DE20114354U1 - Rollladen für ein Schwimmbecken - Google Patents
Rollladen für ein SchwimmbeckenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Rollladen zur Abdeckung eines Schwimmbeckens mit Lamellen, die durch Gelenkabschnitte miteinander verbunden sind.
Damit das warme Wasser eines Schwimmbeckens bei kalter Umgebungsluft nicht abkühlt, werden Schwimmbecken mit Rollläden abgedeckt. Die Lamellen des Rollladens bestehen aus Hohlprofilen, die an den Enden abgedichtet sind, damit der Rollladen auf der Wasseroberfläche schwimmt. Um ihn mit der am Ende des Schwimmbeckens angebrachten Aufwickelwelle aufwickeln zu können, sind die Lamellen durch Gelenkabschnitte miteinander verbunden.
Um zur Montage keinen Kran oder dgl. Hebezeuge einsetzen zu müssen, werden einzelne Rollladenabschnitte angeliefert, die dann am Schwimmbecken zusammengesetzt werden. Dazu weisen die Lamellen der bekannten Rollläden als Gelenkabschnitte an einem Ende einen an das Kunststoffhohlprofil hakenförmig angeformten elastischen Vorsprung auf, und an dem anderen Ende einen U-förmigen, rinnenförmigen Abschnitt mit einwärts gebogener Kante.
Um die einzelnen Rollladenabschnitte zu verbinden, wird der elastische hakenförmige Vorsprung der Lamelle an dem einen Ende eines Rollladenabschnitts in den rinnenförmigen Abschnitt der Lamelle am Ende des benachbarten Rollladenabschnitts gedrückt, um den hakenförmigen Vorsprung mit der einwärts gebogenen Kante zu verhaken.
In den rinnenförmigen Abschnitten der Lamellen des bekannten Rollladens setzen sich Algen, Bakterien und andere Mikroorganismen fest. Andererseits können diese Rinnen mit den darin verhakten hakenförmigen Vorsprüngen auch mit einem Hochdruckreinigungsgerät nicht gereinigt werden. Die Gelenkabschnitte der bekannten Rollläden stellen damit ein erhebliches hygienisches Problem für Schwimmbäder dar.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen leicht zu montierenden, in hygienischer Hinsicht verbesserten Rollladen zur Abdeckung eines Schwimmbeckens bereitzustellen.
Dies wird erfindungsgemäß: mit dem im Anspruch 1 gekennzeichneten Rollladen erreicht: In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen,der Erfindung wiedergegeben.
Da der Querschnitt der Vorsprünge an den Enden der Lamellen der Form der Nuten der Zwischenglieder so angepaßt ist, dass die Außenfläche des Vorsprungs an der Innenfläche der Nut anliegt, werden an den Gelenkabschnitten des erfindungsgemäßen Rollladen keine einer Reinigung nicht zugänglichen Hohlräume gebildet, in denen sich Algen, Bakterien oder dgl. Mikroorganismen festsetzen können. Der erfindunsgemäße Rollladen ist daher hygienisch wesentlich verbessert.
Die Montage des erfindungsgemäßen Rollladens aus einzelnen Rollladenabschnitten kann so erfolgen, dass die beiden Vorsprünge an den Lamellen an dem einen bzw. anderen Ende der miteinander zu verbindenden Rollladenabschnitte in einem entsprechenden Abstand angeordnet werden und dann das Zwischen-
glied von der Seite so auf die Vorsprünge geschoben wird, dass der Vorsprung an deia einen Rollladenabschnitt in die eine Nut und der Vorsprung an dem anderen Rollladenabschnitt in die andere Nut des Zwischengliedes geschoben wird.
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Der Vorsprung kann eine beliebige Form aufweisen, beispielsweise schwalbenschwanzförmig ausgebildet sein. Vorzugsweise weist der Vorsprung jedoch einen zylindrischen Gelenkkopf auf, der in eine zylindrische Nut gelenkig eingreift, sodass ein Scharnier- oder Walzengelenk gebildet wird.
Wenn der Vorsprung nicht als Gelenkkopf ausgebildet ist, kann die gelenkige Verbindung zwischen den Lamellen dadurch gebildet werden, dass die Zwischenglieder elastisch ausgebildet sind, beispielsweise aus einem Kunststoff geringer Härte, insbesondere mit einer Shore &Agr;-Härte von weniger als 80, beispielsweise 30 bis 70.
Aber auch wenn durch Vorsprünge mit zylindrischem Gelenkkopf Scharnier- oder Walzengelenke gebildet werden, ist es zweckmäßig, das Zwischenglied elastisch auszubilden. Denn, wie geschildert, werden die Rollladenabschnitte bei der Montage des Rollladens durch seitliches Aufschieben eines Zwischengliedes miteinander verbunden. Da die Zwischenglieder Leisten von einer erheblichen Länge darstellen, die im wesentlichen der Breite des Rollladens entspricht, kann dies beispielsweise in Hallenbädern zu Problemen führen, wenn starre Zwischenglieder verwendet werden und seitlich neben dem Schwimmbecken nicht genügend Platz zur Verfügung steht. Durch die elastische Ausbildung der Zwischenglieder können diese jedoch gebogen und damit auch beengten Platzverhältnissen bei der Montage des Rollladens angepaßt werden.
Die Zwischenglieder bestehen vorzugsweise aus Kunststoff-Vollmaterial, beispielsweise Polyvinylchlorid (PVC) oder Polycarbonat (PC). Sie werden vorzugsweise durch Ablängen extrudierter leistenförmiger Kunststoffprofile hergestellt.
Die Zwischenglieder sind vorzugsweise schmäler als die Lamellen, d.h. sie weisen in Rollladenlängsrichtung eine Breite auf, die kleiner ist als die Breite der Lamellen, vorzugsweise kleiner als die Hälfte, insbesondere kleiner als ein Drittel der Breite der Lamellen.
Die Lamellen mit den arigeformten Vorsprüngen werden durch Ablängen extrudierter Hohlprofile hergestellt. Dabei können die Extrusionswerkzeuge zur Herstellung der Lamellen der bekannten Rollläden mit geringen Änderungen eingesetzt werden. Um auf der Wasseroberfläche zu schwimmen, werden die Lamellen an ihren Enden z.B. durch Stopfen verschlossen, wie bekannt. Die Lamellen können beispielsweise aus PVC oder PC bestehen.
Nachstehend ist die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert, deren einzige Figur perspektivisch zwei durch ein Zwischenglied verbundene Lamellen zeigt, wobei die Lamellen und das Zwischenglied geschnitten dargestellt sind und eine Lamelle nur teilweise.
Danach besteht jede Lamelle 1 aus einem Kunststoffhohlprofil mit Zwischenwänden 2. Der so gebildete Hohlraum wird an beiden Enden der Lamelle 1 z.B. mit nicht dargestellten Stopfen verschlossen, damit die1 Lamellen 1 auf dem Wasser des Schwimmbeckens schwimmen können.
An den Lamellen 1 sind an beiden Enden Vorsprünge 3 angeformt, die sich über die gesamte Länge der Lamellen 1 erstrecken. Die Vorsprünge 3 an den beiden Enden jeder Lamelle 1 sind gleich ausgebildet. Sie bestehen aus einem zylindrischen Gelenkkopf 4 und einem Halsabschnitt 5 zur Verbindung des Gelenkkopfes 4 mit der Lamelle 1.
Die beiden benachbarten Lamellen 1 werden durch ein Zwischenglied 6 gelenkig miteinander verbunden. Das Zwischenglied 6 besteht aus einem Kunststoffvollmaterial, beispielsweise PVC mit einer Shore &Agr;-Härte von beispielsweise 40 bis 70.
Das leistenförmige Zwischenglied 6 weist an beiden Seiten eine Nut 7 auf, die sich über die gesamte Länge des Zwischengliedes 6 erstrecken. Die Nuten 7 sind zylindrisch ausgebildet, d.h., an der Nutöffnung 8 verjüngt. Der Querschnitt der Nuten 7 ist dem Querschnitt der Vorsprünge 3 angepaßt, wodurch die Außenfläche de!r Gelenkköpfe 4 an der Innenfläche der Nuten 7 anliegt.
Zur Verbindung der Lamellen 1 wird das Zwischenglied gemäß dem Pfeil 9 von der Seite des Rollos so auf die Vorsprünge 3 der Lamellen 1 geschoben, dass der Vorsprung 3 an der einen Lamelle 1 in die eine Nut 7 und der Vorsprung 3 an der anderen Lamelle 1 in die andere Nut 7 des Zwischengliedes 6 geschoben wird.
Claims (7)
1. Rollladen zur Abdeckung eines Schwimmbeckens mit Lamellen, die durch Gelenkabschnitte miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkabschnitt durch ein Zwischenglied (6) gebildet ist, das an beiden Seiten eine an ihrer Öffnung (8) verjüngte Nut (7) aufweist, in die ein dem Querschnitt der Nut (7) angepaßter Vorsprung (3) an der einen bzw. anderen Lamelle (1) eingreift.
2. Rollladen nach Ansprüch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (3) einen zylindrischen Gelenkkopf (4) aufweist, der in einer zylindrischen Nut (7) gelenkig gelagert ist.
3. Rollladen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenglied (6) elastisch ausgebildet ist.
4. Rollladen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenglied (6) aus einem Vollmaterial besteht.
5. Rollladen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenglied (6) aus Kunststoff besteht.
6. Rollladen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff eine Shore A-Härte von weniger als 80 aufweist.
7. Rollladen nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenglied (6) aus PVC oder Polycarbonat besteht.
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| Country | Link |
|---|---|
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1541784A1 (de) * | 2003-12-12 | 2005-06-15 | Amaury de Troostembergh | Schwimmbadrolladen |
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| FR2919883A1 (fr) * | 2007-08-07 | 2009-02-13 | Abri Blue Soc Par Actions Simp | Volet flottant |
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2001
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| EP2025835A1 (de) * | 2007-08-07 | 2009-02-18 | Abri Bleu | Schwimmendes Rollo |
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