DE20122112U1 - Schleifringeinheit mit einer Leiterplatte - Google Patents
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Abstract
Vorrichtung zum Übertragen von elektrischen Strömen, zu oder von einer fernbedienten Kamera (4), umfassend
– eine Schleifringeinheit (2) mit
einem Rotor (2.2) mit Anschlussdrähten (2.1),
einem Stator (2.3), welcher eine im Wesentlichen hohlzylindrische Form aufweist, wobei
das äußere Teil der Schleifringeinheit (2) als Stator (2.3) und das innere als Rotor (2.2) dient, und
– eine Leiterplatte (1) mit
Verbindungsstellen (1.1) und
Leiterbahnen (1.3), wobei
Enden mehrerer Leiterbahnen (1.3) im Bereich der Verbindungsstellen (1.1) in elektrischem Kontakt zu Anschlussdrähten (2.1) des Rotors (2.2) stehen, und die den Verbindungsstellen (1.1) gegenüber liegenden Leiterbahnenden (1.5) mit einem Steckverbinder, zur Anbindung an ein Flachkabel, elektrisch kontaktiert sind, wobei
von mindestens einem Mitnehmerstift (7.1) über die am Rotor (2.2) befestigte Leiterplatte (1) das für die Drehbewegung zwischen Rotor (2.2) und Stator (2.3) erforderliche Drehmoment eingeleitet wird, und
mehrere Anschlussdrähte (2.1) zur Stromübertragung nach einem geometrisch...
– eine Schleifringeinheit (2) mit
einem Rotor (2.2) mit Anschlussdrähten (2.1),
einem Stator (2.3), welcher eine im Wesentlichen hohlzylindrische Form aufweist, wobei
das äußere Teil der Schleifringeinheit (2) als Stator (2.3) und das innere als Rotor (2.2) dient, und
– eine Leiterplatte (1) mit
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Enden mehrerer Leiterbahnen (1.3) im Bereich der Verbindungsstellen (1.1) in elektrischem Kontakt zu Anschlussdrähten (2.1) des Rotors (2.2) stehen, und die den Verbindungsstellen (1.1) gegenüber liegenden Leiterbahnenden (1.5) mit einem Steckverbinder, zur Anbindung an ein Flachkabel, elektrisch kontaktiert sind, wobei
von mindestens einem Mitnehmerstift (7.1) über die am Rotor (2.2) befestigte Leiterplatte (1) das für die Drehbewegung zwischen Rotor (2.2) und Stator (2.3) erforderliche Drehmoment eingeleitet wird, und
mehrere Anschlussdrähte (2.1) zur Stromübertragung nach einem geometrisch...
Description
- Die Erfindung betrifft eine Schleifringeinheit mit einer daran angeschlossenen Leiterplatte gemäß dem Anspruch 1 und fernbedientes Kamerasystem gemäß dem Anspruch 5.
- Schleifringe werden in vielen technischen Gebieten eingesetzt, um elektrische Signale oder elektrische Leistung von einer ortsfesten auf eine sich drehende elektrische Einheit zu übertragen. Beispielsweise werden Schleifringe für den Betrieb von fernbedienten Kameras verwendet. In diesem Anwendungsfall müssen elektrische Signale von der schwenkbaren Kamera zur Auswerteelektronik übertragen werden und darüber hinaus auch noch elektrische Leistung und Signale zum Betrieb von Antrieben, etwa für eine Zoomverstellung oder einem elektrischen Schwenkantrieb. Ebenso werden Schleifringe auch im Zusammenhang mit anderen elektrischen Einrichtungen beispielsweise drehbare Scheinwerfer, Lasereinrichtungen oder Roboterbauteile verwendet.
- In der Patenschrift
US 3042998 ist eine Schleifringbauweise gezeigt, bei der die Drähte des Schleifringrotors in Nuten geführt sind, welche sich in Axialrichtung erstrecken und deren Abstände in Umfangsrichtung ein gleichmäßiges Teilungsmaß aufweisen. Durch diese Führung ragen die Anschlussenden der Drähte geordnet und mit gleichmäßigen Versatz entlang des Rotorumfanges aus dem Schleifring heraus. Auf die Verwendung einer Leiterplatte wird in dieser Schrift nicht eingegangen. - Die Schrift
US 5231374 offenbart eine Schleifringanordnung, bei der im Gehäuse der eigentlichen Schleifringeinheit eine Leiterplatte untergebracht ist. Diese Leiterplatte dient im Wesentlichen zur Signalverstärkung innerhalb der Schleifringeinheit. Die interne Leiterplatte kann in dieser Patentveröffentlichung kein Drehmoment übertragen, weil dort für diese Funktion ein entsprechendes Gehäuse vorgesehen ist. Darüber hinaus ist in dieser Patentveröffentlichung keine geordnete Führung, im Sinne einer funktionsbezogenen örtlichen Zuordnung, der Anschlussdrähte zur Leiterplatte gezeigt. - In der
US 4870311 wird ein drahtloser Schleifring offenbart, bei dem statt der Drähte in der Schleifringeinheit Leiterbahnen auf Leiterplatten verwendet werden. Die Leiterplatten, welche in dieser Schrift allesamt innerhalb der Schleifringeinheit sind, werden an flexible Kabel angeschlossen, welche die Verbindung zu externen Geräten gewährleisten. Es ist ein Flansch vorgesehen, welcher an dem rotierendem Körper befestigt wird und zur entsprechenden Drehmomenteinleitung dient. - Die bekannten Vorrichtungen weisen den Nachteil auf, dass das für die Relativbewegung zwischen dem Rotor und dem Stator erforderliche Drehmoment über ein separates mechanisches Mittel aufgebracht wird, welches zusätzlich zur bereits vorhandenen Leiterplatte vorgesehen werden muss. Gerade bei den Schleifringeinheiten, die in großen Stückzahlen hergestellt werden, ist es notwendig eine materialsparende Konstruktion zu erreichen die überdies möglichst wenig Bauteile erfordert.
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schleifringeinheit mit einer Leiterplatte zu ermöglichen bzw. ein Kamerasystem zu schaffen, welches sich durch eine einfache und kostengünstige Bauweise auszeichnet.
- Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 oder gemäß dem Anspruch 5 gelöst.
- Vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung beziehungsweise des erfindungsgemäßen Kamerasystems ergeben sich aus den Maßnahmen in den von Anspruch 1 abhängigen Ansprüchen, beziehungsweise den von Anspruch 5 abhängigen Ansprüchen.
- Unter einer Schleifringeinheit ist eine Vorrichtung zu verstehen, die aus einem Rotor und einem Stator besteht und Anschlussdrähte aufweist, die innerhalb des Schleifringes im Wesentlichen in axialer Richtung geführt werden und jeweils in elektrischem Kontakt zu stator- und rotorseitigen Schleifkontakten stehen. Die Anschlussdrähte können entweder als massive Kabel oder als Litzen, die aus mehreren verdrehten Einzeldrähten bestehen ausgeführt sein. Üblicherweise sind die Anschlussdrähte von einer Isolierschicht umgeben, die im Bereich der Anschlussdrahtenden häufig entfernt wird. Als weitere Bestandteile der Schleifringeinheit sind die oben genannten Schleifkontakte (etwa Ringe und dazu passende angefederte Drahtstücke) zu nennen, welche im Betrieb des Schleifringes in Gleitkontakt stehen und den elektrischen Strom übertragen. Insbesondere sind im folgenden Schleifringeinheiten gemeint, bei denen der Rotor und Stator eine im Wesentlichen zylindrische beziehungsweise hohlzylindrische Form aufweisen.
- Im folgenden sind unter der Bezeichnung elektrischer Strom sowohl elektrische Signale, als auch elektrischer Strom zur Übertragung von Leistung beziehungsweise Energie zu verstehen.
- Der mit der Erfindung erzielte Vorteil besteht darin, dass durch die neue Vorrichtung die Anzahl der Bauteile für eine Schleifringeinheit mit einer Leiterplatte reduziert wird. Auf diese Weise wird die gesamte Konstruktion wesentlich vereinfacht und eine materialsparendere Bauweise dieser Vorrichtung ermöglicht, wodurch letztlich auch eine kostengünstige technische Lösung erzielt wird. Andererseits ist der Aufwand für die Montage beziehungsweise für den Zusammenbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung vergleichsweise gering. Darüber hinaus wird durch die erfindungsgemäße Anordnung eine überaus kleine Bautiefe der Schleifringeinheit mit dem dazugehörigen mechanischen Anschluss erreicht.
- Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, dass die Leiterplatte nicht nur die elektrischen Ströme, sondern auch das Drehmoment überträgt, welches für die Relativbewegung zwischen Rotor und Stator aufgebracht werden muss.
- Darüber hinaus sind mit Vorteil die Anschlussdrähte, welche aus der Schleifringeinheit geführt werden so geordnet, dass deren Funktion mit der jeweili gen Anschlussdrahtposition korreliert, so dass eine Leiterplatte mit entsprechendem Anschlussmuster einfach und sicher richtig an die Schleifringeinheit angeschlossen werden kann. Dadurch kann der Verbindungsprozess zwischen den Anschlussdrähten und der Leiterplatte voll- oder teilautomatisch durchgeführt werden.
- Ein mögliches Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert.
- Es zeigt:
-
1 eine Explosionszeichnung einer Schleifringeinheit mit einer Leiterplatte und einer ortfesten Platine als Bestandteil einer Schwenkvorrichtung einer fernbedienten Kamera; -
2 eine Draufsicht auf eine Schleifringeinheit mit einer Leiterplatte; -
3 eine Explosionszeichnung einer Schleifringeinheit mit einer Leiterplatte und einer ortfesten Platine. - In der
1 ist eine Explosionszeichnung gezeigt, aus welcher die Anwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung für den Betrieb einer fernbedienten Kamera4 deutlich wird. Der Übersichtlichkeit halber wurde in dieser Figur auf die Darstellung der Kabelverbindungen verzichtet. Ebenso ist in dieser Figur die Fernbedienung beziehungsweise Fernsteuerung des Kippantriebes5 und des Schwenkantriebes6 sowie der Kamera4 nicht dargestellt. - Auf einer ortsfesten Platine
3 sind im wesentlichen zwei elektronische Funktionsgruppen untergebracht, die für den ordnungsgemäßen Betrieb einer fernbedienten Kamera4 benötigt werden (Die Funktionsgruppen sind in den Figuren nicht näher dargestellt). Die erste Funktionsgruppe umfasst elektronische Bausteile, die für die Ansteuerung des Kippantriebes5 und für die Zoomverstellung der Kamera4 bestimmt sind. Die andere Funktionsgruppe nimmt die elektronischen Signale auf, welche die optische Informa tion aus der Kamera4 enthalten, und bereitet diese zu einem herkömmlichen Videosignalformat auf. - Die elektrischen Ströme für den Betrieb der fernbedienten Kamera
4 , werden über eine Buchse3.1 auf der ortsfesten Platine3 geleitet. Die Schleifringeinheit2 weist einen zweireihigen Stecker2.4 auf, der in die Buchse3.1 gesteckt wird. Die Steckverbindung zwischen dem Stecker2.4 und der Buchse3.1 ist so stabil ausgeführt, dass diese auch als Drehmomentstütze im Betrieb der Schleifringeinheit2 dient. Darüber hinaus sind durch die mechanische Stabilität der Steckverbindung ansonsten keine weiteren mechanischen Bauteile zur Befestigung oder Sicherung der Schleifringeinheit2 an der ortfesten Platine3 notwendig. Durch die Verwendung der Steckverbindung ist auch eine leichte Demontage der Schleifringeinheit2 von der ortsfesten Platine3 möglich. Zu diesem Zweck ist auch die Innenseite eines Schwenklagers7.2 so ausgeführt, dass der Stator2.3 durch einfaches Einstecken in das Schwenklager7.2 fixiert ist. - Vom Stecker
2.4 ausgehend, verlaufen im Inneren des Stators2.3 der Schleifringeinheit2 Leitungsdrähte zu Schleifkontakten. Über diese Schleifkontakte innerhalb der Schleifringeinheit2 wird ein elektrischer Stromfluss zum Rotor2.2 ermöglicht. Die rotorseitigen Schleifkontakte sind mit Anschlussdrähten2.1 in elektrischem Kontakt. Die Anschlussdrähte2.1 werden im Inneren der Schleifringeinheit2 achsparallel zum Rotor2.2 nach außen geführt. Dabei ist der Rotor2.2 durch Nuten2.5 (in3 ) in axialer Richtung derart gestaltet, dass die Anschlussdrähte2.1 geordnet entsprechend ihrer Funktion, beziehungsweise entsprechend dem zu übertragenden Strom nach einem vorgegebenen Muster angeordnet sind. Das heisst, dass bei einer fertig montierten Schleifringeinheit2 jedem Anschlussdraht2.1 , gemäß seiner Funktion, eine bestimmte Position am Umfang des Rotors2.2 zugeordnet ist. Für die Gestaltung des Rotors2.2 sei an dieser Stelle auch auf den Offenbarungsgehalt derUS 3042998 hingewiesen, insbesondere auf die1 in derUS 3042998 . - Die Anschlussdrähte
2.1 werden mit Hilfe einer Durchsteckkontaktierung mit Verbindungsstellen1.1 (siehe2 ) einer Leiterplatte1 verlötet. Die Ver bindungsstellen1.1 der Leiterplatte1 stellen das Gegenstück zu der oben genannten Anordnung der Anschlussdrähte2.1 dar. Die Verbindungsstellen1.1 weisen demnach das gleiche Muster, also die gleiche geometrische Anordnung, wie die Enden der Anschlussdrähte2.1 auf. Der Zusammenbau der Leiterplatte1 mit der Schleifringeinheit2 wird im ersten Schritt nur durch Zusammenstecken der Leiterplatte1 mit den Anschlussdrähten2.1 vorgenommen und zwar derart, dass die Anschlussdrähte2.1 durch die Löcher der Verbindungsstellen1.1 geführt werden. Es muss also in diesem Stadium der Montage keine Sortierung der Anschlussdrähte2.1 für eine entsprechende Zuordnung zur jeweiligen Verbindungsstelle1.1 vorgenommen werden. Dadurch ergibt sich eine nicht unerhebliche Zeitersparnis bei der Montage und gleichzeitig werden Fehler durch eine falsche Zuordnung praktisch ausgeschlossen. - Im Anschluss an das Aufstecken der Leiterplatte
1 auf die Enden der Anschlussdrähte2.1 wird eine Verlötung der Anschlussdrähte2.1 mit den Verbindungsstellen1.1 gemäß den üblichen Techniken zur Herstellung von Durchsteckkontaktierungen vorgenommen. - Alternativ hierzu können auch die Enden der Anschlussdrähte
2.1 mit den Verbindungsstellen1.1 an der Oberfläche der Leiterplatte1 nach einem SMD-Kontaktierungsvertahren verlötet werden. - Nach erfolgter Verlötung der Anschlussdrähte
2.1 mit den Verbindungsstellen1.1 der Leiterplatte1 wird im Bereich der Lötverbindung eine Epoxydharzmasse aufgebracht, die nach kurzer Zeit aushärtet und dann der gesamten Verbindung zwischen Rotor2.2 und Leiterplatte1 eine höhere Festigkeit verleiht. Sofern die Verlötung selbst eine ausreichende Kraftübertragung und Dauerfestigkeit für den jeweiligen Einsatzfall gewährleistet, kann zur Vereinfachung des Montageprozesses und zur Kostenreduzierung auf den Epoxydharzverguss verzichtet werden. - Die Leiterplatte
1 umfasst neben den bereits erwähnten Verbindungsstellen1.1 zum Rotor ein Trägersubstrat1.2 und Leiterbahnen1.3 (siehe2 und3 ). Der Werkstoff aus welchem das Trägersubstrat1.2 hergestellt ist, ist ein glasfaserverstärktes Epoxydharz mit der Typenbezeichnung FR4 und ist somit vergleichsweise biegesteif. Die Leiterbahnen1.3 bestehen aus Kupfer, welches mit einer Schichtdicke von etwa 35 μm auf das Trägersubstrat1.2 aufgetragen wurde. Die den Verbindungsstellen1.1 gegenüber liegenden Leiterbahnenden1.5 werden an einen sogenannten FFC-Stecker (FFC bedeutet Flexible Flat Cable) angelötet. Das entsprechende Flachkabel bildet dann eine Verbindung zwischen Leiterplatte1 und der Kamera4 . Die anderen Leiterbahnenden1.6 werden mit dem Kippantrieb5 elektrisch verbunden. - Mit der oben beschriebenen Anordnung kann also elektrischer Strom von der ortsfesten Platine
3 auf die rotierende Leiterplatte1 übertragen werden, welche in diesem Beispiel mit der drehbaren elektronischen Kamera4 in Kontakt ist. Dabei werden über die verschiedenen Leiterbahnen1.3 sowohl Bildsignale als auch elektrische Leistung für den Kippantrieb5 der Kamera4 übertragen. - Die Schwenkbewegung der Schwenkplattform
7 und damit auch der Kamera4 wird durch einen Schwenkantrieb6 hervorgerufen. Auf der Schwenkplattform7 ist der Kippantrieb5 befestigt. Am Gehäuse des Kippantriebes5 ist eine abtriebsseitige Riemenscheibe4.1 drehbar gelagert, die über eine Halterung4.2 drehfest mit der Kamera4 verbunden ist. Entsprechend ist an der Welle des Kippantriebes5 eine Antriebsriemenscheibe5.1 vorgesehen. Der Riemen für das oben genannte Riemengetriebe ist der Übersichtlichkeit halber in der1 nicht dargestellt. Darüber hinaus befinden sich auf der Schwenkplattform7 zwei Mitnehmerstifte7.1 . Diese Mitnehmerstifte7.1 leiten das für die Relativbewegung zwischen Rotor2.2 und Stator2.3 erforderliche Drehmoment in die Schleifringeinheit2 ein. Dieses Drehmoment entsteht durch die unvermeidlichen Reibungseffekte innerhalb der Schleifringeinheit2 , insbesondere zwischen Rotor2.2 und Stator2.3 . Die Mitnehmerstifte7.1 sollen das Drehmoment bei einem Wechsel der Schwenkrichtung möglichst spielarm in die Leiterplatte1 einleiten. Aus diesem Grund sind diese Mitnehmerstifte7.1 aus einem Elastomermaterial hergestellt, so dass die Leiterplatte1 unter elastischer Verformung der beiden Mitnehmerstifte7.1 eingebaut ist und beide Mitnehmerstifte7.1 vorgespannt in Kontakt zur Leiterplatte1 sind. - Alternativ hierzu kann natürlich auch eine andere Ausführung für eine Anfederung zur Gewährleistung einer spielfreien Ankoppelung, etwa die Verwendung von einer oder mehreren Blattfedern herangezogen werden.
- Die oben beschriebene Drehmomenteinleitung erlaubt eine Relativbewegung zwischen der Leiterplatte
1 und der Mitnehmerstifte7.1 in radialer Richtung. Auf diese Weise können fertigungsbedingte Exzentrizitäten zwischen der Schwenkplattform7 und der Schleifringeinheit2 ausgeglichen werden. - In der
2 ist eine Draufsicht auf die Leiterplatte1 und die Schleifringeinheit2 gezeigt. Auf die Darstellung der ortsfesten Platine3 wurde in der2 verzichtet. In dieser Figur ist zu sehen, wie die Enden der Anschlussdrähte2.1 auf dem Umfang eines gedachten Kreises angeordnet sind. Dazu entsprechend sind die Verbindungsstellen1.1 auf der Leiterplatte1 positioniert. Dadurch, dass die Enden der Anschlussdrähte2.1 nicht über den ganzen Umfang aufgereiht sind, sondern nur in einem Bereich von etwa 270°, ist ausgeschlossen, dass die Leiterplatte1 mit den oben liegenden Leiterbahnen1.3 falsch auf die Anschlussdrähte2.1 aufgesteckt werden kann. - Für den Fall, dass die Leiterplatte
1 mit einem SMD-Kontaktierungsverfahren mit der Schleifringeinheit2 verbunden wird, werden Stifte oder Führungen vorgesehen, die ein passgenaues Aufsetzten der Leiterplatte1 auf die Enden der Anschlussdrähte2.1 ohne langwierige Justiermaßnahmen gewährleisten. - Alternativ zur Anbindung der Leiterplatte
1 mit der Schleifringeinheit2 mittels einer Lötverbindung mit optionalem Epoxydharzverguss kann durch den Rotor2.2 selbst auch eine Kraft- oder Formschlussverbindung zwischen Rotor2.2 und Leiterplatte1 erreicht werden. Insbesondere für eine Formschlussverbindung sollte dabei der Kunststoffkörper des Rotors2.2 so gestaltet sein, dass dessen Ende (wie die Anschlussdrähte2.1 auch) aus der Schleifringeinheit2 herausragt und mit einer geeignet geformten Perforierung1.4 der Leiterplatte1 eine formschlüssige Verbindung mit dem Kunststoffkörper des Rotors2.2 bildet. Für diese Variante sollte die Perforierung1.4 , abweichend von den Figuren, keine Kreisform aufweisen, so dass durch einen entsprechend dazu passenden Querschnitt des Kunststoffkörpers des Rotors2.2 eine drehfeste Verbindung zwischen Rotor2.2 und Stator2.3 hergestellt wird. Bevorzugt wird diese Verbindung derart ausgeführt, dass bei Beachtung der Oberseite der Leiterplatte1 kein falsches Einsetzten der Leiterplatte1 auf den Rotor2.2 möglich ist. Geeignete Verbindungselemente für diesen Zweck können Passfeder- oder Schlitzverbindungen sein, die möglichst ohne Spiel ausgeführt sind. Auf den oben genannte Vergussprozess mit Epoxydharz kann gegebenenfalls verzichtet werden, wenn eine geeignete form- oder reibschlüssige Drehmomentübertragung gewährleistet ist. - Das eingeleitete Drehmoment wird bestimmt aus dem Produkt von der Summe der angreifenden Kräfte und dem Hebelarm H. Die bezüglich der Drehbewegung tangential gerichteten Kräfte werden von den Mitnehmerstiften
7.1 eingeleitet. Der Hebelarm H ist folglich gleich dem Abstand zwischen dem Krafteinleitungspunkt, also den Berührpunkten der Mitnehmerstifte7.1 mit der Leiterplatte1 und dem Drehpunkt, entsprechend der Achse das Rotors2.2 in2 . - Die Leiterbahnen
1.3 werden von den Verbindungsstellen1.1 beginnend zunächst in radialer Richtung geführt, so dass deren Mindestabstand zueinander nicht unterschritten wird. - Es ist selbstverständlich, dass auf der Leiterplatte
1 nicht zwingend nur Leiterbahnen1.3 angeordnet sein müssen. Vielmehr kann die Leiterplatte1 auch mit elektronischen Bauteilen bestückt werden, so dass auf diese Weise die Fläche der Leiterplatte1 gut ausgenutzt werden kann, was zu einer weiteren Verkleinerung des gesamten Systems in dem die Schleifringeinheit2 integriert ist, beiträgt. - In der
3 sind eine Leiterplatte1 , eine dazugehörige Schleifringeinheit2 und eine ortsfeste Platine3 in der vorgesehenen relativen Lage zueinander Hilfe einer Explosionszeichnungsdarstellung gezeigt. Zur Verdeutlichung der Führung der Anschlussdrähte2.1 ist in der Darstellung die Schleifringanordnung2 ein Ausbruch eingezeichnet. Demnach befinden sich die Anschluss drähte2.1 in Nuten2.5 , welche in der Mantelfläche des Kunststoffkörpers des Rotors2.2 achsparallel zur Schleifringanordnung2 beziehungsweise zum Rotor2.2 verlaufen. Wie bereits oben erwähnt, kann in diesem Zusammenhang auf den Offenbarungsgehalt derUS 3042998 verwiesen werden.
Claims (9)
- Vorrichtung zum Übertragen von elektrischen Strömen, zu oder von einer fernbedienten Kamera (
4 ), umfassend – eine Schleifringeinheit (2 ) mit einem Rotor (2.2 ) mit Anschlussdrähten (2.1 ), einem Stator (2.3 ), welcher eine im Wesentlichen hohlzylindrische Form aufweist, wobei das äußere Teil der Schleifringeinheit (2 ) als Stator (2.3 ) und das innere als Rotor (2.2 ) dient, und – eine Leiterplatte (1 ) mit Verbindungsstellen (1.1 ) und Leiterbahnen (1.3 ), wobei Enden mehrerer Leiterbahnen (1.3 ) im Bereich der Verbindungsstellen (1.1 ) in elektrischem Kontakt zu Anschlussdrähten (2.1 ) des Rotors (2.2 ) stehen, und die den Verbindungsstellen (1.1 ) gegenüber liegenden Leiterbahnenden (1.5 ) mit einem Steckverbinder, zur Anbindung an ein Flachkabel, elektrisch kontaktiert sind, wobei von mindestens einem Mitnehmerstift (7.1 ) über die am Rotor (2.2 ) befestigte Leiterplatte (1 ) das für die Drehbewegung zwischen Rotor (2.2 ) und Stator (2.3 ) erforderliche Drehmoment eingeleitet wird, und mehrere Anschlussdrähte (2.1 ) zur Stromübertragung nach einem geometrisch vorgegebenen Muster aus dem Rotor (2.2 ) herausgeführt sind, und die Verbindungsstellen (1.1 ) zu den Anschlussdrähten (2.1 ) auf der Leiterplatte (1 ) nach dem gleichen Muster wie die Enden der Anschlussdrähte (2.1 ) angeordnet sind, und das geometrisch vorgegebene Muster der Anschlussdrähte (2.1 ) so gestaltet ist, dass die Leiterplatte (1 ) nur in einer gewünschten Position aufgesetzt werden kann. - Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei eine oder mehrere Leiterbahnen (
1.3 ) der Leiterplatte (1 ) ausgehend von den Verbindungsstellen (1.1 ) zumindest auf einem Teilstück radial von der Drehachse der Schleifringeinheit (2 ) weg nach außen gerichtet sind. - Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Anschlussdrähte (
2.1 ) im Inneren der Schleifringeinheit (2 ) achsparallel zum Rotor (2.2 ) nach außen geführt sind. - Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Anschlussdrähte (
2.1 ) mit Hilfe von Durchsteckkontaktierungen mit den Verbindungsstellen (1.1 ) der Leiterplatte (1 ) in elektrischem Kontakt stehen. - Fernbedientes Kamerasystem, umfassend – eine Kamera (
4 ), – eine ortsfeste Platine (3 ) mit einem ersten Steckverbinderelement (3.1 ), – eine Schwenkplattform (7 ) mit mindestens einem Mitnehmerstift (7.1 ), – eine Schleifringeinheit (2 ), welche umfasst: einen Rotor (2.2 ) mit Anschlussdrähten (2.1 ), die innerhalb der Schleifringeinheit geführt sind, und nach einem vorgegeben Muster aus dem Rotor (2.2 ) herausgeführt sind, einen Stator (2.3 ), welcher eine im Wesentlichen hohlzylindrische Form aufweist, und ein zweites Steckerverbinderelement (2.4 ) aufweist, das in das erste Steckverbinderelement (3.1 ) steckbar ist, und – eine Leiterplatte (1 ), mit Verbindungsstellen (1.1 ) und Leiterbahnen (1.3 ), wobei Enden mehrerer Leiterbahnen (1.3 ) im Bereich der Verbindungsstellen (1.1 ) in elektrischem Kontakt zu Anschlussdrähten (2.1 ) des Rotors (2.2 ) stehen, und die den Verbindungsstellen (1.1 ) gegenüber liegenden Leiterbahnenden (1.5 ) mit einem Steckverbinder, zur Anbindung an ein Flachkabel, elektrisch kontaktiert sind, wobei eine oder mehrere Leiterbahnen (1.3 ) der Leiterplatte (1 ) ausgehend von den Verbindungsstellen (1.1 ) zumindest auf einem Teilstück radial von der Drehachse der Schleifringeinheit (2 ) weg nach außen gerichtet sind, wobei von dem mindestens einem Mitnehmerstift (7.1 ) über die am Rotor (2.2 ) befestigte Leiterplatte (1 ) das für die Drehbewegung zwischen Rotor (2.2 ) und Stator (2.3 ) erforderliche Drehmoment eingeleitet wird, und das geometrisch vorgegebene Muster der Anschlussdrähte (2.1 ) so gestaltet ist, dass die Leiterplatte (1 ) nur in einer gewünschten Position aufgesetzt werden kann. - Fernbedientes Kamerasystem nach dem Anspruch 5, wobei das äußere Teil der Schleifringeinheit (
2 ) als Stator (2.3 ) und das innere als Rotor (2.2 ) dient. - Fernbedientes Kamerasystem nach dem Anspruch 5 oder 6, wobei die Anschlussdrähte (
2.1 ) im Inneren der Schleifringeinheit (2 ) achsparallel zum Rotor (2.2 ) nach außen geführt sind. - Fernbedientes Kamerasystem nach dem Anspruch 5, 6 oder 7, wobei das erste Steckverbinderelement (
3.1 ) als eine Buchse und das zweite Steckerverbinderelement (2.4 ) als ein Stecker ausgestaltet ist. - Fernbedientes Kamerasystem nach einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei die Anschlussdrähte (
2.1 ) mit Hilfe von Durchsteckkontaktierungen mit den Verbindungsstellen (1.1 ) der Leiterplatte (1 ) in elektrischem Kontakt stehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20122112U DE20122112U1 (de) | 2001-03-15 | 2001-03-15 | Schleifringeinheit mit einer Leiterplatte |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10112895A DE10112895B4 (de) | 2001-03-15 | 2001-03-15 | Schleifringeinheit mit einer Leiterplatte |
| DE20122112U DE20122112U1 (de) | 2001-03-15 | 2001-03-15 | Schleifringeinheit mit einer Leiterplatte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20122112U1 true DE20122112U1 (de) | 2004-05-19 |
Family
ID=32394965
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20122112U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US10016556B2 (en) | 2013-04-29 | 2018-07-10 | Smiths Medical Asd, Inc. | Rotatable electrical connectors |
-
2001
- 2001-03-15 DE DE20122112U patent/DE20122112U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US10016556B2 (en) | 2013-04-29 | 2018-07-10 | Smiths Medical Asd, Inc. | Rotatable electrical connectors |
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