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DE20122457U1 - Vorrichtung zur Verhütung von Wasserstein in wasserführenden Systemen - Google Patents

Vorrichtung zur Verhütung von Wasserstein in wasserführenden Systemen Download PDF

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DE20122457U1
DE20122457U1 DE20122457U DE20122457U DE20122457U1 DE 20122457 U1 DE20122457 U1 DE 20122457U1 DE 20122457 U DE20122457 U DE 20122457U DE 20122457 U DE20122457 U DE 20122457U DE 20122457 U1 DE20122457 U1 DE 20122457U1
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electrodes
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Abstract

Vorrichtung zur Verhütung von Wassersteinbildung in Systemen, die calziumcarbonathaltiges Wasser führen, gekennzeichnet durch wenigstens eine in einem vom Wasser durchströmten Gehäuse (2, 3) angeordnete Elektrodenanordnung, die an eine Spannungsquelle (18) derart angeschlossen ist, daß an wenigstens einer Kathode dieser Anordnung ein alkalisches Milieu im Wasser erzeugt und hierdurch durch spontane Kristallisation von Kalk Nanokristalle erzeugt werden, die dann als Impfkristalle im Wasser für die Bindung des gesamten, im Übersättigungszustand befindlichen Kalks zur Verfügung stehen.

Description

  • Die Neuerung bezieht sich auf eine Vorrichtung gemäß Oberbegriff Schutzanspruch 1.
  • Bekannt sind Vorrichtungen zur Verhütung der Bildung von Wasserstein, d. h. Kalkschutzgeräte in Form von Enthärtungsanlagen, die auf Ionenaustausch- oder Umkehrosmose basieren.
  • Weiterhin sind Dosieranlagen bekannt, mit denen dem Wasser kristallisationsinhibierende chemische Stoffe beigemischt werden. Nachteil dieser Vorrichtungen bzw. Verfahren ist aber, daß sie das Wasser nachhaltig chemisch verändern, unter anderem bei mangelhafter Sorgfalt während des Betriebes Folgeprobleme, beispielsweise in Form von Korrosion, Verkeimung und anderen, die Güte bzw. die Verwendung des Wassers beeinträchtigenden Faktoren auftreten können. Im Falle von Trinkwasser besteht darüber hinaus die Gefahr gesundheitlicher Schäden. Weitere Nachteile sind der permanente Einsatz von Chemikalien bei der Dosierung des Wassers oder zur Regeneration der Anlagen sowie der teilweise hohe technische Aufwand, der zum Beispiel bei Umkehr-Osmoseanlagen besteht. Ingesamt wirken sich diese bekannten Vorrichtungen und Verfahren auch nachteilig auf die Umwelt und die schützenswerten Wasserressourcen aus.
  • Bekannt sind auch Elektrolyseanlagen, die mit Hilfe von internen Elektroden Wasser bzw. wässerige Lösungen von Salzen zersetzen. Diese Anlagen werden allerdings weniger in der Wasseraufbereitung und Wasserbehandlung , sondern bevorzugt in der chemischen Industrie eingesetzt, beispielsweise als Verfahren zur Chlor-Alkali-Elektrolyse von Kochsalzlösungen zur Gewinnung von Natronlauge und Chlor. Die Produktion von Chlor in salzhaltigem Wasser wird auch bei der elektrolytischen Desinfektion von Wasser, z. B. bei Schwimmbädern, ausgenutzt.
  • Bekannt ist weiterhin auch, daß kalkhaltiges Wasser zur Bildung von Wassersteinablagerungen an Wandungen von wasserführenden Leitungen usw. führt und diese Kalksteinablagerungen erhebliche Schäden an wasserführenden Einrichtungen verursachen, deren Gebrauch beeinträchtigen oder sogar zu deren Zerstörung führen.
  • Aufgabe der Neuerung ist es, eine Vorrichtung aufzuzeigen, mit dem bzw. mit der in einfacher Weise eine Verhütung von Wasserstein in wasserführenden Systemen erreicht wird, und zwar ohne den Einsatz von chemischen Mitteln.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Vorrichtung entsprechend dem Schutzanspruch 1 ausgebildet.
  • Der wesentliche Vorteil der Neuerung gegenüber dem Stand der Technik besteht darin, daß eine wirksame Verhinderung von Wassersteinablagerungen ohne signifikante chemische Veränderung des Wassers und ohne Einsatz von Chemikalien möglich ist.
  • Der Neuerung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß sich der in kalkhaltigem Wasser enthaltene Kalk bevorzugt nur aus dem chemisch gelösten, ionischen Zustand an Fremdkörperoberflächen anlagert und dann die harten, schwer entfernbaren Ablagerungen bzw. Inkrustungen bildet. Dabei kann sich Kalk nach den Regeln der Thermodynamik aber nur solange ausscheiden, solange er sich im sogenannten übersättigten Zustand befindet. Dies bedeutet, daß sich niemals die gesamte, im Wasser vorhandene Kalkmenge, sondern immer nur der übersättigte Anteil ausscheidet. Aufgrund der kinetischen Hemmung fällt aber Kalk in niedrig übersättigtem Zustand nicht spontan im Wasservolumen aus, sondern lagert sich (energetisch begünstigt) bevorzugt an Fremdkörperoberflächen an, was dann die vorstehend genannten Wassersteinablagerungen, harten schwer entfernbaren Ablagerungen bzw. Inkrustungen mit den genannten Nachteilen bedingt.
  • Bei der Neuerung werden nun im calziumcarbonathaltigen Wasser durch temporäre und lokale Änderungen des PH-Wertes auf elektrolytischem Wege Calziumcarbonat-Nanokristalle erzeugt, und zwar dadurch, daß bei der Elektrolyse im Bereich der wenigstens einen als Kathode geschalteten oder wirkenden Elektrode der Elektrodenanordnung ein alkalisches Milieu im calziumkarbonathaltigen Wasser geschaffen wird und dieses Milieu die spontale Kristallisation von Kalk zur Bildung der Nanokristalle bewirkt. Diese stehen dann im Wasser als Impfkristalle für die Bindung des gesamten, im Übersättigungszustand befindlichen Kalks zur Verfügung, wobei die in Folge der weiteren Kristallisation an den Impfkristallen gebildeten Kalkkristalle über lange Zeit im Wasser schwebfähig sind und insbesondere auch oberflächlich keine ausreichenden Bindungskräfte untereinander und/oder zu Fremdoberflächen haben, so daß harte Abscheidungen oder Ablagerungen, die zu Störungen im Wasser führenden Systemen führen könnten, nicht auftreten, wohl aber dem Wasser der gelöste, überschüssige Kalk entzogen wird.
  • Die Neuerung wird im Folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 in vereinfachter Darstellung einen Schnitt durch eine Vorrichtung gemäß der Neuerung;
  • 2 in vereinfachter Darstellung einen Schnitt entsprechend der Linie I-I der 1;
  • 3 in vergrößerter Darstellung einen Teilschnitt durch die rohrförmige Elektrodenanordnung der Vorrichtung der 1;
  • 4 in vereinfachter Darstellung eine Elektrodeneinheit bei einer weiteren möglichen Ausführungsform der Neuerung.
  • Die in den Figuren allgemein mit 1 bezeichnete Vorrichtung zur Verhütung von Wasserstein in wasserführenden Systemen besitzt ein Gehäuse, welches ähnlich den bekannten Gehäusen von Hauswasserfiltern ausgebildet ist, d. h., das Gehäuse besteht im wesentlichen aus einem oberen Gehäuseteil 2 und einem unteren, als langgestreckte, geschlossene Kappe ausgebildeten Gehäuseteil 3, weiches mit seiner offenen Seite über eine Verschraubung 4 an dem unteren, offenen Ende des Gehäuseteils 2 dicht befestigt werden kann. Das Gehäuseteil 2 besitzt einen Anschluß 5, der den Wassereinlaß bildet, sowie einen Anschluß 6, der den Wasserauslaß bildet. Das untere Gehäuseteil 3, aber auch das obere Gehäuseteil 2 (im Anschlußbereich mit dem Gehäuse Teil 3) sind kreiszylinderförmig ausgebildet, und zwar konzentrisch zu einer Mittelachse M, die senkrecht zu den Achsen der Anschlüsse 5 und 6 liegt. Die Anschlüsse 5 und 6 sind achsgleich angeordnet.
  • Im Gehäuseteil 2 ist weiterhin eine von einem rohrförmigen Abschnitt gebildete Wasserführung 7 derart vorgesehen, daß diese Wasserführung oder dieser Kanal 7 einerseits den Anschluß 6 bildet, andererseits aber im Inneren des Gehäuses einen internen Anschluß 8 mit einer Öffnung, die mit ihrer Achse achsgleich mit der Mittelachse M angeordnet ist und in einer Ebene senkrecht zu dieser Mittelachse liegt.
  • Im Bereich des Anschlusses 8 ist ein Durchflußsensor 9 vorgesehen, der bei der dargestellten Ausführungsform aus einem in der Wasserführung 7 angeordneten und zugleich auch als Rückschlagventil dienenden Sensorelement 10 und aus einer äußeren Spule 11 besteht, deren Induktivität sich in Abhängigkeit von der Lage des Sensorkörpers 10 verändert und die damit ein von der Durchführungsmenge abhängiges Sensorsignal ermöglicht. Die Position des Sensorkörpers 10 ist abhängig von der die Wasserführung 7 durchströmenden Wassermenge.
  • Unterhalb des Sensorkörpers 10 bzw. des Durchflußmessers 9 ist am Anschluß 8 eine rohrförmige oder hohlzylinderförmige Elektrodeneinheit 12 mit ihrem einen offenen Ende angeschlossen. Das andere Ende der Elektrodeneinheit 12 stützt sich gegen die Innenseite des Bodens des Gehäuseteils 3 ab und ist dort abgedichtet.
  • Zwischen der Außenfläche der Elektrodeneinheit 12 und der Innenfläche der zylinderförmigen Umfangswende der Gehäuseteile 2 und 3 ist ein Ringkanal 13 gebildet, der mit dem Anschluß 5 in Verbindung steht, so daß vom Anschluß 5 zum Anschluß 6 hin ein Wasserstrom möglich ist, und zwar durch den Ringkanal 13, durch die Wandung der Elektrodeneinheit 12 in das Innere der Elektrodeneinheit und von dort über den Kanal 7 an den Anschluß 6.
  • Die Elektrodeneinheit 12 besteht aus einem zylinderförmigen Stützkörper 14 aus einem porösen, wasserdurchlässigen, elektrisch isolierenden Werkstoff, beispielsweise aus Sinter-Kunststoff. An der Außen- und Innenfläche ist, der Stützkörper 14 jeweils mit einer elektrisch leitenden oder einer Elektrode bildenden Schicht 15 bzw. 16 versehen. Bei der dargestellten Ausführungsform bestehen diese Schichten aus einem Kohlefaservlies.
  • Der Durchflußsensor 9 ist über eine Sensorleitung 17 an eine Steuerelektronik 18 angeschlossen, die unter anderem auch zur Ansteuerung der Elektrodeneinheit 12 dient und über eine Versorgungsleitung 19 mit den Elektroden 15 und 16 verbunden ist.
  • Um ein schnelles Austauschen der Elektrodeneinheit 12 zu ermöglichen, ist der Anschluß 8 so ausgebildet, daß nach dem Ansetzen der Elektrodeneinheit 12 an diesen Anschluß zugleich auch die elektrische Verbindung zwischen den wenigstens zwei Leitern der Versorgungsleitung 19 und der jeweiligen Elektrode 15 bzw. 16 hergestellt ist.
  • Einerseits dient die Elektrodeneinheit 12 als herkömmliches Filter. Hierfür ist die Porösität des Stützkörpers 14 in geeigneter Weise gewählt. Die Elektrodeneinheit 12 dient aber insbesondere auch für eine elektrolytische Behandlung des das Gehäuse durchströmenden Wassers in der Weise, daß durch eine bei der Elektrolyse erreichte, d. h. im Bereich der als Kathode wirkenden Elektrode erreichte lokale Änderung des PH-Wertes, die kinetische Hemmung der Kristallisation der im Wasser vorhandenen Kalkmenge aufgehoben wird und es so zur Bildung sogenannter Nanokristalle im Wasservolumen kommt, die dann aufgrund ihrer großen spezifischen Oberfläche als Impfkristalle für die Bindung des gesamten, im Übersättigungszustand befindlichen Kalks zur Verfügung stehen. An diesen Nanokristallen bzw. Impfkristallen erfolgt dann die weitere Kristallisation und dabei die Abscheidung weiterer, im Wasser gelöster Kalkmengen, so daß dem Wasser soviel Kalk entzogen wird, daß sich Kalk nicht an Fremdkörperoberflächen, wie z. B. an Oberflächen wasserführender Rohre, in Boilern usw. ablagern kann. Die durch Kristallisation an den Impfkristallen entstehenden Kristalle sind über Stunden bis zu Tagen im Wasser schwebefähig und besitzen oberflächlich keine ausreichenden Bindungskräfte untereinander oder zu Oberflächen, so daß es zu keinen harten Ablagerungen an Oberflächen oder zu den Wasserfluß störenden Kalkausscheidungen kommen kann.
  • Die Steuerelektronik 18 liefert für die elektrolytische, lokale Änderung des PH-Wertes, eine Gleichspannung an die Elektroden 15 und 16 mit unterschiedlicher Polarität, beispielsweise eine Gleichspannung im Niederspannungsbereich zwischen 2 – 24 Volt. Diese Gleichspannung wird beispielsweise in Abhängigkeit von dem vom Durchflußsensor 9 ermittelten Wasser-Durchfluß gesteuert oder geschaltet, beispielsweise getaktet oder in Form von Gleichspannungsimpulsen, deren Anzahl je Zeiteinheit proportional zum Wasserdurchfluß ist. Bei fehlendem Wasserfluß wird die Spannung an den Elektroden abgeschaltet.
  • Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, die Steuerelektronik 18 so auszubilden, daß die zwischen den Elektroden 15 und 16 anliegende Spannung sich aus einem Gleichspannungsanteil und wenigstens einer überlagerten Wechselspannung und/oder überlagerten Impulsen zusammensetzt. Weiterhin besteht die Möglichkeit, daß die an den Elektroden 15 und 16 anliegende Spannung bzw. deren Polarität nach einem bestimmten Zeitprogramm geändert wird.
  • Die 4 zeigt in vereinfachter Darstellung und im Schnitt eine Elektrodeneinheit 12a, die anstelle der Elektrodeneinheit in der Vorrichtung 1 verwendet werden kann.
  • Die Elektrodeneinheit 12a besteht wiederum aus den beiden rohrartigen, konzentrisch zueinander angeordneten Elektroden 15a und 16a, die bei dieser Ausführungsform jeweils aus einem siebartigen elektrisch leitenden Material, beispielsweise aus einem Draht-Sieb aus Metall, bevorzugt aus Titan, hergestellt sind. Am oberen und am unteren Ende der Elektrodeneinheit 12a ist zwischen den Elektroden 15a und 16a ein Ring 20 aus einem elektrisch isolierenden Material, beispielsweise aus Keramik angeordnet, der die Elektroden auf Abstand hält. Um eine entkeimende Wirkung zu erzielen, sind die Elektroden 15a und 16a vorzugsweise mit einem Edelmetall-Misch-Oxid, beispielsweise mit Iridium-Oxid beschichtet.
  • Bei Verwendung der Elektrodenanordnung 12a erfolgt wiederum ein Ansteuern der Elektroden 15a und 16a mit unterschiedlicher Polarität, beispielsweise mit einer Gleichspannung unter Verwendung der Steuerelektronik 18. Auch hier kann die Gleichspannung wiederum in Abhängigkeit von dem mit dem Durchflußsensor 9 gemessenen Wasserdurchfluß gesteuert oder geschaltet werden, und zwar beispielsweise getaktet oder in Form von Gleichspannungsimpulsen, deren Anzahl je Zeiteinheit proportional zum Wasserdurchfluß ist. Bei fehlendem Wasserdurchfluß wird die Spannung an den Elektroden abgeschaltet. Weiterhin besteht auch bei Verwendung der Elektrodenanordnung 12a die Möglichkeit, der an den Elektroden anliegenden Gleichspannung eine Wechselspannung zu überlagern und/oder die Polarität der anliegenden Gleichspannung nach einem bestimmten Zeitprogramm zu ändern.
  • Unabhängig von der speziellen Elektrodeneinheit beruht die Wirkungsweise der Vorrichtung darauf, daß elektrolytisch sogenannte Impf-Kristalle (CaCO3-Kristalle) gebildet werden, an denen sich dann im Wasser vorhandener überschüssiger Kalk bevorzugt anlagern kann, so daß Kalkablagerungen an den Wänden des wasserführenden, auf die Vorrichtung folgenden wasserführenden Systems vermieden werden.
  • Die Neuerung wird voranstehend an Ausführungsbeispielen beschrieben. Es versteht sich, daß zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, ohne daß dadurch der Neuerung zugrunde liegende Erfindungsgedanke verlassen wird.
  • 1
    Vorrichtung
    2, 3
    Gehäuseteil
    4
    Verschraubung
    5, 6
    Anschluß
    7
    Kanal
    8
    interner Anschluß
    9
    Durchflußsensor
    10
    Sensorelemet
    11
    Spule
    12, 12a
    Elektrodeneinheit
    13
    Ringkanal
    14
    Stützkörper
    15, 16, 15a, 16a
    Elektrode
    17
    Sensorleitung
    18
    Steuerelektronik
    19
    Versorgungsleitung
    20
    Isolierring

Claims (8)

  1. Vorrichtung zur Verhütung von Wassersteinbildung in Systemen, die calziumcarbonathaltiges Wasser führen, gekennzeichnet durch wenigstens eine in einem vom Wasser durchströmten Gehäuse (2, 3) angeordnete Elektrodenanordnung, die an eine Spannungsquelle (18) derart angeschlossen ist, daß an wenigstens einer Kathode dieser Anordnung ein alkalisches Milieu im Wasser erzeugt und hierdurch durch spontane Kristallisation von Kalk Nanokristalle erzeugt werden, die dann als Impfkristalle im Wasser für die Bindung des gesamten, im Übersättigungszustand befindlichen Kalks zur Verfügung stehen.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch wenigstens eine Elektrodeneinheit (12), die aus einem porösen, wasserdurchlässigen Träger (14) besteht, an welchem wenigstens eine Elektrode (15, 16) vorgesehen ist, die mit einer weiteren, im Wasser angeordneten Gegenelektrode die Elektrodenanordnung bildet, und/oder durch wenigstens eine Elektrodeneinheit, die an dem porösen, wasserdurchlässigen Träger, vorzugsweise an unterschiedlichen Seiten dieses Trägers (14) die wenigstens zwei, die Elektrodenanordnung bildenden Elektroden (15, 16) aufweist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch wenigstens eine Elektrodeneinheit (12) mit einem rohr- oder hohlzylinderförmigen oder ringförmigen Stützkörper (14).
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens eine Elektrodeneinheit (12) mit einer von einem rotationssymetrischen Hohlkörper gebildeten Stützkörper
  5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch wenigstens eine Elektrodenanordnung mit wenigstens einer von einem Kohlefaservlies gebildeten Elektrode (15, 16).
  6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Steuerelektronik (18), die die an den wenigstens zwei Elektroden (15, 16) der Elektrodenanordnung anliegende Spannung in vorgegebenen oder willkürlich gewählten Zeitintervallen umpolt, und/oder durch eine Steuerelektronik (18), die die an den wenigstens zwei Elektroden (15, 16) der Elektrodenanordnung anliegende Spannung und/oder der zwischen diesen Elektroden fließende Strom in vorgegebenen oder vorgewählten Grenzen konstant hält, und/oder durch die Verwendung einer Gleichspannung an den Elektroden (15, 16); und/oder durch die Verwendung einer von einer Wechselspannung und/oder von Spannungsimpulsen überlagerten Gleichspannung an den Elektroden (15, 16).
  7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Steuerelektronik (18), die die an den wenigstens zwei Elektroden (15, 16) der Elektrodenanordnung anliegende Spannung in Abhängigkeit von der zu behandelnden Wassermenge und/oder in Abhängigkeit von Wasserdurchfluß steuert, und/oder durch eine Steuerelektronik (18), die die an den wenigstens zwei Elektroden (15, 16) der Elektrodenanordnung anliegende Spannung bei fehlendem Wasserfluß abschaltet.
  8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die die Elektrodenanordnung (12a) bildenden Elektroden (15a, 16a) perforierte oder gitterartige Elektroden aus Metall, beispielsweise aus Titan sind, und/oder daß die Elektroden (15a, 16a) durch einen Isolierkörper (20) auf Abstand gehalten sind.
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