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DE20111640U1 - Belüftungssystem für Bekleidung - Google Patents

Belüftungssystem für Bekleidung

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DE20111640U1
DE20111640U1 DE20111640U DE20111640U DE20111640U1 DE 20111640 U1 DE20111640 U1 DE 20111640U1 DE 20111640 U DE20111640 U DE 20111640U DE 20111640 U DE20111640 U DE 20111640U DE 20111640 U1 DE20111640 U1 DE 20111640U1
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ventilation system
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D27/00Details of garments or of their making
    • A41D27/28Means for ventilation

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Professional, Industrial, Or Sporting Protective Garments (AREA)

Description

12.07.2001 01328-01 La/ou
Herrn Knut Jaeger D-73230 Kirchheim-Teck
Belüftungssystem für Bekleidung
Die Erfindung betrifft ein Belüftungssystem für Bekleidung, insbesondere wasserdichte Sportbekleidung, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Wasserdichte Bekleidung, insbesondere wasserdichte Sportbekleidung, besteht in der Regel aus einem Gewebe, das derart beschichtet ist, daß es wasserdicht ist, im Einzelfall sogar einem Wasserdruck bis zu 20 000 mm Stand halten kann. Hochwertige Bekleidungen mit Spezialausrüstung, wie Goretex®, Sympatex®, Memotex® usw. haben die Eigenschaft, daß sie dampfdurchlässig sind und innerhalb von 24 Stunden zwischen 3000 und 10 000 g Wasserdampf/m2 nach außen leiten können. Trotz dieser Wasserdampfdurchlässigkeit sind diese wasserdichten Gewebe absolut luftdicht. Daher führen Jacken, Mäntel oder Hosen, die aus einem entsprechenden Stoff verarbeitet sind, innerhalb kürzester Zeit zu einem Wärmestau, wenn der Benutzer sich sportlich betätigt. Das wiederum führt zur Körperüberhitzung und zum gerade bei sportlicher Betätigung unerwünschten Leistungsabfall.
Dieses Problem wurde bereits erkannt und es sind daher schon Belüftungssysteme für Bekleidung geschaffen worden, die insbesondere bei trockener Außenumge-
bung mittels eines Reißverschlusses oder Klettverschlusses geöffnet werden können. Bei Feuchtigkeit und Regen müssen diese Lüftungen jedoch geschlossen werden, da ansonsten durch die Luftöffnungen, die häufig unter den Armen angebracht sind, Feuchtigkeit von außen in die Bekleidung eindringt. Darüber hinaus führen die Belüftungsöffnungen bei Wind zu einem Auskühlen des Körpers.
Es sind auch schon Lösungen bekannt geworden, in welchen schindelartige Überlappungen durch das Gewebe gebildet werden, die die Lüftungsöffnungen abdekken, so daß beispielsweise Regenwasser von außen nicht eindringen kann und dennoch Wasserdampf (Schweiß) nach außen dringen kann. Auch diese Lösung weist aber immer noch den Nachteil auf, daß sie nicht winddicht ist und daß bei sehr starkem Regen Feuchtigkeit durch die Lüftungsschlitze eintreten kann.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Belüftungssystem für Bekleidung zu schaffen, bei dem weder Feuchtigkeit noch Wind von Außen eindringen können, warme oder feuchte Luft vom Körper jedoch nach Außen gelangen können.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Kombination der Merkmale des Belüftungssystems nach Anspruch 1 gelöst. Demnach besteht das Belüftungssystem für Bekleidung aus wasserdichtem Gewebe, in welchem Luftöffnungen vorgesehen sind, die einerseits durch schindelartige Überlappung des Gewebes überdeckt sind, wobei die Luftöffnungen aber durch ein flexibles dreidimensional vernetztes Abstandshaltermaterial verschlossen sind. Diese erfindungsgemäße Lösung führt zu einer deutlich verbesserten Klimatisierung des Körpers und somit zur Leistungserhaltung bzw. Leistungssteigerung des Benutzers bei sportlicher Betätigung. Diese verbesserte Klimatisierung erfolgt dadurch, daß durch das Belüftungssystem hindurch unlimitiert feuchte, heiße Luft innerhalb kürzester Zeit durch Körperbewegung sowie durch das natürliche Druckgefälle zwischen Körperwärme innen und der in der Regel kühleren Luft außen entweichen kann. Während bei einem „atmungsaktiven Gewebe" nach dem Stand der Technik die Abgabe größerer Mengen Wasserdampf mehrere Stunden benötigt, erfolgt bei der erfindungsgemäßen Lösung der Austritt des Wasserdampfes innerhalb von Sekunden. Bei luft-
dichten Geweben, wie sie ebenfalls im Stand der Technik Anwendung fanden, ist eine Abgabe von Körperwärme bzw. Wasserdampf in der Regel gar nicht möglich.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den sich an den Hauptanspruch anschließenden Unteransprüchen.
Das Abstandshaltermaterial kann vorzugsweise aus einem dreidimensionalen Abstandsgewebe bestehen, einem dreidimensionalen Netzmaterial aus Kunststoff, das bereits für die Belüftung von Rucksäcken, Autositzen und ähnlichem verwendet wird. Dieses Material besteht aus einem wasserabstoßenden Kunststoffmaterial, das eine vergleichsweise dünne Gewebeschicht und eine dickere Netzstrukturschicht aufweist, wobei beide Schichten miteinander zu einer Einheit verbunden sind.
Alternativ kann das flexible dreidimensional vernetzte Abstandhaltermaterial aus einer Schaumstoffschicht oder einem Kunststoffaservlies, wie es als Tiefenfilter Verwendung findet, bestehen.
Vorteil des erfindungsgemäßen Abstandsmaterials ist die einfache Verarbeitbarkeit. Es kann einfach mit der jeweiligen Stofflage vernäht werden.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung kann die schindelartige Überlappung an ihrer Außenkante mit einer ersten Außenkante des streifenförmigen Abstandshaltermaterials vernäht sein, während die zweite Außenkante des streifenförmigen Abstandshaltermaterials mit der Außenkante der durch die schindelartige Überlappung überdeckten Gewebelage vernäht ist. Hierdurch wird das Abstandshaltermaterial an einer Seite von der unteren Gewebelage und auf der gegenüberliegenden Seite von der schindelartig überdeckenden Gewebelage abgedeckt. Mittels dieser Nähtechnik ist die Luftdurchlässigkeit gewährleistet. Andererseits können Wasser und Wind nicht eindringen. Vorteilhaft ist das Abstandshaltermaterial mit dem wasserdichten Stoff so verarbeitet, daß die verbleibenden Nähte auf der Innenseite der Bekleidung wasserdicht mit einem Klebeband abgeta-
-A-
ped werden können. Alternativ können die entsprechenden Nähte auch verschweißt werden. Da das wasserdichte dreidimensional vernetzte Abstandshaltermaterial auf der Innenseite der Bekleidung angebracht ist und mittels der schindelartigen Überlappung überdeckt ist, kann selbst bei sehr starkem Wind oder Sturm Regenwasser nicht in die Jacke eindringen. Demgegenüber funktioniert jedoch die Lüftung dank des Abstandshaltermaterials ohne Einschränkungen.
In einer alternativen Ausführungsvariante ist das streifenförmige Abstandshaltermaterial in eine schlitzartige Lüftungsöffnung in der durch die schindelartige Überlappung überdeckten Gewebelage eingesetzt. In diesem Fall wird also das streifenförmige Abstandshaltermaterial ohne wasserdichte Rückwand verarbeitet. Auch diese Lösung ist aufgrund des Einsatzes des wasserabweisenden dreidimensional vernetzten Abstandshaltermaterials weitgehend wasserdicht.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Figur 1: eine Jacke als beispielhafte Ausführungsform eines Bekleidungsstücks mit dem erfindungsgemäßen Belüftungssystem,
Figur 2: eine dreidimensionale teilweise geschnittene Darstellung des erfindungsgemäß eingesetzten Abstandsgewebes,
Figur 3: einen Schnitt entlang der Schnittlinie Ill-Ill in Figur 1,
Figur 4: eine perspektivisch teilweise geschnittene Darstellung eines Teils des erfindungsgemäßen Belüftungssystems nach Figur 3 und
Figur 5: eine perspektivische Darstellung ähnlich derjenigen gemäß Figur 4, jedoch eine alternative erfindungsgemäße Ausführungsvariante zeigend.
Das erfindungsgemäße Belüftungssystem kann bei beliebigen Bekleidungsstücken einsetzbar sein. So ist hier an Jacken, Mäntel oder auch Hosen zu denken. Belüftungen bei Jacken werden in der Regel auf der Brust oder auf dem Rücken oder unter den Armen angebracht sein, während sie bei Hosen praktischerweise im Bereich der Gesäßtaschen angebracht sind. In der Figur 1 ist eine Sportjacke 10 dargestellt, in welcher das Belüftungssystem 12 schlitzartig im Brustbereich angeordnet ist. Der Aufbau des hier vorliegenden Belüftungssystems ergibt sich aus den Figuren 3 und 4. In der Schnittdarstellung gemäß Figur 3 ist zunächst eine schindelartige Überlappung 14 aus einem wasserdichten Gewebe, wie beispielsweise Goretex® dargestellt, welche eine untere Gewebelage 16 aus dem gleichen Material in Form einer schindelartigen Überlappung 18 überdeckt. Die Gewebelage 14 ist bis in den die schindelartige Überlappung 18 bildenden Bereich entlang ihrer gesäumten Außenkante 20 mittels einer Naht 22 mit einer Außenkante 24 eines streifenförmigen Abstandshaltermaterials 26 verbunden. Die gegenüberliegende Seitenkante 28 des streifenförmigen Abstandshaltermaterials 26 ist mit der überdeckten Außenkante 30 der unteren Gewebeschicht 16 mittels einer Naht 32 verbunden. Somit ist der durch die schindelartige Überlappung gebildete Lüftungsschlitz vollständig mittels des streifenförmigen Abstandshaltermaterials ausgefüllt. Die Luft dringt hier im wesentlichen in Längsrichtung durch das Abstandshaltermaterial hindurch. Aufgrund seiner wasserabweisenden Eigenschaft wird das Eindringen von Regenwasser sicher verhindert, während der schweißbedingte Wasserdampf von Innen nach Außen gelangen kann. Auch eine Luftkonvektion von außen ist möglich, ohne daß hier Wind durch die Öffnung nach innen dringen kann, der zu einer starken Luftkonvektion und damit einem starken Auskühlen führen würde.
Wie insbesondere den Figuren 3 und 4 zu entnehmen ist, wurde der Aufbau des Belüftungssystems so gewählt, daß auch das Eindringen von Feuchtigkeit durch kapillares Aufsteigen dieser Feuchtigkeit im dreidimensionalen Netz sicher verhindert wird. Zur Lösung dieses Problems trägt die Wahl des wasserdichten Gewebes als Innenmaterial bei.
-6-
Um ein Zurückschlagen der schindelartigen Überlappung 18 zu verhindern, ist die die schindelartige Überlappung bildende Gewebelage 14 entlang ihrer die Überlappung bildenden Außenkante 20 an mehreren Punkten 34 mit der darunter befindlichen Gewebelage 16 sowie dem dazwischen liegenden streifenförmigen Abstandshaltermaterial 26 mittels Riegelnähten 34 punktuell verbunden.
In in der Figur nicht näher dargestellter Art und Weise sind die Nähte von Innen her mit wasserdichtem Klebeband überklebt.
Das Abstandshaltermaterial 26, wie es in der Ausführungsform verwendet wird, ergibt sich in seinem Aufbau aus Figur 2. Hier ist ein Abstandsgewebe dargestellt, das zweischichtig aufgebaut ist. Zum einen ist eine Seite durch eine vergleichsweise dünne Gewebeschicht 36 aus wasserabweisendem Kunststoffmaterial gebildet. Mit dieser Gewebeschicht 36 ist eine dickere Netzstrukturschicht 38 zu einer Einheit verbunden.
In Figur 5 ist eine alternative Ausgestaltung des Belüftungssystems für Bekleidung gezeigt. Hier ist in der unteren Gewebeschicht 16 ein längs verlaufender Schlitz angeordnet, in dem in der hier näher dargestellten Art und Weise das streifenförmige Abstandshaltermaterial 26 eingenäht ist. Die obere Außenkante 30 der Gewebeschicht 16 ist mit der Außenkante der äußeren Gewebeschicht 14 vernäht, wobei in dieser Naht zusätzlich die eine Außenkante der hier als separater Streifen ausgeführten schindeiförmigen Überlappung 18 vernäht ist. Ansonsten ist die schindelartige Überlappung 18 an ihrer Außenkante an mehreren Punkten mit der darunter befindlichen Gewebelage 16 punktuell über die Riegelnähte 34 vernäht.
Diese in Figur 5 dargestellte Ausführungsvariante kann bei weniger anspruchsvollen Kleidungsteilen verwendet werden. Hier ist die Überlappung jedenfalls auch so ausgebildet, daß auch kein Wasser eindringen kann.

Claims (9)

1. Belüftungssystem für Bekleidung, insbesondere wasserdichte Sportbekleidung, bestehend aus wasserdichtem Gewebe, in welchem Lüftungsöffnungen vorgesehen sind, die durch schindelartige Überlappungen des Gewebes überdeckt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftöffnungen durch ein flexibles dreidimensional vernetztes Abstandshaltermaterial verschlossen sind.
2. Belüftungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible dreidimensional vernetzte Abstandshaltermaterial aus einem Abstandsgewebe besteht.
3. Belüftungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible dreidimensional vernetzte Abstandshaltermaterial aus einer Schaumstoffschicht besteht.
4. Belüftungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible dreidimensional vernetzte Abstandshaltermaterial aus einem Kunststoffaservlies besteht.
5. Belüftungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die schindelartige Überlappung an ihrer Außenkante mit einer ersten Außenkante des streifenförmigen Abstandshaltermaterials vernäht ist und daß die zweite Außenkante des streifenförmigen Abstandshaltermaterials mit der Außenkante der durch die schindelartige Überlappung überdeckten Gewebelage vernäht ist.
6. Belüftungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das streifenförmige Abstandshaltermaterial in eine schlitzartige Lüftungsöffnung in der durch die schindelartige Überlappung überdeckte Gewebelage eingesetzt ist.
7. Belüftungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die die schindelartige Überlappung bildende Gewebelage entlang ihrer die Überlappung bildenden Außenkante an mehreren Punkten mit der darunter befindlichen Gewebelage mittels Riegelnähten punktuell vernäht ist.
8. Belüftungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Nähte von der Innenseite her mit einem wasserdichten Klebeband überklebt sind.
9. Belüftungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das wasserdichte Gewebe aus Goretex® und Sympatex®, Memotex® oder einem anderen Gewebe besteht, das wasserdampfdurchlässig ist.
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