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Die
Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz, insbesondere einen Kraftfahrzeugsitz,
der zwischen wenigstens einer zur Personenbeförderung geeigneten Sitzstellung
und einer zusammengeklappten Packagestellung einstellbar ist.
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Die
zweiten und/oder dritten Sitzreihen von Multifunktionsfahrzeugen
(MPV), wie beispielsweise Vans oder Großraumlimousinen, sind in der
Regel so ausgestaltet, daß der
Innenraum variabel auf einen Personen- oder Gütertransport einstellbar ist.
Aus der
DE 44 39 975
A1 ist beispielsweise ein Fahrzeugsitz mit einer sogenannten
Packagestellung bekannt, für
deren Erreichen die Lehne auf das Sitzkissen geklappt wird und dann
nach dem Lösen
des hinteren Fußes
der gesamte Fahrzeugsitz um etwa 90° nach vorne geklappt wird, so
daß eine
große
Ladefläche entsteht.
Bei einer solchen Lösung
kann aber beispielsweise das Problem auftreten, daß vor Erreichen
der Packagestellung die Kopfstütze
in Kontakt mit dem Fahrzeugboden kommt und ein weiteres Vorklappen
verhindert. Außerdem
läßt die Bedienung mit
zahlreichen Handgriffen noch Wünsche
offen.
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Die
US 4,736,985 A zeigt
einen an einer Stufe der Fahrzeugstruktur angeordneten Fahrzeugsitz der
eingangs genannten Art, dessen Sitzkissen beim Übergang in die Packagestellung
um eine im mittleren bis hinteren Sitzkissenbereich angeordnete
Achse nach unten klappt, während
die mittels eines Viergelenks am Sitzkissen angelenkte Rückenlehne
zugleich eine Versatzbewegung nach vorne ausführt.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Fahrzeugsitz der eingangs
genannten Art zu verbessern. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch
einen Fahr zeugsitz mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Zum Übergang
von der Sitzstellung in die Packagestellung, nach dem Lösen der
entsprechenden Füße, vollführt die
Rückenlehne
eine Versatzbewegung in Richtung des Sitzkissens, welche zumindest
näherungsweise
ohne Neigungsänderung
der Rückenlehne
erfolgt. Damit wird ein Anschlagen der Rückenlehne oder deren Kopfstütze am Fahrzeugboden
vermieden, in der Regel auch ein Anschlagen am Fahrzeughimmel. In üblicher
Ausrichtung des Fahrzeugsitzes werden die Füße hinten gelöst und die Rückenlehne
nach vorne versetzt, wobei eine am unbewegt und fahrzeugstrukturfest
bleibenden vorderen Fuß und
am hinteren Fuß angelenkte
erste Koppel als Schwenkarm für
den hinteren Fuß dienen kann.
Die erfindungsgemäße Lösung ist
sowohl für Beifahrersitze
als auch für
die zweite Sitzreihe und gegebenenfalls vorhandene weitere Sitzreihen
geeignet.
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Während der
Versatzbewegung der Rückenlehne
klappt das Sitzkissen mit einer Schwenkbewegung hoch, d.h. bei üblicher
Ausrichtung des Fahrzeugsitzes nach vorne hoch. Das Hochklappen schafft
Platz für
den Versatz der Rückenlehne
nach vorne und ist zugleich platzsparend, da zwei Fahrzeugsitze
in der Packagestellung hintereinander angeordnet werden können. Dabei
weisen vorzugsweise die Flächen
von Sitzkissen und Rückenlehne,
welche in der Sitzstellung dem Benutzer zugewandt sind, also die
Polsterflächen,
in der Packagestellung zumindest näherungsweise in die gleiche
Richtung, d.h. in der Regel nach vorne, so daß sie durch den Fahrzeugsitz
in der vorderen Sitzreihe gleichzeitig geschützt sind.
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Die
Bewegungen der Rückenlehne
und des Sitzkissens zwischen der Sitzstellung und der Packagestellung
sind durch Kopplungsmittel gekoppelt. Dies ermöglicht eine Einhandbedienung über den ganzen
Weg, also einen leichten Übergang
in die Packagestellung („Easy-Package"), da dann automatisch
das Sitzkissen und die Rückenlehne
gemeinsam in die verschiedenen Stellungen überführt werden können. Eine
solche Ausgestaltung mit vereinfachter Bedienung ist ideal für dreireihige
Sitzanordnungen, da der Insasse der dritten Sitzreihe dann, nachdem
er selber die er findungsgemäß ausgestaltete
zweite Sitzreihe in die Packagestellung bewegt hat, leicht aussteigen
kann. In bevorzugter Ausführung
ist hierfür
eine zweite Koppel vorgesehen, welche bei Betätigung der Rückenlehne
das Schwenken des Sitzkissens bewirkt. Eine Zweihandbedienung ohne
zweite Koppel wäre
aber auch möglich. Über die
zweite Koppel kann bei einem Vorschwenken der Rückenlehne in eine flache Stellung
das Sitzkissen abgesenkt werden, d.h. der Fahrzeugsitz in eine Bodenstellung
gebracht werden, insbesondere bei Anlenkung des Sitzkissensträgers mittels
eines Viergelenks.
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Die
genannte Kopplung kann beispielsweise durch eine Schlitz-Zapfen-Führung erfolgen,
welche eine Bahn mit einem einzigen Freiheitsgrad definiert und
zugleich dem Toleranzausgleich dienen kann. Die Schlitz-Zapfen-Führung kann
prinzipiell zwischen zwei beliebigen Bauteilen aller bewegten Bauteile vorgesehen
sein. Die Definition der Bahn kann auch durch das Zusammenwirken
mehrerer Koppeln erfolgen. Eine Gasfeder, welche die Schwenkbewegung des
Sitzkissens unterstützt,
kann den Kraftaufwand für
den Übergang
in die Packagestellung gering halten.
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Es
ist von Vorteil, wenn in der Packagestellung eine Sicherung den
Fahrzeugsitz festlegt, und zwar vorzugsweise automatisch, d.h. ohne
weiteres Zutun des Bedieners. Die Insassen sind dann in Crashfällen besser
vor der Ladung geschützt,
und der Fahrzeugsitz verläßt nicht
unbeabsichtigt die Packagestellung. In bevorzugter Ausführung weisen
die im Bereich der Rückenlehne
vorhandenen Füße Befestigungsmittel
auf, welche sowohl zum Befestigen der Füße an der Fahrzeugstruktur
als auch zur Sicherung der Packagestellung dienen. Solche Befestigungsmittel
mit zwei Funktionen verringern die Herstellungskosten. Beispielsweise
kann eine Klinke vorgesehen sein, die bei zwei unterschiedlich angeordneten
Bolzen einhaken kann, oder umgekehrt kann ein Bolzen mit zwei Klinken
zusammenwirken. Vorzugsweise werden die hinteren Füße mit den
vorderen Füßen verriegelt,
so daß der
Fahrzeugsitz eine kompakte Form einnimmt und leicht entnommen werden
kann. Je nach Einsatzzweck des Fahrzeugsitzes kann dessen bewegliches
Sitzgestell (Kinematik) auch durch ein Lehnenschloß verriegelt
werden, wobei dann die automatische Packagesicherung entfällt.
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Vorzugsweise
ist ein einziges Bedienelement zur Auslösung des Übergangs in die Packagestellung
und zur Auslösung
der Rückkehr
in die Sitzstellung vorgesehen, was die Bedienung des Fahrzeugsitzes
vereinfacht. Dieses Bedienelement entriegelt dann das bifunktionale
Befestigungsmittel. Das Bedienelement ist beispielsweise im Bereich
der Oberkante der Rückenlehne
gut zugänglich
angeordnet.
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In
bevorzugter Ausführung
ist der Fahrzeugsitz in verschiedenen Sitzlängspositionen mit der Fahrzeugstruktur
verbindbar und wahlweise vollständig
entnehmbar, indem alle Füße lösbar sind
und verschiedene Befestigungsmöglichkeiten
an der Fahrzeugstruktur vorgesehen sind oder gegeneinander verschiebbare
Sitzschienen bekannter Bauart zur Anbindung der Füße dienen.
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Im
folgenden ist die Erfindung anhand dreier in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele mit
Abwandlungen näher
erläutert.
Es zeigen
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1 eine teilweise geschnittene
Seitenansicht des ersten Ausführungsbeispiels
in der Sitzstellung,
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2 eine Ansicht der beiden
Koppeln des ersten Ausführungsbeispiels,
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3 eine 1 entsprechende Darstellung in der Packagestellung,
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4 eine perspektivische Ansicht
des ersten Ausführungsbeispiels
in der Sitzstellung,
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5A eine Teilansicht einer
ersten Abwandlung des ersten Ausführungsbeispiels,
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5B eine Teilansicht einer
zweiten Abwandlung des ersten Ausführungsbeispiels,
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5C eine Teilansicht einer
dritten Abwandlung des ersten Ausführungsbeispiels,
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5D eine Teilansicht einer
vierten Abwandlung des ersten Ausführungsbeispiels,
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6A eine Teilansicht des
zweiten Ausführungsbeispiels,
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6B eine Teilansicht einer
ersten Abwandlung des zweiten Ausführungsbeispiels,
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6C eine Teilansicht einer
zweiten Abwandlung des zweiten Ausführungsbeispiels,
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6D eine Teilansicht einer
dritten Abwandlung des zweiten Ausführungsbeispiels,
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6E eine Teilansicht einer
vierten Abwandlung des zweiten Ausführungsbeispiels,
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7A eine Teilansicht des
dritten Ausführungsbeispiels
in der Sitzstellung, und
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7B eine Teilansicht einer
Abwandlung des dritten Ausführungsbeispiels.
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Gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel weist
ein Fahrzeugsitz 1 für
den Fond eines Kraftfahrzeuges, beispielsweise eines Vans, ein Sitzkissen 3 und
eine Rückenlehne 5 auf.
Bei den nachfolgenden Richtungsangaben wird davon ausgegangen, daß die Rückenlehne 5 in
Vorwärtsfahrtrichtung
hinter dem Sitzkissen 3 angeordnet ist. Das Sitzkissen 3 ist mit
einem Sitzkissenträger 9 versehen,
an welchem in seinem vorderen Endbereich auf beiden Seiten des im
wesentlichen symmetrischen Fahrzeugsitzes 1 je ein vorderer
Fuß 11 außenseitig
angelenkt ist, wobei die dadurch definierten Schwenkachsen miteinander
fluchten. Im folgenden wird der Einfachheit halber nur die linke
Fahrzeugsitzseite beschrieben, und zwar zunächst in der zur Personenbeförderung geeigneten
Sitzstellung des Fahrzeugsitzes 1.
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Der
vordere Fuß 11 ist
mit seinem unteren Teil in einer in Fahrzeug- und Sitzlängsrichtung
ausgerichteten, fahrzeugstukturfesten Schiene 13 angeordnet,
nach hinten über
einen in Sitzquerrichtung ausgerichteten, schienenfesten, mittleren
Schienenbolzen 15 geschoben, von oben über einen in Sitzquerrichtung
ausgerichteten, schienenfesten, vorderen Schienenbolzen 17 geschoben
und mittels einer am vorderen Fuß 11 angelenkten,
vorderen Klinke 19 lösbar
verriegelt, welche am vorderen Schienenbolzen 17 federbelastet
einhakt. Der vordere Schienenbolzen 17 ist dabei in Längsrichtung
hinter der Anlenkstelle zwischen vorderem Fuß 11 und Sitzkissenträger 9 angeordnet.
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Ein
hinterer Fuß 21 ist
mit seinem unteren Teil von oben her über einen in Sitzquerrichtung
ausgerichteten, schienenfesten, hinteren Schienenbolzen 23 geschoben
und mittels einer am hinteren Fuß 21 angelenkten,
hinteren Klinke 25 lösbar
verriegelt, welche am hinteren Schienenbolzen 23 federbelastet einhakt.
Am oberen Teil des hinteren Fußes 21 ist
die Rückenlehne 5 angebracht,
beispielsweise mittels Gelenkbeschlägen zur Neigungseinstellung.
Eine erste Koppel 29 ist als Lenker einerseits am hinteren Fuß 21 auf
dessen Innenseite und andererseits am vorderen Fuß 11 auf
dessen Außenseite
angelenkt. Eine zweite Koppel 31 ist einerseits am Sitzkissenträger 9 innenseitig
und andererseits am hinteren Fuß 21 auf
dessen Innenseite angelenkt. Der Sitzkissenträger 9, die vorderen
und hinteren Füße 11 bzw. 21 und
die Koppeln 29 und 31 bilden ein gelenkig ausgebildetes
Sitzgestell des Fahrzeugsitzes 1.
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Die
zweite Koppel 31 ist an ihrem am hinteren Fuß 21 angelenkten
Ende mit einem Arm 33 versehen, welcher in der Sitzstellung
nach vorne und leicht nach unten weist. Der Arm 33 trägt einen
Kulissenstein 35, vorzugsweise einen in Sitzquerrichtung ausgerichteten
Zapfen. Die erste Koppel 29 ist im Bereich ihres am hinteren
Fuß 21 angelenkten
Endes mit einem in der Sitzstellung nach hinten weisenden Kulissenarm 37 versehen,
welcher eine seitlich geöffnete,
schlitzförmige
Kulisse 39 aufweist. Der Kulissenstein 35 der
zweiten Koppel 31 greift in die Kulisse 39 der
ersten Koppel 29 in der Art einer Schlitz-Zapfen-Führung ein.
Eine Gasfeder 41 ist einerseits am vorderen Fuß 11 und
andererseits am Sitzkissenträger 9 angelenkt,
und zwar jeweils in deren hinteren Bereichen.
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Zum Übergang
in die Packagestellung wird mittels eines an der Rückenlehne 5,
vorzugsweise im Bereich von deren Oberkante angebrachten Bedienelement 43 die
hintere Klinke 25 entriegelt. Die Gasfeder 41 drückt nun
den Sitzkissenträger 9 mit
dem Sitzkissen 3 so nach oben, daß dieser eine Schwenkbewegung
nach vorne mit der Anlenkstelle am vorderen Fuß 11 als Drehachse
vollführt.
Der hintere Fuß 21 wird über die
zweite Koppel 31 nach vorne gezogen, wobei die erste Koppel 29 als
Schwenkarm dient. Dabei bewegt sich der Kulissenstein 35 der zweiten
Koppel 31 innerhalb der Kulisse 39 der ersten
Koppel 29, wodurch die Vorwärtsbewegung des hinteren Fußes 21 definiert
wird. Durch die Vorwärtsbewegung
des hinteren Fußes 21 wird
die Rückenlehne 5 nach
vorne versetzt.
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Bei
dieser Versatzbewegung der Rückenlehne 5 bleibt
die Neigung der Rückenlehne 5 zumindest näherungsweise
unverändert,
während
die Anlenkstelle des hinteren Fußes 21 an der ersten
Koppel 29 eine Schwenkbewegung nach vorne durchführt. Die Steuerung über die
Kulissenführung
zwischen den Koppeln 29 und 31 bewirkt nicht nur,
daß der
gesamte kinematische Mechanismus nur einen Freiheitsgrad besitzt,
also mit einer Hand bedienbar ist, sondern auch einen Toleranzausgleich
zu den Schienenbolzen in der Schiene 13.
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Am
vorderen Fuß 11 ist
oberhalb der Aufnahme für
den vorderen Schienenbolzen 17 und leicht nach hinten versetzt
ein Sicherungsbolzen 45 vorgesehen, der vom vorderen Fuß 11 in
Sitzquerrichtung seitlich nach außen absteht. Die Packagestellung
ist erreicht, wenn der hintere Fuß 21 auf dem Sicherungsbolzen 45 aufsitzt
und die hintere Klinke 25 selbsttätig am Sicherungsbolzen 45 einhakt.
Die Packagestellung ist dadurch automatisch gesichert, was den Schutz
vor Ladung erhöht.
Im Bedarfsfall kann der Fahrzeugsitz 1 auch aus dem Kraftfahrzeug entnommen
werden. Hierzu werden mittels eines zwischen beiden vorderen Füßen 11 verlaufenden Ent riegelungsbügels 47 die
beiden vorderen Klinken 19 entriegelt, so daß die Doppelbolzenverriegelung der
beiden vorderen Füße 11 gelöst ist.
Die automatische Sicherung der Packagestellung ist hiervon unabhängig.
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Zum
Zurückschwenken
in die Sitzstellung wird durch das Bedienelement 43 die
automatische Packagesicherung entriegelt, d.h. die hintere Klinke 25 löst sich
vom Sicherungsbolzen 45. Durch Druck auf das Sitzkissen 3 oder
Zug an der Rückenlehne 5 nach
hinten werden gleichzeitig das Sitzkissen 3 nach unten
geklappt und die Rückenlehne 5 nach hinten
versetzt. Aufgrund der Koppeln 29 und 31 und deren
Kulissenführung
kann auch diese Bewegung mit einer Hand durchgeführt werden. Bei Erreichen der
Sitzstellung fällt
die hintere Klinke 25 zur Sicherung wieder am hinteren
Schienenbolzen 23 ein.
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In
der beschriebenen Ausführung
sind die Bolzen zur Anbindung des Fahrzeugsitzes 1 am Fahrzeugboden
in einer fahrzeugstrukturfesten Schiene 13 vorgesehen.
Um mehrere verschiedene Sitzlängspositionen
zur Verfügung
zu haben, können mehrere,
geeignet beabstandete Bolzen in Längsrichtung der Schiene 13 vorhanden
sein. In einer Variante sind die Bolzen zur Anbindung an einer Oberschiene
eines Sitzschienenpaares vorgesehen, welche in einer fahrzeugstrukturfesten
Unterschiene gleitend geführt
ist. Damit lassen sich verschiedenste Sitzlängspositionen einstellen.
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Im
folgenden sind vier Abwandlungen des ersten Ausführungsbeispiels beschrieben,
welche sich hinsichtlich der in der Zeichnung dargestellten Ausbildung
der Schlitz-Zapfen-Führung vom
ersten Ausführungsbeispiel
unterscheiden, ansonsten aber mit diesem übereinstimmen, insbesondere
hinsichtlich der Funktionsweise. Gleiche Bauteile sind daher mit
gleichen Bezugszeichen und abgewandelte Bauteile mit Bezugszeichen
mit Apostrophen versehen.
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In
einer ersten Abwandlung gemäß 5A ist die zwischen dem
vorderen Fuß 11' und dem hinteren
Fuß 21 wirkende
erste Koppel 29' in
gestreckter Form ausgebildet, während
die zwischen dem Sitzkissenträger 9 und
dem hinteren Fuß 21 vorgesehene
zweite Koppel 31' eine
gekrümmte
Kulisse 39' trägt. In diese
gekrümmte
Kulisse 39' greift
ein Kulissenstein 35' des
vorderen Fußes 11' ein. In einer zweiten
Abwandlung gemäß 5B ist sind sowohl die erste
als auch die zweite Koppel 29' bzw. 31" in gestreckter Form ausgebildet.
Am vorderen Fuß 11' ist ein Kulissenstein 35' vorgsehen,
welchen eine Kulisse 39" des
hinteren Fußes 21" führt. Sofern
keine Einhandbedienung gefordert wird, kann die zweite Koppel 31" entfallen.
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In
einer dritten Abwandlung gemäß 5C stimmt der vordere Fuß 11 mit
dem ersten Ausführungsbeispiel
und die beiden Koppeln 29' und 31''' mit
der zweiten Abwandlung überein.
Am hinteren Fuß 21''' ist
ein Kulissenstein 35''' angebracht, welcher in eine Kulisse 39''' des
Sitzkissenträgers 9'''' greift. In einer
vierten Abwandlung gemäß 5D stimmen die Füße 11 und 21 mit
dem ersten Ausführungsbeispiel
und der Sitzkissenträger 9''' samt
Kulisse 39''' und zweiter Koppel 31" mit der dritten
Abwandlung überein.
Der von der Kulisse 39''' geführte Kulissenstein 35"" ist am oberen Ende der ersten Koppel 29"" angebracht.
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Das
zweite Ausführungsbeispiel
stimmt wiederum weitgehend mit dem ersten Ausführungsbeispiel überein,
insbesondere hinsichtlich der Funktionsweise und der Anbindung an
die Fahrzeugstruktur, sofern es nicht nachfolgend abweichend beschrieben
ist. Gleiche und gleichwirkende Bauteile tragen daher um 100 höhere Bezugszeichen.
Der Sitzkissenträger 109 ist
vorne am vorderen Fuß 111 angelenkt.
Der die Rückenlehne
tragende hintere Fuß 121 ist
mittels der ersten Koppel 129 am vorderen Fuß 111 angelenkt.
Die zweite Koppel 131 zwischen dem Sitzkissenträger 109 und
dem hinteren Fuß 121 zieht
beim Übergang
in die Packagestellung den hinteren Fuß 121 nach vorne.
Die Bewegung des hinteren Fußes 121 wird
im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel
und seinen Abwandlungen nicht durch eine Schlitz-Zapfen-Führung definiert,
sondern durch eine dritte Koppel 149, welche am vorderen Fuß 111 und
an der zweiten Koppel 131 angelenkt ist. Die Herstellung
der einzelnen Bauteile vereinfacht sich dadurch.
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In
den nachfolgend beschriebenen Abwandlungen zu diesem zweiten Ausführungsbeispiel
tragen die abgewandelten Bauteile Bezugszeichen mit Apostrophen.
In einer ersten Abwandlung gemäß 6B ist die dritte Koppel 149' zwischen dem
vorderen Fuß 111' und dem hinteren
Fuß 121' vorgesehen,
so daß die
dritte Koppel 149' zusammen
mit der ersten Koppel 129 und den beiden Füße 111' und 121' ein Viergelenk
bildet. Sofern keine Einhandbedienung gefordert wird, kann bei dieser
ersten Abwandlung die zweite Koppel 131 entfallen. In einer zweiten
Abwandlung gemäß 6C wirkt die dritte Koppel 149" zwischen der
ersten Koppel 129 und der zweiten Koppel 131.
In einer dritten Abwandlung gemäß 6D ist an der ersten Koppel 129''' ein
Arm angeformt, an welchem die dritte Koppel 149''' mit
einem Ende angelenkt ist. Mit ihrem anderen Ende ist die dritte
Koppel 149''' am Sitzkissenträger 109 angelenkt.
In einer vierten Abwandlung gemäß 6E ist die dritte Koppel 149''' am
Sitzkissenträger 109 und am
hinteren Fuß 121 angelenkt.
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Das
dritte Ausführungsbeispiel
stimmt wiederum weitgehend mit dem ersten Ausführungsbeispiel überein,
insbesondere hinsichtlich der Funktionsweise beim Übergang
in die Packagestellung und der Anbindung an die Fahrzeugstruktur,
sofern es nicht nachfolgend abweichend beschrieben ist. Gleiche
und gleichwirkende Bauteile tragen daher um 200 höhere Bezugszeichen.
Der Fahrzeugsitz 201 mit seinem Sitzkissen 203 auf
dem Sitzkissenträger 209 und
seiner Rückenlehne 205 ist
ebenfalls auf jeder Seite mit einem vorderen Fuß 211 und einem hinteren
Fuß 221 versehen.
Eine erste Koppel 229, welche an den beiden Füßen 211 und 221 angelenkt
ist, weist am oberen Ende eine Kulisse 239 auf, in welcher
ein Kulissenstein 235 einer T-förmigen zweiten Koppel 231 geführt ist.
Die zweite Koppel 231 wirkt zwischen dem Sitzkissen 203 und
der Rückenlehne 205.
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Zusätzlich zu
den zuvor beschriebenen Ausführungen
ist zwischen dem vorderen Ende des Sitzkissenträgers 209 und dem vorderen
Fuß 211 zum
einen eine tragende Lastkoppel 251 und zum anderen dazu
nach oben versetzt eine Steuerkoppel 253 angelenkt, d.h.
der Sitzkissenträger 209 ist
mittels eines Viergelenks angelenkt. Hinsichtlich der Packagestellung
wirken die Bauteile im wesentlichen wie im ersten Ausführungsbeispiel
zusammen. Zusätzlich
kann der Fahrzeugsitz 201 in eine Bodenstellung (Flat-Floor-Position)
abgesenkt werden. Wird die Rückenlehne 205 nach
vorne in eine flache Stellung geschwenkt, so drückt sie über die zweite Koppel 231 das
Sitzkissen 203 nach unten. Der Sitzkissenträger 209 kann
durch die viergelenkige Anlenkung an den vorderen Fuß 211 abgesenkt
werden.
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In
einer Abwandlung hierzu wird die Bewegung des hinteren Fußes 221' nicht durch
eine Schlitz-Zapfen-Führung
definiert. Wie im zweiten Ausführungsbeispiel
und seinen Abwandlungen ist im Bereich des hinteren Fußes 221' eine dritte
Koppel 249 vorgesehen, die wie in der ersten Abwandlung
des zweiten Ausführungsbeispiels
zwischen dem vorderen Fuß 211 und
dem hinteren Fuß 221' angelenkt ist.
Zusammen mit der ersten Koppel 229 bildet sie gleichfalls
ein Viergelenk. Die L-förmige, zweite
Koppel 231' zwischen
dem Sitzkissen und der Rückenlehne
ist gegenüber
dem dritten Ausführungsbeispiel
einfacher ausgebildet.
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- 1,
201
- Fahrzeugsitz
- 3,
203
- Sitzkissen
- 5,
205
- Rückenlehne
- 9,
9''', 109, 209
- Sitzkissenträger
- 11,
11', 111, 111', 211
- vorderer
Fuß
- 13
- Schiene
- 15
- mittlerer
Schienenbolzen
- 17
- vorderer
Schienenbolzen
- 19
- vordere
Klinke
- 21,
21", 21''',
121, 121', 221,
221 '
- hinterer
Fuß
- 23
- hinterer
Schienenbolzen
- 25
- hintere
Klinke
- 29,
29', 29"", 129, 229
- erste
Koppel
- 31,
31', 31", 131, 231, 231'
- zweite
Koppel
- 33
- Arm
- 35,
35', 35''',
35"", 235
- Kulissenstein
- 3
7
- Kulissenarm
- 39,
39', 39", 39''',
239
- Kulisse
- 41
- Gasfeder
- 43
- Bedienelement
- 45
- Sicherungsbolzen
- 47
- Entriegelungsbügel
- 149,
149', 149", 149''', 149"", 249
- dritte
Koppel
- 251
- Lastkoppel
- 253
- Steuerkoppel