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DE2013092C5 - - Google Patents

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DE2013092C5
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coal
transport
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filling
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beschikken von Koksöfen mit in einen Gasstrom suspendierter Kohle mittels einer sich in Längsrichtung der Koksofenbatterie erstreckenden und von einem Kohlenturm, einem Vorratsbehälter oder einer Einrichtung zum Trocknen und Vorwärmen der Kohle zu den Koksöfen führenden Transportleitung.
Das Beschicken von Koksöfen erfolgt üblicherweise mittels eines auf der Ofendecke in Längsrichtung der Batterie verfahrbaren Füllwagens, der entsprechend der Anzahl der Füllöffnungen einer Ofenkammer in der Regel mit 4 oder 5 Fülltrichtern versehen ist. Diese Fülltrichter enthalten zusammen eine Ofenbeschickung und werden nach Abheben der Deckel der Füllöffnungen und nach Absenken von Teleskoprohren in die Ofenkammer entleert. Die dabei aus den Füllöffnungen entweichenden Füllgase stellen eine erhebliche Belästigung für das Bedienungspersonal sowie für die Umgebung der Koksofanbatterie dar. Das Auffangen dieser Füllgase und ihre Reinigung bedingen jedoch einen beträchtlichen Aufwand an Anlage- und Betriebskosten. Ein weiterer Nachteil dieser Art der Ofenbeschickung ist der, daß der Füllwagen nach dem Entleeren wieder zum Kohlenturm zurückfahren muß, um neu beladen zu werden.
Es ist ferner bekannt, Koksöfen pneumatisch, d. h. mit in einem Gasstrom suspendierter Kohle, zu beschicken, viozu eine vom Kohlenturm ausgehende Transportleitmng vorgesehen ist. Diese Transportleitung besitzt direkte AnschliJüse an die Füllöffnungen der Ofenkammern einer Koksofenbatterie.
Die vorliegende Erfindung stellt nun eine Weiterentwicklung der letztgenannten Arbeitsweise dar und besteht darin, daß die Transportleitung bzw. die der Anzahl der Füllöffnungen einer Ofenkammer yntsprechenden Transportleitungen jeweils über ein Entspannungsgefäß mill den Ofenkammern der Batterie verbunden sind.
Durch die erfindungsgemäße Maßnahme wird erreicht, daß die Tiransporigase bereits vor der Ofenkammer von der zu verkokenden Kohle weitgehend abgeschieden werden. Es wird damit vermieden, daß in die Ofenkammer einströmende und aus dieser wieder abzuziehende Transportgase einen Teil der feinkörnigen Kohle aus der Ofenkammer wieder heraustragen.
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
Die Erfindung und ihre Wirkungsweise werden im folgenden anha:nd der Zeichnungen näher erläutert, die Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung darstellen. Es zeigt:
Fi g. 1 einen Längsschnitt durch eine Koksofenbatterie,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie H-Il der Fig. 1,
Fig.3a und 3b die verschiedenen Stellungen der Zwei wegehähne in der Transportleitung,
Fig. 4 einen Längsschnitt entsprechend Fig. 1, jedoch mit einer anderen Ausführungsform der Erfindung,
Fig.5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig.4 und
F i g. 6 eine weitere Ausführungsform der Erfindung. In F i g. 1 ist mit 1 der Auslauf eines Kohlenturmes, ein Vorratsbehälter oder auch ein Sammelbehälter für eine vorgeschaltete Einrichtung zum Trocknen und gegebenenfalls auch zum Vorwärmen der zu verkokenden Kohle bezeichnet. Darunter befindet sich der Meßbehälter 2, der im vorliegenden Fall auf Druckmeßdosen 3 gelagert ist und in den jeweils die zur Beschickung einer Ofenkammer erforderliche Kohlenmenge oder — wenn mehrere Meßbehälter parallel angeordnet sind — eine Teilmenge eingefüllt wird.
Der Auslauf 4 des Meßbehälters mündet in die Transportierung 5.
Das zum Transport der Kohle bestimmte Trägergas, das bei normaler Kohle Luft sein kann, während sich bei vorgewärmter Kohle die Verwendung eines Inertgases empfiehlt, wird durch die Leitung 6 zugeführt. Die sich in Längsrichtung der Ofenbatterie erstreckende Transportleitung 5 weist oberhalb jeder Ofenkammer eine von einem Zweiwegehahn 7 oder einer anderen geeigneten Armatur beherrschte Zweigleitung 8 auf. Die Normalstellung der Zweiwegehähne ist in Fig.3a dargestellt. Lediglich der der gerade zu beschickenden Ofenkammer zugeordnete Hahn wird in die Stellung gemäß F i g. 3b gebracht, so daß die in dem Trägergas suspendierte Kohle aus der Transportleitung 5 in die zugehörige Zweigleitung 8 abgelenkt wird. Die Zweigleitungen 8 münden in Entspannungsgefäße 9, von dem aus die Kohle durch die Füllöffnung 10 in die Ofenkammer 1 Ifällt und das Trägergas durch eine Absaugeleitung Vi entfernt wird.
Es ist ferner eine Rückführungsleitung 13 zum Meßbehälter 2 vorgesehen. Damit ist die Möglichkeit
gegeben, Restkohle aus der Transportleitung 5 auszublasen»
Wie Fig,2 zeigt, sind die Ofenkammern 11 im vorliegenden Fall mit je 4 Füllöffnungen 10 versehen, und es sind dementsprechend auch 4 Transportleitungen 5 vorgesehen, die mit diesen Füllöffnungen über die Zweigleitungen 8 und Entspannungsgefäße 9 in Verbindung stehen. Die 4 Entspännungsgefäße haben Anschluß an die gemeinsamen Absaugeleitung 12, die wie die zu den anderen Ofenkammern gehörenden Absaugeleitungen in die Sammelleitung 14 münden. Letztere führt zu einer hier nicht dargestellten zentralen Entstaubungseinrichtung geeigneter Bauart.
Mit 15 ist in F i g. 2 die Vorlage bezeichnet, durch die — falls gewünscht — die beim Beschicken der Ofenkammer entstehenden Füllgase abziehen können. Außerdem ist bei abgesperrter Vorlage die Möglichkeit vorhanden, die Füllgase durch eine besondere Absaugeieitung 16 abzuziehen, die verschließbare Anschlüsse an alle Ofenkammern der Batterie hat und zu einer weiteren zentralen Entstaubungseinrichtung führt.
In F i g. 4 und 5, die eine andere Ausführunjrsform der Erfindung zeigen, sind Anlagenteile, die den vorstehend beschriebenen entsprechen, mit den gleichen Bezugszahlen versehen. Hier sind keine festen Anschlüsse von der Transportleitung 5 zu den Füllöffnungen 10 der Ofenkammern 11 vorgesehen. Statt dessen ist auf der Ofendecke ein in Längsrichtung der Batterie verfahrbarer Wagen 17 angeordnet, der einen als Entspannungsund Überleitgefäß dienenden und gegebenenfalls ebenfalls auf Druckmeßdosen gelagerten Behälter 18 trägt. Dieser Wagen geht jeweils über der zu beschickenden Ofenkammer in Stellung, wobei die Verbindung zur zugehörigen Zweigleitung 8 durch ein einfahrbares Anschlußstück 19 und zur Füllöffnung durch ein heb- und senkbares Anschlußrohr 20 hergestellt wird. Dabei sind, wie in der Zeichnung mit 21 angedeutet, sämtliche Füllöffnungen 10 zweckmäßig mit aufgesetzten Einfüllschftchten versehen, deren eingebaute Abüperrorgane erst nach Auffahren des Ansehlußrohi es 20 geöffnet werden.
Aus Fig.5 ist ersichtlich, daß die Ofenkammern wiederum mit 4 Füllöffnungen ausgerüstet sind. Der Wagen 17 weist daher auch 4 Behälter 18 auf, denen die Kohle durch ebenfalls 4 Transportleitungen 5 zugeführt wird. Die Entstaubung des Trägergases erfolgt hier gleich auf dem Wagen, und zwar sind im vorliegenden
ίο Fall zwei Entstaubungseinrichtungen 22 vorgesehen, die über die Leitungen 23 jeweils mit zwei Behältern 18 verbunden sind. Mit 15 ist hier wiederum die Vorlage bezeichnet, die zum Abführen der Füllgase angeschlossen bleibt, da in der Zeichnung bei dieser Ausführungsform keine separate Füllgasabsaugung vorgesehen ist.
Fig.6 zeigt schließlich eine Ausführungsform der Erfindung, bei der der Entspannung1»- oder Füllwagen mit seinen Behältern 18 an die Meßbehäiter 2 mittels flexibler Transportleitungen 24 angeschlossen ist. Diese Leitungen werden beim Verfahren der- Wagens an einer Trommel 25 ähnlich einer Kabeltrommel ab- oder aufgerollt
Die Betätigung der Absperrorgane, wie der Zweiwegehähne 7 und der Schieber in den Einfüllschächten 21, kann bei einem weitgehend automatisierten Betrieb der Kokereianlage zentral gesteuert werden und erfolgt durch hierzu geeignete Betätigungsvorrichtungen.
Das Planieren der in die Ofenkammer eingefüllten Kohle kann in bekannter Weise mitiek Planierstangen vorgenommen werden. Bei Einsatz von getrockneter und vorgewärmter Kohle wird sich diese unter Umständen weitgehend selbst einebnen, so daß die Kohle nur noch geringfügig planiert zu werden braucht und in manchen Fällen auf das Planieren sogar ganz verzichtet werden kann. Schließlich ist es auch noch denkbar, das Einebnen der Kohle mittels in die Füllöffnungen einfahrbarer Vibratoren vorzunehmen.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Beschicken von Koksöfen mit einem Gasstrom suspendierter Kohle mittels einer sich in Längsrichtung der Koksofenbatterie erstrekkenden und von einem Kohlenturm, einem Vorratsbehälter oder einer Einrichtung zum Trocknen und Vorwärmen der Kohle zu den Koksöfen führenden Transportleitung, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportleitung bzw. die der Anzahl der Füllöffnungen (10) einer Ofenkammer (11) entsprechenden Transportleitungen (5) jeweils über ein Entspannungsgefäß (9) mit den Ofenkammern der Batterie verbunden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb jeder Füllöffnung (10) ein Entspannungsgefäß (9) angeordnet ist, das über eine Zweigleitung (8) und ein Absperrorgan (7) (Zweiwegehahn od. rlgl.) mit der zugehörigen Transportleitung (5) verbanden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an die Entspannungsgefäße (9) Abzugsleitungen (12) für das Trägergas angeschlossen sind, die zu einer zentralen Entstaubungseinrichtung führen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Ofendecke ein Wagen (17) in Längsrichtung der Etatterie verfahrbar ist, der eine der Anzahl der Transportleitungen (5) entsprechende Zahl von als Entspannungs- und Uberleitgefäße dienenden Behältern (18) trägt, die an die Füllöffnungen (10) der Ofenkaremern (il) und an oberhalb jeder Ofenkammer vorgesehene Zweigleitungen (8) der Transportleitungen anschlieT'var sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Wagen (17) eine oder mehrere Entstaubungseinrichtungen (22) für das Trägergas vorgesehen sind.

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