DE2012453C3 - Gasentladungsüberspannungsableiter, vorzugsweise mit Edelgasfüllung - Google Patents
Gasentladungsüberspannungsableiter, vorzugsweise mit EdelgasfüllungInfo
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Description
1/4
Elektrodenmaterial Eisen ist, wobei der Durchmesser (D2) der Zylinderelektrode mindestens
3 mm beträgt.
5. Gasentladuhgs-Überspannungsableiter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die metallischen Teile des vakuumdichten Gehäuses im Übergangsbereich zum ringförmigen
Isolierkörper (3) wesentlich dünnwandiger sind als in den übrigen Bereichen des Gehäuses.
In(I + a2
aufweist und daß die koaxiale Hohlelektrode (1) aus einem zweiten, elektrisch leitenden Material (k)
einen Innendurchmesser (D u) hat, der höchstens um Id gleich 2 mm größer als der Durchmesser
(D2) der Zylinderelektrode (2) ist, während ihr Außendurchmesser (D^), der höchstens 15 mm
beträgt, über den Durchmesser (D2) der Zylinderelektrode
durch die Beziehung
mit d als Abstand zwischen Zylinderelektrode (2) und Hohlelektrode (1) festgelegt ist, wobei der
Faktor A ein Quotient 1-iiSa.l aus zwei Produkten
\ ct /
ist, die einerseits von dem Temperaturkoeffizienten α (1/°C) des elektrischen Widerstandes und
dem spezifischen elektrischen Widerstand ρ0 (ίϊ · cm) des jeweiligen Elektrodenmaterials und
andererseits von der mittleren spezifischen Wärme c (—sfi) und dem spezifischen Gewicht γ (-jb·)
des jeweiligen Elektrodenmaterials gebildet sind, wobei weiterhin AT die jeweilige Temperaturdifferenz
zwischen der Betriebstemperatur und der Schmelztemperatur der Elektroden angibt und schließlich J (A) die maximal auftretende
Stromstärke mit f (s) als mittlere Zeitdauer des Stromflusses ist.
2. Gasentladungs-Uberspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zylinderelektrode und die Hohlelektrode aus dem gleichen Material hergestellt sind, wobei der
Außendurchmesser (D1111) der Hohlelektrode über
den Durchmesser (D2) der Zylinderelektrode (2) mit der Beziehung
i - (D2 + Idf
> D)
(3)
festgelegt ist.
3. Gasentladungs-Uberspannungsableiter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Faktor t · J2 durch die maximale Stromstärke der stärksten bekannten Blitze mit / = 10OkA und
einer mittleren Dauer von ί = 10~4 s zu
ti2 = 106 As festgelegt ist.
4. Gasentladungs-Überspannungsableiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Die Erfindung bezieht sich auf einen Gasentladungs-überspannungsableiter
mit einem vakuumdichten Gehäuse, vorzugsweise mit Edelgasfüllung, in dem eine massive, eine Endkappe tragende Zylinder- elektrode
einer sie koaxial umgebenden Hohlelektrode gegenübersteht, die in Form eines Hohlzylinders mit
einer Endwand ausgebildet ist und mit einem ringförmigen Isolierkörper zusammen mit der Endkappe
der Zylinderelektrode das vakuumdichte Gehäuse bildet.
Derartige überspannungsableiter sind allgemein bekannt (man vergleiche beispielsweise die deutsche
Patentschrift 7 14 139, wobei jedoch entgegen den heute gebräuchlichen Ausfuhrungsformen die Hohlelektrode
noch nicht einen Teil des vakuumdichten Gehäuses bildet). Neben kleinen Abmessungen und
geringen Gestehungskosten sollen diese überspannungsableiter noch folgende weitere, zum Teil sich
widersprechende Eigenschaften haben. Der überspannungsableiter soll atmosphärische
Entladungen großer Stromstärke, d. h. Blitze ableiten können. Er muß dabei Stromimpulse bis 20 μβ Dauer
und Stromstärken bis 10OkA mehrmals ertragen. Andererseits müssen auch Stromstärken geringerer
Größe, jedoch über längere Zeiträume abgeleitet werden, beispielsweise bei einer induktiven Beeinflussung
von Fernmeldeleitungen oder einem Kontakt .von Fernmeldeleitungen mit Starkstromleitungen. In
beiden Arten von Belastungen (kurzzeitige Belastung mit hohen Stromstärken, langzeitige Belastung mit
verhältnismäßig geringen Stromstärken) wird gefordert, daß der Ableiter äußerst schnell anspricht. Nur
wenn die Zündung sofort mit Einsetzen der überspannung erfolgt, ist die zu schützende Anlage auch
wirksam geschützt,
Zusätzlich zur kurzen Ansprechzeit werden sogenannte »failsafe«-Eigenschaften gefordert. Dies bedeutet,
daß der überspannungsableiter dann, wenn er trotz seiner Fähigkeit, sowohl Wechselstrombelastungen
als auch Blitzbelastungen zu ertragen, überlastet wird, einen sicheren Kurzschluß herbeiführen
muß. Erreicht wird dies nur, wenn im Uberlastfall die Elektroden des Überspannungsabieiters
zusammenschmelzen, bevor der Ableiter undicht werden würde. Ein im Uberlastfall mit Sicherheit herbeigeführter
Kurzschluß ist deshalb sehr wichtig, weil dann das zu schützende Gerät zwar vorübergehend
nicht betriebsfähig ist, jedoch keine Überspannungen in das Gerät eindringen können. Die Fehlerstelle ist
dabei leicht und zuverlässig aufzufinden.
überspannungsableiter, bei denen ein Kurzschluß herbeigeführt wird, sind an sich bekannt. Hierfür sind
jedoch zusätzliche Konstruktionselemente erforderlich, wie z. B. Bimetallstreifen (man vergleiche die
deutsche Auslegeschrift 12 86191) oder ein Schaltmittel,
das z. B. aus einem leicht schmelzbaren oder leicht zerstäubenden Metall oder auch aus einem bei
Erwärmung Metall abscheiderden Stoff oder aus einem Bimetallkörper bestehen kann (man vergleiche
die deutsche Patentschrift 6 68 589).
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen überspannungsableiter
mit »fail-safe«-Eigenschaften zu schaffet, bei dem keine zusätzlichen Konstruktionselemente
zur Herbeiführung eines Kurzschlusses erforderlich sind und der kleine Abmessungen aufweist,
der sowohl kurzzeitige Belastungen mit hohen Stromstärken als auch langzeitige Belastungen mit verhältnismäßig
geringen Stromstärken erträgt und der äußerst schnell anspricht. Zu diesem Zweck wird bei
einem Gasentladungs-Uberspannungsableiter der eingangs erwähnten Art nach der Erfindung vorgeschlagen,
daß die Zylinderelektrode aus einem ersten elektrisch leitenden Material {z) besteht und einen
Durchmesser
V1/4
0,625 In(I-Ha2
aufweist und daß die koaxiale Hohlelektrode aus einem zweiten, elektrisch leitenden Material (k) besteht
und ihr Innendurchmesser Dki höchstens um 2d
gleich 2 mm größer ist als der Durchmesser D2 der Zylinderelektrode sowie ihr Außendurchmesser Dka,
der höchstens 15 mm beträgt, über den Durchmesser D2 der Zylinderelektrode durch die Beziehung
(D + IdY> D2
- (D2 + ld) > D2
^. )n (1
„k. ,, Tk))
mit d als Abstand zwischen Zylinderelektrode und Hohlelektrode festgelegt ist, wobei der Faktor A ein
Quotient
C- γ
aus zwei Produkten ist, die einerseits
von dem Temperaturkoeffizienten ri(l/°C) des elektrischen
Widerstandes und dem spezifischen elektrischen Widerstand ρ (ü ■ cm) des jeweiligen Elektrodenmaterials
und andererseits von der mittleren spezi-
fischen Wärme c (—57Ο und dem spezifischen Gewicht
γ (-^t) des jeweiligen Elektrodenmaterials
gebildet sind, wobei weiterhin IT die jeweilige Temperaturdifferenz
zwischen der Betriebstemperatur und der Schmelztemperatur der Elektroden angibt und
schließlich J(A) die maximal auftretende Stromstärke mit t (s) als mittlere Zeitdauer des Stromflusses ist.
Bei einem erfindungsgemäßen Gasentladungs-Überspannungsableiter
sind üblicherweise die Zylinderelektroden und die Hohlelektrode aus dem gleichen
Material hergestellt. In diesem Fall vereinfacht sich die Vorschrift für die Bemessung der Hohlelektrode
in Abhängigkeit ^m Durchmesser D1 der Zylinderelektroden
zur Beziehung
Wenn man dabei von Eisen als besonders geeignetem Elektrodenmaterial ausgeht und voraussetzt,
daß die maximale Stromstärke der stärksten Blitze 10OkA und deren mittlere Dauer 10~4 s nicht übersteigt,
muß erfindungsgemäß der Durchmesser der Zvlinderelektrode mindestens 3 mm betragen.
Die metallischen Teile des vakuumdichten Gehäuses eines erfindungsgemäßen Gasentladungs-Uberspar·-
nungsableiters sind besonders zweckmäßig im Ubergangsbereich zum ringförmigen Isolierkörper wesent-Hch
dünnwandiger als in den übrigen Bereichen des Gehäuses. Auf diese Weise ist zwischen den Elektroden
einerseits und dem Isolierkörper andererseits eine Wärmeleitungsbremse erzielt, die bewirkt, daß die im
Betrieb des Gasentladungs-Überspannungsableiters
ίο auftretende Wärme der Elektroden sich nicht sofort
auf den Isolierkörper überträgt. Damit ist mit absoluter Sicherheit gewährleistet, daß im Oberlastfall
tatsächlich erst die Zylinderelektrode schmilzt, bevor der Gasentladungs-Uberspannungsableiter möglicherweise
durch einen Sprung des Isolierkörpers auf Grund thermischer Einwirkungen undicht werden könnte.
An Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels soll die Erfindung nachstehend mit
weiteren Merkmalen näher erläutert werden.
ίο In der Zeichnung ist im Längsschnitt ein Gasentladuhgs-Uberspannungsableiter
dargestellt, der im wesentlichen aus einer Hohlelektrode 1, einer Zylinderelektrode
2 und einem Isolierkörper 3 besteht. Dabei bildet die Hohlelektrode 1 zusammen mit einer
2$ von der Zylinderelektrode 2 getragenen Endkappe 4
und dem ringförmigen Isolierkörper 3 ein vakuumdichtes Gehäuse, das mit Edelgas gefüllt ist. Die
metallischen Teile dieses vakuumdichten Gehäuses sind in den Ubergangsbereichen 5, 6 zum ringförmigen
Isolierkörper 3 wesentlich dünnwandiger als in den übrigen Bereichen des Gehäuses. Diese
Maßnahme hat den Zweck, den Isolierkörper 3 von einer im überlastfall möglicherweise von den Elektroden
1 und 2 ausgehenden überhitzung zu schützen.
Der dargestellte überspannungsableiter soll in erster Linie eine kleine Bauform haben. Dies bedeutet
in der Praxis, daß der Außendurchmesser Dka der Hohlelektrode 1 höchstens 15 mm betragen darf.
Darüber hinausgehende Durchmesser eines Uber-
40. spannungsableiters werden wegen dem hohen Anteil
an Raumbedarf, den die Summe aller gasgefüllten überspannungsableiter in modernen Anlagen bezüg-
. lieh des Gesamtraumes einnimmt, keinesfalls zugelassen.
Eine entsprechende kleine Bauform wirft aber das Problem auf, daß hohe Stromstöße (Blitze) ein
sofortiges Schmelzen oder gar Verdampfen der Elektroden herbeiführen könnten. Es hat sich gezeigt,
daß ein unerwünschtes Schmelzen der Elektroden 1 'it Sicherheit vermieden wird, wenn man folgende
erfindungsgemäß angegebene Bemessung für den Außendurchmesser D2 der Zylinderelektrode 2 einhält:
0,625 In(H-O2-ZiT1)
Dabei bedeutet
A =
Cy
t = Zeit (s),
J = Strom, der die Elektrode durchfließt (A),
ρ0 = spezifischer Widerstand des Elektrodenmaterials bei Anfangstemperatur (Ω · cm),
u = Temperatur-Koeffizient des elektrischen
ρ0 = spezifischer Widerstand des Elektrodenmaterials bei Anfangstemperatur (Ω · cm),
u = Temperatur-Koeffizient des elektrischen
Widerstandes des Elektrodenmaterial sq
IT= Temperaturzunahme von Anfangstemperatur
(Umgebungstemperatur) bis zum
Schmelzpunkt der Elektrode (° C),
Schmelzpunkt der Elektrode (° C),
c = mittlere spezifische Wärme des Elektrodenmaterials
(r^g),
γ = spezifisches Gewicht des Elektrodenmaterials
(-^j
sprechzeit des Uberspannungsableiters gewährleistet sein soll. Unter Beachtung dieser beiden erfindungsgemäßen
Randbedingungen gilt folgende allgemeine Bemessungsvorschrift für die Beziehung der Abmessungen
von Zylinderelektrode 2 einerseits und Hohlelektrode 1 andererseits:
D1 — Durchmesser der Zylinderelektrode 2,
Dka = Durchmesser der Hohlelektrode 1,
z, k = Indizes für die physikalischen Eigenschaften der Zylinderelektrode (z) bzw. der Hohl-1 elektrode (k).
Dka = Durchmesser der Hohlelektrode 1,
z, k = Indizes für die physikalischen Eigenschaften der Zylinderelektrode (z) bzw. der Hohl-1 elektrode (k).
In einem praktischen Ausführungsbeispiel dient als Elektrodenmaterial Eisen. Setzt man die physikalischen
Eigenschaften von Eisen in die angegebene Lösung für die Bemessung des Durchmessers D1 der
Zylinderelektrode 2 ein und nimmt man weiterhin an, daß die stärksten bekannten Blitze auf keinen Fall
100 kA und eine Dauer von 100 μβ überschreiten,
ergibt sich D1 als gleich oder größer 2,94 mm oder
aufgerundet 3 mm. Als Anfangstemperatur war dabei 20° C angenommen.
Damit ein erfindungsgemäßer Gasentladungs-Überspannungsableiter
im überlastfall mit Sicherheit einen Kurzschluß vor seiner Zerstörung herbeiführt, ist es
für die Erfindung wesentlich, daß die Hohlelektrode 1 einer höheren Erwärmung standhält als die Zylinderelektrode
2. Nur dann ist nämlich sichergestellt, daß vor einem Schmelzen der Zylinderelektrode 2 die
Hohlelektrode 1 nicht durchschmilzt, also keine Löcher erhält. Dabei darf der Abstand d der Hohlelektrode
1 von der Zylinderelektrode 2 nicht größer als 1 mm sein, wenn eine ausreichend kurze An-Diese
Vorschrift für die Bemessung des Außenquerschnitts Dka der Hohlelektrode 2 vereinfacht sich
wesentlich, wenn, wie in der Praxis üblich, die Innen- und Außenelektrode aus dem gleichen Elektrodenmaterial
(ζ = ic) hergestellt sind. Man erhält dann die Beziehung
D\„-(Dz + 2d)2>D2 z,
wobei wieder d höchstens 1 mm vorausgesetzt sind.
Ein erfindungsgemäßer Gasentladungs-Uberspannungsableiter
weist den wesentlichen Fortschritt auf, daß er trotz kleiner Abmessungen folgende Eigenschaften
mit absoluter Sicherheit hat:
Der Gasentladungs-Uberspannungsableiter erträgt sowohl kurzzeitige Entladungen hoher Stromstärke
(Blitze) als auch langzeitige Wechselstrombelastungen. Bei Überlastung geht der Uberleiter in einen
sicheren Kurzschluß über, und zwar vor einer Zerstörung seiner Vakuumhülle (eindeutige Kurzschlußbedingung).
Der überspannungsableiter zündet bei Belastung mit einer Stoßwelle so schnell, daß die zu
schützende Anlage in keinem Fall Schaden leidet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Gasentladungs-ÜberspannungsaWeiter mit
einem vakuumdichten Gehäuse, vorzugsweise mit Edelgasfüllung, in dem eine massive, eine Endkappe
tragende Zylinderelektrode einer sie koaxial umgebenden Hohlelektrode gegenübersteht,
die in Form eines Hohlzylinders mit einer Endwand ausgebildet ist und mit einem ringförmigen
Isolierkörper zusammen mit der Endkappe der Zylinderelektrode das vakuumdichte Gehäuse bildet,
dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinderelektrode' (2) aus sinem ersten, elektrisch
leitenden Material (z) einen Durchmesser
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| DE19702012453 DE2012453C3 (de) | 1970-03-16 | Gasentladungsüberspannungsableiter, vorzugsweise mit Edelgasfüllung | |
| CH120071A CH526866A (de) | 1970-03-16 | 1971-01-27 | Gasgefüllter Überspannungsableiter mit einem vakuumdichten Gehäuse |
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| DE19702012453 DE2012453C3 (de) | 1970-03-16 | Gasentladungsüberspannungsableiter, vorzugsweise mit Edelgasfüllung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2012453A1 DE2012453A1 (de) | 1971-10-07 |
| DE2012453B2 DE2012453B2 (de) | 1975-06-19 |
| DE2012453C3 true DE2012453C3 (de) | 1976-02-12 |
Family
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