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Prismenanordung für additive Farbaufnahme.
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Die Erfindung bezeiht sich auf eine Prismenanordung für additive Farbaufnahme,
die zwischen dem Objektiv und mindestens drei Bildempfängerflächen angeordnet ist
und mindestens zwei selektiv wirksame Planspiegel in Verbindung mit Totalreflexion
an Flächen der Prismenanordnung enthält, wobei gegebenfalls Luftlamellen vorgesehen
sind. Solche Anordnungen können eirerl fotografischen Objektiv nachgeschaltet werden,
um das von die sem der Bildebene zugeführte Lichtbündel in mindestens drei Anteile
zu zerlegen, die den drei Grundfarben - insbesondere Rot, Grün und Blau - zugeordnet
sein können. Lin weiterer Anteil des Bündels kann fitr einen Sucher, eine Binrichtung
zum Messen der Strahlungsintensität oder für andere Zwecke abgespalten werden.-Diese
Einrichtungen werden für die additive Flmaufnahme, insbesondere für das Farbfersehen
benötigt.
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Bei bekannten Anordnungen erfolgt die Aufteilung des Bündels durch
spektral selektiv spiegelnde Planflächen, die eine der.
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Kompanenten für eines oder zwei der farbigen Teilbilder reflektieren,
- den Rest aber hindurchlassen. Diese Spiegelflächen befinden sich gelegentlich
auf dtlnnen, beiderseits planen, schräg im Strahlengang stehenden Trägern, beispielsweise
Folien oder Planplatten; es ist aber vorteilhafter, sie auf ien Planflächen von
Prismenanordnungen anzubringen, die, von den Reflexionen abgesehen, im geometrischen
Sinne insgesafl.t -eine dicke Planplatte darstellen, die bei der Korrektion des
davor angeordneten Objektives berücksichtigt werden muß.
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Nachdem die selektiv reflektierenden Planflächen in allgemeinen durch
Interferenzspiegel dargestellt werden, deren spektrale Reflexions-oigenheiten vom
Auffalwinkel abhängen, ist man
bestrebt, möglichst kleine Reflexionswinkel
anzusenden, so daß die reflektierten Bündel im wesentlichen in Richtung auf das
der Prismenanordnung vorgeschaltete Objektiv zurückgeworfen werden (Offenlegungsschrift
1.462.828). Um die Bündel den Schichtempfängern, insbesondere Fernsehsenderöhren,
zuleiten zu können, ist also eine zweite Reflexion erforderlich, die an einer verspiegelten
Prismenfläche stattfindet, wenn man nicht bevorzugterweise Totalreflexion anwendet.
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Somit ergibt sich, daß Prismen der in Rede stehenden Art aus mindestens
drei Glasteilen bestehen, die durch mindestens zwei selektiv wirkende Spiegel BO
getrennt sind, daß für eine Farb komponente gradliniger Durchgang ohne Reflexion
gegeben ist.
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Die beiden anderen Farbkomponenten werden innerhalb des ersten und
des zweiten Prismenteils - vom Objektiv aus gezählt - reflektiert und erleiden Jeweils
an der objektivseitigen Flache dieser Prismenteile eine zvleite, bevorzugt totale
Reflexion, wobei durch an sich bekannte, geeignete Bemessung der winkel die Bilder
seitlich nach außen geworfen werten. Es ist dabei möglich, die Lichtwege für alle
drei Komponenten gleich lang zu machen. Um an der Trennfläche zwischen dem ersten
und zweiten Prisma nicht nur eine selektive Reflexion, sondern auch eine Totaireflexion
zu ermöglichen, muß diese Fläche durch eine beiderseits plan begrenzte Luftlamelle
ersetzt werden, deren eine Begrenzungsfläche die Verspiegelung trägt (schweizerische
Patenschrift 395.182), während dieandere total reflektiert. Indes können die Aufgaben
der selectiven und r Totalreflexion auch von verschiedenen Begrenzungsflächen einer
somit die Zahl drei übersteigeneden Anzahl von Prismenteilen zugeordnet werden;
außerdem ist es möglich, noch weitere Prismen einzufügen, um entweder die Vinkelbeziehungen
möglichst gUnst Ig zu gestalten, ein viertes Bündel auszuspiegeln oder vor allem,
un die austreteon Bündel einander parallel zu richten und die Bildempfängerflächen
ebenso bevorzugt in einer Ebene anzuordnen.
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Der durch die Prismenanordung gegebene Glasweg bedingt gewisse Beschrankungen
in der Brennweite des Objektives, und man ist bestrebt, diesen Glasweg möglisch
kurz zu hakten, was zur Folge hat, daß das Prisma selbst gerade eben nur. für' die
Größe des von den Bildempfängern aufgenommenen.rechteckigen Bildes be-, messen ist,
nicht aber darüber hinaus. las Objektiv dagegen bie tet zusätzlich eine erhebliche
Strahlungsmenge in einen Raum, der zvrischen diesem rechteckig begrenzten Bildbereich
einerseits und dem rund begrenzten totalen Öffnungspegel des Objektivs andererseits
gegeben ist. Diese Strahlung führt erfahrungsgemäß zu störenden Reflexen, weil für
sie die Bemessung der Prismen nicht durchweg den gewünschten Verlauf sichert . Es,
kommt vielmehr zu wiederholten Totalreflexionen der Zusatzstrahlen an einzelnen
Flächen. Dies zeigt schematisch die Figur 1, in der das aus dem Objektiv 1 konunende,
einen weit entfernten Gegenstand unter gewissem Winkel abbildende Lichtbündel durch
die Prismen 2, 3, 4 und 5 geleitet wird. Das Lichtbündel durchsetz zunächst die
Luftlamele 6, die von zwei reflexfrei behandelten Planflächen eingeschlossen ist,
ohne Spiegelung und nennenswerte Versetzung und trifft schließlich auf den selektiv
wirkenden Spiegel 7, der beispielsweise alle roten Strahlen reflektiert; sie werden
an der Fläche 8 total reflektiert und dem Bildempfänger 9 für das rote Bild zugeführt.
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Die den Spiegel 7 dbrchsetzenden Strahlen fallen auf die Spiegel
fläche 10, von der die blauen Strahlen reflektiert und nach Totalreflektion an der
Pläche 11 dem für Blau empfindlichen Lichtempfänger 12 zugeführt werden. Der Spiegel
10 kann zwischen den Prismen 4 und 5 fest eingekittet sein; die ihn passierenden
grünen Strahlen treffen auf die für grün empfindliche Bildempfängerfläche 13.
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Mit 14 ist ein gestrichelt gezeichneter Strahl bezeichnet, der das
Objektiv außerhalb des Bildwinkels der drei Empfängerflächen
9,
12, 13 durchsetzt; er wird an den Flächen 7 so reflektiert, daß er auf einem falschen
Wege die Empfängerfläche 9 trifft, das dortige Bild also stört, Diesem einen Beispiel
können Je nach der Wahl der Strahlen- und der Prismenwinkel noch weitere für störende
Reflexe zugeordnet werden.
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Es besteht also die Aufgabe, diese Störstrahlen in technisch brauchbarer
Weise zu unterbinden. Das kann in bekannter Weise dadurch geschehen, daß in erheblichem
Abstand vor dem Objektiv eine Blende mit einer vignettierend wirkenden rechteckigen
oeffnung aufgestellt wird, die nur das fur die Bildempfängerflächen bestimmte sicht
hindurehläßt. Diese Blende müßte aber sehr weit vor dem Objektiv stehen, um korrekt
wirksam zu sein, sie würde die gesamte Anordnung also sehr unhandlich gestalten.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß vorzugsw weise
vor den Austrittsflächen der Prismenanordnung weitere Luftlamellen vorgesehen sind,
die den Bildstrahlengang winkelmäßig passieren lassen, außerhalb des Nutzbildwinkels
verlaufende, insbesondere Reflexe erzeugende Strahlung aber total reflektieren und
unschädlich machenden, insbesondere absorbierenden Flächen zuführen.
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In Figur 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt,
bei den die Prismen durch Einführung einer weiteren reflektierenden Fläche 16, 17
sämtliche drei Bildstrahlengänge in der gleichen Richtung austreten lasser, 80 daß
die drei Teilbilder parallel zueinander liegen. ISit 18, 19 sind Buftlamelen mit
erfindungsgomäß wirkenden Flächen bezeichnet.
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patent ar sprüche