wobei der Impulsgenerator (28) ein von der Umlaufzeit abhängiges Ausgangssignal erzeugt.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulse des bei bestimmten Stellungen der Kurbelwelle ansprechenden Impulsgenerators (28) von dem Impulsgeber (18) auslösbar sind.
- 4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3. dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Maximumspeichers (27) direkt mit der Addierschaltung (14) verbunden ist, die an den zweiten Eingang des Vergleichsgerätes (16) angeschlossen ist.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Maximumspeichers (27) mit einem Funktionsgenerator (26) verbunden ist, dessen Ausgang an die Addierschaltung (14) angeschlossen ist, deren Ausgang wieüerum mit dem zweiten Eingang des Vergleichsgerätes (16) Verbindung hat.
- 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Impulsgenerators (28) direkt mit dem Eingang der Vergleichsschaltung (16) verbunden ist, an die weiterhin die von den elektrischen Funktionsgeneratoren (13, 26) beeinflußten Meßwerte angelegt sind.
- 7. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang des Impulsgenerators über einen elektrischen Funktionsgenerator (35) mit dem Eingang der Vergleichsschaltung verbunden ist.
- 8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein in der Nähe des oberen Totpunktes den Zündvorgang auslösender Impulsgeber und ein drehzahlabhängiger Umschalter (20) vorgesehen ist, wobei der Umschalter (20) in einem ernten Drehzahlbereich den Impulsgeber und in einem zweiten Drehzahlbereich das Vergleichsgerät (16) mit der Zündeinrichtung (21) verbindet.
- 9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Addierschaltung (14) Funktionsgeneratoren (10, 11, 15) zur Erzeugung elektrischer Signale ent-, sprechend verschiedener Einfiußgrößen, beispielsweise dem Luftdruck und der Temperatur, ververbunden sind.
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